Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

NEAR Protocol erklärt: Sharding, Staking und der Nutzen des NEAR-Tokens

NEAR Protocol ist eine Layer-1-Blockchain, die ihre Arbeit auf parallel laufende Abschnitte verteilt und über Einsätze abgesichert wird. Was der NEAR-Token leistet, wie Staking und Verwahrung funktionieren und worauf du in Deutschland vor dem Kauf achtest.

Dunkler Rechenzentrumsgang zwischen Serverschränken, an der Stirnwand leuchtet ein großes Neonzeichen mit dem NEAR-Zeichen
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NEAR Protocol ist eine eigenständige Blockchain der ersten Ebene, die ihre Arbeit auf mehrere parallel laufende Teilbereiche verteilt und über Einsätze der eigenen Münze abgesichert wird. Die zugehörige Währung heißt ebenfalls NEAR und bezahlt Transaktionen, Speicherplatz und die Betreiber des Netzwerks. Wie sich der Kurs dazu verhält, steht laufend in unserer NEAR-Prognose.

Dieser Text erklärt den Aufbau, den Zweck der Münze und die Punkte, an denen ein Halter in Deutschland selbst etwas entscheiden muss. Alle Zahlen tragen einen Stand, denn an einem lebenden Netzwerk ändern sie sich.

NEAR Protocol im Überblick: erste Ebene, Sharding und Proof of Stake

Die Entwicklerdokumentation beschreibt NEAR als Layer-1-Blockchain, die geteilt arbeitet und mit dem Einsatzverfahren Proof of Stake gesichert wird. Layer 1 heißt: Das Netzwerk steht für sich und baut nicht auf einer anderen Blockchain auf. Alles, was darauf läuft, erbt dessen Sicherheit.

In Zahlen, Stand Dienstag, 27. Oktober 2026: Im Umlauf sind rund 1,25 Milliarden NEAR bei einer Gesamtmenge von etwa 1,31 Milliarden, also gut 95 Prozent. Der Börsenwert liegt bei rund 5,8 Milliarden US-Dollar, ein NEAR kostete am Dienstagmorgen etwa 4,41 US-Dollar. Der höchste je gezahlte Preis lag bei 20,44 US-Dollar. Seit dem Start hat das Netzwerk mehr als 5,4 Milliarden Transaktionen verarbeitet, aktiv waren an diesem Morgen 412 Knoten.

Zwei Eigenschaften nennt die Dokumentation als Kern: Blöcke entstehen ungefähr jede Dreiviertelsekunde, und eine Überweisung gilt nach gut einer Sekunde als endgültig. Die Gebühr dafür liegt nach Angaben des Projekts unter einem US-Cent.

Was Sharding bei NEAR bedeutet und wie die Arbeit aufgeteilt wird

Sharding bezeichnet die Aufteilung einer Blockchain in mehrere Abschnitte, die gleichzeitig arbeiten. Statt dass jeder Rechner jede Transaktion des gesamten Netzwerks nachvollzieht, kümmert sich jeder um ein Stück. Das Verfahren bei NEAR trägt den Namen Nightshade, und sein Kerngedanke steckt im Begriff Chunk: Ein Block besteht aus Teilstücken, eines je Abschnitt.

Blockproduzenten, Chunk-Produzenten und Chunk-Validatoren

Die Dokumentation unterscheidet zwei Rollen. Die hundert größten Betreiber erzeugen Blöcke und Chunks; im Regelfall ist jeder davon genau einem Abschnitt zugeordnet und bearbeitet nur dessen Transaktionen. Alle übrigen arbeiten als Chunk-Validatoren und prüfen die Teilstücke, ohne den Zustand eines Abschnitts selbst vorzuhalten. Genau diese Trennung senkt die Anforderungen an Technik und Einsatz und öffnet den Betrieb für mehr Teilnehmer.

Der praktische Gewinn liegt darin, dass die Last mit der Zahl der Abschnitte wächst, ohne dass der einzelne Rechner stärker werden muss. Der Preis dafür ist Komplexität: Je mehr Teilstücke zusammengesetzt werden müssen, desto mehr Wege gibt es, auf denen etwas schiefgehen kann.

Benannte Konten statt Zeichenketten: das Kontomodell

Die meisten Blockchains adressieren Konten über lange Zeichenfolgen. NEAR erlaubt stattdessen lesbare Namen in der Form alice.near. Unterkonten lassen sich daraus ableiten, ähnlich wie Unterverzeichnisse.

Dazu kommen Access Keys, also abgestufte Zugangsschlüssel. Ein Konto kann mehrere davon tragen, und ein Schlüssel lässt sich auf einzelne Anwendungen und Beträge beschränken. Für dich heißt das praktisch: Ein Schlüssel für eine Anwendung muss nicht dieselbe Macht haben wie der Hauptschlüssel, und ein verlorener Nebenschlüssel kostet nicht das ganze Guthaben. Über Chain Signatures kann ein NEAR-Konto außerdem Konten auf anderen Blockchains steuern.

