Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

VANRY bei Kraken: Die Auszahlung ist bis fünf Minuten nach dem Stichtag gesperrt — was du jetzt tun kannst

Kraken hat die VANRY-Auszahlung bis zum 10. Dezember 2026, 15:05 Uhr UTC gesperrt, fünf Minuten nach dem eigenen Auszahlungsschluss. Verkaufen ist ausgeschlossen, Abziehen gesperrt, und im Dezember folgt die Zwangsliquidation.

Geschlossene Stahlsperre an einem leeren, nachts beleuchteten Bahnsteigzugang
15 Min. Lesezeit
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Wenn du VANRY bei Kraken liegen hast, kannst du den Token dort gerade weder verkaufen noch abziehen. Beide VANRY-Handelspaare sind auf „cancel only" gestellt, und die Auszahlung ist gesperrt. Kraken hat diese Sperre bis zum 10. Dezember 2026, 15:05 Uhr UTC terminiert. Der Auszahlungsschluss des Delistings liegt am selben Tag um 15:00 Uhr UTC. Die Sperre endet also fünf Minuten nach der Frist, die du einhalten müsstest, damit dein Guthaben nicht zwangsweise verkauft wird.

Damit ist jede Handlungsanweisung, die du bisher zu diesem Delisting gelesen hast, für VANRY nicht ausführbar: verkaufen geht nicht, abziehen geht nicht, und Nichtstun führt in die Zwangsliquidation. Was dir bleibt, ist der Nachweis. Dieser Text zeigt, wie die drei Termine zusammenhängen, warum die Sperre nicht von Kraken ausgeht, was der Base-Token mit deinem Guthaben zu tun hat und welche Unterlagen du jetzt anlegst, damit ein Verlust im Dezember überhaupt nachweisbar ist.

Der Stand bei VANRY auf Kraken: cancel only, Kurs null, Auszahlung gesperrt

„Cancel only" ist ein Handelszustand, den Börsen vor einem Delisting setzen. Er bedeutet: Bestehende Orders kannst du nur noch streichen, neue nicht mehr aufgeben. Für VANRY gilt das bei Kraken sowohl im Euro- als auch im Dollar-Paar. Beide Paare stehen am 4. Oktober in diesem Zustand, der letzte gestellte Kurs im Euro-Paar liegt bei null, und auch der Umsatz der vergangenen 24 Stunden ist null. Ein Verkauf ist dort nicht nur unattraktiv, er ist technisch ausgeschlossen.

Das ist kein Einzelfall bei Kraken, sondern ein Muster, das sich über den gesamten Delisting-Zyklus zieht. Wie viele Handelspaare dort gleichzeitig auf diesem Zustand stehen und woran du das bei deinem eigenen Coin erkennst, haben wir Ende September in einem eigenen Beitrag zu gesperrten Handelspaaren bei Kraken aufgeschlüsselt. Für VANRY kommt jetzt eine zweite Sperre dazu, und die ist die teurere der beiden.

Die drei Termine des Kraken-Delistings: 11. September, 10. Dezember und der Liquidationszeitraum

Kraken hat das Delisting im August angekündigt und nennt in seiner Mitteilung drei Stichtage für 21 Werte, darunter VANRY. Einzahlungen und Handel wurden am 11. September 2026 um 14:00 Uhr UTC abgeschaltet. Auszahlungen schließen am 10. Dezember 2026 um 15:00 Uhr UTC. Verbleibende Bestände werden zwischen dem 14. und dem 18. Dezember 2026 automatisch liquidiert. Neben VANRY betrifft das XTER, IR, GAIA, SCA, BNC, SBR, RBC, MIR, JUNO, HDX, ACA, MULTI, RIZE, EPT, MAT, CQT, CXT, BKS, VULT und M.

Die Anweisung der Börse an ihre Kunden ist in dieser Delisting-Mitteilung von Kraken eindeutig formuliert: Wer seine Werte behalten will, soll sie vor dem 10. Dezember abziehen. Den Fristensatz und die betroffenen Werte haben wir Anfang September schon einmal eingeordnet, als nur der Handelsstopp greifbar war; der Überblick dazu steht in unserem Beitrag Kraken streicht 21 Token. Was damals noch nicht absehbar war: Für einen dieser 21 Werte läuft die Abzugsanweisung ins Leere.

