Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Binance-Delisting von EPIC und QUICK ab 20. Oktober: Das prüfst du jetzt

Binance streicht Epic Chain und QuickSwap zum 28. Oktober. Vier Fristen fallen aber schon auf den 20. Oktober, und ab dann bestimmt die Börse, wann deine Position aufgelöst wird.

Sich senkende Schlagbaum-Schranke im Nachtregen vor der leeren Zufahrt eines Umschlagterminals
15 Min. Lesezeit
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Binance hat am Mittwochmorgen das Delisting von Epic Chain (EPIC) und QuickSwap (QUICK) angekündigt: Am 28. Oktober 2026 um 03:00 UTC endet der Spot-Handel für beide Token. Für Halter ist dieser Termin aber nicht der wichtigste. Der 20. Oktober ist es. An diesem Tag laufen vier Fristen ab, nach denen die Börse selbst bestimmt, wann und zu welchem Kurs eine Position aufgelöst wird. Welche davon dich trifft, hängt daran, in welchem Produkt deine Token liegen: im Spot-Konto, in Futures, im Margin-Konto, im Copy Trading oder in Simple Earn.

Insgesamt nennt die Ankündigung fünfzehn Termine zwischen dem 15. Oktober und dem 29. Dezember. Drei davon kosten Geld, wenn du sie verschläfst, weil an ihnen automatisch verkauft oder abgerechnet wird. Die übrigen kosten nur Handelsmöglichkeit. Dieser Artikel sortiert die Termine nach dem, was sie für dein Guthaben bedeuten, und nicht nach der Reihenfolge der Produktabschnitte bei Binance. Wenn du deine Bestände ohnehin auf eine andere Plattform umziehen willst, hilft dir der Überblick über Krypto-Börsen mit Zulassung in Deutschland bei der Auswahl.

Was Binance angekündigt hat: Spot-Handel endet am 28. Oktober

Binance überprüft gelistete Token in festen Abständen. In der Delisting-Ankündigung vom 14. Oktober 2026 nennt die Börse elf Kriterien, nach denen sie entscheidet. Dazu gehören das Handelsvolumen und die Liquidität, die Qualität der Entwicklungsarbeit, die Stabilität des Netzwerks gegen Angriffe, die Antwortbereitschaft des Projektteams auf regelmäßige Prüfanfragen und neue aufsichtsrechtliche Anforderungen. Welches Kriterium im Fall von Epic Chain und QuickSwap den Ausschlag gab, schreibt Binance nicht.

Der Kern der Ankündigung ist ein Satz: Zum 28. Oktober 2026 um 03:00 UTC stellt die Börse den Handel in allen Spot-Paaren der beiden Token ein. Alle offenen Handelsaufträge werden dabei automatisch entfernt. Trading Bots, die auf diesen Paaren laufen, beendet Binance zum selben Zeitpunkt.

Delisting heißt nicht Enteignung

Ein Delisting ist die Streichung eines Tokens vom Handel einer Börse. Das Guthaben bleibt dabei zunächst im Konto, nur handelbar ist es dort nicht mehr. Binance lässt Auszahlungen in diesem Fall noch zwei Monate über das Handelsende hinaus offen. Diese Spanne ist der eigentliche Spielraum, den du hast, und sie ist deutlich größer als die wenigen Tage, die manche Börsen einräumen.

Vier Fristen fallen auf den 20. Oktober

Am Montag, dem 20. Oktober, greifen vier Mechanismen nacheinander, jeder in einem anderen Produkt. Alle vier haben dasselbe Muster: Du kannst vorher selbst handeln, danach handelt das System.

  • 03:00 UTC — Binance Pool stellt die Mining-Unterstützung für die Token ein. Die letzte Auszahlung wird am Folgetag abgerechnet. Binance Pay streicht die Token zur selben Uhrzeit.
  • 07:00 UTC — VIP Loan und Flexible Loan schließen alle offenen Kreditpositionen, in denen die Token als leihbarer Wert oder als Sicherheit dienen.
  • 08:30 UTC — Für die Futures-Kontrakte der beiden Token kannst du keine neuen Positionen mehr eröffnen.
  • 09:00 UTC — Binance Futures schließt alle offenen Positionen und rechnet automatisch ab. Der Funding Rate Arbitrage Bot beendet zur gleichen Minute alle Arbitrage-Strategien auf diesen Symbolen.
  • 10:00 UTC — Binance Margin nimmt die Token aus Cross, Isolated und Portfolio Margin. Diesen Zeitpunkt nennt die Börse die „Margin Scheduled Delisting Time“.

