Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

US-Kerninflation fällt auf 3,0 Prozent: Was Anleger vor der Fed-Entscheidung am 28. Oktober wissen müssen

Die US-Kerninflation lag im August bei 3,0 Prozent und damit klar unter der erwarteten Rate. Das verschiebt die Erwartung für die Fed-Sitzung am 28. Oktober und entscheidet mit darüber, wie viel Luft der Bitcoin-Kurs im vierten Quartal bekommt.

Rednerpult aus dunklem Holz allein in einem monumentalen Saal bei Nacht, dahinter eine Reihe schlichter einfarbiger Fahnen, im Marmorboden ein eingelassenes Bitcoin-Zeichen aus Messing
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Die wichtigste Inflationszahl der USA ist am 30. September schwächer ausgefallen als erwartet. Der Preisindex der privaten Konsumausgaben ohne Nahrungsmittel und Energie, international als Core PCE bekannt, stieg im August um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Markt hatte mit 3,3 Prozent gerechnet. Für dich als Anleger in Deutschland zählt daran vor allem eines: Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank am 28. Oktober noch einmal an der Zinsschraube dreht, ist innerhalb weniger Tage von rund 70 Prozent auf unter die Hälfte gefallen. Höhere Zinsen sind das Gegenstück zu riskanten Anlagen, und Bitcoin gehört dazu.

Core PCE im August: Das steht in der Mitteilung der BEA

Das US-Handelsministerium veröffentlicht die Zahl über das Bureau of Economic Analysis, kurz BEA. Die Mitteilung mit der Kennung BEA 26–43 erschien am Mittwoch, dem 30. September 2026, um 8:30 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste, also um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Nachzulesen ist sie in der Pressemitteilung Personal Income and Outlays, August 2026 des BEA.

Die Zahlen im Einzelnen, alle aus dieser Mitteilung: Der gesamte PCE-Preisindex stieg im August um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ohne Nahrungsmittel und Energie waren es 0,2 Prozent zum Vormonat und 3,0 Prozent zum Vorjahr. Die persönlichen Einkommen legten um 66,6 Milliarden Dollar zu, das entspricht 0,2 Prozent im Monat. Die real, also preisbereinigt gerechneten Konsumausgaben stiegen um 92,8 Milliarden Dollar oder 0,6 Prozent.

Was Core PCE überhaupt misst

Der Core PCE ist das Inflationsmaß, auf das die Federal Reserve ihre Zielmarke von zwei Prozent bezieht. Er misst, wie sich die Preise jener Güter und Dienstleistungen verändern, die US-Haushalte tatsächlich kaufen, und lässt Nahrungsmittel und Energie weg, weil deren Preise stark schwanken und die Grundtendenz verdecken. Genau deshalb reagieren Zinsmärkte auf diese Zahl stärker als auf den bekannteren Verbraucherpreisindex.

Ein Detail dieser Veröffentlichung ist für die Einordnung wichtig: Das BEA hat zusammen mit den Augustdaten die jährliche Überarbeitung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen vorgelegt. Rückwirkende Korrekturen früherer Monate sind dadurch möglich. Wer Zeitreihen vergleicht, sollte also die revidierten Werte nehmen und nicht die Zahlen, die vor dem 30. September im Umlauf waren.

Kerninflation und Gesamtrate laufen auseinander: Warum 3,0 gegen 3,4 Prozent

Die Gesamtrate liegt mit 3,4 Prozent über der Kernrate von 3,0 Prozent. Diese Lücke von 0,4 Prozentpunkten entsteht durch Nahrungsmittel und Energie, also genau die beiden Gruppen, die aus der Kernrate herausgerechnet werden. Liegt die Gesamtrate höher, kommt der Preisdruck überwiegend von dort und weniger aus der Breite der Wirtschaft.

Für die Notenbank ist das eine angenehmere Konstellation als der umgekehrte Fall. Energiepreise reagieren auf Angebot, Transportwege und politische Lagen, nicht auf den Leitzins. Eine Zinserhöhung trifft sie kaum. Breiter Dienstleistungsdruck dagegen lässt sich mit Zinsen bremsen, und der ist in der Kernrate abgebildet. Dass die Kernrate überrascht nachgegeben hat, nimmt damit genau jenen Teil des Preisdrucks aus der Rechnung, auf den die Fed mit Zinsen reagieren würde.

