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Pi Network Protokoll 28 am 16. Oktober: Worauf du bis zum 13. Oktober achten solltest

Pi hebt sein Mainnet am 16. Oktober auf Protokoll 28, Node-Betreiber sollen bis zum 13. Oktober umgestellt haben. Das Mainnet steht noch auf Protokoll 27, das Testnetz bereits auf 28, und für Halter in der App ändert sich nichts.

Makro eines Bündels Glasfaserkabel, dessen Enden im Dunkeln hell aufleuchten, daneben eine Messingplakette mit eingraviertem Bitcoin-Zeichen
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Pi Network hebt sein Mainnet auf Protokoll 28. Das Pi-Team nennt dafür den 16. Oktober 2026, Node-Betreiber sollen ihre Software schon bis zum 13. Oktober aktualisiert haben. Wenn deine Pi einfach in der Pi-App liegen, lautet die Antwort auf die Frage, was du tun musst: nichts. Guthaben, Umlaufmenge und das Mining in der App rührt ein Protokollwechsel nicht an. Wer einen eigenen Node betreibt, hat dagegen eine echte Frist im Kalender stehen.

Auf Deutsch findest du zu diesen beiden Terminen bislang fast ausschließlich Kursprognosen. Dieser Text kommt ohne Kursziel aus und beantwortet stattdessen die Fragen dahinter: Was steckt in Protokoll 28, woher stammt es, wo stehen die beiden Pi-Netze gerade wirklich, und woran erkennst du am 16. Oktober selbst, ob der Wechsel vollzogen ist?

Pi Network Protokoll 28: die beiden Daten und wer davon betroffen ist

Ein Protokoll ist in diesem Zusammenhang das Regelwerk, nach dem sich alle Rechner eines Netzwerks auf einen gültigen Stand der Buchhaltung einigen. Eine neue Protokollversion ändert diese Regeln für alle Teilnehmer zum selben Zeitpunkt, deshalb braucht so ein Wechsel einen Stichtag und einen Vorlauf, in dem die Betreiber ihre Software austauschen.

Bei Pi Network fallen daraus zwei Termine mit zwei völlig verschiedenen Adressaten. Der 13. Oktober gilt den Node-Betreibern: Bis dahin soll dort die neue Fassung laufen. Der 16. Oktober gilt dem Mainnet selbst, also dem Netz, in dem die echten Pi-Guthaben verbucht werden. Beide Daten schreiben benannte Branchenmedien dem Pi-Team zu, unter anderem Analytics Insight, das die Ankündigung im Wortlaut wiedergibt.

Ein Node ist dabei ein Rechner, der die Regeln des Netzwerks selbst anwendet und am Konsens teilnimmt, statt einem fremden Server zu vertrauen. Mit dem Mining in der Pi-App hat das nichts zu tun: Die App sammelt Guthaben, der Node führt Buch. Die allermeisten deutschen Pi-Halter gehören zur ersten Gruppe und damit zu denen, für die der 13. Oktober kein Datum zum Handeln ist.

Mainnet auf Protokoll 27, Testnet auf 28: der Stand am 7. Oktober

Pi veröffentlicht den Zustand seiner beiden Netze offen, und dieser Zustand ist eindeutig. Das Mainnet lief am Dienstag auf Protokoll 27, als Software liegt dort stellar-core in der Fassung 27.1.0, und das Hauptbuch stand bei gut 29,09 Millionen Einträgen. Das Testnet dagegen läuft bereits auf Protokoll 28, mit der Fassung 28.0.1.

Ein Ledger-Eintrag ist ein abgeschlossener Block des Hauptbuchs, vergleichbar mit einer Seite im Kassenbuch, die nicht mehr geändert wird. Dass das Testnet zwei Stufen weiter ist als das Mainnet, ist bei Pi der Normalfall und zugleich der Beleg dafür, dass das Upgrade gestaffelt abläuft: erst das Übungsnetz, dann das Netz mit den echten Guthaben. Wer nachsehen will, findet den aktuellen Stand des Mainnets jederzeit im öffentlichen Netzstatus von Pi Network; der Wert hinter current_protocol_version ist die Zahl, auf die es ankommt.

Damit steht fest: Am 7. Oktober war der Wechsel auf dem Mainnet noch nicht vollzogen. Was bis zum 16. Oktober passieren soll, ist der Sprung genau dieser Zahl von 27 auf 28.

