Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Prognose: 49,66 Milliarden Dollar auf der Blockchain gegen 1,47 Milliarden Börsenumsatz: Hält die Marke bei 1,26 Dollar?

Der XRP Ledger wies am Montag Transfers über 49,66 Milliarden Dollar aus, 33,8-mal den Börsenumsatz desselben Tages. Die Gebühren für die gesamte Bewegung lagen bei 664 Dollar. Was die Zahl wert ist und was die Marke bei 1,26 Dollar jetzt trägt.

Schwere gepraegte Metallmuenze mit dem XRP-Zeichen aufrecht auf einer Steinplatte im harten Seitenlicht
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Kategorien: XRP

Der XRP Ledger hat am Montag Transfers über 49,66 Milliarden Dollar ausgewiesen. Das entspricht 60,4 Prozent des gesamten XRP-Marktwerts, bewegt an einem einzigen Tag. An den Börsen wurden in denselben 24 Stunden 1,47 Milliarden Dollar umgesetzt, also ein Dreiunddreißigstel davon. Die Gebühren, die das Netz für die gesamte Bewegung einbehalten und vernichtet hat, liegen bei rund 664 Dollar.

XRP notiert am Montagabend bei 1,30 Dollar oder 1,16 Euro, nach einem Tagestief von 1,26 und einem Tageshoch von 1,32 Dollar. Welche Spannen auf Sicht von Monaten überhaupt im Spiel sind, hält unsere XRP Prognose fest. Dieser Text nimmt sich die Zahl vor, die am Montag durch die Marktberichte lief, und rechnet nach, was sie über die Nachfrage aussagt. Die Antwort fällt nüchtern aus.

49,66 Milliarden Dollar an einem Tag: was Santiment gemessen hat

Die Zahl stammt vom Datendienst Santiment und wurde am Montagmorgen vom Analysten-Konto Ali Charts verbreitet. Gemessen wird dort der Dollarwert aller Münzen, die innerhalb von 24 Stunden auf der Blockchain von einer Adresse zu einer anderen gewandert sind. Santiment selbst nennt den Ausschlag anomal.

Wichtig ist, was diese Kennzahl nicht ist. Ein Handelsvolumen ist sie nicht. Käufe und Verkäufe zählt sie nicht. Summiert werden Beträge, die ihren Platz auf der Blockchain gewechselt haben, unabhängig davon, ob dabei ein Besitzer gewechselt hat. Eine Börse, die 2 Milliarden XRP von einer heißen in eine kalte Verwahradresse schiebt, erzeugt in dieser Statistik einen Milliardenbetrag, ohne dass ein einziger Anleger etwas gekauft hätte.

Zum Vergleich der Größenordnungen: Der XRP-Marktwert lag am Montagabend bei 82,16 Milliarden Dollar, die umlaufende Menge bei 63,13 Milliarden XRP von insgesamt 99,99 Milliarden. Ein Transfervolumen von 49,66 Milliarden Dollar behauptet also, dass binnen eines Tages gut drei Fünftel aller existierenden XRP den Platz gewechselt haben.

664 Dollar Gebühren: was die Bewegung das Netz gekostet hat

Hier lässt sich gegenrechnen, und zwar mit Zahlen, die direkt aus der Blockchain kommen. Jede Transaktion im XRP Ledger kostet eine Gebühr, und diese Gebühr geht an niemanden, sondern verschwindet aus der Gesamtmenge. Die Gesamtmenge steht in jedem geschlossenen Ledger im Feld total_coins. Die Differenz zweier Ledger ist damit die Summe aller Gebühren, die zwischen ihnen gezahlt wurden.

Im Ledger mit der Nummer 107.765.823, geschlossen am Montagabend, lautet der Wert 99.985.589.187,52 XRP. Im Ledger 107.739.858 vom Sonntagnachmittag standen dort noch 99.985.589.698,40 XRP. Zwischen beiden liegen 25.965 geschlossene Ledger und eine Differenz von 510,88 XRP. Zum Montagskurs von 1,30 Dollar sind das 664 Dollar.

