Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Solana Prognose: 1.000 Tage ohne Ausfall, hält die 200-Tage-Linie bei 89 Dollar?

Analyse: Die Solana-Blockchain läuft seit dem 6. Februar 2024 ohne Stillstand, am 2. November sind es genau 1.000 Tage. Der Kurs fällt trotzdem auf 92,78 Dollar, den tiefsten Stand seit August; wir zeigen, welche Marken jetzt zählen und warum Technik allein den Kurs nicht trägt.

Nächtliche Turbinenhalle eines Kraftwerks, an der laufenden Generatorturbine eine Messingplakette mit dem Solana-Zeichen, Dampf und Gischt im warmen Kontrolllicht
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Solana läuft an diesem Montag, dem 2. November 2026, seit genau 1.000 Tagen ohne netzweiten Stillstand. Der SOL-Kurs feiert das nicht: Am Montagabend kostete ein Token 92,78 Dollar, so wenig wie zuletzt am 21. August, und die Linie, an der sich jetzt vieles entscheidet, liegt bei 88,86 Dollar.

Belegt ist: Der letzte Totalausfall der Solana-Blockchain begann am 6. Februar 2024 um 09:53 UTC, seitdem hat das Netz keinen Block mehr verloren, der die ganze Blockchain anhielt. Belegt ist auch, dass SOL in 30 Tagen 22 Prozent verloren hat und die US-Spotfonds in der vierten Woche in Folge Geld abgeben. Unsere Einschätzung dazu folgt weiter unten: Die technische Bilanz ist so gut wie nie, sie trägt den Kurs kurzfristig aber nicht, solange der Kapitalfluss fehlt.

Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann, ordnet unsere Solana Prognose ein. Dieser Beitrag bleibt bei den nächsten Tagen und Wochen: bei der Frage, welche Marken jetzt zählen, warum die Zuverlässigkeit des Netzes kein Kaufsignal ist und was du als Anleger in Deutschland mit diesem Wissen konkret anfangen kannst.

Solana seit dem 6. Februar 2024 ohne Stillstand: Was genau gezählt wird

Gezählt wird ein sogenannter netzweiter Ausfall. Gemeint ist ein Zustand, in dem die Validatoren, also die Rechner, die neue Blöcke erzeugen und bestätigen, keinen Konsens mehr finden und die gesamte Blockchain stehen bleibt. Kein Nutzer kann dann eine Überweisung abschicken, keine Börse kann Ein- und Auszahlungen in SOL buchen. Langsame Bestätigungen, überlastete Schnittstellen einzelner Anbieter oder ausgefallene Wallet-Server fallen nicht darunter.

Vom Stillstand am 6. Februar 2024 bis zum heutigen 2. November 2026 sind es auf den Tag 1.000 Tage. Die Rechnung haben wir selbst nachgeprüft: 366 Tage bis zum 6. Februar 2025, weitere 365 bis zum 6. Februar 2026 und 269 Tage bis heute. Das Portal U.Today meldete den Meilenstein am Montagnachmittag und verwies dabei auf eine Projektmitteilung vom September, nach der das Netz seit Februar 2024 eine Verfügbarkeit von 100 Prozent erreicht.

Wie robust diese Zahl ist, zeigt ein Vorfall vom August 2026, den U.Today ebenfalls aufführt: Damals legte ein Routing-Fehler bei einem großen Infrastrukturanbieter Validatoren mit fast 29 Prozent des gestakten Kapitals lahm. Die Blockproduktion lief trotzdem weiter. In den Jahren 2021 und 2022 hatte schon deutlich weniger gereicht, um das Netz für Stunden anzuhalten.

Der letzte Ausfall: Fünf Stunden Stillstand durch den JIT-Cache

Den Februar-Ausfall hat das Entwicklerhaus Anza drei Tage später ausführlich aufgearbeitet. Laut dem Störungsbericht des Entwicklerhauses Anza hing sich der Zwischenspeicher für kompilierte Programme auf, der sogenannte JIT-Cache. Ein JIT-Compiler übersetzt Smart-Contract-Code erst beim Ausführen in Maschinencode und legt das Ergebnis in diesem Speicher ab. Ein Programm des alten Loader-Typs geriet in eine Schleife aus Bereitstellen, Verdrängen und erneutem Anfordern und wurde ohne Ende neu kompiliert.

