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Solana Kurs 115,23 Dollar, Samsung bringt USDC auf 82 Millionen Galaxy-Handys: Worauf es jetzt ankommt

Samsung Wallet soll ab der letzten Oktoberwoche USDC-Überweisungen über Solana abwickeln, zunächst auf 82 Millionen Galaxy-Geräten in den USA. Für deutsche Halter ändert sich vorerst nichts, und der Kurs reagierte am Donnerstag kaum.

Hand haelt ein Smartphone mit dunklem Display an ein Kartenlesegeraet auf einer Ladentheke
11 Min. Lesezeit
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Samsung baut Stablecoin-Überweisungen in die vorinstallierte Wallet seiner Galaxy-Handys ein und wickelt sie über das Netzwerk von Solana ab. Der Start ist für die letzte Oktoberwoche angekündigt, er umfasst 82 Millionen Geräte, und alle davon stehen in den USA. Der SOL-Kurs notierte am Donnerstagvormittag bei 115,23 Dollar und lag damit 3,0 Prozent unter dem Vortag. Wer in Deutschland ein Galaxy-Gerät nutzt, bekommt die Funktion vorerst nicht. Genau an diesem Punkt trennt sich die Meldung von ihrer Schlagzeile.

Samsung Wallet und USDC auf Solana: Was am 8. Oktober angekündigt wurde

Die Solana Foundation und Samsung Electronics haben am 8. Oktober mitgeteilt, dass Samsung Wallet und Samsung Pay künftig Stablecoin-Zahlungen unterstützen. Abgewickelt werden grenzüberschreitende Geldtransfers, der verwendete Stablecoin ist USDC, und die Abwicklung läuft im Hintergrund über Solana. Nutzer sollen dafür weder ein Börsenkonto noch eine separate Wallet-App benötigen, weil Ein- und Auszahlungswege in die jeweilige Landeswährung integriert sind. Die Mitteilung steht im Newsroom der Solana Foundation.

Ein Stablecoin ist ein Token, dessen Wert an eine Währung gekoppelt ist und der durch hinterlegte Reserven gedeckt sein soll. USDC wird von der Firma Circle herausgegeben und ist an den US-Dollar gebunden. Für den Nutzer heißt das: Er verschickt einen Dollar-Wert, nicht einen schwankenden Coin, und die Blockchain ist dabei nur die Transportschicht.

Woncheol Chai, als Executive Vice President Leiter des Digital-Wallet-Teams in Samsungs Mobilsparte, wird in der Mitteilung mit dem Satz zitiert, Stablecoins hätten das Potenzial, Geldbewegungen rund um die Welt schneller und einfacher zu machen. Lily Liu, Präsidentin der Solana Foundation, ergänzt dort, was Stablecoins bislang gefehlt habe, sei ein Weg in den Massenmarkt. Beides sind Aussagen der beteiligten Unternehmen und keine unabhängige Einschätzung.

82 Millionen Galaxy-Geräte, alle in den USA: der Zuschnitt zum Start in der letzten Oktoberwoche

Die Reichweite klingt groß, der Zuschnitt ist eng. Die Foundation nennt als Startmarkt ausschließlich die Vereinigten Staaten und als Zeitfenster die letzte Oktoberwoche 2026. Weitere Märkte sollen folgen, ausdrücklich abhängig von den jeweiligen regulatorischen Anforderungen vor Ort. Ein Termin für Europa oder für Deutschland steht in der Mitteilung nicht.

Zwei Angaben, die in der Berichterstattung kursieren, stehen so nicht in der offiziellen Mitteilung und verdienen deshalb einen Vorbehalt. Erstens eine Reichweite von 60 Ländern für die Überweisungen: Die Foundation macht diese Angabe nicht. Zweitens die Verwahrung. Mehrere Fachdienste berichten, dass Coinbase das in der Samsung Wallet gehaltene USDC über seinen institutionellen Dienst Coinbase Prime verwahrt, und verweisen auf eine frühere Zusammenarbeit zwischen Samsung und Coinbase. Die Mitteilung selbst nennt keinen Verwahrer. Wer die Nachricht bewertet, sollte beide Punkte als Berichterstattung führen, nicht als bestätigte Tatsache.

Offen bleibt auch der kommerziell wichtigste Punkt. Samsung hat keine Gebühren veröffentlicht. Ob die Funktion klassische Auslandsüberweisungen tatsächlich verbilligt, lässt sich ohne diese Zahl nicht beurteilen, denn Kostenvorteile entstehen bei Geldtransfers vor allem an der Umtauschspanne und an den Auszahlungsgebühren im Zielland, nicht an den Netzgebühren der Blockchain.

Menschenleerer Handelssaal bei Nacht mit Reihen diffus leuchtender Monitore
Der Handel blieb ruhig: Der SOL-Kurs folgte am Donnerstag dem Gesamtmarkt statt der eigenen Meldung.