Entwarnung ist das keine. Drei Prozent sind weiterhin anderthalb Mal so hoch wie das Ziel von zwei Prozent, und die Zahl bezieht sich auf den August, nicht auf den September. Bis zur Sitzung am 28. Oktober stehen weitere Daten an.

Fast heruntergebrannte Kerze mit glimmendem Docht auf einer schweren Stahlplatte, daneben ein in den Stahl graviertes Bitcoin-Zeichen
Zwischen der Augustzahl und der Zinsentscheidung liegen noch vier Wochen, in denen weitere Daten den Pfad verschieben können.

CME FedWatch rutscht unter die Hälfte: Der Markt rechnet anders für den 28. Oktober

Wie der Markt die nächste Zinsentscheidung einschätzt, lässt sich an den Terminkontrakten auf den US-Tagesgeldsatz ablesen. Die daraus abgeleitete Wahrscheinlichkeit wird meist als CME FedWatch zitiert. Anfang der Woche lag die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung im Oktober nach Berichten mehrerer Finanzmedien bei rund 70 Prozent. Nach der Rede eines ranghohen Notenbankers am 29. September und der schwächeren Inflationszahl am 30. September fiel sie unter 50 Prozent.

Wie weit genau, hängt von der Quelle ab, und die Werte gehen auseinander. Am 30. September reichten die veröffentlichten Ablesungen von etwa 35 bis 47 Prozent für eine Erhöhung. Diese Spanne bleibt hier ausdrücklich stehen, statt sie auf eine glatte Zahl zu bringen. Entscheidend ist die Richtung: Aus einer wahrscheinlichen Erhöhung ist eine offene Frage geworden.

Die Rede vom 29. September und die Zinskurve: Was die Erwartung gekippt hat

Den Anstoß gab John Williams, der Präsident der Federal Reserve Bank of New York. Nach Berichten von Finanzmedien signalisierte er in einer Rede am 29. September, er sehe keine Eile bei einem weiteren Zinsschritt. Bemerkenswert ist das, weil derselbe Notenbanker fünf Tage zuvor noch gesagt hatte, eine weitere Erhöhung bis zum Jahresende sei vernünftig zu erwarten. Innerhalb einer Woche verschob sich damit der Ton, und die Inflationszahl am Tag darauf stützte die weichere Lesart.

Lies solche Aussagen als das, was sie sind: Einschätzungen einzelner Stimmen im Entscheidungsgremium, keine Beschlüsse. Abgestimmt wird im Offenmarktausschuss, und dessen Sitzungstermine stehen fest. Für den Rest des Jahres sind es nach dem offiziellen Sitzungskalender der Federal Reserve zwei: der 27. und 28. Oktober sowie der 8. und 9. Dezember. Die Entscheidung fällt jeweils am zweiten Tag.

Bitcoin-Kurs zwischen 82.951 und 85.518 Dollar: Die Spanne der letzten 24 Stunden

Die Reaktion war sichtbar, aber sie hielt nicht. Bitcoin sprang nach der Veröffentlichung nach oben und gab den Sprung anschließend wieder ab. Nach den Marktdaten von CoinGecko stand der Kurs am Donnerstagmorgen bei 83.692 Dollar und damit 0,52 Prozent über dem Wert von 24 Stunden zuvor. In diesen 24 Stunden lag das Hoch bei 85.518 Dollar und das Tief bei 82.951 Dollar. Einzelne Berichte nannten als unmittelbare Reaktion knapp 85.900 Dollar, womit die Angaben zum Tageshoch je nach Datenquelle zwischen etwa 85.500 und 85.900 Dollar liegen.

Auf Wochensicht steht ein Minus von 0,75 Prozent, auf Sicht von 30 Tagen ein Plus von 6,52 Prozent. Das ergibt ein Bild, das sich mit einem einzigen Tag nicht erklären lässt: Die Inflationszahl hat den Zinsdruck gelockert, aber sie hat keinen Ausbruch ausgelöst. Der Kurs bewegt sich weiter in der Spanne, in der er schon die Woche über lag.

