Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Solana Kurs 103,82 Dollar, 12 Prozent weniger offene Terminpositionen: Hält die 100-Dollar-Marke?

Solana notiert am Mittwochabend bei 103,82 Dollar und damit nur 3,7 Prozent über der 100-Dollar-Marke. Am Terminmarkt sind die offenen Positionen binnen einer Woche um 12,1 Prozent geschrumpft, und die Finanzierungsrate ist auf null gekippt.

Das Solana-Zeichen leuchtet als Lichtreflex auf einer dunklen Glastrennwand, dahinter eine nachts fast leere Bürohalle mit verlassenen Arbeitsplätzen
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Kategorien: Solana

Solana notiert am Mittwochabend bei 103,82 Dollar. Das sind 3,7 Prozent über der runden 100er Linie, 2,99 Prozent weniger als am Vortag und 10,35 Prozent weniger als vor einer Woche. Die kurze Antwort auf die Frage, ob die Marke hält: Am Terminmarkt fehlt gerade der Hebel, der einen Bruch beschleunigen würde, und genauso fehlt er auf der Käuferseite. Wir haben die Zahlen dazu selbst an der Börse OKX erhoben, und sie erzählen eine andere Geschichte als der Kurs allein.

Solana Kurs bei 103,82 Dollar, 3,7 Prozent über der 100-Dollar-Marke

Der Solana Kurs stand am 14. Oktober gegen 20:44 Uhr unserer Zeit bei 103,82 Dollar. Im Tagesverlauf lag das Hoch bei 108,45 und das Tief bei 103,51 Dollar, der Kurs schloss den Tag also nahe am Tagestief ab. Die Marktkapitalisierung beträgt damit 61,17 Milliarden Dollar.

Den Abstand nach unten kann jeder selbst nachrechnen. Von 103,82 auf 100 Dollar sind es 3,68 Prozent. Der letzte Tagesschluss unter 100 Dollar liegt fast einen Monat zurück und datiert auf den 17. September 2026. Seitdem hat sich Solana über dieser Linie gehalten, auch an den schwachen Tagen Anfang Oktober.

Die Woche davor sah anders aus. Am 7. Oktober stand Solana noch bei 120,68 Dollar. Von dort bis heute sind 13,9 Prozent verloren gegangen, in acht Handelstagen. Der stärkste einzelne Rückgang fiel auf den 9. Oktober, als der Tagesschluss von 116,23 auf 109,51 Dollar rutschte.

Offene Terminpositionen fallen auf 357,4 Millionen Dollar

Hier liegt der eigentliche Anlass dieses Artikels, und er steht in keinem Kurschart. Die Summe aller offenen Solana-Kontrakte an der Börse OKX lag am 14. Oktober bei 357,4 Millionen Dollar. Am 7. Oktober waren es noch 406,4 Millionen. Das ist ein Rückgang um 12,1 Prozent in sieben Tagen und der tiefste Stand seit dem 17. September. Vom Höchststand des Septembers, 426,6 Millionen Dollar am 27. September, sind 16,2 Prozent abgebaut.

Offene Positionen, im Fachjargon Open Interest, sind die Summe aller Terminkontrakte, die noch nicht geschlossen wurden. Die Zahl sagt, wie viel Kapital in gehebelten Wetten auf einen Coin steckt. Der Wert steigt, wenn neue Positionen aufgemacht werden, und er fällt, wenn Positionen geschlossen oder zwangsweise aufgelöst werden.

Im SOL-USDT-Swap allein, dem meistgehandelten Dauerkontrakt auf Solana, liegen aktuell 3.033.471 SOL offen. Zum Kurs des Abrufs sind das 315,2 Millionen Dollar. Der Rest verteilt sich auf die Kontrakte mit festem Verfallstag und auf die Varianten in anderen Verrechnungswährungen.

Balkendiagramm der offenen Solana-Terminpositionen an der Börse OKX vom 7. bis 14. Oktober 2026, der letzte Balken ist der niedrigste
Acht Tage, ein Trend: Die offenen Solana-Terminpositionen an der OKX sind von 406,4 auf 357,4 Millionen Dollar gefallen. Eigene Erhebung, Daten OKX.

Die Finanzierungsrate steht bei null, der Hebel ist abgebaut

Die zweite Zahl ist die Finanzierungsrate. Bei einem Dauerkontrakt ohne Verfallstag sorgt sie dafür, dass der Kontraktpreis nicht vom Kassakurs wegläuft: Alle acht Stunden zahlt die eine Seite der Wetten an die andere. Ist die Rate positiv, zahlen die Käufer an die Verkäufer, und das ist der Normalzustand in einem freundlichen Markt.

