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Solana Kurs 108,88 Dollar bei 1,88 Millionen aktiven Adressen: Die Kette läuft stärker als der Kurs

Solana notiert am Freitagabend bei 108,88 Dollar und damit 8,1 Prozent tiefer als vor einer Woche. Am selben Tag meldet die Kette 1,88 Millionen aktive Adressen, den höchsten Stand seit 13 Monaten.

Staumauer bei Dämmerung mit stark durchströmenden Schützen, dahinter ein tief stehender Stausee mit breitem hellen Trockenrand, auf der Mauerkrone eine nasse Metallmünze
11 Min. Lesezeit
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Der Solana Kurs steht am Freitagabend bei 108,88 Dollar und damit 5,5 Prozent tiefer als noch am Donnerstag, als wir ihn mit 115,23 Dollar notiert haben. Auf Wochensicht fehlen 8,1 Prozent. Gleichzeitig meldet die Kette an diesem Freitag 1,88 Millionen einzigartige aktive Adressen, den höchsten Stand seit 13 Monaten. Beides gilt am selben Tag, und genau diese Schere ist die Nachricht: Die Nutzung zieht an, das Geld geht raus.

Was du als Anleger in Deutschland daraus machen kannst, hängt an drei Größen, die dieser Artikel der Reihe nach durchgeht: wie belastbar die Adresszahl ist, wie viel Geld die amerikanischen Spot-Fonds im Oktober tatsächlich abgezogen haben, und welche Marken den Kurs in den nächsten Tagen tragen oder reißen lassen.

Solana Kurs am 9. Oktober: 108,88 Dollar, 97,19 Euro und ein Wochenminus von 8,1 Prozent

Stand 9. Oktober notiert SOL bei 108,88 Dollar, in Euro bei 97,19. Das Tageshoch lag bei 111,76 Dollar, das Tagestief bei 108,42 Dollar, die Tagesveränderung beträgt minus 0,7 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 64,0 Milliarden Dollar, Rang sieben, der Handelsumsatz der vergangenen 24 Stunden bei 3,03 Milliarden Dollar (Quelle: CoinGecko).

Der Monat sieht freundlicher aus als die Woche. Auf Sicht von 30 Tagen steht noch ein Plus von 5,1 Prozent. Vom Allzeithoch bei 293,31 Dollar vom 19. Januar 2025 trennen den Kurs 62,9 Prozent. Wer SOL im September gekauft hat, liegt also vorn; wer am Montag eingestiegen ist, liegt hinten. Diese Spreizung erklärt, warum die Stimmung in den Foren so auseinandergeht.

1,88 Millionen aktive Adressen: Was der 13-Monats-Rekord misst und was nicht

Die Zahl stammt von SolanaFloor und dem Analyse-Dashboard von Blockworks und wurde am 9. Oktober gemeldet (Crypto Briefing). Eine einzigartige aktive Adresse ist eine Kontoadresse auf der Kette, die an einem Tag mindestens eine Transaktion gesendet oder empfangen hat. Eine Adresse ist keine Person. Eine Person kann zehn Adressen führen, und ein Handelsbot kann hunderte erzeugen.

Daneben kursiert eine zweite, deutlich größere Zahl. Der Analysedienst Santiment kommt auf rund 4,27 Millionen täglich aktive Adressen, ein Plus von 58 Prozent, und beziffert das Netzwerkwachstum seit Anfang September auf 124 Prozent bei etwa 1,71 Millionen neuen Wallets pro Tag. Beide Werte stehen nebeneinander, weil sie von verschiedenen Trackern mit verschiedenen Filtern kommen. Wer sie addiert oder gegeneinander rechnet, misst nichts. Wir nennen deshalb beide und glätten sie nicht.

