Krypto-Steuer-Software im Preisvergleich: Was CoinTracking, Blockpit, Koinly, Divly und Waltio kosten
Wir haben am 2. September 2026 die Preisseiten von fünf Anbietern für Krypto-Steuer-Software abgerufen und die Staffeln nebeneinandergelegt. Der Einstieg liegt überall bei 39 bis 49 Euro, oberhalb von tausend Transaktionen im Jahr gehen die Preise weit auseinander.

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Eine Krypto-Steuer-Software kostet dich je nach Anbieter und Transaktionszahl zwischen 39 und 999 Euro im Jahr, und die Preise sind nicht vergleichbar aufgebaut: Die einen rechnen jährlich ab, die anderen einmalig pro Steuerjahr. Wir haben am 2. September 2026 die Preisseiten von fünf Anbietern abgerufen und die Staffeln nebeneinandergelegt. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 2. September 2026 selbst erhoben.
Das Ergebnis vorweg: Der günstigste Einstieg liegt bei allen fünf Anbietern nah beieinander, nämlich bei 39 bis 49 Euro. Weit auseinander gehen die Preise erst oberhalb von etwa tausend Transaktionen im Jahr. Dort entscheidet sich, ob du für dieselbe Datenmenge 89 Euro oder 249 Euro zahlst.
Was eine Krypto-Steuer-Software macht und was sie nicht leisten kann
Eine Krypto-Steuer-Software ist ein Programm, das deine Käufe, Verkäufe, Tauschvorgänge und Zuflüsse aus verschiedenen Börsen und Wallets einliest, sie einer Bewertungsmethode unterwirft und daraus einen Bericht erzeugt, den du in deine Steuererklärung überträgst. Der Import läuft über die Programmierschnittstellen der Börsen, über hochgeladene Handelsdateien oder über die öffentliche Adresse einer Wallet.
Wichtig ist die Abgrenzung. Diese Programme ersetzen weder einen Steuerberater noch eine rechtliche Prüfung. Geordnet werden Daten; die Entscheidung, wie ein einzelner Vorgang in deinem Fall zu behandeln ist, bleibt bei dir. Bei Staking, Lending, Airdrops und Wrapped-Token weichen die Einordnungen der Anbieter voneinander ab, und keine der Voreinstellungen ist damit automatisch die für dich passende.
Wer zuerst wissen will, welche Vorgänge überhaupt steuerlich zählen, findet die Grundlagen in unserem Überblick zu Haltefrist, FIFO und Freigrenze bei monatlichen Käufen. Eine Übersicht über die Programme selbst steht im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
Die Erhebung: zehn Adressen, fünf Anbieter, ein Stichtag
Die Methode in einem Satz: Wir haben am 2. September 2026 zehn Preis- und Anbieteradressen von fünf Krypto-Steuer-Anbietern per HTTP abgerufen, den jeweils erreichbaren deutschsprachigen Preisbereich ausgelesen und die Tarifnamen, Jahrespreise und Transaktionsgrenzen unverändert übernommen.
Vier der fünf Preisseiten waren direkt lesbar und antworteten mit dem Statuscode 200: CoinTracking, Blockpit, Divly und Waltio. Koinly wehrt automatisierte Abrufe ab und antwortete mit dem Statuscode 403. Die Preisangaben zu diesem Anbieter stammen deshalb aus der Recherche und sind unten als solche gekennzeichnet. Zwei weitere Adressen, CoinTracker und Accointing, blockten ebenfalls und bleiben außen vor.
Was diese Erhebung nicht leistet, steht weiter unten in einem eigenen Abschnitt. Vorweg nur so viel: Wir haben Preise erhoben und keine Programme getestet. Ein Test setzt eigene Nutzerkonten und einen eigenen Datensatz voraus, und beides haben wir nicht.
CoinTracking: vier Stufen von 39 bis 769 Euro im Jahr
CoinTracking rechnet klassisch im Jahresabonnement ab. Die Preisseite des Anbieters weist am Erhebungstag vier kostenpflichtige Stufen aus: Starter für 39 Euro im Jahr mit 200 Transaktionen, Pro für 129 Euro mit 3.500 Transaktionen, Expert für 219 Euro mit einer Spanne von 20.000 bis 100.000 Transaktionen und Unlimited für 769 Euro ohne Mengengrenze. Für Unternehmen nennt die Seite ein Corporate-Paket ab 1.599 Euro im Jahr für drei unbegrenzte Konten.