Streng gezählt sind es also fünf Uhrzeiten an diesem Tag, von denen vier eine automatische Auflösung auslösen. Wer nur Spot-Guthaben hält, ist am 20. Oktober noch gar nicht betroffen und hat bis zum 28. Oktober Zeit.

Futures: Zwangsabrechnung um 09:00 UTC, kein eigener Verkauf mehr

Für die Futures-Kontrakte ist der 20. Oktober das Ende. Binance formuliert es so: „Binance Futures will close all positions and conduct an automatic settlement on the contracts of the aforementioned token(s) at 2026-10-20 09:00 (UTC).“ Nach der Abrechnung werden die Kontrakte gestrichen. Die Börse rät ausdrücklich dazu, offene Positionen vorher selbst zu schließen.

Der Unterschied ist praktisch und nicht theoretisch. Schließt du selbst, wählst du den Zeitpunkt und damit den Kurs. Rechnet das System ab, bekommst du den Stand der Abrechnung, und zwar in einem Marktumfeld, in dem die Liquidität durch die Ankündigung ohnehin dünner wird. Binance behält sich außerdem vor, bei starken Kursschwankungen vorher ohne weitere Ankündigung Schutzmaßnahmen zu ergreifen: den maximalen Hebel senken, den Positionswert begrenzen, die Erhaltungsmarge in den Margin-Stufen anheben, die Funding-Sätze anpassen und den Mark Price über den geschützten letzten Preis fortschreiben.

Was die Schutzmaßnahmen für einen gehebelten Halter bedeuten

Wird der maximale Hebel in einer Margin-Stufe gesenkt, steigt die nötige Sicherheit für eine bestehende Position. Reicht das Guthaben dann nicht, kommt die Liquidation vor dem 20. Oktober und nicht an ihm. Eine gehebelte Position auf einen Token mit Delisting-Termin ist deshalb der Fall, der am wenigsten Zeit lässt.

Margin, VIP Loan und Flexible Loan: Sicherheiten tilgen die Schulden

Im Margin-Konto ist die Mechanik am verschachteltsten. Seit der Ankündigung kannst du die beiden Token nicht mehr ins Margin-Konto übertragen, weder von Hand noch über den Auto-Transfer-Modus. Eine Ausnahme gilt, wenn du offene Verbindlichkeiten in diesem Token hast: Dann darfst du höchstens die Höhe dieser Verbindlichkeit nachschieben, abzüglich bereits vorhandener Sicherheiten. Am 15. Oktober um 06:00 UTC setzt Binance zusätzlich die Leihe auf die betroffenen Cross-Margin-Token und Isolated-Margin-Paare aus.

Zur Margin Scheduled Delisting Time am 20. Oktober um 10:00 UTC passiert dann je nach Kontostand Verschiedenes. In Isolated Margin schließt die Börse die Positionen, rechnet ab, storniert alle offenen Aufträge und entfernt die Paare. In Cross und Portfolio Margin verrechnet sie zuerst Sicherheiten gegen Verbindlichkeiten desselben Tokens. Bleibt danach ein Rest, gilt eines von zwei Verfahren:

  • Wer die Token nur als Sicherheit hält: Binance verkauft sie in USDT oder USDC, der Erlös geht auf das Margin-Guthaben. Für Verluste daraus übernimmt die Börse nach eigener Angabe keine Haftung.
  • Wer die Token nur als Verbindlichkeit hält: Alle offenen Aufträge im Cross-Margin-Konto werden storniert, dann verkauft das System andere Sicherheiten, kauft damit die Delisting-Token und tilgt die Schuld vollständig.

Während dieses Vorgangs kannst du deine Positionen nicht ändern, und er dauert nach Angabe der Börse etwa drei Stunden. Nutzer von Portfolio Margin sollten vorher ihr Margin-Guthaben aufstocken und die Unified Maintenance Margin Ratio im Auge behalten: Fällt ein Token aus der Bewertung des Kontos heraus, kann allein das eine Liquidation auslösen.

Leere mechanische Split-Flap-Anzeigetafel in einer nächtlichen Abflughalle
Nach dem Delisting zeigt Binance den Wert der Token im Konto nicht mehr an. Sichtbar bleiben sie nur, wenn die Einstellung „Kleine Guthaben ausblenden“ aus ist.

