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Solana Kurs 103 Dollar, Grayscale sammelt 20,2 Millionen Dollar ein, VanEck verkauft: Worauf du jetzt achten solltest

Solana notiert am Donnerstagvormittag bei 102,99 Dollar und hat in sieben Tagen 10,4 Prozent abgegeben. Die Anbieter der US-Spot-ETFs ziehen dabei in entgegengesetzte Richtungen, während auf der Blockchain selbst so viel USDC entsteht wie in keiner Woche dieses Jahres.

Zwei straff in entgegengesetzte Richtungen gespannte Festmacherleinen an einem nächtlichen Kai, der vordere Stahlpoller trägt das Solana-Zeichen als Metallintarsie
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Solana kostet am Donnerstagvormittag, dem 15. Oktober, 102,99 Dollar oder 91,79 Euro. Das sind 3,8 Prozent weniger als vor 24 Stunden, und auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 10,4 Prozent. Die Zahl allein erklärt wenig. Aufschlussreicher ist, wer auf diesem Niveau kauft und wer verkauft, denn dort ziehen die größten Adressen des Marktes gerade sichtbar in zwei Richtungen.

Solana Kurs bei 102,99 Dollar: So ist die Lage am Donnerstagvormittag

Die Marktdaten stammen von CoinGecko. Das Tageshoch lag bei 107,74 Dollar, das Tagestief bei 101,04 Dollar. Solana bringt damit 60,7 Milliarden Dollar auf die Waage und steht auf Rang sieben der größten Kryptowährungen. In 24 Stunden wechselten 4,10 Milliarden Dollar den Besitzer. Im Umlauf sind 589,27 Millionen der insgesamt 635,84 Millionen SOL.

Über längere Fristen fällt das Bild widersprüchlich aus, und genau darin liegt die Spannung der laufenden Woche. Auf 30 Tage steht Solana mit 2,6 Prozent im Plus, auf 60 Tage mit 36,6 Prozent. Auf Jahressicht dagegen fehlen 49,8 Prozent, und vom Höchststand von 293,31 Dollar vom 19. Januar 2025 trennen den Kurs 64,9 Prozent. Der Oktober hat bisher mehr als 13 Prozent gekostet. Wer im August eingestiegen ist, sitzt auf einem deutlichen Gewinn, wer vor einem Jahr gekauft hat, auf einem halbierten Einsatz.

Grayscale sammelt seit 20 Tagen ein, VanEck verkauft

Bei den US-Spot-ETFs auf Solana zeigt sich seit knapp drei Wochen ein Muster, das es vorher so nicht gab. Der Fonds GSOL von Grayscale hat nach Daten des Analysehauses Arkham über 20 Tage hinweg 20,2 Millionen Dollar an SOL aufgenommen, mit einem einzigen Abflusstag dazwischen. Am 12. Oktober, einem Tag, an dem Grayscale nichts abgab, verkaufte VanEck mit dem Fonds VSOL rund 700.000 Dollar.

Ein Spot-ETF kauft nicht aus Überzeugung. Er bildet ab, was seine Anteilseigner tun: Wer Anteile zeichnet, löst einen Kauf am Markt aus, wer zurückgibt, einen Verkauf. Dass ein Anbieter 20 Tage lang zukauft, während ein anderer abgibt, belegt deshalb kein Sonderwissen bei Grayscale. Es zeigt, dass die Kundschaft der beiden Häuser gerade unterschiedlich handelt. Grayscale bedient traditionell langfristig orientierte Bestandshalter, die aus dem älteren Trust-Produkt kommen, VanEck eher aktive Allokatoren mit kürzerem Horizont.

Für den Kurs bleibt das ein Nullsummenspiel mit Vorzeichen. Solange die Summe aller Fonds negativ ist, verkaufen sie netto in einen fallenden Markt hinein, und zwar unabhängig davon, wie überzeugt einzelne Anbieter einsammeln.

Fast durchgelaufene Messing-Sanduhr auf einem dunklen Werktisch neben einem aufgeschlagenen Terminkalender
Der 21. Oktober steht fest: Bis dahin entscheiden Validatoren, mit welcher Software sie in die Umstellung gehen.

