Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Hedera unter Druck: Hält HBAR die Marke bei 0,077 Dollar?

Der Spot-Fonds auf HBAR hält nur noch 62,57 Millionen Dollar, obwohl seit dem Start netto 113,75 Millionen Dollar eingezahlt wurden. Im November stellt Hedera zugleich seine Datenschicht um, und der Kurs liegt 8,8 Prozent unter dem Stand der Vorwoche.

Metall-Intarsie mit dem HBAR-Zeichen im Granitboden einer nächtlichen Säulenhalle
11 Min. Lesezeit
Teilen:

Hedera kostet am Sonntagmorgen 0,0785 Dollar und damit 8,8 Prozent weniger als vor einer Woche. Der Grund liegt weniger in einer Nachricht aus dem Netzwerk als im Geld, das nicht mehr nachkommt: Im amerikanischen Spot-Fonds auf HBAR liegen nach Zahlen vom 23. Oktober noch 62,57 Millionen Dollar, obwohl seit dem Start netto rund 113,75 Millionen Dollar eingezahlt wurden. Gleichzeitig steht im November ein Umbau im Netzwerk an, der zwar keinen Halter betrifft, aber jeden, der eigene Infrastruktur auf Hedera betreibt.

Hedera (HBAR) in dieser Woche: 8,8 Prozent unter dem Stand vom Sonntag zuvor

Der Kurs liegt laut CoinGecko bei 0,0785 Dollar oder 0,0700 Euro, Stand Sonntagmorgen gegen 6 Uhr. Über 24 Stunden ergibt das ein Plus von 0,85 Prozent, über sieben Tage ein Minus von 8,76 Prozent und über dreissig Tage ein Minus von 14,99 Prozent. Die Marktkapitalisierung beträgt 3,48 Milliarden Dollar, womit HBAR auf Rang 32 aller Kryptowerte steht.

Innerhalb der Woche ging es erst seitwärts, dann abwärts. Das Wochenhoch lag am 19. Oktober bei 0,0854 Dollar, das Wochentief am 24. Oktober bei 0,0774 Dollar. Von dort hat sich der Kurs um knapp einen Prozentpunkt gelöst. Der Handelsumsatz der letzten 24 Stunden betrug 61,5 Millionen Dollar, was bei einer Marktkapitalisierung von 3,48 Milliarden Dollar einem Umschlag von etwa 1,8 Prozent entspricht. Das ist für einen Token dieser Größe ein ruhiger Wert und erklärt, warum einzelne größere Verkäufe den Kurs derzeit deutlich bewegen.

Zum Allzeithoch fehlt viel. Es stammt vom 15. September 2021 und liegt bei 0,5692 Dollar. Der heutige Kurs ist davon 86,2 Prozent entfernt. Im Umlauf sind 44,33 Milliarden HBAR von maximal 50 Milliarden, die das Protokoll je ausgeben kann. Diese Obergrenze steht bei Hedera von Anfang an fest. Der Umlauf wächst über planmäßige Freigaben aus der Treasury des Netzwerks, ein Halving wie bei Bitcoin gibt es dabei nicht.

Der Spot-Fonds auf HBAR hält nur noch 62,57 Millionen Dollar

Ein Spot-ETF ist ein Fonds, der den Token selbst hält und dessen Anteile an einer Wertpapierbörse gehandelt werden. Für HBAR gibt es ihn in den USA unter dem Kürzel HBR; die Anteile notieren laut Verkaufsprospekt an der Nasdaq. Das Nettovermögen dieses Fonds lag am 23. Oktober bei 62,57 Millionen Dollar, einen Tag vorher bei 63,39 Millionen Dollar. Am 24. Oktober verzeichnete der Fonds keinen Nettofluss, weder hinein noch hinaus.

Die aussagekräftigere Zahl steht daneben. Seit der Auflage sind dem Fonds netto rund 113,75 Millionen Dollar zugeflossen. Im Fonds liegen heute 62,57 Millionen. Zwischen beiden Werten klafft eine Lücke von etwa 51 Millionen Dollar, und diese Lücke ist nicht abgezogenes Geld, sondern verlorener Kurswert.

