Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

XPL Unlock am 25. Oktober: Aus einem Cliff werden 24 Monatsraten — was Anleger wissen müssen

Am 25. Oktober werden bei Plasma 227,8 Millionen XPL frei, rund 5 Prozent der Umlaufmenge. Anders als der Cliff im September wiederholt sich diese Rate jeden Monat, bis zum 25. September 2028.

Stahlschranke an einer nächtlichen Verladerampe mit dem eingravierten XPL-Zeichen, dahinter eine Reihe geschlossener Schranken
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Am 25. Oktober 2026 werden bei Plasma 227.777.777 XPL frei. Das sind rund 5,0 Prozent der umlaufenden Menge und beim aktuellen Kurs von 0,077 US-Dollar etwa 17,6 Millionen US-Dollar. Die wichtigere Zahl steht aber nicht im Kalender dieses einen Tages: Dieselbe Tranche fällt danach jeden Monat, 24 Monate lang, bis zum 25. September 2028. Der XPL Unlock ist ab diesem Datum kein einzelnes Ereignis mehr, sondern ein Takt.

Genau das unterscheidet den 25. Oktober vom 25. September, an dem die einmalige Cliff-Tranche von Team und Investoren fiel. Wer den September-Termin als abgehakt betrachtet, übersieht, dass dort nur ein Drittel der Team- und Investorenmenge freigegeben wurde. Die restlichen zwei Drittel kommen in gleichmäßigen Monatsraten nach. Dieser Text rechnet den Plan auf, ordnet ihn in die Umlaufmenge ein und beantwortet, was für dich als Anleger in Deutschland daraus folgt.

XPL Unlock am 25. Oktober: Diese drei Posten werden frei

Die Freigabe setzt sich aus drei Teilen zusammen, die alle am selben Tag greifen. Die offizielle Dokumentation zur XPL-Verteilung beschreibt die Regeln, aus denen sich jede einzelne Zahl ergibt:

  • Ecosystem und Growth: 88.888.889 XPL. Diese Rate läuft bereits seit einem Jahr jeden Monat.
  • Team: 69.444.444 XPL. Die erste Monatsrate überhaupt.
  • Investoren: 69.444.444 XPL. Ebenfalls die erste Monatsrate, auf demselben Plan wie das Team.

Zusammen ergibt das 227.777.777 XPL. Bei einem Kurs von 0,077129 US-Dollar entspricht die Tranche rund 17,6 Millionen US-Dollar und 5,02 Prozent der umlaufenden Menge von 4,53 Milliarden XPL. Gemessen an der Gesamtmenge von 10 Milliarden Token sind es 2,28 Prozent.

Vom Cliff zum Dauerplan: Was sich gegenüber dem September ändert

Ein Cliff ist eine Sperrfrist, an deren Ende ein großer Block auf einen Schlag freigegeben wird. Bei Plasma lag dieser Punkt ein Jahr nach dem Start des Mainnet-Beta vom 25. September 2025. An diesem Tag wurde je ein Drittel der Team- und der Investorenmenge frei, also zweimal 833,3 Millionen XPL. Wie der Termin damals einzuordnen war, hat cryptoticker am 1. September 2026 in der Analyse zur XPL-Sperrfrist aufgeschrieben; der Start des Netzwerks selbst steht im Bericht zum Mainnet-Beta vom 25. September 2025.

Vesting heißt der Plan, nach dem die restliche Menge danach portionsweise freigegeben wird. Bei Team und Investoren verteilt er die verbleibenden zwei Drittel auf 24 gleich große Monatsraten. Der 25. Oktober ist die erste davon.

Praktisch verändert das die Größenordnung des monatlichen Zuflusses. Zwischen Oktober 2025 und September 2026 kamen Monat für Monat 88,9 Millionen XPL aus dem Ecosystem-Topf hinzu. Ab Oktober 2026 sind es 227,8 Millionen, also das rund 2,6-Fache. Dieser Sprung gehört zur Einordnung dazu, wenn dir der Kalendereintrag für den 25. Oktober begegnet.

