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Bitcoin Prognose: 132.411 Bitcoin hängen am Verfall vom 25. Dezember: Sind 100.000 Dollar noch drin?

Analyse: Am 25. Dezember laufen die größten Bitcoin-Optionen des Jahres aus. Das Buch zeigt, wo der Markt mit seinem Geld steht, und wo er es nicht tut.

Menschenleere Abflughalle eines Flughafens bei Nacht, die grosse Anzeigetafel ueber der Abfertigung ist schwarz und leer, im polierten Steinboden liegt das Bitcoin-Zeichen als grosse Messing-Intarsie
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Am 25. Dezember um 8 Uhr morgens laufen auf der Optionsbörse Deribit 132.411 Bitcoin an offenen Kontrakten aus. Das sind beim Kurs von 82.009 Dollar am Donnerstagmittag rund 10,9 Milliarden Dollar, und es ist der zweitgrößte Verfallstermin, der derzeit im Buch steht. Wer wissen will, wo der Markt Bitcoin zum Jahreswechsel vermutet, findet in diesem Buch die ehrlichste Antwort, die es gibt: nicht eine Meinung, sondern Geld, das jemand hingelegt hat.

Belegt ist: Der rechnerische Schwerpunkt dieses Verfalls liegt bei 78.000 Dollar, also 4.009 Dollar unter dem heutigen Kurs, während 35.862 Bitcoin an Kaufoptionen auf Basispreisen von 100.000 Dollar und darüber liegen. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Diese beiden Zahlen widersprechen sich nur scheinbar, und zusammengenommen beschreiben sie einen Markt, der sich nach unten absichert und nach oben billig hofft.

Wie sich die Lage auf Sicht von Monaten einordnet, hält unsere Bitcoin Prognose laufend nach. Dieser Text nimmt sich den einen Termin vor, der im Dezember alles bündelt.

Was am 25. Dezember verfällt: 132.411 Bitcoin in offenen Kontrakten

Eine Option ist ein Recht, kein Zwang. Wer eine Kaufoption hält, einen Call, darf Bitcoin am Stichtag zum vereinbarten Basispreis beziehen. Wer eine Verkaufsoption hält, einen Put, darf zu diesem Preis abgeben. Läuft der Kontrakt aus, ohne dass sich das lohnt, verfällt er wertlos. Offene Kontrakte, im Fachjargon Open Interest, sind alle Rechte, die an einem Termin noch bestehen.

Für den 25. Dezember stehen laut Deribit-Buch vom 22. Oktober, 12:45 Uhr, 82.148 Bitcoin an Calls und 50.262 Bitcoin an Puts. Das Verhältnis von Puts zu Calls beträgt 0,61. In der Summe sind es 132.411 Bitcoin. Nur der Monatsverfall am 30. Oktober ist mit 136.292 Bitcoin noch etwas schwerer, und der ist in acht Tagen Geschichte.

Die Zahl wirkt groß, und sie relativiert sich schnell. Im Umlauf sind rund 19,9 Millionen Bitcoin. Der Dezemberverfall deckt also knapp 0,7 Prozent davon ab. Was ihn trotzdem wichtig macht, ist die Konzentration: Dieses Geld liegt nicht gleichmäßig verteilt, sondern ballt sich an wenigen Basispreisen, und genau dort entstehen die Marken, an denen sich der Kurs im Dezember reiben wird.

Max Pain bei 78.000 Dollar: Was die Zahl aussagt und was nicht

Max Pain ist der Kurs, bei dem die Summe aller offenen Kontrakte am Verfallstag den geringsten inneren Wert hat. Für diesen Termin liegt er bei 78.000 Dollar. Anders gesagt: Schlösse Bitcoin am 25. Dezember genau dort, verfiele so viel wie möglich wertlos, und die Stillhalter, also die Verkäufer der Optionen, behielten so viel Prämie wie nie sonst.

Hier ist Vorsicht angebracht, denn der Begriff wird regelmäßig überdehnt. Max Pain ist keine Prognose und keine Zielmarke. Er ist eine Momentaufnahme eines Bestands, der sich täglich verschiebt, und er sagt nichts darüber, ob jemand den Kurs dorthin treiben kann oder will. Bei einem Markt mit über 1,6 Billionen Dollar Marktwert bewegt ein Optionsbuch über 10,9 Milliarden Dollar den Kurs nicht im Alleingang.

