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MultiversX Supernova am 10. September: Die Hardfork-Checkliste für EGLD-Halter

Am 10. September 2026 schaltet MultiversX den Supernova-Hardfork scharf und drückt die Blockzeit von sechs Sekunden auf 600 Millisekunden. Wer EGLD selbst verwahrt, muss nichts tun; wer sie auf einer Börse liegen hat oder staked, sollte drei Dinge vorher prüfen.

Aufgeklapptes Messing-Uhrwerk auf dunklem Schiefer: ein großes Zahnrad steht still, winzige Zahnräder daneben rasen in Bewegungsunschärfe, davor eine aufrecht stehende Münze mit Bitcoin-Zeichen
14 Min. Lesezeit
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Am 10. September 2026 stellt das MultiversX-Netz auf den Supernova-Hardfork um. Für dich als EGLD-Halter ist die wichtigste Antwort eine Entwarnung: Wenn deine Coins in deiner eigenen Wallet liegen, musst du nichts tun. Es gibt keinen Token-Tausch, keine Migration und keinen Anspruch, den du anmelden müsstest. Adressen, private Schlüssel und Guthaben bleiben nach Projektangabe abwärtskompatibel. Wer dich in den nächsten Tagen zu einer Aktion auffordert, will dich betrügen.

Zu tun gibt es trotzdem etwas, und zwar an drei Stellen: bei Guthaben auf einer Börse, beim Staking und beim Betrieb eines eigenen Knotens. Der Hardfork hält das Netz für rund 24 Minuten an, in denen keine neuen Transaktionen mehr angenommen werden. Wer in diesem Fenster eine Auszahlung braucht, plant sie besser vorher. Wenn du deine Coins ohnehin von der Börse in die Selbstverwahrung holen willst, ist ein Netz-Upgrade ein guter Anlass dafür; welche Geräte dafür infrage kommen, steht in unserem Vergleich der Hardware-Wallets.

Dieser Text beantwortet die Fragen, die auf Deutsch bislang nirgends stehen: wann der Fork nach der Kettenrechnung wirklich greift, wie weit die Knoten-Migration heute tatsächlich ist, warum die Entsperrfrist beim Staking trotz zehnfacher Geschwindigkeit unverändert zehn Tage dauert und woran du die Betrugsmasche erkennst, die solche Termine begleitet.

Was am 10. September 2026 bei MultiversX genau passiert

Supernova ist ein Hardfork. Das ist eine Protokolländerung, die alle Knoten eines Netzes gleichzeitig übernehmen müssen, weil die neuen Regeln mit den alten nicht mehr verträglich sind. Wer die alte Software weiterlaufen lässt, rechnet ab dem Umschaltpunkt anders als die Mehrheit und fällt aus der gemeinsamen Kette heraus.

Geändert wird bei Supernova der Kern der Blockproduktion. Bisher erzeugt MultiversX alle sechs Sekunden einen Block. Nach der Umstellung sind es 600 Millisekunden, also ein Zehntel davon. Möglich wird das, weil das Protokoll die Ausführung der Transaktionen aus dem kritischen Pfad des Konsenses herausnimmt: Validatoren stimmen über einen Block ab, während die Ausführung parallel weiterläuft, statt darauf zu warten.

Für dich als Nutzer heißt das im Alltag: Eine Überweisung innerhalb desselben Shards ist statt in mehreren Sekunden in Bruchteilen einer Sekunde endgültig. Die Angaben zur angepeilten Finalität innerhalb eines Shards liegen je nach Quelle zwischen 100 und 300 Millisekunden; für eine Transaktion über Shard-Grenzen hinweg nennen die Quellen rund 1,8 bis 2,4 Sekunden gegenüber bisher etwa 18 Sekunden. Diese Spanne steht so in den Unterlagen und wird hier nicht auf einen Wert geglättet.

