Phantom Wallet streicht Sui und Monad: Was du vor dem 26. August und dem 24. September tun musst
Die Phantom Wallet entfernt Monad am 26. August und Sui am 24. September aus ihrer App. Verloren sind die Guthaben nicht, doch nur einer der beiden Auswege bleibt steuerlich folgenlos.

Die Phantom Wallet entfernt zwei Netzwerke aus ihrer App. Monad verschwindet am 26. August 2026, Sui am 24. September 2026. Wer dort Guthaben hält, sieht es danach in Phantom nicht mehr. Weg ist es deshalb nicht: Die Coins bleiben auf ihrer Blockchain liegen, und du kommst mit derselben Wiederherstellungsphrase in einer anderen Wallet an sie heran. Handeln musst du trotzdem, denn der bequeme Weg über die App steht nur bis zum jeweiligen Stichtag offen.
Beide Ankündigungen kamen innerhalb weniger Wochen und betreffen unterschiedlich viele Anleger. Die Monad-Frist ist die knappere, die Sui-Frist betrifft das ältere Netzwerk: SUI läuft seit 2023 im Hauptnetz, Monad startete seines erst im November 2025. Dieser Artikel sortiert, was an welchem Datum passiert, welche zwei Wege dir bleiben und an welcher Stelle aus einem simplen Umzug versehentlich ein steuerpflichtiger Verkauf wird.
Phantom Wallet und Sui: Was am 24. September endet
Phantom hat die Entscheidung am 24. August 2026 um 01:01 Uhr UTC über das Konto @phantom auf X veröffentlicht. Im Wortlaut heißt es dort, Phantom und Sui hätten sich darauf verständigt, die Sui-Unterstützung in Phantom am 24. September zu beenden und sich künftige Zusammenarbeit offenzuhalten. Dazu die Zusicherung: „Your funds remain safe and fully under your control" – deine Guthaben bleiben sicher und vollständig unter deiner Kontrolle. Vor dem 24. September, so der Beitrag weiter, könnest du deine Wallet in eine andere App überführen, die Sui unterstützt.
Wichtig ist die Unterscheidung, die in solchen Meldungen regelmäßig untergeht. Netzwerk-Support heißt: Die Wallet-App zeigt die Guthaben einer bestimmten Blockchain an, berechnet ihre Salden und kann Transaktionen auf ihr signieren und verschicken. Endet der Support, endet genau das – die Blockchain selbst läuft unverändert weiter, und deine Schlüssel gelten dort weiter.
Die Integration hatte keine lange Geschichte. Phantom kündigte die Sui-Anbindung im Dezember 2024 an und schaltete sie am 29. Januar 2025 frei. Nach rund zwanzig Monaten ist damit Schluss. Nach übereinstimmenden Berichten aus der Fachpresse handelt es sich um eine gemeinsame Entscheidung beider Seiten und nicht um einen einseitigen Rauswurf.
Monad in der Phantom Wallet: Warum der 26. August die schärfere Frist ist
Für Monad liegt eine ausführlichere Primärquelle vor. In seinem Hilfeartikel zum Monad-Ausstieg nennt Phantom den 26. August 2026 als Übergangsdatum und schreibt unmissverständlich: „Your assets are not lost. They remain on the Monad blockchain and can be accessed using a compatible wallet with the same credentials." Deine Guthaben sind also nicht verloren, sie liegen weiter auf der Monad-Blockchain und lassen sich mit denselben Zugangsdaten in einer kompatiblen Wallet öffnen.
Nach dem Stichtag zeigt Phantom keine Monad-Salden mehr an und verarbeitet keine Monad-Transaktionen mehr in der App. Zwei Wege bietet der Anbieter selbst an: den Tausch der Monad-Guthaben in ein weiterhin unterstütztes Netzwerk vor dem Übergangsdatum, oder den Export der geheimen Wiederherstellungsphrase aus den Einstellungen und den Import in eine andere Monad-fähige Wallet.
Die Gebührenbefreiung hat Grenzen
Phantom hat nach eigenen Angaben die hauseigene Gebühr auf Cross-Chain-Swaps von nativem MON zu Wrapped MON auf Solana bis zum Übergangsdatum erlassen. Netzwerk- und Handelsplatzgebühren fallen weiter an, das steht so im Hilfeartikel. Kostenlos ist der Weg also nicht, nur günstiger.