Weil mehr als 95 Prozent des Staking-Gewichts dieselbe Softwareversion 1.17 nutzten, blieben fast alle Validatoren am selben Block hängen. Niemand stimmte mehr ab, der Konsens brach ab. Die Betreiber starteten das Netz nach knapp fünf Stunden mit der korrigierten Version 1.17.20 neu. Anza räumte selbst ein, dass derselbe Fehler eine Woche zuvor bereits das Testnetz Devnet angehalten hatte.

Für die Bewertung heute zählt vor allem die zweite Zahl: 95 Prozent auf einer einzigen Software. Die Vorfälle seit 2024 blieben nach der Darstellung von U.Today auf Teile des Netzes beschränkt. Ein Restrisiko bleibt, weil jede Blockchain dieser Größe von wenigen Codebasen abhängt.

SOL bei 92,78 Dollar: Tiefster Stand seit dem 21. August

Am Montagabend gegen 18:30 Uhr deutscher Zeit stand SOL bei 92,78 Dollar, 2,1 Prozent unter dem Vortag und 8,3 Prozent unter dem Stand vor einer Woche. Das Tagestief der vergangenen 24 Stunden wurde damit noch einmal unterschritten. Gehandelt wurden in dieser Zeit SOL für rund 2,26 Milliarden Dollar, die Marktkapitalisierung lag bei 54,8 Milliarden Dollar. So weist es die Marktübersicht von CoinGecko aus.

Auf 30 Tage beträgt das Minus 22 Prozent. Vom Allzeithoch bei 293,31 Dollar ist SOL damit rund 68 Prozent entfernt. Der Absturz unter 100 Dollar kam am 30. Oktober, seitdem hat der Kurs die runde Marke an keinem Tag zurückerobert. Einen tieferen Tagesschluss als heute gab es zuletzt am 21. August, als SOL mitten im Sommeranstieg bei 87,65 Dollar schloss.

Liniendiagramm des Solana-Kurses von Mitte Juli bis 2. November 2026 mit 50-Tage-Durchschnitt und den Marken 100, 92,13 und 88,86 Dollar
Seit dem Hoch vom 26. September hat SOL den 50-Tage-Durchschnitt verloren und nähert sich der 200-Tage-Linie. Quelle: CoinGecko, eigene Berechnung.

50-Tage-Linie und 200-Tage-Linie: Die Marken im Solana-Chart

Für diese Marken haben wir die Tagesschlusskurse von CoinGecko selbst ausgewertet. Ein gleitender Durchschnitt ist der Mittelwert der Schlusskurse über eine feste Zahl zurückliegender Tage; er glättet den Verlauf und gilt vielen Händlern als Grenze zwischen Auf- und Abwärtsphase.

Nach oben: 100 und 108,82 Dollar

Die erste Hürde ist die 100-Dollar-Marke, die am 30. Oktober riss. Darüber liegt der 50-Tage-Durchschnitt bei 108,82 Dollar. Der Kurs ist seit Mitte Oktober unter diese Linie gerutscht, und die Linie selbst beginnt zu fallen. Erst ein Schluss über 108,82 Dollar würde den Abwärtstrend seit dem Hoch vom 26. September bei 122,08 Dollar formal beenden.

Nach unten: 92,13, 88,86 und 77 Dollar

Bei 92,13 Dollar liegt die Hälfte des Sommeranstiegs vom Tief am 7. Juni (62,18 Dollar) bis zum Hoch am 26. September. Diese Marke wird am Montagabend bereits getestet. Darunter folgt der 200-Tage-Durchschnitt bei 88,86 Dollar. Er steigt noch leicht, weil die Kurse vom Frühsommer weit unter dem heutigen Niveau lagen. Hält SOL diese Linie nicht, rückt die Zone um 77 Dollar in den Blick: Am 19. August schloss SOL bei 77,00 Dollar, am letzten Tag vor dem großen Ausbruch des Sommers.