Die Rechnung hinter den 227,8 Millionen Token

Beide Zahlen lassen sich aus den Vorgaben der Dokumentation nachrechnen, und sie gehen exakt auf:

  • Team und Investoren: je 2.500.000.000 XPL Gesamtzuteilung. Ein Drittel davon war der Cliff, es bleiben 1.666.666.667 XPL. Geteilt durch 24 Monate ergibt das 69.444.444 XPL je Rate und Gruppe.
  • Ecosystem und Growth: 4.000.000.000 XPL Gesamtzuteilung, davon waren 800 Millionen zum Start sofort frei. Die restlichen 3.200.000.000 XPL verteilen sich auf 36 Monate, also 88.888.889 XPL je Rate.

Die Pläne enden am selben Tag, dem 25. September 2028. Team und Investoren brauchen dafür 24 Monate, weil ihr Plan ein Jahr später beginnt; der Ecosystem-Topf läuft über 36 Monate ab dem Netzwerkstart. Drei Jahre nach dem Mainnet-Beta ist in allen drei Fällen die volle Menge freigegeben.

Reihe von zwei Dutzend gleich großen Sanduhren auf einer dunklen Werkbank, die vorderste läuft ab
Vierundzwanzig gleiche Takte: Die Rate vom 25. Oktober wiederholt sich bis zum September 2028 in unveränderter Höhe.

Was 5,02 Prozent der Umlaufmenge im Verhältnis bedeuten

Eine absolute Tokenzahl sagt wenig, solange sie nicht ins Verhältnis gesetzt ist. XPL bringt derzeit rund 350 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung auf die Waage, bei 4,53 Milliarden Token im Umlauf. Das sind 45,3 Prozent der Gesamtmenge von 10 Milliarden. Mehr als die Hälfte aller XPL ist also noch gesperrt.

Setzt sich der Plan unverändert fort, liegt die freigegebene Menge zwölf Monate später bei rund 7,27 Milliarden XPL. Das wäre ein Zuwachs von etwa 60 Prozent gegenüber heute, verteilt auf zwölf gleich große Schritte. Diese Rechnung beschreibt allerdings nur das Angebot. Wie viel davon tatsächlich an einem Handelsplatz ankommt, hängt davon ab, was die Empfänger mit ihren Token machen, und das ist aus dem Entsperrplan nicht ablesbar.

Der Fahrplan bis September 2028 in Zahlen

Wer den Takt einmal verstanden hat, kann jeden kommenden Termin selbst ausrechnen. Die Raten sind konstant, nur die Summe wächst:

  • 25. Oktober 2026: erste gemeinsame Monatsrate, 227,8 Millionen XPL. Umlaufmenge danach rund 4,76 Milliarden.
  • Jeder 25. danach: dieselben 227,8 Millionen XPL, unverändert in der Höhe.
  • 25. Oktober 2027: Umlaufmenge rund 7,27 Milliarden XPL, also knapp 73 Prozent der Gesamtmenge.
  • 25. September 2028: letzte Rate. Danach sind alle 10 Milliarden XPL freigegeben.

Zwei Posten sind an diesem Plan nicht mehr beteiligt. Der öffentliche Verkauf umfasste 1 Milliarde XPL und ist vollständig entsperrt: Käufer außerhalb der USA bekamen ihre Token zum Netzwerkstart, die Sperrfrist für US-Käufer endete am 28. Juli 2026. Aus dieser Richtung kommt also kein weiterer Zufluss.

Staking und Emissionen: Warum eine wichtige Klausel derzeit ins Leere läuft

In der Dokumentation steht ein Satz, der in reinen Terminmeldungen meist fehlt: Gesperrte XPL von Team und Investoren sind von den Staking-Belohnungen ausgenommen. Mit jeder Monatsrate wächst also auch die Menge, die an künftigen Emissionen teilnehmen darf.

