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Pi Network Protokoll 27 am 15. September: Was unsere Messung auf Mainnet und Testnet zeigt

Die Pi-Mainnet steht am 2. September auf Protokoll 26, das erste Testnetz auf 27, das zweite noch auf 26. Wir haben alle sieben Protokollsprünge der letzten fünf Monate blockgenau datiert und zeigen, was Node-Betreiber und Halter daraus ablesen können.

Reihe ineinandergreifender Messingzahnräder auf dunkler Werkbank, das letzte Zahnrad steht mit sichtbarem Spalt daneben, davor eine Metallmünze mit Bitcoin-Zeichen
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Das Pi-Mainnet läuft am 2. September 2026 auf Protokoll 26. Das erste Testnetz steht seit dem 20. August auf Protokoll 27, das zweite Testnetz steht heute noch auf 26. Als Zieltermin für die Umstellung des Mainnets auf Protokoll 27 nennen Fachmedien den 15. September 2026. Diese drei Stände haben wir heute Vormittag selbst gemessen, und sie ergeben zusammen ein genaueres Bild, als die Terminmeldungen es hergeben.

Für dich ist vor allem eine Frage wichtig: Musst du etwas tun? Betreibst du eine Pi-Node, lautet die Antwort ja, denn beim vorigen Sprung verloren Nodes ohne aktuelle Version die Verbindung zur Mainnet. Hältst du nur Pi in der App, lautet sie nein, jedenfalls nicht am Guthaben. Was du in beiden Fällen prüfen kannst und wie du den Netzstand in einer Minute selbst nachliest, steht weiter unten.

Was Protokoll 27 bei Pi Network ändert und wen die Umstellung betrifft

Protokoll 27 ist die nächste Versionsstufe der Pi-Blockchain. Nach der Darstellung von crypto.news bringt sie flexiblere Verfahren zur Authentifizierung von Smart Contracts, eine überarbeitete RPC-Server-Infrastruktur sowie Liquiditätspools nach dem Automated-Market-Maker-Prinzip und ein integriertes Orderbuch. Das Fachmedium nennt für das Mainnet den 15. September 2026 als Ziel und berichtet, die Ausbringung auf dem ersten Testnetz habe am 21. August begonnen.

Betroffen sind drei Gruppen, und sie sind sehr unterschiedlich stark betroffen. Node-Betreiber müssen ihre Software auf den passenden Stand bringen, sonst nimmt das Mainnet sie nicht mehr an. Entwickler, die Anwendungen auf Pi bauen, bekommen neue Bausteine und müssen prüfen, ob ihr Code mit den geänderten Authentifizierungsregeln noch funktioniert. Und die große Mehrheit, die Pi lediglich hält, hat mit dem Vorgang technisch nichts zu tun. Ihr Guthaben hängt an einer Passphrase und an der Kette, nicht an der Versionsnummer der Knotensoftware.

Wie der vorige Sprung ablief, haben wir bereits beschrieben, als die Frist für Protokoll 26 am 11. August auslief. Dieser Artikel setzt dort an und misst nach, was damals tatsächlich passiert ist.

Protokoll-Upgrade, Node und Ledger: die drei Begriffe in je einem Satz

Ein Protokoll-Upgrade ist der Wechsel einer Blockchain auf einen neuen Satz gemeinsamer Regeln, nach denen alle beteiligten Rechner Transaktionen prüfen und Blöcke abschließen. Eine Node ist ein Rechner, der diese Regeln ausführt, die Kette mitschreibt und dabei hilft, sich mit den anderen auf den nächsten Stand zu einigen. Ein Ledger ist bei Pi das, was anderswo Block heißt: die fortlaufend nummerierte Einheit, in der ein Stapel Transaktionen endgültig festgeschrieben wird.

Der entscheidende Punkt für diesen Artikel: Jeder abgeschlossene Ledger trägt die Nummer der Protokollversion, unter der er entstanden ist. Damit lässt sich der Wechsel nicht nur ankündigen, sondern nachträglich auf die Sekunde bestimmen. Genau das haben wir getan.

