Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Solana Prognose: Warum jede zweite Transaktion aus der Zählung fiel

Analyse: Die Transaktionszahl der Solana-Blockchain liegt seit dem 21. Oktober deutlich tiefer, obwohl der Nutzerverkehr hält. Eine eigene Messung zeigt, warum, und was für den Kurs zwischen 98,27 und 105,99 Dollar daraus folgt.

Nächtliche Postsortieranlage, zwei Stahl-Förderbänder laufen auf einen Zählbogen zu, das linke dicht beladen, das rechte leer, im Stahlrahmen darüber das Solana-Zeichen
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Wer sich am Dienstagabend die Transaktionszahl der Solana-Blockchain ansieht, findet einen Wert, der weit unter dem vom Vormonat liegt. Der Grund steckt nicht im Netzwerk, sondern in der Buchhaltung: Seit dem Upgrade Alpenglow am 21. Oktober werden die Stimmen der Validatoren nicht mehr als Transaktionen gezählt. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Solana Prognose ein.

Belegt ist: In fünf Stichproben zu je 60 Sekunden meldete der Solana-Knotenpunkt am Dienstagabend 949.461 Transaktionen, und genau 949.461 davon waren Nicht-Stimm-Transaktionen. Die Differenz beträgt null. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Die Zahlenreihe bricht an dieser Stelle, der Betrieb des Netzwerks nicht.

SOL notiert am Dienstagabend bei 100,79 Dollar. In die 24 Stunden davor ging der Kurs bei 100,15 Dollar, das Tageshoch lag bei 101,22 Dollar, das Tagestief bei 99,00 Dollar. Gehandelt wurden in diesem Zeitraum 330.422 SOL. Die Marke, an der sich alles entscheidet, liegt unverändert bei 100 Dollar.

949.461 Transaktionen, null Stimmen: die eigene Messung vom Dienstagabend

Ein Knotenpunkt der Solana-Blockchain liefert auf Anfrage die letzten Leistungsstichproben: je 60 Sekunden lang zählt er, wie viele Transaktionen und wie viele Nicht-Stimm-Transaktionen in die Blöcke dieses Zeitfensters gingen. Beide Werte standen am Dienstagabend über alle fünf Stichproben hinweg auf derselben Zahl.

Das war im Sommer anders. Eine Auswertung von Solana Compass für die Woche vom 30. September bis zum 6. Oktober kommt darauf, dass rund 56 Prozent aller Transaktionen im Netzwerk Stimmen von Validatoren waren. Jede zweite Zeile in der Statistik war also kein Nutzer, der einen Token schickte, sondern ein Validator, der einen Block bestätigte.

Einzeln gerechnet ergeben die fünf Stichproben einen Durchsatz von 3.165 Transaktionen je Sekunde. Das ist der Wert, der nach der Umstellung übrig bleibt, und er besteht ausschließlich aus echtem Nutzerverkehr. Seit dem Netzstart hat die Blockchain 564.047.116.949 Transaktionen verarbeitet.

Was Alpenglow am 21. Oktober mit den Stimmen gemacht hat

Alpenglow ersetzte das bisherige Konsensverfahren TowerBFT. Die Stimmen der Validatoren laufen seitdem direkt zwischen den Validatoren und werden zu Zertifikaten gebündelt. Diese Zertifikate liegen im Fußbereich eines Blocks, nicht mehr in der Transaktionsliste.

Ein Zertifikat ist in diesem Zusammenhang ein gesammelter Nachweis darüber, dass genug Validatoren einem Block zugestimmt haben. Für den Konsens zählt es genauso wie die einzelnen Stimmen vorher, für einen Zähler, der die Transaktionsliste eines Blocks abarbeitet, ist es unsichtbar.

Die Projektdokumentation von Solana weist Entwicklerteams ausdrücklich darauf hin, ihre Transaktions- und Durchsatzanzeigen neu zu kalibrieren, weil der Rückgang eine Frage der Zählweise ist. Der Infrastrukturanbieter Triton One empfiehlt zusätzlich, Alarme zurückzusetzen, die bei kleinen Blöcken anschlagen. Eine Analyse des Übergangsblocks von Coindoo zählt dort 649 Stimm-Transaktionen und danach keine mehr.

