ECX-Abspaltung von Bitcoin: Wann der Snapshot bei Blockhöhe 973.728 wirklich fällt
Layertwo Labs kopiert den Bitcoin-Kontostand auf eine neue Kette und schreibt jedem Bitcoin einen ECX gut. Unsere eigene Messung zeigt: Die drei Fork-Stufen hängen an Difficulty-Perioden, und der als 31. Oktober berichtete Snapshot fällt voraussichtlich erst am 1. November.

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Am 20. September und noch einmal Ende Oktober liest eine neue Blockchain den Kontostand von Bitcoin ab und schreibt jedem Bitcoin-Guthaben die gleiche Menge einer neuen Münze namens ECX gut. Dein Bitcoin bleibt dabei unangetastet und bewegt sich nicht. Entscheidend ist allein, wer im Moment des Snapshots die privaten Schlüssel zu deinem Guthaben kontrolliert.
Die Termine, die dazu seit Ende August kursieren, lauten 20. September und 31. Oktober. Wir haben nachgemessen. Der Fahrplan dieser Abspaltung folgt Bitcoin-Blockhöhen; die Kalendertage sind daraus nur abgeleitet. Die drei genannten Höhen sind exakte Grenzen von Schwierigkeitsperioden. Aus der von uns gemessenen Blockrate ergibt sich für den zweiten Snapshot ein Zeitfenster, das erst am 1. November endet. Wer diesen Termin auf die Stunde genau plant, plant auf eine Blockhöhe und nicht auf ein Datum.
Was die ECX-Abspaltung ist und wen der Bitcoin-Snapshot betrifft
Hinter dem Vorhaben steht Layertwo Labs, ein Unternehmen des Entwicklers Paul Sztorc, der seit Jahren an einem Seitenketten-Verfahren namens Drivechain arbeitet. Sztorc hatte dafür die Vorschläge BIP 300 und BIP 301 eingebracht; in Bitcoin selbst wurden sie nie aktiviert. Statt weiter um Zustimmung im Bitcoin-Umfeld zu werben, startet das Unternehmen nun eine eigene Kette, die den Bitcoin-Kontostand als Ausgangspunkt nimmt und die Seitenketten von Beginn an mitbringt. Der Name lautet eCash, das Kürzel ECX.
Betroffen bist du, wenn du Bitcoin hältst. Nach den Angaben des Projekts erhält jede Adresse mit einem Bitcoin-Guthaben auf der neuen Kette denselben Betrag in ECX, also einen ECX je Bitcoin. Der Bitcoin selbst wandert nicht, wird nicht gesperrt und ändert seinen Bestand nicht. Praktisch entsteht eine zweite Buchhaltung, die den Stand deiner Adresse zu einem bestimmten Zeitpunkt kopiert.
Das Muster ist nicht neu. Bitcoin hat mehrere solcher Abspaltungen erlebt, von Bitcoin Cash im Jahr 2017 bis zu der Knots-Abspaltung mit geändertem Rechenverfahren, die Anfang September gestartet ist. Wie sich Halter bei einer Kettenspaltung grundsätzlich verhalten sollten, haben wir in unserem Erklärer zu Bitcoin-Forks beschrieben. Der Unterschied im vorliegenden Fall liegt in der Terminmechanik, und die ist der eigentliche Gegenstand dieses Textes.
Hardfork, Snapshot und Drivechain: die drei Begriffe in je einem Satz
Ein Hardfork ist eine Regeländerung an einer Blockchain, die alte und neue Software unvereinbar macht, sodass ab einem festgelegten Punkt zwei getrennte Ketten weiterlaufen. Ein Snapshot ist die Momentaufnahme aller Guthaben zu einer bestimmten Blockhöhe, die als Startbuchhaltung der neuen Kette dient. Eine Drivechain ist eine Seitenkette, die Bitcoin-ähnliche Münzen aufnimmt, sie unter eigenen Regeln bewegt und später wieder zurückgibt, ohne dass eine Verwahrstelle dazwischensteht.
Wichtig ist die dritte Größe, weil sie erklärt, warum dieses Vorhaben überhaupt unternommen wird. Layertwo Labs kündigt sieben Seitenketten für den Start an, darunter eine für schnelle Zahlungen, eine für abgeschirmte Überweisungen, eine für dezentrale Namen und eine für Prognosemärkte. Die Angaben stammen aus der Berichterstattung von Bitcoin.com vom 23. August und von der Projektseite von eCash.