Supernova erklärt: Warum die Blockzeit von sechs Sekunden auf 600 Millisekunden fällt

Ein Shard ist ein eigenständiger Abschnitt der Blockchain, der seine eigenen Transaktionen verarbeitet; MultiversX betreibt derzeit drei davon plus eine koordinierende Metachain. Genau diese Aufteilung war bisher der Flaschenhals: Eine Zahlung von Shard A nach Shard B brauchte drei Runden, weil die Metachain den Block des Absender-Shards erst beglaubigen musste, bevor der Empfänger-Shard ihn akzeptieren durfte.

Supernova beschleunigt beide Seiten dieser Rechnung. Die Runden werden kürzer, und die Reihenfolge ändert sich: Validatoren beginnen mit der Ausführung eines Blocks, sobald die lokale Prüfung durch ist, und stimmen erst danach ab. Die endgültige Freigabe über Shard-Grenzen bleibt an die Metachain gebunden, damit eine Cross-Shard-Zahlung erst dann als angekommen gilt, wenn der Block im Absender-Shard nachweislich final ist.

Der Weg dorthin ist keine kurzfristige Entscheidung. Die Änderung wurde nach Angaben der Projektdokumentation zwischen dem 8. und 18. Januar 2026 in einer Abstimmung auf der Kette beschlossen und erhielt 99,64 Prozent Zustimmung bei einem Quorum von 33,63 Prozent des abstimmenden Einsatzes. Zwischen dem 11. und 31. März 2026 lief ein öffentlicher Belastungstest, bei dem das Netz am letzten Tag nach Projektangabe 120.000 Transaktionen je Sekunde trug. Ein externer Sicherheitsaudit war im Juni 2026 abgeschlossen.

Wann schaltet der Hardfork wirklich? Die Aktivierungsrunde selbst nachgerechnet

Die Umschaltung hängt nicht an einer Uhrzeit, sondern an einer Runde. Eine Runde ist der feste Takt, in dem das Netz einen Block erzeugen darf. Als Aktivierungspunkt steht in der Mainnet-Konfiguration vom 31. August 2026 die Runde 32.157.661 in Epoche 2233. Eine Epoche ist der Zyklus, nach dem MultiversX die Validatoren neu auf die Shards verteilt; sie dauert 24 Stunden.

Diese Zahl lässt sich in eine Uhrzeit übersetzen, und das haben wir selbst getan, statt sie abzuschreiben. Der Abruf des offiziellen Mainnet-Gateways am 6. September 2026 um 00:36:48 UTC liefert: aktuelle Runde 32.089.568, Epoche 2228, Rundendauer 6.000 Millisekunden, 14.400 Runden je Epoche, Beginn der laufenden Epoche bei Runde 32.085.434.

Daraus folgt: Bis zur Aktivierungsrunde fehlen 68.093 Runden. Mal sechs Sekunden sind das 408.558 Sekunden oder 113,5 Stunden. Die Umschaltung fällt damit auf den 10. September 2026 gegen 18:06 UTC, also gegen 20:06 Uhr deutscher Zeit. Die Epoche 2233 beginnt nach derselben Rechnung bei Runde 32.157.434 und damit gegen 17:43 UTC; die Aktivierungsrunde liegt 227 Runden dahinter. Die Angabe „Epoche 2233" aus den Berichten deckt sich also mit den Kettendaten.

Eine Einschränkung gehört dazu: Das ist eine Rundenrechnung, keine Zusage. Fällt eine Runde aus, weil ein Blockproduzent seinen Platz nicht nutzt, verschiebt sich der Zeitpunkt nach hinten. In der Praxis geht es um Minuten bis wenige Stunden. Belastbar ist „gegen 18 Uhr UTC am 10. September", nicht die Sekunde.

Rund 24 Minuten ohne neue Transaktionen: Was der Netzstopp bedeutet

Die Umstellung läuft nicht im laufenden Betrieb durch. Das Netz nimmt vor der Aktivierung für rund 240 Runden keine neuen Transaktionen mehr in den Pool auf, um die bereits laufenden abzuarbeiten. Bei der alten Taktung von sechs Sekunden je Runde sind das 24 Minuten.