Achter Abflusstag in Folge: Was die ETF-Zahlen messen

In der Summe über alle Anbieter liefen die Solana-ETFs am Mittwoch den achten Handelstag in Folge mit Abflüssen, zuletzt mit 1,29 Millionen Dollar. In der Woche vom 5. bis 9. Oktober hatten sie nach Zahlen von SosoValue netto 24,81 Millionen Dollar verloren und damit eine Serie von 14 Zuflusswochen beendet. Diese Woche hat unser Bericht vom 11. Oktober bereits behandelt.

Verändert hat sich seitdem die Länge der Serie, nicht ihre Größe. 1,29 Millionen Dollar an einem Tag sind bei 4,10 Milliarden Dollar Tagesumsatz kein Betrag, der einen Kurs bewegt. Die Dauer ist das Signal: Acht Handelstage ohne einen einzigen Zuflusstag bedeuten, dass über den Fondsweg derzeit kein frisches Geld nachkommt. Genau dieser Weg hatte den Kurs im August und September getragen.

97,95 Dollar und die 50-Tage-Linie bei 107: Die Marken dieser Woche

Charttechnisch hat Solana am Mittwoch an der 50-Tage-Linie bei 107,13 Dollar gedreht und ist von dort zurückgefallen. Diese Linie hat seit Anfang Oktober jeden Erholungsversuch gestoppt. Nach unten nennen Marktbeobachter 97,95 Dollar als nächste Auffanglinie, sie liegt knapp unter der runden 100.

Die runde Zahl selbst hat unser Artikel vom 14. Oktober besprochen, damals bei 103,82 Dollar. Seitdem ist der Kurs um knapp einen Dollar gefallen, die 100 hat gehalten, und das Tagestief von 101,04 Dollar hat sie einmal angetestet. Neu ist die Richtung des Drucks: Es steht kein Durchbruch nach unten an, sondern eine dritte Abweisung an der 107er Linie von oben.

Der Analyst 0xSweep verweist auf eine bullische Divergenz im Vier-Stunden-Chart und vergleicht sie mit einer Konstellation nahe 96 Dollar, auf die eine Bewegung bis 124 Dollar folgte. Das ist eine Einzelmeinung mit einem Vergleichsfall, keine Gesetzmäßigkeit. Der Relative-Stärke-Index lag am 13. Oktober bei 38,28 und damit unter seinem Durchschnitt von 41,72, also im unteren Bereich, aber noch nicht dort, wo Händler von überverkauft sprechen.

USDC auf Solana: 3,5 Milliarden Dollar in sieben Tagen neu geprägt

Während der Kurs fällt, zieht die Nutzung der Blockchain an. Der Datendienst SolanaFloor meldete am 12. Oktober, dass auf Solana binnen sieben Tagen rund 3,5 Milliarden Dollar an USDC neu ausgegeben wurden, in wiederholten Tranchen von je 250 Millionen Dollar. Das ist die größte Wochenemission auf dieser Blockchain in diesem Jahr. Der Bestand an USDC auf Solana liegt damit bei etwa 8,64 Milliarden Dollar, über 30 Tage summieren sich die Neuausgaben auf mehr als 10 Milliarden Dollar. Die einzelnen Prägungen lassen sich im Blockexplorer Solscan nachvollziehen.

Eine Prägung bedeutet, dass der Herausgeber Circle Dollar entgegengenommen und dafür Token ausgegeben hat. Dieses Geld liegt danach auf der Blockchain und wartet auf eine Verwendung, sei es Handel, Zahlung oder Verwahrung. Es ist kein Kaufauftrag für SOL, aber es ist Liquidität, die ohne Umweg über eine Börse in Solana-Anwendungen fließen kann.

Der Gesamtbestand aller Stablecoins auf Solana hatte im September mit 17,3 Milliarden Dollar einen Höchststand erreicht, gemessen von Solana Compass und DeFiLlama. Hier liegt die Auflösung des scheinbaren Widerspruchs zu unserem Bericht vom 11. Oktober, der einen Rückgang der Reserven um 6,4 Prozent beschrieb: Der Gesamtbestand kann sinken, während eine einzelne Währung zulegt. Genau das ist geschehen, USDC gewinnt Anteile gegen die übrigen Dollar-Token auf derselben Blockchain.

