Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Was ist XRP? 100 Milliarden Coins, ein Ledger und die Rolle von Ripple

XRP ist die Kryptowährung des XRP Ledger, gebaut für Zahlungen in Sekunden und ohne Mining. Der Steckbrief erklärt Ripple, Escrow, das SEC-Verfahren und worauf du beim Kauf in Deutschland achtest.

Leuchtendes Neonzeichen mit dem XRP-Zeichen an der nassen Backsteinwand eines Hafenlagers bei Nacht, daneben Frachtcontainer und Kräne
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XRP ist die Kryptowährung des XRP Ledger, einer öffentlichen Blockchain für schnelle und günstige Zahlungen. Alle 100 Milliarden XRP entstanden 2012 auf einen Schlag, es gibt kein Mining und keine neuen Coins. Das Unternehmen Ripple nutzt XRP als Brückenwährung im internationalen Zahlungsverkehr, besitzt aber weder die Blockchain noch den Coin allein. Am Mittwoch, dem 4. November 2026, kostete XRP laut CoinGecko rund 1,14 Euro und lag mit etwa 72 Milliarden Euro Marktkapitalisierung auf Platz fünf aller Kryptowährungen.

Dieser Steckbrief erklärt, wie das XRP Ledger funktioniert, wofür XRP im Alltag von Banken und Zahlungsdienstleistern gedacht ist, warum das Verfahren der US-Börsenaufsicht SEC den Kurs jahrelang geprägt hat und was du beim Kauf in Deutschland beachten musst. Wer XRP handeln will, findet regulierte Anbieter im Vergleich der Krypto-Börsen; die Kursszenarien der Redaktion stehen auf der XRP-Prognoseseite.

XRP kurz erklärt: Kryptowährung des XRP Ledger mit 100 Milliarden Einheiten

XRP ist der native Coin des XRP Ledger (XRPL). Ein nativer Coin ist die Währung, die eine Blockchain selbst führt und mit der dort Gebühren bezahlt werden. Anders als bei Bitcoin wird XRP nicht geschürft. Laut der offiziellen Dokumentation des XRP Ledger bauten Jed McCaleb, Arthur Britto und David Schwartz das Netzwerk zwischen 2011 und Anfang 2012. Zum Start existierten bereits alle 100 Milliarden XRP.

Die Gesamtmenge sinkt seitdem langsam, weil jede Transaktion einen winzigen Teil XRP vernichtet. CoinGecko führt Anfang November 2026 knapp 99,99 Milliarden XRP als Gesamtangebot, davon gut 63,3 Milliarden im Umlauf. Der Rest liegt größtenteils bei Ripple, ein großer Teil davon in zeitlich gesperrten Verträgen auf der Blockchain.

Die wichtigsten Kennzahlen von XRP

  • Start: Juni 2012, alle Coins bei Start erzeugt
  • Maximales Angebot: 100 Milliarden XRP, durch vernichtete Gebühren knapp darunter
  • Umlauf Anfang November 2026: rund 63,3 Milliarden XRP
  • Abwicklung: laut XRP Ledger in drei bis fünf Sekunden
  • Standardgebühr: 10 Drops, also 0,00001 XRP
  • Allzeithoch: 3,65 US-Dollar am 17. Juli 2025 laut CoinGecko

Vom Allzeithoch ist XRP mit rund 1,28 US-Dollar Anfang November etwa 65 Prozent entfernt. Die Zahl zeigt, wie stark der Kurs schwankt, auch bei einem der größten Coins am Markt.

Ripple, XRP und XRP Ledger: Unternehmen, Coin und Blockchain sind drei Dinge

Im Alltag fallen die drei Begriffe oft durcheinander. Die Unterscheidung ist aber wichtig, weil sie erklärt, wer worüber entscheidet.

  • XRP Ledger: die öffentliche Blockchain. Ihr Quellcode ist offen, jeder kann einen Server betreiben, und Änderungen setzen Validatoren über Abstimmungen durch.
  • XRP: der Coin dieser Blockchain. Er dient als Gebührenwährung, als Reserve für Konten und als Zahlungsmittel.
  • Ripple: ein Unternehmen mit Sitz in San Francisco, 2012 zunächst als OpenCoin gegründet. Ripple entwickelt Software für Zahlungen und Verwahrung und gehört zu den größten Haltern von XRP.