Sich senkende Schlagbaumschranke vor dem Tor eines nächtlichen Rechenzentrums mit rotem Blinklicht
Im November schließt sich das Fenster: Wer einen Mirror Node betreibt, muss bis dahin auf einer Version umgestellt haben, die den neuen Datenstrom lesen kann.

Kursverlust oder Mittelabfluss: Beim ETF ist das nicht dasselbe

Für die Beurteilung eines Fonds zählen zwei Größen, die oft verwechselt werden. Der Nettofluss misst, wie viel Geld Anleger ein- oder auszahlen. Das Nettovermögen misst, was der Fonds am Ende des Tages wert ist, also Flüsse plus Kursentwicklung. Fällt der Kurs des gehaltenen Tokens, schrumpft das Vermögen, auch wenn kein einziger Anleger verkauft.

Genau das ist bei HBR der Fall. Der größte gemeldete Einzelabfluss im Oktober lag bei 559.000 Dollar am 16. Oktober, und am 24. Oktober bewegte sich gar nichts. Verglichen mit dem Vermögensrückgang sind das kleine Beträge. Wer aus dem sinkenden Fondsvermögen auf eine Flucht institutioneller Anleger schließt, liest die Zahl falsch; die Anteilseigner bleiben überwiegend investiert, ihr Einsatz ist nur weniger wert geworden.

Für dich als Halter in Deutschland hat das eine praktische Folge. Ein ETF auf einen Kryptowert, der kaum neues Geld anzieht, liefert dem Kurs keinen zusätzlichen Schub. Die Erwartung, dass eine amerikanische Fondszulassung allein die Nachfrage trägt, hat sich bei HBAR bislang nicht erfüllt. Wie Fondsprodukte auf Kryptowerte hierzulande überhaupt zugänglich sind und worin sie sich von einem Direktkauf unterscheiden, steht im Überblick zu Krypto-ETFs in Deutschland.

Block Streams ersetzen den Record Stream: der Umstieg im November

Jede Blockchain muss festhalten, was in ihr passiert ist. Hedera tat das bisher über den sogenannten Record Stream, eine Folge von Dateien mit allen bestätigten Vorgängen. Dieses Format wird abgelöst. Nach der Ankündigung von Hedera wird der Block Stream ab November 2026 das maßgebliche Format, mit dem Mainnet-Release des Consensus Node in Version 0.79.

Der Umstieg läuft in Stufen. Im Juli 2026 brachte Version 0.75 die erste Stufe, in der zunächst verpackte Datensätze über die neuen Block Nodes liefen. Wer nur Aufzeichnungsdateien auswertete, merkte davon nichts. Im November folgt der entscheidende Schritt: Der Block Stream erhält dann netzweit gebündelte TSS-Signaturen. TSS steht für Threshold Signature Scheme, ein Verfahren, bei dem erst eine Mindestzahl von Beteiligten gemeinsam eine gültige Unterschrift erzeugt. Für das Netzwerk heißt das, dass die Gültigkeit eines Blocks aus der Signatur selbst hervorgeht und nicht mehr aus dem Abgleich vieler Einzeldateien.

In den Release-Notes von Hedera steht Version 0.78 derzeit ohne Mainnet-Datum; im Testnetz wurde sie am 8. Oktober eingespielt. Der genaue Tag des Mainnet-Umstiegs auf 0.79 ist damit noch nicht endgültig veröffentlicht, der Monat aber festgelegt.

Was HIP-1193 von Betreibern eines Mirror Node verlangt

Ein Mirror Node ist ein Server, der die Daten des Netzwerks mitliest und über Schnittstellen abfragbar macht. Börsen, Wallets, Analysedienste und Steuerwerkzeuge hängen daran. Für diese Betreiber ist der November kein Nebenschauplatz, sondern eine Frist mit harter Konsequenz.