Was in dieser Zeit mit deiner Überweisung passiert, ist wichtiger als die Dauer selbst: Verloren geht dabei nichts. Neu eingereichte Transaktionen bleiben in der Warteschlange, bis Supernova sie verarbeitet. Was du in diesem Fenster nicht bekommst, ist eine schnelle Bestätigung. Wer zu diesem Zeitpunkt eine Zahlung mit Frist auslösen will, etwa eine Nachschusszahlung für eine besicherte Position, sollte das vorziehen.

Halb heruntergelassenes Stahl-Schleusentor in einem nassen Betontunnel, davor stauen sich dicht gedrängte Münzen mit Bitcoin-Zeichen vor dem schmalen Spalt
Rund 24 Minuten lang nimmt das Netz keine neuen Transaktionen mehr an. Was du in dieser Zeit einreichst, wartet in der Warteschlange.

EGLD in der eigenen Wallet: Warum Selbstverwahrer nichts tun müssen

Das ist der Kern für die meisten Leser. MultiversX hält die Abwärtskompatibilität für Adressen, Schlüssel und Guthaben ausdrücklich aufrecht. Deine Seed-Phrase bleibt gültig, deine Adresse bleibt dieselbe, dein Guthaben bleibt liegen, wo es liegt. Es gibt keinen neuen Token und keine Notwendigkeit, irgendetwas umzuziehen.

Was sich für dich ändert, merkst du nach dem Fork höchstens daran, dass Bestätigungen schneller kommen. Eine Wallet-App, die sich mit dem Netz verbindet, holt die neue Taktung selbst ab. Eine Hardware-Wallet unterschreibt weiterhin dieselben Transaktionsformate; sie kennt die Blockzeit gar nicht.

Eine Sorgfaltspflicht bleibt: Halte deine Wallet-Anwendung aktuell. Anwendungen, die Zeitfenster oder Gebühren aus der alten Blockzeit ableiten, können nach der Umstellung falsche Schätzungen anzeigen. Das ist ein Anzeigefehler und kein Verlustrisiko, irritiert aber.

Kein Token-Swap, kein Claim: So erkennst du die Betrugsmasche zum Hardfork

Vor Netzumstellungen dieser Bauart tauchen regelmäßig Webseiten und Direktnachrichten auf, die eine „Token-Migration", einen „Snapshot" oder ein „Wallet-Upgrade" verlangen. Bei Supernova gibt es davon nichts. Es gibt keinen Tausch, keinen Anspruch und keine Registrierung.

Drei Merkmale, an denen du solche Angebote erkennst, ohne technisches Vorwissen zu brauchen. Erstens verlangt jede echte Protokolländerung niemals deine Seed-Phrase; wer danach fragt, will dein Geld. Zweitens gibt es keine Frist für Halter, also auch keinen Grund für Zeitdruck. Drittens läuft die Kommunikation eines Projekts über seine offiziellen Kanäle und nicht über eine Direktnachricht, die dich zuerst anschreibt.

Diese Warnung bezieht sich auf kein bekanntes Vorkommnis rund um Supernova. Der Hinweis steht hier, weil das Muster bei jedem angekündigten Fork wiederkehrt. Wie das bei anderen Ketten aussah, zeigt unsere Aufarbeitung des Zilliqa-Hardforks samt ZIL-Migration, bei dem es anders als hier tatsächlich eine Migration gab, und der Blick auf den Mina-Hardfork mit seinem Netzstopp.

EGLD auf einer Börse: Warum du das Auszahlungsfenster vorher prüfen solltest

Liegen deine Coins bei einer Handelsplattform, hast du keinen eigenen Schlüssel und damit auch keine eigene Entscheidung. Bei Netzumstellungen setzen Börsen Ein- und Auszahlungen üblicherweise für ein Fenster aus, während der Handel weiterläuft. Das ist Routine und kein Warnsignal.

Der Stand, den wir selbst geprüft haben: Am 6. September 2026 gegen 00:40 UTC lag in den Ankündigungsverzeichnissen von Binance zu Listings, Delistings und allgemeinen Neuigkeiten keine Mitteilung zu EGLD oder Supernova vor. Das heißt nicht, dass keine kommt. Solche Hinweise erscheinen erfahrungsgemäß ein bis drei Tage vor dem Termin. Es heißt, dass du dich heute noch nicht darauf verlassen kannst, ein Auszahlungsfenster zu kennen.