An der OKX wurden am 14. Oktober drei Raten abgerechnet. Um 00:00 Uhr UTC waren es plus 0,0100 Prozent, um 08:00 Uhr plus 0,0089 Prozent, um 16:00 Uhr minus 0,0001 Prozent. Die Rate ist also im Lauf des Tages von leicht positiv auf exakt null gekippt. Zum Vergleich: Am 11. Oktober lagen alle drei Abrechnungen zwischen plus 0,0073 und plus 0,0078 Prozent, über den Tag also gut dreimal so hoch wie heute.

Die Höhe klingt winzig, und in einer einzelnen Abrechnung ist sie das auch. Auf das Jahr gerechnet macht plus 0,0075 Prozent alle acht Stunden aber rund 8,2 Prozent aus. Genau diese Gebühr fällt jetzt weg, weil kaum noch jemand bereit ist, für eine gehebelte Kaufposition zu bezahlen.

So hängen offene Positionen, Finanzierungsrate und Kurs zusammen

Für die Frage nach der 100-Dollar-Marke ist die Kombination aus beiden Zahlen wichtiger als jede einzelne. Fallende Kurse bei gleichzeitig fallenden offenen Positionen bedeuten, dass Wetten aufgelöst werden. Fallende Kurse bei steigenden offenen Positionen würden dagegen bedeuten, dass neue Verkaufswetten dazukommen und sich frischer Druck aufbaut.

Im Fall von Solana trifft die erste Variante zu. Die offenen Positionen sind an sechs von acht Tagen gefallen, zuletzt zwei Tage in Folge und mit dem größten Einzelrückgang am 14. Oktober. Der Markt baut Risiko ab, statt neues aufzubauen.

Das hat eine Folge, die vielen entgeht. Eine Liquidationswelle braucht gehebelte Positionen, die zwangsweise geschlossen werden. Je weniger davon offen sind, desto weniger Brennstoff liegt unter der nächsten runden Marke. Umgekehrt fehlt damit aber auch die Nachfrage, die einen Kurs aus eigener Kraft wieder nach oben trägt.

Was eine Finanzierungsrate von null über die Stimmung sagt

Eine Rate bei null heißt, dass sich Kauf- und Verkaufswetten die Waage halten. Das ist weder ein Kaufsignal noch ein Verkaufssignal, sondern vor allem eine Aussage über das Desinteresse: Niemand zahlt gerade dafür, auf einen schnellen Anstieg zu setzen. Historisch markieren solche Phasen eher Böden als Spitzen, aber sie sagen nichts darüber, wie lange sie dauern.

Solana gegen Bitcoin: 14 Prozent unter dem Septemberhoch

Der Kurs in Dollar allein zeigt nur die halbe Lage, weil der ganze Markt in dieser Woche nachgegeben hat. Interessanter ist das Verhältnis zu Bitcoin. Ein SOL kostete am 14. Oktober 0,00124986 Bitcoin. Am 26. September waren es noch 0,00145259, der höchste Wert der letzten 120 Tage. Von dort sind 14,0 Prozent verloren gegangen, allein in den sieben Tagen seit dem 7. Oktober 11,4 Prozent.

Die Zahlen daneben machen es deutlich: Bitcoin verlor in sieben Tagen 2,00 Prozent, Ethereum 5,25 Prozent, Solana 10,35 Prozent. Solana ist in dieser Woche also rund fünfmal so stark gefallen wie Bitcoin. Das ist kein Solana-Unfall, sondern das übliche Muster, wenn Anleger Risiko aus dem Markt nehmen. Es erklärt aber, warum die 100-Dollar-Frage ausgerechnet jetzt gestellt wird.

Der Auslöser für die Marktschwäche lag diese Woche außerhalb der Solana-Blockchain. Die US-Inflationsrate stieg auf 3,7 Prozent, die Kernrate fiel höher aus als erwartet, und Risikoanlagen gaben entsprechend nach.