Unsere Messung vom 2. September: Mainnet auf Protokoll 26, Testnet 1 auf Protokoll 27

Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 2. September 2026 selbst erhoben. Abgefragt wurden die öffentlichen Schnittstellen der drei Pi-Netze zwischen 9:51 und 9:53 Uhr UTC.

NetzProtokollversionKnotensoftwareZuletzt gesehener Ledger
Mainnet26stellar-core 26.1.028.512.793 um 9:51:41 Uhr UTC
Testnet 127v27.1.026.453.289 um 9:51:37 Uhr UTC
Testnet 226stellar-core 26.1.010.691.583 um 9:53:24 Uhr UTC

Das Mainnet meldet Protokoll 26 zugleich als aktuelle und als höchste unterstützte Version. Die Kette ist also nicht auf einer alten Stufe stehen geblieben, obwohl sie schon weiter könnte; die dort laufende Software kennt Protokoll 27 schlicht noch nicht. Der Sprung setzt eine neue Softwareversion auf den Knoten voraus, und die muss vorher verteilt sein.

Sieben Protokollsprünge in fünf Monaten: die gemessenen Termine des Pi-Mainnets

Wir haben die Ledger-Historie des Mainnets schrittweise eingegrenzt und für jede Versionsstufe den ersten Ledger bestimmt, der sie trägt. Das Ergebnis ist eine Zeitleiste, die so in keiner Ankündigung steht.

SprungErster Ledger mit neuer VersionZeitpunkt (UTC)Abstand zum vorigen Sprung
19 auf 2025.716.71617.03.2026, 4:29:22 UhrStartpunkt der Reihe
20 auf 2126.168.10813.04.2026, 19:19:06 Uhr27 Tage
21 auf 2226.448.65730.04.2026, 23:01:55 Uhr17 Tage
22 auf 2326.805.81522.05.2026, 12:11:18 Uhr21 Tage
23 auf 2427.039.12605.06.2026, 13:52:03 Uhr14 Tage
24 auf 2527.819.46522.07.2026, 12:54:56 Uhr47 Tage
25 auf 2628.187.46213.08.2026, 16:51:43 Uhr22 Tage

Zwei Dinge fallen daran auf. Erstens hat das Pi-Mainnet innerhalb von knapp fünf Monaten sieben Versionsstufen abgearbeitet, was ein sehr hohes Tempo für eine produktive Kette ist. Zweitens ist der Abstand zwischen den Stufen unregelmäßig und schwankt zwischen zwei Wochen und anderthalb Monaten. Wer aus der Reihe einen festen Rhythmus ableiten will, findet keinen. Vom 13. August bis zum 15. September wären es 33 Tage, was innerhalb der bisher beobachteten Spanne liegt, aber kein Muster bestätigt.

Stahllaufband in dunkler Werkhalle mit sieben Messingscheiben in gleichmäßigem Abstand, eine achte Scheibe liegt abseits am Boden, im Vordergrund eine Münze mit Bitcoin-Zeichen
Sieben Stufen sind durch, die achte liegt noch daneben: Das Pi-Mainnet hat seit Mitte März sieben Protokollversionen abgearbeitet, Protokoll 27 steht noch aus.

Kein Netzstopp bei den letzten Umstellungen: was die Ledger-Taktung zeigt

Hier liegt der für Halter beruhigendste Befund. Wir haben die Abstände zwischen den einzelnen Ledgern rund um die beiden jüngsten Sprünge ausgelesen, jeweils acht Ledger davor und acht danach. Beim Wechsel auf Protokoll 25 am 22. Juli und beim Wechsel auf Protokoll 26 am 13. August lag der größte gemessene Abstand bei sechs Sekunden, der kleinste bei fünf. Über ein größeres Fenster von 10.000 Ledgern zwischen dem 1. September, 19:19 Uhr UTC, und dem 2. September, 9:51 Uhr UTC, kommen wir auf einen Durchschnitt von 5,23 Sekunden je Ledger.

