Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Across Protocol (ACX) fliegt am 27. Oktober bei Bitvavo raus: Was jetzt wichtig ist

Bitvavo beendet den Handel mit Across Protocol am Dienstag, 27. Oktober 2026, um 14:00 CET und zahlt nur noch bis 15:00 CET aus. Wer seine ACX bis dahin liegen lässt, bekommt bis zum 5. November automatisch Euro aufs Konto.

Ein schweres Metall-Rollgitter senkt sich vor ein beleuchtetes Schalterfenster, nur ein handbreiter Spalt bleibt offen
11 Min. Lesezeit
Teilen:

Wenn du Across Protocol (ACX) bei Bitvavo liegen hast, läuft dir eine Frist von sechs Tagen davon. Die niederländische Börse hat angekündigt, den Token aus dem Handel zu nehmen: Am Dienstag, dem 27. Oktober 2026, endet um 14:00 CET der Kauf und Verkauf, und um 15:00 CET schließt das Fenster für Auszahlungen. Was danach noch auf dem Konto liegt, wandelt Bitvavo bis zum 5. November 2026 selbst in Euro um.

Für dich heißt das: Es gibt drei Wege, und einer davon entscheidet sich von allein, wenn du nichts tust. Der automatische Umtausch ist dabei kein neutraler Vorgang, sondern ein Verkauf mit allem, was steuerlich daran hängt. Dieser Text sortiert die Uhrzeiten, die Kosten und die Folgen für Halter in Deutschland.

Bitvavo streicht ACX: Die drei Uhrzeiten am 27. Oktober

Ein Delisting ist bei Bitvavo kein einzelner Schnitt, sondern eine Staffel aus drei Terminen am selben Tag. Die Börse nennt sie in ihrer Mitteilung einzeln, und die Abstände sind knapp:

  • 13:00 CET — Einzahlungen von ACX auf das Bitvavo-Konto schließen. Wer danach noch Token von außen überweist, verlässt sich auf eine Gutschrift, die nicht mehr vorgesehen ist.
  • 14:00 CET — Kauf und Verkauf enden. Das ist der letzte Moment, in dem du ACX auf der Börse selbst zu Euro oder in einen anderen Coin tauschen kannst.
  • 15:00 CET — Auszahlungen auf eine externe Wallet schließen. Danach kommt der Token nicht mehr von der Börse herunter.

Die Stunde zwischen 14:00 und 15:00 CET ist dabei leicht zu übersehen. Der Handel ist dann schon zu, die Auszahlung aber noch offen. Wer den Verkaufszeitpunkt verpasst hat, kann in diesem Fenster immer noch die Selbstverwahrung wählen, statt auf den automatischen Umtausch zu warten. Umgekehrt gilt: Nach 15:00 CET ist jede eigene Entscheidung vorbei.

Was mit laufendem Staking passiert

Hast du ACX im Staking-Angebot von Bitvavo, musst du es nicht selbst auflösen. Die Börse beendet das Staking nach eigenen Angaben automatisch vor dem Handelsschluss, der Bestand wird dann wieder frei im Konto verfügbar. Das ist bequem, verschiebt aber nichts an den Fristen: Der freigegebene Bestand unterliegt denselben drei Uhrzeiten wie jeder andere ACX-Bestand.

Zwangsumtausch in Euro: Was mit Restbeständen bis zum 5. November passiert

Bleibt nach dem 27. Oktober ACX auf dem Konto, greift die Börse selbst zu. Bitvavo wandelt verbliebene Bestände nach eigener Ankündigung am Donnerstag, dem 5. November 2026, oder früher automatisch in Euro um. Maßgeblich ist der Marktpreis im Moment der Umwandlung, nicht der Kurs vom Ankündigungstag und nicht der Kurs bei Handelsschluss.

Dieser Punkt verdient Aufmerksamkeit, weil er die Preiskontrolle aus der Hand nimmt. Zwischen dem 27. Oktober und dem 5. November liegen bis zu neun Tage, in denen ACX ohne das Bitvavo-Orderbuch gehandelt wird. Welchen Kurs die Börse für die Umwandlung ansetzt, steht vorher nicht fest. Wer selbst verkauft, sieht den Preis, zu dem er verkauft. Wer wartet, erfährt ihn hinterher.

