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Allora-Unlock am 11. November: So prüfst du, was von den 160 Millionen ALLO wirklich auf den Markt kommt

Am 11. November endet bei Allora die Zwölf-Monats-Sperre für Core Contributors und Early Backers: 160,2 Millionen ALLO werden auf einmal handelbar, rund 41 Millionen Dollar gegen gut vier Millionen Dollar Tagesumsatz. Woher die Zahl stammt, warum die Tracker voneinander abweichen und woran du nach dem Stichtag erkennst, wie viel davon wirklich verkauft wurde.

Messing-Wegweiser mit eingraviertem Bitcoin-Zeichen am Rand einer Felsabbruchkante über einem nebelverhangenen Tal im Morgenlicht
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Am 11. November 2026 endet bei Allora die zwölfmonatige Sperrfrist für zwei große Token-Töpfe. Nach der offiziellen Tokenomics der Allora Foundation werden an diesem Stichtag 33 Prozent von 485,5 Millionen ALLO auf einmal frei, also rund 160 Millionen Token. Gegen eine Umlaufmenge von gut 255 Millionen ALLO ist dieser Unlock ein Zuwachs von knapp 63 Prozent an einem einzigen Tag. Die aussagekräftigere Zahl steht daneben: Zum Kurs von 0,2589 US-Dollar sind das rund 41 Millionen Dollar, die auf einen Tagesumsatz von gut vier Millionen Dollar treffen.

Ob dieser Betrag tatsächlich verkauft wird, steht nirgends geschrieben, und genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Schlagzeile und einer Rechnung. Dieser Artikel zeigt, woher die 160 Millionen stammen, warum verschiedene Tracker verschiedene Zahlen nennen und an welchen Werten du nach dem 11. November ablesen kannst, wie viel davon wirklich auf den Markt gekommen ist.

Allora-Unlock am 11. November: Woraus die 160 Millionen ALLO bestehen

Allora ist ein Netzwerk für dezentrale künstliche Intelligenz. Inferenz heißt dort die einzelne Vorhersage, die ein Modell im Netzwerk liefert, und bezahlt wird sie in ALLO. Der Token dient damit als Zahlungsmittel für Vorhersagen, als Einsatz beim Staking und als Belohnung für alle, die Modelle betreiben oder deren Güte bewerten.

Die Tokenmenge ist auf eine Milliarde ALLO begrenzt. Zwei Posten der Erstverteilung sind für den 11. November maßgeblich: Core Contributors mit 17,50 Prozent, also die Entwickler des Kernprotokolls, und Early Backers mit 31,05 Prozent, die frühen Geldgeber. Beide Töpfe unterliegen nach Angaben der Stiftung einem dreijährigen Sperrplan nach demselben Muster: zwölf Monate vollständig gesperrt, danach eine einmalige Freigabe von 33 Prozent, der Rest linear über die folgenden 24 Monate.

Dieses Muster trägt einen eigenen Namen. Ein Cliff-Unlock ist die Kante am Ende einer Sperrfrist, an der ein großer Block auf einen Schlag handelbar wird, statt sich über Monate zu verteilen. Wer die Mechanik grundsätzlich nachlesen möchte, findet sie in unserer Anleitung zum Nachrechnen von Token-Unlocks.

Die Rechnung aus der Tokenomics: 17,50 Prozent plus 31,05 Prozent ergeben 485,5 Millionen

Die Besonderheit dieses Falls liegt darin, dass die Freigabemenge nicht geschätzt werden muss. Beide Prozentsätze stehen in der veröffentlichten Tokenomics, und die Maximalmenge ist festgeschrieben. Daraus folgt eine Rechnung in drei Schritten:

  • 17,50 Prozent plus 31,05 Prozent ergeben 48,55 Prozent der Maximalmenge.
  • 48,55 Prozent von einer Milliarde ALLO sind 485,5 Millionen gesperrte Token.
  • 33 Prozent davon sind 160,215 Millionen ALLO, aufgeteilt in 57,75 Millionen für die Core Contributors und 102,465 Millionen für die Early Backers.

Mehr als einen Taschenrechner und die Tokenomics-Veröffentlichung der Allora Foundation braucht diese Prüfung nicht. Genau das unterscheidet den Termin von vielen anderen Unlock-Meldungen, die sich allein auf einen Kalendereintrag eines Dienstleisters stützen.