Belastbarer als reine Adresszahlen sind zwei Begleitwerte aus demselben Bericht. Die Zahl der gedeckten Wallets, also der Adressen mit Guthaben, stieg im Monatsvergleich um 38,5 Prozent auf 16,1 Millionen. Und im September waren über 8.400 Programme auf Solana monatlich aktiv, ein Rekordwert. Ein Programm ist auf Solana das, was auf Ethereum ein Smart Contract ist. Diese beiden Zahlen lassen sich schwerer durch Leeradressen aufblasen als eine Transaktionszählung.

Vier Handelstage Abfluss: Wie viel Geld die US-Spot-ETFs im Oktober verloren haben

Während die Kette voller wird, leeren sich die Fonds. Die amerikanischen Spot-ETFs auf SOL verzeichneten am 8. Oktober 3,5 Millionen Dollar Nettoabfluss und damit den vierten Minustag in Folge; über fünf Handelstage summiert sich das auf 19,9 Millionen Dollar (TokenPost). Die Einzeltage davor: 5,91 Millionen Dollar am 1. Oktober, 3,68 Millionen am 6. Oktober, 4,80 Millionen am 7. Oktober. Für den bisherigen Oktober nennen mehrere Auswertungen in der Summe mehr als 22 Millionen Dollar.

Beim kumulierten Zufluss seit dem Start der Produkte gehen die Angaben auseinander: Eine Quelle nennt 1,578 Milliarden Dollar, eine andere 1,590 Milliarden. Die Spanne von rund 12 Millionen Dollar ist für die Einordnung unerheblich, für die Genauigkeit aber nicht, deshalb steht sie hier als Spanne.

Bronzene Bärenfigur stemmt sich gegen eine aufrecht stehende Metallmünze auf nassem Kopfsteinpflaster und kippt sie zur Seite
Vier Handelstage in Folge zogen Anleger Geld aus den amerikanischen Spot-Fonds auf SOL ab.

Warum ein ETF-Abfluss auf den Kurs wirkt: Der Mechanismus in drei Schritten

Viele Leser kennen die Schlagzeile, nicht aber die Mechanik dahinter. Der Ablauf geht so: Verkauft ein Anleger Anteile eines Spot-ETFs und findet sich am Markt kein Käufer für diese Anteile, löst der sogenannte Authorized Participant sie beim Emittenten ein. Der Emittent gibt dafür SOL heraus, das er bis dahin verwahrt hat. Dieses SOL wird am Markt verkauft. Erst an dieser Stelle trifft der Abfluss den Kurs.

Entscheidend ist die Größenordnung. Ein Tagesabfluss von 3,5 Millionen Dollar entspricht bei 108,88 Dollar je Einheit rund 32.000 SOL. Gemessen am Tagesumsatz von 3,03 Milliarden Dollar sind das etwa 0,12 Prozent. Der direkte Verkaufsdruck ist also klein. Die Wirkung läuft eher über das Signal: Institutionelle Adressen ziehen sich zurück, und andere Marktteilnehmer lesen das als Richtungsanzeige. Wer die Fondsströme für deutsche Produkte verfolgen will, findet die Unterschiede zwischen ETF, ETN und ETP in unserer Übersicht zu Krypto-ETFs in Deutschland.

Seit gestern: Von 115,23 auf 108,88 Dollar, und was die Samsung-Meldung nicht getragen hat

Am Donnerstag stand hier die Meldung, dass Samsung USDC auf 82 Millionen Galaxy-Geräte bringt, und der Kurs lag bei 115,23 Dollar (unsere Einordnung vom 8. Oktober). Seitdem hat SOL 6,35 Dollar verloren. Die damals genannte Marke von 114,42 Dollar ist gerissen, die obere Marke von 118,96 Dollar wurde nicht mehr angelaufen.

Das ist ein lehrreicher Fall. Die Samsung-Nachricht betraf das Zahlungsvolumen in USDC, nicht die Nachfrage nach SOL selbst. Genau dieser Unterschied stand gestern im Text, und er hat sich binnen eines Tages bestätigt. Eine Meldung über die Nutzung einer Kette ist kein Kaufargument für deren Token, solange die Nutzung nicht in Gebühren oder in Nachfrage nach dem Token umschlägt.

