Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Chainlink liefert Kurse aus Shanghai und Hongkong: LINK bleibt bei 11 Dollar

Chainlink hat seine Aktien-Feeds für Asien auf sechs Börsen erweitert, darunter Shanghai und Hongkong. Der LINK-Kurs bleibt bei 11 Dollar unter der 100-Tage-Linie, und für Anleger in Deutschland zählen Kaufweg, Staking-Bindung und Haltefrist.

Kabelverlegeschiff bei Nacht mit einer Trommel leuchtender Glasfaserkabel und dem Chainlink-Zeichen
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Chainlink liefert seine Aktienkurse aus Asien jetzt nicht mehr nur aus Tokio und Seoul. In der Entwicklerdokumentation des Netzwerks stehen seit dieser Woche sechs Börsen als verfügbar: die Korea Exchange, die Tokyo Stock Exchange, die Börsen in Shanghai und Shenzhen, die Taiwan Stock Exchange und die Hongkonger Börse. Chainlink hat die Erweiterung am Dienstag angekündigt, wie das Portal Cryptowisser berichtet; das Netzwerk spricht von Aktienmärkten mit zusammen mehr als 40 Billionen Dollar Wert. Der LINK-Token reagiert darauf kaum: Am Mittwochmorgen kostet er 11,18 Dollar, rund 9,94 Euro, und liegt damit weiter unter seiner 100-Tage-Linie.

Für Anleger in Deutschland ist die Nachricht vor allem eine Frage der Einordnung. Die neuen Datenströme stärken das Geschäft, mit dem Chainlink Einnahmen erzielt. Ob daraus Nachfrage nach dem Token wird, hängt davon ab, wie viele Börsen und Protokolle die Kurse tatsächlich abnehmen und bezahlen. Dieser Artikel zeigt, was hinter den Feeds steckt, welche Marken beim LINK-Kurs jetzt zählen und was du beim Kauf, beim Staking und gegenüber dem Finanzamt beachten musst.

Die APAC Equities Streams sind ein Datenprodukt aus der Reihe der sogenannten RWA-Streams. RWA steht für Real World Assets, also Vermögenswerte aus der klassischen Finanzwelt wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe, die auf einer Blockchain abgebildet werden. Ein Stream ist ein laufend aktualisierter Kurs, den ein Smart Contract abrufen kann, etwa um eine Wette auf den Kurs von Samsung oder Toyota abzurechnen oder einen Kredit mit tokenisierten Aktien als Sicherheit zu bewerten.

Zum Start im Juni deckten die Streams nur zwei Handelsplätze ab: die Korea Exchange mit Kursen in Won und die Tokyo Stock Exchange mit Kursen in Yen. Die übrigen Börsen der Region führte Chainlink damals als „bald verfügbar“. Inzwischen trägt die Tabelle in der Dokumentation bei allen sechs Börsen den Status „Available“. Neu sind damit die Shanghai Stock Exchange und die Shenzhen Stock Exchange mit Kursen in Yuan, die Taiwan Stock Exchange in Taiwan-Dollar und die Hong Kong Exchange in Hongkong-Dollar.

Es gibt einen technischen Unterschied, den die Dokumentation offen benennt. Japan und Korea liefert Chainlink nur als Kursangebote, also Geld- und Briefkurse. Für China, Hongkong und Taiwan kommen tatsächlich gehandelte Preise hinzu. Wer auf diesen Daten ein Produkt baut, bekommt also aus den neuen Märkten eine dichtere Datengrundlage als aus den beiden ersten.

Damit eine Nachricht über neue Datenfeeds für den Kurs eine Rolle spielt, muss klar sein, wie Chainlink an diesen Feeds verdient. Der Mechanismus ist einfach beschrieben. Ein Protokoll, das Kurse von Chainlink abruft, bezahlt dafür. Die Einnahmen, ob sie on-chain in Krypto oder außerhalb der Blockchain von Unternehmen kommen, wandelt Chainlink in LINK um und legt sie in der sogenannten Chainlink Reserve ab. Diese Reserve ist eine Rücklage des Projekts, aus der nach eigener Aussage über mehrere Jahre keine Entnahmen geplant sind.

