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Cardano Kurs unter Druck: 58 Prozent aller ADA bleiben trotzdem gestakt

Cardano fällt in 24 Stunden um 6,3 Prozent auf 0,185 Dollar und notiert so tief wie zuletzt Mitte August. Die Daten der Blockchain zeigen: 58,5 Prozent aller umlaufenden ADA sind weiter an Stake Pools delegiert, nur etwas weniger als vor einem Jahr.

Hand hält eine matte Metallkarte mit dem blau leuchtenden Cardano-Zeichen über einem dunklen Holzschreibtisch
Gestaktes ADA bleibt in der eigenen Wallet und jederzeit verfügbar.
12 Min. Lesezeit
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Cardano steht in der Nacht zu Freitag, dem 6. November 2026, bei 0,185 Dollar. Laut CoinGecko hat ADA in 24 Stunden 6,3 Prozent verloren, das Tagestief lag bei 0,178 Dollar. Einen so niedrigen Tagesschluss gab es zuletzt am 19. August. Auffällig ist, was die Halter dabei nicht tun: 58,5 Prozent aller umlaufenden ADA sind weiterhin an Stake Pools delegiert, kaum weniger als vor einem Jahr.

Der Kursrutsch kommt also vor allem von außen, aus dem breiten Ausverkauf an Aktien- und Kryptomärkten. Die Basis der langfristigen Halter bröckelt bisher nur langsam. Dieser Artikel zeigt die Zahlen dazu, ordnet die Marken im Chart ein und erklärt, was Anleger in Deutschland bei Steuer, Kaufweg und Verwahrung beachten sollten.

  • Kurs: 0,185 Dollar, minus 6,3 Prozent in 24 Stunden, Börsenwert rund 6,9 Milliarden Dollar.
  • Zwölf Monate: minus 65 Prozent, vom Jahreshoch bei 0,59 Dollar am 11. November 2025.
  • Staking: 21,54 Milliarden von 36,82 Milliarden ADA im Umlauf sind aktiv delegiert.
  • Marken: unten der Augustboden um 0,174 Dollar, oben die 200-Tage-Linie bei 0,208 Dollar.

Cardano Kurs bei 0,185 Dollar: Tiefster Tagesschluss seit Mitte August

Am Donnerstag schloss ADA noch bei 0,197 Dollar. Über Nacht ging es bis auf 0,178 Dollar abwärts, inzwischen hat sich der Kurs knapp darüber gefangen. Auf Sicht von 30 Tagen beträgt das Minus 27,6 Prozent, gemessen am Schlusskurs vom 8. Oktober bei 0,255 Dollar. Über zwölf Monate sieht es noch deutlicher aus: Im November 2025 kostete ADA 0,53 Dollar, auf dem Jahreshoch am 11. November 2025 sogar 0,59 Dollar.

Der Abstand zum Allzeithoch von 3,09 Dollar aus dem September 2021 liegt damit bei rund 94 Prozent. Das Handelsvolumen über 24 Stunden lag bei 351 Millionen Dollar, Cardano steht nach Börsenwert auf Rang 18. Die Bewegung ist größer als bei Bitcoin, das im selben Zeitraum 5,7 Prozent abgab, aber kleiner als bei Ethereum mit 7,8 Prozent.

Wer unsere Cardano Prognose vom 4. November gelesen hat, kennt die Ausgangslage: ADA stand damals bei 0,196 Dollar, als wichtigste Unterstützung nannten wir 0,1834 Dollar. Diese Marke hat der Kurs in der Nacht kurz unterschritten. Der Tagesschluss liegt derzeit wieder knapp darüber, eine Bestätigung des Bruchs fehlt also noch.

Nasdaq-Ausverkauf und Liquidationen: Woher der Druck auf ADA kommt

Der Auslöser lag nicht bei Cardano selbst. Am Donnerstag brachen an der Nasdaq die Chip- und KI-Aktien ein, über den Ausverkauf bei den Chipwerten haben wir am 5. November berichtet. Der Kryptomarkt folgte innerhalb weniger Stunden, Bitcoin fiel zeitweise unter 76.000 Dollar.

Verstärkt wurde die Bewegung durch Zwangsschließungen am Terminmarkt. Laut ETHNews unter Berufung auf CoinGlass wurden binnen 24 Stunden gehebelte Positionen im Wert von 1,03 Milliarden Dollar liquidiert, 89,4 Prozent davon waren Wetten auf steigende Kurse. Eine Liquidation ist die automatische Schließung einer Hebelposition durch die Börse, sobald die hinterlegte Sicherheit den Verlust nicht mehr deckt. Jede dieser Schließungen ist ein Verkauf, der den Kurs weiter drückt.