Große Bahnhofsuhr aus Messing mit völlig leerem Zifferblatt, nur zwei Zeiger und Striche, dahinter eine leere nächtliche Bahnhofshalle
Zwei Termine, die bei Pi nirgends amtlich ausgeschrieben stehen: Beide stammen aus der Ankündigung des Teams.

Was in Protokoll 28 steckt: CAP-83, CAP-85 und CAP-86

Protokoll 28 ist keine Erfindung von Pi, sondern stammt aus der Technik, auf der Pi aufsetzt. Ein CAP, ausgeschrieben Core Advancement Proposal, ist dort ein einzelner nummerierter Änderungsvorschlag am Regelwerk; eine Protokollversion bündelt mehrere davon zu einem Paket. In Protokoll 28 sind es drei.

CAP-83 betrifft den Konsens, also die Einigung der Validatoren auf den nächsten gültigen Stand. Bisher mussten sie auf vollständige Transaktionssätze warten. Künftig dürfen sie Teile des Verfahrens durchlaufen, ohne dass alles angekommen ist, und verspätete oder ungültige Sätze gezielt verwerfen. Das zielt auf Verzögerungen bei der Übertragung, nicht auf die Gebühren.

CAP-85 bringt atomare Vertrags-Upgrades. Wer heute viele Instanzen desselben Smart Contracts betreibt, muss jede einzeln austauschen. Künftig können diese Verträge auf eine extern verwaltete Programmdatei verweisen, und ein Wechsel dieser einen Referenz hebt alle beteiligten Verträge in einem einzigen, nicht teilbaren Schritt auf den neuen Code.

CAP-86 erleichtert die Migration von Vertragsdaten. Neue Funktionen kommen mit fehlenden oder zusätzlichen Feldern zurecht, statt den Vorgang abzubrechen. Für Entwickler heißt das, dass die Datenstruktur einer Anwendung mitwachsen kann, ohne dass Bestehendes bricht.

Wichtig für die Einordnung: Die Übernahme dieser Neuerungen ist freiwillig. Bestehende Anwendungen laufen weiter wie bisher, sie gewinnen die Möglichkeiten erst, wenn ihre Entwickler sie einbauen.

Stellar-Core als Unterbau: warum das Pi-Mainnet zwei Generationen zurückliegt

Pi Network läuft auf stellar-core, der Software hinter Stellar. Das erklärt sowohl die Nummerierung als auch den Inhalt von Protokoll 28, denn Pi übernimmt die Entwicklung des Vorbilds mit zeitlichem Abstand.

Wie groß dieser Abstand ist, lässt sich beziffern. Das öffentliche Stellar-Netz läuft inzwischen auf Protokoll 29, in der Software-Fassung 29.0.0. Das Pi-Mainnet steht bei 27. Pi liegt damit zwei Protokollgenerationen hinter dem Original, und selbst der für den 16. Oktober angekündigte Sprung auf 28 schließt diese Lücke nur zur Hälfte.

Stellar selbst hat Protokoll 28 am 16. September aktiviert. Was damals bei XLM-Haltern ankam und welche Punkte dort wirklich eine Rolle spielten, haben wir in unserem Beitrag zu Stellar nach dem Protokoll-28-Upgrade auseinandergenommen. Für Pi-Halter ist das die beste verfügbare Vorschau: Dieselben drei Änderungen sind dort bereits seit knapp einem Monat scharf.

Node-Betreiber und der 13. Oktober: Docker-Image, Konsens und Verbindungsverlust

Für Node-Betreiber ist seit dem 6. Oktober die neue Fassung als Docker-Image verfügbar, also als fertig geschnürtes Software-Paket, das sich ohne eigene Installation starten lässt. Damit steht die Woche bis zum 13. Oktober als Umstellungsfenster zur Verfügung.

Was passiert, wenn jemand die Frist verstreichen lässt? Ein Node mit veralteter Software spricht nach dem Wechsel nicht mehr dieselbe Sprache wie der Rest des Netzes. Er verliert die Verbindung und nimmt am Konsens nicht mehr teil, bis er aktualisiert ist. Guthaben gehen dadurch nicht verloren, denn die liegen im Hauptbuch des Netzwerks und nicht auf dem einzelnen Rechner. Verloren geht die Rolle, die dieser Rechner im Netz gespielt hat.

