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MyNearWallet schließt am 31. Oktober: Was das für deine NEAR-Coins bedeutet

MyNearWallet wird zum 31. Oktober 2026 abgeschaltet, ab Oktober schrumpft der Funktionsumfang. Deine NEAR bleiben onchain, aber der Zugang über den Browser fällt weg: Was du zu Migration, Staking-Entsperrfrist, Phishing und Haltefrist wissen musst.

Schwere stählerne Schranke senkt sich bei Nacht über eine leere Zufahrt und ist fast geschlossen, rotes Warnlicht auf nassem Asphalt
14 Min. Lesezeit
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MyNearWallet, eine der ältesten Browser-Wallets für das NEAR-Protokoll, wird zum 31. Oktober 2026 abgeschaltet. Deine NEAR-Guthaben liegen danach weiterhin auf der Blockchain, aber der Weg, über den du sie bisher im Browser erreicht hast, fällt weg. Wer nichts tut, verliert also kein Guthaben, sondern den bequemen Zugriff darauf, und muss sich den Zugang später über die Wiederherstellungsdaten mühsam zurückholen.

Die Frist trifft auf einen Tag, an dem NEAR als einziger der 25 größten Kryptowährungen im Plus steht. Beides gehört zusammen: Der Kurs bringt neue Halter in das Netzwerk, und viele davon landen über Suchtreffer bei genau jener Wallet, die in gut drei Wochen zumacht.

MyNearWallet in einem Satz: Was eine Browser-Wallet für NEAR überhaupt macht

Eine Browser-Wallet, oft auch Web-Wallet genannt, ist eine Webseite, die deinen privaten Schlüssel im Browser verwaltet und damit Überweisungen für dein Konto unterschreibt. Die Coins verwahrt sie nicht, denn die liegen im Kontostand der Blockchain. Verwahrt wird der Schlüssel, mit dem sich dieser Kontostand bewegen lässt.

Dieser Unterschied heißt im Fachjargon Self-Custody oder Eigenverwahrung: Du hältst den Schlüssel selbst, kein Unternehmen hält ihn für dich. MyNearWallet arbeitet nach diesem Prinzip, ist also nicht treuhänderisch, und genau deshalb ist eine Abschaltung hier etwas anderes als bei einer Börse. Eine Börse, die schließt, sitzt auf deinem Geld. Eine Browser-Wallet, die schließt, nimmt nur die Bedienoberfläche mit.

Bei NEAR kommt eine Besonderheit hinzu. Das Protokoll kennt lesbare Kontonamen, und ein Konto kann mehrere Zugangsschlüssel tragen. Dadurch muss ein Wechsel der Wallet technisch kein Umzug der Coins sein; er kann auch ein Wechsel des Schlüssels am selben Konto bleiben. Welcher der beiden Wege für dich gilt, hängt davon ab, wie dein Konto angelegt wurde.

Der 31. Oktober 2026 und der Stufenplan bis 2027

Auf ihrer Abschaltseite schreibt MyNearWallet, die Wallet sei zur Abkündigung am 31. Oktober 2026 vorgesehen. Dazu nennt die Seite einen Stufenplan, der schon im Sommer begonnen hat: Ab Juli 2026 liefen Hinweise in der Wallet selbst, von August bis September standen geführte Migrationshilfen bereit, und von Oktober bis Dezember 2026 schrumpft die Wallet auf eine Oberfläche, die vor allem noch der Migration und der Wiederherstellung dient. Einzelne Funktionen können bereits ab Oktober 2026 eingeschränkt oder entfernt sein. Ab 2027 soll am Ende nur noch eine statische Informationsseite übrig bleiben.

Was ab Oktober 2026 wegfallen kann

Für dich heißt das: Der 31. Oktober ist nicht der Tag, an dem es eng wird, sondern der Tag, an dem es vorbei ist. Eng wird es im laufenden Monat, weil Funktionen schrittweise verschwinden können, während die Wallet offiziell noch erreichbar ist. Die Seite selbst nennt den Schritt ausdrücklich als Planung und kündigt Einzelheiten für später an, nennt also kein Versprechen auf einen festen Funktionsumfang bis zum letzten Tag.

