VeChain Interstellar am 16. September: Was VET-Halter vor dem Hardfork prüfen müssen
Der Hardfork VIP-255 greift bei Block 25.902.540, nicht zu einer festen Uhrzeit. cryptoticker.io hat die Blockzeit des Mainnets und den Versionsstand von 105 Nodes selbst gemessen und daraus den Aktivierungszeitpunkt nachgerechnet.

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Am Mittwoch, dem 16. September 2026, schaltet das VeChainThor-Netzwerk den Hardfork Interstellar scharf. Wichtig für dich als Halter: Der Umschaltpunkt ist keine Uhrzeit, sondern eine Blockhöhe. Aktiviert wird bei Block 25.902.540, und wann genau dieser Block fällt, entscheidet die Kette selbst. Wer VET an einer Börse liegen hat, verliert rund um diesen Punkt für einige Stunden die Möglichkeit, ein- und auszuzahlen. Wer eine eigene Node betreibt, muss vorher die Software tauschen. Wer seine Token selbst verwahrt, muss gar nichts tun.
cryptoticker.io hat für diesen Artikel nicht auf die Ankündigung vertraut, sondern nachgemessen: die tatsächliche Blockzeit des Mainnets über drei Zeitfenster und den Versionsstand der Nodes, die eine öffentliche VeChain-Node in diesem Moment sieht. Beide Messungen stehen weiter unten mit Datum, Methode und Fallzahl.
Interstellar und VIP-255: Was an VeChainThor umgestellt wird
Interstellar ist der Name des Upgrades, VIP-255 die Nummer des Verbesserungsvorschlags dahinter. VIP steht für VeChain Improvement Proposal und bezeichnet einen formalen Änderungsvorschlag am Protokoll, über den die Inhaber von Authority- und Economic-Nodes abstimmen. Die Abstimmung über VIP-255 lief laut VeChain vom 10. bis zum 17. August 2026 über die Plattform VeVote und ging durch.
Inhaltlich holt Interstellar die virtuelle Maschine von VeChainThor an den Stand von Ethereum heran. Elf Ethereum-Verbesserungsvorschläge aus den Ethereum-Upgrades Cancun, Prague und Osaka werden in einem einzigen Fork übernommen: EIP-1153, EIP-5656, EIP-6780, EIP-7939, EIP-2537, EIP-7951, EIP-7823, EIP-7883, EIP-2935, EIP-7825 und EIP-7934. Ein Hardfork ist dabei eine Protokolländerung, die nicht rückwärtskompatibel ist: Nodes mit alter Software halten die neuen Blöcke für ungültig und fallen aus dem Konsens.
Was Interstellar ausdrücklich nicht anfasst, steht in der offiziellen Ankündigung des VeChain-Teams: Es gibt keine Token-Migration, keinen Umtausch, keine neuen Vertragsadressen, keine Änderung an der VET-Menge, an der VTHO-Erzeugung oder an den Staking-Regeln. Blob-Transaktionen, wie sie Ethereum für Rollups eingeführt hat, kommen nicht mit.
Blockhöhe statt Uhrzeit: Warum der Termin nur ungefähr stimmt
Kettenupgrades werden an eine Blocknummer gebunden, weil jede Node dieselbe Blocknummer sieht, aber nicht dieselbe Uhr hat. Für dich heißt das: Jede Uhrzeit, die du zu Interstellar liest, ist eine Hochrechnung. Sie stimmt nur so genau, wie die Kette ihren Takt hält.
VeChainThor arbeitet mit festen Zehn-Sekunden-Slots. Produziert der zuständige Authority-Node in seinem Slot keinen Block, bleibt der Slot leer, und die durchschnittliche Zeit je Block steigt über zehn Sekunden. Genau diese Abweichung entscheidet, ob die Aktivierung pünktlich, eine Viertelstunde später oder einen halben Tag später kommt.
Die Aktivierung auf dem Testnet lag laut den Freigabe-Notizen zur Node-Software bei Block 25.891.380 und fand rund um den 9. September statt. Das Mainnet folgt bei Block 25.902.540.
Unsere Messung: 10,0012 Sekunden pro Block über 24 Stunden
Diese Auswertung hat cryptoticker.io am 12. September 2026 selbst erhoben. Methode: Über den öffentlichen Knoten mainnet.vechain.org wurde der aktuelle Block abgerufen und mit den Blöcken 8.640, 60.480 und 259.200 Positionen davor verglichen; aus der Differenz der Zeitstempel ergibt sich die mittlere Blockzeit im jeweiligen Fenster. Geprüft wurden damit 259.200 Blöcke, das entspricht ungefähr dreißig Tagen.
