Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XRP Kurs Prognose, Delegation geht heute um 23:25 Uhr live: Hält die Marke bei 1,34 Dollar?

Im XRP Ledger wird heute Abend um 23:25 Uhr deutscher Zeit die Konto-Vollmacht freigeschaltet, ausgelesen aus dem Hauptbuch selbst. Der Fix, der eine bekannte Lücke dabei schließen soll, steht zwei Stimmen vor der Mehrheit. Was das für deinen XRP-Bestand, die eigene Verwahrung und die deutsche Haltefrist bedeutet.

Große Bahnhofsuhr ohne Ziffern in einer dunklen Halle, der Zeiger kurz vor der vollen Stunde, daneben ein graviertes Metallschild
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XRP notiert am Donnerstagabend bei 1,36 US-Dollar und damit 5,25 Prozent tiefer als am Vortag. Die kurze Antwort auf die Frage, ob die Marke hält: Das Tagestief von 1,34 Dollar ist die einzige frische Haltelinie, die der Markt in diesem Abschwung gebildet hat, und sie wird heute Nacht von einem Ereignis begleitet, das nichts mit dem Kurs zu tun hat. Um 23:25 Uhr deutscher Zeit schaltet das XRP Ledger eine Protokolländerung frei, die zum ersten Mal erlaubt, einem fremden Konto eng begrenzte Rechte am eigenen Konto zu geben. Der Reparatur-Baustein, den die Entwicklerdokumentation dazu ausdrücklich erwähnt, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht aktiv.

Beide Zahlen stammen nicht aus einer Meldung, sondern aus dem Hauptbuch. Jedes Amendment im XRP Ledger trägt dort einen Zeitstempel, ab dem es die nötige Mehrheit der Validatoren hinter sich hat, und wird genau zwei Wochen später scharf geschaltet. Für PermissionDelegationV1_1 fiel dieser Stempel am 24. September, die zwei Wochen laufen heute Abend ab.

XRP Kurs bei 1,36 Dollar: Das Tagestief von 1,34 Dollar ist die erste Haltelinie

Der Tagesverlauf spannt sich zwischen 1,34 und 1,43 US-Dollar, in Euro sind es 1,21. Auf Wochensicht steht ein Minus von 8,8 Prozent, über 30 Tage ein Minus von 5,38 Prozent. Vom Allzeithoch bei 3,65 Dollar vom 17. Juli 2025 trennen den Kurs 62,8 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 85,6 Milliarden Dollar, womit XRP den fünften Rang hält, bei einem Handelsvolumen von 2,95 Milliarden Dollar in 24 Stunden.

Der Rückgang ist kein XRP-Thema. Bitcoin steht am selben Abend bei 81.316 Dollar und 2,46 Prozent im Minus, Ethereum bei 2.433 Dollar und 5,11 Prozent im Minus, Solana verliert 6,76 Prozent, Dogecoin 6,15 Prozent. XRP liegt damit ungefähr auf der Linie der grossen Altcoins und schwächer als Bitcoin. Wer eine Marke sucht, an der sich etwas entscheidet, findet sie deshalb eher im Gesamtmarkt als im eigenen Chart.

Was die 1,34 Dollar technisch wert sind

Ein Tagestief ist kein Unterstützungsniveau im klassischen Sinn. Es wird erst zu einem, wenn der Kurs es mehrfach anläuft und nicht unterschreitet. Bis dahin beschreibt es nur, wo an diesem Tag zuletzt genug Nachfrage stand, um den Verkaufsdruck aufzufangen. Nach oben liegt die nächste sichtbare Hürde beim Tageshoch von 1,43 Dollar, danach bei der Zone um 1,50 Dollar, die den Kurs Anfang Oktober mehrfach gedeckelt hat.

Von 99,99 Milliarden XRP sind 63,09 Milliarden im Umlauf. Der Rest liegt größtenteils in den monatlich freigegebenen Treuhandkonten von Ripple, deren Freigaben seit Jahren einem festen Rhythmus folgen und deshalb in jeder Angebotsrechnung mitlaufen sollten.

PermissionDelegationV1_1 im XRP Ledger: Was um 23:25 Uhr freigeschaltet wird

Permission Delegation, in der Spezifikation als XLS-75 geführt, erlaubt einem Konto, einem zweiten Konto das Recht zu geben, bestimmte Transaktionen in seinem Namen zu senden. Der Fachbegriff dafür ist rollenbasierte Rechtevergabe: Nicht der ganze Schlüssel wandert weiter, sondern eine Liste eng umrissener Befugnisse.