Emission bezeichnet hier die Belohnung, die ein Proof-of-Stake-Netzwerk neu erzeugt und an diejenigen ausschüttet, die Token zur Absicherung hinterlegen. Plasma plant dafür einen Start bei 5 Prozent Jahresinflation, der sich jährlich um 0,5 Punkte bis auf eine Untergrenze von 3 Prozent verringert. Gegengerechnet wird über die Transaktionsgebühren: Die Grundgebühr wird nach dem Vorbild von Ethereum dauerhaft vernichtet.

Für dich als Halter ist dabei ein Detail entscheidend, das die Erwartung dämpft. Diese Inflation ist noch nicht aktiv. Der Start erfolgt laut Dokumentation erst, wenn externe Validatoren und die Delegation von Anteilen freigeschaltet sind, und beides steht noch aus. Wer XPL heute kauft, kann die Token derzeit also nicht an einen Validator delegieren und bekommt dafür auch keine Netzwerkbelohnung. Das Netzwerk öffnet seinen Validatorenkreis in Stufen, einen festen Termin dafür nennt die Dokumentation nicht.

Wo XPL handelbar ist und worauf es bei der Börsenwahl ankommt

XPL wird an mehreren großen internationalen Handelsplätzen geführt, darunter Binance, OKX, Kraken, Coinbase, Bybit und Bitget, dazu an dezentralen Börsen. Für dich als Anleger in Deutschland ist weniger die Zahl der Handelsplätze interessant als deren Rechtsstand.

Seit der europäischen Krypto-Verordnung MiCA brauchen Anbieter, die sich an Kunden in der EU richten, eine Zulassung in einem Mitgliedstaat. Plasma hat für XPL ein MiCA-Whitepaper veröffentlicht, das die Pflichtangaben zum Token bündelt. Das betrifft den Token selbst und sagt nichts über die Zulassung des Handelsplatzes aus, an dem du kaufst. Welche Anbieter eine europäische Erlaubnis vorweisen, zeigt der Überblick zu den regulierten Kryptobörsen; Gebühren, Auswahl und Einzahlungswege stehen im Vergleich der Kryptobörsen.

Ein praktischer Punkt bei einem Token dieser Größenordnung ist die Handelstiefe. XPL liegt mit rund 350 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung deutlich unter den großen Werten wie Bitcoin. Bei dünnen Orderbüchern bewegt schon eine mittelgroße Order den Preis spürbar. Eine Limit-Order, bei der du den Höchstpreis selbst festlegst, schützt dich hier besser als eine Market-Order, die zum nächstbesten Kurs ausgeführt wird.

Aufgeschlagener Steuerordner mit Registerreitern und Taschenrechner auf einem Küchentisch, zwei Hände blättern
Für die Steuer in Deutschland zählt nicht der Entsperrplan des Projekts, sondern dein eigenes Kaufdatum.

Steuer in Deutschland: Dein Kaufdatum schlägt den Entsperrplan

Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten sind in Deutschland nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz ein privates Veräußerungsgeschäft. Liegt zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr, bleibt der Gewinn nach geltender Rechtslage steuerfrei. Darunter zählt er zum übrigen Einkommen, sobald die Freigrenze für alle privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres überschritten ist.

Für XPL heißt das konkret: Der Token existiert seit dem 25. September 2025. Wer in den ersten Tagen gekauft und seitdem gehalten hat, hat die Jahresfrist bereits erfüllt. Wer später eingestiegen ist, erreicht sie an seinem jeweiligen eigenen Stichtag. Der Entsperrplan des Projekts hat darauf keinerlei Einfluss, denn maßgeblich ist allein dein Anschaffungszeitpunkt je Tranche.