Wer eigene Vergleiche über den 21. Oktober hinweg zieht, braucht deshalb auf beiden Seiten denselben Filter. Ein Diagramm, das vorher alle Transaktionen und nachher nur Nutzertransaktionen zeigt, zeigt einen Einbruch, den es nicht gab.

213 Millisekunden je Slot: das Tempo in der eigenen Messung

Dieselben fünf Stichproben erfassen auch die Zahl der Slots. Ein Slot ist das Zeitfenster, in dem ein Validator einen Block vorschlagen darf. In 300 Sekunden zählte der Knotenpunkt 1.407 Slots, das sind 4,69 Slots je Sekunde oder 213 Millisekunden je Slot.

Vor Alpenglow lag die Slotzeit im Netzwerk bei etwa 400 Millisekunden. Die Blöcke folgen also in deutlich kürzerem Abstand aufeinander, und die geringeren Kosten des neuen Stimmverfahrens sind genau der Hebel, über den das möglich wurde.

Die Epoche 1069 stand am Dienstagabend bei 93,27 Prozent. Rechnerisch bleiben 29.080 Slots, bei der gemessenen Slotzeit also gut 1,7 Stunden bis zum Wechsel in die Epoche 1070. Die Inflationsrate des Netzwerks liegt bei 3,5841 Prozent, im Umlauf sind 589.874.408 SOL von einem Gesamtangebot von 636.517.483 SOL.

Hochgeschwindigkeits-Druckerpresse in dunkler Werkhalle, die Papierbahn verschwimmt in den Stahlwalzen zu einem Band, ein Arbeiter steht reglos am Bedienstand
Der Durchsatz bleibt hoch, auch wenn die Statistik nach der Umstellung niedriger ausfällt.

150 Millisekunden sind das Ziel, 404 Millisekunden die Messung vom 23. Oktober

Alpenglow wird mit einer Finalität von 150 Millisekunden beworben. Finalität bedeutet die Zeit, nach der eine Transaktion als endgültig gilt und nicht mehr zurückgenommen werden kann. Die 150 Millisekunden sind ein Zielwert des Verfahrens, kein Messwert aus dem laufenden Netz.

Eine Messung von außen am 23. Oktober kam auf einen Mittelwert von 404 Millisekunden. Das ist immer noch ein Bruchteil der rund 13 Sekunden, die Ethereum für einen Block braucht, und es liegt weit über der Zahl, die in den Ankündigungen stand. Für eine Börse, die Ein- und Auszahlungen nach Finalität freigibt, macht dieser Unterschied die Rechnung.

Firedancer verlangt 1 SOL für jede Fehlermeldung

Am Dienstag hat das Firedancer-Team von Jump Crypto seine Regeln für Sicherheitsmeldungen geändert. Wer eine Schwachstelle im Validator-Programm melden will, verbrennt dafür 1 SOL, zum Kurs vom Dienstagabend rund 100 Dollar. Verbrennen heißt: Die Münze wird dauerhaft aus dem Umlauf genommen, nicht an eine Kasse überwiesen.

Die Gebühr fällt auch dann an, wenn sich die Meldung als ungültig, als bereits bekannt oder als außerhalb des Programms herausstellt. Eine Meldung ohne Verbrennung kommt für eine Belohnung gar nicht in Betracht. Firedancer ist der zweite Validator-Client für Solana, geschrieben bei Jump Crypto. An der Frage, ob ein zweiter Client zuverlässig läuft, hängt die Ausfallsicherheit des gesamten Netzwerks.

809 Meldungen, 127 Funde: die Rechnung hinter der Gebühr

Den Anlass liefert ein Prüfwettbewerb mit einer Million Dollar Preisgeld. Dort gingen 809 Meldungen von 162 Forschern ein, aus denen am Ende 127 eigenständige Sicherheitsfunde wurden. Jump geht davon aus, dass nahezu alle Einsendungen mit Hilfe von Sprachmodellen entstanden sind.

Gegen die Gebühr stehen deutlich höhere Belohnungen. Bis zum 20. November zahlt das Programm für anerkannte Funde das Doppelte des üblichen Satzes, für Schwachstellen mit Alpenglow-Bezug das Dreifache, und für kritische Funde bis zu 300.000 Dollar. Der 20. November ist damit die nächste Frist im Kalender des Projekts, und sie betrifft den Kurs nur mittelbar, die Sicherheit des Netzwerks dagegen direkt.

