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Starknet (STRK): Die Freigabe am 15. November wiegt siebenmal so schwer wie im Oktober

Am 15. November werden 127 Millionen Starknet-Token frei, rund 5,1 Millionen Dollar zum aktuellen Kurs. Weil der Tagesumsatz seit Oktober um mehr als 90 Prozent geschrumpft ist, wiegt dieselbe Menge heute siebenmal so schwer.

Leuchtendes Neonzeichen mit dem Starknet-Zeichen über dem offenen Rolltor eines nächtlichen Frachtterminals
Am 15. November werden 127 Millionen STRK aus dem Freigabeplan frei.
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Am 15. November werden 127 Millionen Starknet-Token (STRK) frei, wie an jedem 15. seit April 2025. Neu ist das Gewicht dieser Tranche: Zum aktuellen Kurs von 0,0402 Dollar sind die Token rund 5,1 Millionen Dollar wert, und der Tagesumsatz liegt laut Coinpaprika bei 35,8 Millionen Dollar (Stand Freitagmorgen, 6. November). Die Freigabe entspricht damit gut 14 Prozent eines Handelstages. Vor der Oktober-Tranche waren es rund 2 Prozent.

Starknet hat eine bewegte Woche hinter sich. Binance hat die Auszahlungen für STRK nach dem Angriff vom 29. Oktober wieder freigegeben, und das Entwicklerpaket Starkzap unterstützt seit dem 4. November die Privatsphäre-Funktionen STRK20 und Shadow Accounts. Der Kurs hat davon nichts gezeigt: STRK verlor in sieben Tagen 10 Prozent. Dieser Artikel ordnet die Freigabe in Zahlen ein, beschreibt die Entwicklungen der Woche und zeigt, was du als Halter in Deutschland beim Kauf, beim Staking und bei der Steuer im Blick haben solltest.

Starknet-Unlock am 15. November: 127 Millionen STRK für Investoren und frühe Mitwirkende

Ein Token-Unlock ist der Zeitpunkt, an dem bisher gesperrte Token für ihre Empfänger frei verfügbar werden. Bei Starknet betrifft die monatliche Freigabe zwei Gruppen: frühe Mitwirkende, also Teammitglieder und Entwickler der ersten Jahre, sowie Investoren aus den Finanzierungsrunden von StarkWare. Laut dem Tracker Tokenomist ist die nächste Freigabe für den 15. November 2026 angesetzt und geht an genau diese beiden Gruppen.

Die Menge folgt dem revidierten Freigabeplan, über den Decrypt im Februar 2024 berichtete. Nach dem damals geänderten Plan wurden im ersten Jahr ab dem 15. April 2024 jeden Monat 64 Millionen STRK frei, danach 24 Monate lang jeweils 127 Millionen. 127 Millionen sind 1,27 Prozent der Gesamtmenge von 10 Milliarden STRK. Gemessen an der Umlaufmenge von 7,66 Milliarden Token, die Tokenomist und Coinpaprika übereinstimmend ausweisen, wächst das frei handelbare Angebot mit der November-Tranche um rund 1,7 Prozent.

Wer die Token bekommt

In der Verteilung von Starknet halten die frühen Mitwirkenden laut Tokenomist 20,04 Prozent der Gesamtmenge, die Investoren 18,17 Prozent. Zusammen sind das gut 38 Prozent, also die größte Einzelposition vor den Fördertöpfen für Entwickler mit 12,93 Prozent. Wie sich die 127 Millionen auf beide Gruppen aufteilen, nennt der veröffentlichte Plan nicht. Ob und wann die Empfänger verkaufen, lässt sich vorab nicht wissen: Eine Freigabe macht Token handelbar, sie verkauft sie nicht.

STRK-Kurs der Woche: 0,0402 Dollar und 10 Prozent Minus in sieben Tagen

STRK notiert am Freitagmorgen bei 0,0402 Dollar. Laut Coinpaprika verlor der Token in 24 Stunden 8,6 Prozent, in sieben Tagen 10,0 Prozent und in 30 Tagen 17,4 Prozent. Der Börsenwert liegt bei 308 Millionen Dollar. Rechnet man alle 10 Milliarden Token zum heutigen Kurs, kommt Tokenomist auf eine voll verwässerte Bewertung von 401,8 Millionen Dollar. Die Differenz von gut 90 Millionen Dollar steckt in den Token, die noch nicht frei sind.

