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Ethereum springt, die Glamsterdam-Clients sind heute fällig: Mehr als doppelt so stark wie Bitcoin

Ether notiert am Freitagmorgen bei 2.451,86 Dollar und damit 4,22 Prozent höher als am Vortag, während aus den US-Fonds am Donnerstag 60,22 Millionen Dollar abflossen. Der belegte Termin des Tages liegt bei den Entwicklern: Heute laufen die Client-Freigaben für Glamsterdam aus, am 26. Oktober forkt das letzte öffentliche Testnetz Hoodi.

Offener Serverschrank in einem dunklen Rechenzentrum, in die Metallblende ist das Ethereum-Zeichen tief eingraviert, die Wartungsklappe steht offen
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Ether kostet am Freitagmorgen 2.451,86 Dollar oder 2.182 Euro. Das sind 4,22 Prozent mehr als 24 Stunden zuvor, und es ist mehr als das Doppelte dessen, was Bitcoin im selben Zeitraum zulegte (1,76 Prozent). Der Anstieg kam nicht aus den Fonds, sondern aus dem direkten Handel: Die amerikanischen Ether-ETFs verloren am Donnerstag 60,22 Millionen Dollar, den zweiten Handelstag in Folge. Der einzige belegte Termin, der an diesem Tag für Ethereum ansteht, liegt bei den Kernentwicklern: Heute sollen die Client-Freigaben für das Upgrade Glamsterdam vorliegen, am Montag, 26. Oktober, schaltet das letzte öffentliche Testnetz um.

Ether bei 2.451 Dollar: 4,22 Prozent in 24 Stunden, Bitcoin nur 1,76

Die Spanne des Tages war weit. Das Tief lag bei 2.324,97 Dollar, das Hoch bei 2.463,31 Dollar; zwischen beiden Punkten liegen knapp sechs Prozent. Der Handelsumsatz erreichte 14,30 Milliarden Dollar, die Marktbewertung 299,19 Milliarden Dollar. Ether bleibt damit die Nummer zwei des Marktes, und bleibt zugleich 50,43 Prozent unter seinem Höchststand von 4.946,05 Dollar, den der Kurs am 24. August 2025 erreichte.

Der Tagesgewinn ändert an der Wochenlage wenig. Über sieben Tage steht ein Minus von 1,52 Prozent, über 14 Tage ein Minus von 9,86 Prozent. Erst auf Sicht von 60 Tagen dreht das Vorzeichen deutlich ins Plus, auf 29,17 Prozent. Wer seit Monatsanfang hält, liegt mit 1,91 Prozent im Plus, wer seit einem Jahr hält, mit 38,66 Prozent im Minus.

Am Donnerstagmorgen stand hier ein Artikel zum Kurs von 2.380 Dollar und einer Marktbreite von 17 Verlierern unter den Top 20. Seitdem hat sich zweierlei geändert: Der Kurs liegt rund drei Prozent höher, und die Marktbreite hat gedreht. Von den 21 größten Währungen ohne Stablecoins steht nun eine einzige im Minus, sieben liegen bei mehr als fünf Prozent im Plus. Die 2.400er-Marke, die am Donnerstag noch zur Debatte stand, hat gehalten und liegt jetzt unter dem Kurs.

Glamsterdam auf Hoodi: Der Fork-Termin am 26. Oktober und die Client-Frist heute

Glamsterdam ist das nächste geplante Upgrade des Ethereum-Netzwerks. Ein Upgrade dieser Art heißt Hard Fork: Alle Rechner, die das Netzwerk betreiben, müssen zum gleichen Zeitpunkt auf neue Software wechseln, sonst folgen sie nicht länger derselben Blockchain. Getestet wird das vorher in Testnetzen, also Nachbauten des Netzwerks, in denen das Geld keinen Wert hat.

Auf dem Entwicklertreffen ACDE #247 am 8. Oktober haben die Kernentwickler zwei Daten festgehalten. Erstens: Die Client-Freigaben für Hoodi werden bis Freitag, 16. Oktober, erwartet, und Glamsterdam soll am Montag, 26. Oktober, auf Hoodi aktiv werden, dem zweiten und letzten öffentlichen Testnetz. Zweitens hielten die Entwickler fest, dass die Erhöhung des Blockgaslimits auf 200 Millionen beim Fork-Übergang selbst erfolgt und nicht erst später.