Die Marken: 98,27 Dollar als 200-Tage-Linie, 107,29 Dollar als 50-Tage-Linie

Für die nächsten Tage sind drei Linien begründbar, und zwei davon liegen dicht an der runden Zahl. Der 200-Tage-Durchschnitt steht bei 98,27 Dollar. Der Kurs liegt damit 5,6 Prozent darüber. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 107,29 Dollar, also 3,2 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Daraus ergibt sich ein enger Korridor. Nach unten liegt zwischen der runden 100 und der 200-Tage-Linie bei 98,27 Dollar nur knapp ein Dollar Abstand. Wer die runde Marke verliert, landet also fast sofort auf der nächsten technischen Auffanglinie. Nach oben müsste Solana erst über 107,29 Dollar zurück, um die mittelfristige Richtung wieder zu drehen.

Im Jahresbild steht Solana zwischen einem Tief von 62,18 Dollar vom 7. Juni und einem Hoch von 202,58 Dollar vom 15. Oktober 2025. Vom Allzeithoch bei 293,31 Dollar trennen den Kurs 64,6 Prozent.

Skala mit dem Solana-Kurs zwischen Jahrestief und Jahreshoch, dazu die Marken für den 50- und den 200-Tage-Durchschnitt
Solana liegt 5,6 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt und 3,2 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Eigene Darstellung, Daten CoinGecko.

Unsere Einschätzung: Kein Treibstoff für eine Liquidationswelle, aber auch kein Gebot

Aus Sicht der Redaktion spricht die Datenlage gegen einen Absturz und ebenso gegen eine schnelle Erholung. Die Belege dafür stehen oben: Die offenen Positionen sind in sieben Tagen um 12,1 Prozent auf 357,4 Millionen Dollar gefallen, die Finanzierungsrate liegt bei minus 0,0001 Prozent. Ein Bruch der 100 würde unter diesen Bedingungen eher ein geordnetes Abrutschen auf die 200-Tage-Linie bei 98,27 Dollar werden als eine Kettenreaktion aus Zwangsverkäufen.

Dagegen spricht zweierlei. Erstens kann sich die Lage am Terminmarkt binnen Stunden drehen, wenn neue gehebelte Positionen aufgebaut werden; die Zahlen oben sind eine Momentaufnahme vom Abend des 14. Oktober. Zweitens fehlt bei einer Finanzierungsrate von null jede sichtbare Nachfrage nach Hebelkäufen, und ohne die bleibt ein Anstieg über 107,29 Dollar unwahrscheinlich. Eine Einschätzung ist keine Empfehlung, und ein Totalverlust bleibt bei jedem Kryptowert möglich.

Alpenglow: Ein Protokolltermin ragt in die Kursfrage hinein

In derselben Woche steht ein technischer Termin an. Unsere Redaktion hat am 14. Oktober berichtet, dass der Entwickler Anza den Wechsel auf Alpenglow für den 21. Oktober angesetzt hat. Alpenglow ersetzt den bisherigen Konsensmechanismus der Solana-Blockchain und soll die Zeit bis zur endgültigen Bestätigung einer Transaktion auf rund 150 Millisekunden drücken.

Belegbar ist der Umbau selbst. Der offizielle Solana-Changelog vom 1. Oktober führt Alpenglow unter den Feature-Gates im Devnet und beschreibt, dass die Client-Software Agave die Alpenglow-Rangliste über ihre RPC-Schnittstelle bereitstellen will. Zum genauen Mainnet-Termin äußert sich diese Seite nicht, deshalb steht die Datumsangabe hier als Bericht über die Angaben von Anza und nicht als eigene Zusage.

Für den Kurs bedeutet ein solcher Termin vor allem eines: eine zusätzliche Unsicherheitsquelle in einer Woche, in der ohnehin wenig Risiko gesucht wird. Wer am 21. Oktober größere Beträge bewegen will, sollte einplanen, dass Börsen Ein- und Auszahlungen rund um Protokollwechsel zeitweise aussetzen.

Hebel und Liquidationsabstand für Anleger in Deutschland

Konkret: Wer eine gehebelte Kaufposition auf Solana hält, rechnet jetzt den Abstand zur Liquidationsschwelle nach. Bei fünffachem Hebel reicht ein Rückgang von rund 20 Prozent, bei zehnfachem Hebel einer von rund 10 Prozent, bevor die Position zwangsweise geschlossen wird. Vom aktuellen Kurs aus liegt ein Rückgang auf 98,27 Dollar bei 5,3 Prozent. Ein zehnfach gehebelter Einstieg aus der Vorwoche bei 120 Dollar wäre längst geschlossen.

