Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

FF-Unlock am 29. September: Was das Ende der Sperrfrist bei Falcon Finance bedeutet

Am 29. September 2026 fallen bei Falcon Finance 203 Millionen FF aus der einjährigen Sperrfrist, das sind 6,47 Prozent der Umlaufmenge. Was genau freigegeben wird, wer es bekommt und wie du den Freigabeplan selbst nachrechnest, statt einer Schlagzeile zu glauben.

Messing-Sanduhr, in der kleine Münzen nach unten rieseln, daneben eine große geprägte Münze vor einer sich öffnenden Stahltür
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Am 29. September 2026 läuft bei Falcon Finance die einjährige Sperrfrist für die größten gebundenen Token-Pakete aus. Nach dem Freigabeplan, den der Datendienst DefiLlama für FF führt, werden an diesem Tag 203.055.556 FF in vier Tranchen frei. Das sind 6,47 Prozent der heutigen Umlaufmenge und beim Kurs vom 26. September 2026 rund 27,1 Millionen US-Dollar. Wichtiger als der einzelne Tag ist der Rhythmus danach: Dieselbe Größenordnung wiederholt sich am 29. Oktober, Ende November und am 29. Dezember, und sie läuft bis Mitte 2029 weiter.

Ein Unlock ist die planmäßige Freigabe von Token, die bei der Ausgabe vertraglich gesperrt waren. Er erzeugt kein neues Geld und keine neuen Token. Er verschiebt nur Bestände aus einem gesperrten Vertrag in frei verfügbare Wallets, und damit steigt die Menge, die theoretisch verkauft werden kann. Genau das ist die Größe, die du als Halter im Blick haben solltest, und sie ist nachrechenbar. Der Kurseffekt ist es nicht.

Was am 29. September bei Falcon Finance freigegeben wird

Der Freigabeplan nennt für den 29. September 2026 vier einzelne Cliff-Ereignisse mit unterschiedlichen Zeitstempeln. So verteilen sie sich:

  • 75.000.000 FF aus der Allokation Ecosystem, 01:23 Uhr UTC
  • 55.555.556 FF aus Core Team & Early Contributors, 10:29 Uhr UTC
  • 12.500.000 FF aus Investors, 10:29 Uhr UTC
  • 60.000.000 FF aus der Foundation, 10:29 Uhr UTC

In der Summe sind das 203.055.556 FF. Setz das ins Verhältnis, dann bekommt die Zahl erst Bedeutung: Die Umlaufmenge liegt laut CoinGecko am 26. September 2026 bei 3,14 Milliarden FF, die Gesamtmenge ist bei 10 Milliarden FF fest verankert. Die Freigabe entspricht also 6,47 Prozent des Umlaufs und 2,03 Prozent der Gesamtmenge. Bei einem Kurs von 0,1335 US-Dollar beziehungsweise 0,1172 Euro ergibt das einen Gegenwert von rund 27,1 Millionen US-Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von 419 Millionen US-Dollar und einer FDV von 1,33 Milliarden US-Dollar.

Die FDV, also die Fully Diluted Valuation, ist der Wert aller je existierenden Token zum aktuellen Kurs. Dieser Wert liegt hier gut dreimal so hoch wie die Marktkapitalisierung, und dieser Abstand ist die eigentliche Botschaft des Freigabeplans: Rund zwei Drittel der Gesamtmenge sind noch nicht im Umlauf.

Woher die Zahlen kommen und wo die Quellen sich widersprechen

Für den Freigabeplan gibt es zwei unabhängige Ebenen, und du solltest beide kennen, weil sie nicht dasselbe sagen.

Die Projektdokumentation von Falcon Finance beschreibt die Allokation und die Sperrregeln. Dort steht für Core Team & Early Contributors mit 20 Prozent der Gesamtmenge und für Investors mit 4,5 Prozent jeweils derselbe Satz: ein Jahr Cliff, drei Jahre Vesting (Projektdokumentation, abgerufen am 26. September 2026). Der Token startete am 29. September 2025 mit 2,34 Milliarden FF im Umlauf, das entsprach 23,4 Prozent. Ein Jahr Cliff auf diesen Starttag gerechnet ergibt den 29. September 2026.