Was die Zahl leistet, ist eine andere Auskunft. Die Kennzahl zeigt, wo das Gewicht des Buches liegt. 78.000 Dollar unter dem aktuellen Kurs heißt: Die Masse der verkauften Optionen wurde zu Zeiten geschrieben, als Bitcoin tiefer notierte oder tiefer erwartet wurde. Der Markt hat sich seitdem nach oben bewegt, das Buch ist diesem Weg nur teilweise gefolgt.

Saeulendiagramm der offenen Bitcoin-Optionskontrakte zum Verfall am 25. Dezember 2026, blaue Saeulen fuer Calls und rote Saeulen fuer Puts je Basispreis-Band, mit Markierungen fuer Kurs und Max Pain
Das Buch zum 25. Dezember in Bändern von je 10.000 Dollar. Links die Absicherung, rechts die Hoffnung.

Die Call-Wand ab 100.000 Dollar: 35.862 Bitcoin auf weit entfernte Basispreise

Das Diagramm oben zeigt eine Verteilung mit zwei Schwerpunkten. Der erste liegt dicht am Geschehen: Im Band zwischen 80.000 und 89.999 Dollar stehen 22.482 Bitcoin an Calls und 5.524 an Puts. Allein auf dem runden Basispreis von 80.000 Dollar liegen 11.287 Bitcoin, der größte Einzelposten des gesamten Termins.

Der zweite Schwerpunkt liegt weit oben. Auf 100.000 Dollar und darüber verteilen sich 35.862 Bitcoin an Calls, das sind 43,7 Prozent aller Kaufoptionen dieses Termins. Auf dem Basispreis von 100.000 Dollar allein stehen 6.089 Bitcoin, auf 120.000 Dollar weitere 5.958.

Diese Positionen sind billig, und darin liegt ihre Aussage. Bitcoin müsste bis zum 25. Dezember um 22 Prozent steigen, um die 100.000 Dollar überhaupt zu erreichen, und um 46 Prozent, um die 120.000 zu knacken. Optionen auf solche Strecken kosten wenig, weil sie selten aufgehen. Dass so viele davon im Buch liegen, zeigt Hoffnung mit kleinem Einsatz, nicht Überzeugung mit großem. Das Allzeithoch von 126.080 Dollar stammt vom 6. Oktober 2025 und ist seitdem nicht wieder erreicht worden.

Die Put-Seite bis 70.000 Dollar: 37.229 Bitcoin Absicherung nach unten

Spiegelbildlich sieht die Unterseite aus, und sie ist der ernstere Teil des Buches. Auf Basispreisen von 70.000 Dollar und darunter liegen 37.229 Bitcoin an Verkaufsoptionen, also 74,1 Prozent aller Puts dieses Termins. Bis 60.000 Dollar hinunter sind es noch 30.313 Bitcoin. Der dicke Einzelposten steht bei 60.000 Dollar mit 6.784 Bitcoin.

Puts auf 60.000 Dollar kauft niemand, weil er mit diesem Kurs rechnet. Er kauft sie, weil er einen Bestand hat, den er nicht verkaufen will, und weil ihm ein Einbruch um 27 Prozent zu teuer wäre. Diese Verteilung ist typisch für Halter, die absichern, nicht für Spekulanten, die auf fallende Kurse setzen. Das Verhältnis von Puts zu Calls von 0,61 stützt das: Es gibt deutlich mehr Kaufoptionen als Verkaufsoptionen im Buch.

Zwischen 70.000 und 90.000 Dollar wird es dünn. Genau in diesem Korridor bewegt sich der Kurs gerade, und genau dort hat das Optionsbuch am wenigsten zu sagen. Wer im Dezember mit ruhigen Wochen rechnet, findet dafür im Buch keinen Widerspruch.

Wie ein Verfallstermin überhaupt auf den Kurs wirkt

Der Mechanismus ist unspektakulärer, als er oft dargestellt wird. Wer eine Option verkauft, trägt das Risiko und sichert es am Kassamarkt ab. Steigt der Kurs auf einen Basispreis zu, an dem viele Calls liegen, muss der Stillhalter mehr Bitcoin halten, um lieferfähig zu bleiben, und kauft nach. Fällt der Kurs, verkauft er wieder. Diese laufende Nachjustierung heißt Delta-Hedging.

