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Bitget nach dem Hack: Auszahlungen laufen wieder, Schutzfonds über 300 Millionen Dollar

Sechs Tage nach dem Angriff meldet sich Bitget mit guten Zahlen zurück: Auszahlungen für Bitcoin, Ether und USDT laufen wieder, der Schutzfonds ist zwei Tage vor der eigenen Frist aufgefüllt, und der Reservenachweis zeigt 131 Prozent Deckung.

Offenes Stahl-Tresortor, durch das ein Strom goldener Münzen zurück in den Tresor fließt
6 Min. Lesezeit
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Kategorien: Hacks & Sicherheit

Sechs Tage nach dem Angriff auf seine Hot Wallets meldet sich Bitget mit guten Nachrichten zurück. Auszahlungen für Bitcoin, Ether und USDT laufen wieder, der Schutzfonds für Kunden steht wieder bei mehr als 300 Millionen Dollar, und der neue Reservenachweis weist für alle 19 geprüften Coins eine Deckung über 100 Prozent aus. Nach Angaben der Börse gingen zudem binnen 24 Stunden Einzahlungen über 231 Millionen Dollar ein.

Wir haben die Zahlen gegen die Veröffentlichungen von Bitget gehalten und zeigen, was für Kunden jetzt gilt und was als Nächstes kommt.

Auszahlungen für Bitcoin, Ether und USDT laufen wieder

Bitget hatte die Auszahlungen nach dem Vorfall am 24. September vorsorglich angehalten, Handel und Einzahlungen liefen durchgehend weiter. Seit dem 28. September öffnet die Börse die Auszahlungen in festen Schritten, jeweils um 8 Uhr UTC. Die ersten drei Stufen sind erledigt, damit fließen die drei meistgehaltenen Coins wieder ab. Wie reibungslos der Start lief, zeigt der erste Tag: Bis 9 Uhr UTC am 28. September hatte Bitget nach Angaben von CEO Gracy Chen 9.585 Bitcoin-Auszahlungen über zusammen 4.098 BTC abgewickelt.

DatumCoinNetzwerkeStand
28. SeptemberBitcoin (BTC)Bitcoinläuft
29. SeptemberEther (ETH)Ethereum, BSC, Arbitrum, Base, Optimismläuft
30. SeptemberTether (USDT)Ethereum, BSC, Solana, Tronläuft
2. Oktoberalle übrigen Coins, Fiat, P2Palleangekündigt

Die Kundenguthaben selbst waren laut Bitget zu keinem Zeitpunkt betroffen. Den Schaden von rund 388 Millionen Dollar trug der Schutzfonds der Börse, nicht die Konten der Nutzer. Den Ablauf der Wiederöffnung hatten wir in unserem Überblick zum Phasenplan beschrieben, die Termine stehen im Hilfe-Center von Bitget.

Schaltpult mit Kontrollleuchten, die nacheinander grün aufleuchten, die letzten noch dunkel
Seit dem 28. September öffnet Bitget die Auszahlungen Schritt für Schritt.

Schutzfonds zwei Tage vor der eigenen Frist aufgefüllt

Am 28. September hatte Bitget zugesagt, den Schutzfonds binnen einer Woche wieder auf mindestens 300 Millionen Dollar zu bringen. Am 30. September war das erledigt, zwei Tage früher als versprochen. Der Fonds wurde 2022 mit 5.500 Bitcoin aufgelegt und ist für genau solche Fälle gedacht. Die Wallet-Adressen stehen offen auf der Seite des Bitget-Schutzfonds, jeder kann den Bestand selbst on-chain nachprüfen.

CEO Gracy Chen sagte dazu, der Fonds sei für Momente wie diesen geschaffen worden und habe die Folgen des Vorfalls aufgefangen. Bitget habe zugesagt, ihn binnen einer Woche wieder auf mindestens 300 Millionen Dollar zu bringen, und das sei geschehen (Mitteilung von Bitget). Am Vortag hatte Chen in einem Livestream auf X ausführlich erklärt, was passiert war, die Aufzeichnung ist weiter abrufbar. Damit steht hinter den Kundenguthaben wieder ein Polster von mehr als 300 Millionen Dollar, das im Ernstfall einspringt.

