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Trump nach den Midterms: Was das Ergebnis für Bitcoin, den Trump Coin und den CLARITY Act heißt

Trump akzeptiert das Ergebnis, schiebt die Schuld auf seine Partei und postet eine Mütze mit dem Wort VETO. Bitcoin reagierte kaum auf seine Niederlage, die Coins aus seinem Umfeld fielen am stärksten. Wo der Kongress steht und was das für Krypto heißt.

US-Präsident Donald Trump sitzt mit ernster Miene im Oval Office, hinter ihm stehen zwei Männer im Anzug
9 Min. Lesezeit
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Die Demokraten haben beide Kammern des Kongresses gewonnen, NBC News spricht von einem historischen blauen Tsunami, und Donald Trump antwortete auf Truth Social: „Ich stand nicht auf dem Stimmzettel, und wenn doch, hätten wir MIT EINEM ERDRUTSCHSIEG gewonnen!“ Er sagte der New York Times, er werde das Ergebnis akzeptieren, schob die Schuld auf seine Parteifreunde und kündigte Vetos an. Um 14:53 Uhr MEZ stand Bitcoin bei 78.292 Dollar, über 24 Stunden im Plus mit 1,2 Prozent, nach einem Tief von 75.618 Dollar in der Wahlnacht. Der Trump Coin lag bei 1,42 Dollar, im Minus mit 11,2 Prozent, und WLFI, der Token von World Liberty Financial aus dem Umfeld der Familie Trump, im Minus mit 2,0 Prozent. Genau diese Spaltung ist für Krypto-Anleger die Geschichte: Bitcoin reagierte kaum auf Trumps Niederlage, die Coins aus seinem Umfeld fielen am stärksten.

Trump nach den Midterms: das Wichtigste

  • Senat (14:53 Uhr MEZ): 54 Demokraten, 44 Republikaner, Alaska und Mississippi sind noch offen. Gedreht: Iowa, Kansas, Maine, North Carolina, Ohio, South Carolina und Texas.
  • Repräsentantenhaus: NBC News schätzt 258 zu 177, mindestens 29 Sitze wechselten bisher zu den Demokraten.
  • Trump: akzeptiert das Ergebnis, schiebt die Schuld auf Parteifreunde, postet eine rote Mütze mit dem Wort „VETO“.
  • Bitcoin: 78.292 Dollar, Tief in der Wahlnacht 75.618 Dollar.
  • Trump Coin: 1,42 Dollar, Hoch 73,43 Dollar.
  • CLARITY Act: verfällt am 3. Januar, wenn der Senat nicht handelt.

Midterms Ergebnis: So steht der Kongress jetzt

Die Mehrheit in beiden Kammern steht fest, ausgezählt ist aber noch nicht alles: Um 14:53 Uhr MEZ hatte NBC News 60 der 435 Rennen im Repräsentantenhaus noch nicht ausgerufen, knappe Rennen können die Abstände noch ändern. Der Senat stand bei 54 zu 44, Sitze ohne Wahl und zwei Unabhängige an der Seite der Demokraten eingerechnet, netto +7 für die Demokraten. Im Repräsentantenhaus waren 231 Rennen für die Demokraten und 144 für die Republikaner ausgerufen, NBC News schätzt das Endergebnis auf 258 zu 177. Bei den Gouverneuren holten die Demokraten 22 Rennen, die Republikaner 12.

Vor der WahlJetztMehrheit
Senat53 Republikaner, 47 Demokraten samt Unabhängigen54 Demokraten, 44 Republikaner, Alaska und Mississippi sind noch offen51
Repräsentantenhaus (Schätzung NBC News)218 Republikaner, 212 Demokraten258 Demokraten, 177 Republikaner; 231 zu 144 ausgerufen218
Gouverneurswahlen22 Demokraten, 12 Republikaner, Alaska und Kansas noch offen

Vor der Wahl hielten die Republikaner den Senat mit 53 zu 45, dazu kamen zwei Unabhängige an der Seite der Demokraten, und das Repräsentantenhaus mit 218 zu 212, so WHYY. Die Nachwahlbefragung von NBC News mit mehr als 79.000 Wählern erklärt den Umschwung: 75 Prozent nannten die Wirtschaftslage nicht so gut oder schlecht, 69 Prozent sagten, das System begünstige die Reichen. Alle Ausrufungen je Staat stehen in unserem Live-Ticker zu den Midterms 2026.

Balkendiagramm der Sitze im Senat und im Repräsentantenhaus vor der Wahl und jetzt
Quelle: AP über NBC News, WHYY

Trump und die Midterms: versöhnliche Worte und eine Veto-Drohung

Gegenüber der New York Times gab sich Trump versöhnlich. „Ich bin absolut bereit, dieses Ergebnis zu akzeptieren“, sagte er, und: „Wir werden mit den Demokraten arbeiten.“ Bei Fox News legte er nach: „Sie werden verrückte Dinge schicken, und ich werde mein Veto einlegen.“ Nach „ein paar Monaten Vetos“ würden die Demokraten anrufen, „und wir werden zusammenarbeiten“. Danach postete er ein Bild seiner roten MAGA-Mütze mit nur einem Wort darauf: „VETO“. All das steht im AFP-Bericht bei RTÉ.

Herrscht Panik im Trump-Lager? Dort sagt das niemand. Ein Mitarbeiter sagte AFP, die Stimmung im Weißen Haus sei trotzig. Die Agentur beschreibt eine Bunkermentalität im East Room, wo Trump und sein Kabinett die Ergebnisse verfolgten, und berichtet, er habe schon vor den ersten Zahlen aufgewühlt gewirkt und in einer Reihe wütender Beiträge die Berichterstattung von Fox News angegriffen. Aus dem Weißen Haus hieß es außerdem: „Die Qualität der Kandidaten zählt.“ Dazu kam eine Warnung: Trumps Entschlossenheit gegen die „radikale Linke“ werde nur stärker, „schnallt euch an“. Trump selbst kündigte an, er werde nun „politischer Kommentator“, und begann mit Greg Abbott, dem von Gina Hinojosa geschlagenen Gouverneur von Texas: Wäre der nicht zum „RINO“ geworden, einem Republikaner nur dem Namen nach, hätte er nicht verloren.

Die offene Frage ist, was ein Präsident ohne Mehrheit mit den zwei verbleibenden Jahren macht. Trump sagte, ein Teil davon sei Iran gewesen, die Menschen hätten aber zugleich verstanden, wie wichtig sein Vorgehen dort sei, und AFP berichtet von weit verbreiteten Spekulationen über neue große Militärschläge. Das zählt für Öl, Gold und die Risikolaune, wie unsere Analyse zu Trump, Iran und der Mutter aller Bomben zeigt.

Bitcoin und Trumps Niederlage: Warum der Markt kaum reagiert

Bitcoin feiert nicht die Demokraten. Der Kurs fiel in das Ergebnis hinein und erholte sich danach. In der Wahlnacht sank er auf 75.618 Dollar, zuletzt am 16. September so tief, bevor er Richtung 78.000 Dollar zurücklief, berichtet Cointelegraph. Kelly Ye, Forschungschefin bei Talos, sagte dem Portal, Bitcoin habe sich nach Schließung der Wahllokale um rund 1,7 Prozent bewegt, nahe den rund 1,8 Prozent, die der Optionsmarkt eingepreist hatte, die Märkte hätten sich weitgehend darauf eingestellt. Überraschend kam das Ergebnis auch nicht: Polymarket sah die Demokraten eine Stunde vor Schließung der ersten Wahllokale mit 73,5 Prozent in beiden Kammern vorn. Über sieben Tage liegt Bitcoin im Minus mit 3,7 Prozent, und es steht 37,9 Prozent unter seinem Rekord von 126.080 Dollar aus dem Oktober 2025. Institutionelle hatten schon vor dem Ergebnis verkauft: Aus Bitcoin-ETFs flossen in drei Handelstagen mehr als 1 Milliarde Dollar ab, wie unser Bericht zu den ETF-Abflüssen zeigt.

CoinKurs24 Stunden7 TageAbstand zum Rekord
Bitcoin78.292 Dollar+1,2 %-3,7 %-37,9 %
Ethereum2.317 Dollar+1,4 %-2,0 %-53,1 %
XRP1,28 Dollar-0,3 %-3,5 %-64,9 %
Solana92,85 Dollar-0,3 %-9,8 %-68,3 %
WLFI0,0499 Dollar-2,0 %-6,0 %-84,9 %
TRUMP1,42 Dollar-11,2 %-17,5 %-98,1 %

Ist Trump also noch der Katalysator für Krypto? Unsere Einschätzung: nicht mehr, seit Bitcoin im Oktober 2025 seinen Rekord setzte. Alles danach geschah mit Trump im Amt und republikanischer Mehrheit im Kongress, und Bitcoin verlor trotzdem mehr als ein Drittel seines Werts. Unser Vergleich von 2024 und 2026 zeigt, wie weit es seit dem Wahltag 2024 hinter Gold und Aktien liegt. Was ein kryptofreundliches Weißes Haus liefern konnte, etwa freundlichere Aufseher und den GENIUS Act, hat es weitgehend geliefert, die große Ausnahme bleibt ein Marktstrukturgesetz. Der Markt zahlte für das Versprechen schon nicht mehr, bevor die Wähler entschieden.

Balkendiagramm der Veränderung über 24 Stunden von Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana, WLFI und dem Trump Coin
Quelle: CoinGecko

Trump Coin und WLFI: Wo die Politik den Kurs trifft

Der Trump Coin stand eine Stunde vor Schließung der ersten Wahllokale bei rund 1,59 Dollar, nach einer Woche mit fallenden Kursen, und gab während der Auszählung weiter nach. Der Trump Coin steht 98 Prozent unter seinem Hoch von 73,43 Dollar aus dem Januar 2025, WLFI 85 Prozent unter seinem Hoch von 0,3313 Dollar aus dem September 2025. Unsere Einschätzung: Diese Token sind der Teil des Markts, in dem die Wahl ein direktes Risiko ist und keine Makro-Geschichte. Jaret Seiberg von TD Cowen schrieb am Wahltag, bei einem Sieg in beiden Kammern würden die Demokraten wohl Trump und seine Kryptoverbindungen untersuchen, berichtet Bitcoin Magazine. Mit den Ausschüssen erhalten die Demokraten das Recht zu Vorladungen. Das ist kein Urteil über eine Firma, aber ein Risiko, das Halter dieser Coins nun einpreisen müssen. Die Kurse stammen von CoinGecko.

CLARITY Act nach den Midterms: Was das Ergebnis für die Kryptoregeln heißt

Der CLARITY Act scheiterte am 15. September im Senat bei der Abstimmung über den Beginn der Debatte mit 49 zu 50, nötig waren 60 Stimmen, und er verfällt am 3. Januar, wenn der Senat nicht handelt. TD Cowen erwartet in den nächsten zwei Jahren keinen Beschluss. Elizabeth Warren dürfte den Bankenausschuss des Senats führen, Maxine Waters den Finanzausschuss des Repräsentantenhauses.

Die Ambivalenz gilt in beide Richtungen, und genau das übersehen viele. Die Demokraten können keine Kryptoverschärfung gegen Trumps Veto durchsetzen, und Trump kann kein Krypto-Gesetz durch ihre Ausschüsse bringen. Unsere Einschätzung: Zwei Jahre Stillstand im Kongress verlagern das Geschehen zu den Aufsehern. Ab dem 3. Januar kann ein demokratischer Senat Trumps Kandidaten für SEC und CFTC blockieren, er könnte mit kommissarischen Leitern antworten, so Bitcoin Magazine. Für Anleger heißt das voraussichtlich: kein neues Krypto-Gesetz zum Hoffen, keines zum Fürchten, und Regeln, die davon abhängen, wer die Behörden führt. Mehr dazu in unserem Überblick CLARITY Act erklärt, zum Ergebnis im Senat und zum Ergebnis im Repräsentantenhaus.

Wie es jetzt weitergeht

Die Übergangssitzung läuft, bis der neue Kongress am 3. Januar 2027 zusammentritt, sie ist die letzte Chance für das aktuelle Gesetz: Senatorin Angela Alsobrooks, eine der Verhandlerinnen, hält eine Einigung bis dahin noch für möglich. In Alaska folgt am 18. November die Rangwahl-Auszählung, falls niemand über 50 Prozent kommt. Bis dahin zählen das Tief von 75.618 Dollar und jede Bewegung bei Iran. Wer in so einer Woche Coins hält, vergleicht vorher am besten regulierte Kryptobörsen und Krypto-Broker. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Häufige Fragen zu Trump nach den Midterms

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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