Wichtig ist dieser Zusammenhang, weil ein Entsperrtermin Anleger regelmäßig zu kurzfristigen Umschichtungen verleitet. Ein Verkauf kurz vor dem Ablauf der eigenen Jahresfrist kann einen steuerfreien Gewinn in einen steuerpflichtigen verwandeln. Hinzu kommt die laufende Reform: Ein Referentenentwurf sieht einen Stichtag zum Jahresende 2026 vor, ab dem neu angeschaffte Kryptowerte anders behandelt werden sollen. Den Stand dieser Diskussion fasst der Beitrag zum Bestandsschutz und Stichtag bei der Krypto-Haltefrist zusammen.

Was ein Entsperrtermin über den Kurs aussagt und was nicht

Ein Unlock erhöht die frei verfügbare Menge. Er erzwingt aber keinen Verkauf. Team-Token unterliegen zusätzlich individuellen Vesting-Plänen, die an Eintrittsdaten gebunden sind, und Mittel aus dem Ecosystem-Topf fließen in Liquidität, Partnerschaften und Anreizprogramme, statt ohne Umweg an einer Börse zu landen.

Zur Einordnung der Ausgangslage: XPL notiert rund 95 Prozent unter dem Höchststand von 1,68 US-Dollar, den der Token am 27. September 2025 kurz nach dem Start erreichte. Auf Wochensicht steht ein Minus von gut 10 Prozent. Ein Teil der Erwartung an den Monatsplan dürfte damit bereits im Kurs stecken, denn der Plan ist seit dem Netzwerkstart öffentlich dokumentiert und keine Überraschung.

Seriös lässt sich daraus keine Kursaussage ableiten, weder nach oben noch nach unten. Belastbar ist nur die Mechanik: Das Angebot wächst in bekannten Schritten zu bekannten Terminen, und diese Schritte sind ab dem 25. Oktober deutlich größer als im Jahr davor.

Drei Fragen, die vor dem 25. Oktober eine Antwort verdienen

Nicht jede dieser Fragen betrifft jeden Halter, aber jede lässt sich in wenigen Minuten beantworten:

Erstens, wann hast du gekauft? Ohne dieses Datum je Tranche lässt sich die steuerliche Lage nicht beurteilen. Börsen stellen Transaktionsübersichten zum Export bereit, und Portfolio-Werkzeuge ordnen die Käufe automatisch nach Haltedauer.

Zweitens, wie liquide ist dein Handelsplatz? Ein Blick ins Orderbuch zeigt, wie weit Kauf- und Verkaufsseite auseinanderliegen. Je größer diese Spanne, desto teurer wird eine Order, die zum Marktpreis ausgeführt wird.

Drittens, welchen Anteil deines Depots macht XPL aus? Bei einem Wert, der 95 Prozent unter seinem Höchststand liegt und dessen Umlaufmenge sich binnen eines Jahres um rund 60 Prozent erhöhen kann, ist die Positionsgröße die wirksamste Stellschraube.

XPL Unlock: Bis September 2028 fällt jeden Monat dieselbe Rate

Der 25. Oktober ist der erste von 24 gleichen Terminen. Wer das einordnen will, geht in dieser Reihenfolge vor:

  1. Kaufdaten zusammenstellen. Exportiere die Transaktionsübersicht deiner Börse und sortiere die Käufe nach Datum, damit du je Tranche weißt, wann deine Jahresfrist abläuft. Welche Programme das automatisch übernehmen, zeigt der Überblick zu Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Trackern.
  2. Handelsplatz prüfen. Gleiche ab, ob dein Anbieter eine europäische Zulassung besitzt und welche Gebühren bei deiner Ordergröße anfallen. Die Konditionen stehen im Vergleich der Kryptobörsen.
  3. Erwartung an Erträge korrigieren. Eine Staking-Rendite gibt es bei XPL bis zum Start der Delegation nicht. Wenn du laufende Erträge suchst, vergleiche sie dort, wo sie heute schon ausgezahlt werden, etwa über die Übersicht der Staking-Plattformen.

(Stand: 15. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu XPL

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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