Warum eine kurze Reaktion nichts über die Woche sagt

Makrozahlen wirken in zwei Stufen. Zuerst reagieren automatisierte Systeme innerhalb von Sekunden auf die Abweichung von der Erwartung, und dieser Ausschlag verschwindet oft am selben Tag. Erst danach entscheidet sich, ob größere Adressen ihre Positionierung tatsächlich ändern. Ablesen lässt sich das an Terminmarktdaten und an den Zu- und Abflüssen börsengehandelter Produkte, nicht am Kurs einer einzelnen Stunde.

Kaufweg in Deutschland: MiCA-Börse, ETN und was der US-Markt dir nicht bietet

Wer aus Deutschland auf eine lockerere Zinspolitik setzen will, hat zwei verbreitete Wege, und beide haben ihre eigenen Regeln. Der erste ist der direkte Kauf über eine Handelsplattform, die in der EU unter der Verordnung über Märkte für Kryptowerte zugelassen ist, bekannt als MiCA. Die Zulassung ist öffentlich nachprüfbar, und sie entscheidet darüber, welche Pflichten der Anbieter dir gegenüber hat. Welche Häuser diese Zulassung halten, lässt sich im öffentlichen Register nachsehen, bevor du ein Konto eröffnest.

Der zweite Weg führt über börsengehandelte Produkte. In Deutschland sind das in der Regel ETN oder ETP, die du über dein bestehendes Depot auf Xetra handelst. Wichtig dabei ist eine Abgrenzung, die regelmäßig für Missverständnisse sorgt: Ein US-Spot-ETF auf eine Kryptowährung ist für Privatanleger in Deutschland normalerweise nicht handelbar, weil er nicht den europäischen Vorgaben für Anlegerinformationen und Fondsstruktur unterliegt. Was in New York startet, landet also nicht automatisch in deinem Depot. Wie der europäische Weg stattdessen aussieht, steht in unserer Übersicht zu Krypto-ETF und ETN für Anleger in Deutschland.

Beide Wege unterscheiden sich außerdem darin, was du am Ende besitzt. Beim direkten Kauf hältst du die Coins, mit allem, was dazugehört, von der Verwahrung bis zur eigenen Verantwortung für die Schlüssel. Beim ETN hältst du eine Schuldverschreibung des Emittenten, die den Kurs nachbildet.

Heissluftballon mit leuchtender Brennerflamme steigt im Morgenlicht aus einem Tal voller Bodennebel auf
Fällt die Aussicht auf höhere Zinsen weg, nimmt der Gegenwind für riskante Anlagen ab, ohne dass damit eine Richtung garantiert wäre.

Haltefrist nach Paragraf 23 EStG: Warum der Zinspfad in deine Steuerplanung hineinreicht

Für den direkten Kauf gilt in Deutschland eine Besonderheit, die es beim ETN so nicht gibt. Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen fallen unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn steuerpflichtig. Nach Ablauf eines Jahres Haltedauer ist er es nicht. Für kleine Gewinne gibt es zudem eine Freigrenze, deren aktuelle Höhe du vor einer Entscheidung beim Finanzamt oder in einem Steuerleitfaden nachsiehst, weil der Betrag in den vergangenen Jahren angepasst wurde.

Der Zusammenhang zum Zinspfad ist unmittelbarer, als er zunächst klingt. Wenn du eine Position hältst, die du wegen der Zinsaussichten eigentlich verkaufen würdest, entscheidet dein Kaufdatum darüber, wie teuer dieser Verkauf wird. Liegt der Kauf elf Monate zurück, kostet ein Verkauf jetzt unter Umständen deutlich mehr als ein Verkauf in vier Wochen. Das ist keine Empfehlung, irgendetwas zu halten, sondern eine Rechengröße, die in die Entscheidung gehört. Wer viele Käufe über verschiedene Monate verteilt hat, bekommt das ohne Hilfsmittel kaum sauber auseinandergerechnet; Werkzeuge dafür stehen in unserem Vergleich der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

Hebel und Liquidation: Wie eng der Puffer bei 83.692 Dollar wirklich ist

Gerade an Tagen mit Makrodaten wird aus einem überschaubaren Kursausschlag ein Totalverlust, wenn ein Hebel im Spiel ist. Rechne das an den Zahlen dieses Tages nach. Vom Stand bei 83.692 Dollar bis zum Tief der letzten 24 Stunden bei 82.951 Dollar sind es 0,89 Prozent. Bei zehnfachem Hebel entspricht diese Bewegung einem Verlust von knapp 9 Prozent deiner Einlage, bei zwanzigfachem Hebel von etwa 18 Prozent.