Der Stand zur Messzeit: Block 25.870.700, Zeitstempel 18:54:10 UTC am 12. September 2026. Bis zur Aktivierung fehlten damit 31.840 Blöcke.
- 24 Stunden: 8.640 Blöcke in 86.410 Sekunden, im Mittel 10,0012 Sekunden je Block. Ein einziger Slot blieb leer.
- 7 Tage: 60.480 Blöcke in 604.960 Sekunden, im Mittel 10,0026 Sekunden. 16 leere Slots, also 0,03 Prozent.
- 30 Tage: 259.200 Blöcke in 2.592.400 Sekunden, im Mittel 10,0015 Sekunden. 40 leere Slots, also 0,02 Prozent.
Rechnet man die verbleibenden 31.840 Blöcke mit diesen drei Takten hoch, landet die Aktivierung am 16. September 2026 zwischen 11:21 und 11:22 UTC. Die Ankündigung des VeChain-Teams nennt 11:15 UTC. Die Abweichung von rund sechs Minuten stammt daher, dass die Ankündigung mit glatten zehn Sekunden rechnet, während die Kette im Mittel ein bis drei Tausendstel darüber liegt.
Die praktische Lehre aus diesen Zahlen: VeChain hält seinen Takt bemerkenswert sauber. Bei einer Kette, die in dreißig Tagen 40 von 259.240 Slots verpasst, verschiebt sich ein Aktivierungstermin über vier Tage hinweg um Minuten, nicht um Stunden. Du kannst dich also auf den Vormittag des 16. September einstellen, solltest aber kein Zeitfenster planen, das auf zehn Minuten genau sitzen muss.

Thor v2.5.0: Die Node-Version, die Interstellar mitmacht
Die Referenz-Software des Netzwerks heißt Thor. Die Freigabe v2.5.0 vom Anfang September enthält die Interstellar-Regeln samt der beiden Aktivierungshöhen für Testnet und Mainnet. Die Freigabe-Notizen formulieren die Pflicht deutlich: Betreiber müssen vor der jeweiligen Blockhöhe auf v2.5.0 aktualisieren. Konfigurationsdateien müssen dabei nicht angefasst werden, das Update läuft an Ort und Stelle.
Betroffen ist jeder, der selbst eine Node fährt: Authority-Masternodes, öffentliche RPC-Anbieter, Börsen, Verwahrer und jedes Unternehmen mit eigener Anbindung an die Kette. Wer eine Anwendung betreibt, die über einen fremden RPC-Endpunkt spricht, hängt an dessen Update-Disziplin.
79 Prozent der sichtbaren Nodes sind bereit, 21 Prozent nicht
Zur zweiten eigenen Erhebung: Der Peers-Endpunkt einer öffentlichen VeChain-Node gibt die Software-Kennung jeder Gegenstelle preis, mit der sie gerade verbunden ist. cryptoticker.io hat diesen Endpunkt am 12. September 2026 um 18:55 UTC sechsmal im Abstand von zwei Sekunden abgerufen und die Antworten über die Peer-Kennung entdoppelt. Ergebnis: 105 eindeutige Gegenstellen.
- 83 Nodes liefen auf Thor v2.5.0, sind also für Interstellar gerüstet. Das sind 79,0 Prozent.
- 22 Nodes liefen auf älteren Ständen: 15 auf v2.4.4, drei auf v2.4.0, zwei auf v2.4.2 sowie je eine auf v2.4.1 und v2.4.3.
Diese 21 Prozent sind kein Grund zur Panik, aber sie sind auch nicht nichts. Eine Node mit v2.4.x wird die nach dem Fork erzeugten Blöcke ablehnen und auf dem alten Stand stehen bleiben. Für dich als Nutzer ist das dann spürbar, wenn deine Wallet oder dein Portfolio-Tracker über genau so einen Endpunkt spricht: Guthaben und Transaktionen frieren dort scheinbar ein, obwohl auf der Kette alles weiterläuft.
Was diese Messung nicht zeigt, gehört dazu: Sie ist die Sicht einer einzigen öffentlichen Node auf ihre unmittelbaren Gegenstellen und damit kein vollständiges Bild des Netzwerks. Ob die Authority-Masternodes, die die Blöcke tatsächlich produzieren, aktualisiert sind, lässt sich daraus nicht ablesen — die Peer-Liste nennt Versionen, aber keine Rollen. Die niedrige Quote leerer Slots spricht dafür, dass die Blockproduktion stabil läuft; ein Beleg für den Versionsstand der Produzenten ist sie nicht.
