Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Shiba Inu: 99,96 Prozent der Token sind im Umlauf, bei XRP erst 63,1 Prozent

Von allen Shiba-Inu-Token, die es geben kann, sind 99,96 Prozent im Umlauf. Bei XRP sind es erst 63,1 Prozent, bei Chainlink 76,7. Was dieser Unterschied für den SHIB-Kurs bedeutet.

Menschenleerer naechtlicher Handelssaal hinter einer Glaswand, auf dem Glas das Shiba-Inu-Zeichen als grosse Spiegelung
9 Min. Lesezeit
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Von allen Shiba-Inu-Token, die es jemals geben kann, sind 99,96 Prozent bereits im Umlauf. Das ist die wichtigste Zahl der Angebotsseite, und sie bedeutet: Bei Shiba Inu wartet kein Paket gesperrter Token darauf, in den Markt zu fallen. Wer SHIB hält, trägt kein Verwässerungsrisiko. Was er trägt, ist das Nachfragerisiko, und zwar vollständig.

Der Kurs stand am Sonntagabend bei 0,00000489 Dollar, umgerechnet 0,00000436 Euro. Über 24 Stunden sind das 2,17 Prozent weniger, über sieben Tage 11,47 Prozent, über dreißig Tage 10,22 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 2,88 Milliarden Dollar, Rang 37 unter allen Kryptowährungen. Alle Zahlen dieses Absatzes stammen aus der Marktdatenbank von CoinGecko.

99,96 Prozent im Umlauf: So steht die Angebotsseite bei Shiba Inu

Die Gesamtmenge beträgt 589,50 Billionen SHIB. Davon zirkulieren 589,24 Billionen. Die Differenz sind 257,44 Milliarden Token, die noch nicht im Umlauf sind. Das klingt nach einer gewaltigen Zahl, bis man sie in Geld umrechnet: Beim aktuellen Kurs sind diese 257,44 Milliarden SHIB zusammen 1,26 Millionen Dollar wert. Der Tagesumsatz liegt bei 36,05 Millionen Dollar. Das gesamte noch ausstehende Angebot entspricht also gut drei Prozent eines einzigen Handelstages.

Praktisch heißt das: Selbst wenn morgen jeder noch nicht zirkulierende Token auf einmal auf den Markt käme, wäre das im Orderbuch kaum zu sehen. Diese Lage ist bei Kryptowährungen die Ausnahme, nicht die Regel.

Was eine Umlaufquote überhaupt aussagt

Die Umlaufquote ist der Anteil der Token, die handelbar sind, an allen Token, die es gibt. Die Zahl dahinter heißt Gesamtmenge und umfasst auch alles, was in Verträgen gesperrt ist, auf Treuhandkonten liegt oder nach einem festen Plan erst später freigegeben wird.

Der Unterschied zwischen beiden Zahlen ist der Teil des Angebots, der dem Markt noch bevorsteht. Je größer er ist, desto mehr neue Verkäufer kann es geben, ohne dass ein einziger Halter seine Meinung ändert. Fachleute sprechen von Verwässerung: Der Kurs muss mehr Kapital anziehen, nur um stehen zu bleiben.

Messing-Sanduhr auf dunkler Steinplatte, im oberen Glas liegt nur noch eine duenne Schicht Sand
Was an neuen Shiba-Inu-Token noch in den Markt kommen kann, entspricht gut drei Prozent eines Handelstages.

Wie ungewöhnlich die Shiba-Inu-Zahl ist, zeigt der Blick auf andere große Token. Alle Werte sind am Sonntagabend bei CoinGecko abgerufen und beziehen sich auf Umlaufmenge gegen Gesamtmenge:

  • Shiba Inu: 99,96 Prozent im Umlauf, ausstehend 257,44 Milliarden SHIB im Wert von 1,26 Millionen Dollar.
  • Dogecoin: 99,99 Prozent, ausstehend 18,49 Millionen DOGE im Wert von 1,43 Millionen Dollar.
  • Solana: 92,68 Prozent, ausstehend 46,59 Millionen SOL im Wert von 4,75 Milliarden Dollar.
  • Chainlink: 76,69 Prozent, ausstehend 233,15 Millionen LINK im Wert von 2,74 Milliarden Dollar.
  • XRP: 63,14 Prozent, ausstehend 36,86 Milliarden XRP im Wert von 46,81 Milliarden Dollar.

