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Ethereum Glamsterdam: Am 6. Oktober forkt Sepolia, nicht das Mainnet, der nächste Schritt für dein ETH

Ethereum forkt am 6. Oktober 2026 das Testnetz Sepolia, nicht das Mainnet. Für dein ETH ändert sich an diesem Tag nichts, und der echte Mainnet-Termin steht laut Ethereum Foundation weiter nicht fest.

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Ethereum Glamsterdam startet am 6. Oktober 2026 nicht auf dem Mainnet, sondern auf dem Testnetz Sepolia. Für dein ETH auf einer Börse oder in einer Wallet bedeutet dieser Tag deshalb genau nichts: kein Guthabenumtausch, keine neue Adresse, kein Handlungsdruck. Wann Glamsterdam das echte Ethereum-Netz erreicht, ist offen. Die Ethereum Foundation schreibt dazu bis heute nur das Quartal.

Das ist wichtig, weil an diesem Tag mehrere deutsche Finanzportale etwas anderes behaupten. Wer am 30. September nach dem Upgrade sucht, findet Schlagzeilen, nach denen Glamsterdam bereits gestartet sei. Dieser Text trennt beides: was am 6. Oktober tatsächlich passiert, was Glamsterdam technisch ändert und woran du den echten Mainnet-Termin erkennst, wenn er kommt.

Sepolia-Fork am 6. Oktober 2026: ein Testnetz, kein Mainnet-Start

Die Entwickler haben den Glamsterdam-Fork für den 6. Oktober 2026 auf Sepolia angesetzt. Sepolia ist eines der öffentlichen Testnetze von Ethereum: ein vollständiges Abbild des Netzwerks, in dem dieselbe Software läuft, aber kein Geld mit Gegenwert bewegt wird. Die ETH auf Sepolia sind Spielgeld und werden aus einem Hahn ausgegeben, nicht gekauft.

Testnetz heißt in diesem Zusammenhang: eine eigenständige Blockchain, die allein dazu dient, Protokolländerungen unter echten Bedingungen zu erproben, bevor sie das Hauptnetz erreichen. Geht auf Sepolia etwas schief, verliert niemand Vermögen. Genau das ist der Zweck. Wer dort als Node-Betreiber unterwegs ist, muss vor der Aktivierung sowohl seinen Ausführungs- als auch seinen Konsens-Client aktualisieren; darauf hat die Ethereum Foundation ausdrücklich hingewiesen.

Ein Fork auf einem Testnetz ist der Normalfall vor jedem größeren Ethereum-Upgrade und kein Ereignis, das den Kurs oder die Verfügbarkeit von ETH berührt. Unser Bestandsartikel zum ursprünglich angesetzten Sepolia-Termin nannte noch den 28. September; dieser Termin ist verstrichen, der gültige ist der 6. Oktober.

Der Mainnet-Termin steht nicht fest: Die Ethereum Foundation nennt nur das vierte Quartal

Auf der offiziellen Glamsterdam-Seite der Ethereum Foundation steht unter dem Punkt Upgrade-Status Testing on devnets, als erwartete Mainnet-Aktivierung Q4 2026 und dahinter, im selben Feld, der Zusatz Date not yet confirmed. Als nächster Meilenstein ist dort ausschließlich der Sepolia-Fork am 6. Oktober 2026 geführt.

Auch für Hoodi, das auf Validatoren zugeschnittene Testnetz, das üblicherweise nach Sepolia an der Reihe ist, gibt es bislang kein Datum. Damit fehlen zwei Zwischenschritte, bevor überhaupt ein Mainnet-Termin gesetzt werden kann. Wer heute ein konkretes Tagesdatum für die Mainnet-Aktivierung liest, liest eine Schätzung, keine Festlegung.

Mainnet ist das produktive Ethereum-Netzwerk, in dem echte ETH bewegt werden und an dem die Börsen, Wallets und Anwendungen hängen. Erst eine Aktivierung dort berührt Guthaben, Gebühren und Anwendungen. Alles davor ist Vorbereitung. In unserer Übersicht der Krypto-Termine im vierten Quartal steht der Sepolia-Fork deshalb mit Datum, die Mainnet-Aktivierung ohne.

Dunkle Reihe von Serverschränken, nur ein einziger Schrank in der Mitte ist hell erleuchtet
Sepolia läuft parallel zum Hauptnetz: ein eigenes Netz, in dem das Upgrade zuerst scharf geschaltet wird.