Copy Trading am 21. Oktober: Zwangsverkauf zum Marktpreis

Spot Copy Trading streicht die Paare am 21. Oktober um 03:00 UTC. Der entscheidende Satz der Ankündigung lautet: „After this time, any outstanding assets will be force-sold at market price or moved to the Spot Account if the amount is unsellable.“ Übersetzt heißt das: Was danach noch im Copy-Trading-Portfolio liegt, verkauft Binance zum Marktpreis. Ist der Betrag zu klein zum Verkaufen, wandert er ins Spot-Konto.

Diese Frist betrifft eine Gruppe, die ihre Bestände oft gar nicht einzeln im Blick hat. Wer einem Händler folgt, hält dessen Positionen anteilig mit, ohne sie selbst ausgewählt zu haben. Ein Blick in die Zusammensetzung des eigenen Copy-Portfolios ist in dieser Woche also auch dann sinnvoll, wenn du von Epic Chain und QuickSwap noch nie gehört hast.

Simple Earn: Flexible und Locked Products werden automatisch aufgelöst

Binance Simple Earn nimmt die Token am 21. Oktober um 07:00 UTC heraus. Du kannst Flexible- und Locked-Positionen vorher selbst auflösen. Tust du das nicht, löst Binance sie zu diesem Zeitpunkt automatisch auf und überträgt den Betrag samt aufgelaufener Belohnungen ins Spot-Konto.

Bei Locked Products ist das der Punkt, an dem eine Zinsbindung vorzeitig endet. Ob dabei die zugesagte Verzinsung vollständig gutgeschrieben wird oder nur die bis dahin aufgelaufene, hängt an den Bedingungen des einzelnen Produkts. Die Ankündigung spricht von „any accrued rewards“, also den aufgelaufenen Belohnungen. Wer eine längere Bindung laufen hat, sollte die Konditionen seines konkreten Produkts in der App nachsehen, statt eine volle Periode einzuplanen.

Dual Investment und Convert Low-Value Assets

Für Dual Investment endet die Zeichnungsmöglichkeit am folgenden Freitag um 08:00 UTC, nicht abgerechnete Zeichnungen werden zu diesem Termin zurückerstattet und binnen vier Stunden ins Spot-Konto gebucht, die Belohnung nach der tatsächlichen Laufzeit berechnet. Convert Low-Value Assets, die Funktion für Kleinstbestände, streicht die Token am 27. Oktober um 02:00 UTC, Binance Convert selbst am 28. Oktober um 02:00 UTC, also eine Stunde vor dem Ende des Spot-Handels.

Spot-Handel, Trading Bots und Convert: die Termine zwischen dem 15. und 29. Oktober

Drei Termine klammern das Handelsende ein. Schon am 15. Oktober um 03:00 UTC nimmt Binance die Token aus „Buy & Sell Crypto“, also aus dem einfachen Kaufweg per Karte oder Guthaben. Am 28. Oktober um 03:00 UTC endet der Spot-Handel, alle offenen Aufträge werden entfernt, Trading Bots auf diesen Paaren beendet und Gift Cards mit diesen Token gestrichen. Und am 29. Oktober um 03:00 UTC werden Einzahlungen nicht mehr gutgeschrieben.

Der letzte Punkt ist die unauffälligste Falle der ganzen Abfolge. Wer nach dem 29. Oktober EPIC oder QUICK von einer eigenen Wallet oder einer anderen Börse an seine Binance-Adresse schickt, überweist an eine Adresse, die den Eingang nicht mehr verbucht. Eine Einzahlungsadresse verschwindet nicht in dem Moment, in dem eine Börse sie nicht mehr bedient, und eine Transaktion auf der Blockchain lässt sich nicht zurückrufen.

Die Auszahlungsfrist am 28. Dezember ist die harte Grenze

Auszahlungen der beiden Token von Binance unterstützt die Börse nach dem 28. Dezember 2026 um 03:00 UTC nicht mehr. Bis dahin sind es von heute aus gerechnet rund elf Wochen. Das ist der Termin, auf den du einen Kalendereintrag setzen solltest, wenn du die Token behalten und nicht verkaufen willst: Danach liegt das Guthaben in einem Konto, aus dem du es nicht mehr selbst herausbewegen kannst.

Elf Wochen klingen nach viel Zeit. Im Bestand früherer Delistings war diese Frist trotzdem der häufigste Grund für verlorene Bestände, weil sie so weit hinten liegt, dass sie aus dem Blick rutscht. Wir haben das bei Binance schon zweimal durchgespielt, beim Delisting von ICX, SCRT und STORJ und bei der Streichung von sechs Token im August. In beiden Fällen lag zwischen Handelsende und Auszahlungsschluss ebenfalls eine zweistellige Wochenzahl.

