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Solana Prognose nach 11,1 Millionen Dollar ETF-Abfluss: Das sind die Gründe

Die US-Spot-ETFs auf Solana haben am 30. September netto 11,1 Millionen Dollar verloren und damit eine Rekordwoche von 188 Millionen Dollar beendet. Der Kurs steht bei 117,66 Dollar, die Umstellung auf Alpenglow läuft im Oktober über Epochengrenzen statt über ein Datum.

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Die Solana Prognose für den Oktober hängt an einer Zahl vom Vortag: Die US-Spot-ETFs auf Solana haben am 30. September netto Geld verloren, statt welches aufzunehmen. Damit endet eine Serie, die den Kurs im September getragen hat. Der Kurs steht am 1. Oktober gegen 14:47 Uhr deutscher Zeit bei 117,66 Dollar oder 104,21 Euro, nach einem Tageshoch von 122,60 Dollar. Auf Sicht von sieben Tagen steht immer noch ein Plus von 4,1 Prozent, auf 30 Tage eines von 15,3 Prozent, und genau dieser Widerspruch ist die eigentliche Frage des Tages.

Was dahintersteckt, lässt sich an drei Stellen festmachen: an den Zahlen der Fondsgesellschaften, am Takt des Netzwerks, das im Oktober seinen Konsens umstellt, und an der Frage, was ein Anleger in Deutschland damit überhaupt anfangen kann. Alle drei haben einen Termin, und alle drei haben eine Zahl.

ETF-Abfluss von 11,1 Millionen Dollar: Die Serie der Zuflüsse bei Solana ist gerissen

Am 30. September zogen Anleger aus den amerikanischen Spot-ETFs auf Solana netto 11,10 Millionen Dollar ab. Die Zahl stammt von SoSoValue und wurde unter anderem von Chaincatcher berichtet. Den größten Einzelposten trug der Bitwise Solana Staking ETF mit 8,94 Millionen Dollar Abfluss, während der Fidelity Solana Fund ETF 2,77 Millionen Dollar aufnahm. Eine zweite Auswertung desselben Tages kommt auf rund 12,5 Millionen Dollar und nennt zusätzlich Abflüsse bei den Produkten von VanEck und Morgan Stanley von je rund 3,2 Millionen Dollar. Die Spanne von 11,1 bis 12,5 Millionen Dollar bleibt hier stehen, weil beide Häuser unterschiedlich abgrenzen.

Spot-ETF heißt: Der Fonds hält den Coin selbst und nicht nur einen Terminkontrakt darauf. Ein Abfluss bedeutet deshalb, dass der Fonds Anteile zurückgenommen und dafür SOL abgegeben hat. Das ist echter Verkaufsdruck und keine Buchung.

Der Kontrast zu den Tagen davor macht die Zahl erst interessant. In der Woche bis zum 29. September nahmen dieselben Produkte netto 188 Millionen Dollar auf, den höchsten Wochenwert seit ihrem Start. Allein am 25. September flossen 86,7 Millionen Dollar zu, der stärkste Einzeltag des Jahres. Kumuliert stehen seit dem Handelsstart rund 1,6 Milliarden Dollar Nettozufluss in den Büchern, das verwaltete Vermögen liegt bei knapp 1,96 Milliarden Dollar. Gemessen daran sind 11 Millionen Dollar winzig. Die Botschaft liegt nicht in der Höhe, sondern im Vorzeichen: Der erste rote Tag nach einer Serie zwingt jeden, der auf die Serie gesetzt hat, seine Annahme zu prüfen.

Wer verstehen will, wie diese Produkte in Deutschland überhaupt erreichbar sind, findet die Marktübersicht im Ratgeber zu Krypto-ETFs in Deutschland. Weiter unten steht, warum ein amerikanischer Spot-ETF für ein deutsches Depot in aller Regel ausfällt.

Solana Kurs zwischen 117 und 122 Dollar: Die 120er-Marke als Nahtstelle

Die Tagesspanne am 1. Oktober reicht laut CoinGecko von 117,08 bis 122,60 Dollar. Der Kurs hat die 120 also berührt und wieder abgegeben, zum wiederholten Mal in dieser Woche. Das Minus auf 24 Stunden beträgt 3,0 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 69,2 Milliarden Dollar, der Umsatz der vergangenen 24 Stunden bei 3,9 Milliarden Dollar.

