Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Kurs 1,36 Dollar, 90 Millionen XRP mehr auf Upbit und Bithumb: Worauf du jetzt achten solltest

Der XRP Kurs steht am Dienstagvormittag bei 1,36 Dollar, rund 3,4 Prozent unter dem Vortag. Hinter der ruhigen Zahl verschiebt sich die Verwahrung: Koreanische Börsen halten deutlich mehr XRP, und eine Großbank nimmt Ripples Stablecoin erstmals in die Bankverwahrung.

Auslass einer Staumauer bei Nacht, ein breiter Wasserstrahl schießt in das Becken, im nassen Beton ist das XRP-Zeichen als tiefe Intarsie eingelassen
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Kategorien: XRP

Der XRP Kurs notiert am Dienstagvormittag bei 1,36 US-Dollar oder 1,21 Euro. Das sind 3,4 Prozent weniger als am Montag und 9,7 Prozent weniger als vor einer Woche, auf Sicht von 30 Tagen steht trotzdem ein kleines Plus von 1,0 Prozent. Die Zahl allein erklärt wenig. Aufschlussreicher ist, wohin die Coins in den vergangenen gut drei Wochen gewandert sind, denn daran hängt die Frage, die ein Anleger in Deutschland heute tatsächlich beantworten kann: Liegt mein XRP dort, wo ich im Ernstfall auch herankomme?

Zwei Meldungen vom 12. und 13. Oktober zeigen in dieselbe Richtung. Auf den koreanischen Börsen Upbit und Bithumb liegen rund 90 Millionen XRP mehr als vor drei Wochen. Und Standard Chartered hat am 12. Oktober die institutionelle Verwahrung von Ripples Stablecoin RLUSD auf dem XRP Ledger gestartet. Beide Meldungen drehen sich um dieselbe Sache, nämlich darum, wer die Coins verwahrt. Für einen Privatanleger in Deutschland ist das die praktischere Frage als jede Kursprognose.

XRP Kurs 1,36 Dollar: Tagestief 1,31, Tageshoch 1,40 Dollar

Die Tagesspanne reichte nach Daten von CoinGecko von 1,31 bis 1,40 Dollar, abgerufen am Dienstagvormittag. Bei 1,31 Dollar drehte der Kurs nach oben. Die Marktkapitalisierung liegt bei 85,7 Milliarden Dollar, der Handelsumsatz der vergangenen 24 Stunden bei 2,15 Milliarden Dollar. Im Umlauf sind 63,13 Milliarden XRP.

Zum Einordnen: Das Allzeithoch von 3,65 Dollar stammt vom 17. Juli 2025. Vom Zwölf-Monats-Tief bei 0,99 Dollar ist der Kurs rund 37 Prozent entfernt, bis zum Zwölf-Monats-Hoch bei 2,65 Dollar fehlen 95 Prozent. XRP bewegt sich seit Monaten in der unteren Hälfte seiner Jahresspanne, und die vergangene Woche hat daran nichts geändert.

Am 11. Oktober haben wir an dieser Stelle einen XRP Kurs von 1,39 Dollar und den Abstimmungsstand zur geplanten Kreditfunktion des XRP Ledger beschrieben. Seitdem hat der Kurs 2,2 Prozent verloren. Die Kreditfunktion selbst ist weiterhin nicht aktiv: Eine eigene Abfrage beim XRP-Ledger-Netz über den öffentlichen Knoten xrplcluster.com zeigt am 13. Oktober die Erweiterung LendingProtocol unverändert unter den nicht aktivierten Amendments. Das Netz lief dabei auf der Serverfassung 3.4.1, zuletzt validiert war Ledger 107.626.781. Wer auf den Start der Kreditfunktion als Kurstreiber gewartet hat, wartet also weiter.

90 Millionen XRP mehr auf Upbit und Bithumb

Die Bewegung, die diese Woche auffällt, steht nicht im Chart, sondern in den Reservedaten der Börsen. Nach Auswertungen von CryptoQuant, über die The Crypto Basic am 13. Oktober berichtet, stiegen die XRP-Bestände der koreanischen Börse Upbit zwischen dem 23. September und dem 13. Oktober von 6,39 auf 6,45 Milliarden XRP. Das sind 60 Millionen Token mehr. Bithumb kam im selben Zeitraum von rund 1,81 auf 1,84 Milliarden XRP, also rund 30 Millionen mehr.