Solana bei 100,79 Dollar zwischen zwei Durchschnittslinien

Für den Kurs sind an diesem Dienstag zwei Linien maßgeblich. Nach den Berechnungen von FXStreet lag die 50-Tage-Linie am Montag bei 105,99 Dollar und die 200-Tage-Linie bei 98,27 Dollar. SOL steht mit 100,79 Dollar dazwischen, näher an der unteren Linie.

Solange der Kurs über 98,27 Dollar bleibt, hält der längerfristige Aufwärtsbefund. Die Analysten von FXStreet verorten darunter weitere Auffangzonen bei 98,17 bis 98,80 Dollar und bei 95,55 bis 96,26 Dollar. Coin-Turk gibt eine Warnung weiter, nach der ein dauerhafter Bruch der 100-Dollar-Marke Raum bis in die Region um 80 Dollar öffnen könnte, also rund 20 Prozent tiefer. Das ist eine fremde Erwartung, keine Rechnung dieser Redaktion.

Nach oben liegt die erste Hürde am Tageshoch von 101,22 Dollar, die zweite an der 50-Tage-Linie bei 105,99 Dollar. Zwischen diesen beiden Werten liegen 4,7 Prozent, und ohne frisches Kapital ist diese Strecke schwer zu gehen.

Die dritte Abflusswoche in den SOL-Fonds

Genau dieses Kapital fehlt derzeit. Die börsengehandelten Solana-Fonds verzeichneten in der vergangenen Woche die dritte Abflusswoche in Folge, nach einer Zählung 17,30 Millionen Dollar. Für den gesamten Oktober gehen die Angaben auseinander: Eine Aufstellung kommt auf 72,24 Millionen Dollar, Decrypt auf rund 68 Millionen, und unsere eigene Auswertung vom 24. Oktober zählte 30,3 Millionen Dollar über fünf Handelstage. Die Spanne erklärt sich aus unterschiedlichen Datenanbietern und Stichtagen.

Dazu kommt der Terminmarkt. Das offene Interesse in Solana-Futures sank auf 6,18 Milliarden Dollar, von 6,34 Milliarden in der Woche davor. Weniger offene Positionen bedeuten weniger Nachfrage mit Hebel, und sie nehmen dem Kurs in beide Richtungen etwas Schwung.

Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über den Zins. Für Solana zählt dieser Termin vor allem über den Umweg: Fällt der Entscheid wie erwartet aus, bleibt die Liquidität, die den Altcoins im Oktober gefehlt hat, erst einmal knapp.

Schweres Stahltor mit schmalem Münzschlitz vor einem dunklen Prüfraum, davor leere Drahtkörbe, in einem Korb im Hintergrund ein einzelner Umschlag
Eine Gebühr am Eingang soll aus 809 Meldungen wieder prüfbare Funde machen.

Was sich seit Montag geändert hat

Unsere Auswertung vom Montag zum Solana-Prognose-Thema stand bei einem Kurs von 100,89 Dollar, mit einem Tagestief von 99,82 Dollar und einem Tageshoch von 102,48 Dollar. Am Dienstagabend steht der Kurs bei 100,79 Dollar, also zehn Cent tiefer.

Bewegt hat sich die Spanne. Das Tagestief liegt mit 99,00 Dollar um 82 Cent niedriger als am Montag, das Tageshoch mit 101,22 Dollar um 1,26 Dollar tiefer. Die Spanne eines Handelstages schrumpfte damit von 2,66 auf 2,22 Dollar. Vor einem Zinsentscheid ist das ein bekanntes Muster: Der Markt wartet ab, statt sich zu positionieren.

Unverändert geblieben ist der Befund von Montag zum gebundenen Kapital in den Solana-Anwendungen, und die Staking-Rendite liegt weiter bei 4,96 Prozent gegen eine Inflation von 3,5841 Prozent. Neu ist allein die Zählfrage, und sie betrifft keine der Zahlen aus dem Montagsartikel, weil dort der Handelsumsatz und nicht die Transaktionszahl die Grundlage war.