Reservenachweis zeigt 131 Prozent Deckung

Parallel hat Bitget den 47. Reservenachweis veröffentlicht, die Börse legt ihn seit Dezember 2022 jeden Monat vor. Stichtag war der 29. September um 9 Uhr UTC. Die Gesamtdeckung beträgt 131 Prozent über 19 Coins, und jeder einzelne Coin liegt über 100 Prozent. Für Bitcoin hält Bitget 142 Prozent der Kundenbestände vor, für Ether 110 Prozent, für USDT 107 Prozent und für USDC 154 Prozent.

Balkendiagramm der Bitget-Reservequoten je Coin, alle über 100 Prozent, gesamt 131 Prozent
Alle 19 Coins im Reservenachweis liegen über 100 Prozent Deckung.

Eine Deckung über 100 Prozent heißt: Für jeden Bitcoin, den Kunden auf der Börse halten, liegt mehr als ein Bitcoin in den Wallets von Bitget. Über einen Merkle-Baum kannst du selbst prüfen, ob dein Guthaben im Stichtag enthalten ist, ohne dass fremde Kontostände sichtbar werden. Anfang September deckte der Nachweis noch vier Coins ab, jetzt sind es 19. Alle Werte stehen im Reservenachweis von Bitget.

Einzahlungen über 231 Millionen Dollar an einem Tag

Das deutlichste Signal kommt von den Kunden selbst. Nach Angaben von Bitget auf X gingen binnen 24 Stunden Einzahlungen über 231 Millionen Dollar ein. Das liegt nah am Tagesschnitt vom August mit 245 Millionen Dollar, und das Futures-Volumen erreichte am 29. September 9,2 Milliarden Dollar. Die Zahl misst Einzahlungen und nicht den Saldo, sie zeigt aber: Kunden bringen wieder Geld auf die Börse. Noch am 29. September hatten wir über Nettoabflüsse von 463 Millionen Dollar berichtet.

Auch bei den erbeuteten Mitteln gibt es Fortschritte. NEAR Intents hielt rund 50 Millionen Dollar aus dem Angriff fest, wie wir berichtet haben. Bitget zahlt jedem, dessen Hinweis zum Einfrieren oder zur Rückholung von Mitteln führt, 5 Prozent des gesicherten Betrags. Bei der Aufarbeitung helfen die Sicherheitsfirmen Mandiant und SlowMist.

Was Bitget-Kunden jetzt tun können

  • Guthaben abgleichen: Kontostand in der App mit den eigenen Aufzeichnungen vergleichen und die Merkle-Prüfung im Reservenachweis nutzen.
  • Richtiges Netzwerk wählen: BTC, ETH und USDT gehen über die freigegebenen Netzwerke aus der Tabelle oben raus, alle anderen Coins folgen am 2. Oktober.
  • Konto absichern: Zwei-Faktor-Anmeldung und eine Adressliste für Auszahlungen einschalten, falls noch nicht geschehen.
  • Langfristige Bestände selbst verwahren: Das gilt für jede Börse. Wer nicht aktiv handelt, findet passende Geräte im Hardware-Wallet-Vergleich.

Zu Bitget gelangst du über diesen Link zur Börse. Neue Konten aus Deutschland eröffnet Bitget erst mit der MiCA-Zulassung, den Antrag hat die Börse bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht gestellt. Welche Börsen in der EU schon zugelassen sind, zeigt unser Vergleich regulierter Krypto-Börsen.

Wie es bei Bitget jetzt weitergeht

Die Ursache ist eingegrenzt. Laut Bitget lief der Angriff über eine Schwachstelle in einem zugekauften Sicherheitsprodukt, weitere unbefugte Überweisungen sind nach Angaben der Börse nicht möglich. Die Hintergründe stehen in unserer Analyse zum Angriffsweg.

Der nächste Termin ist der 2. Oktober um 8 Uhr UTC: Dann öffnet Bitget die Auszahlungen für alle übrigen Coins, für Fiat und für den P2P-Handel. Bis dahin zählen drei Dinge, die Bitget bereits geliefert hat: ein Schutzfonds über 300 Millionen Dollar, eine Deckung von 131 Prozent und Auszahlungen, die nach Plan wieder laufen.

Häufige Fragen zu Bitget nach dem Hack

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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