Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Dogecoin Kurs nach der Binance-Freigabe: Was Anleger jetzt wissen müssen

Einordnung: Binance hat am Sonntagmorgen die ersten Auszahlungen wieder geöffnet, das Dogecoin-Netz gehört zur ersten Phase. Auf der Liste der vollständig gedeckten Guthaben steht DOGE allerdings nicht, und genau das ist für Halter die wichtigere Zeile.

Weit geöffnete schwere Bronzetüren eines klassizistischen Säulenportals bei Nacht, in der nassen Steinschwelle davor das Dogecoin-Zeichen als runde Metallintarsie
11 Min. Lesezeit
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Belegt ist: Binance hat die erste Auszahlungsphase nach dem Angriff vom 29. Oktober am Sonntagmorgen gestartet, und das Dogecoin-Netz gehört zu den 15 Netzwerken dieser ersten Phase. In der Momentaufnahme der Reserven vom 31. Oktober nennt die Börse zehn Guthaben als vollständig gedeckt, Dogecoin ist keines davon. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Für DOGE-Halter wiegt der wieder offene Auszahlungsweg schwerer als die fehlende Deckungszeile, weil der Weg aus der Börse heraus die Entscheidung überhaupt erst ermöglicht.

Der Kurs selbst bewegt sich kaum. Dogecoin notierte am Sonntagmorgen bei 0,0758 Dollar, nach Daten von CoinGecko ein Plus von 1,20 Prozent binnen 24 Stunden, Stand 1. November, 9:41 Uhr MEZ. Die Marktkapitalisierung liegt bei 11,86 Milliarden Dollar und damit auf Rang 12. Bitcoin steht im selben Zeitraum bei 78.060 Dollar und 1,07 Prozent im Plus, der Markt atmet also gleichmäßig auf, ohne dass ein einzelner Coin heraussticht.

Binance-Freigabe Phase eins: 15 Netzwerke in einem Fenster von drei Stunden

Drei Tage nach dem größten Diebstahl, den eine Kryptobörse bisher erlebt hat, laufen die Auszahlungen wieder an. In einer Mitteilung vom 1. November, 4:08 Uhr UTC, hat Binance die erste Phase für Sonntag zwischen 6:00 und 9:00 Uhr UTC angekündigt, also zwischen 7 und 10 Uhr deutscher Zeit. Die Freigabe läuft nicht auf einen Schlag, sondern Netz für Netz: Jedes Paar aus Guthaben und Netzwerk durchläuft eigene Sicherheits- und Bereitschaftstests, bevor es geöffnet wird. Einzahlungen liefen nach Angaben der Börse die ganze Zeit normal weiter. Wie der Zeitplan zustande kam und was davor zugesagt wurde, steht in unserem Überblick zur ersten Auszahlungsphase.

Die 15 Netzwerke der ersten Phase sind nach Darstellung von crypto.news das Bitcoin-Netz, Ethereum, die BNB Smart Chain, Tron, Solana, das XRP Ledger, Zcash, Dogecoin, Polygon, die Avalanche C-Chain, Arbitrum, Base, Optimism, TON und Sui. Binance hat die Reihenfolge nach der Nachfrage der vergangenen Woche sortiert. Dass ein Netz auf der Liste steht, heißt allerdings nicht, dass jede Route darin zur selben Minute offen war.

Bis zum Vormittag deutscher Zeit waren nach dem Netzwerkstatus der Börse Bitcoin über das Bitcoin-Netz, Ether über Ethereum sowie USDT, USDC und BNB über Ethereum und die BNB Smart Chain wieder auszahlbar. Weitere Netzwerke der ersten Phase folgen schrittweise. Wer DOGE auf Binance liegen hat, sieht den aktuellen Stand seiner Route im Auszahlungsdialog der Börse selbst, nicht in einer Pressemitteilung.

