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Hyperliquid: ICE plant regulierte US-Perpetuals, HYPE stärker als der Markt

Die NYSE-Mutter Intercontinental Exchange steigt beim Handelsplatz trade[XYZ] ein und will Perpetual Futures auf Aktien, Indizes, Rohstoffe, Devisen und Kryptowerte in einen von der CFTC regulierten US-Markt holen, der auf Hyperliquids Technik läuft. HYPE notiert dadurch bei 90,97 Dollar und 14,3 Prozent höher als am Vortag, während Bitcoin und Ether nachgeben.

Nächtliches Säulenportal einer Börse, in die Steinplatte über dem Eingang ist das HYPE-Zeichen von Hyperliquid eingraviert
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Die Intercontinental Exchange, Eigentümerin der New Yorker Börse, steigt beim Handelsplatz trade[XYZ] ein und will mit dessen Technik einen in den USA regulierten Markt für Perpetual Futures aufbauen. Die Orderausführung soll auf der Blockchain von Hyperliquid laufen. trade[XYZ] hat die Partnerschaft am 29. Oktober 2026 auf X mitgeteilt, crypto.news und Unchained berichten unabhängig voneinander darüber. Der HYPE-Token notiert seitdem bei 90,97 Dollar und damit 14,3 Prozent höher als 24 Stunden zuvor, während Bitcoin und Ether am selben Tag leicht im Minus stehen.

Für dich als Anlegerin oder Anleger in Deutschland ändert die Nachricht vorerst nichts an den Regeln, die hier gelten: Der geplante Markt richtet sich an Kunden in den USA, er braucht die Freigabe der US-Terminmarktaufsicht CFTC, und ein Starttermin steht nicht fest. Was sich ändern kann, ist die Konkurrenzlage. Wenn ein Börsenbetreiber von der Größe der ICE Perpetual Futures in ein reguliertes Umfeld holt, wird die Produktgattung erwachsen, die Privatkunden in der EU bisher vor allem über unregulierte Plattformen oder über Differenzkontrakte kennen.

ICE steigt bei trade[XYZ] ein und will Perpetual Futures in den regulierten US-Markt holen

Nach den Angaben beider Unternehmen handelt es sich um eine strategische Beteiligung der ICE an trade[XYZ]. Wie hoch die Investition ist und welchen Anteil die ICE dafür bekommt, haben die Beteiligten nicht mitgeteilt. Ebenfalls offen bleibt, welche registrierte Börse und welche Clearingstelle den Markt am Ende betreiben würden und ob dafür eine bestehende Lizenz als Designated Contract Market genutzt wird. Zu den weiteren Geldgebern zählt laut crypto.news der Investor Stan Druckenmiller.

Geplant sind Perpetual Futures auf Aktien, Aktienindizes, Rohstoffe, Devisen und Kryptowerte. Der Zugang soll über teilnehmende Broker und Handelsplattformen laufen, nicht über eine eigene Endkunden-App. Vorgesehen sind eine eigene Börsen- und Clearing-Infrastruktur sowie Kontrollen zur Identitätsprüfung und gegen Geldwäsche. Die Technik von Hyperliquid soll den durchgehenden Handel tragen. In der Mitteilung von trade[XYZ] heißt es, Innovation und der Schutz durch US-Regulierung dürften kein Entweder-oder sein; ein Name steht unter dieser Aussage nicht.

Designated Contract Market ist die Lizenzkategorie, unter der in den USA eine Terminbörse Kontrakte für Privatkunden listen darf. Ohne eine solche Erlaubnis darf ein Handelsplatz dort keine Futures an Privatkunden verkaufen.

Ein Perpetual Future hat kein Verfallsdatum, die Funding-Rate hält ihn am Kassakurs

Ein Perpetual Future ist ein Terminkontrakt ohne Laufzeitende. Ein klassischer Future läuft an einem festen Tag aus und wird dann abgerechnet. Beim Perpetual bleibt die Position offen, solange der Einschuss reicht. Damit sich der Kontraktpreis nicht vom Kassakurs löst, zahlen die Marktteilnehmer einander in festen Abständen eine Ausgleichszahlung, die Funding-Rate. Liegt der Kontrakt über dem Kassakurs, zahlen die Käufer an die Verkäufer, im umgekehrten Fall fließt das Geld in die andere Richtung.