Auf Basis der Tagesschlusskurse von Coinpaprika lag das Wochenhoch am 31. Oktober bei 0,0440 Dollar, das Wochentief ist der heutige Stand. Der Rückgang der vergangenen 24 Stunden fiel mit dem breiten Abverkauf am Kryptomarkt zusammen, in dem Bitcoin laut Coinpaprika 5,9 Prozent und Ether 7,7 Prozent abgaben. Eine eigene Nachricht zu STRK als Auslöser nennen die ausgewerteten Quellen nicht.

Freigabe gegen Tagesumsatz: Aus 2 Prozent im Oktober werden gut 14 Prozent

Die Zahl der Token bleibt jeden Monat gleich, ihr Gewicht am Markt ändert sich mit Kurs und Umsatz. Am 9. Oktober hat cryptoticker.io die Oktober-Tranche in einer ersten Rechnung zum Starknet-Unlock eingeordnet. Damals stand STRK nach einer Rally von 68 Prozent bei 0,0721 Dollar, die Tranche war 9,15 Millionen Dollar wert, und der Tagesumsatz lag bei rund 470 Millionen Dollar. Die Freigabe machte so etwa 2 Prozent eines Handelstages aus.

Heute ist die Tranche nur noch gut halb so viel wert, der Tagesumsatz liegt aber um mehr als 90 Prozent unter dem Wert vom 9. Oktober. Mit 5,1 Millionen gegen 35,8 Millionen Dollar wiegt dieselbe Menge siebenmal so schwer wie im Oktober. Die Kennzahl Freigabe zu Tagesumsatz zeigt, wie viele Handelstage der Markt bräuchte, um die gesamte Tranche aufzunehmen, wenn sie komplett verkauft würde. Bei 2 Prozent fällt eine Tranche im normalen Rauschen kaum auf. Bei 14 Prozent reicht schon ein Teilverkauf, um im Orderbuch sichtbar zu werden, vor allem auf Handelsplätzen mit dünner Liquidität.

Die Rechnung zum Nachvollziehen

  • 127.000.000 STRK mal 0,0402 Dollar ergeben 5,11 Millionen Dollar.
  • 5,11 Millionen geteilt durch 35,8 Millionen Dollar Tagesumsatz ergeben 14,3 Prozent.
  • 127 Millionen geteilt durch 7,66 Milliarden umlaufende Token ergeben 1,66 Prozent.

Die Umsatzzahl stammt von einem Datenanbieter, der viele Börsen zusammenfasst. Auf deinem eigenen Handelsplatz kann sie deutlich niedriger liegen. Für eine Order mit größerem Volumen lohnt der Blick auf die Markttiefe direkt in der App deiner Börse.

Geöffnetes Schleusentor eines Kanals bei Nacht, durch den Spalt strömt Wasser in die tiefere Kammer
Bei schwachem Umsatz trifft dieselbe Monatstranche auf deutlich weniger Nachfrage als im Oktober.

Vom Oktoberhoch bei 0,113 Dollar zum Wochentief: Der Kursverlauf seit der letzten Tranche

Die Rally im Oktober trug STRK nach den Tagesschlusskursen von Coinpaprika bis zum 11. Oktober auf 0,1128 Dollar. Seitdem hat der Token 64 Prozent verloren. Am Tag der Oktober-Freigabe, dem 15. Oktober, schloss STRK bei 0,0816 Dollar, eine Woche später bei 0,0548 Dollar, ein Minus von 33 Prozent. Aus den Kursdaten allein lässt sich nicht ablesen, welchen Anteil die Freigabe daran hatte und welchen der Rückfall nach einer sehr steilen Rally. Fest steht nur, dass die Oktober-Tranche in einen fallenden Markt kam und der Kurs sich seither nicht erholt hat.

Der Vergleich zeigt einen Punkt, der in der Diskussion über Unlocks oft untergeht: Entscheidend ist weniger die Menge als der Zustand des Marktes, auf den sie trifft. Im Oktober stand eine kleine Tranche gegen eine hohe Nachfrage. Im November steht dieselbe Menge gegen ein Siebtel des Umsatzes.

