Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: 398 verbrannte XRP an einem Tag gegen 1 Milliarde aus dem Escrow

Der XRP Ledger hat am Sonntag 398,19 XRP endgültig vernichtet, gemessen an der Differenz zweier Ledger. Am 1. November gibt der Escrow 1 Milliarde XRP frei. Was dieses Verhältnis für den Kurs bedeutet und welche Marke bei 1,28 Dollar jetzt zählt.

Glühende Esse einer nächtlichen Schmiede, auf dem Amboss davor eine dicke Metallscheibe mit tief eingeschlagenem XRP-Zeichen, Funken stehen in der Luft
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Der XRP Ledger hat am Sonntag 398,19 XRP endgültig vernichtet. Das ist keine Schätzung, sondern die Differenz zweier geschlossener Ledger: Am frühen Samstagnachmittag wies das Netz 99.985.590.096,59 XRP aus, am Sonntagnachmittag noch 99.985.589.698,40. Am 1. November kommt die Gegenbewegung, dann öffnen sich die Treuhandverträge und geben 1 Milliarde XRP frei.

Zwischen diesen beiden Zahlen liegt der Faktor 2,5 Millionen. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere XRP Prognose ein. Dieser Text nimmt sich die Angebotsseite vor, mit Zahlen, die direkt aus der Blockchain stammen und die in dieser Form sonst niemand ausweist.

Ledger 107.739.858: Was der XRP Ledger am Sonntagnachmittag ausweist

Jeder geschlossene Ledger trägt ein Feld namens total_coins. Darin steht, wie viele XRP es in diesem Moment überhaupt noch gibt. Im Ledger mit der Nummer 107.739.858, geschlossen am frühen Sonntagnachmittag, lautet der Wert 99.985.589.698,399227 XRP.

Gestartet ist das Netz 2012 mit exakt 100 Milliarden XRP. Mehr kann es nie geben, denn der XRP Ledger kennt keine Ausgabe neuer Einheiten. Es existiert nur der umgekehrte Weg: Jede Transaktion kostet eine Gebühr, und diese Gebühr geht an niemanden. Der Betrag verschwindet aus der Gesamtmenge.

XRP notiert am Sonntagnachmittag bei 1,29 Dollar, 0,26 Prozent unter dem Stand von vor 24 Stunden. Das Tageshoch lag bei 1,30 Dollar, das Tagestief bei 1,27. Die Marktkapitalisierung beträgt 81,69 Milliarden Dollar bei einem Tagesumsatz von 1,01 Milliarden Dollar, im Markt ist das Rang fünf. Vom Rekord bei 3,65 Dollar vom Juli 2025 fehlen 64,7 Prozent.

14.410.301 XRP seit 2012: Die gesamte Gebührenverbrennung des Netzes

Aus den 100 Milliarden des Starts und dem heutigen Ledger-Stand folgt die Gesamtbilanz: 14.410.301,60 XRP sind seit dem ersten Tag verbrannt. In vierzehn Jahren Betrieb, über mehr als 107 Millionen geschlossene Ledger hinweg.

Gemessen an der Startmenge sind das 0,0144 Prozent. Gemessen am heutigen Umlauf von 63,13 Milliarden XRP sind es 0,0228 Prozent. Zum aktuellen Kurs entspricht die gesamte Verbrennung dieser vierzehn Jahre einem Gegenwert von rund 18,6 Millionen Dollar. Über die Börsen wechselt eine vergleichbare Summe an einem ruhigen Sonntag in rund 27 Minuten den Besitzer.

Diese Zahl steht selten in deutschen Texten über XRP, weil sie niemand gesondert veröffentlicht. Ablesen lässt sie sich erst, wenn man den aktuellen Ledger-Stand von der Startmenge abzieht.

398 XRP an einem Tag: Der gemessene Abfluss aus der Gesamtmenge

Aufschlussreicher als die Gesamtbilanz ist das Tempo. Dafür lassen sich ältere Ledger aus dem Archiv holen und ihr Feld total_coins mit dem heutigen Stand vergleichen.

