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Polygon 2026: Das ändert sich für Anleger, wenn Polymarket 84 Prozent der Gebühren mitnimmt

Auf Polygon liegen 765 Millionen Dollar, und 83,6 Prozent der Gebühren stammen aus einem einzigen Protokoll, das den Wechsel auf eine eigene Chain angekündigt hat. Was danach vom Ökosystem bleibt, was POL noch wert ist und worauf Halter in Deutschland achten sollten.

Metall-Kartenzahlungsterminal auf einem dunklen Ladentisch, davor flach eine Münze mit eingeprägtem vieleckigem Symbol
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Polygon war jahrelang die Antwort auf jede Gebührenfrage: Wer Ethereum zu teuer fand, ging auf Polygon. Heute wirkt es, als sei dort niemand mehr. Die eigene Messung vom 28. September 2026 zeigt ein genaueres Bild, und es ist unangenehmer als der Eindruck. Auf der Chain liegen 765 Millionen Dollar, in 30 Tagen fielen 37,05 Millionen Dollar Gebühren an — davon stammen 30,98 Millionen aus einem einzigen Protokoll. Das sind 83,6 Prozent. Und genau dieses Protokoll, der Prognosemarkt Polymarket, hat angekündigt, Polygon zu verlassen.

Dieser Überblick geht das Ökosystem der Reihe nach durch: was die Chain heute ist, wer sie wirklich nutzt, wo POL gegenüber seinem Allzeithoch steht, wie du praktisch hinkommst, wo getauscht wird und welche Risiken ein Anleger in Deutschland vorher kennen sollte. Alle Zahlen sind am 28. September 2026 gegen die Schnittstelle von DefiLlama und CoinGecko selbst erhoben.

Polygon im Überblick: Chain-ID 137 und POL als Gas- und Staking-Token

Polygon ist ein eigenständiges Netzwerk mit der Chain-ID 137, das sich als schnelle und günstige Ergänzung zu Ethereum versteht. Technisch ist es EVM-kompatibel: Dieselben Smart Contracts, also selbstausführende Programme auf der Blockchain, laufen ohne Änderung auf beiden Netzwerken, und Token folgen dem Standard ERC-20.

Der Token des Netzwerks heißt seit der Umstellung POL und hat MATIC ersetzt. POL erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig: Es bezahlt die Transaktionsgebühren, und es ist der Einsatz beim Staking, also beim Hinterlegen von Token zur Absicherung des Netzwerks gegen eine Belohnung. Wer noch alte MATIC-Bestände in einer Wallet hat, sollte prüfen, ob die Umstellung vollzogen ist; auf Börsen lief sie meist automatisch, in selbst verwahrten Wallets nicht zwangsläufig.

Strategisch hat sich das Projekt neu ausgerichtet. Aus dem Tummelplatz für Anwendungen aller Art ist der Anspruch geworden, Infrastruktur für Zahlungen und Stablecoins zu sein. Diese Richtung erklärt die Umbauten am Netzwerk, die weiter unten stehen.

Wer Polygon 2026 noch nutzt: 765 Millionen Dollar TVL und 37 Millionen Gebühren im Monat

Der Total Value Locked, kurz TVL, ist die Summe der Werte, die in den Verträgen eines Netzwerks liegen. Für Polygon wies DefiLlama am 28. September 2026 genau 765.279.235 Dollar aus. Zum Vergleich, im selben Abruf gemessen: Arbitrum 1,43 Milliarden, die erst im Juli gestartete Robinhood Chain 1,02 Milliarden und Base 6,19 Milliarden Dollar. Eine Chain, die 2021 zu den größten der Branche zählte, liegt damit hinter einem drei Monate alten Netzwerk.

Beim Handel sieht es ähnlich aus. Über die dezentralen Börsen von Polygon liefen in 30 Tagen 6,73 Milliarden Dollar, in sieben Tagen 1,35 Milliarden und in 24 Stunden 207 Millionen. Die Gebühren aller Protokolle zusammen: 37,05 Millionen Dollar in 30 Tagen, 7,10 Millionen in sieben Tagen, 929.000 Dollar in 24 Stunden.