Die Zahlen aus dem Hauptbuch am Donnerstagabend: 28 von 33 Validatoren, die gerade Stimmen abgeben, unterstützen das Amendment. Nötig sind 26. Diese Mehrheit steht seit dem 24. September, und genau zwei Wochen danach, also heute um 23:25 Uhr deutscher Zeit, wird die Funktion aktiv. Fällt die Unterstützung vorher unter die Schwelle, beginnt die Frist von vorn.

Praktisch gedacht ist die Funktion für zwei Fälle: Ein Unternehmen will Routine-Zahlungen von einem Konto auslösen lassen, ohne den Hauptschlüssel aus der Hand zu geben. Und ein privater Halter will einen Dienst eine einzelne Aufgabe erledigen lassen, etwa das Setzen einer Handelsorder, ohne ihm Zugriff auf den Bestand zu geben.

DelegateSet: Wie eine Vollmacht im XRP Ledger erteilt und wieder entzogen wird

Erteilt wird die Vollmacht mit einer Transaktion namens DelegateSet. Dieselbe Transaktion ändert die Rechte später wieder oder nimmt sie ganz zurück. Ein Konto kann mehrere Bevollmächtigte mit unterschiedlichen Rechtepaketen führen.

Eine Hand loest einen einzelnen Messingschluessel vom Schluesselbund und legt ihn in die offene Hand eines Zweiten
Eine Vollmacht im XRP Ledger gibt genau einen Schlüssel weiter, nicht den ganzen Bund.

Die Grenzen stehen in der Dokumentation des Ledgers und sind für die Praxis wichtiger als die Funktion selbst:

  • Jeder Bevollmächtigte kann höchstens zehn Rechte halten.
  • Rechte, mit denen sich Schlüssel ändern oder weitere Rechte vergeben ließen, sind von der Vergabe ausgenommen. Ein Bevollmächtigter kann sich also nicht selbst mehr Macht geben.
  • Die Rechte sind fest verdrahtet und lassen sich nicht frei zuschneiden.
  • Jeder Bevollmächtigte belegt einen Posten der Owner Reserve. Im XRP Ledger sind das derzeit 0,2 XRP je Objekt, bei einer Grundreserve von 1 XRP je Konto.
  • Der Bevollmächtigte braucht ein finanziertes eigenes Konto und zahlt die Transaktionsgebühren selbst.
  • Pseudokonten, etwa die automatischen Handelsplätze des Ledgers, können nicht bevollmächtigt werden.
  • Delegierte Transaktionen landen nie in der Warteschlange. Wer sie im falschen Moment sendet, bekommt einen Fehler statt einer Verzögerung.

Die Einzelheiten dazu stehen in der Entwicklerdokumentation des XRP Ledgers.

fixCleanup3_4_0 bei 24 von 26 nötigen Stimmen: Die offene Stelle trägt den Namen PaymentBurn

An dieser Stelle wird aus einer Protokollmeldung eine Sache, die Halter angeht. Die Dokumentation des XRP Ledgers rät ausdrücklich davon ab, das Einzelrecht PaymentBurn zu vergeben, solange ein weiteres Amendment namens fixCleanup3_4_0 nicht aktiv ist. Vor diesem Fix kann ein Bevollmächtigter mit diesem Recht unter bestimmten Umständen neue fungible Token erzeugen.

Und genau dieser Fix ist am Donnerstagabend nicht aktiv. Im Hauptbuch steht er bei 24 Stimmen, nötig sind 26. Er hat keine Mehrheit erreicht und folglich auch keinen Zeitstempel, von dem aus eine Zwei-Wochen-Frist laufen könnte. Die Delegation geht also heute Nacht in Betrieb, während die zugehörige Reparatur zwei Stimmen vor der Ziellinie steht.

Riegelmechanismus einer Stahltuer von innen, drei Riegel ausgefahren, die vierte Riegelfuehrung bleibt leer
Drei Riegel greifen, der vierte fehlt noch: fixCleanup3_4_0 steht bei 24 von 26 Stimmen.