Devnet, Testnetz, Mainnet: Die drei Stufen im Ethereum-Fahrplan

Ein Ethereum-Upgrade durchläuft drei Stufen, und die Reihenfolge erklärt, warum der 6. Oktober kein Starttermin ist.

Devnets sind kurzlebige Entwicklernetze, die eigens für ein Upgrade aufgesetzt und wieder abgeschaltet werden. Hier steht Glamsterdam laut Ethereum Foundation derzeit. Auf dieser Stufe wird die Zusammenarbeit der verschiedenen Client-Programme geprüft, also der unabhängigen Software-Umsetzungen, mit denen die Teilnehmer das Netzwerk betreiben.

Öffentliche Testnetze wie Sepolia und Hoodi sind die zweite Stufe. Solche Netze laufen dauerhaft, tragen echte Anwendungen in Testfassung und haben ein öffentliches Publikum. Ein Fehler fällt hier auf, bevor er Geld kostet.

Mainnet ist die dritte und letzte Stufe. Der Termin dafür wird erst gesetzt, wenn die Testnetze sauber durchgelaufen sind. Diese Abfolge ist der Grund, warum die Foundation ein Quartal nennt und kein Datum: Zwischen dem 6. Oktober und einer Mainnet-Aktivierung liegt mindestens ein weiterer Testnetz-Fork, dessen Termin selbst noch offen ist.

ePBS: Die Proposer-Builder-Trennung wandert ins Protokoll

Die auffälligste Änderung in Glamsterdam heißt Enshrined Proposer-Builder Separation, kurz ePBS, technisch geführt als EIP-7732. Heute wird ein Ethereum-Block in zwei Rollen gebaut: Ein Proposer, also ein Validator, der an der Reihe ist, schlägt den Block vor; ein Builder stellt den Inhalt zusammen. Diese Übergabe ist bislang kein Teil des Protokolls, sondern läuft über Zwischensoftware von Dritten, der beide Seiten vertrauen müssen.

ePBS zieht diese Übergabe in das Protokoll selbst. Die Bezahlung des Builders wird damit vertrauensfrei abgewickelt, und Zwischensoftware wie MEV-Boost wird für den Grundfall nicht mehr gebraucht. Die Foundation weist zugleich darauf hin, dass Builder und Proposer weiterhin freiwillig auf externe Dienste setzen können, solange sie Funktionen brauchen, die das Protokoll nicht abbildet.

Der praktische Gewinn steckt in einer Zahl: Das Zeitfenster, in dem sich ein Block im Netzwerk verbreiten kann, wächst nach Angaben der Ethereum Foundation von rund zwei auf etwa neun Sekunden. Damit lassen sich deutlich größere Datenmengen je Block transportieren, ohne das Netz zu überlasten. Für Staking-Anbieter bedeutet die Umstellung Anpassungsarbeit an der eigenen Architektur; die Foundation beschreibt die Nutzererfahrung beim Staking danach als verbessert, weil die Auswahl des Builders sauberer geregelt ist.

Block-Level Access Lists: Die Landkarte für parallele Verarbeitung

Die zweite große Änderung sind Block-Level Access Lists, kurz BALs, technisch EIP-7928. Heute arbeitet Ethereum Transaktionen streng nacheinander ab. Der Grund ist banal: Das Netzwerk weiß vorher nicht, welche Daten eine Transaktion anfassen wird. Würde es mehrere gleichzeitig ausführen, könnten zwei davon dieselbe Stelle verändern wollen.

Eine Block-Level Access List ist eine Art Inhaltsverzeichnis, das vor der Ausführung festhält, welche Konten und Speicherstellen ein Block berührt und welche Werte am Ende dort stehen. Aus dieser Liste lässt sich ablesen, welche Transaktionen einander nicht ins Gehege kommen. Solche Transaktionen können dann gleichzeitig verarbeitet werden. Im Block-Kopf steht nur ein Prüfwert dieser Liste, damit der Block selbst schlank bleibt.

Ein zweiter Nutzen betrifft neue Teilnehmer: Weil die Liste auch die Endwerte enthält, kann ein frisch gestarteter Node den Netzwerkzustand übernehmen, ohne sämtliche Transaktionen noch einmal nachzurechnen. Das begleitende EIP-8159, im Netzwerkprotokoll als eth/71 geführt, sorgt dafür, dass sich die Knoten diese Listen untereinander schicken können, und ist für alle Ausführungs-Clients verpflichtend.

EIP-8037: Neue Gaspreise für dauerhaften Speicher im Reservoir-Modell

Die dritte Baustelle ist unspektakulär und für Anwendungsentwickler die folgenreichste. Daten, die dauerhaft auf Ethereum liegen, muss jeder Rechner im Netzwerk auf unbestimmte Zeit vorhalten. Die Gebühren dafür bilden diesen Aufwand bislang nur ungenau ab. Das Ausrollen eines großen Smart Contracts ist je Byte deutlich billiger als das Beschreiben einzelner Speicherplätze.

EIP-8037 bindet die Kosten an die tatsächliche Datenmenge und legt einen festen Preis je Byte fest. Das Ziel ist ein planbares Wachstum der dauerhaft gespeicherten Daten von rund 120 Gibibyte im Jahr, damit Ethereum weiterhin auf handelsüblicher Hardware laufen kann. Dazu kommt ein getrennter Topf: Rechenarbeit und dauerhafte Speicherung teilen sich nicht länger dasselbe Gas-Limit. Entwickler können dadurch größere Anwendungen ausrollen, solange sie den Speichertopf ausreichend füllen.

Für bestehende Anwendungen ist das der Punkt mit dem größten Prüfbedarf. Verträge, die mit fest verdrahteten Gas-Beträgen arbeiten, können nach der Umstellung anders reagieren; darauf hat die Ethereum Foundation laut Cointelegraph ausdrücklich hingewiesen. Genau dafür gibt es die Testnetz-Stufe.

Leere mechanische Klappen-Anzeigetafel in einer nächtlichen Bahnhofshalle, eine Klappe fällt gerade um
Für das Mainnet steht bislang nur das Quartal auf der Tafel, kein Tag.

ETH auf einer Börse: Der Sepolia-Fork berührt dein Guthaben nicht

Die häufigste Sorge bei einem Ethereum-Upgrade lautet, ob Guthaben getauscht, gesperrt oder umgezogen werden müssen. Bei Glamsterdam ist die Antwort für den 6. Oktober eindeutig: Auf dem Mainnet ändert sich an diesem Tag nichts, weil das Upgrade dort nicht aktiviert wird.

Auch die spätere Mainnet-Aktivierung ist ein Protokoll-Upgrade und keine Währungsumstellung. Es entstehen keine neuen Token, ETH behält seine Adressen, und Halter müssen nichts beantragen oder bestätigen. Was bei einem Mainnet-Fork tatsächlich passieren kann, sind kurze Wartungsfenster einzelner Anbieter: Manche Handelsplätze halten Ein- und Auszahlungen für wenige Stunden an, während ihre eigenen Nodes durch den Fork laufen. Der Handel selbst bleibt in aller Regel offen.

Wer wissen will, wie der eigene Anbieter das handhabt, findet die Ankündigung im Statusbereich oder im Blog des Handelsplatzes, üblicherweise wenige Tage vor dem Termin. Wie die größeren Handelsplätze bei Gebühren, Verwahrung und Zulassung auseinanderliegen, zeigt unser Vergleich der Krypto-Börsen. Für den 6. Oktober brauchst du dort nichts zu unternehmen.

Staker und Node-Betreiber: Sepolia verlangt beide Clients auf aktuellem Stand

Eine Gruppe ist am 6. Oktober sehr wohl gefragt: alle, die auf Sepolia einen Node oder einen Validator betreiben. Dort müssen vor der Aktivierung beide Client-Programme aktualisiert sein, der Ausführungs-Client und der Konsens-Client. Wer das versäumt, fällt nach dem Fork aus der gültigen Kette heraus.

Auf dem Mainnet steht dieselbe Aufgabe an, sobald der dortige Termin gesetzt ist, und dann für alle Validatoren. Welche Versionsstände dabei zusammenpassen und wo die Fallstricke liegen, haben wir im Artikel zur Client-Bereitschaft für Glamsterdam aufgeschrieben. Der Ablauf bleibt derselbe, nur die Versionsnummern wandern.

Wer ETH nicht selbst verstakt, sondern über einen Anbieter, hat mit der Client-Frage nichts zu tun. Dort übernimmt der Betreiber die Aktualisierung, und die Vergütung läuft weiter. Relevant wird für diese Gruppe eher die ePBS-Umstellung, weil Staking-Anbieter ihre Infrastruktur daran anpassen müssen.

Drei belegbare Signale für den echten Mainnet-Termin

Ein Mainnet-Termin taucht nicht aus dem Nichts auf. Er entsteht in einer festen Reihenfolge, und daran lässt sich eine Meldung messen.

Erstens der Hoodi-Fork. Solange für das auf Validatoren zugeschnittene Testnetz Hoodi kein Datum gesetzt ist, ist ein Mainnet-Datum nicht plausibel. Dieser Schritt kommt zwischen Sepolia und dem Hauptnetz.

Zweitens die Statuszeile auf der Roadmap-Seite der Ethereum Foundation. Dort steht der Upgrade-Status, die erwartete Mainnet-Aktivierung und der nächste Meilenstein. Wechselt der Zusatz Date not yet confirmed zu einem Datum, ist der Termin gesetzt. Solange er dort steht, gibt es keinen.

Drittens die Epochen-Nummer. Ein Ethereum-Fork wird nicht nach Uhrzeit aktiviert, sondern bei einer festgelegten Epoche, also einem durchnummerierten Zeitabschnitt der Kette. Eine belastbare Ankündigung nennt diese Nummer. Eine Meldung ohne Epoche und ohne Client-Versionen beschreibt einen Plan, keine Aktivierung.

Schlagzeilen vom 30. September: Was an "startet heute" nicht stimmt

Am 30. September 2026 stand in mehreren deutschsprachigen Finanzmedien, das Glamsterdam-Upgrade starte an diesem Tag, teils verbunden mit einem Kursziel. Beides ist nach dem Stand der Primärquelle nicht haltbar: Am 30. September fand kein Fork statt, und die Mainnet-Aktivierung hat kein Datum.

Ein zweiter Punkt betrifft Termine, die im Netz kursieren. Einzelne Fachseiten führen für die Mainnet-Aktivierung von Glamsterdam ein konkretes Datum im November 2026 als bestätigt. Die Roadmap-Seite der Ethereum Foundation widerspricht dem am selben Tag mit dem Vermerk, dass kein Datum bestätigt ist. Wir folgen hier der Primärquelle und nennen deshalb kein Tagesdatum.

Für die Einordnung von Upgrade-Meldungen hilft eine einfache Frage: Nennt der Text ein Netz? Meldungen, die Glamsterdam ohne den Zusatz Sepolia, Hoodi oder Mainnet beschreiben, lassen den entscheidenden Unterschied weg. Daraus entsteht der Eindruck eines Starts, den es so nicht gibt.

Nach Glamsterdam kommt Hegotá: Die Entwickler zielen auf 2027

Glamsterdam ist nicht das Ende des Fahrplans. Das folgende Upgrade trägt den Namen Hegotá und ist laut Cointelegraph für 2027 angepeilt. Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat es als möglicherweise letzten gewöhnlichen Fork bezeichnet, bevor sich die Entwicklung stärker auf Kryptografie-Themen wie rekursive STARKs, automatisierte formale Verifikation und quantensichere Verfahren verlagert.

Der Name folgt derselben Logik wie Glamsterdam, das sich aus Amsterdam für die Ausführungsebene und Gloas für die Konsensebene zusammensetzt. Wer den größeren Bogen sucht, findet ihn in unserem Artikel dazu, was für Hegotá bereits beschlossen ist.

Für die Einordnung von Glamsterdam heißt das: Die Änderungen an Blockproduktion, paralleler Verarbeitung und Speicherpreisen sind Vorarbeit für höhere Gas-Limits. Die Ethereum Foundation nennt als Zielgröße eine Untergrenze von 200 Millionen Gas je Block, während derzeit mit einem Referenzwert von 150 Millionen getestet wird.

Glamsterdam: Was du daraus mitnimmst

Der 6. Oktober 2026 ist ein Testnetz-Termin. Für ETH-Halter ist er ein Datum zur Kenntnisnahme, kein Datum zum Handeln. Drei Schritte lohnen sich trotzdem.

  1. Kläre, wo dein ETH liegt. Bei einer späteren Mainnet-Aktivierung kann ein Anbieter Ein- und Auszahlungen kurz anhalten, während eigene Verwahrung davon unberührt bleibt. Welche Geräte dafür in Frage kommen und was sie kosten, steht im Hardware-Wallet-Vergleich.
  2. Sieh dir deine Staking-Kette an. Wenn du selbst verstakst, gehören beide Clients vor jedem Fork auf den aktuellen Stand. Verstakst du über einen Anbieter, reicht ein Blick in dessen Statusseite; die Unterschiede zwischen den Anbietern zeigt die Übersicht der Staking-Plattformen.
  3. Miss künftige Meldungen an der Primärquelle. Ein Mainnet-Termin ist erst dann einer, wenn er mit Epoche und Client-Versionen auf der Roadmap-Seite steht. Wer in der Zwischenzeit einen Handelsplatz sucht, vergleicht Gebühren und Zulassung am besten über die Übersicht der Krypto-Börsen.

(Stand: 30. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Glamsterdam

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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