Praktisch folgt daraus eine einfache Regel: Wenn du EGLD in den nächsten Tagen ohnehin abziehen willst, mach es vor dem 10. September und nicht am 10. September. Wer die Gelegenheit nutzen und den Anbieter wechseln will, findet die Konditionen im Vergleich der Krypto-Börsen. Wie oft solche Fristen tatsächlich knapp werden, haben wir in unserer Auszählung der laufenden Krypto-Fristen und Stichtage nachgerechnet.

Staking und Delegation: Die Entsperrfrist bleibt bei zehn Tagen

Delegation bedeutet, dass du deine EGLD einem Staking-Anbieter zuordnest, der damit das Netz absichert, und dafür einen Anteil der Belohnungen erhältst. Willst du wieder heran, startest du eine Entsperrung, und dann läuft eine feste Wartezeit, bevor du das Geld bewegen kannst.

Hier liegt das größte Missverständnis rund um dieses Upgrade. Ein Netz, das zehnmal schneller taktet, gibt Guthaben nicht zehnmal schneller frei. Die Entsperrfrist bleibt exakt zehn Tage.

Auch das haben wir in der Netzkonfiguration selbst nachgesehen, statt es zu vermuten. Die Konfiguration trägt heute zwei Werte nebeneinander: erd_unbond_period mit 144.000 Runden und erd_unbond_period_supernova mit 1.440.000 Runden. Rechne beide in Zeit um, und beide ergeben denselben Wert: 144.000 Runden zu sechs Sekunden sind 864.000 Sekunden, und 1.440.000 Runden zu 0,6 Sekunden sind ebenfalls 864.000 Sekunden. Das sind in beiden Fällen zehn volle Tage. Der Zahlenwert verzehnfacht sich, weil die Runden kürzer werden; die Wartezeit dahinter bleibt gleich.

Für dich heißt das: Eine Entsperrung, die du heute startest, endet zum selben Zeitpunkt, egal ob der Fork dazwischenliegt. Und eine Entsperrung, die du nach dem 10. September startest, dauert genauso lang wie vorher. Wenn du gerade prüfst, wo dein Einsatz überhaupt liegt und was er einbringt, hilft der Vergleich der Staking-Plattformen beim Sortieren. Ähnlich gelagert war die Frage beim Solana-Upgrade, das wir in unserem Text zu Alpenglow und den Folgen fürs Staking aufgearbeitet haben.

Massiver Messing-Riegel eines Banktresors greift in einen Stahlbolzen, davor liegt flach eine Münze mit Bitcoin-Zeichen auf schwarzem Stein
Zehn Tage bleiben zehn Tage: Der Zahlenwert der Entsperrfrist verzehnfacht sich, die Wartezeit dahinter nicht.

84 Prozent statt 4,6: Wie weit die Knoten-Migration heute wirklich ist

Ob ein Hardfork glatt läuft, entscheidet sich daran, wie viele Knoten rechtzeitig auf die neue Software wechseln. Zum 1. September 2026 war der Befund ernüchternd: Nach einer Auswertung der öffentlichen Netzdaten liefen damals 95,35 Prozent von 5.171 Knoten noch auf der alten Fassung v1.11.11.0. Umgestiegen waren also gut vier Prozent.

Wir haben diese Messung am 6. September 2026 um 00:37 UTC wiederholt, über den öffentlichen Endpunkt api.multiversx.com/nodes/versions. Das Bild hat sich in fünf Tagen gedreht:

  • 83,02 Prozent der Knoten laufen auf v2.0.6.0, weitere 1,24 Prozent auf einer als v2.0.6 gemeldeten Fassung. Zusammen sind das 84,26 Prozent.
  • Auf der alten v1.11.11.0 stehen noch 13,6 Prozent.
  • Die restlichen 2,14 Prozent verteilen sich auf ältere Fassungen der 1.11er-Reihe, bis hinunter zu v1.11.0.0.
  • Die Gesamtzahl der Knoten liegt bei 5.176. In absoluten Zahlen sind das rund 4.361 aktualisierte und rund 704 Knoten auf der alten Hauptfassung.