Diese Zahlung ist keine Nebensache, denn sie fällt unabhängig davon an, ob deine Position im Gewinn oder im Verlust liegt, und sie läuft bei einer Haltedauer von Wochen zu einem spürbaren Kostenblock auf. Wer Perpetual Futures mit einem Sparplan oder einem langfristigen Kauf vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Dinge: Beim Kauf am Kassamarkt besitzt du den Coin, beim Perpetual hältst du eine Forderung gegen den Handelsplatz oder die Clearingstelle.

Die Freigabe der CFTC fehlt, einen Starttermin nennt keine der beiden Firmen

Der geplante Markt steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Commodity Futures Trading Commission. Aus der Mitteilung geht nicht hervor, dass ein Antrag bei der Behörde bereits eingereicht wurde. trade[XYZ] kündigte an, Einzelheiten zu den Kontrakten, zur Zulassung von Kunden und zum Zeitplan nachzureichen, sobald das Verfahren weiter ist. Bis dahin gilt: Es gibt eine Absicht und eine Beteiligung, aber keinen Handelsplatz.

Die bestehenden Märkte von trade[XYZ] auf Hyperliquids HIP-3-Technik laufen weiter. Kunden in den USA stehen sie nach Angaben des Unternehmens nicht offen. Das erklärt den Aufwand: Der neue Markt soll nicht die vorhandenen Märkte ersetzen, sondern einen Zugang schaffen, den die US-Aufsicht trägt.

Leere mechanische Anzeigetafel in einer nächtlichen Abflughalle, darunter eine geschlossene Schranke
Beide Firmen nennen Produkte und Infrastruktur, aber keinen Termin: Ohne die Freigabe der CFTC bleibt die Tafel leer.

650 Milliarden Dollar Volumen: trade[XYZ] läuft seit gut einem Jahr auf Hyperliquids HIP-3

trade[XYZ] ist kein Neuling. Die Märkte des Betreibers haben seit dem Start vor gut einem Jahr nach Angaben von crypto.news mehr als 650 Milliarden Dollar Volumen abgewickelt. Für das zweite Quartal 2026 nennt die Darstellung 202,36 Milliarden Dollar, davon 58,9 Milliarden Dollar in Kontrakten auf Aktien und Indizes; die Zahlen stammen vom Hyperliquid Research Collective. Am 27. Oktober 2026 startete dort ein Perpetual auf den indischen Index NIFTY 50 mit einem Hebel von bis zu 20 und Abwicklung in USDC.

HIP-3 ist das Verfahren, mit dem fremde Betreiber auf der Hyperliquid-Blockchain eigene Terminmärkte aufsetzen können. Wie viele solcher Märkte dort inzwischen laufen und welche Hebel sie zulassen, hat cryptoticker.io am 28. Oktober 2026 ausgezählt und in einer eigenen Auswertung der HIP-3-Börsen veröffentlicht. Wer die Gebühren und die Verwahrfragen der großen Plattformen nebeneinander sehen will, findet sie im Überblick der besten Perp-DEX.

HYPE bei 90,97 Dollar: 14,3 Prozent Plus, während Bitcoin und Ether im Minus notieren

Nach den Daten von CoinGecko notiert HYPE am Donnerstagmittag bei 90,97 Dollar. Das sind 14,3 Prozent mehr als 24 Stunden zuvor und 16,8 Prozent mehr als vor einer Woche. Der Marktwert liegt bei 21,78 Milliarden Dollar, womit der Token auf Rang 10 steht, das Handelsvolumen der letzten 24 Stunden bei 1,61 Milliarden Dollar. Im Umlauf sind 239,4 Millionen HYPE. Das Tagestief lag bei 78,11 Dollar, das Tageshoch bei 91,85 Dollar.

Der Abstand zum Allzeithoch ist dabei kleiner, als die Zahlen vieler Altcoins in diesem Herbst vermuten lassen: 97,96 Dollar vom 23. September 2026 sind nur 7,1 Prozent entfernt. Zum Vergleich der Marktlage am selben Tag: Bitcoin verlor nach denselben Daten 0,36 Prozent in 24 Stunden, Ether 0,23 Prozent. Der Anstieg bei HYPE läuft also gegen die allgemeine Richtung, und genau das macht ihn zu einer Reaktion auf die Nachricht und nicht zu einem Mitlaufen im Markt.