Binance gibt STRK-Auszahlungen nach dem Angriff vom 29. Oktober wieder frei

Nach dem Angriff auf Binance am 29. Oktober, bei dem laut einem Bericht von crypto.news Kryptowerte im Wert von 6,3 Milliarden Dollar entwendet wurden, hatte die Börse Auszahlungen für viele Token ausgesetzt. Am 3. November nannte Binance STRK in der Liste der Werte, deren Auszahlung über das Ethereum-Netzwerk wieder möglich ist. Nach Angaben der Börse waren bis zum 1. November rund 95 Prozent der betroffenen Bestände wieder aufgefüllt. Die Freigabe erfolgte schrittweise, jeweils nach einer Sicherheitsprüfung je Token und Netzwerk.

Für Halter, die STRK bei Binance liegen haben, ist der Weg in die eigene Wallet damit wieder offen. Wer seine Token nach den Erfahrungen der vergangenen Woche lieber selbst verwahrt, findet im Vergleich der Hardware-Wallets eine Übersicht; ob ein Gerät Starknet unterstützt, steht in der Netzwerkliste des Herstellers. Eine Hardware-Wallet ist ein kleines Gerät, das die privaten Schlüssel offline speichert und Transaktionen nur nach Bestätigung am Gerät signiert.

Starkzap-Update: STRK20-Privatsphäre und Shadow Accounts für Wallet-Entwickler

Starkzap ist das Entwicklerpaket von Starknet, mit dem Apps und Wallets Funktionen des Netzwerks einbinden. Seit dem 4. November unterstützt es laut einem Bericht von bsc.news, den cryptonews.net übernommen hat, zwei Privatsphäre-Bausteine. STRK20 ist das Privatsphäre-Rahmenwerk von StarkWare, mit dem sich Guthaben abgeschirmt halten und privat übertragen lassen. Shadow Accounts sind eigene Adressen je App, die aus einem abgeschirmten STRK20-Guthaben finanziert werden und sich auf der Blockchain nicht mit der Hauptwallet verbinden lassen.

Die Funktion hat klare Grenzen. Das STRK20-Modul im Entwicklerpaket ist laut Dokumentation eine Vorabversion. Einzahlungen in den Privatsphäre-Pool brauchen eine Freigabe von StarkWare, und jede Einzahlung wird über den Analyseanbieter Elliptic gegen Sanktionslisten geprüft. Guthaben und Transaktionen eines Shadow Accounts bleiben auf der Blockchain sichtbar, wie Crypto Briefing bei der Vorstellung am 13. Oktober beschrieb. Verborgen wird nur die Verbindung zur Hauptadresse.

Für Anleger zeigt das Update vor allem die Richtung des Projekts: Starknet verbindet Privatsphäre mit einer eingebauten Prüfung gegen Sanktionslisten. Wie viele Apps die Funktion tatsächlich einbauen, ist bislang offen, Zahlen dazu hat Starknet nicht veröffentlicht.

Hand drückt in einem dunklen Büroflur flach gegen eine Milchglaswand, dahinter verschwommene Lichter
Shadow Accounts verbergen die Verbindung zur Hauptwallet, die Guthaben selbst bleiben auf der Blockchain sichtbar.

Restplan bis März 2027: Vier weitere STRK-Tranchen nach dem 15. November

Die Phase mit 127 Millionen STRK im Monat läuft nach dem revidierten Plan bis zum 15. März 2027. Nach der November-Tranche folgen noch vier Termine: der 15. Dezember, der 15. Januar, der 15. Februar und der 15. März. Zusammen mit dem November kommen so noch 635 Millionen STRK auf den Markt, gut 8 Prozent der heutigen Umlaufmenge. Zum aktuellen Kurs wären das rund 25,5 Millionen Dollar.

Laut Tokenomist reicht der gesamte Freigabeplan von Starknet bis ins Jahr 2027. Neben den monatlichen Tranchen für Mitwirkende und Investoren liegen weitere Anteile bei StarkWare, der Starknet Foundation und in Fördertöpfen. Wer STRK länger halten will, sollte die monatlichen Termine kennen: Jeder 15. bis März ist ein Tag mit zusätzlichem Angebot. Starknet ist ein Layer-2-Netzwerk auf Ethereum, und der Kurs läuft derzeit eng mit dem Markt: In den vergangenen 24 Stunden gab STRK 8,6 Prozent ab, Ether 7,7 Prozent.