Zusammen haben die beiden koreanischen Häuser damit rund 90 Millionen XRP aufgenommen. Beide stellen inzwischen etwa 76 Prozent der beobachteten XRP-Reserven der drei verglichenen Handelsplätze. Auf der anderen Seite der Rechnung sanken die XRP-Reserven von Binance zwischen dem 27. September und dem 13. Oktober um 101 Millionen Token.

Liniendiagramm des XRP-Kurses über zwölf Monate mit 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitt, die beiden Linien laufen am rechten Rand zusammen
Eigene Auswertung: der XRP Kurs der vergangenen zwölf Monate mit seinen beiden wichtigsten Durchschnittslinien, Datenbasis CoinGecko, Stand 13. Oktober 2026.

50-Tage-Linie und 200-Tage-Linie liegen weniger als einen Cent auseinander

Für die Marken haben wir die Tagesschlusskurse der vergangenen zwölf Monate selbst ausgewertet. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt steht bei 1,3949 Dollar, der 200-Tage-Durchschnitt bei 1,3902 Dollar. Zwischen beiden liegen 0,47 Cent, der geringste Abstand des ganzen Jahres. Im Diagramm oben ist das die Stelle ganz rechts, an der die rote und die blaue Linie zusammenlaufen.

Dieser Zustand ist selten, und er sagt mehr aus als ein einzelner Tagesschluss. Liegen der kurzfristige und der langfristige Durchschnitt auf demselben Niveau, hat der Markt seine Richtung verloren. Die nächste deutliche Bewegung fällt dann meist in die Richtung, in die der Kurs diese Zone verlässt. Aktuell steht XRP mit 1,36 Dollar rund 2,5 Cent unter beiden Linien. Die erste Marke nach oben ist damit keine runde Zahl, sondern das Band zwischen 1,39 und 1,40 Dollar, in dem beide Durchschnitte und das Tageshoch zusammenfallen. Nach unten ist die nächste begründete Marke das Tagestief bei 1,31 Dollar.

Was ein gleitender Durchschnitt nicht leistet

Ein gleitender Durchschnitt ist eine Rechenhilfe, keine Vorhersage. Er sagt, wo der Kurs im Mittel der vergangenen 50 oder 200 Tage stand, mehr nicht. Wer daraus ein Kursziel ableitet, erfindet eine Genauigkeit, die in den Daten nicht steckt. Brauchbar sind die Linien als Orientierung dafür, ab welchem Niveau ein Ausbruch überhaupt der Rede wert ist.

Abhebungen stellen 54 Prozent der Transaktionen auf Binance

Die Reservedaten haben eine zweite Ebene. Der Anteil der Abhebungen an allen XRP-Transaktionen auf Binance stieg laut derselben Auswertung zwischen dem 26. August und dem 12. Oktober von 52 auf 54 Prozent. Über alle großen zentralen Handelsplätze hinweg kletterte der Wert von 51 auf 52,7 Prozent. Der Anteil der Einzahlungen fiel auf Binance im Gegenzug von 47,7 auf 45,9 Prozent und über alle Börsen von 48 auf rund 47 Prozent.

Beim Lesen dieser Werte ist Zurückhaltung geboten, und The Crypto Basic schreibt das selbst dazu: Die Anteile zählen Transaktionen, keine Mengen. Eine Abhebung über 200 XRP wiegt darin genauso schwer wie eine über 200 Millionen. Eine sinkende Reserve belegt zudem keinen Verkauf, so wie eine steigende Reserve keine langfristige Anlage belegt. Eine weitere Auswertung weist für Binance im selben 30-Tage-Fenster rund 1,6 Milliarden XRP an Zuflüssen aus. Wer aus diesen Zahlen eine Kursrichtung ableitet, geht weiter, als die Daten tragen.

Was die Zahlen belegen, ist eine Verlagerung der Verwahrung. XRP liegt heute stärker auf koreanischen Plattformen und schwächer auf der größten internationalen Börse als noch im September. Für einen Anleger in Deutschland ist das zunächst eine Nachricht über die Marktstruktur und nicht über den Kurs.