Der Stimmungsindex Fear and Greed von alternative.me fiel binnen eines Tages von 50 auf 28 Punkte und zeigt damit Angst an. Für Altcoins wie Cardano ist ein solches Umfeld meist schwieriger als für Bitcoin, weil Anleger in Stressphasen zuerst die Positionen mit dem höchsten Risiko abbauen.

Gewitterfront mit grellem Blitz über einer dunklen Hochhaus-Skyline bei Nacht, Regen über dem Wasser
Der Ausverkauf bei Chip-Aktien an der Nasdaq zog den Kryptomarkt in der Nacht mit nach unten.

Staking-Anteil auf der Cardano-Blockchain: 58,5 Prozent aller ADA bleiben delegiert

Wie verhalten sich die langfristigen Halter? Eine Antwort liefert die Blockchain selbst. Bei Cardano heißt Staking, dass ein Halter seine ADA an einen Stake Pool delegiert. Ein Stake Pool ist ein Netzwerkknoten, der Blöcke erzeugt und dafür Belohnungen erhält, die er an seine Delegierenden weiterreicht. Die Coins verlassen dabei nie die eigene Wallet und sind nicht gesperrt.

In der laufenden Abrechnungsperiode sind 21,54 Milliarden ADA aktiv delegiert. Bei 36,82 Milliarden ADA im Umlauf entspricht das 58,5 Prozent. Zum Vergleich:

  • Epoche 593, Anfang November 2025: 21,88 Milliarden ADA delegiert, 61,0 Prozent des Umlaufs.
  • Epoche 630, Anfang Mai 2026: 21,73 Milliarden ADA, 60,0 Prozent.
  • Epoche 663, Ende Oktober 2026: 21,50 Milliarden ADA, 58,4 Prozent.
  • Epoche 665, aktuell: 21,54 Milliarden ADA, 58,5 Prozent.

Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 6. November 2026 selbst erhoben. Grundlage sind die Epochendaten der Cardano-Blockchain zu aktivem Stake, Umlaufmenge und ausgeschütteten Belohnungen, geprüft wurden vier Epochen über zwölf Monate.

Der Anteil ist binnen eines Jahres um 2,5 Prozentpunkte gesunken, in absoluten Zahlen um rund 340 Millionen ADA. Gleichzeitig wuchs der Umlauf um knapp eine Milliarde ADA, weil laufend neue Coins aus der Reserve als Belohnung ausgeschüttet werden. Seit Ende Oktober ist die delegierte Menge sogar leicht gestiegen. Eine Flucht der Staker zeigen die Daten der Blockchain also nicht, wohl aber ein langsames Abbröckeln über das Jahr.

Staking-Rendite bei Cardano: Rechnerisch gut 2 Prozent im Jahr

Cardano rechnet in Epochen ab. Eine Epoche dauert fünf Tage, am Ende jeder Epoche verteilt das Protokoll die Belohnungen. Sie stammen aus den Transaktionsgebühren und aus der Reserve, die derzeit noch rund 6,03 Milliarden ADA enthält. Für Epoche 664 wurden 6,15 Millionen ADA an Belohnungen ausgeschüttet. Auf den aktiven Stake von 21,5 Milliarden ADA und 73 Epochen im Jahr hochgerechnet ergibt das brutto etwa 2,1 Prozent jährlich.

Vor einem Jahr lag derselbe Wert noch bei 2,4 Prozent. Die Rendite sinkt planmäßig, weil die Reserve mit jeder Epoche kleiner wird und damit auch die Summe, die das Protokoll ausschüttet. Von diesen Bruttowerten gehen noch die Gebühren des Stake Pools ab, die je nach Betreiber unterschiedlich ausfallen. Wer über eine Börse staken lässt, erhält meist noch weniger, weil der Anbieter einen Teil einbehält.

Wichtig für die Einordnung: Eine Staking-Rendite von 2 Prozent gleicht einen Kursverlust von 6 Prozent an einem einzigen Tag nicht aus. Staking ist bei Cardano ein Zusatzertrag für Halter, die ohnehin halten wollen, keine Absicherung gegen fallende Kurse. Welche Anbieter wie viel weitergeben, zeigt unser Vergleich der Staking-Plattformen.