Die Aggregatoren übersetzen diese Regeln in konkrete Termine und Stückzahlen. Genau dort entsteht eine Abweichung, die ich offenlege statt sie zu glätten: DefiLlama verbucht eine Team- und Investoren-Tranche in identischer Höhe bereits zum 30. August 2026, und zwar mit dem glatten Zeitstempel 00:00 Uhr UTC, während alle späteren Tranchen krumme Uhrzeiten tragen. Ein glatter Zeitstempel ist typisch für einen modellierten Termin, eine krumme Uhrzeit deutet auf einen aus der Kette abgeleiteten. Über die Tranchenhöhe und über den monatlichen Rhythmus ab dem 29. September sind sich die Quellen einig, über den Startmonat nicht.

Für dich heißt das: Behandle den 29. September als den Termin, den die Projektdokumentation trägt, und die Frage nach dem ersten Vesting-Monat als offen. Wer eine Zahl aus einem Aggregator übernimmt, ohne sie gegen die Projektdokumentation zu stellen, übernimmt auch dessen Modellannahmen. Wie du so eine Rechnung von Grund auf selbst aufstellst, steht ausführlich in unserer Anleitung Token-Unlock nachrechnen.

Wer die freigegebenen FF-Token bekommt

Ein Unlock ist keine anonyme Menge. Hinter jeder Tranche steht eine Gruppe mit eigenen Anreizen, und die Tabelle der Allokationen sagt dir, mit wem du es zu tun hast. Die Projektdokumentation verteilt die 10 Milliarden FF so:

  • Ecosystem: 35 Prozent, für Wachstumsfonds, künftige Airdrops und Integrationen über mehrere Ketten
  • Foundation: 24 Prozent, für Risikomanagement und Audits
  • Core Team & Early Contributors: 20 Prozent, ein Jahr Cliff, drei Jahre Vesting
  • Community Airdrops & Launchpad Sale: 8,3 Prozent, unter anderem für das Miles-Programm und den Community-Verkauf
  • Marketing: 8,2 Prozent
  • Investors: 4,5 Prozent, ein Jahr Cliff, drei Jahre Vesting

Team und Investoren halten zusammen 24,5 Prozent der Gesamtmenge, also 2,45 Milliarden FF. Dieses Paket ist bis zum Ende des Cliffs komplett unbeweglich und beginnt danach monatlich zu tropfen. Es ist damit fast so groß wie alles, was heute überhaupt handelbar ist. Die Tranchen von Ecosystem und Foundation am selben Tag gehören dagegen dem Projekt selbst und landen typischerweise in Programmen, Liquiditätsmaßnahmen oder Anreizen, nicht automatisch auf dem Markt. Wohin sie tatsächlich gehen, lässt sich nur onchain beobachten, nicht aus dem Plan ableiten.

Cliff oder linear: wie die Sperrfrist bei FF technisch aufgebaut ist

Zwei Begriffe entscheiden über das Tempo jeder Freigabe, und sie werden oft vermischt.

Ein Cliff ist eine harte Kante. Bis zum Stichtag bewegt sich nichts, am Stichtag wird ein ganzer Block auf einmal frei. Ein lineares Vesting verteilt dagegen dieselbe Menge gleichmäßig über einen Zeitraum, meist in monatlichen oder blockweisen Schritten. Der TGE, das Token Generation Event, ist der Tag, an dem der Token überhaupt entsteht und die erste Umlaufmenge festgelegt wird.

FF kombiniert beides, und das erklärt, warum ein einzelner Termin so groß aussieht: Auf den TGE am 29. September 2025 folgt ein Jahr Cliff für Team und Investoren, und erst danach beginnt das dreijährige Vesting in Monatsschritten. Die 55.555.556 FF des Teams entsprechen einer von 36 Monatsraten und decken keineswegs den gesamten Team-Anteil ab: 2 Milliarden FF geteilt durch 36 Monate ergibt genau diese Zahl. Bei den Investoren führt 450 Millionen FF geteilt durch 36 zu 12.500.000. Beide Raten gehen exakt auf, und daran erkennst du, dass die Aggregatoren hier dieselbe Regel abbilden wie die Dokumentation.

Alter Tresor mit großem Zeitschloss-Drehrad, die Tür einen Spalt offen, aus dem gestapelte Münzen quellen
Das Cliff wirkt wie ein Zeitschloss: Bis zum Stichtag bewegt sich nichts, danach fällt die erste Rate auf einmal an.