Alter mechanischer Tischrechner aus Metall neben einem aufgeschlagenen leeren Notizblock und einem Bleistift auf dunkler Holzplatte
Zwei Prozentsätze aus der offiziellen Tokenomics genügen, um die Freigabemenge ohne jeden Tracker selbst zu bestimmen.

Der Cliff-Unlock gegen die Umlaufmenge: 63 bis 80 Prozent, je nach Datenquelle

Eine Freigabemenge für sich genommen sagt wenig. Aussagekräftig wird sie erst im Verhältnis zur Umlaufmenge, also zu den Token, die bereits frei handelbar sind. Hier gehen die Datenanbieter auseinander, und das gehört in jede ehrliche Darstellung.

CoinGecko weist für ALLO Anfang Oktober eine Umlaufmenge von rund 255 Millionen Token aus. Auf dieser Grundlage entsprechen die 160,2 Millionen knapp 63 Prozent. Andere Anbieter, darunter DropsTab und CoinMarketCap, rechnen mit etwa 200,5 Millionen Token im Umlauf; dort liegt derselbe Block bei rund 80 Prozent. Beide Werte kursieren, und keiner davon ist offenkundig falsch. Der Zuwachs liegt damit in einer Spanne von gut 60 bis etwa 80 Prozent der heute handelbaren Menge, und wer eine der beiden Zahlen ohne die andere zitiert, verengt das Bild.

Auch die Freigabemenge selbst wird nicht überall gleich angegeben. Die Rechnung aus der Tokenomics ergibt 160,2 Millionen ALLO. Vesting-Tracker nennen für denselben Tag 163,9 Millionen und 165,4 Millionen, weil sie weitere kleinere Tranchen desselben Zeitraums mitzählen. Die Spanne von 160 bis 165 Millionen ist damit erklärbar und kein Widerspruch zwischen den Quellen.

41 Millionen Dollar treffen auf 4 Millionen Dollar Tagesumsatz

Über die Marktwirkung entscheidet weder die Tokenmenge noch ihr Anteil an der Umlaufmenge, sondern das Verhältnis zum Handelsvolumen. Zum Kurs von 0,2589 US-Dollar entsprechen 160,2 Millionen ALLO rund 41,5 Millionen Dollar. Der Umsatz über alle Handelsplätze zusammen lag Anfang Oktober bei gut 4,1 Millionen Dollar an einem Tag.

Das freigegebene Volumen erreicht damit etwa das Zehnfache eines durchschnittlichen Handelstages. Zur Einordnung der Größenordnung: Die gesamte Marktkapitalisierung von ALLO liegt bei rund 66 Millionen Dollar, der Token steht auf Rang 393 der nach Marktwert größten Kryptowerte. Ein Markt dieser Tiefe verkraftet Verkaufsdruck in Höhe mehrerer Tagesumsätze nicht, ohne dass der Kurs reagiert. Ob dieser Druck überhaupt entsteht, ist damit allerdings noch nichts gesagt.

Kein Kalenderdatum in der Primärquelle: woher der 11. November stammt

An dieser Stelle zählt Genauigkeit mehr als Griffigkeit. Die Tokenomics der Allora Foundation beschreibt die Struktur der Sperre, also zwölf Monate und anschließend 33 Prozent. Ein Kalenderdatum nennt das Dokument nicht.

Der 11. November leitet sich vom Handelsstart ab. ALLO wurde am 11. November 2025 an mehreren Börsen gleichzeitig handelbar, und CoinGecko datiert das Allzeithoch von 1,60 US-Dollar auf denselben Tag. Zwölf Monate später fällt das Ende der Sperrfrist folglich auf den 11. November 2026. Unabhängige Vesting-Tracker führen den Termin genau so, etwa die Vesting-Übersicht von DropsTab.

Tragfähig ist deshalb diese Formulierung: eine Zwölf-Monats-Marke, die von den Trackern auf den 11. November datiert wird. Ein amtlich gesetzter Stichtag mit Uhrzeit ist sie nicht. Wer den Tag im Kalender führt, behält die Tage davor und danach besser mit im Blick, weil sich eine Freigabe technisch auch verschieben kann.

Dickes Messingrohr, das sich an einer verschraubten Muffe auf ein schmales Rohr verengt, während Wasser unter Druck seitlich herausspritzt
Nach dem Stichtag drückt die lineare Freigabe Monat für Monat rund 13,5 Millionen ALLO durch dieselbe Engstelle.