„Deine Werte liegen onchain“: Die Abschaltung nimmt den Zugang, nicht das Eigentum

Das offizielle Konto @NEARProtocol schrieb am 6. Oktober 2026 auf X, MyNearWallet werde am 31. Oktober abgeschaltet, und fügte an: „Your assets are stored onchain. You only need a new way to access them.“ Auf Deutsch: Die Werte liegen in der Kette, es braucht nur einen neuen Weg dorthin. Die Abschaltseite formuliert es in dieselbe Richtung und hält fest, dass Konto, Token, Staking-Positionen und NFTs sicher bleiben.

Diese Aussage ist technisch korrekt und trotzdem kein Grund, die Frist zu ignorieren. Ein Zugangsweg, der verschwindet, ist in der Praxis oft genauso teuer wie ein verlorenes Guthaben, weil die Rückholung über die Wiederherstellungsphrase Erfahrung und Nerven kostet. Die Wiederherstellungsphrase, meist Seed Phrase genannt, ist eine Folge von zwölf oder mehr Wörtern, aus der sich der private Schlüssel vollständig neu berechnen lässt.

Wer diese Wörter nicht mehr findet, hat ein endgültiges Problem und kein bloßes Zugangsproblem. Deshalb ist die ruhigste Lesart der NEAR-Mitteilung die unbequemste: Du hast Zeit bis Ende des Monats, und du brauchst sie nur, wenn du sie nutzt.

Schwerer Schlüsselbund aus dunklem Metall auf gebürsteter Stahlfläche, ein einzelner Schlüssel liegt vom Ring gelöst allein im Lichtkegel
Ein Wallet-Wechsel tauscht den Schlüssel zum Konto, nicht das Konto selbst.

Meteor Wallet oder near.com: Zwei offizielle Kanäle nennen zwei Zielorte

An dieser Stelle lohnt ein genauer Blick, denn die beiden offiziellen Quellen zeigen nicht in dieselbe Richtung. Die Abschaltseite von MyNearWallet nennt Meteor Wallet als voraussichtlich empfohlenen Migrationsweg und stellt daneben ausdrücklich andere unterstützte Wallets des NEAR-Ökosystems frei; welche das am Ende sind, will sie im Verlauf bekannt geben. Der Beitrag des NEAR-Protokoll-Kontos vom 6. Oktober verweist dagegen auf near.com und beschreibt dort ein Konto, das sich per Passkey steuern lässt und Tauschen, Bezahlen und Verzinsen über mehr als 30 Ketten abdecken soll. Ein Passkey ist ein Zugangsverfahren, das den Schlüssel an Gerät und biometrische Freigabe bindet, statt an eine eingetippte Phrase.

Diese Lücke zwischen den beiden Kanälen ist für dich keine Formsache. Wer den Hinweis auf near.com für die einzige offizielle Empfehlung hält, landet möglicherweise in einem Produkt mit deutlich größerem Funktionsumfang als nötig. Wer allein der Abschaltseite folgt, wartet auf eine Liste, die zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht vollständig ist. Belastbar ist bisher nur, dass es mehrere zulässige Ziele gibt und dass die Wahl bei dir liegt.

Praktisch heißt das, dass du die Wallet nach denselben Kriterien aussuchen solltest wie außerhalb jeder Frist: Welche Netzwerke brauchst du, wie wird der Schlüssel gesichert, wie läuft die Wiederherstellung, und was passiert, wenn auch dieser Anbieter in zwei Jahren aufhört. Eine Übersicht der Kategorien und ihrer Unterschiede findest du im Überblick über Handelsplätze und Verwahrformen, wenn du NEAR ohnehin nicht dauerhaft selbst halten willst.

Staking-Positionen und Delegation: Was bei einem Wallet-Wechsel mitwandert

NEAR arbeitet mit delegiertem Staking. Das heißt: Du überlässt deine Token einem Validator, der Blöcke produziert, und erhältst einen Anteil seiner Belohnung, ohne selbst einen Server zu betreiben. Die Delegation hängt dabei am Konto, nicht an der Wallet-Oberfläche, über die du sie eingerichtet hast.

Die Abschaltseite hält entsprechend fest, dass Staking-Positionen sicher bleiben und dass das Bestätigen von Guthaben und Staking-Positionen Teil der Migration ist. Was sie nicht beschreibt, ist der Ablauf im Einzelnen: Wie eine bestehende Delegation während und nach dem Wechsel behandelt wird, bleibt dort offen. Diese Lücke ist der Grund, warum du den Staking-Teil zuerst anfassen solltest und nicht zuletzt.

