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Ethereum-ETFs verlieren 320 Millionen Dollar, 299 davon bei BlackRock: Mehr Abfluss als bei den Bitcoin-Fonds

Die US-Krypto-ETFs verloren in der Woche vom 12. bis 16. Oktober 2026 netto 610,7 Millionen Dollar, die Ethereum-Fonds davon 320,1 Millionen und damit mehr als die Bitcoin-Fonds. 299 Millionen entfielen auf ein einziges Produkt von BlackRock.

Menschenleerer Handelssaal bei Nacht, an der Rückwand leuchtet das Ethereum-Zeichen als großes Neonzeichen über den Monitorreihen
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Die US-Krypto-ETFs haben in der Woche vom 12. bis 16. Oktober 2026 netto 610,7 Millionen Dollar verloren. Den größten Teil davon trugen nicht die Bitcoin-Fonds, sondern die Ethereum-Fonds: 320,1 Millionen Dollar flossen bei ihnen ab, und 299 Millionen davon entfielen auf ein einziges Produkt, den iShares Ethereum Trust von BlackRock. Das sind 93,4 Prozent des gesamten Ethereum-Abflusses aus einem Fonds.

Diese Verteilung ist der eigentliche Befund der Woche. Eine Zahl wie „320 Millionen Dollar Abfluss“ klingt nach einer breiten Fluchtbewegung vieler Anleger. Wenn 93 Prozent davon aus einem Produkt kommen, sieht die Lage anders aus: Dann hat sich in erster Linie eine große Position bewegt, nicht der Markt als Ganzes. Für dich als Anleger in Deutschland ändert das, wie du die Zahl liest – und es ändert nichts daran, dass diese Fonds den Preis mitbestimmen, den du beim Kauf zahlst.

Die Woche in Zahlen: 610,7 Millionen Dollar aus fünf Fondsgruppen

Die Grundlage sind die Tagesdaten von Farside Investors, die crypto.news für die fünf beobachteten Fondsgruppen zusammengerechnet hat. Über die fünf Handelstage der Woche ergab sich ein Nettoabfluss von 610,7 Millionen Dollar. In der Vorwoche vom 5. bis 9. Oktober waren es noch 1,2863 Milliarden Dollar gewesen. Die wöchentlichen Abflüsse haben sich damit etwa halbiert, genauer um 52,5 Prozent verringert.

Das ist der erste Punkt, den die Schlagzeile verschluckt: Die Woche war in absoluten Zahlen deutlich ruhiger als die Woche davor. Wer nur die 610,7 Millionen sieht, hält den Oktober für eine Eskalation. Tatsächlich ist der Abfluss schwächer geworden.

Ethereum-ETFs: 320,1 Millionen Dollar Abfluss, 299 davon aus einem Fonds

Bei den Ethereum-Fonds summierte sich der Nettoabfluss auf 320,1 Millionen Dollar. Ethereum notierte am Sonntagmorgen bei rund 2.422 Dollar, auf Sieben-Tage-Sicht gut 3,6 Prozent tiefer.

Die Aufschlüsselung nach Anbietern ist ungewöhnlich einseitig:

  • BlackRock, iShares Ethereum Trust (ETHA): 299 Millionen Dollar Abfluss
  • Grayscale Ethereum Trust (ETHE): 18,3 Millionen Dollar Abfluss
  • Grayscale Ethereum Mini Trust: 12,4 Millionen Dollar Abfluss
  • Franklin Templeton (EZET): 0,9 Millionen Dollar Abfluss
  • Fidelity (FETH): 10,5 Millionen Dollar Zufluss

Was die Zahlen der übrigen Anbieter zeigen

Zieht man BlackRock heraus, bleiben rund 21 Millionen Dollar Nettoabfluss über alle anderen Ethereum-Fonds zusammen – und einer davon, Fidelity, hat in derselben Woche sogar Geld eingesammelt. Das ist kein Bild von Anlegern, die geschlossen den Ausgang suchen. Es ist das Bild eines einzelnen großen Postens, der abgebaut wurde, während der Rest des Feldes sich kaum bewegt hat.

Wer dahintersteckt, lässt sich aus den Flussdaten nicht ablesen. Sie zeigen, wie viel Geld in einen Fonds hinein- und herausgeht, nicht, wer es bewegt. Jede Zuschreibung an einen bestimmten Investor wäre an dieser Stelle Spekulation.