Umwandlung in Stablecoins: Binance sagt sie ausdrücklich nicht zu

Nach dem 29. Dezember 2026 um 03:00 UTC kann Binance gestrichene Token im Namen der Nutzer in Stablecoins umwandeln. Die Ankündigung setzt dahinter aber einen klaren Vorbehalt: „Please note that the conversion of delisted tokens into stablecoins is not guaranteed.“ Eine Zusage ist das also nicht. Kommt es zur Umwandlung, kündigt die Börse sie vorher gesondert an, und die Stablecoins landen anschließend im Binance-Konto.

Für den Fall, dass eine Umwandlung technisch nicht möglich ist, hält Binance die Auszahlungen offen, soweit das Netzwerk verfügbar ist. Diese Rückfallebene steht ausdrücklich in der Ankündigung. Verlassen würde ich mich darauf nicht, denn sie hängt an der Verfügbarkeit einer Blockchain, deren Projekt gerade seine größte Handelsplattform verliert.

Epic Chain und QuickSwap: Was hinter den beiden Token steckt

QuickSwap ist eine dezentrale Börse auf Polygon. Der Token QUICK dient dort der Abstimmung über Protokolländerungen und der Beteiligung an Handelsgebühren. Eine dezentrale Börse, kurz DEX, ist ein Handelsplatz, der Aufträge nicht in einem Orderbuch eines Unternehmens zusammenführt, sondern über Verträge auf einer Blockchain. Das Protokoll selbst läuft unabhängig von Binance weiter und ist über Projektseite von QuickSwap erreichbar. Das Delisting trifft den Handel von QUICK auf Binance, nicht die Funktion der dezentralen Börse.

Epic Chain ist eine eigene Layer-1-Blockchain, EPIC ist ihr Netzwerk-Token. Eine Layer-1-Blockchain ist eine Blockchain mit eigener Konsensschicht, die nicht auf einer anderen aufsetzt. Auch hier gilt: Das Netzwerk läuft weiter, unabhängig davon, wo der Token gehandelt wird. Was wegfällt, ist der größte Handelsplatz, über den man ihn gegen Euro oder Stablecoins tauschen konnte. Für einen Token mit kleiner Marktkapitalisierung ist das kein nebensächlicher Verlust, weil die Liquidität danach über mehrere kleinere Plattformen verteilt ist.

Zwei Hände halten ein markenloses Hardware-Gerät mit erloschenem Display über einer Werkbank
Wer die Token behalten will, braucht vor dem 28. Dezember eine eigene Wallet und die passende Netzwerkadresse.

Der Kurs vor dem Stichtag: QUICK minus 30 Prozent an einem Tag

Beide Token haben auf die Ankündigung deutlich reagiert. Am Mittwochmittag stand QUICK nach Daten von CoinGecko bei 0,0069 US-Dollar und damit rund 30 Prozent unter dem Vortagswert, EPIC bei 0,36 US-Dollar und rund 16 Prozent darunter. Im Lauf des Vormittags hatte der Rückgang bei QUICK noch bei etwa 23 Prozent gelegen, er hat sich also im Tagesverlauf ausgeweitet.

Die Größenordnung der betroffenen Bestände ist überschaubar. QUICK trägt eine Marktkapitalisierung von rund 4,6 Millionen US-Dollar, EPIC von rund 12,1 Millionen. Auffällig ist das Handelsvolumen bei EPIC: Mit rund 22,5 Millionen US-Dollar in 24 Stunden lag es über der Marktkapitalisierung, ein Zeichen dafür, dass ein großer Teil des Umlaufbestands an einem Tag die Hand gewechselt hat. Zum Vergleich der Marktlage: Bitcoin notierte am selben Mittag bei rund 82.800 US-Dollar und damit weniger als ein Prozent unter dem Vortag. Der Einbruch bei EPIC und QUICK kommt also nicht aus dem Gesamtmarkt.

Eine Namensverwechslung, die Geld kosten kann

Neben Epic Chain gibt es den Token Epic Cash, der ähnlich heißt und vom Delisting nicht betroffen ist. Wer seine Bestände sortiert, sollte auf die Kennung achten und nicht auf den Namen allein. Betroffen ist allein Epic Chain mit dem Kürzel EPIC.