Das Dogecoin-Netz steht auf der Liste, DOGE fehlt bei den gedeckten Guthaben

Hier liegt die Zeile, die in den meisten Berichten untergeht. Parallel zur Freigabe füllt Binance die Lücke aus eigenen Mitteln. Am Abend des 30. Oktober waren nach Angaben der Börse rund 80 Prozent des gestohlenen Betrags ersetzt, am 31. Oktober 90 Prozent, am 1. November 95 Prozent. Der gestohlene Betrag liegt bei rund 6,3 Milliarden Dollar, die Spur führt nach Analysen von TRM Labs zur nordkoreanischen Gruppe TraderTraitor.

Die Momentaufnahme der Reserven vom 31. Oktober weist zehn Guthaben als vollständig gedeckt aus: Bitcoin, Ether, USDT, BNB, Solana, USDC, XRP, USD1, RLUSD und Zcash. Dogecoin steht nicht darunter. Die verbleibenden fünf Prozent der betroffenen Werte bestehen nach derselben Darstellung aus Token mit geringerer Liquidität außerhalb dieser zehn. DOGE fällt damit in die Gruppe, für die es bisher keine ausdrückliche Deckungszusage gibt, obwohl der Coin nach Marktkapitalisierung auf Rang 12 liegt.

Das klingt schärfer, als es gemeint ist, und es ist trotzdem ein Unterschied. Eine fehlende Nennung ist kein Nachweis eines Lochs. Die Auslassung bedeutet nur, dass Binance für dieses Guthaben bisher keine Zahl vorgelegt hat, auf die sich ein Kunde berufen könnte. Bei Bitcoin oder XRP gibt es eine solche Zahl, bei DOGE nicht.

Große Sanduhr aus Messing und Glas auf einer dunklen Steinplatte, der Sand läuft durch die Engstelle, scharfes Seitenlicht von links
Drei Stunden Fenster, Netz für Netz: Die erste Freigabephase lief zwischen 6:00 und 9:00 Uhr UTC an.

Proof of Reserves: Die Momentaufnahme vom 31. Oktober und ihre Lücke

Ein Proof of Reserves ist der Nachweis einer Börse, dass sie zu einem festen Stichtag mindestens so viele Coins hält, wie ihre Kunden bei ihr eingezahlt haben. Er besteht aus zwei Hälften: dem belegten Bestand auf den Adressen der Börse und der Summe der Kundenguthaben, gegen die dieser Bestand gerechnet wird. Erst beide zusammen ergeben eine Aussage, und auch dann gilt sie nur für den Stichtag.

Binance hat den vollständigen Nachweis mit Zero-Knowledge-Beleg für Dienstag, den 3. November, angekündigt. Bis dahin ist die Momentaufnahme vom 31. Oktober der einzige Stand. Was so ein Bericht zeigen kann und was er strukturell nicht zeigt, haben wir im Text zum angekündigten Deckungsnachweis aufgeschlüsselt. Für DOGE-Halter heißt das konkret: Die Zahl, an der sich eine Zusage nachrechnen ließe, kommt frühestens am Dienstag.

Warum eine Auszahlungssperre den DOGE-Kurs über den Umsatz erreicht

Der Weg von einer Börsenstörung zum Kurs führt selten über Panikverkäufe. Er führt über den Umsatz. Wer nicht auszahlen kann, handelt vorsichtiger, weil jede Position bis auf Weiteres in einem System festsitzt, aus dem gerade niemand herauskommt. Market Maker stellen in dieser Lage engere Mengen zu breiteren Spannen, weil sie ihr Risiko zwischen Handelsplätzen nicht mehr frei ausgleichen können. Das Orderbuch wird dünner, und ein dünnes Orderbuch bewegt sich bei gleicher Ordergröße stärker.

Genau dieser Effekt war am Samstag messbar. Unser Text zum dünnsten Handelstag des Monats hat gezeigt, dass auf Kraken bis zum Abend Dogecoin für 0,77 Millionen Dollar den Besitzer wechselte, verteilt auf 2.582 Abschlüsse, gegenüber 3,96 Millionen Dollar und 7.986 Abschlüssen im Oktoberschnitt. Der Kurs stand damals bei 0,0758 Dollar, die 0,0750er Marke hielt.