In der Nähe großer Basispreise wirkt das meistens dämpfend, weil die Absicherungskäufe und Absicherungsverkäufe gegen die Bewegung laufen. Bricht der Kurs dagegen durch eine Häufung hindurch, kann derselbe Mechanismus die Bewegung verstärken, weil alle Stillhalter in dieselbe Richtung nachkaufen müssen. Bei 80.000 Dollar liegt mit 11.287 Bitcoin die größte solche Häufung dieses Termins.

Wichtig für die Einordnung: Dieser Effekt ist am stärksten in den Tagen unmittelbar vor dem Verfall, nicht zwei Monate davor. Für den heutigen Kurs sagt das Dezemberbuch wenig. Für die Woche um Weihnachten sagt es viel. Wer mit Hebelprodukten auf solche Termine zugeht, sollte die Kosten der Plattform kennen; welche Anbieter wie abrechnen, zeigt unser Vergleich der Perp-DEX-Plattformen.

Terminkurs 82.763 Dollar: Was der Dezember-Future über die Erwartung verrät

Neben dem Optionsbuch lohnt ein zweiter Blick, auf den Terminmarkt. Der Dezember-Future auf Deribit stand am Donnerstagmittag bei 82.763 Dollar und damit 0,92 Prozent über dem Kassakurs. Aufs Jahr gerechnet entspricht das rund 5,5 Prozent. Der Juni-Future 2027 liegt mit 84.936 Dollar 3,58 Prozent über dem Kassakurs, eine ähnliche Jahresrate.

Diese Struktur heißt Contango und ist der Normalzustand: Wer Bitcoin auf Termin kauft, bindet kein Geld und zahlt dafür einen Aufschlag. Spannend wird es erst im Vergleich zum Zinsniveau. Das Zielband der US-Notenbank liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Der Terminmarkt zahlt also etwas mehr als den risikolosen Zins, aber nicht viel. In euphorischen Phasen lagen diese Aufschläge schon jenseits von 15 Prozent im Jahr.

Dazu passt die Finanzierungsrate des unbefristeten Kontrakts von 0,0026 Prozent je acht Stunden. Der Wert ist leicht positiv, was bedeutet, dass die Käufer die Verkäufer bezahlen, aber sie ist weit von den Werten entfernt, die einen überhitzten Markt anzeigen. Auch der Volatilitätsindex DVOL steht mit 37,9 im unteren Bereich seiner üblichen Spanne.

Monumentales klassizistisches Saeulenportal einer Notenbank bei Nacht im Gegenlicht, die schwere Bronzetuer zwischen den Saeulen ist geschlossen, davor nasses Kopfsteinpflaster
Zwei Tage vor dem Oktoberverfall entscheidet die US-Notenbank über den Leitzins.

Der Zinsentscheid am 28. Oktober liegt zwei Tage vor dem Oktoberverfall

Bevor der Dezembertermin relevant wird, steht ein näherer an. Die US-Notenbank tagt laut ihrem eigenen Kalender am 27. und 28. Oktober, der Beschluss kommt am Mittwoch, dem 28. Oktober. Zwei Tage später, am 30. Oktober, verfallen die 136.292 Bitcoin des Oktobertermins.

Diese Reihenfolge ist für die kommenden Wochen die wichtigere. Der Zinsentscheid liefert den Anlass, der Verfall die Verstärkung. Fällt die Entscheidung anders aus als erwartet, trifft die Reaktion auf ein Buch, dessen Stillhalter unmittelbar davor noch nachjustieren müssen.

Für den Dezemberverfall heißt das: Er wird sein Gesicht bis dahin mehrfach ändern. Open Interest ist kein feststehender Betrag. Nach dem 30. Oktober rollen viele Positionen in den Dezember weiter, und das Bild, das heute gilt, kann in vier Wochen deutlich anders aussehen.