Der Eindruck vom verlassenen Netzwerk ist also falsch, aber nur zur Hälfte. Es wird weiter gehandelt, und zwar in Milliardenhöhe. Die Frage ist, von wem.

Ein Protokoll trägt 83,6 Prozent der Gebühren, und es will weg

Von den 37,05 Millionen Dollar Gebühren der letzten 30 Tage gehen 30,98 Millionen auf Polymarket zurück, den größten Prognosemarkt der Branche. Ein Prognosemarkt ist ein Handelsplatz, auf dem Anteile am Eintreten künftiger Ereignisse gekauft und verkauft werden. Beim Handelsvolumen ist der Anteil kleiner, aber immer noch groß: 2,20 von 6,73 Milliarden Dollar in 30 Tagen, also 32,7 Prozent.

Polymarket hat öffentlich angekündigt, auf eine eigene Chain zu wechseln. Josh Stevens, dort für den Bereich Engineering im Bereich DeFi verantwortlich, schrieb am 25. April, die Entwicklung von Polymarket habe die eigene Infrastruktur deutlich überholt. Als Grund für den Wechsel wird der Wettbewerb um Blockspace genannt: Wenn viele Anwendungen gleichzeitig um Platz in den Blöcken konkurrieren, schwanken die Gebühren und die Bestätigungen verzögern sich, und beides verträgt ein Handelsplatz mit hoher Frequenz schlecht. Eine eigene Chain gibt vollständige Kontrolle über Blockzeit und Gebühren.

Zur Größenordnung gibt es unterschiedliche Angaben, und die Spanne selbst ist die Nachricht. In der Berichterstattung zum Wechsel wurde der Anteil von Polymarket an den Polygon-Gebühren mit 56,3 Prozent angegeben. Meine eigene Messung am 28. September ergibt 83,6 Prozent. Die Abhängigkeit ist also nicht kleiner geworden, während der Wechsel vorbereitet wurde, sondern größer. Für Polygon heißt das: Der Wegfall trifft nicht einen wichtigen Kunden, er trifft den Hauptumsatzträger. Wie Polymarket regulatorisch in Europa aufgestellt ist, haben wir in Polymarket und die EU-Zulassung beschrieben.

Ein Zeitpunkt für den Wechsel ist öffentlich nicht gesetzt, und die Zielkette stand zuletzt nicht endgültig fest. Wer POL hält, sollte diesen Termin verfolgen, denn er ist der wichtigste einzelne Einflussfaktor auf die Erlöse des Netzwerks.

Verlassene Markthalle aus Stahl und Glas bei Nacht mit einem einzigen beleuchteten Stand, im Vordergrund eine Münze mit vieleckigem Symbol
Fast 84 Prozent der Polygon-Gebühren stammen aus einem einzigen Protokoll. Zieht es weiter, bleibt die Halle sehr leer.

Courtyard, Quickswap, Aave: was ohne Polymarket übrig bleibt

Die zweite Reihe lohnt einen genauen Blick, weil sie zeigt, was die Chain aus eigener Kraft trägt. In den 30 Tagen bis zum 28. September sammelte das Netzwerk selbst 2,21 Millionen Dollar an Gebühren ein. Dahinter folgt mit 2,17 Millionen Dollar Courtyard, ein Dienst, der physische Sammelkarten in einem Tresor einlagert und sie als Token handelbar macht. Dann kommen Quickswap mit 908.000 Dollar, Uniswap in Version 4 mit 680.000 und in Version 3 mit 496.000 Dollar, die Prognosefunktion in MetaMask mit 426.000 und das Kreditprotokoll Aave in Version 3 mit 265.000 Dollar.

Rechne Polymarket heraus, und es bleiben über alle übrigen Protokolle rund 6,07 Millionen Dollar Gebühren im Monat. Das ist keine tote Chain, aber eine kleine. Bemerkenswert ist die Zusammensetzung: Der stärkste verbleibende Einzelposten ist die Tokenisierung realer Sammelobjekte, nicht ein Handels- oder Kreditprotokoll. Wer die Erzählung von der Zahlungs-Chain prüft, findet hier den ersten Beleg dafür, dass Polygon tatsächlich abseits des reinen Krypto-Handels genutzt wird.