Eine Einschränkung gehört dazu. Die Kursangaben der Anbieter gingen an diesem Tag auseinander, weil sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemessen wurden. crypto.news nannte im Text rund 85 Dollar und 3,6 Prozent Plus, im Live-Ticker derselben Seite standen 87,35 Dollar und 7,24 Prozent. Wer eine Zahl weiterverwendet, nennt deshalb die Quelle und den Zeitpunkt mit.

Kraken-Mutter Payward verfolgt über Bitnomial denselben Weg

Die ICE ist nicht die einzige etablierte Adresse, die auf diese Technik zugeht. Am 26. Oktober 2026 wurde bei Hyperliquid ein Vorschlag von Payward öffentlich, dem Mutterunternehmen der Börse Kraken. Danach soll Bitnomial, ein von der CFTC regulierter Teil von Payward, Kontrakte auflegen und verwalten, und zwar auf einer zugangsbeschränkten Fassung der HIP-3-Technik. Die Kundenkonten soll NinjaTrader Clearing führen.

Zwei Vorhaben in vier Tagen ergeben ein Muster: Die Technik wandert in regulierte Hüllen. Der Handelsmotor bleibt eine Blockchain, die Kundenbeziehung, die Verwahrung des Geldes und die Haftung wandern zu Firmen, die eine Erlaubnis haben. Für Privatkunden ist das die entscheidende Unterscheidung, denn sie bestimmt, wer im Streitfall dein Ansprechpartner ist.

Aufgefächertes Glasfaserbündel in Makroaufnahme, die Faserenden leuchten kalt blau in einem dunklen Technikraum
Der Handelsmotor bliebe die Hyperliquid-Blockchain, die Kundenbeziehung und die Haftung lägen beim regulierten Broker.

Für Privatkunden in Deutschland gilt das CFD-Regime der BaFin

Ein von der CFTC zugelassener Markt ist für dich kein Zugang. Er richtet sich an Kunden in den USA, und der Zugang läuft über dort zugelassene Broker. Was in Deutschland gilt, wenn ein Anbieter Privatkunden Produkte dieser Art anbietet, steht in der Allgemeinverfügung der BaFin vom 23. Juli 2019 zu Differenzkontrakten. Verlangt werden dort drei Dinge: eine Hebelbegrenzung über den Ersteinschuss, einen unabdingbaren Margin-Glattstellungsschutz und einen unabdingbaren Negativsaldoschutz, also ein Verbot der Nachschusspflicht.

Der Negativsaldoschutz ist der Punkt, den du im Vertrag deines Anbieters nachlesen kannst. Er bedeutet, dass dein Verlust auf das Guthaben im Konto begrenzt bleibt. Die BaFin stellt in ihren Leitlinien ausdrücklich klar, dass sich eine Nachschusspflicht nicht dadurch in den Vertrag zurückholen lässt, dass man sie Ausgleich eines Minussaldos oder Differenzzahlung nennt, und dass eine Ausnahme für extreme Marktlagen unzulässig ist.

Wie weit der Hebel für Privatkunden reichen darf, hängt an der Anlageklasse des Basiswerts und steht nicht auf der oben verlinkten Seite der BaFin, die nur die Pflichten nennt. Die Einordnung von Perpetual Futures in dieses Regime ist zudem jünger als das Regelwerk selbst. Frage den konkreten Ersteinschuss deshalb beim Anbieter ab und lies ihn in der Verfügung selbst nach, bevor du eine Position planst.

Hebel und Liquidation: Der Ersteinschuss entscheidet, wie weit der Kurs laufen darf

Der Ersteinschuss ist der Anteil des Positionswerts, den du als Sicherheit hinterlegen musst. Er legt fest, wie weit sich der Kurs gegen dich bewegen darf, bevor die Position geschlossen wird. Bei einem Einschuss von 50 Prozent, also einem Hebel von 2, braucht es eine Gegenbewegung von rund der Hälfte, bis das Kapital aufgebraucht ist. Bei einem Hebel von 20, wie ihn der NIFTY-Kontrakt bei trade[XYZ] zulässt, genügen rund 5 Prozent in die falsche Richtung.