Standard Chartered verwahrt RLUSD auf dem XRP Ledger seit dem 12. Oktober

Am 12. Oktober hat Standard Chartered mitgeteilt, dass die Bank die institutionelle Verwahrung von Ripple USD unterstützt, dem auf dem XRP Ledger ausgegebenen Stablecoin. Der Dienst läuft über die DIFC-Niederlassung der Bank in Dubai, die von der Dubai Financial Services Authority beaufsichtigt wird. In der Mitteilung der Bank wird Waqar Chaudry zitiert, Global Head of Digital Assets im Bereich Securities Services: „Institutional clients want to participate in digital asset markets without compromising on how their assets are safeguarded or how risk is managed.“ Auf Deutsch: Große Kunden wollen an den Märkten für digitale Vermögenswerte teilnehmen, ohne bei Verwahrung und Risikosteuerung Abstriche zu machen.

Zwei schwere Metallmünzen mit dem XRP-Zeichen auf einer dunklen Schieferplatte, eine davon halb über die Kante geschoben
Verwahrung ist die unsichtbare Hälfte jeder Krypto-Anlage, und im Ernstfall entscheidet sie mehr als der Tageskurs.

Die Sicherheitenlösung mit LMAX ist angekündigt und noch nicht in Betrieb

Zur selben Mitteilung gehört ein zweiter Teil, der leicht mit dem ersten verwechselt wird. Standard Chartered, Ripple und die LMAX Group wollen RLUSD als zulässige Sicherheit für LMAX-Produkte nutzbar machen, über ein Verfahren, bei dem der Wert der Sicherheit gespiegelt wird und die Token in der Verwahrung der Bank bleiben. Dieser Teil ist angekündigt, nicht gestartet. Die Bank schreibt dazu, die künftigen Fähigkeiten stünden unter dem Vorbehalt der abschließenden Dokumentation, erfolgreicher Tests, geltender Gesetze, interner Freigaben und der Bereitschaft der jeweiligen Rechtsordnung.

Der Unterschied zählt für die Einordnung. Live ist heute eine Bankverwahrung für einen Stablecoin auf dem XRP Ledger. Das ist ein belegbarer Schritt für die Infrastruktur rund um Ripple. Ein Umsatzsprung für XRP selbst ist es nicht, denn RLUSD und XRP sind zwei verschiedene Vermögenswerte.

RLUSD hat in der EU noch keine MiCA-Zulassung als E-Geld-Token

Hier kommt der deutsche Rechtsrahmen ins Spiel. Ripple hat nach eigener Mitteilung am 6. Juli 2026 von der luxemburgischen Aufsicht CSSF die volle Zulassung als Krypto-Dienstleister nach MiCA erhalten, nachdem das Unternehmen im Februar bereits eine E-Geld-Lizenz bekommen hatte. Diese Zulassung betrifft Dienstleistungen rund um Kryptowerte.

Die Ausgabe eines Dollar-Stablecoins fällt unter MiCA jedoch in ein eigenes Regime für E-Geld-Token. RLUSD müsste dafür selbst als E-Geld-Token zugelassen sein und ein genehmigtes Whitepaper tragen, bevor es in der EU öffentlich angeboten werden darf. Das ist nach heutigem Stand nicht der Fall. Praktisch bedeutet das: Auf einer in Deutschland zugelassenen Börse findest du RLUSD derzeit nicht im Angebot, während Euro- und Dollar-Stablecoins mit MiCA-Zulassung dort handelbar sind. Wenn du Stablecoins einsetzt, lohnt vor dem Kauf der Blick darauf, ob der Anbieter eine Zulassung in der EU besitzt und welche Token er unter MiCA führen darf.

Verwahrung: drei Punkte, die vor dem nächsten Kauf zählen

Die Reservedaten und die Bankverwahrung beschreiben dieselbe Entwicklung aus zwei Richtungen. Große Häuser professionalisieren die Verwahrung, und gleichzeitig verschieben sich die Bestände zwischen den Handelsplätzen. Für das eigene Depot folgen daraus drei konkrete Punkte.

Erstens die Zulassung. Seit MiCA vollständig gilt, brauchen Anbieter in der EU eine Erlaubnis, und die BaFin führt die in Deutschland zugelassenen Häuser. Ein Blick in das Register kostet zwei Minuten. Wer einen Wechsel erwägt, vergleicht vorher Gebühren und Leistungen der großen Krypto-Börsen, denn die Spanne zwischen Handelsgebühr, Spread und Auszahlungsgebühr wiegt bei kleinen Beträgen schwerer als eine Kursbewegung von einem Prozent.