Nach dem Cliff: 325 Millionen ALLO über 24 Monate, 13,5 Millionen im Monat

Der 11. November bringt die größte, aber nicht die letzte Freigabe. Nach dem Cliff bleiben von den 485,5 Millionen gesperrten Token noch rund 325,3 Millionen übrig, und die verteilen sich linear über 24 Monate. Im Schnitt ergibt das etwa 13,55 Millionen ALLO im Monat.

Gemessen an der heutigen Umlaufmenge sind das gut fünf Prozent pro Monat, und zwar Monat für Monat bis in den November 2028. Diese Dauerbelastung geht in der Berichterstattung über Cliff-Termine regelmäßig unter, obwohl sie über zwei Jahre hinweg mehr Token in den Markt trägt als der Stichtag selbst. Zur Einordnung: Im Umlauf sind heute erst 25,5 Prozent der Maximalmenge.

Freigeschaltet ist nicht verkauft: die Staking-Klausel in der Allora-Tokenomics

Ein Unlock verschiebt Token aus einem Sperrvertrag in frei verfügbare Wallets. Verkauft ist damit noch nichts. Wie groß der Abstand zwischen beidem ausfällt, hängt davon ab, was die Empfänger mit den Token anfangen, und daran wirkt das Protokoll selbst mit.

Die Allora Foundation nennt in ihrer Tokenomics zwei Leitgedanken für die Emissionen. Der zweite besagt, dass die Rendite je gestaktem Token rund um große Freigaben stabil bleiben soll, ausdrücklich mit dem Ziel, dass diese Token nicht auf den Markt geworfen werden. Das Netzwerk versucht also, Staking genau in dem Moment attraktiv zu halten, in dem die größte Menge frei wird. Ob diese Rechnung aufgeht, lässt sich erst hinterher messen.

Ein zweiter Mechanismus greift daneben: Gebühren für Inferenzen fließen den Beitragenden zu, bevor neue Token erzeugt werden. Steigt die Nutzung des Netzwerks, sinkt damit der Anteil frischer Emissionen an den Belohnungen. Mit dem Cliff am 11. November hat dieser Mechanismus nichts zu tun, für die Angebotsentwicklung der Folgemonate aber durchaus.

Umlaufmenge, Börsenzuflüsse und Staking: vier Zahlen nach dem 11. November

Vier Beobachtungen trennen eine Freigabe von einem Verkauf, und alle vier sind öffentlich zugänglich.

  1. Die Umlaufmenge. Steigt sie bei den Datenanbietern in den Tagen nach dem 11. November tatsächlich in der erwarteten Größenordnung? Bleibt sie nahezu unverändert, ist die Freigabe entweder verschoben oder die Token sind nicht in Umlauf gelangt.
  2. Die Zuflüsse an die Börsen. Token, die verkauft werden sollen, müssen zuerst auf eine Handelsplattform wandern. Ein deutlicher Anstieg der Börsenbestände kurz nach dem Stichtag ist das früheste Signal, das öffentlich sichtbar wird.
  3. Die Staking-Quote. Wandern die freigewordenen Token stattdessen in das Staking des Netzwerks, bleiben sie dem Markt vorerst entzogen.
  4. Der Tagesumsatz. Ein Kursrückgang bei gleichbleibend niedrigem Volumen bedeutet etwas anderes als ein Rückgang bei vervielfachtem Umsatz. Erst im zweiten Fall ist tatsächlich in großem Stil verkauft worden.

Dieselbe Prüfreihe haben wir zuletzt bei Monad (MON) angelegt, wo sich der Unterschied zwischen Freigabe und Verkauf an genau diesen Werten ablesen ließ.

ALLO im Depot: Handelsplatz, Verwahrung und die Brücken nach Ethereum und Base

ALLO ist seit dem Handelsstart im November 2025 an mehreren internationalen Handelsplätzen notiert. In Deutschland wiegen dabei zwei Punkte schwerer als die Frage, wo der Token gerade am günstigsten zu haben ist.