Liquidation heißt dabei nicht, dass du eine Rechnung bekommst. Der Handelsplatz schließt die Position, wenn der Einschuss nicht mehr reicht, und der Verlust steht fest. Mit dem Margin-Glattstellungsschutz der BaFin passiert das bei europäischen Anbietern bereits vorher, nämlich wenn das Kapital im Konto auf die Hälfte des nötigen Einschusses fällt. Die Funding-Rate zehrt in der Zwischenzeit weiter am Einschuss, denn sie wird aus dem Konto gezahlt.

Perpetual Futures sind Termingeschäfte, die einjährige Haltefrist greift nicht

Steuerlich sind diese Kontrakte etwas anderes als gekaufte Coins. Ein Gewinn aus einem Terminkontrakt mit Barausgleich zählt zu den Einkünften aus Kapitalvermögen nach Paragraf 20 des Einkommensteuergesetzes. Es gilt der Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die einjährige Haltefrist, die beim Kauf von Kryptowerten am Kassamarkt nach Paragraf 23 über die Steuerfreiheit entscheidet, spielt hier keine Rolle: Ein Gewinn ist unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig.

Eine Besonderheit kommt hinzu. Das BMF-Schreiben zu Einzelfragen der Kryptowerte vom 6. März 2025, auf das sich die Finanzämter bei Kryptothemen stützen, äußert sich zu Futures, Derivaten und Termingeschäften nicht. Auf diesen Punkt weisen mehrere Steuerkanzleien unabhängig voneinander hin. Wie Verluste aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen, wird derzeit unterschiedlich dargestellt; eine verbindliche Antwort gibt hier nur die aktuelle Fassung des Gesetzes oder deine Steuerberatung.

Die MiCA-Zulassung deckt keine Derivate, dafür zählt die MiFID-Erlaubnis

Hier entsteht ein Missverständnis, das teuer werden kann. Die europäische Verordnung MiCA regelt Kryptowerte und die Dienstleistungen darum herum, etwa Verwahrung, Tausch und Handelsplattformen für Kryptowerte. Derivate auf Kryptowerte fallen nicht darunter. Für sie gilt die MiFID, die sie als Finanzinstrumente einordnet. Wer sie Privatkunden anbietet, braucht eine entsprechende Erlaubnis nach dem Wertpapierinstitutsgesetz. Eine MiCA-Zulassung allein berechtigt dazu nicht.

Praktisch heißt das: Die Liste der Anbieter mit MiCA-Zulassung sagt dir, wer Kryptowerte für dich verwahren und tauschen darf. Wer dir Perpetual Futures verkaufen darf, steht dort nicht. Welche Pflichten die Verordnung Unternehmen auferlegt und welche Fristen dabei laufen, steht in unserer Übersicht zu den MiCA-Pflichten für Krypto-Unternehmen.

ICE-Perpetuals auf Hyperliquid: Ohne CFTC-Freigabe kein Starttermin

Die Nachricht ist ein Signal über die Richtung, nicht ein Angebot, das du heute nutzen kannst. Drei Schritte ergeben jetzt Sinn:

  1. Kläre die Kostenseite, bevor du einen Hebel nutzt. Bei Perpetual Futures entscheiden Ersteinschuss, Funding-Rate und der Zeitpunkt der Glattstellung über das Ergebnis. Welche Häuser Hebelprodukte für Privatkunden anbieten und zu welchen Kosten, zeigt der Überblick der besten Krypto-Broker.
  2. Prüfe die Erlaubnis deines Anbieters. Für Derivate reicht eine MiCA-Zulassung nicht, und ein in den USA regulierter Markt steht dir nicht offen. Welche Häuser in der EU beaufsichtigt sind, zeigt die Übersicht der regulierten Krypto-Börsen.
  3. Halte die Steuerseite von Anfang an fest. Gewinne aus Terminkontrakten laufen über Paragraf 20 EStG und nicht über die Haltefrist, und die Funding-Zahlungen gehören in die Aufzeichnung. Werkzeuge, die solche Posten sauber ausweisen, stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 29. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Perpetual Futures auf Hyperliquid

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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