Zweitens die Eigenverwahrung. XRP lässt sich auf dem XRP Ledger selbst halten. Dabei gilt eine Besonderheit, die viele übersehen: Ein XRP-Konto braucht eine Grundreserve, die dauerhaft blockiert bleibt und nicht ausgegeben werden kann. Wer eine eigene Adresse einrichtet, plant diesen Betrag besser von Anfang an ein, statt ihn beim ersten Auszahlungsversuch zu entdecken. Welche Geräte dafür in Frage kommen und was sie kosten, steht im Vergleich der Hardware-Wallets.

Drittens die Streuung. Die Reservedaten oben zeigen, wie schnell sich Bestände zwischen Plattformen verschieben können. Wer den gesamten Bestand auf einem einzigen Handelsplatz hält, trägt dessen Risiko allein, unabhängig davon, wie groß dieser Platz ist.

Steuer: Ein Umzug ins eigene Wallet ist kein Verkauf

Wenn du deine XRP von einer Börse auf eine eigene Adresse überträgst, löst das in Deutschland kein steuerpflichtiges Geschäft aus. Es fehlt die Veräußerung, der Vermögenswert bleibt deiner. Steuerlich relevant wird erst der Verkauf oder der Tausch in einen anderen Coin.

Dabei gelten die Regeln für private Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Liegen zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als zwölf Monate, bleibt der Gewinn steuerfrei. Darunter zählt er zum sonstigen Einkommen, und es gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Freigrenze bedeutet: Ein Euro darüber, und der gesamte Gewinn ist steuerpflichtig.

Praktisch wichtig ist die Dokumentation. Beim Umzug zwischen eigenen Wallets wandert das Anschaffungsdatum mit, aber keine Börse führt es für dich weiter. Wer mehrere Adressen nutzt, hält Kaufdatum, Menge und Anschaffungskosten je Posten fest, sonst lässt sich die Jahresfrist später nicht belegen. Dafür gibt es Steuer-Tools und Portfolio-Tracker, die Transaktionen aus mehreren Quellen zusammenführen. Eine steuerliche Beratung im Einzelfall ersetzen sie nicht.

Die Einschätzung der Redaktion: eine Verlagerung, keine Verkaufswelle

Aus Sicht der Redaktion tragen die Reservedaten dieser Woche weniger Aussage, als ihre Überschriften vermuten lassen. Dafür sprechen drei Belege aus dem Text oben: Die Anteilswerte zählen Transaktionen und keine Mengen, derselben Datenlage zufolge standen den Abflüssen bei Binance im 30-Tage-Fenster rund 1,6 Milliarden XRP an Zuflüssen gegenüber, und die Verschiebung von 90 Millionen XRP entspricht gemessen am Umlauf von 63,13 Milliarden XRP rund 0,14 Prozent des Bestands.

Dagegen spricht, dass die Richtung über drei Wochen stabil bleibt und bei zwei Börsen gleichzeitig auftritt. Das ist mehr als Rauschen. Unsere Lesart lautet deshalb: Die Daten belegen eine Verlagerung der Verwahrung, keine Verkaufswelle. Für den Kurs ist die aussagekräftigere Größe das Band zwischen 1,39 und 1,40 Dollar, in dem beide Durchschnittslinien liegen. Solange XRP darunter notiert, bleibt die Lage richtungslos. Eine Kaufempfehlung ist das ausdrücklich nicht, und ein Totalverlust ist bei Kryptowerten jederzeit möglich.

XRP bei 1,36 Dollar: Über 1,39 Dollar entscheidet sich der Trend

Was von diesem Dienstag bleibt, lässt sich in drei Schritten festhalten:

  1. Die Marke notieren. 1,39 bis 1,40 Dollar ist die Zone, in der 50-Tage-Linie, 200-Tage-Linie und Tageshoch zusammenfallen. Erst ein Tagesschluss darüber ändert das Bild, nach unten ist 1,31 Dollar die nächste belegte Marke. Wie sich die Lage weiterentwickelt, verfolgen wir laufend auf der XRP Kursprognose.
  2. Die Verwahrung klären. Hat dein Anbieter eine EU-Zulassung, und liegt dein gesamter Bestand auf einer einzigen Plattform? Wer wechseln oder streuen will, findet die Konditionen im Vergleich der Krypto-Börsen und die Geräte für die Eigenverwahrung im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Die Haltefrist dokumentieren. Ein Übertrag auf die eigene Adresse ist kein Verkauf, aber nur mit festgehaltenem Kaufdatum lässt sich die Jahresfrist später belegen. Die passenden Werkzeuge stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 13. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu XRP

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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