Erstens die Zulassung. Unter der europäischen Verordnung MiCA dürfen Kryptodienstleister ihre Leistungen in der EU nur mit einer entsprechenden Erlaubnis anbieten. Ob der Handelsplatz, über den du ALLO kaufen oder verkaufen willst, über eine solche Erlaubnis verfügt, lässt sich in der Unternehmensdatenbank der BaFin und in den Angaben der Plattform selbst nachsehen. Eine Börse ohne EU-Erlaubnis kann ihr Angebot für deutsche Kundschaft kurzfristig einschränken, ganz unabhängig davon, was der Kurs gerade macht.

Zweitens die Verwahrung. ALLO läuft nativ auf der Allora-Kette und ist nach Angaben der Stiftung seit dem Start über Brücken auch auf Ethereum, Base und BNB Chain erreichbar. Wer Token über eine Brücke bewegt, trägt zusätzlich das Risiko dieser Brücke. Vor einem Termin mit viel erwarteter Bewegung ist die ruhigere Variante, Bestände dort liegen zu lassen, wo du den Zugriff selbst kontrollierst.

Steuern auf ALLO-Gewinne: Paragraf 23 EStG und die Einjahresfrist

Kryptowerte gelten in Deutschland als andere Wirtschaftsgüter im Sinne von Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Verkaufst du ALLO innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, liegt ein privates Veräußerungsgeschäft vor, und der Gewinn ist steuerpflichtig. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer bleibt er steuerfrei. Dazu kommt eine Freigrenze: Steuerfrei bleiben Gewinne nur, wenn der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Jahres unter 1.000 Euro liegt. Ab 1.000 Euro ist der gesamte Betrag steuerpflichtig und nicht nur der übersteigende Teil.

Für einen Unlock-Termin hat das eine oft übersehene Konsequenz. Wer kurz vor dem 11. November kauft, um eine erwartete Bewegung mitzunehmen, und kurz danach wieder verkauft, bewegt sich vollständig innerhalb der Einjahresfrist. Entscheidend ist dabei dein eigenes Anschaffungsdatum und nicht der Freigabetermin des Projekts. Eine saubere Aufzeichnung jedes Kaufs und Verkaufs ist deshalb kein Luxus; welche Programme das übernehmen, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Ob die Einjahresfrist bestehen bleibt, ist politisch offen. Eine Abschaffung wird seit Monaten diskutiert, im Referentenentwurf des Jahressteuergesetzes 2026 steht sie nach dem bisher veröffentlichten Stand jedoch nicht. Bis zu einer Entscheidung gilt die bisherige Regel weiter.

Monad, Plasma und Falcon: dieselbe Bauart in drei Fällen

Der Allora-Termin ist kein Einzelfall, sondern eine Bauform, die sich seit Monaten wiederholt: eine Sperrfrist, ein Cliff, ein Anteil an der Umlaufmenge und ein Verhältnis zum Tagesumsatz. Dieselbe Rechnung haben wir zuletzt bei Plasma (XPL) und bei Falcon (FF) aufgemacht.

Ablesen lässt sich daraus eine Systematik für die eigene Einordnung, kein Kursziel: wie groß der Block im Verhältnis zur Umlaufmenge ausfällt, wie tief der Markt ist und was nach dem Cliff monatlich nachkommt. ALLO notiert heute rund 84 Prozent unter dem Allzeithoch vom November 2025 und deutlich über dem Tief vom Februar 2026. Welche dieser beiden Marken nach dem 11. November näher liegt, sagt im Voraus niemand seriös.

Allora-Unlock: Bis zum 11. November bleibt Zeit zum Nachrechnen

Der Termin liegt gut fünf Wochen entfernt. Die Menge steht fest, die Marktwirkung nicht. Drei Schritte machen aus der Schlagzeile eine eigene Einschätzung.

  1. Halte heute die Ausgangswerte fest. Umlaufmenge, Kurs und Tagesumsatz von ALLO, dazu den Handelsplatz, über den du den Token handeln würdest. Welche Plattformen in Deutschland zugelassen sind und was sie kosten, zeigt der Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Nimm die Staking-Alternative in den Blick. Bleibt ein großer Teil der freigegebenen Token im Staking, kommt weniger auf den Markt. Wie Staking-Renditen zustande kommen und welche Kosten dahinterstehen, steht im Vergleich der Staking-Plattformen.
  3. Kläre die Verwahrung vor dem Stichtag. Token, die du selbst verwahrst, sind weder von einer Börsenstörung noch von einer kurzfristigen Handelsaussetzung betroffen. Welche Geräte dafür infrage kommen, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.

(Stand: 8. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Allora-Unlock

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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