Das ist der Hebel, über den ein Datenprodukt den Token berühren kann: Mehr bezahlte Abrufe bedeuten mehr LINK, die Chainlink am Markt kauft und festlegt. Der Weg ist allerdings lang. Zwischen der Freischaltung eines Feeds und nennenswerten Gebühren liegen Monate, denn zuerst muss eine Börse oder ein Protokoll ein Produkt bauen, prüfen und Nutzer finden. Eine neue Zeile in einer Tabelle der Dokumentation ist deshalb ein Angebot, noch kein Umsatz.

Dazu passt die Reihe der Ankündigungen der vergangenen Tage. Ende Oktober startete Chainlink 24/7 mit durchgehenden Kursen für tokenisierte Aktien auch am Wochenende, mit Aave als erstem Partner. Kurz davor kam CustodySync mit Anchorage Digital für Kredite gegen verwahrte Vermögenswerte. Die Asien-Feeds sind der dritte Baustein derselben Strategie: Chainlink will die Datenleitung zwischen klassischen Märkten und Blockchain-Anwendungen sein.

Hölzerner Abakus und aufgeschlagenes Kursbuch auf einem dunklen Lacktisch vor einem nächtlich beleuchteten Börsengebäude
Asiatische Aktienkurse werden bei Chainlink zum Datenstrom für Anwendungen auf der Blockchain.

Ein Detail aus der Dokumentation verdient Aufmerksamkeit, weil Berichte über die Erweiterung es anders klingen lassen. Dort heißt es, Produkte auf Basis der Feeds könnten auch außerhalb der lokalen Handelszeiten laufen. Das stimmt für die Produkte, nicht für die Kurse. Die APAC-Streams liefern Preise nur während der regulären Sitzungen von Montag bis Freitag, samt Mittagspause in Tokio, Shanghai, Shenzhen und Hongkong. Ist eine Börse geschlossen, hält der Feed den letzten Kurs, bis die nächste Sitzung beginnt.

Anders als bei US-Aktien gibt es für Asien keinen Strom aus dem nachbörslichen Handel. Chainlink rät Protokollen ausdrücklich, Liquidationen nicht allein an der Kurslücke zur Eröffnung festzumachen und den Handel in den ersten Minuten einer Sitzung zu bremsen. Wer also künftig auf einer Krypto-Plattform eine Perpetual-Wette auf eine chinesische Aktie sieht, die rund um die Uhr läuft, sollte wissen: Zwischen Börsenschluss und Börseneröffnung bewegt sich der zugrunde liegende Kurs nicht, und zur Eröffnung kann er springen.

Am Mittwochmorgen steht LINK bei 11,18 Dollar, so zeigt es der Kurs an der Börse Kraken. Seit Mitternacht UTC hat der Token rund 1,5 Prozent gewonnen, in den vergangenen 24 Stunden lag die Spanne zwischen 10,62 und 11,29 Dollar. Bitcoin legte im selben Zeitraum um etwa 1,2 Prozent auf rund 78.280 Dollar zu. LINK läuft damit im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt, von einem eigenen Schub durch die Asien-Nachricht ist im Kurs nichts zu sehen.

Das Tief bei 10,62 Dollar fiel in die Nacht nach der US-Wahl, als der gesamte Markt unter Druck stand. Dass LINK von dort bis zum Morgen über einen halben Dollar zurückholte, ist eine Erholung mit dem Markt, keine Reaktion auf die Feeds. Wer die Wirkung der Erweiterung messen will, muss deshalb auf andere Größen schauen als auf den Tageskurs: auf Ankündigungen von Börsen, die die Feeds nutzen, und auf das Wachstum der Reserve.