Im Klartext: Die Kette ist bei beiden Umstellungen keine Sekunde stehen geblieben. Der Sprung passierte im laufenden Betrieb, der Ledger davor trug noch die alte Versionsnummer, der Ledger fünf Sekunden später die neue. Das ist bemerkenswert, weil es keineswegs der Normalfall ist. Bei der Mesa-Hardfork von Mina etwa steht das Netz für ein mehrstündiges Zeitfenster ausdrücklich still, Transaktionen inklusive. Wer bei Pi mit so etwas rechnet, rechnet nach der bisherigen Erfahrung falsch.

Eine Einschränkung gehört dazu: Aus zwei Umstellungen ohne Unterbrechung folgt keine Garantie für die dritte. Protokoll 27 bringt nach der Berichterstattung deutlich mehr mit als seine Vorgänger, unter anderem eine Handelsfunktion. Es bleibt möglich, dass hier anders verfahren wird. Bisher gemessen ist das Gegenteil.

Protokoll 26 wurde zwei Tage nach der Node-Frist wirksam

Die Frist für Node-Betreiber lag beim vorigen Sprung auf dem 11. August; wer bis dahin nicht aktualisiert hatte, verlor nach der Berichterstattung die Verbindung zum Mainnet, bis die Aktualisierung nachgeholt war. Unsere Messung datiert die tatsächliche Aktivierung von Protokoll 26 auf den 13. August, 16:51:43 Uhr UTC, Ledger 28.187.462.

Zwischen der Frist und dem Sprung lagen also gut zwei Tage. Das ist kein Widerspruch, sondern die logische Reihenfolge: Erst muss eine ausreichende Mehrheit der Knoten die neue Software fahren, danach kann die Kette umschalten. Für dich als Node-Betreiber heißt das aber etwas Konkretes. Die genannte Frist ist der Termin, bis zu dem du fertig sein musst, und nicht der Termin, an dem sich etwas sichtbar ändert. Wer am Stichtag auf ein Ereignis wartet, um dann zu handeln, hat den Zeitpunkt schon verpasst.

Ein zweiter Zeitbezug passt ins Bild: Der Beitrag zur Node-Version 0.6.2 erschien am 14. August im offiziellen Pi-Blog, einen Tag nach der gemessenen Aktivierung.

Testnet 2 läuft noch auf Protokoll 26: was das für den 15. September bedeutet

Das ist der Befund, den wir für den wichtigsten halten, und er lässt sich in einem Satz sagen: 13 Tage vor dem berichteten Zieltermin steht die zweite Teststufe noch auf der alten Protokollversion.

Pi betreibt zwei Testnetze. Testnet 1 ist die erste Stufe, auf der Entwickler und Node-Betreiber eine neue Version ausprobieren. Testnet 2 ist die Stufe davor auf dem Weg zum Mainnet und näher an dessen Bedingungen. Nach der Berichterstattung war ein Durchlauf über beide Testnetze vorgesehen, bevor das Mainnet folgt. Unsere Abfrage vom 2. September zeigt für Testnet 1 Protokoll 27, für Testnet 2 dagegen weiterhin Protokoll 26 und dieselbe Knotensoftware, die auch auf dem Mainnet läuft.

Daraus lässt sich kein Scheitern ableiten, und wir behaupten es auch nicht. Für die zweite Teststufe bleiben knapp zwei Wochen, und wenn sie zügig nachgezogen wird, ist der Zieltermin weiter erreichbar. Es heißt aber: Der Zwischenschritt, den der Zeitplan vorsieht, war zum Zeitpunkt unserer Messung noch nicht getan. Wer den 15. September für gesetzt hält, sollte das wissen. Als Frühindikator taugt dieser Wert gut, denn er ist jederzeit kostenlos abrufbar, und wie das geht, steht weiter unten.