Die Gründer schenkten Ripple laut XRPL-Dokumentation 80 Milliarden XRP, damit das Unternehmen das Netzwerk weiterentwickelt. 20 Milliarden behielten die Gründer. Aus dieser Startverteilung stammt bis heute die häufigste Kritik am Projekt, zu der weiter unten mehr steht. Wie das Netzwerk technisch im Detail arbeitet, beschreibt unser Erklärstück XRP Ledger einfach erklärt vom 20. September 2026.

Konsensprotokoll statt Mining: Wie Validatoren das XRP Ledger bestätigen

Bitcoin nutzt Proof of Work: Miner lösen Rechenaufgaben und erhalten dafür neue Coins. Das XRP Ledger arbeitet mit einem eigenen Konsensprotokoll. Ein Konsensprotokoll ist das Verfahren, mit dem sich die Rechner eines Netzwerks auf einen gemeinsamen Stand der Kontobücher einigen.

Beim XRPL übernehmen das sogenannte Validatoren. Jeder Server führt eine Unique Node List (UNL), also eine Liste von Validatoren, denen er vertraut. Stimmen genug dieser Validatoren über dieselben Transaktionen überein, gilt ein neuer Ledger-Stand als bestätigt. Laut XRPL-Dokumentation nutzt die Standardeinstellung zwei veröffentlichte Listen: eine der XRP Ledger Foundation und eine von Ripple. Die beiden Listen sind meist sehr ähnlich oder identisch.

Das Verfahren hat zwei Folgen. Erstens braucht das XRP Ledger keine energieintensive Rechenarbeit und keine Belohnung in neuen Coins, deshalb gibt es auch keine Inflation durch Blockbelohnungen. Zweitens bekommen Validatoren kein Geld für ihre Arbeit. Banken, Börsen, Universitäten und Entwickler betreiben sie, weil sie selbst auf ein funktionierendes Netzwerk angewiesen sind.

Was Validatoren nicht können

Validatoren können keine fremden Guthaben bewegen und keine neuen XRP erzeugen. Die Validatoren entscheiden nur darüber, welche gültig signierten Transaktionen in welcher Reihenfolge in den nächsten Ledger-Stand kommen. Neue Funktionen kommen über sogenannte Amendments: Ein Amendment ist eine Protokolländerung, die erst aktiv wird, wenn über einen längeren Zeitraum eine breite Mehrheit der Validatoren zustimmt.

Transaktionsgebühr und Reserve: Warum jede Zahlung einen Bruchteil XRP vernichtet

Die kleinste Einheit von XRP heißt Drop, eine Million Drops ergeben ein XRP. Die Mindestgebühr für eine normale Transaktion beträgt laut XRPL-Dokumentation 10 Drops, also 0,00001 XRP. Beim Kurs vom 4. November sind das rund ein Tausendstel Cent. Bei hoher Last steigt die Gebühr automatisch, damit Angreifer das Netz nicht mit Massen von Transaktionen verstopfen können.

Die Gebühr erhält niemand. Die gezahlten XRP werden endgültig vernichtet. So sinkt die Gesamtmenge an XRP mit jeder Zahlung ein kleines Stück. Wegen der geringen Gebühr ist der Effekt klein: Gemessen an den Angebotsdaten von CoinGecko fehlen seit 2012 erst rund 14 Millionen XRP, gemessen an 100 Milliarden ein Bruchteil eines Promilles.

Die Reserve auf jedem XRP-Konto

Ein Konto im XRP Ledger muss eine Mindestmenge XRP halten, die Reserve. Diese Mindestmenge schützt das Netz davor, dass jemand Millionen leerer Konten anlegt. Aktuell gelten laut Dokumentation 1 XRP Basisreserve je Adresse und 0,2 XRP für jedes weitere Objekt, etwa eine Trustline für einen Stablecoin. Wenn du XRP in eine eigene Wallet schickst, ist also mindestens 1 XRP gebunden und lässt sich nicht weitersenden. Die Höhe der Reserve legen die Validatoren per Abstimmung fest; früher lag die Basisreserve bei 10 XRP.

Gepanzertes Unterseekabel auf dem dunklen Meeresgrund im Lichtkegel eines Tauchscheinwerfers
Grenzüberschreitende Zahlungen laufen über Infrastruktur, die kaum jemand sieht; XRP soll dort Wartezeit und gebundenes Kapital verringern.