STRK-Marken nach oben und unten: 0,044 und 0,040 Dollar

Nach oben ist das Wochenhoch vom 31. Oktober bei 0,0440 Dollar die nächste Marke, die der Kurs zurückerobern müsste. Darüber liegt der Tagesschluss vom 24. Oktober bei 0,0480 Dollar, ab dem sich der Abwärtstrend der zweiten Oktoberhälfte verlangsamt hatte. Nach unten ist die runde Marke von 0,0400 Dollar die erste Linie, und der Kurs steht schon unmittelbar darauf. Die Marken sind Beobachtungspunkte aus den bisherigen Kursdaten, weder Kursziele noch eine Empfehlung.

STRK kaufen, staken und versteuern in Deutschland: MiCA, Haltefrist und sieben Tage Wartezeit

Kaufweg mit MiCA-Zulassung

Seit Ende der Übergangsfrist brauchen Kryptoanbieter, die in Deutschland Kunden bedienen, eine Zulassung nach der EU-Verordnung MiCA. MiCA steht für Markets in Crypto-Assets und regelt Zulassung, Verwahrung und Informationspflichten für Kryptodienstleister in der EU. Ob dein Anbieter zugelassen ist, kannst du im öffentlichen Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA nachsehen. Welche Plattformen STRK anbieten und was sie kosten, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen. Gerade bei kleineren Token lohnt der Blick auf den Spread, also den Abstand zwischen Kauf- und Verkaufspreis, weil er bei geringem Umsatz größer ausfällt.

Staking von STRK

Starknet erlaubt Staking: Validatoren hinterlegen laut der Starknet-Dokumentation mindestens 20.000 STRK, kleinere Halter können ihre Token an einen Validator delegieren. Die Belohnungen werden in neu geschaffenen STRK ausgezahlt. Wichtig für die Planung rund um einen Unlock: Wer sein Staking beendet, wartet sieben Tage, bevor die Token wieder verfügbar sind, und erhält in dieser Zeit keine Belohnung. Wer kurzfristig verkaufen will, kommt in dieser Woche nicht an seine Token. Anbieter, die Staking für dich übernehmen, findest du im Vergleich der Staking-Plattformen.

Haltefrist und Steuer

Gewinne aus dem Verkauf von STRK sind in Deutschland nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Innerhalb der Frist gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres. Staking-Belohnungen zählen nach dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025 im Moment des Zuflusses als sonstige Einkünfte, mit einer eigenen Freigrenze von 256 Euro. Die Haltefrist der gestakten Token verlängert sich dadurch nicht. Wer Käufe zu unterschiedlichen Kursen, Staking-Erträge und Verkäufe sauber dokumentieren will, nutzt am besten eines der Krypto-Steuer-Tools.

Hebel und Liquidation

Wer STRK mit Hebel handelt, setzt sich bei Terminen wie einem Unlock einem zusätzlichen Risiko aus. Eine Liquidation ist die Zwangsschließung einer gehebelten Position, wenn die hinterlegte Sicherheit den Verlust nicht mehr deckt. Bei einem Tagesumsatz von 35,8 Millionen Dollar können schon mittelgroße Verkäufe kurze, starke Ausschläge auslösen, die gehebelte Positionen auslöschen, bevor sich der Kurs wieder fängt.

Starknet-Unlock: Bei 14 Prozent eines Tagesumsatzes zählt die Liquidität

Die Freigabe am 15. November bringt dieselbe Menge wie jeden Monat, trifft aber auf einen Markt mit einem Bruchteil des Oktober-Umsatzes. Drei Schritte helfen dir, die Lage für dein eigenes Depot einzuordnen:

  1. Prüfe vor einem Kauf oder Verkauf Spread und Markttiefe deines Handelsplatzes. Eine Übersicht über Gebühren und Angebot liefert der Börsenvergleich.
  2. Plane beim Staking die sieben Tage Wartezeit ein, wenn du rund um den 15. November oder einen der vier folgenden Termine flexibel bleiben willst. Konditionen vergleichst du bei den Staking-Plattformen.
  3. Halte Kaufdatum und Kurs jeder Position fest, damit du die Haltefrist von einem Jahr belegen kannst. Dabei helfen die Steuer-Tools.

(Stand: 6. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Starknet (STRK)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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