Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Bitcoin Kurs 81.568 Dollar nach 431 Millionen Dollar Long-Liquidationen: So gehst du jetzt vor

Der Nasdaq schloss 2,6 Prozent im Minus, in der Nacht fiel Bitcoin bis auf 80.989 Dollar und die Terminbörsen schlossen gehebelte Kaufpositionen im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Was hinter der Welle steckt, welche Marken heute gelten und was du beim Hebel, bei der Haltefrist und beim Kaufweg jetzt regeln kannst.

Gerissenes Stahlseil über der Kante einer dunklen Betonplattform bei Nacht, zwischen den aufgesprungenen Enden leuchtet das Bitcoin-Zeichen
11 Min. Lesezeit
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Der Bitcoin steht am Freitagmorgen bei 81.568 Dollar und damit rund 1,5 Prozent tiefer als 24 Stunden zuvor. Der Auslöser kam nicht aus der Blockchain, sondern von der Wall Street: Der Nasdaq schloss am Donnerstag 2,6 Prozent im Minus, nachdem Tesla seine Ausgabenprognose gesenkt hatte und Zweifel an den großen Investitionen in Rechenzentren zurückkehrten. In der Nacht rutschte der Kurs bis auf 80.989 Dollar, und die Terminbörsen schlossen gehebelte Kaufpositionen im Wert von mehreren Hundert Millionen Dollar zwangsweise.

An einem solchen Morgen zählt weniger die Prozentzahl als die Frage, wo dein eigenes Risiko liegt. Dieser Artikel ordnet die Nacht ein, erklärt den Mechanismus hinter der Liquidationswelle, nennt die Marken des Tages mit Begründung und zeigt, was ein Anleger in Deutschland heute konkret regeln kann: beim Hebel, bei der Haltefrist, beim Kaufweg.

Die Nacht an den Börsen: Nasdaq minus 2,6 Prozent, Bitcoin bei 80.989 Dollar

Die Bewegung begann an den Aktienmärkten. Der Nasdaq verlor am Donnerstag 2,6 Prozent, die Nasdaq-100-Futures gaben zusätzlich 1,1 Prozent ab. Den Anstoß gab die gesenkte Ausgabenprognose von Tesla, die an der Börse als Signal für die gesamte Investitionswelle in Rechenzentren und KI-Hardware gelesen wurde.

Bitcoin folgte mit Verzögerung. Der Kurs hatte am Mittwoch noch kurz über 84.800 Dollar notiert, fiel dann unter 82.000 Dollar und markierte in der Nacht zum Freitag ein Tief von 80.989 Dollar. Einzelne Handelsplätze weisen 80.836 Dollar als Tagestief aus; diese Spanne entsteht, weil jede Börse ihr eigenes Orderbuch führt. Am Freitagmorgen liegt der Kurs bei 81.568 Dollar, umgerechnet rund 72.700 Euro.

Auffällig ist das Verhältnis zum übrigen Markt. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen sank in 24 Stunden um gut 4 Prozent auf 2,75 Billionen Dollar, Bitcoin selbst nur um 1,5 Prozent. Der Anteil von Bitcoin an diesem Gesamtwert liegt damit bei 59,5 Prozent. Wie stark die Altcoins im selben Zeitraum nachgaben, haben wir am Donnerstag im Marktbericht zum Abverkauf aufgeschlüsselt.

431 bis 455 Millionen Dollar Long-Liquidationen in 24 Stunden

Die Zahlen zu den Zwangsschließungen gehen je nach Datendienst auseinander, und das hat einen sachlichen Grund: Jeder Anbieter erfasst andere Börsen. CoinGlass kam auf rund 431 Millionen Dollar in 24 Stunden. Eine zweite Auswertung nennt über 412 Millionen Dollar allein an geschlossenen Kaufpositionen, eine dritte 454,81 Millionen Dollar bei 102.764 betroffenen Konten. Festhalten lässt sich: Es war eine Welle im mittleren dreistelligen Millionenbereich, und sie traf fast ausschließlich Anleger, die auf steigende Kurse gesetzt hatten.