Diese Zahl ist der eigentliche Frühindikator für den 10. September, und sie kann jeder selbst nachziehen: Der Endpunkt ist öffentlich und liefert Anteilswerte je Softwarefassung. Wer wissen will, ob die Umschaltung geordnet läuft, schaut dort am Vortag noch einmal hinein.

Was passiert, wenn zu wenige Knoten rechtzeitig umsteigen?

Vor der Aktivierung können alte und neue Programmfassungen nebeneinander laufen, ohne dass etwas passiert. Erst ab der Aktivierungsrunde greifen die neuen Verarbeitungsregeln. Ein Knoten mit alter Software kann dann zu einem abweichenden Ergebnis für dieselbe Transaktion kommen und verliert den Anschluss an die Mehrheitskette.

Für einen einzelnen Betreiber bedeutet das Ausfall und entgangene Belohnungen. Für das Netz wird es erst dann heikel, wenn ein großer Anteil zurückbleibt, weil die Blockproduktion dann auf weniger Schultern verteilt ist. Nach dem heutigen Stand von rund 84 Prozent aktualisierter Knoten deutet nichts auf dieses Szenario hin.

Als EGLD-Halter musst du daraus nichts ableiten. Es gibt keinen Knopf, den du drücken könntest, und keine Wahl zwischen zwei Ketten. Die Frage ist relevant für Betreiber und für die Einschätzung, ob im Umschaltfenster mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.

Node-Betreiber: Welche Softwarefassung ab Runde 32.157.661 Pflicht ist

Betreibst du selbst einen Validator oder einen Beobachterknoten, ist der Fork Arbeit. Erforderlich ist eine Fassung ab v2.0.5.0; die Kette meldet als aktuelle Marke derzeit v2.0.6.0. Dieser Wert steht in der Netzkonfiguration im Feld erd_latest_tag_software_version und war beim Abruf am 6. September um 00:36 UTC gesetzt.

Der Umstieg selbst ist vor der Aktivierungsrunde unkritisch, weil beide Fassungen nebeneinander bestehen können. Danach ist er nicht mehr optional. Wer den Termin verpasst, holt ihn nach und muss den Knoten neu synchronisieren lassen. Ein Validator mit einem Mindesteinsatz von 2.500 EGLD sollte diesen Zustand nicht auf sich zukommen lassen.

Smart Contracts und dApps: Warum Zeitstempel nach Supernova nicht mehr eindeutig sind

Dieser Punkt betrifft dich indirekt, aber er ist der am meisten unterschätzte am ganzen Upgrade. Ein Smart Contract ist ein Programm, das auf der Blockchain liegt und Regeln automatisch ausführt, etwa die Verzinsung einer Einlage oder die Frist eines Angebots.

Viele solcher Programme rechnen mit Zeitstempeln in Sekunden. Solange alle sechs Sekunden ein Block entsteht, identifiziert ein Sekunden-Zeitstempel genau einen Block. Nach der Umstellung passen zehn Blöcke in dieselbe Sekunde, und der Zeitstempel ist nicht mehr eindeutig. Die Projektdokumentation benennt die Folgen offen und nennt Beispiele: Prüfungen nach dem Muster „der neue Zeitpunkt muss größer sein als der letzte" können fehlschlagen, Begrenzungen auf eine Aktion je Block lassen sich umgehen, wenn sie in Sekunden gemessen werden, Ablauffristen werden länger als beabsichtigt, und Belohnungsrechnungen, die eine Zeitdifferenz als Teiler verwenden, können auf eine Division durch null laufen.