Tokenisierte Aktien: 786,3 Millionen Dollar Volumen und Platz eins nach 13 Wochen

Der zweite Bereich, in dem Solana gerade zulegt, sind tokenisierte Aktien. In der Woche vom 5. bis 11. Oktober wickelte die Blockchain nach Zahlen von SolanaFloor 786,3 Millionen Dollar an Spot-Volumen in diesem Segment ab und lag damit erstmals seit 13 Wochen wieder vorn. Dahinter folgten Robinhood mit 663,0 Millionen, BNB Chain mit 623,3 Millionen und Base mit 445,5 Millionen Dollar. Ethereum kam auf 12,0 Millionen, HyperCore auf 7,9 Millionen. Von den 2,54 Milliarden Dollar über alle genannten Plätze entfielen damit rund 31 Prozent auf Solana.

Den Anstoß gab ein Produktstart. Der Emittent Securitize brachte am 8. Oktober zwölf tokenisierte US-Aktien auf Solana, darunter Apple, Nvidia und Tesla. Jeder Token ist nach Angaben des Unternehmens eins zu eins mit einer echten Aktie hinterlegt, abgerechnet wird in USDC, als Market Maker tritt Jump Trading auf. Aufbau und Rechtsform hat CoinDesk am Tag des Starts im Einzelnen beschrieben.

Für Anleger in Deutschland ist dieser Teil vorerst eine Beobachtung und kein Angebot. Securitize spricht von berechtigten Anlegern in den USA, der EU und weiteren zugelassenen Märkten, definiert den Begriff aber nicht näher. Wer tokenisierte Aktien erwerben will, braucht in der EU einen Anbieter mit der passenden Erlaubnis nach MiFID II, und über eine dezentrale Börse liegt die nicht vor.

Zwei Hände halten ein kleines schwarzes Metallgerät mit dunkler Displayfläche über einem Holztisch, daneben eine geöffnete Stahlkassette mit Samtfutter
Wer selbst verwahrt, bestimmt über Staking und Verkaufszeitpunkt allein und trägt zugleich die Verantwortung für den Schlüssel.

Alpenglow am 21. Oktober: Firedancer und Frankendancer machen die Migration nicht mit

Am 21. Oktober startet das Konsensprotokoll Alpenglow im Mainnet-Beta, der Termin ist von den Kernentwicklern bei Anza bestätigt. Alpenglow ersetzt das bisherige Zusammenspiel aus Tower BFT und Proof of History durch ein Verfahren, das die Zeit bis zur endgültigen Bestätigung eines Blocks deutlich verkürzen soll. Endgültige Bestätigung heißt: der Punkt, ab dem eine Buchung nicht mehr zurückgenommen werden kann.

Wichtig ist jetzt eine Fußnote des Zeitplans. Die Validator-Software Firedancer und ihre Zwischenstufe Frankendancer unterstützen die anfängliche Umstellung nicht. Betreiber, die diese Clients fahren, müssen für den Übergang vorübergehend wechseln. Das betrifft einen relevanten Teil der Netzleistung und mittelbar jeden, der seine SOL bei einem dieser Betreiber delegiert hat. Die Einzelheiten hat crypto.news zusammengetragen.

Derzeit sind nach Daten von Staking Rewards 438,97 Millionen SOL delegiert, das sind 74,6 Prozent der umlaufenden Menge, bei einer Verzinsung von rund 4,92 Prozent im Jahr. Wer delegiert hat, kann bei seinem Validator nachfragen, welchen Client er am 21. Oktober fährt. Fällt ein Validator während der Umstellung aus, entgehen dem Delegierenden die Prämien dieser Epoche, sein Guthaben bleibt davon unberührt.

ETFs in den USA, ETPs in Deutschland: Der Unterschied beim Zugang

Die Fondsströme, um die es oben geht, entstehen in den USA. Ein deutscher Privatanleger kann die dortigen Spot-ETFs nicht kaufen, weil ihnen das nach der PRIIP-Verordnung nötige Basisinformationsblatt fehlt. Der Weg hierzulande führt über börsengehandelte Kryptowerte, meist als ETP oder ETN ausgestaltet und über Xetra handelbar. Diese Papiere sind physisch mit SOL hinterlegt, rechtlich aber Schuldverschreibungen und damit anders aufgestellt als ein Sondervermögen.