Haltefrist und Steuer: Ein Zwangsverkauf ist ein Verkauf

Für Anleger in Deutschland hat die automatische Auflösung eine Folge, die in der Ankündigung nicht steht. Kryptowerte gehören nach § 23 Einkommensteuergesetz zu den sonstigen Wirtschaftsgütern. Ein Gewinn aus ihrem Verkauf bleibt steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Innerhalb dieses Jahres ist der Gewinn steuerpflichtig, soweit die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte des Jahres die Freigrenze von 1.000 Euro erreicht.

Ein Zwangsverkauf durch die Börse ist steuerlich ein Verkauf wie jeder andere. Wenn Binance am 20. oder 21. Oktober deine Position abrechnet und du die Token erst in diesem Jahr gekauft hast, entsteht ein steuerpflichtiger Vorgang, über dessen Zeitpunkt du nicht entschieden hast. Liegt dein Kauf dagegen länger als ein Jahr zurück, ändert der Termin steuerlich nichts.

Was du für die Steuererklärung brauchst

Wichtig ist in beiden Fällen die Dokumentation: Kaufdatum, Kaufkurs, Verkaufsdatum und Verkaufskurs je Position. Binance stellt die Transaktionshistorie zum Export bereit, und sinnvoll ist es, sie vor dem Handelsende herunterzuladen, solange die Paare im Konto noch vollständig angezeigt werden. Wer mehrere Börsen nutzt, führt die Aufstellungen besser in einem Dokument zusammen, weil die Freigrenze über alle Geschäfte eines Jahres hinweg gilt. Eine verbindliche Auskunft zum eigenen Fall gibt nur das Finanzamt oder ein Steuerberater.

Vier Stichtage in acht Tagen: Kraken delistet parallel

Wer auf mehreren Börsen handelt, hat in dieser Woche mehr als einen Kalendereintrag. Kraken nimmt parallel ein Paket von Token vom Handel, mit eigener Auszahlungsfrist Ende Oktober. Zusammen mit den Binance-Terminen am 20., 21. und 28. Oktober ergibt das für einen Anleger mit Konten bei beiden Häusern vier Stichtage in acht Tagen.

Das Muster wiederholt sich seit Monaten mit wechselnden Häusern. Bei Bybit lag zwischen Handelsende und Auszahlungsschluss ebenfalls eine Lücke von Wochen, in der Bestände liegen bleiben konnten. Praktisch heißt das: Ein kleiner Restbestand in einem Token, den eine Börse streicht, ist der Posten, der am häufigsten vergessen wird, weil er zu klein ist, um aufzufallen, und groß genug, um ärgerlich zu sein. Für größere Bestände, die du behalten willst, ist die eigene Verwahrung über eine Hardware-Wallet der Weg, der von Delisting-Terminen unabhängig macht.

Binance-Delisting: Am 20. Oktober wählt die Börse für dich

Die Terminliste ist lang, die Entscheidung dahinter ist kurz. Du hast bis zum 20. Oktober die Wahl über Zeitpunkt und Kurs, danach hat sie das System. Drei Schritte reichen, um die Frist nicht zu reißen:

  1. Bis zum 19. Oktober: nachsehen, wo die Token liegen. Öffne im Binance-Konto die Übersicht über Spot, Futures, Margin, Copy Trading und Simple Earn getrennt voneinander. Ein Bestand in Futures, Margin oder Copy Trading hat am 20. und 21. Oktober seinen Stichtag, Spot-Guthaben erst am 28. Wenn du dabei auf weitere Kleinstbestände stößt, lohnt der Blick in den Börsenvergleich: Mehrere Konten in einem Haus zusammenzuziehen erspart genau diese Suche beim nächsten Delisting.
  2. Bis zum 28. Oktober: verkaufen oder umziehen. Entscheide, ob du die Token zu Geld machst oder behältst. Beim Umzug brauchst du vorher die richtige Empfangsadresse im passenden Netzwerk, und nach dem 29. Oktober nimmt Binance keine Einzahlungen dieser Token mehr an. Für die eigene Verwahrung über längere Zeit ist eine Hardware-Wallet die Variante, bei der kein Dritter über die Frist bestimmt.
  3. Bis zum 28. Dezember: das Guthaben abziehen und den Verkauf dokumentieren. Nach diesem Termin unterstützt Binance keine Auszahlungen mehr, und die Umwandlung in Stablecoins ist ausdrücklich nicht zugesagt. Lade die Transaktionshistorie vorher herunter; für die Zusammenführung über mehrere Börsen hinweg helfen Portfolio-Tracker mit Steuerauswertung.

(Stand: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Binance-Delisting von EPIC und QUICK

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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