Hedera nennt drei Punkte. Erstens muss in der Produktionsumgebung mindestens die Mirror-Node-Version 0.163.0 laufen; ältere Versionen nehmen nach dem Umstieg keine neuen Daten mehr auf. Zweitens braucht der Dienst, der heute den Datenstrom liest, Leserechte auf die neuen Ablagen für aktuelle Block-Streams, und zwar für Mainnet, Testnet und Previewnet. Drittens sollte nach dem Umstieg geprüft werden, ob die Aufnahme tatsächlich läuft, was sich über eine Abfrage der jüngsten Blöcke feststellen lässt. Die vollständige Spezifikation trägt die Kennung HIP-1193; die zugrundeliegenden Vorschläge für Block Streams und Block Nodes sind HIP-1056 und HIP-1081.

Wer eine Anwendung über die üblichen Schnittstellen, die SDKs oder den JSON-RPC-Zugang betreibt, muss laut Hedera nichts am Code ändern. Die Umstellung betrifft die Datenschicht, nicht die Anwendungsschicht.

Warum das für HBAR-Halter trotzdem zählt

Dein Guthaben ändert sich durch den Umstieg nicht. Es gibt keinen Fork, keine neuen Token, keine Aktion in der Wallet. Was sich ändern kann, ist die Verfügbarkeit von Diensten rund um HBAR, falls einzelne Betreiber die Umstellung verschlafen. Eine Börse, deren Mirror Node nach dem Cutover keine Daten mehr aufnimmt, zeigt Einzahlungen verzögert an oder friert Auszahlungen vorübergehend ein, bis die Lage behoben ist.

Realistisch ist das Risiko gering, weil die großen Anbieter ihre Versionen laufend nachziehen und Hedera die Frist seit Juni angekündigt hat. Ein Blick auf den Status deiner Handelsplattform in den Tagen um den Umstieg kostet dennoch nichts. Dass auf Hedera inzwischen mehr läuft als reine Überweisungen, zeigte sich im Oktober, als über HashPack tokenisierte Aktien handelbar wurden.

Zwei Hände halten ein markenloses Hardware-Wallet über einem Holztisch mit aufgeschlagenem Aktenordner
Wer HBAR selbst verwahrt, trägt die Verantwortung für die Sicherung des Schlüssels allein und braucht dafür keine Freigabe eines Anbieters.

Hedera Council: Unternehmen statt anonymer Entwickler

Über die Weiterentwicklung von Hedera entscheidet ein Gremium aus Unternehmen, das Hedera Council. Jedes Mitglied betreibt einen Knoten im Netzwerk und stimmt über die Weiterentwicklung mit, nach eigener Darstellung mit gleichem Stimmrecht. Zuletzt trat FedEx bei; der Logistikkonzern kündigte das am 13. Februar 2026 an und begründete es mit digitalen Lieferketten.

Diese Besetzung ist das Verkaufsargument des Netzwerks gegenüber Unternehmen und erklärt, warum Hedera bei Behörden und Konzernen regelmäßig auftaucht. Ein Kursversprechen ist sie aber nicht. Ein Sitz im Gremium bedeutet nicht, dass das Unternehmen HBAR hält, Beträge im Netzwerk bewegt oder Produkte darauf betreibt. Analysten, die aus Council-Mitgliedschaften auf künftige Nachfrage schließen, mischen eine Governance-Frage mit einer Marktfrage.

Marken nach oben und unten: 0,0774 Dollar und 0,0854 Dollar

Die beiden Punkte, an denen sich die Woche entschied, liegen eng zusammen. Nach unten markiert das Wochentief vom 24. Oktober bei 0,0774 Dollar die Zone, die zuletzt gehalten hat. Darunter folgt mit 0,0750 Dollar eine runde Marke ohne besondere Vorgeschichte in dieser Woche. Nach oben steht das Wochenhoch vom 19. Oktober bei 0,0854 Dollar, davor die runde 0,0800 Dollar, die der Kurs am 23. Oktober nach unten durchlaufen hat.

Das sind Beobachtungen aus der Kursreihe der vergangenen sieben Tage, keine Kursziele und keine Empfehlung. Wie weit solche Marken tragen, hängt am Umsatz, und der ist mit 1,8 Prozent der Marktkapitalisierung je Tag derzeit niedrig. Eine laufend gepflegte Einordnung der längerfristigen Lage steht auf der Prognoseseite zu Hedera.