Das erste öffentliche Testnetz, Sepolia, hat den Übergang bereits hinter sich: Dort wurde Glamsterdam am 6. Oktober aktiv. Ein Termin für das Hauptnetz ist dagegen nicht beschlossen. Wer in den nächsten Tagen ein Datum für den Mainnet-Fork liest, liest einen Vorschlag, keine Entscheidung.

Für Anleger ist der Abstand zwischen beiden Daten die eigentliche Nachricht. Zwischen der Freigabe der Software und dem Umschalten des Testnetzes liegen zehn Tage. Das ist der Zeitraum, in dem sich zeigt, ob die Clients unter Last zusammenarbeiten; genau darin liegt der Grund, warum ein Mainnet-Termin erst danach zu erwarten ist.

Gaslimit 200 Millionen: Was beim Fork-Übergang umgestellt wird

Das Gaslimit ist die Obergrenze dafür, wie viel Rechenarbeit in einen Block passt. Je höher es liegt, desto mehr Transaktionen gehen pro Block durch, und desto günstiger wird die Nutzung in der Regel. Das Hauptnetz arbeitet derzeit mit einem Limit von 60 Millionen Gas je Block. Der zuletzt gebaute Block, Nummer 26.203.424, war mit 28,67 Millionen Gas knapp zur Hälfte gefüllt, die Grundgebühr lag bei 0,0666 Gwei.

Die Grundgebühr, im Fachjargon Base Fee, ist der Mindestpreis je Gas-Einheit, den das Protokoll selbst festsetzt. Bei 0,0666 Gwei kostet eine einfache Überweisung von Ether Bruchteile eines Cents. Teuer wird es erst, wenn die Blöcke volllaufen; genau dagegen wirkt ein höheres Limit.

Mit 200 Millionen Gas läge die Kapazität bei mehr als dem Dreifachen des heutigen Werts. Das ist kein Automatismus für niedrigere Gebühren, denn mehr Platz zieht auch mehr Nutzung an. Was es verlässlich ändert, ist die Last auf den Rechnern, die das Netzwerk betreiben: Größere Blöcke brauchen mehr Arbeitsspeicher und mehr Bandbreite. Genau deshalb testen die Entwickler erst Sepolia, dann Hoodi, bevor das Hauptnetz folgt.

Schwere Betongewichte in Reihen auf einer Brücken-Fahrbahn bei einer Belastungsprobe, Messsensoren an den Stahlträgern
Vor dem Hauptnetz kommt die Belastungsprobe: Mit 200 Millionen Gas trägt ein Block mehr als das Dreifache der heutigen Last.

EIP-8061 ändert die Exit-Churn: 1.098 statt 256 Ether je Epoche

Unter den Änderungen steckt eine, die direkt am Geld der Staker hängt. EIP-8061 mit dem Titel „Increase exit and consolidation churn" steht derzeit im Status Last Call mit Frist bis zum 1. November 2026. Churn ist die Geschwindigkeit, mit der Validatoren ins Netzwerk eintreten und es verlassen dürfen; eine Epoche umfasst 32 Blockabschnitte und damit gut sechs Minuten.

Bisher gilt für Austritte eine feste Obergrenze von 256 Ether je Epoche. Der Vorschlag streicht diese Grenze und bindet die Austritte an die gesamte eingesetzte Menge: Bei 36 Millionen eingesetzten Ether wären es rund 1.098 Ether je Epoche. Für Eintritte bleibt die Grenze von 256 Ether bestehen, das Zusammenlegen von Validatoren erhält eine eigene Obergrenze von rund 549 Ether je Epoche. Den Preis dafür nennt der Vorschlag selbst: Die Zeitspanne, in der ein neu gestarteter Rechner dem Netzwerk ohne eigene Prüfung vertrauen muss, sinkt von etwa 15,7 Tagen auf etwa sieben Tage.

Wer seine Ether über einen Dienst einsetzt, merkt davon nichts an der Oberfläche. Wer sie selbst einsetzt oder über einen Anbieter aussteigen will, merkt es an der Wartezeit.

Die Exit-Schlange steht bei 1.030.696 Ether: 17 Tage und 21 Stunden Wartezeit

Wie lang diese Wartezeit heute ist, lässt sich öffentlich nachlesen. In der Austrittsschlange stehen 1.030.696 Ether mit einer geschätzten Wartezeit von 17 Tagen und 21 Stunden. In der Eintrittsschlange warten 1.292.455 Ether, dort dauert es 22 Tage und 11 Stunden. Aktiv sind 834.645 Validatoren.