Unsere Messung vom 2. September: Bitcoin steht bei Block 965.186
Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 2. September 2026 selbst erhoben. Wir haben die öffentlichen Blockdaten von Bitcoin abgerufen und die Zeitstempel einzelner Blöcke ausgelesen, um zwei Fragen zu beantworten: Wann genau ist die erste Stufe der Abspaltung wirksam geworden, und wann fallen die beiden folgenden.
Zum Messzeitpunkt lag die Spitze der Bitcoin-Kette bei Block 965.186 mit dem Zeitstempel 2. September 2026, 15:09:43 UTC. Drei voneinander unabhängige öffentliche Schnittstellen meldeten diese Höhe übereinstimmend. Damit ergibt sich folgender Stand des Fahrplans:
| Stufe | Blockhöhe | Abstand zur Spitze | Stand am 2. September |
|---|---|---|---|
| Alpha | 963.648 | 1.538 Blöcke zurück | bereits erreicht |
| Beta | 967.680 | 2.494 Blöcke voraus | offen |
| Mainnet | 973.728 | 8.542 Blöcke voraus | offen |
Die Alpha-Stufe diente nach Angaben des Projekts dem Test mit Übungsmünzen. Die Beta-Stufe richtet sich an Handelsplätze, Wallet-Anbieter, Verwahrer und Miner. Erst zur dritten Höhe entstehen die dauerhaften ECX-Guthaben.
Die drei Fork-Höhen sind exakte Difficulty-Perioden, keine Kalendertermine
Bitcoin passt die Schwierigkeit des Minings alle 2.016 Blöcke an, im Mittel also etwa alle zwei Wochen. Teilt man die drei genannten Höhen durch 2.016, geht die Rechnung dreimal glatt auf: 963.648 ergibt genau 478, 967.680 genau 480, 973.728 genau 483. Alle drei Stufen liegen damit exakt auf dem ersten Block einer neuen Schwierigkeitsperiode.
Auch die Abstände sind rund. Von Alpha zu Beta liegen 4.032 Blöcke, das sind genau zwei Perioden. Von Beta zum Mainnet liegen 6.048 Blöcke, genau drei Perioden. Der Fahrplan ist also in Perioden getaktet, und die genannten Kalenderdaten sind daraus abgeleitete Schätzungen. In keiner der ausgewerteten Meldungen wird dieser Zusammenhang erwähnt.
Das ist mehr als eine Randnotiz. Ein Termin, der an einer Blockhöhe hängt, verschiebt sich mit der Rechenleistung im Netz. Fällt Hashrate aus, rückt er nach hinten; kommt welche hinzu, rückt er nach vorn. Wer sich vornimmt, kurz vor dem Snapshot noch etwas an seiner Verwahrung zu ändern, arbeitet mit einer Unschärfe von mehreren Stunden.
Alpha-Block 963.648 fiel am 23. August um 00:48 UTC
Um zu prüfen, ob unser Verfahren überhaupt taugt, haben wir es zuerst gegen eine bereits bekannte Marke laufen lassen. Die Berichterstattung nennt für die Alpha-Stufe den 23. August. Unsere Messung datiert Block 963.648 auf den 23. August 2026, 00:48:47 UTC. Der Vorgängerblock 963.647 trägt den Zeitstempel 00:04:05 UTC desselben Tages, zwischen beiden liegen 44 Minuten.
Die Messung trifft die einzige extern vorab genannte Marke im Beobachtungsfenster auf den Tag. Das ist die Gegenprobe auf das Verfahren, nicht nur auf das Ergebnis. Nebenbei zeigt der 44-Minuten-Abstand, wie stark einzelne Blockzeiten schwanken können, obwohl der Zielwert bei zehn Minuten liegt.
Damit steht auch die Frische fest: Die erste von drei Stufen ist vor gut zehn Tagen wirksam geworden, die zweite steht in gut zwei Wochen an. Das Vorhaben läuft, es ist keine Ankündigung mehr.