Binance pausiert VET-Ein- und Auszahlungen: Das Fenster am 16. September
Börsen fahren bei Hardforks ein Standardverfahren: Sie stoppen Ein- und Auszahlungen einige Zeit vor der Aktivierung, aktualisieren ihre Nodes, warten ein paar Bestätigungen ab und öffnen wieder. Binance hat für VET am 11. September angekündigt, Ein- und Auszahlungen ab dem 16. September um 19:15 Uhr koreanischer Zeit auszusetzen, das entspricht 10:15 UTC. Der Handel selbst läuft laut Ankündigung während der Pause weiter; Ein- und Auszahlungen werden wieder freigegeben, sobald das Netzwerk stabil ist.
Daraus ergeben sich drei praktische Konsequenzen. Erstens: Willst du VET vor dem Fork von einer Börse auf deine eigene Wallet holen, plane das für den 15. September oder den Vormittag des 16. bis spätestens 10:00 UTC ein. Zweitens: Eine Pause bei den Transfers ist keine Handelspause, dein Bestand bleibt verkäuflich. Drittens: Eine Wiederöffnung "nach Stabilisierung" ist ein weicher Termin ohne Uhrzeit, gelegentlich dauert das einen halben Tag.
Andere Handelsplätze kündigen solche Pausen einzeln an, meist in ihrem Ankündigungs- oder Statusbereich. Ob dein Anbieter überhaupt etwas angekündigt hat, ist die Frage, die du selbst klären musst: Wie du an die belastbaren Seiten kommst, steht in unserer Anleitung zu den Statusseiten der Börsen. Wer dabei gleich prüfen will, wie transparent sein Handelsplatz insgesamt arbeitet, findet die regulierten Adressen im Vergleich der Krypto-Börsen.

VET in der eigenen Wallet: Warum du hier nichts tun musst
Für Selbstverwahrer ist Interstellar ein Nicht-Ereignis. Die offizielle Ankündigung stellt ausdrücklich klar, dass gewöhnliche VET- und VTHO-Halter nichts unternehmen müssen: Adressen bleiben gültig, private Schlüssel bleiben gültig, Bestände ändern sich nicht. Was du in einer Hardware- oder Software-Wallet liegen hast, liegt danach unverändert dort.
Eine Einschränkung gibt es trotzdem, und sie betrifft die Anzeige, nicht den Bestand. Wallet-Apps sprechen mit der Kette über Knoten, die der Hersteller betreibt oder einkauft. Hängt deine App nach dem Fork an einem Knoten, der noch v2.4.x fährt, zeigt sie veraltete Daten. Das Gegenmittel ist unspektakulär: ein paar Stunden warten, die App aktualisieren, notfalls den Knoten in den Einstellungen wechseln.
Wer seine Token ohnehin auf einer Börse hält und bei dieser Gelegenheit über den Umzug in die Selbstverwahrung nachdenkt, sollte sich die Geräte und ihre Unterschiede in Ruhe ansehen. Ein Hardfork ist dafür ein guter Anlass, weil er dir vor Augen führt, wovon dein Zugriff gerade abhängt.
Die elf EIPs: Was Entwickler ab dem 16. September nutzen können
Der technische Kern von VIP-255 ist die Angleichung der VeChainThor-VM an Ethereum. Zwei Gruppen lassen sich unterscheiden.
Neue Opcodes für Verträge
Mit EIP-1153 kommt transienter Speicher, also Speicher, der nur für die Dauer einer Transaktion existiert und danach verfällt. Das macht Wiedereintritts-Sperren und ähnliche Muster deutlich günstiger. EIP-5656 bringt den Befehl MCOPY zum schnellen Kopieren von Speicherbereichen, EIP-6780 schränkt das Verhalten von SELFDESTRUCT ein, und EIP-7939 ergänzt einen Befehl zum Zählen führender Nullbits.
Kryptografie, die die Kette selbst prüfen kann
EIP-2537 bringt Rechenoperationen auf der Kurve BLS12-381, EIP-7951 die Prüfung von Signaturen auf der Kurve secp256r1. Die zweite Kurve ist die, die in Smartphones, Sicherheitschips und Passkeys steckt. Für VeChain heißt das: Eine Signatur, die ein Handy-Sicherheitschip erzeugt hat, kann direkt auf der Kette geprüft werden, ohne teuren Umweg über einen Vertrag. EIP-2935 macht alte Blockhashes über einen Systemvertrag zugänglich, EIP-7823 und EIP-7883 justieren die modulare Exponentiation samt ihrer Kosten.