Bitcoin-ETFs verloren 228,4 Millionen Dollar und hatten doch den stärksten Einzeltag

Die Bitcoin-Fonds kamen auf 228,4 Millionen Dollar Nettoabfluss und damit auf weniger als die Ethereum-Fonds. Auch hier trug BlackRock den größten Einzelposten: Aus dem iShares Bitcoin Trust (IBIT) flossen 165,4 Millionen Dollar ab, aus Fidelitys FBTC 60,2 Millionen, aus dem Grayscale Bitcoin Mini Trust 7,6 Millionen und aus Invescos BTCO 4,1 Millionen. Zuflüsse verbuchten Morgan Stanleys MSBT mit 6,7 Millionen Dollar und Bitwises BITB mit 2,2 Millionen.

Bemerkenswert ist der Dienstag: An diesem einen Tag sammelten die Bitcoin-Fonds 175,7 Millionen Dollar ein, ihren stärksten Tag der Woche. Bitcoin stand am Sonntagmorgen bei rund 82.100 Dollar. Eine Wochensumme glättet solche Ausschläge weg; für die Einordnung sind sie wichtig, weil sie zeigen, dass die Richtung innerhalb der Woche mehrfach gewechselt hat.

Leeres Rednerpult aus dunklem Holz mit zwei Mikrofonen, dahinter eine Reihe Fahnenmasten ohne Flaggentuch im Gegenlicht
Der Auslöser der Abflüsse lag in dieser Woche nicht am Kryptomarkt, sondern bei den US-Konjunkturdaten und der Zinserwartung.

Nettoabfluss erklärt: Wenn mehr Anteile zurückgegeben als ausgegeben werden

Ein Nettoabfluss ist die Differenz aus dem Geld, das in einen Fonds neu eingezahlt wird, und dem Geld, das Anleger durch die Rückgabe von Anteilen wieder herausziehen. Fällt sie negativ aus, hat der Fonds in diesem Zeitraum unter dem Strich Vermögen verloren.

Praktisch heißt das: Ein Spot-ETF – also ein Fonds, der die Kryptowährung tatsächlich hält und nicht nur über Terminkontrakte abbildet – muss bei Rückgaben entsprechende Bestände verkaufen. Abflüsse übersetzen sich dadurch in echten Verkaufsdruck am Markt. Genau deshalb schauen auch Anleger auf diese Zahlen, die selbst nie einen Fondsanteil besessen haben.

Umgekehrt gilt die Einschränkung: Ein Abfluss sagt nichts über das Motiv. Eine Umschichtung zwischen zwei Produkten, eine Absicherung, eine Gewinnmitnahme und ein grundsätzlicher Ausstieg sehen in der Statistik identisch aus.

CoinShares zählt weltweit 434 Millionen Dollar Abfluss

Neben den US-Zahlen steht die wöchentliche Fondsstatistik von CoinShares, die weltweit erhoben wird und einen anderen Zuschnitt hat. Für die Berichtswoche bis zum 16. Oktober 2026 meldet das Haus einen Nettoabfluss von 434 Millionen Dollar aus Krypto-Fondsprodukten; die Reihe steht in der Research-Abteilung von CoinShares.

Die beiden Zahlen widersprechen sich nicht, sie messen Unterschiedliches. Die 610,7 Millionen beziehen sich auf fünf US-Fondsgruppen und die Handelstage vom 12. bis 16. Oktober. Die 434 Millionen umfassen Produkte weltweit, also auch europäische Börsengehandelte Produkte, und einen leicht anderen Stichtag. Wer beide Werte nebeneinanderstellt, sollte sie nicht addieren und nicht gegeneinander ausspielen.

Der Auslöser liegt nicht am Kryptomarkt: 3,7 Prozent Inflation

CoinShares führt die Abflüsse auf die US-Verbraucherpreise zurück. Der September-Wert, den das US-Arbeitsministerium am 14. Oktober veröffentlichte, lag bei 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im August waren es 3,4 Prozent gewesen, erwartet worden waren 3,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,6 Prozent, getrieben vor allem von Energie: Benzin verteuerte sich im September um 9,1 Prozent, der Energieblock insgesamt um 5,2 Prozent zum Vormonat und um 20,4 Prozent zum Vorjahr.