Warum der Mainnet-Snapshot eher am 1. November fällt als am 31. Oktober
Aus dem Abstand von 8.542 Blöcken und der tatsächlich gemessenen Blockrate lässt sich der Snapshot-Zeitpunkt eingrenzen. Wir haben drei Raten gerechnet: den Sollwert von 600 Sekunden je Block, die laufende Schwierigkeitsperiode und den Mittelwert über die acht vorangegangenen Perioden.
| Grundlage | Sekunden je Block | Beta bei 967.680 | Mainnet bei 973.728 |
|---|---|---|---|
| Sollwert des Protokolls | 600,0 | 19.09., 22:49 UTC | 31.10., 22:49 UTC |
| laufende Periode 478 | 595,4 | 19.09., 19:36 UTC | 31.10., 11:48 UTC |
| Mittel über 16.128 Blöcke | 605,1 | 20.09., 02:20 UTC | 01.11., 10:51 UTC |
Für die Beta-Stufe ergibt sich ein Fenster vom 19. September, 19:36 UTC, bis zum 20. September, 02:20 UTC. Der berichtete 20. September stimmt also, liegt aber am oberen Rand der Spanne; ebenso gut kann die Stufe noch am Abend des 19. erreicht werden. In deutscher Zeit ist das der späte Abend des 19. oder die Nacht zum 20. September.
Für den Mainnet-Snapshot spannt sich das Fenster vom 31. Oktober, 11:48 UTC, bis zum 1. November, 10:51 UTC. Der als 31. Oktober berichtete Termin markiert damit die untere Kante. Rechnet man mit der Rate, die Bitcoin über die vergangenen acht Schwierigkeitsperioden tatsächlich gehalten hat, landet der Snapshot im Laufe des 1. November. Das ist keine Prognose auf die Minute, sondern eine Spanne von knapp einem Tag, und genau als solche gehört sie in deinen Kalender.
Was die gemessene Blockrate über die Genauigkeit solcher Termine sagt
Wir haben die acht Schwierigkeitsperioden vor der laufenden einzeln ausgewertet, zusammen 16.128 Blöcke. Die Werte streuen erheblich:
| Periode | Beginn | Sekunden je Block | Abweichung vom Soll |
|---|---|---|---|
| 470 | 2. Mai 2026 | 582,0 | −3,00 Prozent |
| 471 | 15. Mai 2026 | 590,1 | −1,65 Prozent |
| 472 | 29. Mai 2026 | 667,7 | +11,28 Prozent |
| 473 | 14. Juni 2026 | 560,0 | −6,67 Prozent |
| 474 | 27. Juni 2026 | 632,4 | +5,40 Prozent |
| 475 | 11. Juli 2026 | 604,8 | +0,80 Prozent |
| 476 | 25. Juli 2026 | 594,2 | −0,97 Prozent |
| 477 | 8. August 2026 | 609,3 | +1,55 Prozent |
Die schnellste Periode brauchte 560 Sekunden je Block, die langsamste 667,7. Zwischen diesen beiden Extremen liegen fast 19 Prozent. Über alle acht Perioden gemittelt kommt Bitcoin auf 605,07 Sekunden und liegt damit 0,84 Prozent über dem Sollwert. Die laufende Periode 478 ist mit 595,4 Sekunden etwas schneller unterwegs.
Rechne das auf 8.542 Blöcke hoch, und du siehst, woher die Unschärfe kommt. Ein Prozent Abweichung entspricht auf dieser Strecke etwa 14 Stunden. Wenn ein Projekt einen Snapshot in Blockhöhen ansetzt und die Presse daraus ein Kalenderdatum macht, geht diese Unschärfe unterwegs verloren. Vorhanden bleibt sie trotzdem.
Selbstverwahrung oder Börse: Wer beim ECX-Snapshot gutgeschrieben bekommt
Nach den Angaben des Projekts richtet sich die Zuteilung nach der Adresse, auf der dein Bitcoin zum Snapshot-Zeitpunkt liegt. Kontrollierst du die privaten Schlüssel selbst, kannst du die entsprechenden ECX auf der neuen Kette bewegen, sobald deren Software das zulässt. Liegt dein Bitcoin dagegen bei einer Börse oder einem Verwahrer, wird das Guthaben der Sammeladresse dieses Anbieters zugeschrieben.
Daraus folgt der einzige Punkt, an dem du in den kommenden Wochen überhaupt etwas entscheiden musst. Ob ein Verwahrer die neue Münze an seine Kundschaft weiterreicht, liegt allein bei ihm. Manche Anbieter haben bei früheren Abspaltungen gutgeschrieben, andere haben es ausdrücklich abgelehnt, und wieder andere haben monatelang nichts gesagt. Eine Verpflichtung dazu gibt es nicht.