Gas, Gebühren und der Verbrauch der Transaktionskosten

Jede Aktion kostet Gas, eine Recheneinheit für Aufwand, die in NEAR bezahlt wird. Die Besonderheit steht in der Dokumentation zu den Betreibern: Die in einer Zeitspanne eingesammelten Gebühren werden vom System verbrannt, abzüglich des Anteils, der als Rückvergütung an Anwendungen geht. Verbrannt heißt endgültig aus dem Umlauf entfernt.

Daraus folgt eine Spannung, die den Token prägt: Auf der einen Seite entstehen neue Münzen für die Betreiber, auf der anderen verschwinden Gebühren. Welche Seite überwiegt, hängt an der Auslastung. Die Umstellung auf den vollständigen Verbrauch der Gasgebühren haben wir am 1. Oktober 2026 eigens beschrieben.

Eine zweite Eigenheit betrifft den Speicher. Wer Daten auf NEAR ablegt, muss dafür NEAR hinterlegen; gibt er den Platz frei, bekommt er den Einsatz zurück. Speicher ist damit gebundenes Kapital statt einer einmaligen Gebühr.

Aufgefächertes Glasfaserbündel im Gegenlicht, die einzelnen Fasern laufen parallel auseinander
Sharding heißt: Die Arbeit läuft auf mehreren Strängen gleichzeitig statt hintereinander.

Wofür das Netzwerk heute genutzt wird

NEAR ist als Plattform für Anwendungen gebaut, die vielen Nutzern gleichzeitig standhalten sollen. Die Dokumentation hebt dafür günstige Gebühren und den einfachen Zugang hervor und nennt Anwendungen mit Nutzerzahlen in Millionenhöhe. Über das Teilprojekt Aurora lassen sich außerdem Verträge ausführen, die ursprünglich für Ethereum geschrieben wurden.

Dazu kommt ein Schwerpunkt, der das Projekt in den vergangenen Jahren geprägt hat: Dienste, die Guthaben über mehrere Blockchains hinweg bewegen, ohne dass du für jede ein eigenes Konto führst. Diese blockchainübergreifenden Dienste sind zugleich die Stelle, an der das Netzwerk am angreifbarsten ist, weil dort fremde Mittel durchlaufen.

Der NEAR-Token: Angebot, Ausgabe und Verwendungszweck

Der NEAR-Token hat drei Aufgaben, die sich klar trennen lassen. Er bezahlt Gas, er hinterlegt Speicherplatz, und er wird als Einsatz zur Absicherung des Netzwerks gebunden. Eine feste Höchstmenge wie bei Bitcoin gibt es nicht; das Angebot wächst jedes Jahr um den Betrag, der an die Betreiber ausgeschüttet wird, und schrumpft um die verbrannten Gebühren.

Die Dokumentation beziffert die jährliche Ausgabe an die Betreiber auf 2,5 Prozent der Gesamtmenge. Dieser Satz ist keine Selbstverständlichkeit: Im Oktober 2026 stand eine Senkung auf 1,6 Prozent zur Abstimmung, über deren Ausgang und die Folgen für die Rendite wir am 19. Oktober berichtet haben. Für dich als Halter ist der Satz die Messlatte: Wer nicht am Einsatz teilnimmt, verliert anteilig Gewicht, weil die neuen Münzen an andere gehen.

Staking und Delegation: Wie die 2,5 Prozent zustande kommen

Staking heißt, NEAR als Sicherheit zu hinterlegen, damit ein Betreiber am Netzwerk teilnehmen darf. Wer selbst keinen Rechner betreibt, kann seine Münzen an einen Betreiber delegieren und wird an dessen Ertrag beteiligt. Die Absicherung ist echt: Verhält sich ein Betreiber böswillig, wird sein Einsatz ganz oder teilweise verbrannt, und das trifft auch delegierte Münzen.

Die Schwelle für einen Platz unter den aktiven Betreibern ergibt sich laut Dokumentation aus dem dreihundertgrößten Gebot, mindestens aber aus 25.500 NEAR. Block- und Chunk-Produzenten sowie Chunk-Validatoren ist dabei ein Mindestertrag von 2,5 Prozent im Jahr zugesagt. Liegt weniger als die gesamte Menge im Einsatz, kann der Ertrag höher ausfallen, weil sich derselbe Betrag auf weniger Einsatz verteilt.

Was eine Epoche ist

Die Betreiberliste wechselt blockweise statt laufend. Eine Epoche umfasst 43.200 Blöcke. Rechnerisch ergibt das bei der angestrebten Blockzeit gut sieben Stunden; bei der tatsächlich gemessenen Geschwindigkeit sind es eher neun. Wichtig ist das vor allem beim Ausstieg: Eingesetzte Münzen stehen nicht sofort wieder zur Verfügung, sondern erst nach mehreren Epochen. Wer die Bedingungen einzelner Anbieter nebeneinanderlegen will, findet sie in unserem Vergleich der Staking-Plattformen.