Gesamtmenge, Umlaufmenge und FDV: drei Zahlen, die du auseinanderhalten musst

Die meisten Missverständnisse rund um Unlocks entstehen, weil drei Kennzahlen durcheinandergeraten. Halte sie getrennt:

  • Total Supply ist die Gesamtmenge, die je existieren wird. Bei FF sind das 10 Milliarden Token, und diese Obergrenze ist fest.
  • Umlaufmenge ist der Teil davon, der frei bewegt werden kann. Am 26. September 2026 sind das 3,14 Milliarden FF, also 31,4 Prozent.
  • Market Cap ist Kurs mal Umlaufmenge, hier 419 Millionen US-Dollar. Die FDV ist Kurs mal Gesamtmenge, hier 1,33 Milliarden US-Dollar.

Eine Freigabe verändert die Gesamtmenge nicht um einen einzigen Token. Verschoben wird lediglich Masse von der gesperrten in die umlaufende Spalte, und die Market Cap steigt dadurch rein rechnerisch, ohne dass ein Käufer einen Euro bewegt hätte. Wer diese drei Zahlen sauber trennt, erkennt sofort, ob eine Meldung über eine angebliche Verwässerung überhaupt etwas Neues behauptet oder nur einen längst veröffentlichten Plan nacherzählt. Wenn du ohnehin vergleichst, wo du Token dieser Größenklasse überhaupt kaufen und verkaufen kannst, hilft unser Überblick über die besten Krypto-Börsen beim Einordnen der Handelsplätze.

So rechnest du den FF-Unlock in drei Schritten selbst nach

Du brauchst dafür keinen bezahlten Datendienst, nur eine Rechenfolge und zwei Quellen. Diese drei Schritte reichen:

  1. Anteil der Allokation aus der Projektdokumentation holen. Team 20 Prozent von 10 Milliarden sind 2 Milliarden FF. Investoren 4,5 Prozent sind 450 Millionen FF.
  2. Durch die Zahl der Vesting-Monate teilen. Drei Jahre Vesting sind 36 Monatsraten. 2 Milliarden geteilt durch 36 ergibt 55.555.556 FF, 450 Millionen geteilt durch 36 ergibt 12.500.000 FF. Stimmen deine Werte mit dem Aggregator überein, bildet er dieselbe Regel ab.
  3. Ins Verhältnis zur Umlaufmenge setzen, nicht zur Gesamtmenge. 203.055.556 geteilt durch 3,14 Milliarden ergibt 6,47 Prozent. Diese Prozentzahl ist die Größe, die den Vergleich zwischen verschiedenen Token überhaupt erst zulässt.

Der dritte Schritt ist der, an dem die meisten Beiträge scheitern. Eine absolute Stückzahl klingt bei jedem Token nach viel. Erst der Anteil am Umlauf macht ein Ereignis vergleichbar, und dieselbe Rechnung funktioniert bei jedem Projekt mit veröffentlichter Tokenomics. Ein zweites Rechenbeispiel derselben Machart findest du in unserer Analyse zum Investoren-Unlock bei Ethena.

Was Falcon Finance überhaupt macht: USDf, sUSDf und Collateralization

Ohne das Protokoll dahinter bleibt jede Unlock-Rechnung Zahlenkosmetik. Falcon Finance beschreibt sich als universal collateralization infrastructure, also als Infrastruktur, die verschiedene Vermögenswerte als Sicherheit annimmt. Hinterlegte Sicherheiten, von Bitcoin über Stablecoins bis zu tokenisierten Anleihen und Rohstoffen, erlauben das Prägen von USDf.

USDf ist ein synthetic dollar, ein synthetischer Dollar: ein Token, der sich am Dollarwert orientiert, aber nicht durch Bankeinlagen gedeckt ist, sondern durch hinterlegte Sicherheiten und Absicherungsgeschäfte. Wer USDf staket, erhält sUSDf, die verzinsliche Variante, deren Rendite aus den Strategien des Protokolls stammt. Zum Token-Start am 29. September 2025 nannte das Projekt selbst knapp 2 Milliarden US-Dollar Total Value Locked und 1,9 Milliarden USDf im Umlauf sowie eine 7-Tage-Rendite von 9,64 Prozent für sUSDf (Projektmeldung vom 29. September 2025). Diese Werte sind ein Jahr alt und ausdrücklich kein aktueller Stand.

Der FF-Token selbst ist der Governance- und Nutzenteil dieses Aufbaus: Abstimmungsrechte, bessere Konditionen für Staker und Zugang zu Programmen. Daraus folgt der Punkt, der beim Unlock wirklich zählt: Ein Teil der freigegebenen Token kann direkt in Staking wandern statt auf den Markt. Der Freigabeplan sagt dir, was verfügbar wird. Er sagt dir nicht, was damit geschieht.