Staking ohne Sperrfrist und Slashing: Warum Cardano-Staker nicht verkaufen müssen

Bei vielen anderen Blockchains sind gestakte Coins für eine bestimmte Zeit gebunden. Wer bei Ethereum oder Polkadot aussteigen will, wartet je nach Lage Tage bis Wochen. Bei Cardano gibt es diese Bindung nicht. Delegierte ADA lassen sich jederzeit verkaufen oder überweisen, die Delegation endet dann für den bewegten Betrag automatisch.

Ebenso fehlt das sogenannte Slashing. Slashing bezeichnet bei anderen Netzwerken die Strafe, bei der ein Teil der gestakten Coins vernichtet wird, wenn ein Validator Fehler macht. Ein schlecht arbeitender Cardano-Pool kostet seine Delegierenden höchstens entgangene Belohnungen, nie den Einsatz.

Das erklärt einen Teil der Ruhe in den Daten. Wer bei Cardano delegiert, muss seine Position nicht auflösen, um handlungsfähig zu bleiben, und hat deshalb in einer Verkaufswelle weniger Grund zur Eile. Umgekehrt heißt das: Der hohe Staking-Anteil ist kein fester Boden. Jeder dieser Coins kann binnen Minuten auf eine Börse wandern.

Offenes Messing-Uhrwerk einer alten Turmuhr mit großen Zahnrädern in einem dunklen Glockenstuhl, seitlicher Lichtstrahl
Cardano zahlt Staking-Belohnungen im festen Takt der Epochen von fünf Tagen aus.

Open Interest und Funding-Rate: Der ADA-Terminmarkt auf OKX schrumpft

Am Terminmarkt zeigt sich der Abbau von Risiko deutlicher als auf der Blockchain. Das Open Interest bezeichnet den Gesamtwert aller offenen Terminkontrakte auf einen Coin. Für die unbefristeten ADA-Kontrakte der Börse OKX lag es am 4. November bei 32,8 Millionen Dollar, jetzt sind es 24,5 Millionen Dollar. Gut ein Viertel der Positionen ist damit binnen zwei Tagen verschwunden, durch Liquidationen oder freiwillige Schließungen.

Die Funding-Rate ist die Ausgleichszahlung zwischen Käufern und Verkäufern solcher Kontrakte, die alle acht Stunden fällig wird. Sie steht für ADA auf OKX derzeit bei minus 0,012 Prozent. Ein negativer Wert heißt, dass die Verkäufer die Käufer bezahlen, der Kontraktpreis liegt also unter dem Kassakurs. Gleichzeitig kommen auf ein Konto mit Verkaufsposition 2,5 Konten mit Kaufposition.

Viele kleine Konten setzen also auf eine Erholung, während das größere Kapital eher auf der Verkaufsseite steht. Diese Zahlen beruhen auf Marktdaten von OKX, die cryptoticker.io am 6. November 2026 ausgewertet hat. Sie bilden nur einen Ausschnitt des Terminmarkts ab, geben aber die Richtung wieder: Hebel wird abgebaut, nicht aufgebaut.

DeFi auf Cardano: Einlagen fallen auf 51 Millionen Dollar

Ein zweiter Blick auf die Nutzung: Laut DefiLlama liegen derzeit 51,2 Millionen Dollar in dezentralen Finanzanwendungen auf Cardano. Am 1. November waren es noch 54,3 Millionen Dollar, am 7. Oktober 73,9 Millionen Dollar. Binnen eines Monats sind die Einlagen damit um 31 Prozent geschrumpft.

Der größte Teil dieses Rückgangs geht auf den Kurs zurück, denn die Einlagen werden überwiegend in ADA gehalten und in Dollar bewertet. Fällt ADA um ein Viertel, sinkt auch der Dollarwert der Einlagen entsprechend. Im Verhältnis zum Börsenwert von knapp 7 Milliarden Dollar bleibt die DeFi-Nutzung auf Cardano klein, sie trägt den Kurs derzeit nicht.

Chartmarken für ADA: 0,174 Dollar unten, 0,208 Dollar oben

Nach unten ist die nächste wichtige Zone der Boden aus dem August. Vom 16. bis 19. August schloss ADA viermal zwischen 0,174 und 0,176 Dollar, von dort begann die Erholung bis über 0,25 Dollar im Oktober. Hält diese Zone nicht, liegt das Jahrestief vom 29. Juni bei 0,144 Dollar als nächste Marke im Chart, gut 22 Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Nach oben muss ADA zuerst den Schlusskurs vom Donnerstag bei 0,197 Dollar zurückerobern. Darüber liegt die 200-Tage-Linie bei 0,208 Dollar. Die 200-Tage-Linie ist der Durchschnitt der Schlusskurse der vergangenen 200 Tage und gilt vielen Händlern als Grenze zwischen Auf- und Abwärtstrend. Seit unserer Prognose vom 4. November hat sie sich von 0,2085 auf 0,208 Dollar kaum bewegt, der Abstand des Kurses dazu ist aber von 6 auf 12 Prozent gewachsen. Die 50-Tage-Linie verläuft noch höher, bei 0,228 Dollar.