In Dollar gerechnet hängen am heutigen Kurs rund 2,5 Milliarden Dollar in der Austrittsschlange. Für dich heißt das: Wer heute beschließt, aus dem Staking auszusteigen, verkauft nicht heute. Der Ether steht erst in gut zweieinhalb Wochen zum Verkauf bereit, und zu welchem Kurs, entscheidet sich bis dahin.

Das ist der Punkt, an dem EIP-8061 greifen würde. Mit der neuen Grenze wäre die Austrittsschlange deutlich schneller abgearbeitet. Beschlossen ist sie für das Hauptnetz aber nicht, und bis zum Hoodi-Fork am 26. Oktober bleibt es bei den heutigen Grenzen. Wer in diesem Zeitraum Liquidität braucht, plant mit den 17 Tagen, nicht mit der Reform.

Einen Vorteil hat die lange Schlange: Sie bremst auch jeden plötzlichen Verkaufsdruck aus dem Staking. Mehr als eine Million Ether können nicht binnen Tagen auf den Markt kommen, selbst wenn alle Beteiligten es wollten.

ETF-Abflüsse von 60,22 Millionen Dollar: Die Fonds tragen die Erholung nicht

Während der Kurs stieg, floss aus den Fonds Geld ab. Nach Daten von SoSoValue, zusammengefasst von TokenPost, verloren die amerikanischen Ether-Spot-ETFs am 15. Oktober 60,22 Millionen Dollar netto, den zweiten Handelstag in Folge. Den größten Abfluss trug BlackRocks ETHA mit 44,39 Millionen Dollar, es folgte Grayscales ETHE mit 18,28 Millionen Dollar. Zuflüsse verbuchte allein Fidelitys FETH, mit 2,44 Millionen Dollar.

Das verwaltete Vermögen aller Fonds zusammen liegt damit bei 15,29 Milliarden Dollar oder etwa 5,10 Prozent der Marktbewertung von Ether. Der Handelsumsatz in den Fondsanteilen erreichte 773,15 Millionen Dollar, davon 611,96 Millionen allein bei ETHA.

Daraus folgt eine nüchterne Einordnung des Tagesgewinns: Die Erholung kam nicht von institutionellem Geld über die Fondsschiene. Ob der Entwicklerkalender den Kauf ausgelöst hat, ist damit nicht belegt und lässt sich aus den Zahlen auch nicht ablesen. Belegt ist nur, dass beides am selben Tag zusammentraf.

Leere Abflughalle bei Nacht, Absperrbänder zu einem langen leeren Schlangenweg gespannt, nur ein Abfertigungsschalter am Ende ist beleuchtet
Gut 17 Tage Wartezeit: Wer heute aus dem Staking aussteigt, erreicht den Schalter erst Anfang November.

2,67 Milliarden Dollar offene Hebel-Positionen: Longs zahlen in 166 von 234 Märkten

Am Terminmarkt zeigt sich, wie der Anstieg finanziert ist. Auf der Börse Hyperliquid stehen in Ether-Dauerkontrakten 2,67 Milliarden Dollar offen; nur Bitcoin trägt mit 3,39 Milliarden Dollar mehr. Die Finanzierungsrate ist positiv, und sie ist es breit: In 166 von 234 Märkten zahlen die Käufer auf Kredit an die Verkäufer, in zwölf Märkten ist es umgekehrt.

Die Finanzierungsrate, englisch Funding Rate, ist die Zahlung, mit der ein Dauerkontrakt an den Kassakurs gekoppelt wird: Steht sie im Plus, überwiegen die Wetten auf steigende Kurse, und diese Seite zahlt. Das ist kein Alarmsignal, solange die Rate klein bleibt, und sie ist klein. Es sagt dir aber, wo im Fall eines Rücksetzers die Zwangsverkäufe sitzen, nämlich auf der Käuferseite.

Grundlage dieser Zahlen sind die öffentlichen Marktdaten von Hyperliquid, 234 Dauerkontrakte, dazu der zuletzt gebaute Block der Ethereum-Blockchain. Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 16. Oktober 2026 selbst erhoben.

Client-Version und Austrittsfrist: So prüfst du deine Lage vor dem 26. Oktober

Für die große Mehrheit der Leser ist bei einem Testnetz-Fork nichts zu tun. Liegen deine Ether bei einer Börse oder einem Verwahrer, kümmert sich dieser um die Software. Drei Punkte zählen trotzdem.