Eine Liquidation ist keine Verkaufsentscheidung. Die Börse schließt eine gehebelte Position automatisch, sobald die hinterlegte Sicherheit den Buchverlust nicht mehr deckt. Gefragt wird der Inhaber der Position dabei nicht.

Reihe schwerer Dominosteine auf dunkler Steinplatte, die vorderen sieben liegen umgekippt, der achte kippt gerade, die hinteren stehen aufrecht
Jede Zwangsschließung drückt den Kurs auf die nächste Liquidationsschwelle und löst dort die nächste aus.

Wie eine Zwangsliquidation entsteht und sich selbst verstärkt

Der Mechanismus ist in drei Sätzen erzählt. Wer mit Hebel kauft, hinterlegt nur einen Bruchteil des Positionswerts als Sicherheit, die sogenannte Margin. Fällt der Kurs so weit, dass der Buchverlust diese Sicherheit aufzehrt, schließt die Börse die Position selbsttätig und verkauft die zugrunde liegenden Coins in den Markt. Genau dieser erzwungene Verkauf drückt den Kurs ein Stück weiter nach unten, wo die nächste Gruppe von Positionen ihre Schwelle erreicht.

Deshalb verlaufen solche Wellen in Stufen. Ein Markt, der ruhig ein Prozent verliert, kann innerhalb weniger Minuten drei Prozent verlieren, sobald eine dicht belegte Liquidationszone erreicht ist. Der Kursrutsch von 82.000 auf knapp unter 81.000 Dollar in der vergangenen Nacht trug genau diese Handschrift: zwei schnelle Abwärtsstufen mit einer kurzen Pause dazwischen.

Die Gegenrichtung funktioniert genauso. Am Mittwoch traf es die Verkäufer, als der Kurs kurz über 84.800 Dollar sprang und Short-Positionen zwangsweise eingedeckt wurden. Ein Markt mit viel Hebel schlägt in beide Richtungen weiter aus, als es die zugrunde liegende Nachrichtenlage hergibt. Darin liegt der wichtigste Unterschied zwischen dem Terminmarkt und dem Spotmarkt, auf dem du Coins schlicht besitzt.

ETF-Ströme kippen: 635,5 Millionen Dollar Abfluss nach drei Zuflusstagen

Der zweite Ansatzpunkt liegt neben dem Chart, im Fondsgeschäft. Die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Donnerstag einen Nettoabfluss von 635,5 Millionen Dollar. Den größten Einzelposten stellte BlackRocks IBIT mit rund 254,05 Millionen Dollar, gefolgt von Fidelitys FBTC mit 217,46 Millionen Dollar. Beide Fonds zusammen trugen damit etwa drei Viertel des Tagesabflusses. Nur ein einziger Anbieter verzeichnete an diesem Tag einen Zufluss: Morgan Stanleys MSBT mit rund 2,3 Millionen Dollar.

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der den Kurs eines Basiswerts abbildet; bei den amerikanischen Spot-Produkten liegen dafür echte Bitcoin in der Verwahrung. Fließt Geld ab, muss der Fonds Coins verkaufen. Der Abfluss erzeugt damit echten Verkaufsdruck im Orderbuch.

Von 526,7 Millionen Zufluss zu 254 Millionen Abfluss bei IBIT

Aussagekräftig wird die Zahl erst im Zeitverlauf. Am Dienstag hatten wir an dieser Stelle noch 526,7 Millionen Dollar Zufluss bei einem Kurs von 82.708 Dollar gemeldet. Am Mittwoch kamen weitere 528 Millionen Dollar hinzu, womit die Fonds in drei Handelstagen zusammen über eine Milliarde Dollar eingesammelt hatten. Am Donnerstag kehrte sich die Richtung um.

Der Kurs hat sich in diesen drei Tagen kaum bewegt: 82.708 Dollar am Dienstag, 81.568 Dollar heute, ein Minus von rund 1,4 Prozent. Über sieben Tage betrachtet steht ein halbes Prozent im Minus, über 30 Tage knapp sechs Prozent. Die Fondsströme schwanken also deutlich stärker als der Kurs selbst. Daraus folgt eine schlichte Lesehilfe: Ein einzelner Abflusstag taugt nicht als Verkaufssignal, eine Serie von Abflusstagen dagegen schon als Hinweis auf dünnere Nachfrage.