Für dich als Nutzer einer DeFi-Anwendung auf MultiversX heißt das: Rechne in den Tagen nach dem 10. September mit vereinzelten Anzeigefehlern oder mit Anwendungen, die vorsichtshalber pausieren. Betroffen sind Programme, deren Betreiber die Umstellung nicht vorbereitet haben. Ein Guthaben in der eigenen Wallet berührt das nicht. Wenn du größere Beträge in einer Anwendung eines kleinen Anbieters liegen hast, ist ein Blick auf dessen Ankündigungen vor dem Termin die günstigste Vorsichtsmaßnahme, die es gibt.

Was der Hardfork nicht ist: keine Frist, keine Kursaussage

Drei Klarstellungen, damit aus diesem Termin keine falsche Erwartung wird.

Es ist keine Frist für Halter. Anders als bei einer Migration mit Umtauschfenster verfällt hier nichts. Wer bis zum 10. September nichts tut, hat danach genau dieselben Coins wie vorher.

Es ist keine Kursaussage. EGLD notierte am 6. September 2026 um 00:34 UTC laut CoinGecko bei 4,61 US-Dollar beziehungsweise 3,97 Euro, rund drei Prozent unter dem Vortag und rund 27 Prozent über dem Stand vor sieben Tagen, bei einer Marktkapitalisierung von etwa 141,5 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen stehen hier als Momentaufnahme und nicht als Grundlage für eine Prognose. Ob ein technisches Upgrade sich in einem Kurs niederschlägt, lässt sich vorher nicht seriös sagen.

Es ist kein Selbstläufer. Die Umschaltung hängt an der Migration der Knoten, und die läuft zwar gut, aber sie ist am 6. September noch nicht abgeschlossen. Der Termin kann sich um Minuten bis Stunden verschieben, weil er an Runden hängt und nicht an der Uhr.

Der Fahrplan bis zum 10. September auf einen Blick

Was in den verbleibenden Tagen sinnvollerweise passiert, in der Reihenfolge, in der es ansteht:

  1. Bis zum 9. September: Auszahlungen von einer Börse erledigen, wenn du sie in diesen Tagen brauchst. Ankündigungen deines Anbieters im Auge behalten, denn sie kommen erfahrungsgemäß kurzfristig.
  2. Am 10. September vormittags: Den Versionsstand der Knoten noch einmal nachsehen, wenn dich interessiert, ob die Umschaltung geordnet läuft.
  3. Am 10. September gegen 17:40 bis 18:10 UTC: Keine zeitkritischen Transaktionen einreichen. Was du einreichst, geht nicht verloren, wird aber vorerst nur eingereiht.
  4. Danach: Wallet-Anwendung aktualisieren, falls sie Fristen oder Gebühren erkennbar falsch schätzt.

MultiversX Supernova: Was du daraus mitnimmst

  1. Selbstverwahrung verlangt keine Handlung, aber sie verlangt Wachsamkeit. Es gibt keinen Token-Tausch und keinen Claim. Jede Aufforderung dazu ist ein Betrugsversuch, und die Antwort darauf ist immer dieselbe: keine Seed-Phrase, nirgendwo. Wenn du deine Coins bei dieser Gelegenheit vom Anbieter in eigene Verwahrung holst, findest du die Geräte im Hardware-Wallet-Vergleich.
  2. Prüfe vor dem 10. September, ob du an dein Guthaben kommst. Börsen kündigen Auszahlungspausen kurzfristig an, und am 6. September lag noch keine Mitteilung vor. Wer wechseln oder abziehen will, macht es vorher; die Konditionen stehen im Börsenvergleich.
  3. Rechne beim Staking weiter mit zehn Tagen. Die schnellere Kette verkürzt die Entsperrfrist nicht, auch wenn der Zahlenwert in der Konfiguration jetzt zehnmal größer aussieht. Wo dein Einsatz liegt und was er bringt, sortiert der Staking-Vergleich.

(Stand: 6. September 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Quellen und Belege: die Kettendaten stammen aus der offiziellen Netzkonfiguration des MultiversX-Mainnet-Gateways, die Aktivierungsrunde, das 24-Minuten-Fenster und der Versionsstand vom 1. September aus dem Bericht von CryptoSlate vom 2. September 2026.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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