Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Krypto-Wochenrückblick: Bitcoin hält sich, Solana verliert 8 Prozent

Bitcoin hat sich in der Woche bis Sonntag gut gehalten, Ether, XRP und Solana verloren dreimal so viel. Was hinter dem Rücksetzer steckt, was das für ein typisches Portfolio bedeutet und welche drei Punkte du heute in deinem Depot prüfen solltest.

Alte Balkenwaage aus Messing auf dunklem Holztisch, links eine große Goldmünze, rechts ein kleiner Haufen Silbermünzen, im Hintergrund eine Kaffeetasse
7 Min. Lesezeit
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Die Woche vom 5. bis 11. Oktober hat in jedem Krypto-Portfolio Spuren hinterlassen, aber sehr unterschiedlich tiefe. Bitcoin kostet am Sonntagmorgen 82.922 US-Dollar oder 74.020 Euro und liegt damit 2,1 Prozent unter dem Stand vom vergangenen Sonntag. Ether verlor 6,8 Prozent, XRP 5,8 Prozent und Solana sogar 8,1 Prozent. Wer vor allem Bitcoin hält, ist glimpflich davongekommen. Wer breit in Altcoins steckt, hat deutlich mehr verloren. Hier ist der Rückblick auf die Woche, mit den Gründen und dem, was du heute in deinem Depot prüfen solltest.

So hat sich dein Krypto-Portfolio diese Woche entwickelt

Die Woche begann stark. Am Montagmorgen stand Bitcoin bei 86.636 Dollar, dem Hoch der Woche. Am Donnerstagabend rutschte der Kurs bis knapp über 80.000 Dollar, und bei den Altcoins war der Ausverkauf noch heftiger. Seitdem hat sich der Markt etwas gefangen, die Verluste aber nicht aufgeholt. Die Zahlen beruhen auf Stundenkursen von CoinGecko, gerechnet von Sonntag, 4. Oktober, 2 Uhr, bis Sonntag, 11. Oktober, 2 Uhr deutscher Zeit.

CoinVor einer WocheSonntagmorgenVeränderungTief der Woche
Bitcoin (BTC)84.743 $82.922 $ (74.020 €)minus 2,1 %80.652 $ am Donnerstag
Ether (ETH)2.687 $2.504 $ (2.235 €)minus 6,8 %2.414 $ am Donnerstag
XRP1,49 $1,40 $ (1,25 €)minus 5,8 %1,33 $ am Donnerstag
Solana (SOL)119,60 $109,91 $ (98,18 €)minus 8,1 %106,41 $ am Donnerstag

Was das für ein typisches Depot heißt, zeigt eine einfache Rechnung. Ein Korb, der zu gleichen Teilen in diesen vier Coins steckt, hat in der Woche 5,7 Prozent verloren: Aus 1.000 Dollar wurden 943 Dollar. Ein Korb mit 60 Prozent Bitcoin, je 20 Prozent Ether und je 10 Prozent XRP und Solana verlor nur 4,0 Prozent. Der Bitcoin-Anteil hat also gedämpft. Beides ist in Dollar gerechnet, weil die Kurse in Dollar gebildet werden.

Sanduhr aus Glas auf dunkler Schieferplatte, daneben ein umgekippter kleiner Stapel Silbermünzen
Am Donnerstag kam der Rücksetzer: Ether, XRP und Solana erreichten ihr Wochentief am Abend.

Warum Bitcoin weniger verlor als Ether, XRP und Solana

Das Muster der Woche ist bekannt: Wenn Anleger Risiko abbauen, verkaufen sie zuerst die kleineren Werte. Bitcoin gilt im Kryptomarkt als der sicherere Hafen, auch wenn das relativ ist. Sein Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung liegt laut CoinGecko bei 59,1 Prozent. Der Gesamtmarkt ist rund 2,81 Billionen Dollar wert.

Den Anstoß gab die US-Notenbank. Am Mittwoch veröffentlichte die Fed das Protokoll ihrer Sitzung vom 15. und 16. September. Darin steht, dass die meisten Mitglieder eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende für angemessen halten. Im September hatte die Fed den Leitzins bereits auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Höhere Zinsen machen sichere Anlagen attraktiver und entziehen riskanten Märkten Geld. Was das Protokoll im Einzelnen sagt, steht in unserem Bericht zum Fed-Protokoll.

Was die ETF-Abflüsse über die Stimmung verraten

Am deutlichsten zeigt sich der Rückzug bei den börsengehandelten Fonds in den USA. Die Bitcoin-ETFs verloren nach Daten von Farside Investors von Montag bis Freitag rund 680 Millionen Dollar, allein am Mittwoch flossen rund 485 Millionen Dollar ab, so viel wie seit Juni an keinem Tag. In der Woche davor waren noch rund 241 Millionen Dollar hereingekommen. Bei den Ether-ETFs ist es schlimmer: Sie verzeichnen seit dem 29. September an neun Handelstagen in Folge Abflüsse. Einzelheiten zu den Fonds stehen in unserer Auswertung der ETF-Abflüsse.

Alter Schiffsbarometer aus Messing an dunkler Holzwand, die Nadel leicht nach links gedreht
Die Stimmung bleibt im Bereich Gier, obwohl die Bitcoin-ETFs in dieser Woche rund 680 Millionen Dollar verloren.

Die Stimmung ist trotzdem nicht gekippt. Der Fear-and-Greed-Index von alternative.me steht am Sonntag bei 61 Punkten und damit noch im Bereich Gier. Am Dienstag waren es 73 Punkte, vor einer Woche 65. Viele Anleger halten den Rücksetzer also für eine Pause und nicht für eine Wende. Ob sie recht behalten, entscheidet sich in der neuen Woche an den Inflationsdaten.

Was sich diese Woche für Anleger in Deutschland geändert hat

Die Haltefrist bleibt vorerst. Der Bundestag hat am Donnerstag den Gesetzentwurf der Grünen zur Abschaffung der Krypto-Haltefrist mit 445 zu 132 Stimmen abgelehnt. Wer Kryptowerte länger als ein Jahr hält, verkauft sie also weiter steuerfrei. Entschieden ist die Sache damit nicht. Das Bundesfinanzministerium hat am 30. September einen eigenen Entwurf zur Besteuerung von Kryptowerten vorgelegt, und nach dem Anschreiben an die Verbände soll sich das Bundeskabinett am Mittwoch, dem 14. Oktober, damit befassen. Was im Entwurf steht und welche Einwände es gibt, liest du in unserem Beitrag zum Steuerentwurf. Das Abstimmungsergebnis haben wir nach der Abstimmung im Bundestag zusammengefasst. Am selben Abend beschloss das Parlament zudem ein Gesetz, mit dem deutsche Finanzbehörden Daten über Kryptogeschäfte automatisch mit anderen Staaten austauschen.

Zwei Börsen räumen auf. Coinbase stellt den Handel mit den Stablecoins USDT und DAI zum 30. Oktober ein, wer sie dort hält, muss handeln. Die Einzelheiten stehen in unserem Artikel zum Coinbase-Umtausch. Kraken streicht zum 23. Oktober eine Reihe kleinerer Token, die betroffenen Coins und die Fristen findest du in unserer Übersicht zum Kraken-Delisting.

Drei Punkte für deinen Portfolio-Check am Sonntag

Erstens: die Haltefristen. Das Rekordhoch von Bitcoin liegt mehr als ein Jahr zurück, es wurde am 6. Oktober 2025 erreicht. Wer damals gekauft hat, liegt rund ein Drittel im Minus und hat die Jahresfrist überschritten. Ein Verkauf wäre steuerfrei, das Finanzamt erkennt den Verlust dann aber nicht mehr an. Wer Käufe aus dem Oktober 2025 hält, deren Frist noch läuft, sollte das vorher durchrechnen. Wie das geht, erklären wir in unserem Beitrag zu Verlusten und Haltefrist. Ein Portfolio-Tracker mit Steuerfunktion zeigt die Fristen je Kauf auf einen Blick.

Zweitens: der Hebel. Am Mittwoch veröffentlichen die USA die Inflationsdaten für September. Solche Termine bewegen den Markt oft innerhalb von Minuten. Wer gehebelte Positionen hält, prüft vorher, wie weit der Liquidationspreis entfernt ist.

Drittens: der Verwahrort. Coins, die auf einer Börse liegen, hängen an deren Entscheidungen, wie die Fälle bei Coinbase und Kraken zeigen. Ob deine Börse eine Zulassung nach MiCA hat, siehst du im Vergleich der Krypto-Börsen.

Was die neue Woche für Bitcoin und Altcoins bringt

Der Mittwoch, 14. Oktober, bündelt gleich zwei Termine. In Berlin soll das Kabinett über den Krypto-Steuerentwurf beraten, in Washington erscheint um 14:30 Uhr deutscher Zeit der US-Verbraucherpreisindex für September. Fällt die Inflation höher aus als erwartet, steigt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung Ende Oktober, und das würde vor allem die Altcoins treffen, die schon diese Woche am stärksten nachgegeben haben. Fällt sie niedriger aus, hätte der Markt Raum für eine Erholung. Für Bitcoin liegt die erste Marke nach unten beim Wochentief knapp über 80.000 Dollar, nach oben beim Wochenhoch von 86.636 Dollar.

Häufige Fragen zum Krypto-Wochenrückblick

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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