Seitdem hat sich am Kurs nichts Nennenswertes verändert, am Umfeld schon. Dogecoin notiert heute bei denselben 0,0758 Dollar, die Marke von 0,0750 Dollar hält weiterhin, und das 24-Stunden-Volumen über alle erfassten Handelsplätze liegt bei 265 Millionen Dollar. Neu dazugekommen ist der offene Auszahlungsweg. Ob er den Umsatz zurückbringt, lässt sich erst an den Tagen nach der Freigabe ablesen, nicht an der Meldung selbst.

Kursbild am Sonntag: 0,0758 Dollar über dem 30-Tage-Tief von 0,075137

Die Tagesspanne reicht von 0,074962 bis 0,076166 Dollar, das sind 1,61 Prozent zwischen Tief und Hoch. Eng, aber etwas weiter als am Samstag. Die untere Begrenzung ist dabei die interessantere: Das Tief der vergangenen 30 Tage liegt bei 0,075137 Dollar und stammt vom 30. Oktober, also vom Tag nach dem Angriff. Der aktuelle Kurs liegt knapp 0,9 Prozent darüber.

Nach oben ist die nächstgelegene begründete Marke das Tageshoch bei 0,076166 Dollar, darüber der Bereich um 0,0790 Dollar, auf dem Dogecoin zwischen dem 18. und dem 23. Oktober mehrfach aufgesetzt hat. Nach unten zählt zuerst das genannte Monatstief. Reißt es, fehlt bis in den Bereich um 0,0695 Dollar eine Zone, an der sich in den vergangenen 30 Tagen nennenswert Handel abgespielt hat.

Zur Einordnung der Monatsbilanz: Am 1. Oktober stand Dogecoin bei 0,094506 Dollar, am 31. Oktober bei 0,07588 Dollar. Über den Monat ergibt das ein Minus von 19,7 Prozent. Der Oktober gilt am Kryptomarkt als traditionell starker Monat, 2026 war er für DOGE der schwächste seit dem Frühjahr.

Schwerer Stahl-Aktenwagen mit dicht gestapelten unbeschrifteten Aktenbündeln in einem leeren Behördenflur bei Nacht unter einer einzelnen Deckenleuchte
Der vollständige Deckungsnachweis ist für Dienstag angekündigt, bisher gibt es nur die Momentaufnahme mit zehn Guthaben.

Seit dem 1. November 2025: Von 0,1864 auf 0,0758 Dollar

Ein Blick über zwölf Monate ordnet die Lage besser ein als jede Tagesspanne. Am 1. November 2025 kostete ein DOGE 0,1864 Dollar, die Marktkapitalisierung lag bei 28,25 Milliarden Dollar. Heute sind es 0,0758 Dollar und 11,86 Milliarden Dollar. Der Kurs hat in einem Jahr 59 Prozent verloren, die Marktkapitalisierung 58 Prozent.

Bitcoin kommt im selben Zeitraum auf ein Minus von 29 Prozent. Dogecoin hat also ungefähr doppelt so stark nachgegeben wie der Leitwert, was dem üblichen Muster entspricht: Coins mit kleinerer Kapitalisierung und stärker stimmungsgetriebener Nachfrage schwanken in beide Richtungen heftiger. Die Umlaufmenge erklärt den Rückgang nicht. Der Umlauf liegt bei 156,54 Milliarden DOGE und wächst durch die feste Emission um rund fünf Milliarden Stück im Jahr, also um gut drei Prozent. Der Rest ist Nachfrage.

Börsenguthaben und Selbstverwahrung: Der Unterschied im Ernstfall

Die vergangenen drei Tage haben den Unterschied zwischen beiden Verwahrformen praktisch vorgeführt. Wer DOGE auf einer Börse hält, besitzt einen Anspruch gegen dieses Unternehmen, keinen Coin. Der Anspruch ist in normalen Zeiten so gut wie ein Coin und in einer Störung genau so beweglich, wie die Börse ihn beweglich sein lässt. Wer die Coins in einer eigenen Wallet hält, besitzt den privaten Schlüssel und kann jederzeit senden, unabhängig vom Zustand einer Börse.