Securitize bringt zwölf US-Aktien auf Solana: Ein Treiber der Adresszahl

Am 8. Oktober hat der Anbieter Securitize seine tokenisierten US-Aktien auf Solana gestartet (FinanceFeeds). Zwölf Werte, darunter Apple, Microsoft, Nvidia, Alphabet, Tesla und Amazon, jeweils eins zu eins mit einer echten Aktie hinterlegt, Abwicklung in USDC. Rechtlich sind die Token sogenannte security entitlements nach Artikel 8 des amerikanischen Uniform Commercial Code; Dividenden und Stimmrechte werden durchgereicht, der Halter wird aber nicht zum eingetragenen Aktionär, solange er nicht umwandelt.

Für die Adresszahl ist das relevant, weil jede dieser Positionen auf der Kette geführt wird und bei jedem Handel Transaktionen erzeugt. Für dich als Anleger in Deutschland ist der Punkt ein anderer: Securitize nennt die Vereinigten Staaten, die EU und weitere zugelassene Rechtsräume, präzisiert den Kreis der berechtigten Anleger aber nicht. Ob du aus Deutschland Zugang bekommst, steht damit nicht fest. Das ist eine Frage, die du vor jeder Erwartung an das Produkt beim Anbieter selbst klären solltest, nicht anhand von Pressemeldungen.

Nächtliche Großstadt aus der Vogelperspektive mit unzähligen erleuchteten Fenstern, auf einem Hochhausdach liegt flach eine große Metallmünze
Jedes Licht eine Adresse: Die Nutzung der Kette steht auf dem höchsten Stand seit 13 Monaten.

Stablecoins auf Solana: 15 Milliarden Dollar und 888.000 täglich aktive Adressen

Der Teil des Netzwerks, der am stärksten wächst, ist der Zahlungsverkehr. Ueber 14 Millionen Adressen halten inzwischen Stablecoins auf Solana, das Gesamtangebot liegt bei mehr als 15 Milliarden Dollar. Im September waren im Schnitt 888.000 Adressen täglich mit Stablecoins aktiv, ein Plus von 269 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Zahlen erklären den Adressrekord besser als jede Kursbewegung. Zugleich erklären sie, warum der Kurs nicht mitzieht: Wer USDC auf Solana überweist, braucht SOL nur für die Transaktionsgebühr von Bruchteilen eines Cent. Die Kette verdient an diesem Verkehr, der Token kaum.

Marken für die nächsten Tage: 108,42 Dollar, die 50-Tage-Linie bei 107 und 104,40 Dollar

Nach unten liegt die erste Haltezone beim heutigen Tagestief von 108,42 Dollar, also knapp unter dem aktuellen Kurs. Darunter folgt der gleitende 50-Tage-Durchschnitt bei rund 107,11 Dollar; Marktbeobachter nennen als nächste größere Unterstützung 104,40 Dollar. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt mit 86,45 Dollar weit darunter und ist in dieser Woche kein Thema.

Nach oben braucht es die 111,76 Dollar des Tageshochs, danach die gestern gerissene Marke von 114,42 Dollar. Dass die 115er Zone binnen eines Tages von Unterstützung zu Widerstand geworden ist, zeigt, wie dünn das Orderbuch derzeit ist.

Unsere Einschätzung: Nutzung trägt den Kurs nicht, solange das Geld in die Gegenrichtung läuft

Aus Sicht der Redaktion ist der Adressrekord ein gutes Zeichen für das Netzwerk und kein Kaufsignal für den Token. Die Belege dafür stehen oben: 1,88 Millionen aktive Adressen auf einem 13-Monats-Hoch, gleichzeitig mehr als 22 Millionen Dollar Abfluss aus den amerikanischen Spot-Fonds im Oktober und ein Kurs, der in sieben Tagen 8,1 Prozent verloren hat. Der größte Nutzungstreiber ist der Stablecoin-Verkehr, und der zahlt pro Transaktion Bruchteile eines Cent an Gebühren.