Die Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie fiel mit 0,3 Prozent zum Vormonat und 2,6 Prozent zum Vorjahr moderater aus, lag damit aber ebenfalls über dem August-Wert von 2,4 Prozent. Einen Tag später kamen Einzelhandelsumsätze von 745 Milliarden Dollar hinzu, ein Plus von 0,8 Prozent zum Vormonat bei einer Erwartung von 0,3 Prozent, sowie Erzeugerpreise mit plus 1,3 Prozent zum Vormonat.

Was der Markt für die Oktober-Sitzung einpreist

Diese Datenlage spricht gegen Zinssenkungen. Die US-Notenbank hatte ihren Leitzins im September um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, äußerte am 13. Oktober, eine weitere Anhebung könne noch vor Jahresende angemessen sein. Auf der Prognoseplattform Polymarket lag die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen bei der Oktober-Sitzung am 15. Oktober bei rund 75 Prozent, für eine Anhebung um einen Viertelpunkt bei 25 Prozent. Diese Angaben und die Einordnung stammen aus der oben verlinkten Auswertung.

Für Krypto-Anlagen ist das der ungünstige Fall. Steigende oder hoch bleibende Zinsen machen verzinste Anlagen attraktiver und entziehen Anlageklassen ohne laufenden Ertrag Kapital. Dass die Abflüsse in einer Woche mit drei unangenehmen Konjunkturdaten zusammenfallen, ist deshalb keine Zufallsbeobachtung.

Solana, Zcash und Hyperliquid verlieren zusammen 62,2 Millionen Dollar

Die kleineren Fondsgruppen haben sich in derselben Richtung bewegt. Aus den Solana-Produkten flossen 25,5 Millionen Dollar ab, an jedem einzelnen Handelstag der Woche; allein 18,8 Millionen entfielen auf Bitwises BSOL. In der Vorwoche waren es 25 Millionen Dollar gewesen, der Abfluss blieb also praktisch konstant. Die Zcash-Fonds verloren 19,2 Millionen Dollar, die Hyperliquid-Produkte 17,5 Millionen, verteilt auf BHYP mit 6,4 Millionen, THYP mit 8,5 Millionen und HYPG mit 2,6 Millionen Dollar. Zusammen ergibt das 62,2 Millionen Dollar.

Der Befund dahinter: Es gab in dieser Woche keine Gruppe, in die das Geld ausgewichen wäre. Eine Rotation zwischen Kryptowährungen sieht anders aus – dann steht einem Abfluss an einer Stelle ein Zufluss an einer anderen gegenüber.

Aufgeschlagener Steuerordner mit bunten Registerstreifen neben einem Tischrechner und einem Stift auf einem Holztisch im Morgenlicht
Welche Hülle du wählst, entscheidet in Deutschland über die Besteuerung deiner Gewinne.

Deutsche Anleger kaufen diese US-Fonds gar nicht

Hier liegt der Punkt, an dem die Meldung für dich praktisch wird. Die Fonds, um die es oben geht, sind in den USA zugelassene Spot-ETFs. In Deutschland sind sie für Privatanleger regulär nicht erhältlich, weil ihnen die Wertpapierinformationen fehlen, die EU-Vertriebsregeln verlangen. Dazu kommt, dass ein Fonds nach EU-Fondsrecht grundsätzlich mehrere Vermögenswerte halten muss – ein Produkt auf eine einzige Kryptowährung passt nicht in diese Form.

Was es stattdessen gibt, sind börsengehandelte Schuldverschreibungen und Rohstoffprodukte: ETN und ETP, meist physisch mit der jeweiligen Kryptowährung hinterlegt und über die üblichen Depotbanken handelbar. Welche Wege dir offenstehen und worin sie sich unterscheiden, steht im Überblick zu Krypto-ETFs in Deutschland.

Trotzdem betreffen dich die US-Zahlen. Die großen Fonds handeln auf denselben Spotmärkten, an denen auch dein ETN-Emittent seine Bestände deckt. Ein Verkaufsdruck von mehreren hundert Millionen Dollar schlägt deshalb auf den Preis durch, unabhängig davon, in welcher Hülle du investiert bist.

ETN, ETP oder Direktbestand: Die Hülle entscheidet über die Steuer

Der zweite deutsche Unterschied ist steuerlich und wiegt über die Jahre oft schwerer als die Gebühr. Hältst du eine Kryptowährung direkt, also in einer eigenen Wallet oder auf einem Konto bei einer Börse, gilt sie als privates Veräußerungsgeschäft nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Nach einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn aus einem Verkauf steuerfrei.