Praktisch heißt das für dich, dass sich die Zuverlässigkeit eines Handelsplatzes erst daran zeigt, was passiert, wenn ein Projekt seine Verträge abschaltet. Welche Häuser in Deutschland unter welcher Aufsicht arbeiten und wie sie bei Ein- und Auszahlung aufgestellt sind, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen. Für dein VANRY-Guthaben ändert die Wahl der Börse rückwirkend nichts, für den nächsten Kleinwert aber sehr wohl.

Fünf Minuten Differenz: Warum die Transfersperre über den Auszahlungsschluss hinausreicht

Kraken führt zu VANRY eine eigene Statusmeldung mit dem Titel „VANRY withdrawals on Ethereum blockchain halted". Der Eintrag läuft seit dem 24. September und trägt als Endzeitpunkt den 10. Dezember 2026, 15:05 Uhr UTC. Der Auszahlungsschluss des Delistings liegt fünf Minuten davor. Solange sich an dieser Terminierung nichts ändert, gibt es im gesamten Zeitfenster bis zur Frist keinen Moment, in dem die Auszahlung offen und der Abzug damit möglich wäre.

Die Begründung liefert Kraken selbst: Das VANRY-Team habe alle Transfers auf der Kette gestoppt, und solange diese Transfers ruhen, bleibe die Auszahlung bei Kraken nicht verfügbar. Nachlesen kannst du den Eintrag auf der Statusseite von Kraken. Wichtig für die Einordnung: Die Sperre ist eine Folge der Kettenseite, nicht eine Entscheidung der Börse gegen ihre Kunden. Das macht sie nicht weniger wirksam, verschiebt aber die Frage, wen du ansprechen musst.

Die betroffene Kette ist Ethereum, auf der der alte VANRY-Vertrag liegt. Wer den Token dort hält, hält ihn in einer Fassung, die sich nicht mehr bewegen lässt.

Nächtlicher Leitstand mit dunklen Kontrollpulten und einer einzelnen roten Warnleuchte
Die Transfers liegen still: Die Sperre bei Kraken ist eine Folge der pausierten Verträge, nicht eine Entscheidung des Handelsplatzes.

Vanar hat die Altverträge auf Ethereum und Polygon pausiert

Der Ursprung liegt beim Projekt. Vanar hat seinen Token im August und September 2026 auf die Kette Base umgezogen. Das Umtauschfenster öffnete am 11. August und schloss am 10. September 2026 um 13:00 Uhr UTC. Mitte September bestätigte das Projekt, dass die VANRY-Verträge auf Ethereum und Polygon pausiert sind und der Handel ausschließlich über Base läuft. Die eigene Kette, auf der VANRY ursprünglich lief, begann am 18. September 2026 ihren Rückbau; das Staking für die Validatoren dieser Kette wurde eingestellt.

Diese Reihenfolge ist der Kern des Problems. Das Fenster für den Umtausch war bereits zu, bevor die Auszahlungsfristen der großen Handelsplätze erreicht waren. Wir hatten diese Lücke im August beschrieben, als sie noch eine Rechnung über Wochen war und keine Sperre; die Zeitachse steht in unserem Beitrag zur VANRY-Migration auf Base. Inzwischen ist aus der Lücke ein geschlossener Weg geworden.

Zwei Datensätze, ein Kürzel: Der Base-Token ist ein anderes Asset

Seit der Migration gibt es VANRY zweimal, und das ist für deine Bewertung entscheidend. Bei CoinGecko stehen zwei getrennte Datensätze: „Vanar" für den neuen Token auf Base und „Vanar Chain [OLD]" für die alte Fassung. Der alte Datensatz weist am 4. Oktober eine Marktkapitalisierung von null aus, einen Kurs von 0,00034199 Dollar, einen Umsatz von rund 28 Dollar in 24 Stunden und genau einen verzeichneten Handelsplatz. Der neue Token notiert bei 0,00068289 Dollar, bringt eine Marktkapitalisierung von etwa 2,59 Millionen Dollar auf die Waage und einen Tagesumsatz von rund 1,31 Millionen Dollar.