Dagegen spricht die Zeitachse. Netzwerkeffekte wirken über Quartale, Fondsströme über Tage. Wer mit einem Horizont von Jahren denkt, wird die 16,1 Millionen gedeckten Wallets und die 8.400 aktiven Programme höher gewichten als vier rote Fondstage. Wir bewerten hier die Lage, keine Kauf- oder Verkaufsentscheidung, und ein Totalverlust bleibt bei jedem Krypto-Engagement möglich.

Kaufweg, Verwahrung und Staking: Was du heute konkret prüfen kannst

Beim Kaufweg gilt seit der vollständigen Anwendung der MiCA-Verordnung, dass ein Anbieter in der EU eine Zulassung als Krypto-Dienstleister braucht. Prüfe vor dem nächsten Kauf, ob dein Anbieter diese Zulassung führt und in welchem Mitgliedstaat sie erteilt wurde; die Konditionen und den Lizenzstatus der gängigen Häuser vergleichen wir im Börsenvergleich. Achte dabei auf die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, nicht nur auf die ausgewiesene Gebühr.

Bei der Verwahrung entscheidet die Haltedauer. Für kurzfristige Positionen ist die Börse praktisch, für längere Haltefristen verlagert eine eigene Wallet das Ausfallrisiko des Anbieters auf dich selbst. Wer SOL verstakt, sollte zusätzlich wissen, dass die Aktivierungs- und Deaktivierungsphasen an Epochen gebunden sind und das Guthaben in dieser Zeit nicht frei verfügbar ist. Zur Konzentration der Validatoren haben wir am Donnerstag die aktuellen Zahlen aufgeschrieben, und die Anbieter stehen im Staking-Vergleich.

Haltefrist, Freigrenze und Staking-Erträge: Was das Finanzamt von dir erwartet

Für private Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 Einkommensteuergesetz gilt die einjährige Haltefrist: Wer SOL länger als ein Jahr hält und danach verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer. Innerhalb des Jahres greift die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Eine Freigrenze ist kein Freibetrag: Wer sie um einen Euro überschreitet, versteuert den gesamten Gewinn.

Staking-Erträge zählen zu den sonstigen Einkünften und sind im Zuflussjahr zu versteuern, unabhängig davon, ob du die Coins behältst. Der Kurs im Moment des Zuflusses bildet dabei die Bemessungsgrundlage und zugleich die Anschaffungskosten für eine spätere Veräußerung. Wer regelmäßig stakt, sammelt damit viele kleine Zuflussereignisse, die einzeln dokumentiert gehören; welche Werkzeuge das automatisch mitschreiben, steht im Vergleich der Steuer-Tools. Hole dir für deinen Einzelfall steuerlichen Rat, diese Darstellung ersetzt ihn nicht.

Solana bei 108,88 Dollar: Nutzung allein trägt den Kurs nicht

Drei Schritte, die sich heute Abend erledigen lassen:

  1. Einstiegsweg prüfen. Sieh nach, ob dein Anbieter eine MiCA-Zulassung in der EU führt und was der Spread bei deinem üblichen Ordervolumen kostet. Der Börsenvergleich führt die Häuser mit Lizenzstatus und Gebühren.
  2. Marken notieren. Trage dir 108,42 Dollar und 107,11 Dollar nach unten sowie 111,76 Dollar und 114,42 Dollar nach oben ein. Reißt die 107, ist die nächste genannte Zone 104,40 Dollar.
  3. Staking und Steuer zusammen denken. Wenn du verstakst, prüfe die Bindungsdauer im Staking-Vergleich und richte die Aufzeichnung der Zuflüsse ein, bevor der nächste Ertrag kommt; die Werkzeuge dafür stehen im Steuer-Tool-Vergleich.

(Stand: 9. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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