Zum Allzeithoch von 293,31 Dollar vom 19. Januar 2025 fehlen dem Kurs 59,9 Prozent. Diese Zahl gehört in jede Solana Prognose, weil sie den Maßstab setzt: Der laufende Anstieg ist eine Erholung innerhalb eines mehrjährigen Rückgangs, keine Fortsetzung des alten Trends. Wer mit einer schnellen Rückkehr zu dreistelligen Prozentgewinnen rechnet, rechnet gegen diese Spanne.

Für den Alltag heißt das: Die 120 ist keine magische Linie, sondern die Stelle, an der zuletzt dreimal Angebot auf Nachfrage traf. Ein Tagesschluss darüber würde den Bereich um 122,60 zum nächsten Prüfstein machen. Fällt der Kurs unter das Tagestief von 117,08, liegt der nächste nennenswerte Halt dort, wo der Kurs vor dem Anstieg der vergangenen vier Wochen stand, also im Bereich um 110 Dollar.

Alpenglow im Oktober: Finalität von 12,8 Sekunden auf 150 Millisekunden

Die zweite Hälfte der Antwort liegt im Netzwerk selbst. Solana stellt im Oktober mit der Version Agave 4.3 auf den neuen Konsens Alpenglow um. Finalität ist der Zeitpunkt, ab dem eine Transaktion praktisch nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Heute dauert das rund 12,8 Sekunden; mit Alpenglow sollen daraus rund 150 Millisekunden werden. Die offizielle Übersicht dazu steht auf der Upgrade-Seite von Solana.

Der Termin ist weicher, als er klingt. Cryptoticker hatte am 28. September berichtet, dass die Aktivierung an jenem Tag nicht zustande kam; der Forschungschef von Anza sprach dort von einem ausbleibenden Ansturm. Die Umstellung läuft über Epochengrenzen im Oktober, nicht über ein Datum im Kalender. Für die Kursfrage ist das relevant, weil jeder Teilnehmer, der auf ein festes Datum gesetzt hat, seinen Plan nachjustieren muss.

Schwere Messing-Bahnhofsuhr ohne Ziffern und Zeiger im Gegenlicht einer leeren Bahnhofshalle
Nicht der Kalender gibt bei Solana den Takt vor, sondern die Epochengrenze: Dort wird ein Stake frei, und dort schaltet auch Alpenglow.

Frankendancer verliert den Support: Das Migrationsfenster trifft Validatoren

Mit der Umstellung endet der Support für Frankendancer, den Übergangsclient des Firedancer-Teams von Jump Crypto. Ein Validator-Client ist die Software, mit der ein Betreiber am Konsens teilnimmt und Blöcke bestätigt. Firedancer soll Alpenglow von Beginn an unterstützen, mit einer Ausnahme: Das kurze Migrationsfenster von einigen tausend Slots deckt der Client nicht ab. Betreiber müssen für diese Zeitspanne auf den Agave-Client wechseln und danach zurück.

Hinzu kommt das Validator Admission Ticket, kurz VAT. Es prüft den Schlüssel eines Betreibers, bevor dieser unter dem neuen Verfahren abstimmen darf. Solange nicht genug Betreiber ihre Schlüssel hinterlegt haben, schaltet die Umstellung nicht.

Wer seine SOL delegiert hat, betreibt selbst keinen Validator, hängt aber an einem. Fällt der gewählte Betreiber während des Fensters aus oder verpasst er den Wechsel, bleiben in dieser Zeit die Belohnungen aus. Ein Blick auf die Betriebsbereitschaft des eigenen Validators lohnt sich in den nächsten Wochen deshalb mehr als sonst.

Epoche 1046 war zu 97 Prozent durch: Wann ein Stake wirklich frei wird

Für diesen Artikel wurde der Zustand des Netzwerks am 1. Oktober gegen 12:48 Uhr UTC direkt beim öffentlichen Mainnet-Knoten abgefragt. Das Ergebnis: Das Netz stand in Epoche 1046, davon waren 419.958 von 432.000 Slots abgearbeitet, also 97,2 Prozent. Bis zum Epochenwechsel blieben rund 12.000 Slots oder etwa 80 Minuten.