Entsperrfrist und ausfallende Belohnungen

Zwei Punkte sind dabei unabhängig vom Anbieter wichtig. Erstens kennt NEAR eine Entsperrfrist: Wer delegierte Token zurückholt, wartet nach dem Abmelden mehrere Epochen, bis sie frei verfügbar sind. Eine Epoche ist der Abrechnungszeitraum des Netzwerks, in dem die Validatorenrunde festgelegt wird. Zweitens laufen Belohnungen währenddessen nicht weiter. Wer also eine Woche vor dem 31. Oktober beginnt, kann in die unglückliche Lage kommen, dass die Frist abläuft, während die Token noch in der Entsperrung stehen.

Dazu kommt eine Entwicklung, die den Ertrag selbst betrifft. cryptoticker.io berichtete am 3. Oktober 2026 über einen Governance-Vorschlag im NEAR-Ökosystem, die Ausgabe neuer Token schrittweise auf eine Zielmarke von 1,6 Prozent zu senken. Sollte er angenommen werden, fällt die Staking-Rendite entsprechend, denn sie wird im Wesentlichen aus dieser Ausgabe bezahlt. Entschieden ist das zum Zeitpunkt dieses Artikels nicht.

Dicke rohe Stahlplatte mit Reihen leerer eingestanzter Vertiefungen auf dunklem geöltem Holz, daneben Körnerstift und kleiner Hammer
Die Wiederherstellungsdaten der alten Wallet bleiben wichtig, bis das letzte Guthaben in der neuen angekommen ist.

Seed Phrase und Phishing: Die Betrugsmasche, die zu jeder Migrationsfrist gehört

Jede angekündigte Abschaltung ist eine Einladung für Betrüger, und zwar aus einem einfachen Grund: Der Anlass liefert den Vorwand, nach dem sonst gesucht werden muss. Eine Nachricht, die dich auffordert, dein Konto wegen der Abschaltung zu „verifizieren“ oder zu „migrieren“, wirkt in dieser Phase wie eine Hilfestellung und kaum wie ein plumper Betrugsversuch.

Die Abschaltseite stellt deshalb unmissverständlich klar, dass weder MyNearWallet noch Meteor Wallet noch die NEAR Foundation oder deren Support jemals nach Seed Phrase, privatem Schlüssel, Wiederherstellungsphrase, Passwörtern oder Zugangsdaten fragen. Wörtlich heißt es dort, wer diese Angaben verlange, versuche sich Zugang zum Konto zu verschaffen. Dieselbe Linie fährt der Beitrag des NEAR-Kontos vom 6. Oktober mit dem Hinweis, Mitarbeiter fragten nie nach einer Phrase.

Daraus folgt eine Regel, die sich gut merken lässt: Die Migration läuft immer von dir aus, nie auf Zuruf. Du öffnest die neue Wallet selbst, du stellst die Verbindung selbst her, und du tippst Adressen aus der Zwischenablage deiner eigenen Anwendung ein, nicht aus einer Nachricht. Die offizielle Anleitung empfiehlt zusätzlich, zuerst mit einem kleinen Betrag zu testen, jeweils nur einen Wert zu bewegen und jede Überweisung abzuwarten, bevor die nächste beginnt. Die Wiederherstellungsdaten der alten Wallet behältst du, bis das vollständige Guthaben in der neuen angekommen ist.

NEAR steigt 5,7 Prozent, während der Gesamtmarkt fällt

Am 8. Oktober um 0:55 Uhr notiert NEAR laut CoinGecko bei 5,36 US-Dollar oder 4,79 Euro, ein Plus von 5,74 Prozent binnen 24 Stunden. Die Tagesspanne reichte von 4,89 bis 5,44 Dollar. Damit ist NEAR auf Rang 21 der größten Kryptowährungen der einzige Gewinner unter den Top 25 ohne Stablecoins: Bitcoin verliert im selben Zeitraum 2,68 Prozent, Ethereum 4,70 Prozent, XRP 5,33 Prozent, Solana 4,20 Prozent, Uniswap 8,44 Prozent.