Ein Wrapped Token ist ein Abbild eines Coins auf einer fremden Blockchain: Das Original wird gesperrt, auf der Zielkette entsteht dafür ein handelbarer Stellvertreter im Verhältnis eins zu eins. Für den Halter bedeutet das einen zusätzlichen Risikoträger, nämlich denjenigen, der die Sperre verwaltet. Wer dieses Risiko nicht möchte, wählt statt des Swaps den Umzug in eine andere Wallet.

Sind deine Coins weg, wenn die Wallet ein Netzwerk streicht?
Nein. Eine Self-Custody-Wallet verwahrt keine Coins, sie verwaltet Schlüssel. Die Guthaben liegen auf der Blockchain und gehören der Adresse, die aus deiner Wiederherstellungsphrase abgeleitet ist. Fällt die App weg, bleibt die Adresse bestehen. Was wegfällt, ist die bequeme Oberfläche dafür.
Diese Bauart ist der entscheidende Unterschied zu einer Börse. Stellt ein Handelsplatz ein Token ein oder schließt er dein Konto, hat er deine Coins tatsächlich in Verwahrung – dann geht es um Auszahlungsfristen und im schlimmsten Fall um Zwangsverwertung. Wir haben die aktuell laufenden Fristen der Handelsplätze gesondert aufgeschrieben, und sie sind schärfer als das, worum es hier geht. Bei Phantom liegt der Fall milder: Der Zugriff endet nie, nur der Komfort.
Schlüssel offline sichern: Hardware-Wallets im VergleichSecret Recovery Phrase exportieren: der Weg ohne Transaktion
Der Umzug in eine andere Wallet ist der Weg, der keine Transaktion auslöst, keine Gebühr kostet und steuerlich nichts anfasst. Du importierst dieselbe Wiederherstellungsphrase in eine App, die das Netzwerk unterstützt, und siehst dort dieselben Guthaben. Die Coins bewegen sich dabei nicht; du wechselst nur das Fenster, durch das du auf sie schaust.
Was du dabei beachten musst
Die Wiederherstellungsphrase ist der Generalschlüssel. Wer sie hat, hat alles, was daran hängt – auch die Guthaben auf allen anderen Netzwerken derselben Phrase. Genau deshalb ist der Export der heikelste Moment des ganzen Vorgangs. Er gehört an einen Rechner, dem du vertraust, nicht in eine Cloud-Notiz und nicht in ein Foto. Wie du die Phrase dauerhaft sicher unterbringst, haben wir in unserem Ratgeber zur sicheren Aufbewahrung der Seed Phrase ausführlich beschrieben.
Wenn deine Phantom-Wallet neben Sui oder Monad auch Solana- oder Bitcoin-Guthaben verwaltet, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du importierst die Phrase zusätzlich in die neue App und nutzt beide parallel weiter, oder du legst für das aussteigende Netzwerk eine frische Wallet mit eigener Phrase an und überweist die Guthaben dorthin. Die zweite Variante ist sauberer, kostet aber Netzwerkgebühren und ist steuerlich ein Transfer zwischen eigenen Adressen, also kein Verkauf. Welche Software-Wallets für welche Ketten in Frage kommen, siehst du in unserem Vergleich der Software-Wallets.
Swap statt Umzug: Was der gebührenfreie Tausch wirklich kostet
Der zweite Weg ist der Tausch innerhalb von Phantom. Er ist bequemer, weil du die App nicht verlässt, und er ist für Monad-Guthaben bis zum Übergangsdatum von der Phantom-Gebühr befreit. Drei Posten bleiben trotzdem: die Netzwerkgebühr der abgebenden Kette, die Gebühr des ausführenden Handelsplatzes und die Preisabweichung zwischen Anzeige und Ausführung.
Der letzte Posten wird gern unterschätzt. Bei dünn gehandelten Token frisst die Abweichung zwischen erwartetem und tatsächlichem Kurs schnell mehr als jede Gebühr. Wer eine größere Position hält, prüft den Kurs vor dem Absenden ein zweites Mal und teilt den Tausch im Zweifel auf. Bei sehr dünnen Paaren kann die Ausführung über einen regulierten Handelsplatz günstiger sein als der Swap in der Wallet, weil dort mehr Gegenpartei vorhanden ist.