POL gegen das Allzeithoch: 90,8 Prozent unter dem Hoch vom März 2024

Nüchterne Zahlen, gemessen am 28. September 2026 bei CoinGecko: POL notiert bei 0,1191 Dollar, umgerechnet 0,1048 Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt 1,265 Milliarden Dollar, im Umlauf sind rund 10,62 Milliarden Token. Das Allzeithoch liegt bei 1,29 Dollar und datiert vom 13. März 2024. Vom Hoch fehlen damit 90,8 Prozent.

Der kurze Blick fällt freundlicher aus als der lange: In 30 Tagen legte der Kurs um 13,6 Prozent zu, über zwölf Monate steht ein Minus von 46,3 Prozent. Beides sind Feststellungen und keine Prognose. Ein Kursziel geben wir nicht aus, und wer eines liest, sollte prüfen, wer es aufgestellt hat und woran es hängt.

Wichtig für die Einordnung ist die Angebotsseite. Umlaufende und gesamte Menge liegen bei POL praktisch gleich, es steht also keine große Freigabe gesperrter Token mehr aus, die den Kurs zusätzlich belasten könnte. Stattdessen gibt es eine laufende Ausgabe neuer Token, aus der Staking-Belohnungen und ein Fördertopf für das Ökosystem bezahlt werden. Wer POL hält, ohne zu staken, trägt diese Verwässerung, ohne einen Anteil daran zu bekommen. Die üblichen Wege, das zu ändern, stehen in unserem Vergleich der Staking-Anbieter.

Zahlungen und Stablecoins: 2,99 Milliarden Dollar liegen auf der Chain

Ein Stablecoin ist ein Token, der an eine Währung gebunden ist und deren Wert nachbilden soll. Auf Polygon lagen am 28. September 2026 nach der Messung von DefiLlama 2,99 Milliarden Dollar in solchen Token. Das ist mehr als der gesamte TVL der Chain und der eigentliche Grund, warum das Projekt seine Zukunft bei Zahlungen sieht: Wer überweist, braucht keinen Kredit und keine Rendite, sondern eine Gebühr im Cent-Bereich und eine Bestätigung, die verlässlich kommt.

Auf seiner eigenen Seite stellt das Projekt diese Ausrichtung in den Mittelpunkt und beschreibt das Netzwerk als Grundlage für Geldbewegungen, nicht als Spielfeld für Spekulation, siehe die offizielle Polygon-Seite. Dazu gehört auch die Agglayer, eine Schicht, die Liquidität über mehrere EVM-Netzwerke hinweg zusammenführen soll, damit ein Guthaben nicht auf Dutzende Ketten zersplittert.

Für dich als Nutzer in Deutschland ist der praktische Punkt ein anderer: Ein Stablecoin auf Polygon ist kein Bankguthaben. Es gibt keine Einlagensicherung, und die Bindung an den Referenzwert hängt an der Deckung des Herausgebers. Wenn du Krypto tatsächlich zum Bezahlen einsetzen willst, ist der Weg über eine Karte der gängigere; die Unterschiede stehen im Vergleich der Krypto-Kreditkarten.

Die Ithaca-Abspaltung vom 29. Juli 2026: Ausfallsicherung für Zahlungen

Eine Hard Fork ist eine Änderung der Netzwerkregeln, die alle Beteiligten übernehmen müssen. Am 29. Juli 2026 ging bei Polygon die Fork mit dem Namen Ithaca auf dem Hauptnetz live, nach Angaben der begleitenden Berichterstattung die vierte Aktualisierung innerhalb von fünf Monaten.

Inhaltlich passt sie genau zur Zahlungsstrategie. Ithaca bringt eine automatische Umschaltung, die den Betrieb weiterlaufen lässt, wenn ein Blockproduzent ausfällt, zusätzliche Prüfungen, die besonders belastende Transaktionen aussortieren, und bessere Überwachungswerkzeuge für Knotenbetreiber. Das sind keine Funktionen, mit denen man Anleger begeistert. Es sind die Eigenschaften, die ein Zahlungsdienstleister verlangt, bevor er echtes Geld über ein Netzwerk schickt.

