Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Ethereum Prognose: 2.955 neue ETH am Tag, nur 13,6 verbrannt, das nächste Ziel liegt bei 2.552 Dollar

Das Angebot von Ethereum ist in den vergangenen 24 Stunden um 2.955 ETH gewachsen, während nur 13,6 ETH verbrannt wurden. Was dieser Befund für die Marken zwischen 2.417 und 2.552 Dollar bedeutet und was deutsche Anleger daraus ableiten können.

Erkalteter Industrieofen in einer stillgelegten Gießerei, die schwere gusseiserne Ofentür steht halb offen, darin graue Asche und eine einzige letzte Glutstelle, in die Tür ist das Ethereum-Zeichen tief eingraviert
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Kategorien: Ethereum

Ethereum hat am Samstagabend bei 2.416,88 Dollar notiert, kaum verändert gegenüber dem Vortag. Die wichtigere Zahl des Tages steht nicht im Chart: Das Angebot an ETH ist in den vergangenen 24 Stunden um 2.955 Einheiten gewachsen, verbrannt wurden im selben Zeitraum 13,59 ETH. Das sind 0,46 Prozent der neu entstandenen Menge. Der Mechanismus, der Ethereum zwischen 2021 und 2023 den Beinamen „Ultrasound Money“ eingebracht hat, ist damit praktisch wirkungslos geworden.

Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 17. Oktober 2026 selbst erhoben, auf Grundlage der öffentlichen Angebots- und Verbrennungsdaten von ultrasound.money und der Gebührenstatistik von DefiLlama. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Ethereum Prognose ein.

Das Angebot wächst, die Verbrennung versiegt

Der Umlauf von Ethereum liegt bei 122.137.960 ETH. Vor 30 Tagen waren es 122.051.481 ETH. In diesem Monat sind also 86.479 ETH hinzugekommen, beim aktuellen Kurs rund 215 Millionen Dollar an neuem Angebot. Über sieben Tage waren es 20.611 ETH, über 24 Stunden 2.955 ETH.

Dem steht die Verbrennung gegenüber. Über 30 Tage lag sie bei 2.460,75 ETH, über sieben Tage bei 213,54 ETH und über 24 Stunden bei 13,59 ETH. Rechnet man Zuwachs und Verbrennung zusammen, entstehen am Tag rund 2.969 neue ETH. Davon wird aktuell weniger als ein Zweihundertstel wieder vernichtet.

Brutto-Emission und Burn: Die zwei Zahlen, die den Umlauf bestimmen

Zwei Vorgänge bestimmen, wie viel ETH es gibt. Die Emission ist die Menge, die das Netz jeden Tag neu ausschüttet, als Belohnung an die Validatoren, die Blöcke vorschlagen und beglaubigen. Der Burn ist die Menge, die bei jeder Transaktion unwiederbringlich vernichtet wird: Seit der Gebührenreform EIP-1559 vom August 2021 wird die Grundgebühr eines Blocks nicht an die Validatoren ausgezahlt, sondern aus dem Umlauf genommen.

Der entscheidende Punkt ist die Kopplung. Die Emission ist stabil und hängt davon ab, wie viel ETH insgesamt gestakt ist. Der Burn dagegen hängt daran, wie stark das Netz ausgelastet ist. Sind die Blöcke voll, steigt die Grundgebühr, und es wird viel verbrannt. Ist wenig los, fällt die Grundgebühr auf ein Minimum, und die Verbrennung läuft ins Leere. Genau das ist der Zustand von heute.

Schwere industrielle Prägepresse aus Stahl in einer dunklen Werkhalle, unter dem Prägestempel ein Stapel frisch geprägter Metallrohlinge mit dem Ethereum-Zeichen, ein Rohling liegt glänzend auf dem geriffelten Stahltisch
Rund 2.969 ETH entstehen jeden Tag neu. Sie gehen als Belohnung an die Validatoren, die das Netz beglaubigen.

Die Netzgebühren sind binnen eines Tages um 54 Prozent gefallen

Die Ursache steht in der Gebührenstatistik. Ethereum hat in den vergangenen 24 Stunden 213.212 Dollar an Netzgebühren eingenommen. Am Vortag waren es 466.000 Dollar, der Rückgang beträgt 54,37 Prozent. In der Spitze der vergangenen Woche, am 13. Oktober, lagen die Tagesgebühren bei 467.282 Dollar, also beim 2,2-Fachen des heutigen Werts.

Dahinter steht eine Entwicklung, die schon länger läuft. Seit Ethereum die Datenblöcke für Layer-2-Netze eingeführt hat, wandert der Großteil der Aktivität auf Arbitrum, Base, Optimism und andere Netze, die auf Ethereum aufsetzen. Diese Netze zahlen für ihre Daten deutlich weniger als normale Transaktionen auf der Hauptblockchain. Das ist technisch gewollt und für Nutzer günstig, aber es nimmt dem Burn seine Grundlage.

Was sich seit der letzten Ethereum Prognose geändert hat

Am 16. Oktober stand in unserer Ethereum Prognose zum Optionsmarkt, dass die Terminbörsen eine Jahresschwankung von 51 Prozent einpreisten und dass daraus rechnerisch ein oberes Band bei 2.756 Dollar folgte. Seitdem ist der Kurs von 2.439,96 auf 2.417,05 Dollar gefallen, 22,91 Dollar oder 0,94 Prozent. Die obere Spanne ist in diesen zwei Tagen also nicht näher gekommen, der Kurs hat sich stattdessen an den unteren Rand der Monatsspanne geschoben.

Neu hinzugekommen ist der Befund dieses Artikels: Am 16. Oktober lag der verbrannte Anteil über sieben Tage noch spürbar höher als heute über 24 Stunden. Die Angebotsseite hat sich also in derselben Zeit verschlechtert, in der die Kursseite seitwärts lief.

Zweiteiliges Diagramm: links die steigende Linie des ETH-Angebots über 30 Tage von 122.051.481 auf 122.137.960 ETH, rechts drei fallende Balken für den verbrannten Anteil, 2,77 Prozent über 30 Tage, 1,03 über sieben Tage, 0,46 über 24 Stunden
Je kürzer der betrachtete Zeitraum, desto kleiner der verbrannte Anteil. Eigene Erhebung von cryptoticker.io, 17. Oktober 2026.

0,46 gegen 2,77 Prozent: Der Verfall in drei Zeitfenstern

Der Vergleich über drei Zeiträume zeigt, dass es sich nicht um einen einzelnen ruhigen Tag handelt. Über 30 Tage wurden 2,77 Prozent der neu entstandenen ETH wieder verbrannt. Über sieben Tage waren es 1,03 Prozent. Über die vergangenen 24 Stunden 0,46 Prozent. Der Anteil hat sich also in jedem kürzeren Fenster etwa halbiert.

Zur Einordnung der Größenordnung: Seit der Umstellung auf Proof of Stake im September 2022 sind 2.017.726 ETH verbrannt worden, während der Umlauf im selben Zeitraum um 1.616.921 ETH gewachsen ist. Das Netz hat in diesen vier Jahren also rund 3,63 Millionen ETH ausgeschüttet, und die Verbrennung hat davon gut die Hälfte aufgefangen. Seit Einführung von EIP-1559 im August 2021 summiert sich der Burn auf 4.641.036 ETH im Gegenwert von 13,11 Milliarden Dollar. Von dieser Wirkung ist im Moment fast nichts mehr übrig.

Die Marken: 2.397 Dollar unten, 2.552 Dollar oben

Für die kommenden Tage zählen vier Werte, und jeder davon lässt sich aus den Kursdaten der vergangenen 60 Tage herleiten. Nach unten liegt das Tagestief vom Samstag bei 2.397,77 Dollar. Darüber liegt bei rund 2.417 Dollar der tiefste Tagesstand der vergangenen 30 Tage, der am Samstag markiert wurde und damit das bisherige Tief vom 15. Oktober bei 2.419,69 Dollar knapp unterboten hat.

Nach oben ist das erste Ziel das Wochenhoch vom 12. Oktober bei 2.534,63 Dollar. Darüber folgt der Durchschnitt der vergangenen 50 Tagesschlusskurse bei 2.551,85 Dollar, den cryptoticker.io aus den Tageskursen selbst berechnet hat. Diese Linie beschreibt die Mitte der Kursbewegung der vergangenen Wochen: Solange der Kurs darunter bleibt, notiert Ethereum unter seinem eigenen Zweimonatsschnitt. Das Monatshoch liegt bei 2.775,17 Dollar und damit 14,8 Prozent über dem aktuellen Stand.

Unsere Einschätzung: Ein wachsendes Angebot ist ein Gegenwind, kein Verkaufssignal

Aus Sicht der Redaktion ist die Angebotsseite derzeit ein messbarer Gegenwind für den Kurs, aber einer von bescheidener Größe. Die Belege dafür stehen oben: 2.969 neue ETH am Tag entsprechen beim aktuellen Kurs rund 7,18 Millionen Dollar. Hochgerechnet auf ein Jahr sind das knapp 1,08 Millionen ETH oder 0,89 Prozent des Umlaufs. Zum Vergleich: Bitcoin liegt nach der Halbierung vom April 2024 bei einer jährlichen Ausgabe von unter einem Prozent. Ethereum ist damit nicht plötzlich inflationär im Sinne klassischer Währungen, aber die Knappheitsgeschichte der Jahre 2022 und 2023 trägt nicht mehr.

Dagegen spricht, dass der Zusammenhang zwischen Emission und Kurs historisch schwach ist. In den Monaten mit dem stärksten Burn lag Ethereum nicht automatisch höher, und die 86.479 ETH des vergangenen Monats sind gemessen am täglichen Handelsvolumen eine kleine Menge. Wer aus dieser Zahl ein Verkaufssignal ableitet, überdehnt sie. Belastbar ist etwas anderes: Steigt die Netzauslastung wieder, kehrt der Burn zurück, und zwar schnell, weil er direkt an der Grundgebühr hängt. Der Befund dieses Artikels ist deshalb eine Momentaufnahme der Netzaktivität, kein struktureller Bruch.

Wo die neuen ETH landen: Staking und die Rolle der Validatoren

Die täglich rund 2.969 neuen ETH gehen nicht an Miner, sondern an die Validatoren. Ein Validator ist ein Teilnehmer, der 32 ETH hinterlegt hat und dafür Blöcke vorschlägt und beglaubigt. Wer nicht selbst 32 ETH aufbringen oder einen Knoten betreiben will, kann über Anbieter mitmachen, die Einlagen bündeln. Der größte davon, Lido, verwaltet nach Daten von DefiLlama derzeit Einlagen im Gegenwert von 23,42 Milliarden Dollar.

Für die Auswahl eines Anbieters zählen drei Dinge mehr als die beworbene Rendite: wie lange es dauert, bis du wieder an deine ETH kommst, wer im Fehlerfall für eine Strafe des Netzes haftet, und welcher Anteil der Erträge beim Anbieter bleibt. Eine Übersicht der Konditionen findest du in unserem Vergleich der Staking-Plattformen. Wichtig ist dabei, dass die ausgeschütteten Erträge genau aus jener Emission stammen, die den Umlauf wachsen lässt: Was dem einen als Rendite zufließt, erhöht für alle anderen die umlaufende Menge.

Staking-Erträge und Haltefrist: Was in Deutschland gilt

Für Anleger in Deutschland hat das eine steuerliche Seite. Erträge aus Staking gelten nach der Verwaltungsauffassung als sonstige Einkünfte und sind im Zuflussjahr zu versteuern, bewertet mit dem Kurs am Tag des Zuflusses. Die Freigrenze dafür liegt bei 256 Euro im Jahr; wird sie überschritten, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig. Die gestakten ETH selbst fallen weiterhin unter die einjährige Haltefrist, nach deren Ablauf ein Verkaufsgewinn steuerfrei bleibt. Den aktuellen Stand der Diskussion um diese Frist halten wir unter Krypto-Haltefrist fest.

Praktisch heißt das: Wer monatlich kleine Staking-Beträge zugeteilt bekommt, sammelt viele einzelne Zuflüsse mit je eigenem Kurs und eigenem Datum. Das von Hand nachzuhalten wird schnell unübersichtlich, sobald mehrere Anbieter im Spiel sind. Werkzeuge, die Zuflüsse automatisch bewerten und eine Aufstellung für die Steuererklärung erzeugen, haben wir im Vergleich der Steuer-Tools gegenübergestellt.

Die nächsten Termine, die den Burn bewegen können

Zwei Dinge würden die Zahlen dieses Artikels verändern. Das eine ist eine Rückkehr der Aktivität auf die Hauptblockchain, etwa durch eine Phase hoher Volatilität, in der viele Nutzer gleichzeitig handeln und umschichten. Das schlägt innerhalb von Stunden auf die Grundgebühr und damit auf den Burn durch. Das andere sind die Arbeiten am nächsten Netzwerk-Upgrade, dessen Client-Versionen seit dem 16. Oktober vorliegen und das die Kapazität für Layer-2-Daten weiter erhöhen soll. Mehr Kapazität bedeutet bei gleicher Nachfrage niedrigere Gebühren und damit tendenziell noch weniger Verbrennung.

Beides lässt sich beobachten, ohne auf Ankündigungen zu warten: Die Tagesgebühren und die verbrannte Menge sind öffentlich einsehbar und werden täglich fortgeschrieben.

ETH-Angebot: Ohne Gebühren bleibt der Burn unter 0,5 Prozent

Der Befund des 17. Oktober lautet, dass Ethereum täglich rund 2.969 ETH ausschüttet und davon 13,59 wieder vernichtet. Daraus folgen drei konkrete Schritte:

  1. Die Angebotszahl mitlesen. Wer Ethereum hält, sollte neben dem Kurs die verbrannte Menge verfolgen. Steigt sie über mehrere Tage deutlich über 100 ETH täglich, kehrt die Netzaktivität zurück, und das ist das erste Signal, das dem Kurs vorausläuft.
  2. Die Marken notieren. Nach unten sind 2.397,77 und 2.417 Dollar die Prüfsteine, nach oben 2.534,63 und der Zweimonatsschnitt bei 2.551,85 Dollar. Wer Käufe staffelt, hat damit vier Punkte statt eines Bauchgefühls. Handelsplätze und ihre Gebühren haben wir im Vergleich der Krypto-Börsen aufgeführt.
  3. Staking-Erträge sauber erfassen. Jeder Zufluss zählt mit seinem Kurs am Zuflusstag, die Freigrenze liegt bei 256 Euro im Jahr. Wer das laufend festhält, spart sich die Rekonstruktion im Frühjahr.

(Stand: 17. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Ethereum

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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