Auf längere Sicht sieht das Bild anders aus als an diesem einen Tag. Über 30 Tage steht NEAR mit 127,91 Prozent im Plus, über sieben Tage dagegen mit 0,75 Prozent leicht im Minus. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 7,0 Milliarden Dollar, das Handelsvolumen des Tages bei rund 1,08 Milliarden Dollar, die Umlaufmenge bei rund 1,308 Milliarden NEAR. Das Allzeithoch von 20,44 Dollar stammt vom 16. Januar 2022; davon ist der Kurs 73,8 Prozent entfernt.

Für die Orientierung nach oben und unten taugen deshalb vor allem die Werte aus den Daten selbst statt runder Wunschmarken: Das Tagestief bei 4,89 Dollar markiert die Zone, die der Markt an diesem Tag verteidigt hat, das Tageshoch bei 5,44 Dollar jene, an der er gescheitert ist. Der 30-Tage-Anstieg von rund 128 Prozent bedeutet zugleich, dass ein großer Teil der heutigen Halter erst seit kurzem dabei ist, also ohne Puffer.

Der Tag war marktweit von Zwangsliquidationen geprägt, deren Umfang die Berichte unterschiedlich beziffern. Finance Magnates nennt mehr als 400 Millionen Dollar an aufgelösten Long-Positionen binnen rund 20 Minuten, Mitrade rund 550 Millionen Dollar, Yahoo Finance unter Berufung auf Coinglass rund 696 Millionen Dollar über 24 Stunden. Als Auslöser gelten ein Ölpreis über 101 Dollar je Barrel Brent und eine gescheiterte Erholung über etwa 87.000 Dollar bei Bitcoin. Einen NEAR-spezifischen Grund für das Tagesplus nennt keine dieser Quellen; dass die Abschaltung den Kurs treibt, behauptet niemand, und dieser Artikel tut es auch nicht.

Der Kaufweg in Deutschland: MiCA-Zulassung und die Grenze der Selbstverwahrung

Wer NEAR in Deutschland kauft oder verkauft, tut das seit der vollständigen Geltung der EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte bei einem zugelassenen Dienstleister. MiCA regelt dabei Unternehmen, die Kryptowerte handeln, tauschen oder für Dritte verwahren, und verlangt von ihnen eine Erlaubnis und laufende Aufsicht.

Für den Fall MyNearWallet ist die Abgrenzung der eigentliche Punkt. Eine Software, mit der du deinen Schlüssel selbst hältst, erbringt keine Verwahrung für Dritte und braucht deshalb keine Zulassung. Das ist bequem, hat aber eine Kehrseite: Es gibt keine Aufsicht, die einen Betreiber zum Weiterbetrieb verpflichtet, keine Einlagensicherung und keine Stelle, bei der du dich über eine Abschaltung beschweren könntest. Die Ankündigung einer Frist ist hier Entgegenkommen, nicht Pflicht.

Wie anders der regulierte Weg läuft, hat sich in Deutschland gerade erst gezeigt. Die BaFin hat dem Betreiber von bitcoin.de die MiCAR-Zulassung verweigert; in diesem Fall griffen Regeln zur Trennung und Übertragung von Kundenvermögen, und die Kundenwerte blieben bei der verwahrenden Bank, bis sie an einen anderen zugelassenen Verwahrer übergehen. Die Einzelheiten dazu stehen in unserem Bericht zur verweigerten MiCAR-Lizenz für bitcoin.de. Beide Fälle liegen in derselben Woche und zeigen dieselbe Entscheidung aus zwei Richtungen: Bei Eigenverwahrung trägst du das Betriebsrisiko selbst, bei einem zugelassenen Verwahrer trägt es ein beaufsichtigtes Unternehmen, und du trägst dafür das Gegenparteirisiko.

Haltefrist und Freigrenze: Der Umzug ist kein Verkauf, ein Tausch während der Migration schon

Steuerlich ist die gute Nachricht zuerst: Eine Überweisung zwischen zwei Wallets, die beide dir gehören, ist keine Veräußerung. Der Aufbewahrungsort wechselt, der Eigentümer nicht, und damit beginnt auch keine neue Haltefrist. Für private Veräußerungsgeschäfte gilt nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz eine Frist von einem Jahr, nach deren Ablauf ein Gewinn steuerfrei bleibt, sowie eine Freigrenze, die seit dem Jahressteuergesetz 2024 bei 1.000 Euro im Kalenderjahr liegt. Freigrenze heißt: Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der Teil darüber.