Staking, Haltefrist und Steuer für Anleger in Deutschland

Für die Steuererklärung ist die Zählweise des Netzwerks ohne Belang, die Haltefrist dagegen nicht. Bei privaten Verkäufen von Kryptowerten bleibt ein Gewinn nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, innerhalb des Jahres greift die Einkommensteuer mit dem persönlichen Satz. Wo die geplante Reform dieser Regel gerade steht, führen wir im Stand der Haltefrist-Reform nach.

Beim Staking kommt eine zweite Ebene hinzu. Die laufenden Belohnungen gelten als sonstige Einkünfte und sind im Jahr des Zuflusses zu versteuern, sobald die Freigrenze überschritten ist. Verkaufst du die so erhaltenen SOL später, beginnt für diese Stücke eine eigene Haltefrist mit dem Tag des Zuflusses. Wer über mehrere Epochen hinweg Belohnungen bezieht, hat also viele kleine Fristen im Depot und nicht eine.

Praktisch heißt das: Prüfe für dein Staking, über welchen Weg du es betreibst und welcher Anteil der Belohnung beim Anbieter bleibt. Zwischen eigener Delegation an einen Validator und dem Angebot einer Börse liegen bei der Nettorendite häufig mehrere Zehntel Prozentpunkte. Jeder Zufluss gehört zudem mit Datum und Kurs festgehalten, und diese Arbeit übernehmen die Werkzeuge aus unserem Vergleich der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker. Die Anleitung für die eigene Delegation steht im Beitrag zum Solana-Staking.

Einordnung der Redaktion zur Lage bei Solana

Unsere Einschätzung: Die Zählumstellung ist für den Kurs kein Thema, für die Beurteilung des Netzwerks aber eines. Dafür sprechen drei Belege. Erstens steht der Durchsatz an echtem Nutzerverkehr mit 3.165 Transaktionen je Sekunde unverändert hoch. Zweitens ist die gemessene Slotzeit von 213 Millisekunden ungefähr halb so lang wie vor dem Upgrade. Drittens liegt die Finalität mit 404 Millisekunden am 23. Oktober deutlich über dem Zielwert von 150 Millisekunden, das Verfahren ist also noch nicht dort, wo es hin soll.

Dagegen spricht die Kapitalseite. Drei Abflusswochen in den Fonds und ein sinkendes offenes Interesse am Terminmarkt sind keine Grundlage für einen Ausbruch über 105,99 Dollar, und der Zinsentscheid am Mittwoch kann die Lage in beide Richtungen bewegen. Die technische Verbesserung wirkt auf Monate, die Kapitalflüsse wirken auf Tage. Wer die beiden Zeithorizonte vermischt, liest aus der neuen Statistik ein Signal, das darin nicht steht.

Solana-Kennzahlen: vergleichbar erst ab dem 21. Oktober

Drei Schritte für den Rest der Woche:

  1. Eigene Zahlenreihen neu ansetzen. Wenn du Transaktionszahlen oder Durchsatzwerte verfolgst, setze den Vergleichszeitraum auf den 21. Oktober oder filtere auf beiden Seiten auf Nicht-Stimm-Transaktionen. Alarme, die auf kleine Blöcke reagieren, gehören zurückgesetzt. Welche Werkzeuge solche Reihen sauber führen, zeigt der Vergleich der Analyse-Plattformen.
  2. Die Staking-Rendite gegenrechnen. Bei 4,96 Prozent Rendite und 3,5841 Prozent Inflation bleibt die Differenz dünn, und der Anteil, den ein Anbieter behält, entscheidet darüber, was übrig bleibt. Die Konditionen stehen im Vergleich der Staking-Anbieter.
  3. Die Marken notieren und den Kaufweg prüfen. Unten zählen 98,27 Dollar, oben 105,99 Dollar. Wer zu diesen Marken handeln will, braucht vorher eine zugelassene Handelsstelle mit passenden Gebühren, und die listet der Vergleich der Krypto-Börsen.

Die Belege zur Zählumstellung stehen in der Alpenglow-Dokumentation des Solana-Projekts, die neue Gebührenregel für Fehlermeldungen beschreibt CoinDesk.

(Stand: 27. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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