Die Marken des Tages: 80.989 Dollar unten, 82.910 Dollar oben

Zwei Marken lassen sich aus dem Handel der vergangenen 24 Stunden begründen, ohne eine fremde Prognose zu borgen.

Nach unten ist es das Nachttief bei 80.989 Dollar, auf einzelnen Plätzen 80.836 Dollar. Diese Zone hat in der Nacht gehalten, der Kurs ist von dort rund 600 Dollar zurückgelaufen. Fällt sie im Tagesverlauf, liegt die nächste psychologisch besetzte Marke bei 80.000 Dollar, und darunter beginnt der Bereich, in dem die nächste Gruppe gehebelter Positionen ihre Schwelle erreicht.

Nach oben ist es das Tageshoch bei 82.910 Dollar. Erst darüber kommt das Zwischenhoch vom Mittwoch bei rund 84.800 Dollar wieder in Reichweite. Bis dahin bewegt sich der Kurs in einer Spanne von knapp 2.000 Dollar, das sind etwa 2,4 Prozent. Zum Allzeithoch von 126.080 Dollar aus dem Oktober 2025 fehlen weiterhin rund 35 Prozent.

Hebel und Liquidationsabstand: Die Rechnung hinter der Zwangsschließung

Die naheliegendste Handlung an einem solchen Morgen betrifft das offene Risiko, noch vor jedem Kauf. Rechne deinen Abstand zur Liquidation aus, und zwar in Dollar. Die Faustformel: Bei einem Hebel von 10 liegt die Schwelle grob 10 Prozent unter deinem Einstieg, bei einem Hebel von 20 schon bei 5 Prozent, bei einem Hebel von 5 bei 20 Prozent. Gebühren und Finanzierungskosten verschieben die Schwelle zusätzlich nach oben.

Halte das gegen die Spanne der vergangenen Nacht: Zwischen 82.910 und 80.989 Dollar lagen 2,3 Prozent. Wer mit Hebel 20 im oberen Bereich dieser Spanne eingestiegen war, stand nach wenigen Stunden an der Schwelle. Genau das zeigen die 102.764 betroffenen Konten. Wie sich die Handelsplätze für solche Produkte bei Gebühren und Liquidationsregeln unterscheiden, zeigt unser Vergleich der Perp-DEX.

Abgegriffener Papieraktenordner, mechanischer Tischrechner und aufgeschlagenes Notizbuch auf einer dunklen Holztischplatte im Streiflicht
Verluste aus Krypto-Verkäufen lassen sich verrechnen, aber nur mit vollständigen Belegen je Einzelverkauf.

Haltefrist und Verlustverrechnung: Der Steuerfall im deutschen Recht

Ein Kursrutsch hat in Deutschland eine steuerliche Seite, die an ruhigen Tagen untergeht. Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen sind nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes ein privates Veräußerungsgeschäft. Hältst du die Coins länger als ein Jahr, bleibt der Gewinn steuerfrei. Verkaufst du innerhalb des Jahres, ist er mit deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern, sobald die Summe aller solchen Gewinne im Kalenderjahr 1.000 Euro erreicht.

Entscheidend ist heute die andere Richtung: Verluste aus Verkäufen innerhalb der Jahresfrist lassen sich mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen, und was übrig bleibt, lässt sich in Folgejahre vortragen. Wer heute eine Position im Minus auflöst, dokumentiert den Verkauf deshalb sauber: Datum, Menge, Anschaffungskurs, Verkaufskurs, Gebühren. Ohne diese Angaben erkennt das Finanzamt die Verrechnung nicht an. Wie sich die Haltefrist politisch gerade entwickelt, hält unsere Übersicht zum Stand der Haltefrist-Reform fest. Welche Werkzeuge die Einzelverkäufe automatisch zuordnen, steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

Ein Detail wird dabei oft übersehen. Die Jahresfrist läuft je Anschaffungsvorgang, nicht je Wallet. Wer über Monate in Tranchen gekauft hat, hat für jede Tranche ein eigenes Fristende. Ein Verkauf im Kursrutsch trifft nach dem Prinzip First in, first out zuerst die ältesten Bestände, also jene, die der Steuerfreiheit am nächsten stehen.

