Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Cronos (CRO): Abstimmung über 228 Millionen verbrannte CRO endet am Samstag

Bis Samstag früh stimmen die CRO-Staker über zwei Vorschläge ab: einen Burn von 228 Millionen CRO und die Zusage, alle Einnahmen zweier Produkte in Rückkäufe zu stecken. Das Quorum ist erreicht, Gegenstimmen gibt es keine. Was die Zahlen im Verhältnis zum Angebot bedeuten und was Anleger in Deutschland prüfen.

Dunkelblaue unbeschriftete Münzen zerfallen auf einem Eisenrost zu Glut
8 Min. Lesezeit
Teilen:

Der Token der Cronos-Blockchain, Cronos (CRO), kostete laut CoinGecko am Donnerstag, 1. Oktober, 0,0590 Euro. Das sind 9,6 Prozent mehr als vor sieben Tagen und 17,6 Prozent mehr als vor einem Monat. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 2,94 Milliarden Euro steht CRO bei CoinGecko auf Rang 38.

Der Anlass, jetzt auf Cronos zu schauen, ist ein Termin: Am Samstag, 3. Oktober, endet gegen 04:00 Uhr deutscher Zeit die Abstimmung über zwei Vorschläge, die das Angebot an CRO verändern sollen. Der eine will 228 Millionen CRO verbrennen, der andere verpflichtet die Entwicklerfirma Cronos Labs, sämtliche Einnahmen zweier Produkte in Rückkäufe zu stecken. Beide Abstimmungen laufen seit dem 19. September on-chain und lassen sich öffentlich nachzählen.

Der CRO-Kurs der Woche: 9,6 Prozent Plus mit Rücksetzer

Das Wochentief lag laut den Stundendaten von CoinGecko am Mittwoch, 24. September, gegen 12 Uhr bei 0,0532 Euro. Am Dienstag, 29. September, erreichte CRO gegen 14 Uhr mit 0,0632 Euro das Wochenhoch und gab danach wieder etwas nach. Vom Hoch bis zum aktuellen Stand sind es rund 6,6 Prozent Abschlag.

Für die Einordnung hilft ein längerer Blick: Das Allzeithoch von 0,793 Euro stammt vom November 2021. Der heutige Kurs liegt über 90 Prozent darunter. Die Bewegung dieser Woche ist also eine Erholung innerhalb eines langen Abwärtstrends, keine Trendwende, die sich schon belegen ließe.

Vorschlag 36: 228 Millionen CRO aus dem Community Pool

Der erste Vorschlag ist technisch der einfachere. Ein Teil der neu geschaffenen CRO fließt auf der Cronos POS Chain regelmäßig in einen Community Pool, und dieser Bestand wird von Zeit zu Zeit verbrannt. Viermal ist das bisher geschehen, über die Vorschläge 18, 26, 28 und 30, jeweils mit 50 Millionen CRO. Vorschlag 36 würde nun 228 Millionen CRO auf einmal vernichten, der Pool hielt am Donnerstagmorgen rund 234,7 Millionen CRO. Insgesamt wären damit 428 Millionen CRO verbrannt.

Der Vorschlag enthält eine ausführbare Anweisung: Wird er angenommen, überweist die Chain den Betrag automatisch an eine Adresse, von der aus niemand die Token mehr bewegen kann. Das lässt sich im Governance-Explorer Mintscan nachverfolgen.

Wahlurne aus Holz mit einer unbeschrifteten Münze auf dem Einwurfschlitz
Die CRO-Staker entscheiden bis Samstag über zwei Vorschläge.

Vorschlag 37: Alle Einnahmen von Ult und Cronos Launch in Rückkäufe

Der zweite Vorschlag ist weitreichender, aber er führt nichts automatisch aus. Er ist ein Signalvorschlag, mit dem die Staker zwei Zusagen von Cronos Labs bestätigen sollen. Teil A: Sämtliche Einnahmen der Handels-App Ult und der Plattform Cronos Launch kaufen CRO am offenen Markt und verbrennen sie, monatlich und on-chain, jede Transaktion mit veröffentlichtem Hash. Betrieb und Wachstum finanziert Cronos Labs nach eigener Darstellung aus vorhandenem Kapital.

Teil B betrifft die Staker direkt. Weil die Einnahmen vollständig in den Burn gehen, sollen die Staking-Belohnungen aus der Strategischen Reserve kommen, wenn die Ausgabe neuer CRO nach und nach sinkt. Diese Reserve von 70 Milliarden CRO entstand durch die umstrittene Wiederausgabe, die im März 2025 beschlossen wurde. An Belohnungssatz, Stufen und Sperrfristen ändert sich laut Vorschlag nichts.

Zwei Punkte stehen im Vorschlag selbst und verdienen Aufmerksamkeit: Der Vertrag, der die Rückkäufe automatisch ausführen soll, ist nach eigener Angabe noch in Entwicklung. Und eine Prognose, wie hoch die Einnahmen von Ult und Cronos Launch ausfallen, enthält der Text nicht. Wie viel CRO jeden Monat tatsächlich verbrannt wird, lässt sich also erst an den ersten Transaktionen ablesen.