In den vergangenen 24 Stunden hat das Netz 398,19 XRP vernichtet. In sieben Tagen waren es 2.840,98 XRP, in dreißig Tagen 24.271,14 XRP. Zum Kurs von 1,29 Dollar sind das 514 Dollar am Tag und 31.310 Dollar im Monat.

Je geschlossenem Ledger bleiben davon 0,018 XRP. Der Monatswert von 24.271 XRP entspricht 0,0000384 Prozent der umlaufenden Menge. Bei diesem Tempo dauert es gut 41.000 Monate, bis eine einzige Milliarde XRP verbrannt ist.

Dunkler Stahltisch im Streiflicht, links eine einzelne winzige Metallscheibe, rechts ein hoher Stapel derselben Scheiben, der aus dem Bild herauswächst
Links der Monatswert der Verbrennung, rechts die Monatsfreigabe aus dem Escrow: So weit liegen die beiden Größen auseinander.

Zehn Drops Grundgebühr und eine XRP Reserve: So funktioniert die Verbrennung

Ein XRP teilt sich in eine Million Drops. Die Grundgebühr einer einfachen Zahlung liegt bei zehn Drops, also 0,00001 XRP. Anders als bei Bitcoin oder Ethereum erhält diese Gebühr weder ein Validator noch ein Miner. Stattdessen wird sie aus der Gesamtmenge gestrichen und ist damit fort.

Der Grund dafür ist technisch und hat mit dem Kurs nichts zu tun. Die Gebühr soll Spam verhindern: Wer das Netz mit Millionen leerer Transaktionen fluten will, muss dafür echtes Geld vernichten. Die Regeln dazu stehen in der Entwicklerdokumentation des Netzes zur Transaktionsgebühr.

Dazu kommt die Mindestreserve. Ein neues Konto im XRP Ledger muss dauerhaft 1 XRP halten, jedes zusätzliche Objekt wie eine Vertrauenslinie oder ein offener Handelsauftrag bindet weitere 0,2 XRP. Diese Reserve ist nicht verbrannt, aber sie ist blockiert, solange das Konto besteht. Wer XRP von einer Börse auf eine eigene Wallet holt, kalkuliert diese eine XRP ein, sonst bleibt das Konto unbenutzbar. Die Einzelheiten stehen in der Dokumentation zu den Reserven.

194 Drops je Transaktion: mehr als die Grundgebühr verlangt

Die 398,19 XRP des Sonntags entsprechen 39,8 Millionen Drops. Bei zehn Drops je Transaktion wären das knapp vier Millionen Transaktionen. So viele sind es nicht.

Eine Stichprobe aus zwölf gleichmäßig über die 24 Stunden verteilten Ledgern ergibt im Mittel 92,4 Transaktionen je Ledger. Bei 22.154 geschlossenen Ledgern an diesem Tag führt das auf rund 2,05 Millionen Transaktionen. Daraus errechnet sich eine durchschnittlich gezahlte Gebühr von rund 194 Drops, also etwa das Neunzehnfache des Mindestsatzes. Die Zahl der Transaktionen ist eine Hochrechnung aus dieser Stichprobe, die verbrannte Menge dagegen exakt gemessen.

Der Aufschlag hat zwei Ursachen. Zum einen steigt die Gebühr automatisch, sobald ein Ledger stark ausgelastet ist. Zum anderen kosten bestimmte Vorgänge mehr als eine einfache Zahlung: Ein Konto anzulegen, einen Treuhandvertrag aufzulösen oder mehrere Unterschriften einzusammeln, schlägt mit einem Vielfachen zu Buche. Der Auslastungsfaktor des Netzes stand am Sonntag auf eins, dem Ruhewert.

1,44 Prozent einer Monatsfreigabe: So klein ist die Verbrennung neben dem Escrow

Damit wird die Rechnung aufschlussreich. Wie unsere Escrow-Analyse vom 17. Oktober ausgeführt hat, öffnen sich am 1. November wieder Treuhandverträge aus dem Jahr 2017 und geben 1 Milliarde XRP frei. Netto, nach den üblichen Rücklagen, blieben zuletzt rund 300 Millionen XRP davon im Umlauf.