Ripple Payments und Brückenwährung: Wofür XRP im Zahlungsverkehr genutzt wird

Der ursprüngliche Zweck von XRP ist der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr. Klassische Auslandsüberweisungen laufen oft über mehrere Korrespondenzbanken. Jede Bank muss dafür Guthaben in der Zielwährung vorhalten, sogenannte Nostro-Konten. Dieses Geld liegt still und kostet Zinsen.

Ripple bietet mit Ripple Payments (früher On-Demand Liquidity) einen anderen Weg an. Ein Zahlungsdienstleister tauscht zum Beispiel Euro in XRP, schickt die XRP in Sekunden über das XRP Ledger und lässt sie im Zielland in die Landeswährung tauschen. XRP ist in diesem Modell eine Brückenwährung: ein Zwischenschritt, der nur Sekunden gehalten wird. Das gebundene Kapital in Fremdwährungen sinkt, dafür trägt der Dienstleister für diese kurze Zeit das Kursrisiko.

Wichtig für die Einordnung: Viele Kunden von Ripple nutzen nur die Nachrichten- und Abwicklungssoftware des Unternehmens, ohne selbst XRP zu kaufen. Eine neue Bankpartnerschaft bedeutet deshalb nicht automatisch Nachfrage nach dem Coin. Ob XRP tatsächlich im Spiel ist, steht meist nur im Kleingedruckten der Mitteilung.

RLUSD, AMM und Tokenisierung: Was sonst auf dem XRP Ledger läuft

Das XRP Ledger ist längst mehr als eine Zahlungsschiene. Schon seit dem Start hat es eine eingebaute dezentrale Börse (DEX), auf der Nutzer Token direkt auf der Blockchain gegeneinander tauschen. Seit 2024 kommen automatisierte Market Maker (AMM) hinzu. Ein AMM ist ein Liquiditätspool, in dem Nutzer zwei Token hinterlegen und der Preis per Formel aus dem Verhältnis beider Bestände entsteht.

Ein zweiter Baustein ist RLUSD, der US-Dollar-Stablecoin von Ripple. Ein Stablecoin ist ein Token, der eins zu eins an eine Währung gekoppelt und mit Reserven gedeckt sein soll. RLUSD startete im Dezember 2024 auf dem XRP Ledger und auf Ethereum. Ende September 2026 lag der Umlauf laut Marktdaten bei rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Für XRP-Halter ist das zweischneidig: RLUSD bringt Aktivität auf die Blockchain, übernimmt aber zum Teil die Rolle der Brückenwährung, die bisher XRP zugedacht war. Wie Stablecoins grundsätzlich funktionieren und wo du sie hältst, zeigt unser Stablecoin-Vergleich.

Der dritte Baustein ist die Tokenisierung von Wertpapieren und Fonds. Unser Artikel vom 24. Oktober 2026 berichtete, dass Franklin Templeton 150 Millionen US-Dollar über einen Fonds auf das XRP Ledger bringt. Für Gebühren und Reserven solcher Anwendungen braucht es jeweils kleine Mengen XRP, die Hauptsumme liegt aber im tokenisierten Fonds selbst.

Escrow und Angebot: Wie Ripple monatlich bis zu 1 Milliarde XRP freigibt

Ende 2017 sperrte Ripple 55 Milliarden XRP in Escrow-Verträgen auf dem XRP Ledger. Ein Escrow ist ein Treuhandvertrag auf der Blockchain: Die Coins liegen fest und werden erst zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt freigegeben. Seitdem wird am Ersten jedes Monats bis zu 1 Milliarde XRP frei. Was Ripple davon nicht braucht, sperrt das Unternehmen in neue Escrow-Verträge, Berichten zufolge in den vergangenen Monaten meist 60 bis 80 Prozent der freigegebenen Menge.

Laut Ripples eigenem Bericht lagen Ende Juni 2026 noch rund 32,6 Milliarden XRP im Escrow. Die regelmäßigen Freigaben sind ein Dauerthema im Markt, denn jede verkaufte Tranche ist zusätzliches Angebot. Der Mechanismus macht das Angebot aber auch planbar: Der Termin ist bekannt, die Menge begrenzt, und jede Bewegung ist auf der Blockchain für alle sichtbar, etwa im Explorer XRPScan.