Wo du FF in Deutschland handeln kannst und warum ein Euro-Paar fehlt

FF steht auf Rang 127 der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowerte, und CoinGecko führte am 26. September 2026 rund 52 Handelspaare an etwa 40 Handelsplätzen. Darunter sind große zentrale Börsen wie Binance, Bybit, Bitget, Gate, HTX, KuCoin, MEXC, Upbit und Bithumb sowie dezentrale Handelsplätze auf Basis von PancakeSwap und Uniswap.

Für dich in Deutschland ist die Liste kürzer als sie aussieht, und zwei Details solltest du vor einem Kauf prüfen. Erstens: Ein Handelsplatz muss für Kunden aus der EU überhaupt geöffnet sein. Seit die MiCA-Verordnung gilt, brauchen Anbieter eine Zulassung als Krypto-Dienstleister, um in der EU aktiv Dienstleistungen anzubieten; welche Pflichten daraus folgen, haben wir in der Übersicht zur MiCA-Lizenz und ihren Pflichten zusammengestellt. Wer lieber von vornherein bei beaufsichtigten Häusern bleibt, findet in unserem Vergleich der regulierten Kryptobörsen die Zulassungen im Überblick.

Zweitens die Währung. Die öffentliche Handelspaar-Liste von Kraken führte am 26. September 2026 für FF genau ein Paar: FF gegen US-Dollar. Ein FF/EUR-Paar war dort nicht gelistet. Das ist kein Detail für Feinschmecker, denn ohne Euro-Paar zahlst du bei jedem Kauf und jedem Verkauf zusätzlich eine Umrechnung, und diese Kosten tauchen selten in der beworbenen Handelsgebühr auf. Rechne sie vor dem ersten Auftrag selbst zusammen, und prüfe die Konditionen beim Anbieter, weil Gebührenmodelle sich häufiger ändern als Freigabepläne.

Dunkler Schreibtisch von oben mit gestempelten Formularen, mechanischem Tischrechner, leerem Kalender und einer aufrecht stehenden Münze
Ob ein Verkauf steuerfrei bleibt, entscheidet in Deutschland das Anschaffungsdatum, nicht der Unlock-Termin.

Steuer in Deutschland: was beim Verkauf rund um einen Unlock gilt

Ein Freigabetermin ist für dich steuerlich erst einmal bedeutungslos, solange du selbst nichts verkaufst. Relevant wird er, wenn du wegen des Termins handelst. Dann gilt in Deutschland der Rahmen für private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 Einkommensteuergesetz, und daraus folgen drei Punkte, die du vor einem Verkauf klären solltest.

Die Haltefrist. Verkaufst du Kryptowerte später als ein Jahr nach der Anschaffung, bleibt der Gewinn nach dieser Vorschrift steuerfrei. Innerhalb des Jahres ist er steuerpflichtig und wird mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz erfasst. Maßgeblich ist dein eigenes Anschaffungsdatum, nicht der Tag, an dem irgendwo Token aus einem Vesting fallen.

Die Freigrenze. Für private Veräußerungsgeschäfte gibt es eine Freigrenze, die für alle solchen Geschäfte eines Jahres zusammen gilt, also nicht nur für Krypto. Wird sie überschritten, ist der komplette Gewinn steuerpflichtig und nicht nur der Betrag oberhalb der Grenze. Den aktuell geltenden Betrag prüfst du am besten kurz vor der Steuererklärung nach, weil er zuletzt angehoben wurde.

Die Zuordnung. Wenn du FF in mehreren Käufen erworben hast, musst du beim Verkauf sauber zuordnen, welche Einheiten weggehen, und diese Zuordnung dokumentieren. Bei mehreren Wallets und Börsen wird das schnell unübersichtlich; ein Tracker, der Zu- und Abgänge lückenlos protokolliert, spart dir hier die meiste Arbeit. Unser Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker zeigt, welche Programme Staking und Transfers zwischen eigenen Wallets korrekt auseinanderhalten. Verbindlich beantworten kann deinen Einzelfall nur eine Steuerberatung, denn Staking-Erträge und Airdrops folgen jeweils eigenen Regeln.

Was ein Unlock mit dem Kurs macht und was sich daraus nicht ableiten lässt

Hier endet der belegbare Teil, und das gehört ausgesprochen. Die vier Tranchen am 29. September sind dokumentiert, die Reaktion des Marktes ist es nicht. Beide Erwartungen lassen sich begründen, und du solltest sie nebeneinander sehen.