Das heißt: Was bei Kraken in deinem Konto steht, ist die stillgelegte Fassung. Diese Fassung ist nach dieser Erfassung etwa halb so viel wert wie der Token, der auf Base gehandelt wird, und sie hat praktisch keinen Markt. Eine Börse schreibt dir den neuen Token nicht automatisch gut, wenn sie den Umtausch nicht unterstützt. Binance hat in seiner Delisting-Mitteilung ausdrücklich erklärt, den Umtauschplan nicht zu begleiten und Nutzer an das Portal des Projekts zu verweisen. Für Kraken ist eine Gutschrift des Base-Tokens an keiner Stelle angekündigt.

Ein zweiter Datensatz unter demselben Kürzel ist kein Schönheitsfehler in einer Datenbank. Er ist der Grund, warum ein Kurs, den du irgendwo abliest, nicht der Kurs deines Guthabens sein muss. Wer den Wert seines Bestandes schätzt, sollte deshalb prüfen, auf welchen der beiden Datensätze sich die Anzeige bezieht.

Zwangsliquidation im Dezember: Was „minimal or nil" für deinen Erlös bedeutet

Kraken benennt die Folge selbst und ungewöhnlich deutlich. In der Delisting-Mitteilung heißt es, mehrere der betroffenen Werte hätten eingeschränkte oder inaktive Märkte, weshalb der Erlös einer Liquidation deutlich unter den letzten Referenzkursen liegen könne und in manchen Fällen „minimal or nil" sein werde, also minimal oder null. Diese Formulierung stammt von der Börse, nicht von uns, und sie ist eine Warnung, keine Prognose.

Setzt man sie neben die Umsatzzahl des alten Datensatzes, wird greifbar, was sie praktisch bedeutet: Bei einem Tagesumsatz im Bereich von einigen Dutzend Dollar und einem einzigen verzeichneten Handelsplatz gibt es für größere Stückzahlen keinen Abnehmer, der einen Preis in der Nähe der Anzeige zahlt. Der Erlös eines Zwangsverkaufs hängt dann nicht am Kurs, sondern an der Frage, ob überhaupt jemand kauft.

Für die Reihenfolge deiner Schritte folgt daraus etwas Unangenehmes, aber Klares: Du solltest nicht auf einen guten Liquidationserlös planen. Plane auf einen Nachweis, mit dem du den Verlust steuerlich geltend machen kannst, und behandle jeden Erlös als Bonus.

Aufgeschlagener Aktenordner mit leeren Blättern und ein Tischrechner auf einem Holztisch
Was dir bleibt, ist die Ablage: Stückzahl, Datum und Kursquelle entscheiden später darüber, ob ein Verlust anerkannt wird.

Bestand dokumentieren: Stückzahl, Datum und Kursquelle für die Verlustverrechnung

Ein Verlust, den du nicht belegen kannst, existiert für das Finanzamt nicht. Und anders als bei einem normalen Verkauf bekommst du bei einer Zwangsliquidation keine Abrechnung, die du dir aussuchen kannst. Deshalb gehört die Dokumentation jetzt angelegt, nicht im Dezember.

Hinein gehören fünf Angaben: die Stückzahl deines VANRY-Bestandes mit dem Datum, zu dem du sie festgestellt hast; der Anschaffungszeitpunkt und der Anschaffungspreis jedes Zukaufs; ein Nachweis darüber, dass Handel und Auszahlung gesperrt waren, also ein datierter Beleg des Handelszustands und der Statusmeldung; die Mitteilung der Börse mit den drei Stichtagen; und am Ende die Abrechnung der Liquidation, sobald sie vorliegt. Ein Kontoauszug aus dem Börsenkonto, als Datei gesichert, deckt die ersten beiden Punkte meist ab.

Wer das nicht von Hand führen will, kann es über ein Steuerwerkzeug laufen lassen, das Anschaffungszeitpunkte und Haltefristen je Position mitführt und einen Bestand auch dann noch ausweist, wenn die Börse ihn später aus der Anzeige nimmt. Welche Anbieter deutsche Anschaffungsdaten und Haltefristen abbilden, haben wir im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools zusammengestellt. Entscheidend ist weniger der Anbieter als der Zeitpunkt: Nach der Liquidation lässt sich ein Bestand nicht mehr rekonstruieren, den die Börse nicht mehr anzeigt.