Dagegen stehen 24.271 verbrannte XRP im Monat. Um allein die Nettomenge einer einzigen Monatsfreigabe wieder aus der Welt zu schaffen, bräuchte das Netz bei heutigem Tempo 12.360 Monate. Das sind 1.030 Jahre. Für die volle Milliarde wären es 3.433 Jahre.

Andersherum gerechnet: Alles, was der XRP Ledger in vierzehn Betriebsjahren verbrannt hat, entspricht 1,44 Prozent einer einzigen Monatsfreigabe. Den 14,4 Millionen verbrannten XRP seit 2012 stehen 1.000 Millionen an einem einzigen Novembertag gegenüber.

Warum deflationär für den XRP Ledger die falsche Beschreibung ist

In Foren und in Werbetexten liest man regelmäßig, XRP sei deflationär, weil die Menge mit jeder Transaktion sinke. Formal stimmt der zweite Halbsatz. Die Gesamtmenge sinkt tatsächlich, und sie kann nie wieder steigen.

Wirtschaftlich trägt die Aussage trotzdem nicht. Für einen Kurs zählt nicht die theoretische Gesamtmenge, sondern das handelbare Angebot. Und das wächst, weil jeden Monat Hunderte Millionen XRP aus der Treuhand in den Umlauf wandern, während die Verbrennung im Bereich von Zehntausenden bleibt. Beide Bewegungen laufen gleichzeitig, aber sie liegen vier Größenordnungen auseinander.

Ein Bild macht das Verhältnis greifbar: Wäre die Monatsfreigabe ein voller Güterzug, entspräche die Monatsverbrennung einer Handvoll Kies auf einem der Waggons.

Seit der Escrow-Analyse vom Samstag: zwei Cent tiefer, 398 XRP weniger

Am Samstagvormittag notierte XRP bei 1,31 Dollar, als wir die Escrow-Mechanik und die 55 Verträge von 2017 beschrieben haben. Seitdem sind zwei Cent abgegangen, der Kurs steht bei 1,29 Dollar.

Die Marke von 1,29 Dollar, die dort als Unterkante genannt wurde, ist damit erreicht, aber nicht nachhaltig unterschritten. Das Tagestief lag mit 1,27 Dollar darunter, danach drehte der Kurs wieder nach oben. Neu hinzugekommen sind in diesen gut 28 Stunden 398 verbrannte XRP und rund 2,4 Millionen Transaktionen.

Schwere runde Tresortür aus gebürstetem Stahl in einer abgedunkelten Kammer, einen Handbreit offen, ein Lichtkeil fällt auf den Betonboden
Am 1. November öffnen sich die Treuhandverträge wieder und geben 1 Milliarde XRP frei.

Die 200-Tage-Linie bei 1,28 Dollar: einen Cent unter dem Kurs

Aus 200 Tagesschlusskursen ergibt sich ein Durchschnitt von 1,2799 Dollar. Der aktuelle Kurs liegt 0,8 Prozent darüber, also rund einen Cent. Nach unten ist das die nächste begründete Marke, und sie fällt fast mit dem Sechzig-Tage-Tief von 1,2682 Dollar vom 21. August zusammen. Zwei unabhängig hergeleitete Marken an derselben Stelle wiegen schwerer als eine.

Nach oben sieht es anders aus. Die 30-Tage-Linie liegt bei 1,4437 Dollar, die 50-Tage-Linie bei 1,4147 Dollar, die 7-Tage-Linie bei 1,3239 Dollar. Der Kurs steht unter allen dreien. Bis zum Sechzig-Tage-Hoch von 1,5713 Dollar vom 23. September fehlen 21,8 Prozent.

Die nächstgelegene Hürde ist damit die 7-Tage-Linie bei 1,32 Dollar, keine drei Cent entfernt. Darüber beginnt erst bei 1,41 Dollar wieder eine Marke, die sich begründen lässt.