Technisch ist der Vorgang bei Bitvavo nicht neu. Dieselbe Mechanik lief im Oktober bei ICX, und wir haben damals beschrieben, wie der Zwangstausch bei einem Bitvavo-Delisting ablief. Das Muster ist jedes Mal dasselbe: drei Uhrzeiten, dann eine Nachfrist von rund einer Woche, dann Euro.

Eine industrielle Sortiermaschine schiebt gemischte Metallscheiben über eine Rampe in eine einzige Auffangrinne
Am Ende steht für alle Restbestände dieselbe Währung: Was bis zum 5. November liegen bleibt, wandelt Bitvavo selbst in Euro.

Verkauf, Auszahlung oder Nichtstun: Die drei Wege für ACX-Halter

Alles, was du bis zum 27. Oktober entscheiden kannst, läuft auf drei Möglichkeiten zu. Die Wege unterscheiden sich in den Kosten, im Zeitaufwand und darin, wer am Ende den Preis bestimmt.

Erstens der Verkauf auf der Börse. Bis 14:00 CET kannst du ACX bei Bitvavo in Euro oder in einen anderen Vermögenswert tauschen. Dabei fällt die normale Handelsgebühr an, die Bitvavo für Spot-Geschäfte erhebt. Wie diese Gebühr bei kleinen Beträgen wirkt, hängt stark vom Spread ab, denn bei einem Token mit dünnem Orderbuch kostet die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs oft mehr als die Gebühr selbst.

Zweitens die Auszahlung auf eine eigene Wallet. Bis 15:00 CET überträgt Bitvavo ACX auf eine externe Adresse. Zwei Bedingungen nennt die Börse dafür: Die Zieladresse muss auf deinen Namen laufen, und es fällt eine Netzwerkgebühr an. Dieser Weg ist der einzige, der den Token erhält, statt ihn in Euro zu verwandeln.

Drittens das Nichtstun. Es ist eine Entscheidung, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Du bekommst Euro, du zahlst keine Auszahlungsgebühr, und du gibst die Kontrolle über den Verkaufszeitpunkt ab.

Haltefrist und Freigrenze: Warum der Zwangsumtausch ein Verkauf ist

Steuerlich ist die automatische Umwandlung in Euro keine Verwaltungsmaßnahme der Börse, sondern eine Veräußerung deiner Coins. Das ist der Punkt, an dem ein Delisting für deutsche Anleger über die Frage „Wie komme ich an mein Geld?" hinausgeht.

Nach der aktuellen Rechtslage gilt für private Krypto-Geschäfte in Deutschland die einjährige Haltefrist: Wer länger als zwölf Monate hält, verkauft steuerfrei. Liegt der Kauf weniger als ein Jahr zurück, zählt der Gewinn zu den privaten Veräußerungsgeschäften, für die eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr gilt. Der geplante Umbau auf eine pauschale Abgeltungsteuer ist ein Referentenentwurf und kein Gesetz; die für den 14. Oktober 2026 erwartete Kabinettsbefassung fand nicht statt.

Für dich folgt daraus eine einfache Prüffrage: Wann hast du die ACX gekauft? Liegt der Kauf mehr als ein Jahr zurück, ist der Zeitpunkt der Veräußerung steuerlich gleichgültig, und der automatische Umtausch kostet dich nur die Preiskontrolle. Liegt er innerhalb eines Jahres, fällt das Ergebnis in dein laufendes Steuerjahr, und dann macht es einen Unterschied, ob die Umwandlung noch 2026 oder erst später greift. Nach der Ankündigung von Bitvavo liegt sie mit dem 5. November 2026 klar im laufenden Jahr.

Verluste sind der wahrscheinlichere Fall

Bei ACX ist die Richtung eindeutig. Der Token notiert laut CoinGecko am 21. Oktober 2026 bei 0,0484 US-Dollar, umgerechnet rund 0,0431 Euro. Das Allzeithoch lag am 6. Dezember 2024 bei 1,69 US-Dollar; davon ist der Kurs 97,1 Prozent entfernt. Wer früh gekauft hat, realisiert also mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Verlust, nicht einen Gewinn.

Wie ein solcher Verlust zählt, hängt wieder an der Haltefrist: Innerhalb des Jahres lässt er sich mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnen, jenseits der Jahresfrist ist er steuerlich unbeachtlich. Weil die Dokumentation dieser Fälle bei einem erzwungenen Umtausch leicht untergeht, lohnt es sich, die Abrechnung der Börse zu sichern, solange das Konto den Vorgang noch ausweist.

Ein einzelner Metallkoffer rollt auf einem leeren Gepäckband in einer dunklen Ankunftshalle zur Ausgangsklappe
Die Auszahlung auf eine eigene Wallet ist der einzige Weg, der den Token erhält, und sie endet um 15:00 CET am 27. Oktober.

Across Protocol wird eine US-Gesellschaft: Der Hintergrund zum Token

Das Delisting kommt nicht aus dem Nichts. Across Protocol ist eine Bridge, die Transfers zwischen Ethereum und angeschlossenen Netzwerken abwickelt, und der Betreiber Risk Labs hat im März 2026 vorgeschlagen, die bisherige DAO-Struktur aufzugeben und das Protokoll in eine US-amerikanische Kapitalgesellschaft zu überführen. Berichtet haben das unter anderem The Defiant und CoinDesk; nach deren Darstellung sollten ACX-Halter ihre Token in Eigenkapital tauschen oder gegen eine Barzahlung abgeben können.

Das war in dieser Form ein Vorgang ohne Vorbild, und er erklärt, warum große Handelsplätze den Token seit dem Sommer aus den Listen nehmen. Binance beendete den Spot-Handel mit ACX nach übereinstimmenden Berichten am 17. August 2026. Bitvavo folgt nun am 27. Oktober.

Zu den genauen Bedingungen des Umtauschangebots gibt es in den verfügbaren Sekundärquellen widersprüchliche Angaben, besonders zum Ende der Frist. Wir haben die damals bekannten Konditionen am 18. August 2026 in einem eigenen Beitrag zum Umtausch von ACX in Eigenkapital aufgeschrieben. Wenn du den Umtauschweg prüfen willst, verlässt du dich besser auf die offiziellen Kanäle von Across als auf Datumsangaben Dritter, die sich um Wochen unterscheiden.

Warum Selbstverwahrung hier besonders zählt

Ein Token, der einem Unternehmensumbau folgt, verlangt vom Halter unter Umständen eine eigene Handlung: eine Anmeldung, eine Signatur, einen Nachweis. Solche Schritte setzen in der Regel voraus, dass du über die privaten Schlüssel der Adresse verfügst, auf der die Token liegen. Ein Guthaben auf einem Börsenkonto erfüllt diese Voraussetzung nicht, weil die Börse die Schlüssel hält. Das ist ein sachliches Argument für die Auszahlung und gegen das Abwarten, unabhängig davon, wie der Kurs sich bis zum 5. November entwickelt.

ACX bei 0,0484 Dollar: Was der Kurs über die Restliquidität sagt

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, in welcher Größenordnung sich das hier abspielt. Laut CoinGecko liegt der Marktwert von ACX am 21. Oktober 2026 bei rund 34,1 Millionen US-Dollar, das Handelsvolumen der letzten 24 Stunden bei etwa 1,11 Millionen US-Dollar. Der Token steht auf Rang 653. Im Umlauf sind rund 704,66 Millionen ACX von einer Höchstmenge von einer Milliarde.

Kurzfristig hat sich der Kurs zuletzt erholt: plus 9,00 Prozent in 24 Stunden, plus 12,52 Prozent in sieben Tagen und plus 10,64 Prozent in 30 Tagen. Das klingt freundlicher, als es für die Abwicklung ist. Ein Tagesvolumen von gut einer Million Dollar verteilt sich über alle Handelsplätze, und wenn ein weiterer regulierter Platz wegfällt, wird das Orderbuch dünner, nicht dicker.