Solana Kurs bei 115,23 Dollar: Die Meldung trifft auf einen Markt im Liquidationsmodus

Die Ankündigung fiel in eine schwache Marktphase. SOL kostete am Donnerstagvormittag 115,23 Dollar oder 102,91 Euro, ein Minus von 3,0 Prozent binnen 24 Stunden und von 3,5 Prozent auf Wochensicht. Die Tagesspanne reichte von 114,42 bis 118,96 Dollar, der Handelsumsatz lag bei 2,93 Milliarden Dollar. Bitcoin notierte zur selben Zeit bei 82.775 Dollar, Ether bei 2.565,53 Dollar. Alle Werte stammen von CoinGecko, Stand Donnerstagvormittag.

Den Auslöser der Schwäche lieferte nicht die Kryptobranche. Nach Angaben von CoinDesk sprangen die Zwangsliquidationen am 7. Oktober um 216 Prozent auf rund 548 Millionen Dollar, während Bitcoin unter 84.000 Dollar rutschte. Als Auslöser gelten eine Zuspitzung in der Straße von Hormus und ein Ölpreis über 101 Dollar je Fass Brent. Eine Liquidation ist die erzwungene Auflösung einer gehebelten Position, sobald die hinterlegte Sicherheit nicht mehr reicht. Solche Wellen bewegen Kurse unabhängig von Nachrichten zu einzelnen Projekten.

Daran lässt sich die Reaktion auf die Samsung-Meldung ablesen: Es gab praktisch keine. SOL bewegte sich im Gleichschritt mit Bitcoin und Ether. Wer eine Nachricht nach dem Kursausschlag bewertet, misst an einem solchen Tag die Ölnotierung mit, nicht die Nachricht. Wie weit die Spannen an den einzelnen Handelsplätzen auseinanderlaufen, zeigt ein Blick in den Vergleich der Krypto-Börsen, denn gerade in Liquidationsphasen unterscheiden sich Spread und Gebühren deutlich.

Stablecoin-Volumen von 5,25 Billionen Dollar: Was Samsung an Solanas Zahlungsschiene ändert

Die Foundation nennt in derselben Mitteilung zwei Zahlen zur Einordnung. Das auf Solana ausgegebene Stablecoin-Volumen ist im Jahresvergleich um knapp 20 Prozent gestiegen, und über das Netzwerk wurden allein im Jahr 2026 mehr als 5,25 Billionen Dollar an Stablecoin-Transfers abgewickelt. Vor diesem Hintergrund ist die Samsung-Anbindung kein Sprung in ein neues Geschäftsfeld, sondern ein zusätzlicher Zugangsweg zu einer bereits laufenden Schiene.

Der strukturelle Unterschied liegt in der Art der Nutzer. Bisher stammt das Stablecoin-Volumen auf Solana überwiegend aus dem Handel zwischen Kryptoadressen. Eine vorinstallierte Wallet auf einem Massenmarkt-Handy erreicht Menschen, die keine Börse eröffnen und keine Seed Phrase verwalten wollen. Eine Seed Phrase ist die Wortfolge, mit der sich der Zugang zu einer selbstverwahrten Wallet wiederherstellen lässt. Fällt diese Hürde weg, verschiebt sich die Nutzung von Handel zu Zahlung.

Für Solana als Netzwerk zählt das, weil Zahlungsverkehr gleichmäßigere Auslastung bringt als Handelsspitzen. Für den Kurs ist der Zusammenhang schwächer, als die Schlagzeile nahelegt. Wer Stablecoin-Zahlungen auch im Alltag nutzen will, findet in der Übersicht der Krypto-Kreditkarten die heute in Deutschland verfügbaren Wege, die ohne eine solche Wallet-Integration auskommen.

SOL ist nicht USDC: Zahlungsvolumen und Nachfrage nach dem Token sind zwei verschiedene Größen

Hier liegt der häufigste Fehlschluss bei Meldungen dieser Art. Wer über Samsung Wallet USDC verschickt, kauft kein SOL. Er bewegt einen Dollar-Token über eine Blockchain, deren Gebühren in SOL anfallen. Diese Gebühren sind sehr niedrig, in der Größenordnung von Bruchteilen eines Cent je Transaktion. Selbst sehr viele Überweisungen erzeugen damit nur eine kleine direkte Nachfrage nach dem Token.

Der Zusammenhang ist indirekter und läuft über drei Stufen: Mehr Zahlungsverkehr bedeutet mehr auf Solana gehaltene Stablecoin-Guthaben, mehr Guthaben bedeutet mehr Anwendungen, die darauf aufbauen, und erst daraus entsteht Nachfrage nach Blockspace. Jede dieser Stufen kann ausbleiben. Deshalb lässt sich aus der Meldung kein Kursziel ableiten, und seriöse Analysten tun das an dieser Stelle auch nicht.