Warum Stabilität des Netzes den SOL-Kurs nicht stützt

Der Mechanismus ist schnell erklärt. Ein Ausfall drückt den Kurs, weil Händler ihre Positionen nicht mehr bewegen können und Börsen Ein- und Auszahlungen stoppen. Am 6. Februar 2024 wurden laut FXStreet in wenigen Stunden Long-Positionen von mehr als zwei Millionen Dollar zwangsweise geschlossen. Das Ausbleiben eines solchen Ereignisses schafft dagegen keine neue Nachfrage. Zuverlässigkeit ist eine Voraussetzung dafür, dass Fonds, Zahlungsanbieter und Banken das Netz nutzen, aber kein Grund, an einem bestimmten Tag SOL zu kaufen.

Der Kurs folgt kurzfristig dem Kapitalfluss: Spotfonds, Terminmarkt, große Wallets und die tägliche Ausgabe neuer Token. Genau dort sieht es schwach aus. Die 1.000 Tage sind deshalb eher ein Argument für die lange Frist, für die Bewertung als Plattform, auf der sich Anwendungen ansiedeln. Wer auf Sicht von Jahren denkt, darf die Zahl hoch gewichten. Wer auf die nächsten Wochen schaut, sollte sie kaum gewichten.

Was sich seit der Solana-Analyse vom 1. November verändert hat

In unserer Solana-Analyse vom 1. November ging es um zwei Wallets, die 111 Millionen Dollar in SOL zu Coinbase Institutional schoben, und um 71,5 Millionen Dollar Abfluss aus den Fonds. Damals, am Sonntagnachmittag, kostete SOL rund 94,7 Dollar. Heute sind es 92,78 Dollar, also gut 2 Prozent weniger.

Die Marke von 94 Dollar, um die der Kurs am Sonntag noch pendelte, ist am Montagnachmittag gefallen. Neu dazugekommen ist der Test der Halbierungslinie des Sommeranstiegs bei 92,13 Dollar, die am Wochenende noch einige Dollar entfernt lag. Unverändert blieb die Richtung: Seit dem 26. September hat SOL keine einzige Woche im Plus geschlossen, laut FXStreet ist es die fünfte Verlustwoche in Folge.

Schnurgerades Bahngleis durch eine nächtliche Ebene, alle Signallampen leuchten grün, ein Güterzug fährt mit Spitzenlicht durch den Nebel heran
Grüne Signale im Netz sagen wenig darüber, wie viel Fracht unterwegs ist: Bei Solana fehlt derzeit das Kapital, nicht die Technik.

Spot-ETFs auf Solana: Vierte Abflusswoche in Folge

Die US-Spotfonds auf Solana verloren in der Woche bis zum 30. Oktober netto 71,47 Millionen Dollar. Das war nach Daten von CoinCentral unter Berufung auf SoSoValue der größte Wochenabfluss seit dem Start der Produkte und die vierte negative Woche nacheinander; in der Woche davor waren es 17,30 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum gaben die Bitcoin-Fonds 202,59 Millionen und die Ether-Fonds 431,53 Millionen Dollar ab, während XRP-Fonds 4,32 Millionen Dollar einsammelten.

Im Verhältnis zur Marktkapitalisierung von 54,8 Milliarden Dollar ist der Abfluss klein, er entspricht gut 0,1 Prozent. Er zeigt aber, dass die institutionellen Käufer, die im September noch die Rally bis 122 Dollar getragen hatten, im Moment fehlen. SoSoValue veröffentlicht die Fondsflüsse für jeden Handelstag. Drehen sie ins Plus, wäre das ein frühes Zeichen dafür, dass die 200-Tage-Linie halten kann.

Anleger in Deutschland kaufen die US-Spotfonds in der Regel nicht direkt, weil ihnen das vorgeschriebene Basisinformationsblatt fehlt. Der Zugang führt über börsengehandelte Krypto-ETNs oder über den direkten Kauf von SOL bei einer Börse. Welche Anbieter dafür in Frage kommen und was sie kosten, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen.

SOL in Deutschland: MiCA-Zulassung, Staking und Haltefrist

Wer bei Kursen um 90 Dollar über einen Einstieg oder Nachkauf nachdenkt, sollte drei Punkte vorher klären. Der erste betrifft den Anbieter. Seit dem Ende der deutschen Übergangsfrist am 30. Dezember 2025 brauchen Krypto-Dienstleister, die Kunden in Deutschland bedienen, eine Zulassung nach der EU-Verordnung MiCA. Ob ein Anbieter sie hat, steht im Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA und bei der BaFin; ein Blick dort dauert zwei Minuten.