Wer selbst einen Node betreibt

Hier gilt die Regel, die bei jedem Fork gilt: Beide Programme müssen aktuell sein, der Ausführungs-Client und der Konsens-Client. Ein Rechner, der nur eines von beiden aktualisiert, fällt beim Übergang aus der Blockchain. Die Freigaben von heute sind genau dafür gedacht, und die zehn Tage bis zum 26. Oktober sind das Fenster zum Einspielen.

Wer über einen Anbieter staket

Entscheidend ist hier die Austrittsschlange, nicht der Fork. Wer in den nächsten Wochen über sein eingesetztes Kapital verfügen will, muss die 17 Tage einplanen. Ein Blick auf die Konditionen lohnt ohnehin: Die Staking-Anbieter im Vergleich unterscheiden sich in Gebühr, Mindestbetrag und Kündigungsfrist deutlich voneinander.

Wer mit Hebel handelt

Ein Fork-Termin ist ein Datum, an dem Nachrichten gehäuft auftreten, und damit ein Datum erhöhter Schwankung. Wer eine gehebelte Position über den 26. Oktober hält, rechnet den Abstand zur Liquidation besser mit dem Tagestief von 2.324,97 Dollar als mit dem aktuellen Kurs.

MiCA-Kaufweg, Freigrenze und Haltefrist: Was in Deutschland gilt

Ether zu kaufen ist in Deutschland seit der EU-Verordnung MiCA an zugelassene Anbieter gebunden. Praktisch heißt das: Die Börse oder der Broker, über den du kaufst, braucht eine Zulassung in der EU, und sie ist öffentlich nachprüfbar. Wer bei einem nicht zugelassenen Anbieter kauft, verliert den Schutz der Verordnung und bei Streit den einfachen Rechtsweg.

Steuerlich zählt bei privaten Verkäufen weiter die Jahresfrist. Verkaufst du Ether mehr als ein Jahr nach dem Kauf, bleibt der Gewinn steuerfrei; verkaufst du innerhalb des Jahres, ist der Gewinn als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig, soweit er zusammen mit anderen solchen Gewinnen die Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr übersteigt. Für Erträge aus Staking gelten eigene Regeln, und ihre Einordnung ist im Detail umstritten; wer staket, klärt das vor der Steuererklärung.

Wichtig ist die Buchführung, und zwar von Anfang an. Wer über mehrere Anbieter kauft, verkauft und staket, bekommt die Jahresfrist je Zukauf nur mit sauberen Aufzeichnungen zusammen.

Marken nach oben und unten: 2.325 Dollar, 2.463 Dollar und die 2.500er-Linie

Nach unten ist das Tagestief von 2.324,97 Dollar die erste belegbare Marke; dort hat der Kurs in der Nacht gedreht. Fällt er darunter, ist der Tagesgewinn abgegeben, und die nächste Orientierung liefert erst die Zone um 2.300 Dollar, aus der der Kurs in der Nacht herauskam.

Nach oben liegt das Tageshoch bei 2.463,31 Dollar, also nur wenige Dollar über dem aktuellen Stand. Dahinter folgt die 2.500er-Linie. Sie ist mehr als eine runde Zahl: Oberhalb davon stand der Kurs vor Beginn des 14-Tage-Rückgangs von 9,86 Prozent, und erst jenseits davon wäre dieser Rückgang aufgeholt.

Was den Tagesgewinn in den nächsten Tagen tragen müsste, lässt sich benennen: Fondszuflüsse statt Abflüsse, ein reibungsloser Hoodi-Fork am 26. Oktober und danach ein Termin für das Hauptnetz. Fehlt alles drei, bleibt es bei einer Erholung innerhalb einer fallenden Woche.

Ethereum vor Hoodi: Bis 26. Oktober muss der Client aktuell sein

Unterm Strich steht ein Tag, an dem der Kurs vorlief und das Fondsgeld nachhinkte, mit einem harten Termin im Kalender. Drei Schritte sind daraus konkret abzuleiten.

  1. Kaufweg prüfen. Vergleiche, über welche zugelassene Plattform du Ether zu welchen Kosten kaufst, bevor du bei Schwankung schnell handeln willst: die Krypto-Börsen im Vergleich.
  2. Hebel nachrechnen. Wer gehebelt handelt, prüft den Abstand zur Liquidation gegen 2.324,97 Dollar und die Kosten der Finanzierungsrate: die Perp-DEX-Plattformen im Vergleich.
  3. Haltefrist festhalten. Notiere für jeden Zukauf Datum und Menge, damit die Jahresfrist nachweisbar bleibt: die Steuer-Tools und Portfolio-Tracker im Vergleich.

(Stand: 16. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Ethereum und Glamsterdam

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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