Woher der Termin 15. September stammt und was auf dem Pi-Blog steht

Der 15. September wird derzeit breit als Zieldatum berichtet. Wir haben nachgesehen, worauf er sich stützt, und der Befund verdient eine sorgfältige Formulierung.

Auf der Startseite des offiziellen Pi-Blogs fanden wir am 2. September keinen Beitrag, der Protokoll 26 oder Protokoll 27 beim Namen nennt. Der jüngste dort sichtbare Beitrag zu einer Protokollversion stammt vom 15. Juli 2026 und kündigt Protokoll v25 an. Er nennt als Termin den 22. Juli und fordert Node-Betreiber auf, ihre Node bei nächster Gelegenheit auf v25 zu bringen, um mit dem Netz verbunden zu bleiben. Inhaltlich ging es dort um BN254-Kryptografie und Poseidon-Hashing, also um Bausteine für Zero-Knowledge-Anwendungen.

Für unsere Zwecke ist dieser Beitrag doppelt wertvoll. Er ist der einzige Fall in unserem Messfenster, in dem ein Termin vorab öffentlich stand, und er erlaubt damit eine Probe auf unsere Methode: Angekündigt war der 22. Juli, gemessen haben wir den 22. Juli, 12:54:56 Uhr UTC. Die Messung trifft die Ankündigung auf den Tag. Umgekehrt heißt der Befund aber auch, dass der 15. September zum Zeitpunkt unserer Prüfung nicht auf demselben Weg abgesichert war wie damals der 22. Juli. Ob er anderswo verkündet wurde, etwa in einem der App-internen Kanäle, konnten wir von außen nicht prüfen. Wir sagen deshalb nur, was wir gesehen haben, und schreiben niemandem eine Absicht zu.

Großaufnahme eines Messing-Uhrwerks mit Unruh und Hemmung auf dunklem Grund, am unteren Bildrand eine Münze mit Bitcoin-Zeichen
Eine Hemmung hält den Takt, indem sie springt. Genau so verhielten sich die letzten beiden Pi-Umstellungen: ein Sprung im laufenden Betrieb, ohne Stillstand.

Was Node-Betreiber jetzt konkret tun sollten

Wenn du eine Pi-Node betreibst, ergibt sich aus dem Gemessenen eine überschaubare Vorbereitung.

  1. Aktuelle Version halten. Beim vorigen Sprung war die Frist zwei Tage vor der Aktivierung. Wer die Node bereits vor dem angekündigten Termin aktualisiert hat, war auf der sicheren Seite, ohne etwas zu verpassen.
  2. Den offiziellen Kanal beobachten, nicht die Terminmeldungen. Vor Protokoll v25 kam die Ankündigung eine Woche vor dem Sprung. Ein vergleichbarer Vorlauf wäre auch diesmal das brauchbarste Signal.
  3. Testnet 2 im Auge behalten. Springt diese Stufe auf Protokoll 27, ist das ein starker Hinweis darauf, dass das Mainnet als Nächstes folgt. Bleibt sie liegen, verschiebt sich der Termin wahrscheinlich.
  4. Die eigene Erreichbarkeit prüfen. Der Blogbeitrag zur Node-Version 0.6.2 vom 14. August nennt eine automatische Port-Einrichtung und einen Port-Prüfer als Neuerung. Wer Verbindungsprobleme kennt, sollte das vor und nicht nach der Umstellung durchgehen.

Das Muster ist übrigens nicht Pi-spezifisch. Auch bei anderen Netzen entscheidet die rechtzeitige Aktualisierung darüber, ob ein Knoten mitläuft; wir haben das zuletzt bei der Alpenglow-Aktivierung bei Solana beschrieben. Wer mehrere Knoten betreibt, staffelt die Aktualisierung sinnvollerweise, statt alle gleichzeitig neu zu starten.

Was Pi-Halter ohne Node prüfen müssen: Passphrase, App-Version, Verwahrung

Für die große Mehrheit gilt: Bei einem Protokollwechsel ist nichts zu tun. Dein Guthaben liegt auf der Kette und hängt an deiner Passphrase. Die Versionsnummer der Knotensoftware ändert daran nichts, und es gibt keinen Umtausch, keine Anmeldung und keinen Stichtag, den du versäumen könntest.