Für Halter ist dabei vor allem eine Sache wichtig: Börsen setzen bei solchen Umstellungen Ein- und Auszahlungen für einige Stunden aus. Wer zu diesem Zeitpunkt auszahlen will, muss warten. Prüfe vor einem angekündigten Termin, ob dein Anbieter eine Pause ankündigt.

Stählerner Weichenhebel im Gleisbett, das Gleis teilt sich in zwei Richtungen, am Fuß eine Münze mit vieleckigem Symbol
Ob über die Börse oder über eine Brücke: Der Weg auf die Chain entscheidet über Gebühren und Wartezeit.

Netzwerk hinzufügen, Brücke, Polygonscan: der praktische Weg auf die Chain

Es gibt zwei Wege auf Polygon, und der bequemere ist selten der, den Anleitungen zuerst nennen.

Der einfache Weg führt über eine Börse: POL oder einen Stablecoin kaufen und direkt auf das Polygon-Netzwerk auszahlen. Achte bei der Auswahl des Netzwerks genau hin, denn dieselbe Währung existiert oft auf mehreren Ketten, und eine Auszahlung auf das falsche Netzwerk ist im schlechtesten Fall verloren. Sende immer zuerst einen kleinen Betrag als Probe.

Der zweite Weg ist eine Bridge, also ein Dienst, der einen Betrag auf dem Ausgangsnetzwerk sperrt und auf dem Zielnetzwerk gutschreibt. Das kostet Gebühren auf beiden Seiten und lohnt sich vor allem, wenn dein Guthaben schon in einer selbst verwahrten Wallet liegt. Die Chain trägst du mit der Chain-ID 137 ein; die meisten verbreiteten Wallets kennen Polygon inzwischen von sich aus, sodass du dort nichts von Hand eingeben musst. Trage niemals einen Netzwerk-Zugangspunkt ein, den dir jemand in einer Nachricht geschickt hat.

Nachsehen kannst du jede Bewegung im Blockexplorer Polygonscan. Ein Explorer ist die öffentliche Buchsuche des Netzwerks, in der jede Transaktion, jede Adresse und jeder Vertrag einsehbar sind. Für den Alltag sind dort zwei Funktionen die wichtigsten: die Übersicht der erteilten Freigaben und die Möglichkeit, eine hängende Transaktion nachzuvollziehen.

Wo auf Polygon getauscht wird: Uniswap in Version 4 und Quickswap

Gemessen am Handelsvolumen der letzten 30 Tage führt Polymarket mit 2,20 Milliarden Dollar, danach kommt Uniswap in Version 4 mit 1,79 Milliarden, Uniswap in Version 3 mit 727 Millionen, Ramses mit 579 Millionen, Metric mit 510 Millionen und Quickswap mit 302 Millionen Dollar.

Quickswap ist dabei erwähnenswert, weil es einer der wenigen großen Handelsplätze ist, die ausschließlich auf Polygon entstanden sind und bis heute laufen. Bei den Gebühren liegt es sogar vor beiden Uniswap-Versionen. Wer auf der Chain tauscht, sollte vorher zwei Dinge vergleichen: die Gebühr des Handelsplatzes und die Kurstiefe im jeweiligen Paar. Bei dünnen Paaren kostet der Kursabstand mehr als jede Gebühr.

NFTs auf Polygon: tokenisierte Sammelkarten statt Profilbilder

Polygon war 2021 und 2022 die Standardwahl für günstige NFT-Projekte, weil eine Prägung dort Cent statt Dutzende Dollar kostete. Von dieser Welle ist wenig übrig. Interessanter ist, was an ihre Stelle getreten ist: Der zweitstärkste Gebührenbringer der Chain nach Polymarket ist mit 2,17 Millionen Dollar in 30 Tagen ein Dienst für physische Sammelkarten, der die eingelagerten Karten als Token handelbar macht und eine Einlösung gegen die echte Karte vorsieht.

Das ist eine andere Sorte NFT als ein Profilbild: Dahinter steht ein Gegenstand in einem Tresor. Für die Bewertung heißt das, dass zwei Risiken zusammenkommen, nämlich das des Sammlermarktes und das des Verwahrers, der den Gegenstand hält und im Streitfall herausgeben muss.

Risiken: Abhängigkeit von einem Protokoll, alte Freigaben, dünne Paare

Vier Punkte gehören auf die Liste, bevor Geld auf diese Chain geht.