Die unangenehme Nachricht steckt im Detail der Migration. Sobald du unterwegs tauschst und nicht einfach nur überweist, etwa weil die neue Wallet einen Wechsel über mehrere Ketten anbietet, ist das ein Tausch von einem Kryptowert in einen anderen. Ein solcher Tausch ist steuerlich ein Verkauf mit anschließendem Kauf, er kann Gewinn auslösen und setzt für den neuen Wert die Haltefrist neu an. Gerade weil near.com ausdrücklich mit Tauschfunktionen über mehr als 30 Ketten beworben wird, ist dieser Unterschied während der Umzugswochen wichtiger als sonst.

Welche Belege das Finanzamt sehen will

Daraus folgt eine Dokumentationspflicht in eigener Sache. Du solltest belegen können, dass beide Adressen dir gehören, und jede Transaktion mit Datum, Betrag und Transaktionskennung festhalten. Ohne diesen Nachweis kann das Finanzamt einen Abgang aus der alten Wallet als Verkauf lesen. Das Nachhalten über ein Portfolio-Werkzeug ist dafür der ruhigere Weg als eine Tabelle von Hand. Das Schreiben des Bundesfinanzministeriums zu Kryptowerten vom 6. März 2025 ist die maßgebliche Verwaltungsanweisung; bei größeren Beständen oder Staking-Erträgen ersetzt dieser Artikel keine steuerliche Beratung.

Was die Abschaltung über NEARs Wallet-Landschaft aussagt

Eine abgeschaltete Wallet ist noch kein Urteil über ein Netzwerk. MyNearWallet entstand als Nachfolger einer früheren, von der Entwicklungsseite betriebenen Browser-Wallet und war über Jahre die Standardantwort auf die Frage, wie man ohne Zusatzsoftware an ein NEAR-Konto kommt. Dass dieser Platz jetzt neu besetzt wird, passt in eine Linie, die im NEAR-Umfeld seit Monaten sichtbar ist: weniger eigenständige Oberflächen, mehr Bündelung auf ein Konto, das Ketten übergreifend funktioniert.

Für Halter ist daran zweierlei interessant. Die Bündelung senkt die Zahl der Stellen, an denen etwas schiefgehen kann, und erhöht gleichzeitig die Abhängigkeit von der einen Stelle, die bleibt. Wer das nicht will, hat bei einem Protokoll mit lesbaren Konten und mehreren Zugangsschlüsseln je Konto gute Voraussetzungen, den Zugang auf zwei unabhängige Wege zu verteilen, statt alles an eine Oberfläche zu hängen.

Offen bleibt zum Zeitpunkt dieses Artikels, welche Wallets am Ende auf der Liste der unterstützten Ziele stehen und wie die Abschaltseite und das Protokoll-Konto ihre unterschiedlichen Empfehlungen zusammenführen. Bis dahin gilt die schlichtere Wahrheit, die beide Quellen teilen: Das Konto gehört dir, der Zugang ist austauschbar, und das Austauschen erledigt niemand für dich.

MyNearWallet-Abschaltung: Deine nächsten drei Schritte

  1. Bestand und Delegation aufnehmen. Öffne dein Konto noch im Oktober und schreibe auf, was dort liegt: freies NEAR-Guthaben, delegierte Token samt Validator, NFTs und weitere Token. Prüfe im selben Zug, ob die Wiederherstellungsphrase vollständig und lesbar vorliegt. Welche Wallet-Kategorien als Ziel in Frage kommen und worin sie sich unterscheiden, steht im Vergleich der Software-Wallets.
  2. Staking zuerst lösen, dann umziehen. Melde delegierte Token früh ab, damit die Entsperrfrist nicht in den 31. Oktober läuft, und bewege anschließend einen kleinen Testbetrag, bevor der Rest folgt. Halte jede Transaktion mit Datum, Betrag und Kennung fest; dafür ist ein Tracker aus dem Vergleich von Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern der verlässlichere Weg als eine Liste von Hand.
  3. Entscheiden, ob du überhaupt selbst verwahren willst. Wenn dir Fristen wie diese zu viel Aufwand sind, ist die Alternative ein zugelassener Verwahrer mit Aufsicht und getrennten Kundenbeständen, zu finden über die Übersicht regulierter Kryptobörsen. Du tauschst damit Betriebsrisiko gegen Gegenparteirisiko, und das ist eine bewusste Wahl, keine Verlegenheitslösung.

(Stand: 8. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu MyNearWallet

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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