Seit dem 2. November: Die 100-Tage-Linie bleibt außer Reichweite

Am 2. November hatten wir beschrieben, wie Chainlink unter die 100-Tage-Linie gerutscht war und die Long-Wetten um ein Drittel schrumpften. Seitdem hat sich der Kurs kaum bewegt. Am 2. November schloss LINK bei 11,10 Dollar, am 3. November bei 11,02 Dollar, heute Morgen steht er bei 11,18 Dollar. Die 100-Tage-Linie, also der Durchschnitt der Schlusskurse der vergangenen 100 Tage, liegt nach den Tagesdaten von Kraken bei rund 11,44 Dollar. Der Abstand beträgt damit gut 2 Prozent.

Neu ist seitdem zweierlei. Erstens hat LINK das Tief vom 30. Oktober bei 10,25 Dollar auch im Ausverkauf der Wahlnacht nicht erneut getestet, sondern ist bei 10,62 Dollar umgedreht. Zweitens hat Chainlink mit den Asien-Feeds eine Nachricht geliefert, die das Geschäft betrifft und nicht nur die Stimmung. Gerissen ist dagegen nichts: Die Linie, an der sich der Kurs vor zwei Tagen schwertat, bleibt die nächste Hürde.

Für die kommenden Tage lassen sich drei Marken aus den Kursdaten ableiten. Die erste liegt bei 11,44 Dollar, der 100-Tage-Linie. Ein Tagesschluss darüber wäre der erste seit dem 31. Oktober, als LINK kurzzeitig 11,93 Dollar erreichte und den Schluss bei 11,63 Dollar fand.

Die zweite Marke liegt deutlich höher bei rund 12,62 Dollar. Dort verläuft die 50-Tage-Linie, und sie zeigt, wie viel der Kurs seit Anfang Oktober verloren hat: Am 1. Oktober schloss LINK noch bei 14,39 Dollar, das Hoch der vergangenen 90 Tage lag bei 15,77 Dollar. Nach unten ist das Tief vom 30. Oktober bei 10,25 Dollar die Marke, auf die es ankommt. Darunter liegt die 200-Tage-Linie bei rund 10,05 Dollar, die LINK seit dem Sommer nicht mehr unterschritten hat.

Diese Marken sind Rechengrößen aus vergangenen Kursen, keine Vorhersage. Wohin der Kurs auf Sicht von Monaten zeigen kann und welche Annahmen dahinterstehen, ordnet die Chainlink-Prognoseseite ein, die am Ende dieses Artikels verlinkt ist.

Wer LINK kaufen will, sollte das über eine Börse tun, die nach der europäischen Kryptoverordnung MiCA zugelassen ist. MiCA steht für Markets in Crypto-Assets und regelt seit Ende 2024 EU-weit, welche Anbieter Krypto-Dienstleistungen erbringen dürfen. Eine zugelassene Börse muss Kundengelder getrennt verwahren und unterliegt der Aufsicht, in Deutschland der BaFin.

Die Unterschiede liegen vor allem bei den Kosten. In unserem Überblick Chainlink kaufen in Deutschland haben wir fünf zugelassene Anbieter mit Gebühren von 0,15 bis 1,875 Prozent je Kauf verglichen. Bei einem Kauf über 1.000 Euro sind das 1,50 Euro auf der einen und 18,75 Euro auf der anderen Seite. Wer regelmäßig kauft, sollte deshalb nicht nur auf die Bedienung achten, sondern auf den Spread und die Gebühr beim Auszahlen auf eine eigene Wallet. Eine aktuelle Übersicht der Anbieter findest du in unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Messing-Sanduhr mit rinnendem Sand neben einem geschlossenen Vorhängeschloss auf einer Steinbrüstung im Mondlicht
Wer LINK im offiziellen Staking-Pool sperrt, wartet beim Ausstieg 28 Tage.

Viele Anleger fragen sich, ob sie LINK nicht nur halten, sondern auch für Erträge einsetzen können. Chainlink bietet dafür ein eigenes Staking an, die Version 0.2. Staking heißt hier: Du hinterlegst LINK in einem Smart Contract, der das Netzwerk absichert, und erhältst dafür eine Vergütung. Laut der Staking-Seite von Chainlink ist der Pool auf 45 Millionen LINK begrenzt, davon sind 40.875.000 LINK für die Gemeinschaft der Token-Halter vorgesehen. Je Adresse sind 1 bis 15.000 LINK erlaubt, und das nur, wenn im Pool gerade Platz frei ist.