HBAR in Deutschland kaufen: Zugang, MiCA und Gebühren

HBAR ist in Deutschland regulär handelbar. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn seit die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte vollständig greift, dürfen hier nur noch zugelassene Anbieter Kryptowerte-Dienstleistungen erbringen, und einzelne Token sind deshalb aus dem Angebot gefallen. Für HBAR gilt das nicht; der Token wird von mehreren in der EU zugelassenen Handelsplätzen geführt.

Beim Kauf entscheidet vor allem die Kostenseite. Zur Handelsgebühr kommt die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, und bei einem Token mit 61,5 Millionen Dollar Tagesumsatz ist diese Spanne spürbar größer als bei Bitcoin. Wer kleine Beträge kauft, zahlt beides doppelt, beim Einstieg und beim Ausstieg. Ein Vergleich der Konditionen lohnt daher mehr als bei den großen Werten; die zugelassenen Handelsplätze stehen im Überblick der besten Krypto-Börsen.

Verwahrung, Haltefrist und Hebel bei Hedera

Bei der Verwahrung hast du die Wahl zwischen dem Konto bei der Börse und der eigenen Wallet. Lässt du HBAR auf der Börse, trägst du das Risiko des Anbieters, hast dafür aber keinen Schlüssel zu verlieren. Verwahrst du selbst, liegt die Verantwortung für die Sicherung vollständig bei dir. Hedera-Guthaben lässt sich auf gängigen Hardware-Geräten halten, die den Schlüssel erzeugen und nie preisgeben.

Steuerlich gilt für HBAR dasselbe wie für andere Kryptowerte im Privatvermögen. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, ist dieser als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig; nach Ablauf eines Jahres ist er steuerfrei. Die Bundesregierung arbeitet an einer Abschaffung dieser Haltefrist, beschlossen ist sie nicht, und bis zu einer Gesetzesänderung bleibt die Jahresfrist wie sie ist. Weil Hedera-Transaktionen sehr günstig sind und viele Nutzer entsprechend viele Vorgänge ansammeln, wird die Zuordnung der Anschaffungszeitpunkte schnell unübersichtlich.

Wer HBAR gehebelt handelt, sollte sich die Umsatzlage noch einmal ansehen. Bei dünnem Handel genügen kleinere Marktbewegungen, um eine Position zur Liquidation zu bringen, also zur Zwangsauflösung durch die Plattform, sobald die Sicherheit nicht mehr reicht. Der Abstand zwischen dem heutigen Kurs und dem Wochentief beträgt rund ein Prozent; bei zehnfachem Hebel ist ein Zehntel des Einsatzes in dieser Spanne bereits aufgebraucht.

HBAR bei 0,0785 Dollar: Ohne neue Zuflüsse fehlt der Schub

Die Woche hat zwei Dinge gezeigt. Der Fonds in den USA verliert Vermögen, weil der Kurs fällt, und nicht, weil Anleger in größerem Stil aussteigen. Und das Netzwerk arbeitet im November an seiner Datenschicht weiter, ohne dass Halter dafür etwas tun müssten.

  1. Sieh nach, ob dein Handelsplatz in der EU zugelassen ist und welche Gebühr samt Spanne er für HBAR nimmt. Die zugelassenen Anbieter und ihre Konditionen stehen im Börsenvergleich.
  2. Entscheide, wo die Token liegen sollen. Für Bestände, die länger bleiben, ist die eigene Verwahrung die Variante ohne Anbieterrisiko; die Geräte dafür stehen im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Halte deine Anschaffungsdaten fest, solange die Jahresfrist gilt. Bei vielen kleinen Vorgängen übernimmt das ein Steuer- und Portfolio-Werkzeug.

(Stand: 25. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Hedera

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

Verwandte Artikel

Welche Themen sollen wir vertiefen?

Wähle aus, was dich aktuell beschäftigt. Deine Auswahl fließt direkt in unsere Themenplanung ein.

Crypto-News, die wirklich Mehrwert bringen.

Wöchentlich. 60 Sekunden Lesezeit. Sorgfältig kuratiert von unserer Redaktion: kein Hype, keine Werbe-Mails, kein Spam.

Abonnieren

Mehr zum Thema

Alle anzeigen

Vielleicht auch interessant