Gaslimit und Blockgröße: Zwei neue Obergrenzen
Zwei Punkte aus dem Paket treffen nicht die Kryptografie, sondern die Kapazität. EIP-7825 setzt eine feste Obergrenze für das Gas einer einzelnen Transaktion, konkret 16.777.216 Gas. EIP-7934 begrenzt die Größe eines Blocks in seiner kodierten Form auf 8 Mebibyte.
Beide Grenzen dienen der Robustheit: Eine einzelne riesige Transaktion kann keinen Block mehr allein füllen, und übergroße Blöcke können sich nicht mehr langsam durchs Netz schieben. Relevant wird das für Entwickler, die sehr große Verträge in einem Zug ausrollen oder Massenoperationen in eine Transaktion packen. Wer solche Abläufe betreibt, sollte sie vor dem 16. September gegen das Testnet fahren, wo Interstellar seit dem 9. September aktiv ist.
Was bei einem Hardfork schiefgehen kann und woran du es merkst
Die häufigste Störung ist keine Kettenspaltung, sondern eine Anzeigelücke. Typische Symptome rund um die Aktivierung: Eine Auszahlung bleibt länger als gewohnt auf "in Bearbeitung". Ein Block-Explorer zeigt einen anderen Stand als deine Wallet. Eine dezentrale Anwendung meldet Fehler beim Senden.
In allen drei Fällen ist Abwarten die richtige erste Reaktion. Was du dagegen vermeiden solltest, ist das, worauf Betrüger bei jedem Upgrade setzen: Nachrichten, die dich zu einer "Migration" oder "Wallet-Verifizierung" auffordern. Bei Interstellar gibt es keine Migration. Jede Aufforderung, deine Seed Phrase einzugeben oder Token an eine Adresse zu senden, damit sie "umgestellt" werden, ist ein Diebstahlversuch.
Ein zweiter Reflex lohnt sich ebenfalls: Prüfe Fristen nicht dann, wenn sie in den Nachrichten stehen, sondern gesammelt. Wer die laufenden Stichtage im Markt einmal im Monat gesammelt durchgeht, trifft seltener auf eine Frist, die schon abgelaufen ist.
Zeitplan bis zur Aktivierung
Der Ablauf in der Reihenfolge, in der er dich betrifft:
- Bis 15. September: Node-Betreiber tauschen ihre Software auf Thor v2.5.0. Entwickler testen gegen das Testnet.
- 16. September, ab etwa 10:15 UTC: Binance stoppt VET-Ein- und Auszahlungen. Andere Handelsplätze setzen eigene Fenster.
- 16. September, gegen 11:20 UTC: Block 25.902.540 fällt, Interstellar wird aktiv. Nach unserer Messung liegt der Punkt sechs bis sieben Minuten hinter dem angekündigten Zeitpunkt.
- Danach: Börsen öffnen die Transfers ohne feste Uhrzeit wieder, sobald ihre Nodes stabil folgen.
VeChain Interstellar prüfen: Was du daraus mitnimmst
- Transfers vorziehen. Willst du VET vor dem Fork bewegen, erledige das bis zum Vormittag des 16. September. Welche Handelsplätze solche Fenster sauber ankündigen, siehst du im Vergleich der Krypto-Börsen.
- Zuständigkeit klären. Eigene Node heißt Update-Pflicht auf Thor v2.5.0, eigene Wallet heißt Nichtstun. Wer den Unterschied zwischen Börsenguthaben und Selbstverwahrung dauerhaft auflösen will, findet die Geräte im Hardware-Wallet-Vergleich.
- Ruhe bewahren und Termine sammeln. Anzeigefehler nach einem Fork lösen sich meist von selbst; echte Fristen tun das nicht. Wer Bestände und Stichtage an einer Stelle führt, findet die passenden Werkzeuge im Vergleich der Analyse-Plattformen.
Die Belege im Überblick: die offizielle Ankündigung zu Interstellar und VIP-255 bei VeChain sowie die Freigabe-Notizen zu Thor v2.5.0 mit den beiden Aktivierungshöhen. Die Blockzeit- und Versionszahlen stammen aus der eigenen Erhebung vom 12. September 2026.
(Stand: 12. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.