Der Stand der Abstimmung: Quorum erreicht, keine Gegenstimmen

In der Nacht zum Donnerstag standen bei Vorschlag 36 rund 5,18 Milliarden CRO auf Ja, 2,2 Millionen auf Enthaltung und keine einzige Stimme auf Nein oder Veto. Bei Vorschlag 37 sah es mit 5,16 Milliarden Ja-Stimmen fast gleich aus. Gebunden, also gestakt, waren zu diesem Zeitpunkt rund 14,47 Milliarden CRO. Die Beteiligung lag damit bei 35,8 und 35,7 Prozent und über dem nötigen Quorum von 33,4 Prozent.

Scheitern könnten die Vorschläge nur noch, wenn in den letzten Stunden ein großer Block mit Nein oder Veto stimmt. Beim Veto reicht ein Drittel der abgegebenen Stimmen, dann gilt der Vorschlag als abgelehnt und die Einlage wird verbrannt. Für Vorschlag 37 hat Cronos Labs festgehalten, dass es bei einem Nein weder die Einnahmenregel umsetzt noch die Reserve für das Staking freigibt.

Was 228 Millionen CRO im Verhältnis bedeuten

Die Zahl klingt groß, aber das Angebot ist größer. CoinGecko führt ein Gesamtangebot von rund 98,95 Milliarden CRO, davon rund 49,75 Milliarden im Umlauf. Der Burn aus Vorschlag 36 entspricht damit 0,23 Prozent des Gesamtangebots oder 0,46 Prozent der umlaufenden Menge. Das ist ein Zeichen, aber kein Schnitt, der das Angebot spürbar verknappt.

Wichtiger für die Richtung ist Vorschlag 37. Ob er den Kurs stützt, hängt allein davon ab, wie viel Umsatz Ult und Cronos Launch erwirtschaften, und diese Zahl gibt es bisher nicht. Gleichzeitig bleibt die Reserve von 70 Milliarden CRO bestehen und wird zur Quelle der Staking-Belohnungen. Wer den Vorschlag bewertet, sollte beide Seiten nebeneinanderlegen: verbrannte Token aus Einnahmen und neu verteilte Token aus der Reserve.

Leicht geöffnete schwere Tresortür in einem dunklen Steinraum
Die Strategische Reserve soll künftig die Staking-Belohnungen stützen.

Diese Marken zeigen den Wochenverlauf

Nach unten liegt die runde Marke von 0,06 Euro direkt am aktuellen Kurs, darunter das Wochentief bei 0,0532 Euro und die runde Schwelle von 0,05 Euro. Nach oben ist das Wochenhoch vom Dienstag bei 0,0632 Euro die erste Marke. Diese Werte beschreiben, wo der Kurs in der zurückliegenden Woche gedreht hat. Kursziele sind sie nicht, und der Ausgang der Abstimmung am Samstag kann den Verlauf in beide Richtungen verschieben.

CRO in Deutschland kaufen, staken und versteuern

CRO ist an großen Börsen gelistet, die in der EU mit einer Zulassung nach der MiCA-Verordnung arbeiten, laut der Handelsplatzliste von CoinGecko unter anderem Crypto.com, Coinbase, Kraken, Bitvavo und OKX. Welche Anbieter die Zulassung haben und was sie verlangen, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen mit MiCA-Lizenz.

Abstimmen kann nur, wer CRO auf der Cronos POS Chain gestakt hat, entweder selbst oder über einen Validator. Wer CRO bei einer Börse liegen hat, stimmt in der Regel nicht mit. Die Belohnungen aus dem Staking unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich, einen Überblick gibt unser Vergleich der Staking-Anbieter.

Steuerlich gilt in Deutschland: Gewinne aus dem Verkauf von CRO sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei, und Staking verlängert diese Frist nicht. Die Belohnungen selbst sind dagegen beim Zufluss als sonstige Einkünfte steuerpflichtig, wenn sie zusammen mit anderen solchen Einkünften im Jahr 256 Euro erreichen. Wer staken will, sollte deshalb Datum und Wert jeder Auszahlung festhalten.

Perpetual Futures auf CRO gibt es an mehreren Börsen. Um einen Abstimmungstermin herum ist Hebel riskant, weil ein unerwartetes Ergebnis den Kurs in Minuten bewegen kann. Mit fünffachem Hebel ist die Sicherheit bei einer Gegenbewegung von 20 Prozent aufgebraucht.

Das Risiko hinter dem Burn

Ein Burn aus dem Community Pool ist eine einmalige Verringerung, die monatlichen Rückkäufe sind ein Versprechen, dessen Umfang niemand kennt. Dazu kommt, dass die Strategische Reserve von 70 Milliarden CRO neue Token in den Markt bringt, sobald sie Staking-Belohnungen finanziert. Das Verhältnis zwischen beiden Strömen entscheidet, ob das Angebot tatsächlich sinkt.

Umgekehrt ist das Verfahren offen: Jede Stimme, jeder Burn und später jede monatliche Rückkauf-Transaktion steht on-chain. Wer CRO hält, kann nach dem Samstag Monat für Monat prüfen, ob die Zusage eingelöst wird.

Cronos: Deine nächsten drei Schritte

  1. Prüfe, ob deine Börse eine MiCA-Zulassung hat und CRO führt, im Vergleich der regulierten Krypto-Börsen.
  2. Wenn du staken oder mitstimmen willst, vergleiche Renditen und Sperrfristen im Staking-Vergleich.
  3. Halte Kaufdaten und Staking-Zuflüsse fest, damit Haltefrist und Freigrenze belegbar sind. Dabei helfen die Programme aus dem Vergleich der Krypto-Steuertools.

(Stand: 1. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Cronos (CRO)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant