Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Zcash-ETF verliert 93,56 Millionen Dollar in einer Woche: Schwächer als der Markt

Der Grayscale Zcash ETF hat in der Woche bis zum 5. Oktober 2026 erstmals seit seinem Start Geld verloren, 93,56 Millionen Dollar netto. Was die Zahl über die Nachfrage aussagt und was sie für ZEC-Halter in Deutschland bedeutet.

Eine dunkle Gewitterwolkenwand zieht über einen spiegelglatten Bergsee heran, am Horizont bleibt ein heller Streifen
11 Min. Lesezeit
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Der US-Spot-ETF auf Zcash hat erstmals Geld verloren. In der Woche bis zum 5. Oktober 2026 zogen Anleger netto rund 94 Millionen Dollar aus den Zcash-Produkten ab, auf Ebene des Fonds selbst sind es 93,56 Millionen Dollar. Es ist der erste Wochenabfluss seit dem Handelsstart am 25. August 2026. Für dich als Halter ändert sich dadurch rechtlich nichts, aber die Nachfrageseite sieht anders aus als noch im September.

Zcash notiert bei 1.340,09 Dollar oder 1.194,29 Euro (6. Oktober 2026, CoinGecko). Das sind in Dollar gerechnet 0,98 Prozent weniger als am Vortag und 7,36 Prozent weniger als vor einer Woche. Auf Monatssicht steht trotzdem ein Plus von 33,89 Prozent. Beide Zahlen gehören zusammen, und wer nur eine davon liest, bekommt ein falsches Bild.

Der erste Wochenabfluss seit dem Start des Zcash-ETF am 25. August 2026

Der Fonds heißt Grayscale Zcash ETF und handelt unter dem Kürzel ZCSH an der NYSE Arca. Er ist ein Spot-Produkt, hält also echte ZEC und bildet den Kurs nicht über Terminkontrakte nach. Seit dem Start am 25. August 2026 war die Richtung eindeutig: Geld floss hinein, Woche für Woche. Diese Serie ist jetzt gerissen.

Ein Wochenabfluss bei einem Spot-Fonds bedeutet, dass mehr Anteile zurückgegeben als neu ausgegeben wurden. Der Emittent löst dafür ZEC aus dem Fondsvermögen und reicht den Gegenwert an die Rückgeber weiter. Das gehört zum normalen Mechanismus eines börsengehandelten Fonds und ist kein Defekt. Er wirkt nur in die andere Richtung als in den sechs Wochen davor.

Die Zahl steht im Zusammenhang einer Woche, in der die großen Krypto-Fonds auseinanderliefen. Die Bitcoin-Produkte sammelten nach den Flussdaten des Anbieters SoSoValue 241,1 Millionen Dollar ein, die dritte Zuflusswoche in Folge. Die Ethereum-Fonds gaben 138 Millionen Dollar ab. Bei Solana standen 2,4 Millionen Dollar Zufluss, bei XRP 4,7 Millionen Dollar. Nach Ethereum war Zcash damit der zweitstärkste Abflussposten der Woche, obwohl der Fonds der jüngste der Gruppe ist.

93,56 Millionen Dollar in einer Woche: So liefen die einzelnen Handelstage

Der Abfluss kam nicht an einem Tag und nicht als einzelner großer Verkauf. Nach den Fondsdaten lagen die Rückgaben Ende September und Anfang Oktober an mehreren Handelstagen zwischen 26 und 30 Millionen Dollar. Ein solcher Verlauf spricht gegen die Erzählung von einem einzelnen Großanleger, der aussteigt, und für eine breitere Umschichtung über mehrere Tage.

Der 30. September als schwerster Einzeltag

Der stärkste Einzeltag war der 30. September 2026 mit 30,25 Millionen Dollar Abfluss. Das Datum ist kein Zufall: Es ist der letzte Handelstag des Quartals. Fondsmanager und Vermögensverwalter stellen zu diesem Stichtag ihre Bücher glatt, und Positionen, die im Quartal stark gelaufen sind, werden dabei häufig verkleinert. Zcash war mit einem Plus von mehr als 30 Prozent im Monat genau so eine Position.

751 Millionen Dollar Fondsvermögen bei 212,56 Millionen Dollar Netto-Zuflüssen

Hier liegt die interessanteste Zahl des ganzen Vorgangs. Das Fondsvermögen liegt Anfang Oktober bei rund 751 Millionen Dollar. Die Summe aller Netto-Zuflüsse seit dem Start beträgt aber nur 212,56 Millionen Dollar. Die Differenz von gut 538 Millionen Dollar ist kein frisches Geld, sondern Kursgewinn auf den bereits gehaltenen ZEC.

Das heißt: Weniger als ein Drittel des Fondsvermögens ist eingezahltes Kapital. Der Rest ist Bewertung. Ein Fonds mit dieser Struktur reagiert empfindlich auf fallende Kurse, weil das Vermögen doppelt schrumpft, wenn der Kurs nachgibt und gleichzeitig Anteile zurückgegeben werden.

Rechne den Abfluss gegen die Zuflüsse: Vor der Abflusswoche standen rund 306 Millionen Dollar netto in den Büchern. Die 93,56 Millionen Dollar entsprechen gut 30 Prozent davon. In einer einzigen Woche ist also knapp ein Drittel des jemals eingesammelten Netto-Kapitals wieder herausgegangen. Der Höchststand des Fondsvermögens lag im September zwischen 915 und 979 Millionen Dollar, je nach Stichtag und Kursstand.

Ein dunkler Wasserstrudel saugt blanke, unbeschriftete Metallscheiben in die Tiefe, eine kippt über die Kante
Rund 93,56 Millionen Dollar verließen den Fonds in einer einzigen Woche, verteilt über mehrere Handelstage.

Zcash verliert 7,4 Prozent in sieben Tagen, Bitcoin gewinnt 2,9 Prozent

Die Schwäche ist nicht die Schwäche des Gesamtmarkts. Bitcoin steht bei 85.912 Dollar oder 76.565 Euro und hat in sieben Tagen 2,92 Prozent gewonnen. Ethereum liegt bei 2.715,22 Dollar oder 2.419,81 Euro, ein Plus von 1,34 Prozent in derselben Woche. Zcash verlor im gleichen Zeitraum 7,36 Prozent. Die Lücke zum Markt beträgt damit rund zehn Prozentpunkte.

Innerhalb der letzten 24 Stunden bewegte sich ZEC zwischen 1.281,40 und 1.361,16 Dollar. Der Handelsumsatz lag bei 820,67 Millionen Dollar. Zcash hält damit Platz zehn nach Marktkapitalisierung. Vom Allzeithoch von 3.191,93 Dollar aus dem Oktober 2016 ist der Kurs 58,02 Prozent entfernt.

Die Monatsbilanz von 33,9 Prozent Plus bleibt trotz der schwachen Woche

Wer erst seit einer Woche zuschaut, sieht einen fallenden Kurs und einen Fonds, der Geld verliert. Wer einen Monat zurückblickt, sieht ein Plus von 33,89 Prozent. Bitcoin kam im selben Monat auf 7,79 Prozent, Ethereum auf 9,71 Prozent. Zcash war über dreißig Tage also deutlich stärker als die beiden großen Werte und ist erst in der letzten Woche zurückgefallen.

Diese Spanne ist die ehrliche Beschreibung der Lage. Eine Rallye, die einen Wert in vier Wochen um ein Drittel hebt, erzeugt Gewinne, die irgendwann realisiert werden. Dass das zum Quartalsende passiert, ist naheliegend. Was die Zahlen nicht sagen: ob die Abflüsse weitergehen. Flussdaten beschreiben die Vergangenheit, sie sagen nichts über die kommende Woche.

Ein Punkt, der in der Berichterstattung oft untergeht: Ein Abfluss aus einem Fonds ist kein Verkauf am Kryptomarkt im üblichen Sinn. Der Emittent gibt ZEC ab, aber der Anteilseigner, der zurückgibt, kann das Geld genauso gut in ein anderes Krypto-Produkt stecken. Flussdaten zeigen Umschichtung und Nachfrage, nicht automatisch Flucht aus der Anlageklasse.

ZCSH, ZCASH und ZEC: drei Namen für drei verschiedene Dinge

Die Namensähnlichkeit sorgt für teure Verwechslungen, deshalb kurz der Unterschied. ZEC ist der Coin selbst, den du an einer Kryptobörse kaufst und in deine eigene Wallet überträgst. ZCSH ist der US-Spot-ETF von Grayscale, um dessen Abfluss es in diesem Artikel geht. ZCASH ist das Kürzel eines europäischen Wertpapiers, das denselben Kurs abbildet.

ZCSH bleibt deutschen Privatanlegern verschlossen

Der abgeflossene Fonds ist für dich als Privatanleger in Deutschland nicht kaufbar. US-Fonds dieser Art haben kein Basisinformationsblatt nach der europäischen PRIIP-Verordnung, und ohne dieses Dokument darf ein Broker das Papier Privatkunden in der EU nicht anbieten. cryptoticker.io hat diesen Kaufweg am 29. August 2026 ausführlich beschrieben. Praktisch heißt das: Die Abflusszahl ist für dich eine Information über die Nachfrage, keine Handlungsaufforderung an dein Depot.

Der Umkehrschluss gilt auch. Dass US-Anleger Anteile zurückgeben, sagt nichts darüber, wie europäische Anleger sich verhalten. Die europäischen Produkte sind jünger, kleiner und laufen an anderen Börsen.

21Shares und Valour: die europäischen Wertpapiere auf Zcash

Seit dem 22. September 2026 gibt es in Europa ein börsengehandeltes Wertpapier auf Zcash. Der Schweizer Emittent 21Shares führt das 21Shares Zcash ETP unter dem Kürzel ZCASH, ISIN CH1608218801, deutsche Wertpapierkennnummer A4AXHY. Die Jahresgebühr beträgt 2,50 Prozent. Notiert ist das Papier an der Euronext Amsterdam und der Euronext Paris, zum Start nicht an einer deutschen Börse.

Daneben hat Valour, eine Tochter von DeFi Technologies, Ende September ein Zcash-ETP am schwedischen Spotlight Stock Market aufgelegt, abgerechnet in schwedischen Kronen, mit einer Jahresgebühr von 1,9 Prozent.

Zwei Emittenten, zwei Gebührenmodelle

Der Unterschied von 0,6 Prozentpunkten in der Jahresgebühr klingt klein und ist es bei kurzer Haltedauer auch. Über fünf Jahre macht er bei 10.000 Euro Anlagesumme rund 300 Euro aus, bevor irgendein Kursgewinn entstanden ist. Ob dein Broker die Euronext-Börsen oder Spotlight überhaupt anbindet, entscheidet darüber, welches der beiden Papiere für dich erreichbar ist. Das klärt eine Anfrage beim Broker, bevor du eine Order aufgibst. Welche Wege es für börsengehandelte Kryptoprodukte in Deutschland gibt, steht im Überblick zu Krypto-ETFs und ETPs für deutsche Anleger. cryptoticker.io hat Broker-Zugang, Gebühren und Haltefrist beim Zcash-ETP am 22. September 2026 im Einzelnen geprüft.

Ein aufgeschlagenes amtliches Formular mit leeren grauen Zeilen auf dunklem Holztisch, daneben Lesebrille und Füllfederhalter
Für die Steuer zählt, ob du den Coin selbst hältst oder ein Wertpapier im Depot liegen hast.

Haltefrist und Kapitalertragsteuer: Die Folgen für deine Steuererklärung

An diesem Punkt trennen sich Coin und Wertpapier am deutlichsten, und die Entscheidung fällt vor dem Kauf, nicht danach.

Hältst du ZEC direkt in einer eigenen Wallet, greift Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn als privates Veräußerungsgeschäft zu versteuern, mit deinem persönlichen Steuersatz. Nach Ablauf eines Jahres ist der Gewinn steuerfrei. Diese Haltefrist ist der Grund, warum viele Anleger in Deutschland den Coin dem Wertpapier vorziehen.

Was beim Wertpapier anders läuft als beim Coin

Ein ETP im Depot wird steuerlich wie ein Wertpapier behandelt. Gewinne unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, unabhängig davon, wie lange du gehalten hast. Deine Bank führt die Steuer in der Regel direkt ab. Bei physisch besicherten Kryptowerte-ETPs mit Lieferanspruch ist die Einordnung in der steuerlichen Praxis umstritten; verlasse dich hier nicht auf eine pauschale Aussage und lass den Einzelfall prüfen. Ein Steuer-Tool oder Portfolio-Tracker dokumentiert Kaufzeitpunkte und Haltefristen so, dass du sie im Zweifel belegen kannst.

Der 1. Juli 2027 und das EU-Verbot für anonymitätsfördernde Kryptowerte

Es gibt einen Termin, der für Zcash in Europa schwerer wiegt als jede Wochenflusszahl. Die Verordnung (EU) 2024/1624 zur Verhinderung von Geldwäsche verbietet in Artikel 79 Kredit- und Finanzinstituten sowie Krypto-Dienstleistern, Konten mit anonymitätsfördernden Kryptowerten zu führen. Die Vorschrift gilt ab dem 1. Juli 2027.

Zcash fällt unter diese Definition, weil das Netz abgeschirmte Transaktionen erlaubt. Für lizenzierte Anbieter in der EU heißt das: keine Listung, keine Verwahrung, keine Handelsvermittlung für solche Werte. Monero, Dash und vergleichbare Projekte sind genauso betroffen.

Zwei Dinge verbietet die Verordnung ausdrücklich nicht. Du darfst ZEC weiterhin in einer eigenen Wallet halten, und Übertragungen zwischen selbst verwahrten Wallets bleiben außen vor. Das Verbot richtet sich an die beaufsichtigten Unternehmen, nicht an Privatpersonen. Praktisch bedeutet es trotzdem, dass der bequeme Weg über eine regulierte Börse in der EU bis Mitte 2027 wegfällt. Wer ZEC langfristig halten will, klärt die Verwahrung also besser früher als später.

Wie sich diese Frist auf Kauf, Verkauf und Verwahrung auswirkt, hat cryptoticker.io am 23. August 2026 im Einzelnen aufgeschrieben.

NU7 am 5. November: Worauf du bei alten ZEC-Guthaben achten solltest

Der nächste Netzwerktermin liegt vor dem Regulierungstermin. Nach der Berichterstattung von cryptoticker.io vom 18. September 2026 steht das Zcash-Upgrade NU7 für den 5. November 2026 an; die Folgen für alte Guthaben im Sprout-Pool wurden am 23. September 2026 beschrieben.

Relevant ist das für dich, wenn du ZEC schon sehr lange hältst und sie nie bewegt hast. Guthaben in älteren abgeschirmten Pools müssen unter Umständen vor dem Upgrade in einen aktuellen Pool überführt werden. Wer seine Coins an einer Börse oder in einem ETP hält, ist davon nicht betroffen, weil dort der Anbieter die technische Seite übernimmt. Wer selbst verwahrt, prüft den Pool-Typ seiner Adresse rechtzeitig und nicht am Vorabend des Termins.

Zcash-ETF-Abfluss: Das Wichtigste für deine Entscheidung

Der Rekordabfluss ist eine Nachfragezahl, kein Urteil über das Netzwerk. Er zeigt, dass US-Anleger nach einem starken September Gewinne mitgenommen haben, und er fällt mit dem Quartalsstichtag zusammen. Drei Schritte, die davon unabhängig sinnvoll sind:

  1. Kläre deinen Zugangsweg, bevor du handelst. ZCSH ist für dich nicht kaufbar, die europäischen ETPs hängen am Börsenzugang deines Brokers, und der Coin selbst läuft über eine Kryptobörse. Welche regulierten Kryptobörsen nach MiCA in Deutschland zugelassen sind, entscheidet darüber, wo du ZEC überhaupt bekommst.
  2. Entscheide Coin oder Wertpapier nach der Steuer, nicht nach der Schlagzeile. Ein Jahr Haltefrist beim direkt gehaltenen Coin gegen Abgeltungsteuer beim ETP: Das ist der größere Hebel auf deine Rendite als 0,6 Prozentpunkte Gebührenunterschied. Ein Steuer-Tool hält die Fristen nachweisbar fest.
  3. Richte die Verwahrung auf Juli 2027 aus. Wenn lizenzierte EU-Anbieter Zcash ab dem 1. Juli 2027 nicht mehr verwahren dürfen, brauchst du für langfristig gehaltene ZEC eine eigene Lösung. Ein Hardware-Wallet ist der Weg, der von dieser Frist nicht berührt wird.

(Stand: 6. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zum Zcash-ETF

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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