In der EU sind Derivate auf Kryptowerte für Privatanleger stark eingeschränkt. Was unter der MiCA-Verordnung zugelassen ist, sind Kassageschäfte und börsengehandelte Produkte; die großen Dauerkontrakte laufen auf Plattformen außerhalb der EU-Zulassung. Wer dort handelt, trägt neben dem Kursrisiko auch ein Plattformrisiko. Ein nüchterner Blick auf die Gebühren und Bedingungen der Handelsplätze für Dauerkontrakte gehört deshalb vor jede Entscheidung über einen Hebel.

Die Alternative ohne Liquidationsschwelle ist der Kauf im Kassamarkt mit eigener Verwahrung. Wer seine SOL auf ein eigenes Gerät überträgt, hat keine Zwangsschließung zu fürchten, trägt dafür aber die volle Verantwortung für die Sicherung seiner Zugangsdaten.

Eine Hand hält ein markenloses Hardware-Gerät mit abgeschaltetem Display über einem Schreibtisch, daneben ein Schlüsselbund und eine Metallplatte
Im Kassamarkt gibt es keine Liquidationsschwelle, dafür liegt die Verantwortung für die Schlüssel beim Halter.

Haltefrist und Freigrenze bei einem Verkauf unter 100 Dollar

Für Anleger in Deutschland hängt am Verkaufszeitpunkt mehr als der Kurs. Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten gelten als privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Liegt zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr, bleibt der Gewinn steuerfrei. Darunter zählt er zum zu versteuernden Einkommen und wird mit dem persönlichen Steuersatz belegt.

Für kurzfristige Geschäfte gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro im Kalenderjahr. Das Wort Grenze ist dabei wörtlich zu nehmen: Wer mit 1.001 Euro Gewinn darüber liegt, versteuert den gesamten Betrag und nicht nur den überschießenden Euro. Verluste aus solchen Geschäften lassen sich nur mit Gewinnen derselben Art verrechnen, dafür aber in spätere Jahre vortragen.

Wer also überlegt, unter 100 Dollar zu verkaufen, prüft zuerst das Kaufdatum jeder einzelnen Position. Bei mehreren Käufen gilt für die Zuordnung das Verfahren First in, first out je Wallet. Ein Werkzeug für Steuer und Portfolio nimmt diese Zuordnung ab, die rechtliche Verantwortung bleibt beim Anleger. Bei größeren Beträgen führt am Steuerberater nichts vorbei.

Solana-Marke 100 Dollar: Darunter wartet die 200-Tage-Linie bei 98,27

Der Terminmarkt hat in den vergangenen sieben Tagen 12,1 Prozent seiner offenen Positionen abgebaut, und die Finanzierungsrate liegt bei null. Das nimmt einem Bruch der 100-Dollar-Marke die Wucht und der Gegenbewegung die Kraft. Drei Schritte ergeben daraus eine Handlungsfolge:

  1. Positionsgröße und Hebel nachrechnen. Liegt die Liquidationsschwelle näher als 5,3 Prozent, trifft sie bereits die 200-Tage-Linie bei 98,27 Dollar. Wer stattdessen im Kassamarkt kaufen will, vergleicht vorher die Kosten der Handelsplätze für Kryptowerte.
  2. Das Kaufdatum jeder Position heraussuchen, bevor ein Verkauf ansteht. Liegt der Kauf mehr als ein Jahr zurück, bleibt der Gewinn steuerfrei, darunter greift die Freigrenze von 1.000 Euro. Die Werkzeuge für Steuer und Portfolio ordnen die Käufe nach First in, first out zu.
  3. Den Termin am 21. Oktober einplanen und entscheiden, ob die bestehenden SOL arbeiten sollen. Rund um Protokollwechsel setzen Börsen Ein- und Auszahlungen zeitweise aus. Ein Blick auf die Anbieter für Staking-Erträge zeigt, welche Erträge und welche Sperrfristen gelten; die Erträge zählen steuerlich als Einkünfte und nicht als Veräußerungsgewinne.

Den Stand von gestern hatten wir am 13. Oktober beschrieben, als Solana bei 108,21 Dollar notierte und ein Rückkauf über 201 Millionen Dollar an der 100-Dollar-Bedingung hing. Seitdem hat der Kurs 4,1 Prozent verloren, die Bedingung ist damit näher gerückt, und der Terminmarkt hat weitere 12 Millionen Dollar an offenen Positionen abgebaut. Die Daten dieses Artikels stammen aus der öffentlichen Marktschnittstelle der OKX und von CoinGecko.

(Stand: 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Solana Kurs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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