Bei einem ETN hängt die Behandlung an der Ausgestaltung des Papiers. Viele physisch besicherte Produkte sehen einen Lieferanspruch auf die hinterlegte Kryptowährung vor und werden deshalb von der Finanzverwaltung ebenfalls unter Paragraf 23 eingeordnet, mit derselben einjährigen Frist. Andere Produkte ohne diesen Anspruch gelten als Kapitalforderung; dann greift die Abgeltungsteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, und eine Haltefrist hilft nicht.

Warum du das vor dem Kauf klärst, nicht danach

Die Einordnung lässt sich nachträglich nicht ändern. Sie steht in den Produktunterlagen des Emittenten, meist unter dem Stichwort Lieferanspruch oder Andienungsrecht. Zwei Papiere auf dieselbe Kryptowährung können hier unterschiedlich gebaut sein. Bei größeren Beträgen ist das ein Fall für eine steuerliche Beratung; die Dokumentation der Haltedauer übernehmen Steuer- und Portfolio-Werkzeuge, die Käufe und Verkäufe mit Datum festhalten.

Was die Abflüsse bisher am Kurs bewirkt haben

Der Zusammenhang zwischen Fondsflüssen und Kurs ist vorhanden, aber lockerer, als die Berichterstattung oft nahelegt. Ethereum hat auf Sieben-Tage-Sicht rund 3,6 Prozent verloren, Bitcoin etwa 1,5 Prozent. Beide Werte liegen in der Größenordnung einer normalen Wochenschwankung, obwohl in derselben Woche dreistellige Millionenbeträge abgeflossen sind.

Das ist plausibel: Gemessen am täglichen Handelsvolumen der beiden größten Kryptowährungen sind einige hundert Millionen Dollar kein Betrag, der den Markt allein trägt. Die Fondsflüsse sind ein Signal darüber, wie institutionelle Anleger gerade positioniert sind. Ein verlässlicher Kursindikator für die kommenden Tage sind sie nicht, und wer sie als solchen benutzt, verwechselt Begleitmusik mit Ursache.

Die Termine, die den nächsten Abschnitt bestimmen

Zwei Daten strukturieren die kommenden Wochen. Das erste ist die Oktober-Sitzung der US-Notenbank, deren Ausgang über den Zinspfad bis Jahresende entscheidet und für die der Markt zuletzt mehrheitlich unveränderte Zinsen erwartete. Das zweite ist die nächste Wochenstatistik von CoinShares, an der sich ablesen lässt, ob aus vier Abflusswochen eine Serie wird oder ob die Richtung dreht.

Für die Einordnung der nächsten Zahl lohnt ein Blick auf die Verteilung statt auf die Summe. Bleibt der Abfluss erneut auf ein Produkt konzentriert, bestätigt das die Lesart dieser Woche. Verteilt er sich breit über viele Anbieter, ist das das deutlich ernstere Signal.

Ethereum-ETFs: 93 Prozent des Wochenabflusses stammen aus einem Fonds

Die Woche vom 12. bis 16. Oktober war keine Fluchtbewegung vieler, sondern die Bewegung eines einzelnen großen Postens vor dem Hintergrund einer Inflationsrate von 3,7 Prozent. Drei Schritte ergeben daraus etwas Konkretes:

  1. Die Hülle prüfen, bevor der Betrag steigt. Kläre anhand der Produktunterlagen, ob dein ETN einen Lieferanspruch vorsieht, und vergleiche die laufenden Kosten mit dem Direktkauf an einer regulierten Krypto-Börse. Über mehrere Jahre entscheidet diese Frage über mehr Geld als jede Wochenstatistik.
  2. Zukäufe vom Nachrichtentakt trennen. Wer ohnehin über Monate aufbaut, braucht auf eine Fondsstatistik nicht zu reagieren. Ein fester Rhythmus über einen Sparplan nimmt genau diese Entscheidung aus der Woche heraus.
  3. Die Verwahrung an den Anlagehorizont anpassen. Bestände, die länger als ein Jahr liegen sollen, gehören nicht dauerhaft auf ein Börsenkonto. Eine Hardware-Wallet trennt das Langfristdepot vom Handelsbestand.

(Stand: 18. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Ethereum-ETFs

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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