Drei Dinge lohnen trotzdem einen Blick, und zwar unabhängig vom Termin. Erstens die Passphrase. Dieser Satz aus Wörtern ist der einzige Zugang zu deinem Guthaben, er ist nicht zurücksetzbar, und er gehört nicht in ein Foto, eine Notizen-App oder eine Cloud. Wer sich mit den Unterschieden zwischen den Aufbewahrungsarten befassen will, findet die Bauformen in unserem Vergleich der Software-Wallets gegenübergestellt.

Zweitens die App-Version. Wenn neue Netzfunktionen kommen, folgt oft eine Aktualisierung der Anwendung, und veraltete Stände zeigen dann Fehler an, die keine sind.

Drittens, und das ist der wichtigste Punkt: Rund um jede angekündigte Umstellung häufen sich Betrugsversuche. Das Muster ist immer gleich. Jemand meldet sich als Support, spricht von einer nötigen Bestätigung, einer Migration oder einem Bonus, und will die Passphrase sehen. Es gibt keinen legitimen Vorgang, bei dem jemand deine Passphrase braucht. Kein Protokoll-Upgrade der Welt verlangt sie, denn die Kette weiß nichts von dir und deiner App. Wer danach fragt, will dein Guthaben.

Und weil die Frage bei Pi regelmäßig kommt: Wo und ob sich Pi überhaupt handeln lässt, ist eine ganz andere Sache als der Protokollstand, und die Antwort hängt am jeweiligen Handelsplatz und an dessen Zulassung. Wenn du dich damit befasst, lohnt vorab ein Blick darauf, welche Plätze überhaupt reguliert arbeiten; unser Überblick über Krypto-Börsen ordnet die Anbieter nach Zulassung, Gebühren und Auszahlungswegen.

Wie du den Netzstand in einer Minute selbst nachmisst

Du musst uns nichts davon glauben. Die Schnittstellen, aus denen unsere Zahlen stammen, sind öffentlich, brauchen keine Anmeldung und antworten sofort. Ruf im Browser die Wurzeladresse der jeweiligen Schnittstelle auf und such in der Antwort das Feld für die aktuelle Protokollversion. Für das Mainnet ist das api.mainnet.minepi.com, für die Testnetze api.testnet.minepi.com und api.testnet2.minepi.com.

Interessant sind vier Werte. Die aktuelle Protokollversion sagt dir, auf welcher Stufe das Netz steht. Die höchste unterstützte Version sagt dir, ob die laufende Software schon mehr könnte. Die Version der Knotensoftware verrät, welcher Softwarestand verteilt ist. Und die Nummer des zuletzt abgeschlossenen Ledgers mit ihrem Zeitstempel zeigt, ob die Kette gerade läuft; steht die Zeit mehr als eine halbe Minute still, ist etwas im Gange.

Am Tag der Umstellung ist das die schnellste ehrliche Auskunft, die du bekommen kannst. Diese Auskunft kommt ohne Zwischenhändler aus, und sie ist nicht zu verwechseln mit dem, was in sozialen Netzwerken darüber behauptet wird.

Wie wir gemessen haben und was wir nicht messen konnten

Die Methode in einem Satz: Wir haben die öffentlichen Schnittstellen der drei Pi-Netze am 2. September 2026 zwischen 9:51 und 9:53 Uhr UTC abgefragt und den Zeitpunkt jedes Versionswechsels durch schrittweise Halbierung des Suchbereichs über die Ledger-Historie bis auf den einzelnen Ledger eingegrenzt.