Gerechnet auf das behauptete Transfervolumen bedeutet das: Je 1 Milliarde Dollar, die laut Statistik bewegt wurde, hat das Netz 13,37 Dollar an Gebühren eingezogen. Genau das ist der Grund, warum Transfervolumen auf dieser Blockchain so leicht groß wird. Wer 10 Milliarden Dollar zwischen zwei eigenen Adressen verschiebt, zahlt dafür Bruchteile eines Cents. Teuer ist es nicht, und aussagekräftig ist es deshalb auch nicht.

Die Grundgebühr des Netzes liegt bei 0,00001 XRP je Transaktion. In der Praxis wird mehr fällig, weil die Gebühr bei Last steigt. Aus den 510,88 XRP über 25.965 Ledger ergibt sich ein Durchschnitt von 0,0197 XRP je Ledger. Nachlesen lässt sich jeder dieser Werte im öffentlichen Explorer des XRP Ledger.

Warum ein hohes Transfervolumen nichts über die Nachfrage sagt

Der Mechanismus dahinter ist in drei Sätzen erklärt. Ein Kauf findet auf einer Börse statt, im Orderbuch, und er taucht im Spotumsatz auf. Auf der Blockchain erscheint davon zunächst nichts, weil die Börse intern umbucht. Erst wenn jemand seine XRP abzieht, entsteht ein Transfer, und der sagt dann etwas über Verwahrung, nicht über Nachfrage.

Umgekehrt gilt dasselbe. Die größten Posten in einer Transferstatistik stammen typischerweise aus vier Quellen: Börsen, die zwischen eigenen Adressen umschichten, Marktmacher, die ihre Bestände über mehrere Handelsplätze ausgleichen, Verwahrer, die Kundenbestände konsolidieren, und einzelne große Halter, die ihre Posten neu aufteilen. Keine dieser vier Bewegungen ist ein Kaufauftrag.

Der Spotumsatz ist dagegen die Zahl, die zählt, wenn es um Nachfrage geht. Er lag am Montag bei 1,47 Milliarden Dollar und damit 68 Prozent über dem Sonntagswert von 872 Millionen Dollar. Das ist ein echter Anstieg, und er ist die eigentliche Nachricht des Tages. Nur ist er eben 33,8-mal kleiner als die Zahl, die durch die Berichte lief.

So liest du die Gesamtmenge im XRP Ledger selbst nach

Die Rechnung von oben kann jeder nachvollziehen, der eine Minute Zeit hat. Im Explorer des XRP Ledger wählst du einen bestätigten Ledger und suchst im Datensatz das Feld total_coins. Der Wert steht dort in Drops, also in Millionstel XRP. Sechs Stellen vom Ende abgetrennt ergeben die Menge in XRP.

Nimm denselben Wert 24 Stunden später noch einmal. Die Differenz ist die Menge XRP, die in diesem Zeitraum durch Gebühren vernichtet wurde. Mehr braucht es nicht, um eine Volumenmeldung einzuordnen: Steht einer angeblich riesigen Bewegung eine Gebührensumme im zweistelligen oder dreistelligen Dollarbereich gegenüber, war die Bewegung billig und damit kein Beleg für Nachfrage.

Zwei weitere Werte lohnen den Blick, weil sie die Kosten einer eigenen Adresse bestimmen. Die Grundreserve liegt bei 1 XRP, aktuell also bei rund 1,30 Dollar. Jeder weitere Eintrag in einer Adresse, etwa eine Vertrauenslinie für einen Token, bindet zusätzlich 0,2 XRP. Diese Beträge sind nicht verloren, aber solange die Adresse besteht, sind sie blockiert und nicht übertragbar.

Wer stattdessen über eine Börse hält, zahlt keine Netzreserve, sondern Handels- und Auszahlungsgebühren, und die unterscheiden sich stark. Welcher Anbieter in Deutschland was verlangt, steht im Vergleich der Krypto-Börsen.

11,81 Milliarden XRP liegen auf den Börsen

Gegen die freundliche Lesart des Montags steht eine zweite Zahl. Die auf Börsen gehaltenen XRP-Reserven erreichten laut den Marktberichten des Tages ein lokales Hoch von 11,81 Milliarden XRP. Gemessen an der umlaufenden Menge von 63,13 Milliarden XRP sind das 18,7 Prozent.