Der Abstand ist nicht graduell, sondern grundsätzlich. Bei XRP liegen Token im Gegenwert von 46,81 Milliarden Dollar außerhalb des Umlaufs, mehr als das Sechzehnfache der gesamten Shiba-Inu-Marktkapitalisierung. Ein Teil davon kommt nach festem Plan monatlich frei. Bei Shiba Inu gibt es nichts Vergleichbares, weil es nie einen Freischaltungsplan gab: Die Menge wurde 2020 in einem Zug erzeugt.

Wer das vor einem Kauf selbst nachsehen will, findet beide Zahlen auf jeder Marktdatenseite nebeneinander, meist als Umlaufmenge und Gesamtmenge. Das Verhältnis ist in zehn Sekunden gebildet und sagt mehr über das Risiko der nächsten Monate als jede Chartlinie. Welche Handelsplätze die jeweiligen Token führen und was der Handel dort kostet, steht im Überblick der besten Krypto-Börsen.

Vesting und Cliff: Warum Freischaltungen den Kurs drücken

Ein Freischaltungsplan, im Fachjargon Vesting, verteilt Token zeitlich gestaffelt an Gründer, Investoren und Stiftungen. Ein Cliff ist die Sperrfrist davor: Vor dem Stichtag bewegt sich nichts, danach kommt ein Block auf einmal frei. Beides steht bei seriösen Projekten in den Unterlagen und ist Monate im Voraus bekannt.

Der Mechanismus wirkt in zwei Schritten. Zuerst steigt das handelbare Angebot, ohne dass die Nachfrage mitwächst. Dann verkauft ein Teil der Empfänger, weil die Token für ihn ein Gehalt oder eine Rückzahlung sind, kein Investment. Wie stark der Kurs darauf reagiert, hängt davon ab, wie groß die frei werdende Menge im Verhältnis zum Tagesumsatz ist. Eine Freischaltung in Höhe eines halben Tagesumsatzes ist spürbar, eine in Höhe mehrerer Tagesumsätze verschiebt den Preis.

Genau dieses Risiko entfällt bei Shiba Inu. Es ist der eine Punkt, an dem ein Meme-Coin ohne Firma und ohne Kapitalrunde strukturell besser dasteht als ein durchfinanziertes Protokoll.

41 Prozent sind verbrannt, der Rest bewegt sich kaum

Beim Start 2020 gab es eine Billiarde SHIB, also 1.000 Billionen. Heute liegt die Gesamtmenge bei 589,50 Billionen. Verbrannt sind damit 410,50 Billionen Token oder 41,05 Prozent des ursprünglichen Angebots. Diese Zahl ergibt sich direkt aus der Differenz und lässt sich auf dem öffentlichen Zähler von Shibburn nachvollziehen.

Der Großteil davon stammt aus einem einzigen Vorgang: Vitalik Buterin vernichtete im Mai 2021 rund 410 Billionen SHIB, die ihm das Projekt ungefragt zugeschickt hatte. Was seither laufend verbrannt wird, bewegt sich in der Größenordnung einiger Millionen bis weniger Milliarden Token am Tag. Bei 589,24 Billionen im Umlauf verändert das die Menge in der vierten oder fünften Nachkommastelle.

Betonstaumauer eines randvollen Speicherbeckens bei Nacht, von der Seite angestrahlt
Die Menge steht fest, ein Zulauf fehlt: Beim Kurs entscheidet allein die Nachfrageseite.

Für die Einordnung heißt das: Die Verbrennung ist kein Kurstreiber und war seit 2021 auch keiner mehr. Das hält die Menge stabil, verknappt sie aber nicht. Wer auf eine Verknappung wartet, wartet auf einen Vorgang, der rechnerisch Jahrzehnte bräuchte.

Shibarium: 659 Transaktionen am Tag, der tiefste Stand seit dem 20. September

Die Angebotsseite ist die eine Hälfte. Die andere ist die Frage, wofür die Token gebraucht werden. Shibarium, die zweite Ebene des Projekts, verarbeitete nach einer Auswertung von U.Today zuletzt 659 Transaktionen an einem Tag. Das ist der niedrigste Wert seit dem 20. September 2026.

Eine zweite Ebene ist eine eigene Blockchain, die Transaktionen bündelt und gesammelt auf der Hauptblockchain absichert. Ihr Zweck ist, Gebühren zu senken und Durchsatz zu schaffen. Beides nützt nur, wenn jemand sie benutzt. 659 Transaktionen am Tag sind eine Größenordnung, die ein einzelner aktiver Nutzer in einer Stunde erzeugen kann.