Eine Epoche ist der Abrechnungszeitraum des Netzwerks und umfasst 432.000 Slots, in der Praxis also gut zwei Tage. Diese Größe ist der Grund, warum Staking bei Solana nicht wie ein Tagesgeldkonto funktioniert: Wer seinen Stake deaktiviert, bekommt die Coins erst zum Ende der laufenden Epoche frei, nicht sofort. Wer also zu einem bestimmten Termin verkaufen will, muss den Vorlauf einrechnen und nicht den Tag selbst.

Dieselbe Mechanik erklärt, warum Alpenglow keinen Kalendertermin hat. Geschaltet wird an einer Epochengrenze, und die verschiebt sich mit der tatsächlichen Blockzeit. Bei den Marken des Oktobers ist deshalb die Epochennummer die genauere Größe als das Datum.

Staking-Rendite 4,8 Prozent brutto: 440 Millionen SOL stehen im Stake

Dieselbe Abfrage liefert die Größenordnung der Rendite. Am Konsens nahmen 671 aktive Validatoren teil, zwölf weitere galten als säumig. Zusammen standen 440,5 Millionen SOL im Stake. Bei einem Umlauf von 588,0 Millionen SOL entspricht das einer Stake-Quote von 74,9 Prozent, einem der höchsten Werte unter den großen Netzwerken.

Die Emissionsrate des Netzes lag in derselben Epoche bei 3,62 Prozent im Jahr. Verteilt wird diese Emission auf die gestakete Menge, nicht auf den gesamten Umlauf. Daraus ergibt sich eine Bruttorendite von rund 4,8 Prozent im Jahr, von der die Gebühr des Validators abgeht; üblich sind dort einstellige Prozentwerte des Ertrags. Was am Ende ankommt, liegt also näher an 4,4 als an 5 Prozent.

Diese Zahl ist der stille Gegenspieler des Kurses. Wer SOL hält und stakt, verdient auch dann etwas, wenn der Kurs seitwärts läuft. Wer dagegen über ein Produkt an der Börse investiert, muss prüfen, ob die Staking-Erträge im Produkt landen oder beim Emittenten bleiben. Einen Überblick über Anbieter und Konditionen gibt der Vergleich der besten Staking-Plattformen.

Aufgeschlagener Aktenordner, Taschenrechner und Metallmünze mit geometrischem Symbol auf einem Küchentisch
Staking-Erträge entstehen steuerlich im Moment des Zuflusses: Der Kurswert an diesem Tag gehört dokumentiert, nicht der Wert beim späteren Verkauf.

Staking-Erträge in der Steuererklärung: Freigrenze 256 Euro und Zuflusszeitpunkt

Für Anleger in Deutschland hängt an diesen 4,8 Prozent eine Pflicht. Erträge aus passivem Staking behandelt die Finanzverwaltung als sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 3 Einkommensteuergesetz. Maßgeblich ist das BMF-Schreiben vom 6. März 2025. Besteuert wird im Moment des Zuflusses, und zwar mit dem Marktwert der erhaltenen Coins an diesem Tag, zum persönlichen Steuersatz.

Dafür gilt eine Freigrenze von 256 Euro im Jahr. Eine Freigrenze ist kein Freibetrag: Wer sie reißt, versteuert den vollen Betrag und nicht nur den überschießenden Teil. Bei einer Bruttorendite von 4,8 Prozent ist die Grenze rechnerisch bei rund 5.300 Euro Stake-Volumen erreicht, bei einem SOL-Kurs von 104,21 Euro also bei etwa 51 SOL.

Beim späteren Verkauf greift die andere Vorschrift. Private Veräußerungsgeschäfte regelt Paragraf 23 Einkommensteuergesetz: Nach mehr als einem Jahr Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei, darunter gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Staking verlängert die Jahresfrist nach der heutigen Verwaltungsauffassung nicht.