Wer sichergehen will, verwahrt seine Bitcoin zum Stichtag selbst. Das ist keine Empfehlung, kurzfristig etwas umzuräumen, denn jede Bewegung von Guthaben bringt eigene Risiken und in Deutschland unter Umständen steuerliche Folgen. Wenn du ohnehin mit dem Gedanken spielst, einen Teil deines Bestands aus der Verwahrung eines Anbieters zu holen, findest du die Geräte und ihre Unterschiede in unserem Vergleich der Hardware-Wallets.
Und falls du deinen Bestand bewusst auf einem Handelsplatz lässt: Frag dort nach, bevor die Beta-Stufe erreicht ist. Anbieter entscheiden solche Fragen in der Regel erst, wenn sie absehen können, ob die neue Kette überhaupt handelbare Liquidität bekommt. Eine frühe Anfrage verändert daran nichts, dokumentiert aber deinen Anspruch.
ECX ist nicht XEC: Die Namensverwechslung, die Geld kosten kann
Es gibt seit 2021 eine Kryptowährung namens eCash mit dem Kürzel XEC. Diese ältere Münze ging aus Bitcoin Cash hervor, hat mit dem hier beschriebenen Vorhaben nichts zu tun und wird auf vielen Handelsplätzen geführt. Das neue Projekt trägt denselben Namen und ein anderes Kürzel.
Diese Doppelbelegung ist eine offene Einladung für Verwechslungen, und die laufen in der Praxis in beide Richtungen. Wer ECX kaufen will und XEC bekommt, hat etwas anderes gekauft, als er wollte. Wer nach dem Snapshot ein Handelsangebot für ECX sieht, sollte prüfen, welches Kürzel dort tatsächlich gehandelt wird und auf welcher Kette es liegt. Bitcoin.com weist in seiner Meldung ausdrücklich auf diese Verwechslungsgefahr hin.

Fork-Coins und deutsche Steuer: Haltefrist, Anschaffungskosten und Paragraf 23
Für deutsche Anleger ist die steuerliche Behandlung der interessantere Teil, und sie ist seit dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025 mit dem Aktenzeichen IV C 1 - S 2256/00042/064/043 verhältnismäßig klar geregelt.
Der Zufluss der neuen Münzen aus einem Hardfork führt im Privatvermögen für sich genommen nicht zu Einkommen. Es entsteht also kein steuerpflichtiger Vorgang allein dadurch, dass dir ECX zugeteilt werden. Maßgeblich wird die Sache erst beim Verkauf.
Dabei gilt eine Regel, die vielen Haltern zugutekommt: Als Anschaffungszeitpunkt der neuen Münzen zählt der Anschaffungszeitpunkt der ursprünglichen Münzen. Deine ECX erben also das Kaufdatum deiner Bitcoin. Hältst du deine Bitcoin bereits länger als ein Jahr, ist damit auch ein späterer Verkauf der zugeteilten ECX nach der Regel des Paragraf 23 EStG im Wortlaut steuerfrei. Hast du dagegen erst vor wenigen Monaten gekauft, läuft die Jahresfrist für beide Bestände gemeinsam.
Die Anschaffungskosten deiner ursprünglichen Bitcoin werden nach dem BMF-Schreiben auf beide Bestände aufgeteilt, und zwar im Verhältnis der Marktkurse zum Zeitpunkt der Abspaltung. Praktisch heißt das: Solange ECX kaum etwas wert ist, verschiebt sich fast nichts. Bekommt die neue Münze aber einen nennenswerten Kurs, sinken rechnerisch die Anschaffungskosten deiner Bitcoin, und ein späterer Verkauf innerhalb der Jahresfrist fällt entsprechend höher aus. Für Gewinne aus Veräußerungsgeschäften gilt daneben die Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr.
Der ganze Vorgang ist ein guter Anlass, die eigene Buchführung zu prüfen. Wer seine Anschaffungsdaten sauber dokumentiert hat, kann die Jahresfrist belegen; wer das nicht hat, steht bei einer Rückfrage des Finanzamts schlecht da. Welche Programme diese Aufteilung nach einem Fork überhaupt abbilden, zeigt unsere Übersicht der Krypto-Steuer-Tools. Und noch einmal deutlich: Dieser Abschnitt ersetzt keine steuerliche Beratung im Einzelfall.