Praktisch heißt das: Die Kosten stecken in der jährlichen Pauschale und in der Geld-Brief-Spanne, und beide unterscheiden sich zwischen Handelsplatz und Uhrzeit. In dünnen Marktphasen wie dieser Woche weitet sich die Spanne. Wer ohnehin kaufen will, legt den Auftrag in die Zeit zwischen 15:30 und 17:30 Uhr, wenn der US-Handel läuft und die Spannen am engsten sind. Eine Übersicht der Handelsplätze hilft beim Abgleich der Gebühren.

Staking, Haltefrist und der 31. Dezember

Steuerlich gilt in Deutschland Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes: Ein Verkauf innerhalb eines Jahres nach dem Kauf ist ein privates Veräußerungsgeschäft, danach bleibt der Gewinn steuerfrei. Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 10. Mai 2022 klargestellt, dass Staking diese Frist nicht auf zehn Jahre verlängert, es bleibt auch dann bei einem Jahr.

Daraus folgt bei einem Jahresminus von 49,8 Prozent eine Rechnung, die sich aufdrängt. Verluste aus einem Verkauf innerhalb der Jahresfrist lassen sich mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften desselben Jahres verrechnen. Wer eine Position nach Ablauf des Jahres im Minus verkauft, kann den Verlust steuerlich nicht nutzen, weil das Geschäft außerhalb der Frist liegt. Stichtag für die Verrechnung ist der 31. Dezember. Die Kaufdaten der einzelnen Positionen stehen im Transaktionsbericht der Börse oder lassen sich mit einem Portfolio-Tracker zusammenstellen. Das ersetzt keine Steuerberatung.

Wer stattdessen staket, nimmt die 4,92 Prozent als laufenden Ertrag mit. Diese Prämien zählen als sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 3 und sind ab 256 Euro im Jahr steuerpflichtig, und zwar im Jahr des Zuflusses, unabhängig davon, ob die SOL später mit Gewinn oder Verlust verkauft werden.

Unsere Einschätzung: Der Kurs folgt gerade nicht der Netzlast

Aus Sicht der Redaktion zeigen die Zahlen dieser Woche eine Abkopplung, die sich benennen lässt. Auf der einen Seite steht der Preis: minus 10,4 Prozent in sieben Tagen, acht Abflusstage in Folge bei den Fonds, eine dritte Abweisung an der 107er Linie. Auf der anderen Seite stehen 3,5 Milliarden Dollar frisch geprägtes USDC in derselben Woche, 786,3 Millionen Dollar Volumen in tokenisierten Aktien und ein Protokollwechsel mit festem Datum.

Was dagegen spricht, diese Abkopplung als Kaufargument zu lesen: Geprägtes USDC ist Liquidität und kein Nachfragebeleg für SOL, und das Volumen in tokenisierten Aktien fällt vorwiegend bei den Handelsplätzen an, nicht beim Token. Dazu kommt, dass das DEX-Volumen auf Solana zuletzt rückläufig war, 12,88 Milliarden Dollar über sieben Tage bedeuten 27,0 Prozent weniger als in der Vorwoche. Die Netzlast wächst also nicht auf ganzer Breite, sie verschiebt sich. Belastbar ist allein die Feststellung, dass die Fondsströme derzeit die kurzfristige Richtung vorgeben und die Nutzungsdaten sie nicht stützen.

Solana bei 103 Dollar: Über 107 entscheidet sich die nächste Woche

Drei Dinge sind in den kommenden Tagen konkret:

  1. Der 21. Oktober. Wer SOL delegiert hat, fragt beim Validator nach dem Client. Wer die Prämie unabhängig vom Betreiber einordnen will, findet die Konditionen in unserer Übersicht der Staking-Anbieter und bei Staking Rewards.
  2. Die 107er Linie. Erst eine Tagesschlussnotierung darüber beendet die Serie der Abweisungen. Bis dahin bleibt 97,95 Dollar die nächste Auffanglinie nach unten.
  3. Das Kaufdatum im Depot. Wer eine Position auflösen oder aufstocken will, prüft es vorher gegen die Jahresfrist und gegen den Stichtag 31. Dezember.

(Stand: 15. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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