Konzentrationsrisiko. Eine Chain, deren Gebühren zu 83,6 Prozent aus einer einzigen Anwendung stammen, hängt an dieser Anwendung. Dieses Risiko ist bei Polygon derzeit das größte, und es ist bereits angekündigt.

Alte Freigaben. Wer seit 2021 auf Polygon unterwegs war, hat dort mit hoher Wahrscheinlichkeit Freigaben an Verträge erteilt, die längst nicht mehr gepflegt werden. Eine Freigabe bleibt gültig, bis du sie widerrufst, und ein später übernommener Vertrag kann sie nutzen. Geh die Liste in Polygonscan einmal durch; das ist die wirksamste halbe Stunde, die ein Altnutzer dieser Chain investieren kann.

Dünne Liquidität bei alten Token. Viele Projekte aus der Polygon-Blütezeit werden kaum noch gehandelt. Ein angezeigter Kurs bedeutet nicht, dass es zu diesem Kurs einen Käufer gibt.

Verwahrung. POL auf einer Börse liegen zu lassen bedeutet, dem Anbieter zu vertrauen. Für längerfristige Bestände ist eine Wallet, deren Schlüssel du selbst hältst, die naheliegende Wahl, mit gesicherter Wiederherstellungsphrase außerhalb der Wohnung.

Steuer in Deutschland: POL-Staking ist kein steuerfreier Nebeneffekt

Für Anleger in Deutschland sind drei Punkte relevant, und der zweite wird regelmäßig übersehen.

Erstens der Verkauf: Nach § 23 EStG ist der Verkauf oder Tausch von POL ein privates Veräußerungsgeschäft. Nach einem Jahr Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei, darunter gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr für alle solchen Geschäfte zusammen; wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Ein Tausch von POL in einen Stablecoin ist dabei bereits ein Verkauf.

Zweitens die Staking-Belohnungen: Zu erfassen sind sie als sonstige Einkünfte, bewertet im Zeitpunkt des Zuflusses, für die eine eigene, deutlich niedrigere Freigrenze von 256 Euro im Jahr gilt. Der zugeflossene Betrag ist zugleich der Anschaffungswert für eine spätere Veräußerung, ab der die einjährige Frist neu läuft. Wer monatlich Belohnungen erhält, sammelt damit zwölf Einzelposten im Jahr.

Drittens die Umstellung von MATIC auf POL: Ob ein solcher Umtausch steuerlich als Veräußerung zählt oder als bloße Umbenennung, hängt an der konkreten technischen Ausgestaltung und ist eine Frage für eine Steuerberatung, nicht für eine Artikelzeile. Halte den Nachweis über Zeitpunkt und Kurs der Umstellung bereit, dann kannst du beide Lesarten belegen.

Polygon: Was du daraus mitnimmst

Polygon ist nicht verlassen, aber stark abhängig. Das Netzwerk verdient real Geld, nur kommt der größte Teil davon aus einer Anwendung, die gehen will. Daneben ist ein kleineres, eigenständiges Ökosystem entstanden, in dem Zahlungen, Stablecoins und tokenisierte Sammelobjekte den Ton angeben, während der Token 90,8 Prozent unter seinem Hoch von März 2024 notiert.

  1. Setz den Wechseltermin von Polymarket auf deine Beobachtungsliste. Er ist der wichtigste einzelne Einflussfaktor auf die Erlöse der Chain. Bis dahin gilt: Positionsgröße so wählen, dass ein Rückgang der Netzwerkerlöse verkraftbar bleibt, und Handelsplätze nach Gebühren auswählen, etwa mit dem Börsenvergleich.
  2. Entscheide bewusst zwischen Halten und Staking. Wer POL nur hält, trägt die laufende Ausgabe neuer Token mit, ohne daran beteiligt zu sein. Die Konditionen und Sperrfristen der Anbieter stehen im Staking-Vergleich.
  3. Räum alte Freigaben auf und führe die Staking-Erträge mit. Beides kostet einmal Zeit und später viel weniger Geld. Für die laufende Erfassung der Zuflüsse hilft ein Werkzeug aus dem Steuer-Tool-Vergleich.

(Stand: 28. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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