Was sich seit unserer Prognose vom 21. Oktober verändert hat

Am 21. Oktober haben wir an dieser Stelle über die Anpassung der Mining-Schwierigkeit geschrieben und als nächstes Ziel 83.691 Dollar genannt. Dieses Ziel wurde erreicht. Der Kurs stieg bis auf 84.808 Dollar und fiel danach zurück, am Donnerstagmittag steht er bei 82.009 Dollar. Die ganze Rechnung von damals steht in unserer Prognose zur Mining-Schwierigkeit vom 21. Oktober.

Offen geblieben ist die Gegenprobe: Der Ausbruch hat nicht gehalten. Innerhalb von 24 Stunden ging es von 84.808 Dollar auf ein Tief von 81.607 Dollar, ein Abstand von 3,9 Prozent, und der Kurs liegt jetzt wieder im alten Korridor. Für die Marken bedeutet das eine klare Verschiebung. 84.808 Dollar ist von einem Ziel zu einem Widerstand geworden, und 81.607 Dollar ist die frische Unterstützung, die als erstes geprüft werden wird.

Neu hinzugekommen ist der Blick über den Jahreswechsel hinaus, den dieser Text liefert. Die Marken des Dezemberbuches liegen deutlich weiter auseinander als die Tagesmarken: unten 70.000 Dollar als Beginn der dichten Absicherung, oben 100.000 Dollar als Beginn der Hoffnungszone.

Unsere Einschätzung: Der Optionsmarkt preist kein Jahresendfeuerwerk

Aus Sicht der Redaktion zeigt dieses Buch einen nüchternen Markt. Dafür spricht dreierlei, und alles davon steht oben mit Zahlen: Der Schwerpunkt bei 78.000 Dollar liegt unter dem Kurs, die Absicherung drängt sich mit 37.229 Bitcoin unter 70.000 Dollar, und der Terminaufschlag von 5,5 Prozent im Jahr liegt kaum über dem Leitzins. Ein Markt, der mit einer Jahresendrallye rechnet, sieht anders aus.

Dagegen spricht die Call-Seite. 35.862 Bitcoin auf Basispreisen ab 100.000 Dollar sind keine Kleinigkeit, und sie sind billig gekauft. Sollte ein Anlass kommen, der stark genug ist, würden genau diese Positionen die Bewegung verstärken, weil die Stillhalter dann auf dem Weg nach oben kaufen müssen. Die Richtung bleibt damit offen, nur die Kosten der beiden Szenarien sind heute unterschiedlich verteilt.

Was daraus folgt, ist keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung, sondern ein Rahmen. Zwischen 70.000 und 100.000 Dollar hat das Dezemberbuch wenig Gewicht. Innerhalb dieser Spanne wird der Kurs von anderem getrieben, vom Zinsentscheid, von den Fondsströmen, von der Nachrichtenlage. Erst an den Rändern meldet sich das Optionsbuch zu Wort.

Jahresverfall am 25. Dezember: Drei Marken für dein Jahresende

Für einen Anleger in Deutschland lässt sich das in drei konkrete Punkte übersetzen.

  1. Die Marken notieren, nicht die Meinung. 81.607 Dollar als frische Unterstützung, 84.808 Dollar als neuer Widerstand, 70.000 und 100.000 Dollar als Ränder des Dezemberbuches. Wer eine Order plant, setzt sie an diesen belegten Punkten an und nicht an runden Zahlen. Wo du zu welchen Gebühren handelst, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Das Kaufdatum jedes Bestands heraussuchen. Wer vor dem Jahreswechsel über einen Verkauf nachdenkt, braucht zuerst das Datum, an dem die jeweilige Position gekauft wurde. Wie der Gesetzgeber die einjährige Haltefrist derzeit behandelt, halten wir auf der Seite Krypto-Haltefrist: Stand der Reform laufend nach.
  3. Den Bestand sauber dokumentieren. Wer über mehrere Börsen und Wallets verteilt hält, verliert die Kaufdaten leicht aus dem Blick. Welche Werkzeuge die Nachweise automatisch zusammenführen, steht in unserem Vergleich der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Die Zahlen dieses Textes stammen aus dem öffentlichen Optionsbuch von Deribit und dem Sitzungskalender der US-Notenbank. Der Kurs kommt von CoinGecko.

(Stand: 22. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Der Handel mit Kryptowerten ist mit dem Risiko des Totalverlusts verbunden.)

Häufige Fragen zum Bitcoin-Jahresverfall

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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