Dieses Muster ist nicht auf Pi beschränkt. In jedem Netzwerk, das seine Regeln versioniert, fällt eine veraltete Fassung irgendwann aus der Wartung, und die Betreiber müssen nachziehen. Wer einen Pi-Node betreibt, kennt den Ablauf ohnehin aus den beiden Umstellungen davor.

Pi in der App: Mining, Umlaufmenge und Tokenomics bleiben gleich

Für die große Mehrheit der Pi-Halter ist die wichtigste Nachricht eine Nicht-Nachricht. Das Upgrade ändert weder die Umlaufmenge noch die Tokenomics noch das Mining in der App. Es werden keine neuen Token ausgegeben, nichts wird getauscht, nichts muss migriert werden. Wer am 15. Oktober eine bestimmte Menge Pi hält, hält am 17. Oktober dieselbe Menge.

Eine praktische Einschränkung bleibt trotzdem. Rund um Protokollwechsel setzen Handelsplätze Ein- und Auszahlungen eines Coins gern vorübergehend aus, damit während der Umstellung keine Überweisung in der Luft hängt. Das ist Routine und kein Alarmzeichen, kann aber unpassend kommen, wenn genau dann eine Auszahlung geplant ist. Solche Pausen dauern erfahrungsgemäß einige Stunden, angekündigt werden sie von jedem Handelsplatz einzeln und oft kurzfristig. Wer in der Woche um den 16. Oktober etwas bewegen will, erledigt das besser davor oder danach.

Drei große Messing-Trennschalter nebeneinander in einer Schaltanlage, zwei Hebel sind umgelegt, der dritte steht noch offen nach oben ab
Erst das Testnetz, dann das Mainnet: Pi schaltet Protokoll 28 gestaffelt, und ein Hebel steht noch offen.

Die Reihe davor: Protokoll 26 am 11. August, Protokoll 27 am 15. September

Der Vorgang ist bei Pi eingeübt, und das lässt sich an zwei Terminen aus diesem Jahr nachvollziehen. Zu Protokoll 26 lief die Frist für Node-Betreiber am 11. August ab. Unsere Auswertung vom 14. August zu Protokoll 26 und den betroffenen Nodes zeigte damals, dass deutlich weniger Rechner betroffen waren, als die kursierende Zahl von 421.000 nahelegte.

Protokoll 27 folgte am 15. September. Als wir am 2. September nachsahen, stand das Mainnet noch auf 26 und das erste Testnetz bereits auf 27; die Lage und alle Protokollsprünge der Monate davor stehen in unserem Beitrag zur Umstellung auf Protokoll 27. Dass das Mainnet heute tatsächlich auf 27 läuft, belegt: Dieser Termin wurde gehalten.

Wer die Reihe nebeneinanderlegt, erkennt den Rhythmus. Zwischen den Umstellungen liegt jeweils gut ein Monat, und jedes Mal ging dem Mainnet-Wechsel ein Testnetz voraus, das die neue Fassung schon trug. Genau in diesem Zustand befindet sich Pi auch jetzt.

Ein angekündigter Termin, kein garantierter: woran du den Wechsel am 16. Oktober erkennst

Bei aller Routine gehört eine Einordnung dazu. Die beiden Daten stammen aus der Ankündigung des Pi-Teams, wie benannte Branchenmedien sie wiedergeben. Belegt ist damit die Ankündigung. Der Vollzug belegt sich erst selbst, und zwar an dem Tag, an dem er stattfindet.

Das ist aber kein Grund, auf eine Pressemitteilung zu warten. Der Protokollstand des Mainnets steht offen im Netz, und er ist die einzige Angabe, die den Wechsel wirklich entscheidet. Springt der Wert dort von 27 auf 28, ist Protokoll 28 auf dem Mainnet aktiv. Steht dort am 17. Oktober weiterhin 27, hat sich der Termin verschoben, unabhängig davon, was anderswo berichtet wird. Für einen Halter ändert eine solche Verschiebung nichts, für einen Node-Betreiber verschiebt sie lediglich den Zeitpunkt, zu dem die neue Fassung zwingend läuft.

Wo Pi handelbar ist: Börsen, MiCA-Zulassung und die Verwahrung in der Pi-App

Pi wird an mehreren internationalen Handelsplätzen gehandelt. Für dich in Deutschland zählt dabei eine Frage mehr als die nach der Gebühr: ob der Anbieter unter der europäischen Kryptoverordnung MiCA zugelassen ist. Eine Zulassung bedeutet feste Pflichten bei Verwahrung, Beschwerdewegen und Eigenkapital, und sie macht einen Unterschied, wenn später etwas schiefgeht. Welche Anbieter diese Zulassung in Deutschland vorweisen, steht in unserem Vergleich der regulierten Kryptobörsen.