Steuer beim Wallet-Wechsel: Wann aus dem Umzug ein Verkauf wird
Hier trennen sich die beiden Wege deutlich, und das ist für deutsche Anleger der wichtigste Absatz dieses Textes.
Der Umzug in eine andere Wallet ist steuerlich ein Nichtereignis. Du überträgst zwischen eigenen Adressen oder importierst nur den Schlüssel; ein Veräußerungsgeschäft liegt nicht vor, die Haltefrist läuft ungebrochen weiter.
Der Tausch ist etwas anderes. Ein Tausch von Coin gegen Coin gilt einkommensteuerlich als Veräußerung des hingegebenen und Anschaffung des erhaltenen Wirtschaftsguts. Nach § 23 EStG bleibt der Gewinn steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung mehr als ein Jahr liegt; innerhalb des Jahres greift die Freigrenze von 1.000 Euro für die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte des Kalenderjahres. Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.
Der strittige Fall: Wrappen
Ob das Wrappen desselben Coins auf eine andere Kette als Tausch zählt, ist unter Steuerberatern umstritten – wirtschaftlich hältst du weiter dasselbe, rechtlich bekommst du ein anderes Token in die Hand. Das ist eine Einschätzung und keine gesicherte Rechtslage; eine höchstrichterliche Entscheidung dazu ist uns nicht bekannt. Praktische Folge für dich: Wer diese Unsicherheit nicht will, nimmt den Wallet-Export und lässt den Bestand unangetastet. Wer den Swap trotzdem wählt, protokolliert Datum, Kurs und Menge sauber mit. Ein Portfolio- und Steuer-Tool nimmt dir diese Dokumentation ab, solange du die Transaktion zeitnah einträgst.

Sui-Wallet-Alternativen: Was Phantom selbst nennt
Für Sui-Guthaben verweisen die Berichte über die Ankündigung auf zwei Anwendungen als Ziel des Umzugs: Suiet und die offizielle Sui-Wallet, die inzwischen unter dem Namen Slush firmiert. Beide sind Self-Custody-Wallets, akzeptieren also den Import einer bestehenden Wiederherstellungsphrase.
Wir bewerten diese Anwendungen hier nicht und sprechen keine Empfehlung aus. Prüfe vor dem Import selbst, ob die App das Ableitungsschema deiner Phrase unterstützt: Zeigt die neue Wallet nach dem Import einen Saldo von null, liegt das häufig nicht am Guthaben, sondern am abweichenden Ableitungspfad. In diesem Fall hilft es, in den Einstellungen der neuen App weitere Konten derselben Phrase einzublenden, bevor du in Panik verfällst.
Haltefristen automatisch mitführen: Krypto-Steuer-ToolsPhishing zur Frist: Warum unaufgeforderte Migrationshilfe fast immer Betrug ist
Jede öffentlich angekündigte Frist ist für Betrüger ein Kalendereintrag. Das Muster ist immer dasselbe: eine Nachricht, die den echten Anlass korrekt zitiert, ein knapper Zeitrahmen und ein Link zu einem angeblichen Migrationswerkzeug, das nach der Wiederherstellungsphrase fragt.
Phantom hat dem in seinem Hilfeartikel einen eigenen Absatz gewidmet und schreibt, das Unternehmen werde dich niemals zuerst anschreiben, niemals nach deiner geheimen Wiederherstellungsphrase oder deinem privaten Schlüssel fragen und niemals anbieten, deine Guthaben für dich zu bewegen. Jedes unerwartete Hilfsangebot zur Migration sei als Betrugsversuch zu behandeln.
Diese Regel trägt weiter als der aktuelle Fall. Kein seriöser Anbieter braucht deine Phrase, um dir zu helfen, und keine echte Migration verlangt, dass du sie irgendwo eintippst – außer in die neue Wallet-App selbst, lokal auf deinem Gerät. Woran du solche Nachrichten sonst noch erkennst, haben wir am Beispiel gefälschter Auszahlungsaufforderungen von Krypto-Börsen aufgeschlüsselt. Wie groß das Feld ist, zeigt die Zahl der laufenden BaFin-Warnungen vor Krypto-Plattformreihen.