Das ist kein Grund zur Panik und auch kein Angriff auf bestehende Bestände. Niemand kann sich eine Vollmacht an deinem Konto selbst nehmen. Eine solche Vollmacht entsteht ausschließlich dadurch, dass du selbst eine DelegateSet-Transaktion unterschreibst. Die Lücke betrifft denjenigen, der ab heute Nacht eine Vollmacht erteilt und dabei ausgerechnet dieses eine Recht mitgibt.

Woran du eine DelegateSet-Aufforderung erkennst

Die praktische Gefahr der nächsten Wochen heißt nicht Protokollfehler, sondern Gewöhnung. Jede neue Transaktionsart im XRP Ledger wird binnen Tagen von Betrugsseiten nachgebaut, die eine Unterschrift unter einem harmlos klingenden Vorwand einsammeln. Wenn deine Wallet dich um eine Unterschrift unter etwas bittet, das DelegateSet heißt, und du gerade keine Vollmacht erteilen wolltest, gibt es dafür keinen gutartigen Grund.

BatchV1_1 und fixBatchV1_2 am 9. Oktober: Acht Transaktionen in einem Paket

Am Freitagnachmittag folgen zwei weitere Änderungen. fixBatchV1_2 wird um 16:12 Uhr deutscher Zeit aktiv und trägt im Hauptbuch die volle Unterstützung von 33 Stimmen. BatchV1_1, in der Spezifikation XLS-56, folgt um 16:46 Uhr mit 28 Stimmen.

Batch bündelt mehrere Transaktionen in einem Umschlag, der entweder ganz oder gar nicht ausgeführt wird. Für Halter ist das zunächst eine Bequemlichkeit, für Anwendungen auf dem Ledger ändert es mehr: Ein Tausch samt der dazugehörigen Vertrauenslinie lässt sich damit in einem Schritt erledigen, ohne dass ein halb ausgeführter Zustand zurückbleibt. Wer eine Software nutzt, die auf dem Ledger handelt, wird davon in den kommenden Wochen eher in Form kleinerer Gebührenrechnungen etwas merken als in Form neuer Knöpfe.

LendingProtocolV1_1 bei 14 von 26 Stimmen: Das Kreditmodul bleibt vorerst liegen

Das am häufigsten diskutierte Modul ist das, das heute Nacht gerade nicht kommt. LendingProtocolV1_1, geführt als XLS-66, steht im Hauptbuch bei 14 Stimmen von 33 abgegebenen. Bis zur nötigen Mehrheit von 26 fehlen zwölf. Eine ältere Fassung namens LendingProtocol steht bei 15 Stimmen und ist damit ebenfalls weit entfernt.

Der Stand hat sich seit Anfang Oktober kaum bewegt, wie unsere Auswertung zum Lending-Amendment vom 6. Oktober zeigt. Wer seine Erwartung an den XRP-Kurs an ein natives Kreditmodul auf dem Ledger hängt, rechnet damit nicht in Tagen, sondern frühestens in Monaten.

Börsenbestand und eigenes XRPL-Konto: Für wen die Umstellung überhaupt zählt

Die Unterscheidung entscheidet darüber, ob dich heute Nacht überhaupt etwas betrifft.

Liegt dein XRP bei einer Börse, gehört das Konto im Ledger der Börse, nicht dir. Vollmachten kannst du dort weder erteilen noch erteilt bekommen. Was sich für dich ändert, ist nichts, abgesehen davon, dass die Börse ihre eigene Software aktualisieren muss. Ein kurzes Wartungsfenster rund um die Aktivierung ist bei größeren Handelsplätzen üblich, und genau in solchen Fenstern lassen sich Ein- und Auszahlungen zeitweise nicht ausführen.

Hast du dagegen ein eigenes XRPL-Konto, etwa in einer Software-Wallet mit eigenem Schlüssel oder in einem Hardware-Gerät, bist du ab heute Nacht derjenige, der eine Vollmacht erteilen kann. Dann lohnt der Blick darauf, ob deine Wallet die neue Transaktionsart überhaupt im Klartext anzeigt. Zeigt sie dir nur eine Zeichenkette statt eines verständlichen Hinweises, unterschreibst du blind.

Haltefrist nach einem Jahr: Eine Vollmacht ist keine Veräußerung

Für Anleger in Deutschland hängt an der Funktion eine Steuerfrage, und sie lautet: Setzt eine Vollmacht die einjährige Haltefrist nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes zurück?