Totalverlust und Haltefrist: Die steuerliche Lage in Deutschland

Ein Zwangsverkauf durch die Börse ist steuerlich ein Verkauf. Für private Anleger in Deutschland fallen Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Kryptowerten unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach § 23 Einkommensteuergesetz. Maßgeblich ist dort die Jahresfrist: Liegen zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als zwölf Monate, bleibt das Ergebnis außer Ansatz, und zwar auch ein Verlust.

Daraus ergibt sich eine Eigenart, die bei langfristigen Positionen oft übersehen wird. Hast du VANRY vor mehr als einem Jahr gekauft, ist ein Verlust aus der Liquidation im Dezember steuerlich in der Regel nicht nutzbar, weil die Position die Haltefrist überschritten hat. Liegt der Kauf weniger als ein Jahr zurück, zählt der Verlust innerhalb der privaten Veräußerungsgeschäfte und lässt sich dort mit Gewinnen desselben Jahres verrechnen; was übrig bleibt, geht in den Verlustvortrag. Verluste aus dieser Kategorie wandern nicht in die Verrechnung mit Aktien oder Zinsen.

Weil es hier auf den einzelnen Anschaffungszeitpunkt ankommt und nicht auf den Gesamtbestand, ist die Aufstellung je Zukauf die eigentliche Arbeit. Das ist der Punkt, an dem eine saubere Ablage über mehrere Hundert Euro entscheiden kann. Eine verbindliche Auskunft zu deinem Fall gibt dir nur eine Steuerberatung, nicht ein Artikel.

Migrationsgutschrift beim Kraken-Support anfragen: Welche Angaben hineingehören

Der zweite Weg, der dir offensteht, ist eine Anfrage beim Support der Börse. Das ist kein Automatismus und keine Zusage, aber sie kostet nichts und erzeugt einen datierten Vorgang, der später Teil deines Nachweises ist. Formuliere sie eng und sachlich: Nenne den Werteintrag, die Stückzahl, den Hinweis auf die eigene Statusmeldung zur gesperrten Auszahlung und die Frage, ob und wie die Börse den migrierten Base-Token für Altbestände gutschreibt oder ob sie den Bestand im Dezember liquidiert.

Zwei Punkte heben die Chance auf eine brauchbare Antwort. Erstens die Frist: Weise darauf hin, dass die Transfersperre nach dem eigenen Fahrplan erst nach dem Auszahlungsschluss endet, und bitte um eine Aussage dazu, wie Kunden die Abzugsanweisung in diesem Zeitfenster erfüllen sollen. Zweitens die Form: Bitte um eine schriftliche Antwort im Ticket und sichere sie als Datei. Eine mündliche Zusage hilft dir im Dezember nicht.

Wenn ein Abzug bei einem anderen Haus noch möglich ist, weil dort ein anderes Netz oder ein anderer Zeitplan gilt, lohnt die Prüfung der Ausweichwege. Wie dünn diese Wege bei delisteten Kleinwerten in der Praxis sind, haben wir für denselben Kraken-Korb schon im August nachgezählt.

Binance beendet die VANRY-Auszahlung am 17. Oktober

Dieselbe Frage trifft eine zweite Gruppe deutlich früher. Binance hat VANRY am 17. August 2026 aus dem Spot-Handel genommen und in seiner Delisting-Mitteilung angekündigt, Auszahlungen des Tokens nach dem 17. Oktober 2026, 03:00 Uhr UTC nicht mehr zu unterstützen. Ab dem 18. Oktober können delistete Werte dort in Stablecoins umgewandelt werden, wobei das Haus diese Umwandlung ausdrücklich nicht garantiert.

Besonders ist die Formulierung zur Kette. Binance hat zugesagt, Auszahlungen über Ethereum und Polygon offen zu halten, bis das Projektteam die Migration abgeschlossen hat. Genau diese beiden Verträge sind inzwischen pausiert. Wer VANRY bei Binance hält, sollte also nicht darauf bauen, dass der Abzug bis zum 17. Oktober verlässlich funktioniert, und das zeitnah selbst feststellen. Die Frist dort liegt rund zwei Monate vor der von Kraken, bei derselben Ausgangslage auf der Kette.

Dass eine Auszahlungsfrist und ein Umtauschfenster bei VANRY nicht zusammenpassen, ist kein neues Muster: Beim Umtausch über KuCoin lief die Rechnung im August ähnlich knapp, wie wir damals für die KuCoin-Auszahlungsfrist nachgerechnet haben.