Wichtiger als die Rendite ist die Bindung. Wer aussteigen will, startet eine Abkühlphase von 28 Tagen und hat danach ein Fenster von sieben Tagen, um die LINK abzuziehen. Verpasst du dieses Fenster, beginnt die Wartezeit von vorn. In einem fallenden Markt kannst du in diesen vier Wochen nicht verkaufen. Die Vergütung gibt Chainlink mit einer Untergrenze von 4,5 Prozent im Jahr bei vollem Pool an, abzüglich eines Anteils von 4 Prozent für die Node-Betreiber, also rund 4,32 Prozent für die Gemeinschaft beim Start dieser Version. Der Satz ist variabel.

Ist im offiziellen Pool kein Platz frei, bleibt das Staking über Börsen und Plattformen, die LINK für ihre Kunden einsetzen. Dort trägst du ein Gegenparteirisiko, und die Konditionen unterscheiden sich stark. Welche Anbieter Staking für welche Coins anbieten und zu welchem Satz, zeigt unser Vergleich der besten Staking-Plattformen.

Steuerlich gilt für LINK in Deutschland derselbe Rahmen wie für andere Kryptowerte. Gewinne aus dem Verkauf sind nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr liegt. Verkaufst du früher, ist der Gewinn steuerpflichtig, sofern alle privaten Veräußerungsgewinne des Jahres zusammen 1.000 Euro erreichen; diese Freigrenze gilt seit 2024. Ob die Haltefrist bleibt, ist politisch offen; den aktuellen Stand fasst unsere Seite zur Reform der Krypto-Haltefrist zusammen.

Staking ändert an der Haltefrist für die eingesetzten LINK nichts. Das Bundesfinanzministerium hat in seinem Schreiben vom 6. März 2025 bestätigt, dass sich die Frist durch Staking nicht auf zehn Jahre verlängert. Die Staking-Erträge selbst sind dagegen sonstige Einkünfte nach Paragraf 22 Nummer 3 und im Jahr des Zuflusses zu versteuern, wenn sie zusammen mit anderen solchen Einkünften 256 Euro im Jahr erreichen. Für die erhaltenen LINK beginnt mit dem Zufluss eine eigene Haltefrist von einem Jahr.

Praktisch heißt das: Halte für jede Kauftranche und jede Staking-Gutschrift Datum, Menge und Eurowert fest. Börsen liefern dafür Exporte, die sich in ein Steuer-Tool einlesen lassen. Wer über mehrere Plattformen kauft und staked, spart sich mit einem solchen Tool viel Handarbeit bei der Steuererklärung.

Die Erweiterung auf sechs asiatische Börsen ist ein belegbarer Fortschritt im Geschäft von Chainlink. Im Kurs zeigt sie sich bisher nicht, und das ist folgerichtig: Gebühren entstehen erst, wenn Produkte auf den Feeds laufen. Bis dahin bestimmt der Gesamtmarkt den LINK-Kurs, und die Marken bei 11,44 Dollar oben und 10,25 Dollar unten bleiben die Orientierung. Drei Schritte helfen dir, die Lage für dich zu ordnen:

  1. Kaufweg prüfen: Vergleiche Gebühren und Spread, bevor du LINK kaufst, und nutze eine MiCA-zugelassene Börse. Die Übersicht dazu steht im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Bindung abwägen: Entscheide, ob du 28 Tage Wartezeit im offiziellen Staking hinnehmen willst oder lieber eine Plattform mit kürzerer Bindung nutzt. Konditionen und Risiken zeigt der Staking-Vergleich.
  3. Belege sammeln: Dokumentiere Käufe und Staking-Erträge mit Datum und Eurowert, damit Haltefrist und Freigrenzen sauber nachweisbar sind. Passende Werkzeuge findest du im Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 4. November 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Chainlink

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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