Betrugsmuster rund um Fork-Snapshots: Woran du eine falsche Claim-Seite erkennst
Jede angekündigte Abspaltung zieht Betrugsversuche nach sich, und das Muster ist seit Jahren dasselbe. Es taucht eine Seite auf, die verspricht, deine neuen Münzen für dich freizuschalten, und verlangt dafür deine Wiederherstellungswörter oder einen privaten Schlüssel. Wer das eingibt, verliert nicht die neue Münze, sondern seinen Bitcoin.
Die Regel dagegen ist einfach und kennt keine Ausnahme: Eine Zuteilung aus einem Snapshot verlangt niemals die Eingabe deiner Wiederherstellungswörter auf einer Webseite. Der Snapshot liest öffentliche Daten aus der Bitcoin-Blockchain; niemand braucht dazu deine Schlüssel, und du selbst brauchst sie erst, wenn du die neuen Münzen später tatsächlich bewegen willst.
Zwei weitere Warnzeichen: Zeitdruck und Vorkasse. Wer dir erzählt, das Fenster schließe in wenigen Stunden, will verhindern, dass du nachdenkst. Wer eine Gebühr in Bitcoin verlangt, um die neuen Münzen freizuschalten, hat den Betrug bereits eingebaut. Bei der Knots-Abspaltung Anfang September lief das gleiche Muster, wie wir in unserem Bericht zur BLAKE2b-Abspaltung beschrieben haben.
Was Bitcoin-Halter jetzt konkret prüfen sollten
Der wichtigste Satz zuerst: Es besteht kein Handlungszwang. Dein Bitcoin bleibt unberührt, egal wie diese Abspaltung ausgeht, und ob ECX überhaupt einen Marktwert bekommt, weiß heute niemand.
Sinnvoll ist trotzdem eine kurze Bestandsaufnahme. Kläre erstens, wo dein Bitcoin liegt und wer die Schlüssel hält. Frage zweitens bei deinem Anbieter nach, ob eine Gutschrift geplant ist, falls dein Bestand dort verwahrt wird. Prüfe drittens, ob deine Anschaffungsdaten vollständig dokumentiert sind, weil davon die Jahresfrist für beide Bestände abhängt. Und lege viertens fest, dass du auf keiner Seite Wiederherstellungswörter eingibst, was auch immer dort versprochen wird.
Wer seinen Bestand ohnehin auf mehrere Verwahrwege verteilen wollte, hat mit dem Snapshot einen natürlichen Anlass, das jetzt in Ruhe zu tun statt in der Woche davor. Eine Umschichtung unter Zeitdruck ist die schlechtere Variante, unabhängig davon, was am Ende dabei herauskommt.
Wie du die Blockhöhe in einer Minute selbst nachsiehst
Du musst uns nichts glauben, und du brauchst dafür kein Werkzeug. Öffne einen der öffentlichen Block-Explorer, etwa mempool.space oder blockstream.info, und lies die aktuelle Blockhöhe ab. Ziehe sie von 967.680 ab, dann kennst du den Abstand zur Beta-Stufe; ziehe sie von 973.728 ab, dann kennst du den Abstand zum Mainnet-Snapshot.
Die Umrechnung in Zeit ist eine einfache Multiplikation. Rechne den Abstand mal zehn Minuten für den optimistischen Rand und mal etwa 605 Sekunden für den realistischeren Mittelwert. Zwischen beiden Ergebnissen liegt dein Zeitfenster. Wir haben für diesen Artikel nichts anderes getan, nur mit mehr Stützstellen.
Wer es genauer will, sieht sich auf demselben Weg die Zeitstempel der Blöcke 963.648 und 961.632 an. Der Abstand zwischen zwei Periodengrenzen, geteilt durch 2.016, ergibt die Blockrate der dazwischenliegenden Periode.
Wie wir gemessen haben und was wir nicht messen konnten
Erhebungsdatum ist der 2. September 2026, die Abrufe liefen zwischen 15:40 und 15:55 UTC. Als Methode diente der Abruf einzelner Bitcoin-Blöcke über öffentliche Schnittstellen und die Auswertung ihrer Zeitstempel; die aktuelle Kettenspitze wurde zusätzlich gegen zwei weitere unabhängige Anbieter gegengeprüft. Geprüft wurden 19 einzeln abgerufene Blöcke, darunter neun Periodengrenzen zur Ratenmessung über 16.128 Blöcke, die laufende Periode mit 1.538 Blöcken sowie der Alpha-Block und sein Vorgänger zur Datierung.