Diese Menge liegt dort, wo verkauft wird. Das ist kein Verkaufssignal, denn Bestände auf Börsen können genauso Jahre liegen bleiben. Es ist aber die Obergrenze dessen, was kurzfristig auf den Markt treffen kann, und sie ist gerade gestiegen statt gefallen.

Eine Einschränkung gehört dazu, weil sie oft fehlt. Börsenreserven sind Schätzungen. Zustande kommen sie, indem Datendienste Adressen bestimmten Handelsplätzen zuordnen. Wird eine Adresse falsch oder gar nicht zugeordnet, verschiebt sich die Zahl. Als Richtung ist sie belastbar, als exakter Bestand nicht.

Dunkler Serverraum mit einem Buendel aufleuchtender Glasfaserkabel aus einem offenen Rechenschrank
Transfers laufen über Knoten und Adressen. Wer dabei kauft, lässt sich daran nicht ablesen.

Die ETF-Zuflüsse reißen nach 13 Wochen

Die dritte Zahl kommt von der Fondsseite, und sie ist die unangenehmste. In der Woche bis zum 16. Oktober verzeichneten die US-Spot-ETFs auf XRP nach Daten von SoSoValue netto 1,84 Millionen Dollar Abfluss. Damit endet eine Serie von 13 Zuflusswochen, die seit Anfang Juli gelaufen war.

Ein einzelner Tag trägt den größten Teil davon. Aus dem Fonds XRPC von Canary Capital flossen am 16. Oktober 2,47 Millionen Dollar ab. Ohne diese Sitzung wäre die Woche nach denselben Berichten positiv geblieben. Das Nettovermögen der Fonds liegt bei rund 1,47 Milliarden Dollar, nach etwa 1,57 Milliarden eine Woche zuvor, ein Rückgang von 6,4 Prozent.

Der Abfluss ist klein, verglichen mit dem Marktwert von 82 Milliarden Dollar. Seine Bedeutung liegt im Vorzeichen. 13 Wochen lang war die Fondsseite der verlässliche Käufer, der unabhängig vom Tagesgeschehen Material aufgenommen hat. Diese Verlässlichkeit ist vorerst weg, und sie fehlt genau in der Woche, in der die Börsenreserven steigen.

1,26 und 1,32 Dollar: die Marken des Montags

Aus den Tagesdaten ergeben sich zwei belegte Marken. Das Tagestief von 1,26 Dollar liegt 3,1 Prozent unter dem Montagskurs und markiert die Stelle, an der am Morgen Käufer zugegriffen haben. Das Tageshoch von 1,32 Dollar ist die Gegenseite. Solange der Kurs zwischen beiden bleibt, ist der Montag ein Erholungstag innerhalb einer schwachen Woche und nicht mehr.

Die längeren Linien stützen diese Einordnung. Auf Sicht von sieben Tagen steht XRP 5,5 Prozent im Minus, auf 30 Tage 9,8 Prozent, und zum Rekordstand von 3,65 Dollar fehlen 64,4 Prozent. Der Sprung des Montags hat an keiner dieser Zahlen etwas geändert.

Eine dritte Marke taucht in den Marktberichten des Tages auf, und sie gehört ausdrücklich nicht uns. Die dortige Chartanalyse sieht ein Ziel von 1,80 bis 2,00 Dollar, allerdings erst oberhalb von 1,56 Dollar. Bis dahin sind es 20 Prozent, und solange dieser Abstand besteht, ist das Ziel eine Bedingung und keine Erwartung.

Was sich seit Sonntag an den Zahlen geändert hat

Am Sonntag haben wir an dieser Stelle die Angebotsseite gerechnet, nämlich die Gebührenverbrennung gegen die Escrow-Freigabe. Damals stand XRP bei 1,29 Dollar, und als entscheidende Marke war 1,28 Dollar genannt. Diese Marke hat gehalten. Der Kurs liegt jetzt 0,6 Prozent höher.

Zwei Dinge sind seitdem hinzugekommen. Erstens die 510,88 XRP, die das Netz in den 25.965 Ledgern seit Sonntagnachmittag vernichtet hat, womit die Gesamtmenge nun bei 99.985.589.187,52 XRP steht. Zweitens die Volumenmeldung vom Montag, die in der Größenordnung nichts mit der Gebührensumme zu tun hat und genau deshalb hier nachgerechnet wurde.