Der Vorbehalt: Hebt Vanar die Pause auf, öffnet sich der Weg wieder

Eine Einordnung gehört an dieser Stelle dazu, weil sie über deine Erwartung entscheidet. Kraken formuliert die Sperre bedingt: Die Auszahlung bleibe nicht verfügbar, solange die Transfers auf der Kette ruhen. Hebt Vanar die Pause der Altverträge auf, oder entschließt sich Kraken, den Base-Token für Altbestände gutzuschreiben, öffnet sich der Weg wieder. Beides ist an keiner erreichbaren Stelle angekündigt, beides ist aber nach dem Wortlaut möglich.

Daraus folgt: Dein Guthaben ist nach heutigem Stand nicht sicher verloren. Belegt ist etwas Engeres, nämlich dass der Ausweg heute zu ist und bis nach dem Stichtag terminiert bleibt. Wer in den nächsten Wochen einmal pro Monat in die Statusmeldung und in das Börsenkonto schaut, bekommt eine Öffnung mit, falls sie kommt. Wer darauf baut, dass sie kommt, handelt ohne Grundlage.

Was der Fall über die Wahl des Handelsplatzes sagt

Für Anleger in Deutschland steckt in diesem Vorgang eine Lehre, die über VANRY hinausreicht. Eine Lizenz nach der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte regelt, wie ein Anbieter beaufsichtigt wird, welche Informationen er geben muss und wie er Kundenwerte trennt. Eine solche Lizenz verpflichtet ihn nicht, einen Token auszahlbar zu halten, dessen Vertrag das Projekt selbst angehalten hat. Welche Pflichten die Verordnung Anbietern tatsächlich auferlegt, führt unsere Übersicht zu den MiCA-Pflichten für Krypto-Unternehmen auf.

Das Risiko, das hier eintritt, ist kein Regulierungsrisiko, sondern ein Projektrisiko, das über die Börse auf dich durchschlägt. Es trifft kleine Werte mit wenigen Handelsplätzen am härtesten, weil dort eine einzige Entscheidung des Teams genügt, um alle Wege gleichzeitig zu schließen. Wer solche Positionen hält, sollte bei der Gewichtung weniger auf den Kurs schauen als auf die Zahl der voneinander unabhängigen Wege, die aus ihnen herausführen.

Und noch eine Beobachtung aus dem Kalender: Zwischen der Ankündigung eines Delistings und dem Auszahlungsschluss liegen bei Kraken rund drei Monate. Das ist viel Zeit, wenn du sie nutzt. Es ist keine Zeit, wenn die Sperre vom Projekt kommt und das Umtauschfenster schon zu war, bevor die Frist überhaupt begann.

VANRY bei Kraken: Was du daraus mitnimmst

Die Ausgangslage ist unbequem und trotzdem bearbeitbar. Du kannst den Token nicht bewegen, aber du kannst dafür sorgen, dass der Verlust belegt ist, dass eine Anfrage dokumentiert vorliegt und dass dir dasselbe beim nächsten Kleinwert nicht noch einmal passiert.

  1. Bestand und Sperre heute festhalten. Sichere einen Kontoauszug mit Stückzahl und Datum, dazu die Anschaffungsdaten je Zukauf. Ein Werkzeug, das Haltefristen je Position mitführt, nimmt dir die Rechenarbeit ab; die Anbieter stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Support anschreiben und die Antwort sichern. Frage schriftlich nach der Gutschrift des Base-Tokens und danach, wie du die Abzugsanweisung bei gesperrter Auszahlung erfüllen sollst. Hältst du Bestände bei mehreren Häusern, prüfe die Fristen dort einzeln; welche Anbieter unter welcher Aufsicht arbeiten, zeigt der Vergleich der Krypto-Börsen.
  3. Künftige Kleinwerte anders verwahren. Wer Token in eigener Verwahrung hält, hängt bei einem Delisting allein am Projekt und zusätzlich nicht mehr an der Sperre eines Handelsplatzes. Die Geräte dafür stehen im Hardware-Wallet-Vergleich. Das löst das Projektrisiko nicht, halbiert aber die Zahl der Stellen, die dir den Weg versperren können.

(Stand: 4. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu VANRY bei Kraken

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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