Die beiden Befunde zusammen ergeben das Bild, auf das es ankommt: Von der Angebotsseite droht nichts, von der Nutzungsseite kommt nichts. Der Kurs hängt damit an einem einzigen Faktor, der Nachfrage von außen.

Was seit dem 17. Oktober passiert ist

Am Freitag haben wir an dieser Stelle über den fünften Jahrestag des Rekordkurses geschrieben, der am 27. Oktober ansteht. Damals lag SHIB bei rund 0,00000500 Dollar. Seitdem sind es 0,00000489 Dollar, ein Minus von gut zwei Prozent. Das Tagestief am Sonntag lag bei 0,00000488 Dollar, das Tageshoch bei 0,00000502 Dollar.

Die Marke, die in diesen zwei Tagen gehalten hat, ist 0,00000488 Dollar. Dieser Wert entspricht dem Tagestief und liegt rund 2,8 Prozent unter dem Tageshoch. Darüber hinaus hat sich am Bild nichts verschoben: Der Abstand zum Rekord von 0,00008616 Dollar vom 27. Oktober 2021 beträgt weiterhin 94,3 Prozent.

Haltefrist und Verlustverrechnung: der steuerliche Rahmen in Deutschland

Für Anleger in Deutschland ergibt sich aus der Angebotslage eine konkrete Folge. Wenn kein Freischaltungstermin den Kurs bewegt, gibt es auch keinen Termin, auf den man einen Verkauf legen müsste. Damit wird die Haltefrist zum einzigen Kalender, der zählt.

Nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes sind Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Darunter gilt der persönliche Steuersatz, und es greift eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Freigrenze heißt: Ein Euro darüber macht den gesamten Betrag steuerpflichtig, nicht nur den Überschuss.

Verluste aus solchen Geschäften lassen sich nur mit Gewinnen aus derselben Kategorie verrechnen, nicht mit Zinsen, Dividenden oder Arbeitslohn. Wer SHIB seit Jahresanfang im Minus hält und innerhalb der Jahresfrist verkauft, kann den Verlust also gegen Gewinne aus anderen Krypto-Verkäufen desselben Jahres stellen. Welche Werkzeuge die Anschaffungszeitpunkte sauber nach dem FIFO-Verfahren zuordnen, zeigt unsere Übersicht der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Unsere Einschätzung: Kein Verwässerungsrisiko ersetzt keine Nachfrage

Aus Sicht der Redaktion ist die Umlaufquote von 99,96 Prozent ein echter, aber begrenzter Vorteil. Er ist echt, weil er ein Risiko ausschließt, das bei XRP mit 36,86 Milliarden ausstehenden Token und bei Chainlink mit 233,15 Millionen weiter besteht. Er ist begrenzt, weil ein fehlendes Risiko keine Nachfrage erzeugt.

Die Belege dagegen liegen in denselben Zahlen: 659 Transaktionen am Tag auf Shibarium, ein Tagesumsatz von 36,05 Millionen Dollar bei 2,88 Milliarden Marktkapitalisierung, also 1,25 Prozent Umschlag, und minus 50,53 Prozent auf Jahressicht. Ein Angebot, das nicht wächst, hält den Kurs nicht, wenn die Nachfrage schneller schrumpft. Genau das ist seit zwölf Monaten der Fall.

Wir bewerten damit die Lage, nicht die Anlage: Shiba Inu bleibt ein Meme-Coin ohne Zahlungsströme, und ein Totalverlust ist bei dieser Anlageklasse möglich.

Shiba Inu ohne Unlock-Kalender: Der Kurs hängt allein an der Nachfrage

Drei Dinge lassen sich aus der Angebotslage ableiten:

  1. Das Verhältnis selbst prüfen. Umlaufmenge gegen Gesamtmenge steht bei jedem Token nebeneinander. Liegt die Quote unter 80 Prozent, gehört der Freischaltungsplan vor den Kauf gelesen. Wo welcher Token handelbar ist und zu welchen Gebühren, steht im Überblick der besten Perp-DEX für den Terminhandel.
  2. Die Verwahrung an die Haltefrist anpassen. Wer ein Jahr halten will, braucht keinen Zugriff im Minutentakt. Für Bestände, die liegen bleiben sollen, sind Hardware-Geräte der sicherere Ort; die Modelle stehen im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Die Nachfrageseite beobachten, nicht die Verbrennung. Entscheidend sind Transaktionen auf Shibarium und der Tagesumsatz, nicht die täglich verbrannte Menge. 659 Transaktionen sind der Stand, auf den es jetzt ankommt.

(Stand: 18. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Shiba Inu

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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