Kaufweg unter MiCA: Welche Börsen in Deutschland zugelassen sind

Wer den Rückgang zum Aufstocken nutzen möchte, sieht sich den Handelsplatz vorher an. Seit der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA, braucht jeder Anbieter, der sich in der EU an Privatkunden richtet, eine Zulassung als Kryptowerte-Dienstleister. Erteilt wird sie von der Aufsicht eines Mitgliedstaats, in Deutschland von der BaFin, und sie gilt dann europaweit.

Praktisch heißt das: Ein zugelassener Anbieter führt deine Coins getrennt vom eigenen Vermögen, veröffentlicht seine Gebühren vollständig und untersteht einer Aufsicht, an die du dich bei Streit wenden kannst. Ein Anbieter ohne Zulassung bietet keines davon. Welche Plattformen die Anforderungen erfüllen und was der Handel dort kostet, haben wir im Vergleich der besten Krypto-Börsen aufgeschlüsselt.

Für größere Bestände bleibt die Verwahrung die zweite Frage. Coins auf einer Börse gehören dir wirtschaftlich, liegen aber in fremder Obhut. Wer über Jahre hält, verschiebt sie üblicherweise auf eine eigene Wallet und sichert die Wiederherstellungswörter offline an zwei getrennten Orten.

Der Fed-Entscheid am 28. Oktober: Der Leitzins steht bei 3,75 bis 4,00 Prozent

Der nächste Termin mit Wirkung auf den Kurs liegt am kommenden Mittwoch. Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank tagt am 27. und 28. Oktober, die Entscheidung fällt am 28. Oktober. Das Zielband für den Leitzins liegt derzeit bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Die Sitzungstermine stehen im offiziellen Kalender der Federal Reserve.

Der Zusammenhang zum Bitcoin-Kurs läuft über das Risikobudget der großen Häuser. Bleiben die Zinsen hoch, wird sicheres Zinseinkommen attraktiver, und Anlagen ohne laufenden Ertrag verlieren an Gewicht. Fallen die Zinsen, dreht sich das Verhältnis. Genau deshalb reagiert Bitcoin derzeit stärker auf den Nasdaq als auf Nachrichten aus der eigenen Branche: Beide hängen am selben Risikobudget.

Für die kommenden Tage heißt das eine erhöhte Schwankungsbreite rund um Mittwochabend deutscher Zeit. Ein größerer Kauf lässt sich in Tranchen aufteilen, statt die ganze Summe vor dem Termin zu setzen.

Bitcoin vor dem Fed-Entscheid: Unter 80.836 Dollar fehlt der Halt

Die Lage am Freitagmorgen lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Bitcoin hält sich bei 81.568 Dollar besser als der Gesamtmarkt, und das Nachttief bei knapp 81.000 Dollar ist die Marke, an der sich der Tag entscheidet. Drei Schritte sind heute sinnvoll.

  1. Offenes Hebelrisiko nachrechnen. Ermittle den Dollarabstand zwischen deinem Einstieg und deiner Liquidationsschwelle und halte ihn gegen die Nachtspanne von 2,3 Prozent. Liegt der Abstand darunter, ist entweder die Position zu groß oder die Sicherheit zu klein. Die Gebühren- und Liquidationsregeln der Handelsplätze stehen im Vergleich der Perp-DEX.
  2. Steuerlage je Tranche sortieren. Lege eine Liste deiner Anschaffungen mit Datum und Menge an und markiere, welche Tranche die Jahresfrist wann erreicht. Ein Werkzeug aus dem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools übernimmt die Zuordnung nach First in, first out automatisch.
  3. Handelsplatz vor dem nächsten Kauf ansehen. Kontrolliere die MiCA-Zulassung, die Verwahrstruktur und die tatsächlichen Gesamtkosten eines Kaufs. Die Gegenüberstellung findest du im Vergleich der besten Krypto-Börsen.

(Stand: 23. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit dem Risiko des Totalverlusts verbunden.)

Häufige Fragen zum Bitcoin Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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