Zwei Hände halten ein kleines markenloses Hardware-Gerät mit dunklem Display über einem Holztisch
Die Schlüssel entscheiden, nicht die Anwendung: Wer sie hat, behält den Zugang auch nach einer Abschaltung.

Verwahrung: Wallets, Schlüssel und die Abschaltung von MyNearWallet

Für NEAR gibt es Anwendungen im Browser, auf dem Telefon und auf Hardware-Geräten. Entscheidend ist die Trennung, die Einsteiger am häufigsten übersehen: Die Münzen liegen im Netzwerk, nicht in der Anwendung. Verschwindet die Anwendung, bleibt das Guthaben bestehen, solange du die Schlüssel hast.

Genau dieser Fall steht gerade an. MyNearWallet, lange eine der verbreiteten Browser-Anwendungen für NEAR, stellt den Betrieb zum 31. Oktober 2026 ein; unser Bericht vom 8. Oktober 2026 ordnet den Umzug ein. Wer dort noch Guthaben führt, sollte die Angaben beim Anbieter selbst prüfen und den Wechsel mit einem kleinen Betrag testen, bevor der gesamte Bestand umzieht. Welche Anwendungen als Ziel taugen und worin sie sich unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Software-Wallets.

Für größere Bestände gilt bei NEAR dasselbe wie überall: Ein Gerät, das die Schlüssel offline hält, schützt besser als ein Browser. Die Wiederherstellungswörter gehören weder in ein Fotoalbum noch in einen Chat.

NEAR kaufen in Deutschland: Handelsplätze und Zulassung

NEAR gehört zu den größeren Werten und ist an den meisten bekannten Handelsplätzen zu finden. Für dich zählt in der Europäischen Union vor allem, ob der Anbieter die Erlaubnis nach der Verordnung MiCA besitzt, die seit 2024 einen einheitlichen Rahmen für Kryptodienstleister setzt. Ein zugelassener Anbieter unterliegt Pflichten zu Eigenkapital, Beschwerdewegen und Trennung der Kundengelder.

Vor dem Kauf lohnt der Blick auf drei Punkte, die den Preis stärker bestimmen als die beworbene Gebühr: die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, die Kosten für eine Auszahlung auf eine eigene Adresse und die Frage, ob der Anbieter die Münzen überhaupt herausgibt. Unser Börsenvergleich stellt diese Angaben nebeneinander. Wer die Münzen nur auf dem Handelsplatz liegen lässt, trägt zusätzlich dessen Ausfallrisiko.

Risiken, die zu NEAR gehören

Der Kurs schwankt stark, und die Spanne zwischen dem Höchststand von 20,44 US-Dollar und dem Preis von zuletzt etwa 4,41 US-Dollar zeigt die Größenordnung. Das ist das offensichtliche Risiko, aber nicht das einzige.

Technisch bleibt die Aufteilung in Abschnitte anspruchsvoll: Mehr bewegliche Teile heißen mehr mögliche Fehlerquellen, und die blockchainübergreifenden Dienste waren in der Vergangenheit bereits Ziel von Angriffen. Wirtschaftlich steht die Ausgabe neuer Münzen jedes Jahr gegen den Wert der bestehenden, weshalb die Höhe dieses Satzes regelmäßig diskutiert wird. Beim Einsatz kommt hinzu, dass delegierte Münzen mithaften und während der Ausstiegsfrist nicht verfügbar sind. Und der Wettbewerb unter den Layer-1-Blockchains ist hart; Nutzung lässt sich nicht festhalten.

Steuerlich gelten in Deutschland die allgemeinen Regeln für Kryptowerte. Erträge aus dem Einsatz und Verkäufe sind getrennt zu erfassen, und die Dokumentation der Anschaffung entscheidet später über die Höhe des steuerpflichtigen Gewinns.

NEAR Protocol: Der 31. Oktober setzt die erste Frist

Aus dem Steckbrief ergeben sich drei Punkte, die sich konkret abarbeiten lassen:

  1. Den Handelsplatz prüfen. Sieh nach, ob dein Anbieter eine MiCA-Erlaubnis hat, was eine Auszahlung auf eine eigene Adresse kostet und wie weit An- und Verkaufskurs auseinanderliegen. Die Angaben stehen gesammelt im Börsenvergleich.
  2. Die Verwahrung klären. Falls dein Guthaben noch in einer Anwendung liegt, deren Betrieb endet, steht der Umzug vor dem 31. Oktober 2026 an. Welche Anwendungen in Frage kommen, zeigt der Software-Wallet-Vergleich.
  3. Den Einsatz durchrechnen. Vergleiche den zugesagten Mindestertrag von 2,5 Prozent mit den Gebühren des Betreibers und der Frist, nach der du wieder an deine Münzen kommst. Die Konditionen stehen im Vergleich der Staking-Plattformen.

Die Angaben zum Aufbau und zu den Betreibern stammen aus der Dokumentation des Projekts: die Übersicht zu NEAR und die Seite zu Betreibern und Erträgen.

(Stand: 27. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu NEAR Protocol

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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