Daneben steht eine kostenlose Variante, die auf die Portfolio-Ansicht beschränkt bleibt, dazu ein siebentägiger Testzeitraum mit unbegrenzten Importen. Die Seite bewirbt außerdem Zwei-Jahres-Pakete und Zugänge auf Lebenszeit. Deren Preise haben wir nicht erhoben, weil sie erst im Bestellvorgang sichtbar werden.
Der Sprung von 200 auf 3.500 Transaktionen ist der teuerste Schritt in dieser Staffel. Wer im Jahr 250 Vorgänge hat, zahlt bei CoinTracking bereits den Pro-Preis und nutzt dabei weniger als ein Zehntel des Kontingents.
Blockpit: Einmalzahlung je Steuerjahr statt laufendem Abo
Blockpit verkauft den Steuerbericht als Einmalzahlung pro Steuerjahr und nicht als fortlaufendes Abonnement. Die deutschsprachige Preisseite listet fünf Stufen: Small für 49 Euro bis 50 Transaktionen, Medium für 99 Euro bis 1.000, Large für 149 Euro bis 3.000, X-Large für 229 Euro bis 10.000 und XX-Large für 549 Euro oberhalb von 10.000 Transaktionen.
Das reine Portfolio-Tracking ist bei Blockpit kostenfrei. Ergänzend nennt die Seite ein Zusatzpaket namens PLUS für 3,99 Euro im Monat bei jährlicher Abrechnung, einen halbstündigen Expert Check für 99 Euro und eine Beratung ab 199 Euro je Stunde. Für Nachweise zur Mittelherkunft gibt es Guthabenpakete von 19,99 Euro für einen bis 79,99 Euro für fünf Nachweise.
Das Einmalmodell hat eine Folge, die in Preistabellen oft untergeht. Wer drei zurückliegende Steuerjahre aufarbeiten muss, zahlt bei Blockpit dreimal. Beim Jahresabo von CoinTracking deckt ein bezahltes Jahr dagegen die Auswertung des gesamten importierten Bestands ab.

Koinly: kostenloses Tracking, bezahlter Export des Steuerberichts
Koinly wehrt automatisierte Abrufe ab. Die Preisseite antwortete am Erhebungstag mit dem Statuscode 403, im Browser eines Lesers ist sie normal erreichbar. Die folgenden Angaben stammen deshalb aus der Recherche und nicht aus unserem eigenen Abruf: Nach übereinstimmenden Angaben deutschsprachiger Fachportale liegen die Preise bei 39 Euro im Jahr für 100 Transaktionen, bei 89 Euro für 1.000 und bei 169 Euro für 10.000 Transaktionen.
Die Besonderheit dieses Anbieters ist der Zuschnitt der Gratisstufe. Das Verfolgen des Portfolios und das Erzeugen des Berichts sind ohne Zahlung möglich, bezahlt wird erst der Export des fertigen Steuerberichts, und zwar je Steuerjahr. Für deutsche Anleger nennen dieselben Quellen einen Zusatzaufwand, weil die Werte für die Anlage SO von Hand übertragen werden müssen.
Divly und Waltio: zwei kleinere Anbieter mit klarer Staffelung
Divly stellt die kostenlose Stufe auffällig weit: Portfolio-Tracking mit bis zu 25.000 Transaktionen, dazu unbegrenzt viele Blockchains, Wallets und Börsen. Die drei kostenpflichtigen Pakete heißen Essentials für 39 Euro, Experten-Check für 99 Euro und Rundum-sorglos für 599 Euro, jeweils als Einmalkauf. Die Zuordnung zu den Transaktionsklassen, die Seite nennt Klassen bis 100, bis 1.000, bis 10.000 und bis 100.000 Vorgänge, löst sich erst im Bestellvorgang auf. Welcher Paketpreis zu welcher Klasse gehört, konnten wir von außen nicht abschließend zuordnen.
Waltio zeigt die klarste Staffel im Feld. Auf die kostenlose Stufe folgen Lite für 39 Euro bei 50 Transaktionen, Starter für 99 Euro bei 1.000, Smart für 249 Euro bei 10.000 und Unlimited für 999 Euro ohne Mengengrenze. Der Anbieter kommt aus Frankreich. Ob der deutsche Berichtsteil in deinem Fall ausreicht, solltest du vor dem Kauf am Musterbericht prüfen.