Nicht prüfen konnten wir mehrere Punkte, und die gehören offen benannt. Wir wissen erstens nicht, ob Layertwo Labs den Fahrplan noch ändert; die Blockhöhen stammen aus der Berichterstattung und der Projektseite, nicht aus einem von uns eingesehenen Code-Stand. Wir wissen zweitens nicht, welche Börsen oder Verwahrer ECX gutschreiben werden, weil dafür bislang keine belastbaren Zusagen vorliegen. Wir wissen drittens nicht, ob die neue Kette nach dem Start ausreichend Rechenleistung findet, um stabil zu laufen. Wir haben viertens keine Aussage zum künftigen Marktwert von ECX getroffen, weil sich aus einer Blockmessung kein Kurs ableiten lässt. Und wir können fünftens nicht sagen, ob deine konkrete Wallet-Software die neuen Guthaben später anzeigen wird.
Zur Verteilung der neuen Münzen berichtet der Branchendienst gncrypto, rund 1,1 Millionen ECX entfielen auf Adressen mit dem sogenannten Patoshi-Muster, von denen etwa 600.000 zugeordnet blieben und rund 500.000 an frühe Investoren und die Entwicklung umgeleitet würden. Diese Angabe haben wir nicht selbst geprüft und geben sie ausschließlich zugeschrieben wieder; sie ist im Bitcoin-Umfeld umstritten. Für deinen eigenen Bestand ist sie ohne Belang.
Häufige Fragen zur ECX-Abspaltung und zum Bitcoin-Snapshot
Muss ich meine Bitcoin vor dem Snapshot bewegen?
Nein. Eine Bewegung ist gerade nicht nötig und kann in Deutschland sogar steuerliche Folgen auslösen. Entscheidend ist allein, wer zum Zeitpunkt des Snapshots die Schlüssel zu der Adresse hält, auf der dein Guthaben liegt.
Bekomme ich ECX, wenn mein Bitcoin bei einer Börse liegt?
Das entscheidet die Börse. Die Zuteilung geht an die Adresse des Verwahrers, und ob er sie an dich weiterreicht, ist seine Sache. Eine rechtliche Verpflichtung dazu besteht nicht.
Wann genau fällt der Snapshot?
Er fällt bei Blockhöhe 973.728, nicht zu einer festen Uhrzeit. Nach unserer Messung liegt dieser Punkt zwischen dem 31. Oktober mittags und dem 1. November mittags UTC, je nachdem, wie schnell die Blöcke bis dahin gefunden werden.
Ist ECX dasselbe wie XEC?
Nein. XEC ist eine bestehende Kryptowährung, die aus Bitcoin Cash hervorgegangen ist. ECX ist das Kürzel der hier beschriebenen neuen Kette. Beide tragen den Namen eCash, sind aber verschiedene Projekte.
Ist die Zuteilung von ECX steuerpflichtig?
Der Zufluss selbst löst im Privatvermögen keine Steuer aus. Maßgeblich ist der spätere Verkauf, und dafür erben die neuen Münzen nach dem BMF-Schreiben vom 6. März 2025 das Anschaffungsdatum deiner Bitcoin.
ECX-Snapshot prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Kläre deine Verwahrung, bevor die Beta-Stufe erreicht ist. Wer die Schlüssel hält, entscheidet, wem die neue Münze zugeschrieben wird. Welche Geräte dafür taugen und worin sie sich unterscheiden, steht in unserem Vergleich der Hardware-Wallets.
- Bring deine Anschaffungsdaten in Ordnung. Die zugeteilten ECX erben das Kaufdatum deiner Bitcoin, und die Aufteilung der Anschaffungskosten musst du im Zweifel belegen können. Welche Programme das nach einem Fork abbilden, zeigt die Übersicht der Krypto-Steuer-Tools.
- Frag deinen Handelsplatz schriftlich nach seiner Absicht. Liegt dein Bestand verwahrt, ist das der einzige Weg zu einer verbindlichen Auskunft. Wo dein Anbieter im Feld steht und welche Alternativen es gibt, findest du in unserer Übersicht der Krypto-Börsen.
(Stand: 2. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.