Der zweite Punkt ist das Staking. Beim Staking stellst du deine SOL einem Validator zur Verfügung und erhältst dafür neu ausgegebene Token als Belohnung. Steuerlich gelten diese Belohnungen im Moment des Zuflusses als sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 3 Einkommensteuergesetz. Bleiben sie samt anderer Einkünfte dieser Art unter 256 Euro im Jahr, sind sie steuerfrei; darüber wird der ganze Betrag versteuert. Das Bundesfinanzministerium hat im Schreiben vom 6. März 2025 bestätigt, dass Staking die Haltefrist nicht auf zehn Jahre verlängert.

Der dritte Punkt ist die Haltefrist selbst. Verkaufst du SOL nach mehr als einem Jahr, ist der Gewinn nach heutigem Recht steuerfrei. Innerhalb des ersten Jahres gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für alle privaten Veräußerungsgewinne. Eine Reform, die diese Frist ab 2027 ändern könnte, ist politisch im Gespräch, ein Kabinettsbeschluss liegt aber noch nicht vor; den aktuellen Stand der Haltefrist-Reform führen wir laufend nach. Wer SOL seit dem Herbst 2025 hält, sollte sich das Kaufdatum jeder Tranche notieren, bevor eine Frist abläuft.

Was die Marken für einen Nachkauf heißen

Eine Kauforder in mehreren Teilen nimmt den Druck, den perfekten Tag zu treffen. Wer schrittweise kauft, kann die Marken aus dem Chart als Orientierung nutzen: eine erste Tranche nahe der 200-Tage-Linie bei 88,86 Dollar, eine zweite nur dann, wenn der Kurs wieder über 100 Dollar schließt. Mit Hebel zu handeln ist in dieser Lage besonders riskant, weil ein Bruch der 200-Tage-Linie schnell weitere zehn Dollar Abstand bis zur Zone um 77 Dollar öffnen kann.

Unsere Einschätzung: Technik auf Rekordniveau, Kapital auf dem Rückzug

Unsere Einschätzung: Die 1.000 Tage ohne Ausfall sind die beste technische Bilanz in der Geschichte von Solana und ein echter Fortschritt gegenüber 2021 und 2022, als das Netz mehrfach stundenlang stand. Belege dafür sind der Anza-Bericht zum letzten Stillstand und der August-Vorfall, bei dem fast 29 Prozent des Staking-Gewichts ausfielen, ohne dass Blöcke fehlten. Für die nächsten Wochen spricht trotzdem mehr für einen weiteren Test der 200-Tage-Linie als für eine Erholung: vier Abflusswochen bei den Fonds, fünf Verlustwochen beim Kurs und ein Kurs unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Gegen diese Sicht spricht, dass der 200-Tage-Durchschnitt selbst noch steigt und die Fondsabflüsse gemessen an der Marktkapitalisierung klein bleiben. Ein Tag mit Zuflüssen in die Spotfonds und ein Schluss über 100 Dollar würden das Bild schnell drehen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist das nicht. Kryptowährungen können bis zum Totalverlust fallen.

Solana bei 92,78 Dollar: Die 200-Tage-Linie ist der nächste Prüfstein

  1. Anbieter prüfen: Kaufe SOL nur bei einem Anbieter mit MiCA-Zulassung. Eine Auswahl der regulierten Kryptobörsen mit MiCA-Zulassung haben wir zusammengestellt.
  2. Staking-Erträge sauber erfassen: Notiere jede Belohnung mit Tageskurs in Euro, damit du die 256-Euro-Grenze im Blick behältst. Welche Anbieter Staking für SOL bieten, zeigen die Staking-Plattformen im Vergleich.
  3. Marken setzen statt raten: Lege dir für 88,86 und 100 Dollar Kursalarme an. Viele Börsen bieten das kostenlos; die Unterschiede bei Gebühren und Funktionen stehen im Börsenvergleich.

(Stand: 2. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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