Solange ADA unter beiden Linien notiert, bleibt der Trend nach den üblichen Regeln der Chartanalyse abwärts gerichtet. Marken sind dabei keine Garantie, sie zeigen nur, wo in der Vergangenheit viele Käufer oder Verkäufer aktiv wurden.

Haltefrist und Staking: Was das Finanzamt bei ADA-Verlusten zählt

Für Anleger in Deutschland gilt bei Kryptowährungen die Haltefrist von einem Jahr nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Wer ADA länger als zwölf Monate hält, verkauft steuerfrei. Wer früher verkauft, versteuert den Gewinn mit seinem persönlichen Steuersatz, sofern alle Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften im Jahr zusammen 1.000 Euro erreichen.

Staking verlängert die Haltefrist nicht. Die frühere Sorge vor einer Frist von zehn Jahren hat die Finanzverwaltung bereits 2022 ausgeräumt. Die Belohnungen selbst sind allerdings Einkünfte im Zeitpunkt des Zuflusses. Sie bleiben steuerfrei, solange alle sonstigen Einkünfte dieser Art im Jahr unter 256 Euro liegen.

Der Kursrutsch hat eine steuerliche Seite, die viele übersehen. Wer ADA in den vergangenen zwölf Monaten gekauft hat, liegt bei einem Kaufkurs um 0,53 Dollar rund 65 Prozent im Minus. Solange die Haltefrist läuft, lässt sich ein solcher Verlust mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen. Nach Ablauf der Frist ist der Verlust steuerlich wertlos. Welche Käufe wann die Frist erreichen, zeigt ein Krypto-Steuer-Tool auf einen Blick.

Kaufweg, Hebel und Verwahrung: ADA bei fallenden Kursen

Wer jetzt einsteigen oder nachkaufen will, sollte das über einen Anbieter mit Zulassung nach der europäischen MiCA-Verordnung tun. MiCA steht für Markets in Crypto-Assets und regelt seit Ende 2024 EU-weit, welche Anbieter Kryptowerte verwahren und handeln dürfen. Ob ein Anbieter zugelassen ist, steht im Register der Aufsichtsbehörde ESMA. Eine Auswahl zeigt unser Überblick über regulierte Kryptobörsen.

Hebelprodukte sind in dieser Lage besonders riskant. Die Liquidationswelle der vergangenen 24 Stunden hat vor allem Käufer mit Hebel getroffen, und eine Bewegung von 6 Prozent reicht bei zehnfachem Hebel bereits für einen Verlust von 60 Prozent des Einsatzes. Wer ADA langfristig halten und delegieren will, kommt ohne Hebel aus.

Bei der Verwahrung bietet Cardano eine Besonderheit: Staking funktioniert direkt aus der eigenen Wallet, auch aus einer Hardware-Wallet. Die privaten Schlüssel bleiben dabei beim Halter. Wer über eine Börse staken lässt, gibt die Kontrolle ab und trägt das Risiko des Anbieters mit.

ADA-Staking unter 0,19 Dollar: Delegiert bleibt jeder Coin verkaufsbereit

Der Kursrutsch ist vor allem Teil eines marktweiten Ausverkaufs. Die Blockchain zeigt keine Flucht der Staker, der Terminmarkt einen klaren Abbau von Hebel. Für Leser in Deutschland ergeben sich daraus drei Schritte:

  1. Kaufweg wählen: Nur über einen Anbieter mit MiCA-Zulassung kaufen, zu finden in unserem Vergleich regulierter Kryptobörsen.
  2. Staking-Anbieter vergleichen: Brutto bringt Cardano-Staking derzeit rund 2,1 Prozent im Jahr, die Gebühren der Anbieter unterscheiden sich deutlich. Der Staking-Vergleich zeigt, wie viel ankommt.
  3. Haltefrist notieren: Für jeden Kauf das Datum festhalten, damit Verluste noch vor Ablauf der Frist verrechnet werden können. Ein Tool zur Krypto-Steuer übernimmt das automatisch.

(Stand: 6. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Cardano

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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