Unverändert bleibt der Termin, der die Angebotsseite im November bestimmt. Am 1. November öffnen sich die Treuhandverträge und geben 1 Milliarde XRP frei. Gegen diese Menge ist die Verbrennung seit Sonntag vernachlässigbar, und auch das Transfervolumen vom Montag ändert daran nichts.

Aktenordner und Tischrechner mit Papierstreifen auf einer Holztischplatte im Seitenlicht
Was in Deutschland kaufbar ist, entscheidet sich nicht an der US-Fondsstatistik.

Was deutsche Anleger überhaupt kaufen können

Die ETF-Zahlen des Abschnitts oben beziehen sich auf in den USA notierte Spot-Fonds. Für Privatanleger in Deutschland sind diese Fonds nicht der Zugangsweg, weil sie hier nicht zum Vertrieb zugelassen sind. Wer die Zahlen liest, liest also eine Nachfrage, an der er selbst nicht teilnimmt. Als Stimmungsmesser bleiben sie trotzdem brauchbar.

Praktisch bleiben in Deutschland zwei Wege. Der erste ist der direkte Kauf der Münze bei einem Anbieter mit MiCA-Zulassung, mit der Möglichkeit, die Bestände danach selbst zu verwahren. Der zweite sind börsengehandelte Schuldverschreibungen auf XRP, die über ein Wertpapierdepot laufen. Beide Wege unterscheiden sich in drei Punkten, und die solltest du vor dem Kauf nebeneinanderlegen.

Erstens die Rechtsnatur. Ein Spotkauf macht dich zum Inhaber der Münze. Eine Schuldverschreibung ist eine Forderung gegen einen Emittenten, auch wenn sie hinterlegt ist, und trägt damit dessen Ausfallrisiko. Zweitens die laufenden Kosten, also Handelsgebühren und Spread gegen die jährliche Verwaltungsgebühr des Papiers. Drittens die Verwahrung: Bei der Münze hast du die Wahl zwischen Börsenverwahrung und eigenen Schlüsseln, beim Papier nicht.

Die Einschätzung der Redaktion

Unsere Einschätzung: Das Transfervolumen vom Montag ist kein Kaufsignal, und wer es als solches verkauft, rechnet nicht nach. Die Belege liegen oben und sind nachprüfbar: 664 Dollar Gebühren für angeblich 49,66 Milliarden Dollar Bewegung, ein Spotumsatz von 1,47 Milliarden Dollar, Börsenreserven auf einem lokalen Hoch von 11,81 Milliarden XRP und eine Fondswoche, die nach 13 positiven erstmals negativ ausfällt.

Was gegen unsere Lesart spricht, gehört dazu. Der Spotumsatz ist gegenüber dem Sonntag um 68 Prozent gestiegen, und die Liquidationen im Terminmarkt blieben nach den Berichten des Tages mit 5,75 Millionen Dollar klein. Diese Kombination deutet darauf hin, dass die Erholung des Montags tatsächlich aus dem Kassamarkt kommt und nicht aus erzwungenen Positionsschließungen. Das ist ein echtes Argument. Es stützt nur die 1,47 Milliarden Dollar, nicht die 49,66.

XRP bei 1,30 Dollar: 664 Dollar Gebühren tragen keine Rallye

Die Lage am Montagabend lässt sich in drei Handgriffen abarbeiten:

  1. Die Zahl selbst nachrechnen. Bevor eine Volumenmeldung eine Kaufentscheidung begründet, vergleiche sie mit dem Spotumsatz desselben Tages. Welche Werkzeuge solche Daten ausweisen, zeigt der Vergleich der Analyse-Plattformen.
  2. Die Verwahrung festlegen. Wenn 18,7 Prozent der umlaufenden Menge auf Börsen liegen, ist die Frage, ob deine Bestände dort auch liegen müssen, keine theoretische. Die Geräte und ihre Unterschiede stehen im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Die Käufe dokumentieren. Kaufzeitpunkt, Menge und Kurs je Tranche gehören festgehalten, bevor die Zahl der Tranchen unübersichtlich wird. Was das automatisiert, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 19. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebuehrenmodelle aendern sich; pruefe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum XRP-Transfervolumen

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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