Praktisch heißt das: Eine größere Position lässt sich an einem dünnen Markt nicht ohne Preisabschlag auflösen. Wer verkaufen will, hat bis 14:00 CET am 27. Oktober Zeit und tut gut daran, den Spread anzusehen, statt eine Marktorder blind abzuschicken.

Delisting-Serie bei Bitvavo: ICX, Kava, Nano und SWEAT im Rückblick

ACX ist nicht der erste Token, den Bitvavo in diesem Jahr aus dem Handel nimmt. Im September traf es Kava, Nano und Ravencoin, Anfang Oktober den Sweatcoin-Token SWEAT, kurz darauf ICX. Das Muster ist jedes Mal gleich aufgebaut, und das macht es planbar: Ankündigung, drei Uhrzeiten an einem Dienstag oder Freitag, danach die automatische Umwandlung in Euro innerhalb von etwa einer Woche.

Wer mehrere kleinere Positionen auf einer Börse hält, sollte daraus eine Gewohnheit ableiten und die Mitteilungen seines Anbieters tatsächlich lesen. Ein Delisting kündigt sich an, aber es kündigt sich nur dort an. Wenn du breit über mehrere Plätze verteilt bist, hilft ein Blick darauf, welche Anbieter unter europäischer Aufsicht arbeiten und wie sie mit solchen Abwicklungen umgehen; unser Überblick zu regulierten Kryptobörsen ordnet die Häuser nach Lizenz und Sitz.

Nach dem 27. Oktober: Wo ACX noch handelbar bleibt

Eine ehrliche Antwort auf diese Frage braucht aktuelle Daten vom jeweiligen Handelsplatz, und die ändern sich schnell. Gesichert ist: Zwei große, für deutsche Anleger leicht zugängliche Plätze fallen weg, Binance seit dem 17. August und Bitvavo zum 27. Oktober. Dezentrale Handelsplätze auf Ethereum und angeschlossenen Netzwerken bleiben technisch erreichbar, setzen aber eine eigene Wallet voraus, und genau die muss vor 15:00 CET am 27. Oktober gefüllt sein.

Wenn du den Token behalten willst, ist die Reihenfolge deshalb festgelegt: erst die Wallet einrichten und die Adresse prüfen, dann auszahlen, dann über den weiteren Handel nachdenken. Wer die Schritte umdreht, steht am 28. Oktober mit einem Guthaben da, über das die Börse entscheidet.

ACX-Delisting: Bis 15:00 CET am 27. Oktober bleibt Zeit

Die Frist ist kurz, aber sie ist eindeutig, und sie lässt dir drei geordnete Schritte:

  1. Kaufdatum und Bestand feststellen. Sieh im Bitvavo-Konto nach, wie viele ACX dort liegen und wann du sie gekauft hast. Ob die einjährige Haltefrist abgelaufen ist, entscheidet über die steuerliche Behandlung. Für die Dokumentation über mehrere Börsen hinweg helfen die Werkzeuge aus unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
  2. Zwischen Verkauf und Auszahlung entscheiden, vor 14:00 CET. Willst du Euro, verkaufst du selbst und siehst den Preis. Willst du den Token behalten, brauchst du eine Adresse auf deinen Namen; welche Geräte dafür in Frage kommen, steht in unserem Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Den Umtausch dokumentieren, falls du wartest. Sichere die Abrechnung der Umwandlung, sobald sie im Konto erscheint, spätestens nach dem 5. November. Und prüfe bei der Gelegenheit, ob dein Hauptkonto dort liegt, wo du es haben willst: Unsere Übersicht der besten Krypto-Börsen vergleicht Gebühren, Angebot und Aufsicht.

Die Mitteilung von Bitvavo zum Delisting findest du in der Nachrichtenübersicht der Börse, den allgemeinen Ablauf eines Delistings beschreibt Bitvavo in seinem Hilfebereich.

(Stand: 21. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum ACX-Delisting bei Bitvavo

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant