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Trump, Iran und die Mutter aller Bomben: Was Ölpreis und Goldpreis nach den Midterms bewegt

Trumps Angriffspause endete mit der Wahl. Was zur Mutter aller Bomben belegt ist, warum Gold an den meisten großen Öl-Tagen gefallen ist und wo du Öl und Gold handeln kannst.

Illustration: Ein großer Öltanker fährt in der Abenddämmerung durch die Straße von Hormus, am Horizont ein Kriegsschiff
9 Min. Lesezeit
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Greift Donald Trump nach den Midterms den Iran an? Am Wahltag sagte er der Financial Times, die USA seien bereit, „aber vielleicht gibt es keinen Grund dafür“. Seine selbst gesetzte Pause endete mit der Wahl, die New York Times meldete gemeinsame Angriffspläne der USA und Israels für die Zeit nach den Midterms, und laut CNN wägt das Pentagon die GBU-43/B ab, die „Mutter aller Bomben“. Für Trader zählt zuerst ein Befund: In diesem Krieg ist Gold an den meisten Tagen gefallen, an denen der Ölpreis sprang. Der Reflex „Krieg heißt Gold steigt“ hat also nicht gehalten.

Trump, Iran und die Märkte: das Wichtigste

  • Stand: Keine neue Offensive angekündigt; das Wall Street Journal meldete am Vorabend der Wahl einen US-Schlag auf die Insel Qeshm, den Beamte als defensiv bezeichnen.
  • Öl: Brent 104 Dollar und US-Rohöl 97 Dollar am 3. November, seit dem 27. Februar 44 Prozent im Plus.
  • Gold: rund 3.940 Dollar, im selben Zeitraum 25 Prozent im Minus.
  • Muster: Gold fiel an 27 der 38 Tage, an denen US-Rohöl mindestens 3 Prozent zulegte.
  • Wähler: 62 Prozent nennen den Militäreinsatz gegen den Iran in der vorläufigen NBC-Nachwahlbefragung die falsche Entscheidung.

Greift Trump den Iran nach den Midterms an? Das ist belegt

Der Konflikt begann Ende Februar und hat den Verkehr durch die Straße von Hormus stark gedrosselt, über die vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Erdgases lief, berichtet CNBC. Das sind die belegten Schritte der letzten Wochen:

  • 13. Juli und 4. September: Trump kündigt in einem Radiointerview an, die USA würden den Pickaxe Mountain ausschalten, und sagt später vor Reportern, das könne sehr bald geschehen (Reuters über The Star).
  • 8. Oktober: Trump sagt, er werde vor den Midterms keine neuen Angriffe anordnen (CNBC).
  • 15. Oktober: CNN berichtet unter Berufung auf US-Beamte, die GBU-43/B werde für den Fall neuer Angriffe erwogen; CNBC konnte das nicht unabhängig bestätigen.
  • Ende Oktober: Die New York Times meldet gemeinsame Angriffspläne der USA und Israels für die Zeit nach den Midterms, Axios einen Auftrag des Pentagons an CENTCOM, die Vorbereitungen abzuschließen. Das sind Pläne, keine Befehle (Al Jazeera).
  • Kurz vor der Wahl: Bei Fox News sagt Trump, die USA müssten möglicherweise gegen den Pickaxe Mountain vorgehen, das sei keine große Sache und könne in einer Stunde erledigt sein (Newsweek).
  • 2. November: Er zweifelt an neuen Angriffen und hält ein Abkommen für möglich (CNBC).
  • 3. November: Trump sagt der Financial Times, die USA seien bereit, „aber vielleicht gibt es keinen Grund dafür“ (Times of Israel unter Berufung auf Reuters).
  • 2. bis 3. November: Das Wall Street Journal meldet einen US-Schlag auf die Insel Qeshm; Beamte nennen ihn defensiv, um Angriffe auf Schiffe in der Meerenge zu verhindern.
  • Iran: Teheran erklärt, die Kontakte zur Beendigung des Krieges liefen weiter; Gespräche über katarische Vermittler brachten keinen Durchbruch.

Das Ergebnis der Wahl selbst verfolgst du in unserem Ticker Midterms 2026 Ergebnisse live.

Ein Angriff als Ablenkung? Was für und gegen die These spricht

Eine These macht die Runde: Verliert Trump die Midterms, lenkt ein spektakulärer Angriff von der Niederlage ab. Bisher verknüpft keine Meldung einen Angriff mit dem Wahlergebnis, es bleibt also eine These. Dass sie sich verbreitet, erklärt der Zeitplan: Die Zusage galt nur bis zur Wahl, und New York Times und Axios berichten von Plänen für danach. Die Drohungen gegen den Pickaxe Mountain reichen allerdings bis in den Juli zurück, lange vor jedem Ergebnis.

Politisch sprechen die Zahlen dagegen. In der vorläufigen NBC-Nachwahlbefragung nennen 62 Prozent den Militäreinsatz gegen den Iran die falsche Entscheidung, nur 4 Prozent nennen Außenpolitik als wichtigstes Thema, 39 Prozent die Wirtschaft. Benzin kostete im September 4,48 Dollar je Gallone, 37 Prozent mehr als im Oktober 2024, und am Wahltag 4,14 Dollar, so viel wie an keinem Wahltag zuvor. Ein größerer Krieg träfe zuerst genau den Preis, der den Republikanern am meisten schadet. Unsere Einschätzung: Ein Angriff nach der Wahl ist ein realistisches Szenario, egal wer gewinnt. Ein Angriff wegen einer Niederlage ist Spekulation.

Orange GBU-43/B MOAB auf einem Transportgestell in einer Halle, aufgenommen vom US-Verteidigungsministerium
Die GBU-43/B MOAB. Foto: US-Verteidigungsministerium (gemeinfrei)

Was ist die Mutter aller Bomben (MOAB)?

Die GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast wiegt rund 9,85 Tonnen, trägt 8,5 Tonnen Sprengstoff und erreicht etwa 11 Tonnen TNT-Äquivalent, so die technische Übersicht der Wikipedia. Sie wird aus einem C-130-Transportflugzeug abgeworfen und kam einmal im Kampf zum Einsatz, am 13. April 2017 gegen einen Tunnelkomplex des Islamischen Staats in Afghanistan.

Zwei Dinge werden oft verwechselt. Die MOAB explodiert über dem Boden und ist für Ziele an der Oberfläche auf großer Fläche gebaut, das schreibt auch CNBC. Für eine Anlage tief unter einem Berg wie Pickaxe ist sie also nicht die passende Waffe, dafür haben die USA den Bunkerbrecher GBU-57, eingesetzt im Juni 2025. Und sie ist nicht die Thermobombe, die viele im Kopf haben: Diese Beschreibung gehört zur russischen FOAB, dem sogenannten Vater aller Bomben.

Ölpreis und Goldpreis seit Beginn des Iran-Kriegs

Seit dem letzten Handelstag vor dem Krieg ist Öl kräftig gestiegen und Gold gefallen, Bitcoin und US-Aktien legten zu. Die Werte stammen aus Tagesschlusskursen von Yahoo Finance, der letzte Stand ist vom 4. November, 01:00 Uhr MEZ.

Liniendiagramm seit 27. Februar 2026: US-Rohöl plus 44 Prozent, Bitcoin plus 18, S&P-500-Future plus 10, Gold minus 25
Quelle: Yahoo Finance, Tagesschlusskurse
Markt27. Februar4. November, 01:00 UhrVeränderung
Öl (WTI)67,02 $96,64 $+44 %
Öl (Brent)72,48 $104 $+44 %
Gold5.248 $3.937 $−25 %
Bitcoin65.882 $77.608 $+18 %
S&P-500-Future6.8897.606+10 %

Warum Gold fällt, wenn der Ölpreis springt

Wir haben alle 172 Handelstage seit dem 27. Februar verglichen. An den 38 Tagen, an denen US-Rohöl um mindestens 3 Prozent stieg, verlor Gold im Schnitt 0,78 Prozent und fiel an 27 davon. An den 28 Tagen mit mindestens 3 Prozent Ölminus gewann Gold im Schnitt 0,43 Prozent. In den vier Monaten vor dem Krieg liefen beide noch leicht gleich, seitdem ist die Korrelation der Tagesbewegungen mit minus 0,27 negativ.

Balkendiagramm: An Tagen mit mindestens 3 Prozent Ölplus fallen Gold, Bitcoin und S&P-500-Future im Schnitt, an Tagen mit mindestens 3 Prozent Ölminus steigen alle drei
Quelle: Yahoo Finance, Tagesschlusskurse

Als Erklärung gelten die Zinsen. Teures Öl treibt die Inflation, die Inflation hält die Zinsen hoch, und hohe Zinsen samt starkem Dollar belasten Gold, das keine Zinsen zahlt. Der erste Schock kann Gold trotzdem heben: Am 6. März sprang US-Rohöl um 12,2 Prozent und Gold legte 1,6 Prozent zu. Am 2. April stieg Rohöl um 11,4 Prozent und Gold verlor 2,8 Prozent. Das größere Bild steht in unserer Analyse Goldpreis fällt: Ist Gold noch ein sicherer Hafen?

Drei Szenarien für Ölpreis, Goldpreis und Bitcoin nach den Midterms

Das sind keine Prognosen. Die Tabelle zeigt, wie sich die Märkte an vergleichbaren Tagen seit Februar verhalten haben. Das Muster stammt aus einem einzigen Krieg und kann jederzeit brechen.

SzenarioÖlGoldBitcoin und Aktien
Eskalation: großer Angriff, Hormus bedrohtHoch: Rohöl gewann bis zu 12 Prozent am TagOft schwächer, ein erster Schock kann es hebenIm Schnitt schwächer: Bitcoin −0,95 %, S&P-Future −0,51 % an großen Öl-Plustagen
Abkommen oder WaffenruheRunter: Rohöl verlor am 8. April 16,4 ProzentIm Schnitt stärkerIm Schnitt stärker: Bitcoin +0,61 %, S&P-Future +0,59 % an großen Öl-Minustagen
Hängepartie: Drohungen und GesprächeHoch und sprunghaftFolgt den ZinserwartungenFolgen der Wall Street und dem US-Arbeitsmarktbericht am 6. November

Öl und Gold traden: Broker und Kryptobörsen im Vergleich

Mehrere unserer Partner bieten beide Märkte inzwischen neben Krypto an. Sie unterscheiden sich bei Produkt, Handelszeiten und Ländern.

AnbieterÖlGoldProduktHandelszeit
XTBJaJaCFDs auf über 30 RohstoffeBörsenzeiten
OKX EuropeWTI, BrentGold, SilberX-Perps, Margin bis 10-fachRund um die Uhr
Coinbase–Gold, SilberPerpetuals bis 25-fach für berechtigte Nutzer außerhalb der USA, EU-Zugang vorab prüfenRund um die Uhr
Bitpanda–Gold, Silber, Platin, PalladiumEdelmetalle im Tresor, ohne HebelIn der App

OKX führt seine X-Perps in Europa mit MiCA- und MiFID-II-Lizenzen aus Malta; sie laufen nach fünf Jahren aus und nutzen wie Perpetuals einen Funding-Mechanismus, berichtet Ledger Insights. Coinbase startete seine Gold- und Silberkontrakte am 6. Mai, der Zugang hängt vom Land ab, schreibt Kitco; das EU-Angebot vom März umfasst Krypto- und Aktienindex-Futures bis 10-fach, berichtet The Block. Wie Perpetuals funktionieren, erklärt unser Ratgeber Krypto-Futures, den breiteren Überblick gibt der Vergleich der Krypto-Broker.

Pflichthinweis von XTB: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 79 Prozent der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.

Warum ein zweites Konto in solchen Nächten hilft

Die Verifizierung braucht Zeit, Konten eröffnest du deshalb am besten, bevor sich ein Markt bewegt. Klassische Öl-Futures pausieren am Wochenende, Kontrakte mit Rund-um-die-Uhr-Handel stellen weiter Kurse. Ein zweiter Anbieter hilft auch bei einem Ausfall: Binance setzte nach dem Hack der vergangenen Woche Ein- und Auszahlungen aus, wie unser Bericht zur Wiedereröffnung zeigt. Für die Kryptoseite hilft der Vergleich der regulierten Kryptobörsen.

Risiken beim Traden von Öl und Gold mit Hebel

US-Rohöl bewegte sich seit dem 27. Februar an sechs Tagen um mindestens 10 Prozent. Bei 10-fachem Hebel löscht eine Gegenbewegung von 10 Prozent die Margin aus, und bei Nachrichten in der Nacht können Kurse über einen Stop-Loss springen. Die europäische Aufsicht ESMA hielt im Februar fest, dass die meisten Perpetual Futures wahrscheinlich als CFDs gelten. Setze nur Geld ein, dessen Verlust du verkraften kannst. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Prognose zu Militärentscheidungen oder Kursen.

Häufige Fragen zu Trump, Iran, Öl und Gold

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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