Dem steht ein ehrlicher Preis gegenüber. Selbstverwahrung verlagert das Risiko vom Unternehmen zur eigenen Sorgfalt: Eine verlorene Seed Phrase ist endgültig, ein falsch bestätigter Transfer ebenfalls. Für wen welcher Weg trägt, hängt vom Betrag und von der Handelsfrequenz ab. Wer wöchentlich handelt, braucht ein Börsenguthaben; wer eine Position über Monate hält, hat auf einer Börse wenig gewonnen. Die Geräte und ihre Kosten stehen im Hardware-Wallet-Vergleich, die Handelsplätze mit ihren Auszahlungsgebühren im Börsenvergleich.

Ein praktischer Punkt zur Auszahlung selbst: Eine DOGE-Auszahlung läuft über das Dogecoin-Netz und kostet dort eine feste Netzgebühr, die eine Börse zusätzlich aufschlagen kann. Bei kleinen Beträgen frisst diese Gebühr einen spürbaren Anteil. Teilauszahlungen in mehreren Schritten sind deshalb teurer als eine Überweisung. Die Empfangsadresse prüft man vor dem Senden zeichenweise am Anfang und am Ende, und bei größeren Beträgen lohnt eine Testüberweisung über einen kleinen Betrag.

Unsere Einschätzung: Der offene Weg wiegt schwerer als die fehlende Deckungszeile

Aus Sicht der Redaktion ist die Freigabe für DOGE-Halter die wichtigere der beiden Nachrichten, auch wenn die fehlende Deckungszusage unangenehmer klingt. Dafür spricht die Mechanik: Solange keine Auszahlung möglich war, konnte ein Halter auf jede Information nur mit Handeln oder Nichthandeln innerhalb der Börse reagieren. Mit einer offenen Route steht die Verlagerung in die eigene Verwahrung wieder als Möglichkeit daneben. Dafür sprechen außerdem die Zahlen zur Ersatzleistung, die von 80 auf 90 und auf 95 Prozent gestiegen sind, und die Tatsache, dass die Börse den vollständigen Nachweis mit Datum angekündigt hat.

Dagegen spricht, dass DOGE bis Dienstag ohne eigene Deckungszahl bleibt und dass die ersten Stunden einer Freigabe wenig darüber sagen, wie belastbar sie unter Last ist. Ein Auszahlungsweg, der bei geringem Andrang funktioniert, ist noch kein Auszahlungsweg, der einen Ansturm trägt. Belegt ist bisher nur, dass die ersten Netzwerke geöffnet haben. Diese Einschätzung bewertet die Lage und ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf; bei Kryptowerten ist ein Totalverlust möglich.

Binance-Freigabe: Ohne Deckungszusage bleibt für DOGE ein Restrisiko

  1. Den eigenen Auszahlungsweg testen. Vor der Entscheidung über große Beträge eine kleine DOGE-Überweisung an die eigene Adresse senden und die Gutschrift abwarten. Was die einzelnen Handelsplätze dafür verlangen, steht im Vergleich der Kryptobörsen.
  2. Die Verwahrform zur Haltedauer wählen. Positionen, die über Monate liegen sollen, gehören nicht in ein Börsenguthaben. Welche Geräte dafür in Frage kommen und was sie kosten, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Den 3. November im Kalender behalten. An diesem Tag will Binance den vollständigen Deckungsnachweis vorlegen. Erst dann lässt sich für DOGE nachrechnen statt glauben, und bis dahin gilt die Momentaufnahme vom 31. Oktober. Für die Wahl eines zweiten Handelsplatzes hilft der Börsenvergleich.

(Stand: 1. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Weitere Berichte zur Wiederaufnahme der Auszahlungen und zur Höhe des Schadens finden sich bei The Standard.

Häufige Fragen zu Dogecoin und der Binance-Freigabe

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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