Die naheliegende Lesart spricht dagegen. Eine Vollmacht überträgt kein wirtschaftliches Eigentum: Die Coins bleiben auf deinem Konto, du kannst die Rechte jederzeit mit einer weiteren DelegateSet-Transaktion zurücknehmen, und nach den Protokollregeln kann der Bevollmächtigte weder deine Schlüssel ändern noch sich selbst weitere Rechte geben. Ohne Eigentumswechsel fehlt es an dem Vorgang, den das Gesetz als Veräußerungsgeschäft erfasst. Eine Verwaltungsanweisung, die den Fall ausdrücklich behandelt, gibt es bislang nicht, weil die Funktion heute Nacht zum ersten Mal existiert. Wer größere Bestände bewegt, lässt das deshalb besser von einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater bestätigen, statt sich auf die Logik zu verlassen.

Anders sieht es aus, sobald der Bevollmächtigte tatsächlich handelt. Löst ein Dienst in deinem Namen einen Tausch aus, ist jeder einzelne Tausch ein Veräußerungsgeschäft mit allem, was dazugehört: Gewinnermittlung, Haltefrist je Zugang, Freigrenze von 1.000 Euro für sonstige private Veräußerungsgeschäfte im Kalenderjahr. Eine Vollmacht, die handeln darf, erzeugt also genau die Belegflut, die in der laufenden Gesetzesdiskussion gerade zum Problem wird: Die Stellungnahmen zum Krypto-Steuerentwurf des Bundeskabinetts liefen am 6. Oktober ab, beschlossen werden soll der Entwurf am 14. Oktober.

Was in deine Unterlagen gehört

Erteilst du eine Vollmacht, notiere Datum, Kontoadresse des Bevollmächtigten und die vergebenen Rechte. Das kostet zwei Minuten und beantwortet später die Frage, wer welche Transaktion ausgelöst hat. Jede Transaktion steht zwar dauerhaft im Hauptbuch, aber die Zuordnung zu einem Zweck steht dort nicht.

Vollmacht im XRP Ledger: Was du jetzt tun kannst

Wenn du XRP in eigener Verwahrung hältst, gibt es vor der Aktivierung drei Dinge, die sich in wenigen Minuten erledigen lassen. Erstens: Prüfe, ob deine Wallet-Software ein Update bereitstellt, das die neuen Transaktionsarten kennt. Zweitens: Vergib vorerst keine Vollmacht, die das Recht PaymentBurn enthält, solange fixCleanup3_4_0 nicht aktiv ist. Drittens: Behandle jede unerwartete Aufforderung zu einer DelegateSet-Unterschrift als Betrugsversuch.

Liegt dein Bestand bei einem Handelsplatz, reicht ein Blick auf dessen Statusseite. Wartungsfenster rund um Protokolländerungen werden dort in der Regel vorher angekündigt.

XRP bei 1,36 Dollar: Ohne fixCleanup3_4_0 bleibt PaymentBurn tabu

Die Lage am Donnerstagabend in drei Schritten, die du der Reihe nach abarbeiten kannst:

  1. Verwahrung klären. Entscheide zuerst, ob dein XRP auf einem eigenen Ledger-Konto oder bei einem Handelsplatz liegt, denn davon hängt alles Weitere ab. Wer den Bestand bewegen oder aufteilen will, findet die Konditionen der Handelsplätze im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Schlüsselgewalt prüfen. Bei eigener Verwahrung zählt ab heute Nacht, ob deine Wallet eine DelegateSet-Transaktion lesbar anzeigt. Welche Geräte wie viel im Klartext darstellen, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Belege sichern. Falls du eine Vollmacht erteilst, halte Datum und Umfang fest und sorge dafür, dass jede davon ausgelöste Transaktion in deiner Gewinnermittlung landet. Werkzeuge dafür stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Die Frage aus der Überschrift lässt sich damit so beantworten: Die 1,34 Dollar halten oder fallen mit dem Gesamtmarkt, nicht mit dem Amendment. Eine Protokolländerung, die eine Verwaltungsfunktion freischaltet, bewegt keinen Kurs. Was sie bewegt, ist die Zahl der Wege, auf denen ein Halter seinen Bestand verlieren kann, und der wichtigste davon führt heute Nacht über eine Unterschrift, die niemand verlangt hat. Den aktuellen Abstimmungsstand aller Amendments kannst du jederzeit selbst im Amendment-Überblick des XRP Ledgers nachsehen.

(Stand: 8. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu XRP

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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