Preis je Transaktion: wo die Staffeln kippen
Der Listenpreis allein sagt wenig. Aussagekräftiger ist, was eine Stufe je Transaktion kostet, wenn du sie tatsächlich ausnutzt. Bei tausend Vorgängen im Jahr liegen Blockpit Medium und Waltio Starter mit je 99 Euro gleichauf, Koinly liegt den recherchierten Angaben zufolge mit 89 Euro darunter, und CoinTracking verlangt für die passende Pro-Stufe 129 Euro, deckt damit allerdings 3.500 Vorgänge ab.
Oberhalb von zehntausend Transaktionen dreht sich das Bild. Waltio ruft für die Smart-Stufe 249 Euro auf, Blockpit für X-Large 229 Euro, CoinTracking für Expert 219 Euro bei einer Obergrenze, die je nach Ausgestaltung bis 100.000 Vorgänge reicht. Wer sehr viele Transaktionen hat, fährt bei den Anbietern mit weit gefassten oberen Stufen günstiger.
Eine Zahl solltest du vor dem Kauf kennen, und zwar deine eigene: Wie viele steuerlich relevante Vorgänge hattest du im vergangenen Jahr wirklich? Jeder Tausch von einem Coin in einen anderen zählt, jede Gebührenbuchung kann zählen, und automatisierte Sparpläne erzeugen zwölf oder zweiundfünfzig Vorgänge im Jahr, ohne dass es sich nach Handel anfühlt.
Anlage SO, FIFO und Haltefrist: welche Funktion für deutsche Anleger zählt
FIFO steht für first in, first out und bezeichnet die Annahme, dass die zuerst gekauften Einheiten auch als zuerst verkauft gelten. Diese Methode bestimmt, welcher Anschaffungspreis einem Verkauf zugeordnet wird, und damit die Höhe deines Gewinns.
Für private Anleger in Deutschland hängt daran die Haltefrist. Nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes erfasst ein privates Veräußerungsgeschäft andere Wirtschaftsgüter dann, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. Für den Gesamtgewinn eines Kalenderjahres nennt dieselbe Vorschrift eine Freigrenze: Gewinne bleiben steuerfrei, wenn der aus den privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro betragen hat.
Praktisch heißt das: Ein Programm ist für dich nur brauchbar, wenn es die Haltefrist je Zugang mitführt, die Freigrenze auf das Kalenderjahr bezieht und die Werte so ausgibt, dass du sie in die Anlage SO eintragen kannst. An diesem letzten Punkt unterscheiden sich die Anbieter deutlich, und genau darauf solltest du im Musterbericht schauen, bevor du zahlst.
Wie sich die Freigrenze bei laufenden Käufen auswirkt, haben wir am Beispiel monatlicher Sparpläne durchgerechnet. Wer Gewinne bereits realisiert hat, sollte außerdem die Steuervorauszahlung im Blick behalten.
Börsenexport und Schnittstelle: woran die meisten Auswertungen scheitern
Die größte Fehlerquelle sind nicht die Programme, sondern die Datenlage. Börsen liefern unterschiedlich vollständige Ausfuhrdateien, manche nur für begrenzte Zeiträume, manche ohne Gebühren, manche mit abweichenden Zeitstempeln. Fehlt ein einziger Zugang, rechnet die Software mit einem Anschaffungspreis von null und weist einen zu hohen Gewinn aus.
Deshalb gehört die Frage nach dem Export schon in die Auswahl deines Handelsplatzes und nicht erst in die Steuererklärung. Unser Vergleich der Krypto-Börsen zeigt, welche Anbieter eine Schnittstelle bereitstellen und wie weit ihre Verlaufsdaten zurückreichen. Wer eine Börse verlässt, sollte die vollständige Ausfuhr herunterladen, solange das Konto noch offen ist.
Das ist im Jahr 2026 keine theoretische Sorge. Mehrere Handelsplätze haben ihren Betrieb eingestellt oder Token gestrichen, und mit dem Konto verschwindet in aller Regel auch der Zugriff auf den Handelsverlauf.

DAC8 und die Aufzeichnungspflichten: warum die Dokumentation wichtiger wird
DAC8 ist die achte Änderung der EU-Amtshilferichtlinie und verpflichtet Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen dazu, Angaben zu ihren Nutzern und deren Transaktionen an die Finanzverwaltung zu melden, die diese Daten anschließend zwischen den Mitgliedstaaten austauscht. Die Pflichten gelten seit dem 1. Januar 2026. Die erste Meldung für das Jahr 2026 ist nach übereinstimmenden Fachdarstellungen bis zum 31. Juli 2027 abzugeben.
Parallel dazu hat das Bundesministerium der Finanzen mit dem Schreiben vom 6. März 2025 erstmals ausführliche Vorgaben zu Steuererklärungs-, Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten bei Kryptowerten gemacht. Nach den Darstellungen mehrerer Steuerkanzleien sollen Steuerpflichtige die von ausländischen Handelsplattformen bereitgestellten Transaktionsübersichten regelmäßig abrufen und aufbewahren; fehlende Aufzeichnungen gehen zu ihren Lasten.
Für die Auswahl einer Software heißt das zweierlei. Der lückenlose Import gewinnt an Bedeutung, weil deine Zahlen künftig neben Meldedaten stehen können. Und das Archiv wird wertvoller: Ein Programm, das die importierten Rohdaten dauerhaft vorhält und exportierbar macht, hilft dir bei einer späteren Rückfrage mehr als eines, das nur einen fertigen Bericht ausgibt.
Was diese Erhebung nicht zeigt
Wir haben Preise erhoben und keine Programme getestet. Ohne eigene Nutzerkonten und ohne einen eigenen Datensatz lässt sich weder prüfen, wie gut ein Import tatsächlich funktioniert, noch wie ein Anbieter Staking, Lending oder Wrapped-Token einordnet.
Drei weitere Grenzen gehören dazu. Die Preise von Koinly stammen aus der Recherche, weil die Preisseite automatisierte Abrufe abwehrt. Bei Divly ließ sich von außen nicht auflösen, welcher Paketpreis für welche Transaktionsklasse gilt. Rabattaktionen, Zwei-Jahres-Pakete und Zugänge auf Lebenszeit werden bei mehreren Anbietern erst im Bestellvorgang sichtbar und sind in dieser Auswertung nicht enthalten.
Preise ändern sich zudem laufend. Der Stichtag dieser Erhebung ist der 2. September 2026, und jede Zahl in diesem Artikel bezieht sich auf diesen Tag.
Wie du aus den Zahlen eine Entscheidung machst
Sinnvoll ist eine Reihenfolge, die bei deinen Daten beginnt und nicht beim Preis. Zähle zuerst deine Vorgänge des vergangenen Jahres. Prüfe dann, ob die Börsen und Wallets, die du nutzt, von dem Anbieter unterstützt werden. Sieh dir erst danach an, welche Stufe das abdeckt. Ein günstiges Paket, das deine Handelsplätze nicht einliest, kommt dich teurer zu stehen als ein teures, das es tut.
Wer nur wenige Käufe im Jahr hat und die Haltefrist einhält, braucht häufig gar kein kostenpflichtiges Paket, sondern eine saubere Aufstellung und die Belege dazu. Sobald Tauschvorgänge, Staking-Zuflüsse oder mehrere Handelsplätze zusammenkommen, kippt die Rechnung in die andere Richtung. Zur Einordnung von Stablecoin-Vorgängen haben wir USDT, USDC und EURC gesondert betrachtet.
Krypto-Steuer-Software auswählen: Was du daraus mitnimmst
- Zähle deine Transaktionen, bevor du eine Stufe wählst. Die Preise trennen sich erst oberhalb von etwa tausend Vorgängen im Jahr; darunter liegen alle fünf Anbieter zwischen 39 und 99 Euro. Die Staffeln und Funktionen stehen im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.
- Sichere den Handelsverlauf, solange das Konto offen ist. Fehlende Zugänge erzeugen zu hohe Gewinne, und nach einer Kontoschließung ist der Verlauf meist weg. Welche Handelsplätze eine brauchbare Ausfuhr bieten, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen.
- Prüfe den Musterbericht auf Haltefrist, Freigrenze und Anlage SO. Erst wenn diese drei Punkte in der Ausgabe auftauchen, ist ein Programm für eine deutsche Steuererklärung brauchbar. Die steuerliche Mechanik dahinter steht in unserem Beitrag zu Haltefrist, FIFO und Freigrenze.
(Stand: 2. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.






