Aus Sicht der Redaktion: Die Verbrennung trägt den Kurs nicht

Unsere Einschätzung: Als Kursargument für XRP taugt die Gebührenverbrennung nicht, und die Zahlen dieses Textes zeigen das in beide Richtungen. 24.271 XRP im Monat gegen 300 Millionen netto aus der Treuhand ergeben ein Verhältnis von eins zu 12.360. Wer XRP wegen einer schrumpfenden Menge kauft, kauft eine Eigenschaft, die bei diesem Tempo in keinem Anlegerleben wirksam wird.

Ein sachlicher Einwand gehört daneben: Das Argument dreht sich, falls die Auslastung des Netzes dauerhaft steigt. Die durchschnittlich gezahlte Gebühr lag am Sonntag beim Neunzehnfachen des Mindestsatzes, obwohl der Auslastungsfaktor auf dem Ruhewert stand. Ein Netz mit dem Zehnfachen an Transaktionen und zeitweise hohen Gebühren käme auf andere Zahlen. Gemessen ist dieser Fall bislang nicht, er wird erhofft. Was heute messbar ist, steht oben.

Den Kurs der nächsten zwei Wochen bewegen deshalb die bekannten Größen: der 1. November mit der Freigabe, die Fondsströme und die Marke bei 1,28 Dollar. Die Verbrennung gehört nicht dazu. Bei jeder Kryptowährung gilt außerdem: Ein Totalverlust ist möglich.

Zwölf Monate halten: Was der Jahrestag des Kaufs steuerlich entscheidet

Für Anleger in Deutschland hängt am Kalender mehr als an der Angebotsrechnung. XRP fällt im Privatvermögen unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Wer eine Position länger als zwölf Monate hält und danach verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Steuer.

Innerhalb der zwölf Monate gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Wer darüber kommt, versteuert den vollen Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz, nicht allein den Teil oberhalb der Grenze. Verluste aus demselben Jahr lassen sich gegenrechnen, allerdings nur innerhalb dieser Einkunftsart. Wie der Gesetzgeber mit der Jahresfrist weiter umgehen will, verfolgen wir laufend im Stand der Haltefrist-Reform.

Praktisch heißt das: Wer XRP im Oktober oder November 2025 gekauft hat, erreicht in diesen Wochen den Jahrestag. Für solche Positionen ändert ein Verkauf nach dem Stichtag die Steuerlast, unabhängig davon, was am 1. November mit dem Escrow geschieht. Das Kaufdatum steht in der Abrechnung der Börse, bei mehreren Käufen gilt die Reihenfolge des Erwerbs.

XRP-Verbrennung: 1.030 Jahre für eine Monatsfreigabe

Die Angebotsseite von XRP lässt sich an diesem Sonntag in einem Satz zusammenfassen: Das Netz vernichtet 398 XRP am Tag und bekommt am 1. November 1 Milliarde zurück in den Umlauf. Drei Schritte ergeben sich daraus:

  1. Das Kaufdatum heraussuchen. Liegt der erste Kauf mehr als zwölf Monate zurück, ist ein Verkauf steuerfrei, und die Entscheidung hängt allein am Kurs. Die Programme, die diese Zuordnung über mehrere Käufe hinweg sauber dokumentieren, stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.
  2. Die Marke bei 1,28 Dollar notieren. Dort liegen die 200-Tage-Linie und das Sechzig-Tage-Tief vom 21. August dicht beieinander. Fällt der Kurs darunter, ist die nächste begründete Marke weit entfernt. Wer eine Position auf- oder abbauen will, vergleicht die Gebühren vorher im Überblick der Krypto-Börsen.
  3. Eine XRP Reserve einplanen. Für den Umzug von der Börse auf eine eigene Wallet sind 1 XRP Mindestreserve und 0,2 XRP je weiterem Objekt fällig. Welche Geräte XRP unterstützen, zeigt der Vergleich der Hardware-Wallets.

(Stand: 18. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur XRP-Gebührenverbrennung

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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