Der zweite Punkt betrifft die Verwahrung. Pi in der Pi-App hängt an einer Passphrase aus 24 Wörtern, die nur du besitzt. Geht sie verloren, ist der Zugang weg, und daran kann weder das Pi-Team noch ein Protokoll-Upgrade etwas ändern. Ein Protokollwechsel ist ein guter Anlass, diese Wörter einmal auf Vollständigkeit und sichere Aufbewahrung zu kontrollieren. Welche Formen der Aufbewahrung sich dafür eignen und wo die Unterschiede zwischen den Lösungen liegen, zeigt unser Vergleich der Software-Wallets.

Steuern bei Pi: Paragraf 23 EStG, Einjahresfrist und der Protokollwechsel

In Deutschland fallen Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten unter die privaten Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz. Wer länger als ein Jahr hält und danach verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer; innerhalb des Jahres ist der Gewinn steuerpflichtig, sofern die Summe aller privaten Veräußerungsgeschäfte eines Jahres die geltende Freigrenze übersteigt.

Für das Upgrade selbst ist die Antwort schlicht. Beim Wechsel auf Protokoll 28 entstehen keine neuen Token, und es wechselt nichts den Besitzer. Es gibt also keinen Vorgang, den du als Veräußerung behandeln müsstest, und die Einjahresfrist deiner vorhandenen Pi läuft unverändert weiter. Das unterscheidet ein Protokoll-Upgrade von einer Abspaltung, bei der zusätzliche Coins ins Depot gebucht werden.

Bewegung gibt es bei der Haltefrist derzeit an anderer Stelle: Der Petitionsausschuss des Bundestags verhandelt sie am 12. Oktober in öffentlicher Sitzung. Was dort zur Debatte steht, haben wir in unserem Beitrag zur Anhörung zur Krypto-Haltefrist aufgeschrieben. Für Pi-Halter mit Altbeständen lohnt der Blick, weil eine Änderung der Regel alle Coins gleichermaßen träfe.

Was Protokoll 28 für Pi DEX und Smart Contracts auf dem Mainnet öffnet

Das Pi-Team stellt Protokoll 28 als technische Voraussetzung für die nächste Ausbaustufe dar: Smart Contracts, eine dezentrale Börse im eigenen Netz und darauf aufbauende Finanzanwendungen. Nachvollziehbar ist das, denn zwei der drei Änderungen zielen genau auf Entwickler, die Verträge betreiben und weiterentwickeln wollen.

Zwischen Voraussetzung und Produkt liegt allerdings Arbeit. Protokoll 28 liefert keine fertige Börse mit, es räumt Hindernisse aus dem Weg. Wann daraus nutzbare Anwendungen werden, hängt an den Entwicklern im Pi-Ökosystem und nicht am Stichtag im Oktober. Wer Erwartungen an den 16. Oktober knüpft, sollte diese Unterscheidung mitdenken: Das Netz bekommt neue Fähigkeiten, der Nutzen entsteht später.

Pi Network Protokoll 28: Das Wichtigste für deine Entscheidung

  1. Kläre zuerst, zu welcher Gruppe du gehörst. Ohne eigenen Node ist der 13. Oktober für dich kein Handlungstermin. Mit eigenem Node stellst du bis dahin auf die neue Fassung um. Unabhängig davon ist ein Protokollwechsel der passende Moment, die 24 Wörter deiner Pi-App zu prüfen; welche Aufbewahrung dafür taugt, zeigt der Hardware-Wallet-Vergleich.
  2. Plane Transfers um den 16. Oktober herum. Handelsplätze pausieren Ein- und Auszahlungen bei solchen Umstellungen häufig. Wenn du ohnehin über den Handelsplatz nachdenkst, hilft der Blick in den Vergleich der Kryptobörsen, bevor du etwas bewegst.
  3. Dokumentiere deinen Bestand, bevor sich etwas ändert. Das Upgrade erzeugt keinen steuerpflichtigen Vorgang, aber ein sauber geführter Bestand erspart später die Rekonstruktion von Hand. Welche Werkzeuge Kaufdatum und Haltefrist automatisch mitführen, steht im Vergleich der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

(Stand: 7. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Pi Network Protokoll 28

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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