Wer mit fallenden Kursen rechnet, verweist auf das zusätzliche Angebot: 6,47 Prozent mehr frei verfügbare Token in einem Markt, dessen Handelsvolumen begrenzt ist, drücken den Kurs, wenn Empfänger verkaufen. Wer dagegenhält, verweist auf drei Gegenargumente. Der Plan ist seit einem Jahr öffentlich und damit eingepreist. Die größeren Tranchen gehören Ecosystem und Foundation, also dem Projekt selbst. Und Staking-Anreize können frische Token binden, bevor sie eine Börse erreichen.

Belegen lässt sich keine der beiden Seiten im Voraus, und deshalb findest du hier auch kein Kursziel. Was du stattdessen tun kannst: den Termin notieren, die Bewegungen der Empfänger-Wallets onchain beobachten und deine eigene Entscheidung vorher festlegen statt im Moment der Freigabe. Das Muster wiederholt sich bei jedem Token mit Vesting, wie unsere Auswertung zum XPL-Unlock bei Plasma zeigt, wo die freigegebene Menge im Verhältnis zum Umlauf noch deutlich größer war.

Die Termine nach dem 29. September und das Ende des Vestings

Ein einzelner Freigabetermin ist selten die wichtige Information. Der Rhythmus ist es. Der Plan führt nach dem 29. September 2026 diese weiteren Termine mit derselben Zusammensetzung:

  • 29. Oktober 2026: wieder 203.055.556 FF in vier Tranchen
  • 28. und 29. November 2026: 75.000.000 FF aus Ecosystem einen Tag vor den übrigen 128.055.556 FF
  • 29. Dezember 2026: erneut 203.055.556 FF

Danach läuft die Reihe monatlich weiter, und der letzte Eintrag im Freigabeplan liegt im Juli 2029. Bis dahin wandert der noch gesperrte Rest der Gesamtmenge schrittweise in den Umlauf. Drei gleich große Monatsraten hintereinander bedeuten über ein Quartal gerechnet rund 609 Millionen FF, also etwa ein Fünftel der heutigen Umlaufmenge. Diese Quartalsbetrachtung ist für eine Halteentscheidung aussagekräftiger als jeder einzelne Stichtag, weil sie zeigt, mit welcher Geschwindigkeit die Verwässerung tatsächlich fortschreitet.

Risiken, die nichts mit dem Freigabeplan zu tun haben

Wenn du wegen des Termins über FF nachdenkst, dann schau nicht nur auf den Vesting-Plan. Drei andere Risiken sind für einen Halter mindestens so wichtig.

Protokollrisiko. USDf hängt an hinterlegten Sicherheiten und an Absicherungsgeschäften. Diese Konstruktion kann unter Druck geraten, wenn Sicherheiten schnell an Wert verlieren oder Gegenparteien ausfallen. Eine Rendite von mehreren Prozent auf einen dollarnahen Token ist eine Gegenleistung für dieses Risiko und kein Zinssatz einer Bank.

Liquiditätsrisiko. Bei Rang 127 und wenigen tiefen Handelspaaren kann ein größerer Auftrag den Preis selbst bewegen. Wer eine Position auflösen will, sollte vorher prüfen, welche Menge an seinem Handelsplatz ohne spürbaren Abschlag durchgeht.

Verwahrungsrisiko. Token, die auf einer Börse liegen, gehören dir nur nach den Bedingungen dieser Börse. Wer langfristig hält, trennt Handelsbestand und Bestand in eigener Verwahrung.

FF-Unlock und Sperrfrist: Was du daraus mitnimmst

  1. Rechne die Freigabe selbst nach, bevor du eine Schlagzeile übernimmst. Allokation durch Vesting-Monate, Ergebnis ins Verhältnis zur Umlaufmenge. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung dafür steht in Token-Unlock nachrechnen.
  2. Prüfe den Handelsplatz vor der Währung. Ohne Euro-Paar zahlst du bei FF zusätzlich eine Umrechnung, und Zulassungen unterscheiden sich stark. Beides vergleichst du im Überblick der besten Krypto-Börsen und bei den regulierten Kryptobörsen.
  3. Dokumentiere Anschaffungsdaten, bevor du wegen eines Termins verkaufst. Über die Steuer entscheidet deine Haltefrist, nicht der Unlock. Welches Werkzeug Zu- und Abgänge lückenlos mitschreibt, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

(Stand: 26. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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