Praktisch heißt das: Zuflussdatum, Menge und Kurs jeder einzelnen Belohnung gehören dokumentiert, und zwar laufend. Wer das erst im März des Folgejahres rekonstruiert, schätzt. Welche Werkzeuge diese Buchung automatisch führen, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

US-Spot-ETF gegen Krypto-ETP an der deutschen Börse

Die ETF-Zahlen aus den Vereinigten Staaten bewegen den Kurs, aber sie sind für ein deutsches Depot kein Kaufweg. Ein amerikanischer Spot-ETF bringt kein Basisinformationsblatt nach der europäischen PRIIPs-Verordnung mit, und ohne dieses Dokument dürfen Broker in der EU das Produkt Privatanlegern in aller Regel nicht verkaufen. Daran ändert die Rekordwoche nichts.

Der Weg in Deutschland führt deshalb über zwei Türen. Die eine sind börsengehandelte Schuldverschreibungen, die den Kurs abbilden und an Xetra und anderen deutschen Plätzen gehandelt werden. Dort zählen Gesamtkostenquote, Spread und die Frage, ob Staking-Erträge dem Produkt gutgeschrieben werden. Die andere Tür ist der direkte Kauf über einen in der EU zugelassenen Handelsplatz, seit der MiCA-Verordnung mit einheitlicher Erlaubnis. Welche Anbieter welche Gebühren nehmen, steht im Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Der Unterschied ist nicht nur eine Kostenfrage. Nur beim direkten Kauf gilt die Jahresfrist aus Paragraf 23, und nur dort lässt sich selbst staken. Eine Schuldverschreibung im Depot folgt dagegen den Regeln für Kapitalerträge, mit Abgeltungsteuer beim Verkauf und ohne Haltefrist-Privileg. Wer beide Wege vergleicht, rechnet also zwei verschiedene Steuerlogiken gegeneinander und nicht nur zwei Gebührenmodelle.

Zwei Szenarien für den Oktober: Was an 122 und an 110 Dollar hängt

Die folgenden Marken stammen aus den oben gemessenen Tagesdaten und nicht aus einem fremden Kursziel. Im freundlichen Fall kehren die ETF-Zuflüsse zurück, die Umstellung auf Alpenglow läuft ohne größeren Ausfall, und der Kurs schließt über dem heutigen Tageshoch von 122,60 Dollar. Dann liegt der nächste Bereich dort, wo der Kurs vor der Korrektur dieses Jahres zuletzt länger gehandelt wurde.

Im unfreundlichen Fall setzen sich die Rücknahmen fort, das Migrationsfenster bringt sichtbare Ausfälle bei Validatoren, und der Kurs verliert das heutige Tagestief von 117,08 Dollar. Dann fällt der Blick auf den Bereich um 110 Dollar, in dem der Anstieg der vergangenen vier Wochen begonnen hat. Das Plus von 15,3 Prozent auf 30 Tage wäre damit zur Hälfte abgegeben.

Beide Fälle hängen an derselben Beobachtung: Der Kurs folgt derzeit der Flussrichtung der Fonds enger als den Nachrichten aus dem Netzwerk. Die tägliche Flusszahl ist deshalb die Größe, die eine Solana Prognose im Oktober trägt, und die Epochennummer die Größe, die den technischen Termin bestimmt.

Solana Prognose: Deine nächsten drei Schritte

  1. Die Flusszahl täglich lesen. Ein einzelner roter Tag ist Rauschen, drei rote Tage hintereinander sind ein Muster. Wer Solana über ein börsengehandeltes Produkt hält, prüft dabei zusätzlich Spread und Gesamtkostenquote; die Marktübersicht dazu steht im Ratgeber zu Krypto-ETFs in Deutschland.
  2. Den eigenen Validator und die Epoche im Blick behalten. Vor dem Migrationsfenster lohnt der Blick darauf, ob der gewählte Betreiber läuft und wann die nächste Epochengrenze fällt. Wer zu einem festen Termin verkaufen will, deaktiviert den Stake mindestens eine Epoche vorher. Konditionen und Mindestbeträge der Anbieter stehen im Vergleich der besten Staking-Plattformen.
  3. Die Belohnungen sofort buchen. Jede Staking-Gutschrift braucht Datum, Menge und Kurs, weil die 256-Euro-Freigrenze am Zuflusswert hängt und nicht am Verkaufserlös. Welche Werkzeuge das laufend erledigen, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 1. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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