Nimmst du die ganze Spanne des Tages, vom Hoch bei 85.518 Dollar bis zum Tief bei 82.951 Dollar, sind es 3,0 Prozent. Wer am Hoch mit zwanzigfachem Hebel eingestiegen ist, hatte am Tief rund 60 Prozent seiner Sicherheitsleistung verloren. Das sind keine Ausnahmezahlen, sondern ein ruhiger Handelstag mit einer einzigen Makrozahl. Vor der Sitzung am 28. Oktober sind größere Ausschläge wahrscheinlicher als heute.

Was bei einer Liquidation tatsächlich passiert

Erreicht der Kurs die Liquidationsmarke, schließt die Börse die Position automatisch und die Sicherheitsleistung ist verloren. Eine Nachschusspflicht entsteht bei den gängigen Angeboten nicht, der Verlust ist aber auch nicht rückholbar, wenn der Kurs danach dreht. Beim direkten Kauf ohne Hebel gibt es diese Schwelle nicht; dort bleibt ein Buchverlust ein Buchverlust, solange du nicht verkaufst.

Marken nach oben und unten: 85.518 Dollar im Weg, 82.951 Dollar als Boden

Aus den Tagesdaten ergeben sich zwei Orientierungspunkte, die ohne Prognose auskommen. Nach oben liegt das Tageshoch bei 85.518 Dollar. Dort ist der Kurs nach der Inflationszahl gescheitert, und solange er darunter bleibt, ist der Impuls aus dieser Zahl verarbeitet. Nach unten liegt das Tagestief bei 82.951 Dollar. Fällt der Kurs darunter, ist die positive Reaktion auf die schwächere Inflation vollständig abgegeben.

Diese beiden Werte sind Messpunkte aus den letzten 24 Stunden, keine Kursziele. Wer mit Marken arbeitet, aktualisiert sie täglich, weil eine Spanne von gestern heute nichts mehr trägt. Dafür brauchst du keine Prognose, sondern eine Datenquelle und einen festen Rhythmus.

Der 28. Oktober und der 9. Dezember: Die zwei Termine, die das Quartal prägen

Zwei Daten bleiben für dieses Jahr übrig, und sie stehen im offiziellen Kalender der Federal Reserve. Am 27. und 28. Oktober tagt der Offenmarktausschuss, die Entscheidung kommt am 28. Oktober. Am 8. und 9. Dezember folgt die letzte Sitzung des Jahres, mit der Entscheidung am 9. Dezember. Zur Dezembersitzung gehört zusätzlich die zusammenfassende Konjunkturprojektion, in der die Mitglieder ihre eigenen Zinserwartungen offenlegen.

Zwischen heute und dem 28. Oktober liegen weitere Datenveröffentlichungen, darunter die nächste Inflationszahl. Die Erwartung von heute ist deshalb nicht die Erwartung von Ende Oktober. Was heute gilt, ist lediglich: Der Markt hält eine Erhöhung nicht mehr für den wahrscheinlicheren Fall.

Kerninflation und Bitcoin: Was du daraus mitnimmst

Die Augustzahl hat den Zinsdruck gelockert, ohne ihn zu beseitigen. Drei Dinge lassen sich daraus konkret ableiten:

  1. Kaufweg vor dem Kauf klären. Entscheide, ob du direkt kaufen oder über ein börsengehandeltes Produkt gehen willst, und prüfe bei der direkten Variante die MiCA-Zulassung des Anbieters. Den Überblick dazu findest du im Vergleich regulierter Kryptobörsen.
  2. Verwahrung festlegen, bevor die Summe wächst. Hältst du Coins direkt, gehört die Entscheidung über die Schlüssel dazu. Welche Geräte dafür in Frage kommen, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Die Spanne täglich nachziehen. 85.518 Dollar oben und 82.951 Dollar unten gelten für den 1. Oktober. Wer mit solchen Marken arbeitet, braucht eine verlässliche Datenquelle; passende Werkzeuge stehen in unserer Übersicht der Analyse-Plattformen.

(Stand: 1. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur US-Kerninflation

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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