Umlauf und Gesamtangebot nicht verwechseln

Für die Marktkapitalisierung zählt nur der Umlauf, also gut 63 Milliarden XRP. Rechnest du mit dem gesamten Angebot von knapp 100 Milliarden, liegt der Wert rund 58 Prozent höher. Diese sogenannte voll verwässerte Bewertung gibt an, was alle existierenden XRP zum heutigen Kurs zusammen wert wären. Bei XRP ist der Abstand zwischen beiden Zahlen größer als bei Bitcoin, weil ein großer Teil des Angebots noch bei Ripple liegt.

SEC gegen Ripple: Das Urteil von 2023 und das Ende des Verfahrens 2025

Kein Ereignis hat den XRP-Kurs so lange geprägt wie das Verfahren der US-Börsenaufsicht SEC. Im Dezember 2020 verklagte die Behörde Ripple sowie die Manager Brad Garlinghouse und Chris Larsen. Der Vorwurf: Ripple habe XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft. Mehrere US-Börsen nahmen XRP damals vom Handel, der Kurs brach ein.

Im Juli 2023 entschied Richterin Analisa Torres zweigeteilt. Verkäufe von XRP über Börsen an anonyme Käufer waren nach ihrem Urteil kein Wertpapiergeschäft. Direkte Verkäufe an institutionelle Investoren dagegen schon. Ripple wurde später zu einer Strafe von rund 125 Millionen US-Dollar verurteilt; die SEC hatte ursprünglich fast 2 Milliarden US-Dollar gefordert. Im August 2025 zogen beide Seiten ihre Berufungen zurück. Damit ist das Verfahren beendet. Die Strafe und eine Unterlassungsverfügung für institutionelle Verkäufe bleiben bestehen.

Für Anleger in Deutschland ist das Urteil vor allem historisch wichtig. Es erklärt, warum XRP jahrelang mit einem Abschlag gehandelt wurde und warum die Kursreaktionen auf Gerichtstermine so heftig ausfielen. Rechtlich gilt in Deutschland und der EU ohnehin ein eigener Rahmen.

Hölzerner Richterhammer auf einem Stapel zugebundener Gerichtsakten in einem leeren Gerichtssaal mit seitlichem Fensterlicht
Das SEC-Verfahren gegen Ripple lief von Dezember 2020 bis August 2025 und hielt den XRP-Kurs fast fünf Jahre in Atem.

XRP-ETFs und MiCA: Wie Regulierung den Zugang in den USA und der EU verändert

Nach dem Ende des Verfahrens kamen im November 2025 die ersten Spot-ETFs auf XRP in den USA an den Markt. Ein Spot-ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der den Coin selbst hält und nicht nur Terminkontrakte darauf. Bis Ende August 2026 flossen nach Branchendaten insgesamt rund 1,4 bis 1,7 Milliarden US-Dollar in diese Fonds; die Angaben der Datendienste weichen voneinander ab. Privatanleger in Deutschland können die US-Fonds meist nicht kaufen, weil ihnen das vorgeschriebene Basisinformationsblatt fehlt. Hier bieten mehrere Emittenten börsengehandelte Produkte auf XRP als ETN oder ETP an.

In der EU regelt seit Ende 2024 die Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, den Handel und die Verwahrung. Die Übergangsfrist für bestehende Anbieter endete am 1. Juli 2026. Ripple meldete am 6. Juli 2026 die volle Zulassung als Krypto-Dienstleister durch die Luxemburger Aufsicht CSSF, die für alle 30 Länder des Europäischen Wirtschaftsraums gilt. Die vorläufige Zusage dazu hatten wir im Juli in unserem Artikel zur EU-Zulassung von Ripple eingeordnet. Welche Pflichten MiCA Unternehmen insgesamt auferlegt, fasst unsere Übersicht zur MiCA-Lizenz zusammen.

Für dich als Käufer zählt vor allem eines: Die Börse, bei der du XRP kaufst, braucht seit Juli 2026 eine MiCA-Erlaubnis, wenn sie Kunden in Deutschland bedient. Ob ein Anbieter zugelassen ist, kannst du im Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA nachsehen.