Warum Wallets Netzwerke streichen: Was der Rückzug über den Markt sagt
Zum Einordnen gehört die Trennung von Beleg und Deutung. Belegt ist: Phantom beendet innerhalb weniger Wochen die Unterstützung zweier Netzwerke, im Fall Sui nach eigener Darstellung im Einvernehmen mit dem Netzwerk-Team.
Nicht belegt, sondern Einschätzung ist die Erklärung dahinter. Jede zusätzliche Kette in einer Wallet kostet dauerhaft Arbeit: eigene Knotenanbindung, eigene Signaturlogik, eigene Preisquellen, eigener Support. Trägt die Nutzung diesen Aufwand nicht, wird die Anbindung zum Zuschussgeschäft. Über Größenordnungen spekulieren wir nicht, weil uns keine belastbaren Nutzungszahlen je Netzwerk vorliegen.
Für dich folgt daraus eine praktische Konsequenz, unabhängig davon, welche Erklärung stimmt: Die Netzwerkliste einer Wallet ist keine Zusage auf Dauer. Sie kann sich ändern, und du erfährst davon im besten Fall vier Wochen vorher.
Was der Fall über Self-Custody und Hardware-Wallets lehrt
Der eigentliche Schutz in diesem Vorgang ist die Wiederherstellungsphrase. Sie ist der Grund, warum aus einer eingestellten Netzwerkanbindung ein Ärgernis wird und kein Verlust. Wer seine Coins auf einer Börse liegen hat, besitzt dieses Sicherheitsnetz nicht.
Für größere Bestände verschiebt eine Hardware-Wallet den Schlüssel zusätzlich auf ein Gerät ohne Internetverbindung. Die Software-Oberfläche bleibt dann austauschbar, während der Schlüssel liegen bleibt, wo er ist. Welche Geräte welche Ketten unterstützen und was sie kosten, steht in unserem Hardware-Wallet-Vergleich. Vor dem Kauf lohnt der Blick in die unterstützten Netzwerke, denn Kompatibilität ist auch dort nicht selbstverständlich.
Checkliste: Was du bis zum 24. September erledigst
Öffne zuerst Phantom und sieh nach, ob du überhaupt betroffen bist. Viele Nutzer haben eine der beiden Ketten nie aktiviert und müssen gar nichts tun.
Findest du ein Monad-Guthaben, ist Eile geboten: Bis zum 26. August 2026 bleiben nur noch wenige Stunden Handlungsspielraum in der App. Für Sui-Guthaben hast du bis zum 24. September 2026 Zeit, solltest die Sache aber nicht bis zur letzten Woche schieben, weil sich Netzwerkgebühren und Wartezeiten kurz vor Fristende erfahrungsgemäß nach oben bewegen.
Notiere außerdem den Kontostand vor dem Umzug. Wenn nach dem Import in der neuen App ein anderer Betrag steht, willst du wissen, ob das an einem Kursunterschied liegt oder an einem falschen Ableitungspfad.
Phantom-Umzug prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Betroffenheit klären und Weg wählen. Prüfe deine Phantom Wallet auf Monad- und Sui-Guthaben. Willst du den Bestand behalten, exportiere die Wiederherstellungsphrase und importiere sie in eine passende App; eine Übersicht der Kandidaten findest du im Software-Wallet-Vergleich.
- Steuerfolge vor dem Klick klären. Der Umzug zwischen eigenen Wallets ist kein Verkauf, der Tausch schon. Halte Datum, Menge und Kurs jeder Transaktion fest – am einfachsten mit einem Krypto-Steuer-Tool, das die Haltefristen automatisch mitführt.
- Schlüssel dauerhaft absichern. Wenn dich dieser Fall zum Export deiner Phrase zwingt, ist es der richtige Moment, die Aufbewahrung neu zu ordnen. Für größere Bestände gehört der Schlüssel auf ein separates Gerät: Hardware-Wallets im Vergleich.
(Stand: 24. August 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebuehrenmodelle aendern sich; pruefe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.






