Geprüfte Objekte: drei Netze, sieben eingegrenzte Wechselzeitpunkte auf dem Mainnet, ein eingegrenzter Wechselzeitpunkt auf Testnet 1, zwei Fenster mit je 17 einzeln abgerufenen Ledgern für die Taktmessung sowie ein Fenster über 10.000 Ledger für den Durchschnitt. Insgesamt rund 200 Einzelabfragen. Jeder Wechselzeitpunkt wurde zusätzlich am Ledger davor gegengeprüft, der jeweils noch die alte Versionsnummer trägt.

Was wir nicht prüfen konnten, benennen wir einzeln:

  • Die Zahl der aktiven Nodes und wie viele davon aktuell sind. Diese Angabe geht aus den öffentlichen Schnittstellen nicht hervor. Die in der Berichterstattung genannte Größenordnung von rund 421.000 aktiven Nodes stammt von crypto.news und ist von uns nicht nachgemessen.
  • Ob der 15. September offiziell bestätigt ist. Wir konnten nur öffentlich zugängliche Seiten prüfen. App-interne Ankündigungen sind von außen nicht einsehbar.
  • Ob die Umstellung mit oder ohne Unterbrechung erfolgt. Wir kennen das Verhalten der beiden letzten Sprünge, nicht das des kommenden.
  • Was Protokoll 27 im Detail technisch ändert. Die Aufzählung der Funktionen stammt aus der Berichterstattung, nicht aus einer eigenen Prüfung des Codes.

Nicht getan haben wir außerdem: keine Hochrechnung, keine Kursaussage und keine Aussage über einzelne Adressen oder Konten. Im gesamten Artikel steht bewusst keine Euro- oder Dollarangabe, weil sich keine davon aus unserer Messung ergibt.

Häufige Fragen zu Protokoll 27 und zur Pi-Node

Muss ich als reiner Pi-Halter zum 15. September etwas tun?

Nein. Es gibt keinen Umtausch und keine Frist für Guthaben. Dein Bestand hängt an deiner Passphrase und bleibt davon unberührt.

Verliert meine Node wirklich die Verbindung, wenn ich nicht aktualisiere?

Beim vorigen Sprung war das nach der Berichterstattung der Fall, bis die Aktualisierung nachgeholt wurde. Ein dauerhafter Verlust von Guthaben ist damit nicht verbunden.

Steht die Kette während der Umstellung still?

Bei den beiden von uns gemessenen Sprüngen im Juli und im August nicht, dort lief der Takt von fünf bis sechs Sekunden je Ledger unverändert weiter. Für den kommenden Sprung ist das keine Zusage.

Woran erkenne ich, dass die Umstellung stattgefunden hat?

An der aktuellen Protokollversion, die die öffentliche Schnittstelle des Mainnets ausgibt. Springt sie von 26 auf 27, ist es passiert.

Ist der 15. September ein festes Datum?

Er wird als Zieltermin berichtet. Zum Zeitpunkt unserer Messung stand die zweite Teststufe noch auf der alten Version, was eine Verschiebung möglich macht.

Pi-Protokoll-27-Umstellung prüfen: Was du daraus mitnimmst

  1. Wenn du eine Node betreibst, bring sie vor dem Termin auf Stand und warte nicht auf ein sichtbares Ereignis. Beim vorigen Sprung lag die Frist zwei Tage vor der Aktivierung. Wer sein Pi darüber hinaus auch handeln will, sollte vorher klären, welche Plätze das überhaupt reguliert anbieten; unser Überblick über Krypto-Börsen sortiert sie nach Zulassung und Kosten.
  2. Wenn du nur hältst, tu nichts und gib deine Passphrase niemandem. Rund um jede Umstellung häufen sich Anfragen, die genau darauf zielen. Wie die verschiedenen Aufbewahrungsarten sich unterscheiden, steht in unserem Vergleich der Software-Wallets.
  3. Prüfe den Netzstand selbst, statt Terminmeldungen zu glauben. Die öffentliche Schnittstelle beantwortet die Frage in Sekunden und kostet nichts. Wenn du bei der Gelegenheit deine Aufbewahrung grundsätzlich überdenkst, hilft der Vergleich der Hardware-Wallets bei der Einordnung.

(Stand: 2. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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