Kritik an XRP: Zentralisierung, Ripples Bestand und Verkaufsdruck

XRP hat eine treue Anhängerschaft, aber auch hartnäckige Kritiker. Drei Punkte kehren immer wieder.

Einfluss auf die Validatoren

Die Standardlisten der Validatoren stammen von der XRP Ledger Foundation und von Ripple. Kritiker sehen darin eine Abhängigkeit, die es bei Bitcoin so nicht gibt. Befürworter halten dagegen, dass jeder Serverbetreiber seine Liste frei wählen kann und Ripple nur einen kleinen Teil der Validatoren selbst betreibt.

Großer Bestand bei einem Unternehmen

Ripple erhielt bei der Gründung 80 Prozent aller XRP und hält über Escrow und eigene Konten noch immer einen großen Teil. Ripple hat in der Vergangenheit regelmäßig XRP verkauft, um seine Geschäfte zu finanzieren.

Nutzen und Kurs fallen auseinander

Ripple wächst mit Software, Verwahrung und Stablecoin, ohne dass jede dieser Sparten XRP braucht. Der Kurs hängt deshalb stärker an der allgemeinen Marktlage, an ETF-Zuflüssen und an Nachrichten zu Ripple als an messbarer Nutzung im Zahlungsverkehr. Wie sich das in Kursszenarien niederschlägt, zeigt die XRP-Prognose der Redaktion, die oben verlinkt ist.

XRP in Deutschland kaufen: Börse, Destination Tag und Haltefrist

XRP gehört zu den Coins, die praktisch jede größere Börse und viele Neobroker anbieten. Beim Kauf, bei der Verwahrung und bei der Steuer gibt es trotzdem Eigenheiten.

Destination Tag bei Ein- und Auszahlungen

Viele Börsen verwalten die XRP aller Kunden über eine einzige Adresse. Damit eine Einzahlung deinem Konto zugeordnet wird, verlangt die Börse zusätzlich einen Destination Tag. Ein Destination Tag ist eine Zahl, die zusammen mit der Adresse übertragen wird und den Empfänger innerhalb dieser Sammeladresse kennzeichnet. Fehlt er, landen die XRP zwar bei der Börse, aber nicht auf deinem Konto; die Rückbuchung kostet dann oft Tage und Nerven. Prüfe beide Angaben vor jedem Versand.

Eigene Wallet und Reserve

Wer XRP selbst verwahrt, braucht eine Wallet, die das XRP Ledger unterstützt. Die meisten Hardware-Wallets tun das. Denk an die Basisreserve von 1 XRP: Dieser Betrag wird beim ersten Eingang gebunden und bleibt auf der Adresse, solange das Konto existiert.

Steuer auf XRP-Gewinne in Deutschland

Privat gehaltene XRP fallen unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach § 23 Einkommensteuergesetz. Verkaufst oder tauschst du XRP innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn mit deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Gewinne aus solchen Geschäften bleiben steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr insgesamt unter 1.000 Euro liegen. Das ist eine Freigrenze: Liegst du darüber, ist der ganze Gewinn steuerpflichtig. Nach einem Jahr Haltedauer ist der Verkauf steuerfrei. Auch der Tausch von XRP in einen anderen Coin oder in RLUSD zählt als Verkauf.

XRP bei 1,14 Euro: Drei Schritte vom Kauf bis zur Steuer

XRP ist ein großer, gut handelbarer Coin mit einem klaren Zweck im Zahlungsverkehr, einem festen Angebot und einem Unternehmen im Hintergrund, das viel Einfluss hat. Der Kurs schwankt stark, das Allzeithoch liegt rund 65 Prozent über dem Stand vom 4. November. Wer einsteigt, geht in drei Schritten vor:

  1. Zugelassene Börse wählen: Kaufe XRP nur bei einem Anbieter mit MiCA-Erlaubnis. Die geprüften Anbieter stehen im Vergleich regulierter Krypto-Börsen.
  2. Verwahrung festlegen: Größere Beträge gehören in eine eigene Wallet. Welche Geräte das XRP Ledger unterstützen, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich. Denk an Destination Tag und Basisreserve.
  3. Käufe dokumentieren: Notiere Kaufdatum und Preis jeder Tranche, damit du Haltefrist und Freigrenze belegen kannst. Ein Steuer-Tool aus dem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools nimmt dir die Rechnung ab.

(Stand: 4. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu XRP

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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