Belastbar ist dagegen die Netzwerkseite, und die lässt sich selbst nachmessen. Eine Abfrage des öffentlichen Solana-Knotenpunkts ergab für die laufende Epoche 1052 eine Inflationsrate von 3,61 Prozent. Von einem Gesamtangebot von 635.460.122 SOL sind 439.005.453 SOL als aktiver Stake gebunden, also 69,1 Prozent. Daraus ergibt sich eine nominale Staking-Rendite von rund 5,2 Prozent vor Kosten und vor Steuern. Diese Zahlen beschreiben die Ausgangslage, in die eine zusätzliche Zahlungsanwendung hineinwächst.

Leere Abflughalle bei Nacht mit einer unbeschrifteten Anzeigetafel
Kein Termin auf der Tafel: Für Deutschland nennt die Mitteilung weder ein Datum noch einen Zulassungsweg.

MiCA und E-Geld-Token: Welche USDC-Variante in Deutschland zugelassen ist

Dass der Start auf die USA begrenzt ist, hat einen regulatorischen Kern. In der Europäischen Union gilt seit 2024 die Verordnung über Märkte für Kryptowerte, kurz MiCA. Ein an eine einzelne Währung gekoppelter Stablecoin gilt dort als E-Geld-Token und darf nur von einem zugelassenen Institut herausgegeben werden. Circle hat diese Zulassung nach übereinstimmenden Branchenangaben im Juli 2024 über die französische Aufsicht ACPR erhalten, womit USDC zu den wenigen Stablecoins mit vollständiger MiCA-Zulassung zählt.

Zwei Einschränkungen sind dabei wichtig und werden regelmäßig übersehen. Erstens deckt die Zulassung das native USDC ab, nicht gebrückte Varianten, die auf anderen Ketten unter Bezeichnungen wie USDC.e laufen. Eine gebrückte Variante ist ein Abbild des Originals, das von einer Brücke verwahrt wird, und sie ist rechtlich nicht dasselbe Instrument. Zweitens hat der größere Wettbewerber USDT die nötige Zulassung nicht beantragt, weshalb mehrere Handelsplätze ihn im Europäischen Wirtschaftsraum ausgelistet haben.

Welche Gesellschaft genau als Emittent eingetragen ist, geben die verfügbaren Quellen uneinheitlich wieder, teils als Circle SAS, teils als Circle Mint Europe SAS. Wer darauf angewiesen ist, schlägt den Eintrag im Register der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA nach, statt sich auf Sekundärquellen zu verlassen.

Haltefrist, Freigrenze und Anlage SO: Was Anleger in Deutschland bei Stablecoin-Zahlungen beachten müssen

Sollte die Funktion später nach Deutschland kommen, greift ein Punkt, den viele Nutzer unterschätzen. Stablecoins sind steuerlich keine Währung, sondern ein Kryptowert. Jede Zahlung mit einem Stablecoin gilt deshalb als Veräußerung im Sinne von Paragraf 23 Einkommensteuergesetz, genauso wie ein Tausch von Bitcoin in Ether. Das gilt auch dann, wenn der Wert des Tokens sich nicht verändert hat.

Praktisch heißt das dreierlei. Die Haltefrist beträgt ein Jahr: Wer einen Kryptowert länger als zwölf Monate hält, verkauft steuerfrei. Die Freigrenze liegt bei 1.000 Euro und bezieht sich auf den Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Kalenderjahres; wird sie erreicht, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig und nicht nur der Teil darüber. Steuerpflichtige Gewinne gehören in die Anlage SO der Einkommensteuererklärung.

Bei einem Dollar-Stablecoin entsteht ein Gewinn fast nur über den Wechselkurs zwischen Dollar und Euro. Dieser Betrag ist je Zahlung klein, summiert sich bei häufiger Nutzung aber auf, und er muss belegt werden. Seit dem 1. Januar 2026 setzt das Kryptowerte-Steuertransparenzgesetz die europäische Meldepflicht DAC8 in deutsches Recht um, wodurch Anbieter Transaktionsdaten an die Finanzverwaltung melden. Wie Erträge aus dem Netzwerk selbst behandelt werden, steht ausführlich in unserem Beitrag zu Steuern beim Staking. Eine geplante Reform könnte die Haltefrist für ab 2027 erworbene Bestände streichen; dazu liegt bislang nur ein Entwurfsstand vor, und niemand sollte heute darauf planen.

Marken nach oben und unten: 114,42 Dollar, 118,96 Dollar und die 69,1 Prozent im Stake

Für die kommenden Tage sind drei Werte nachprüfbar statt geraten. Nach unten markiert das Tagestief von 114,42 Dollar die Zone, an der am Donnerstag Käufer auftraten. Nach oben begrenzt das Tageshoch von 118,96 Dollar die Spanne, und darüber liegt mit 120 Dollar die Marke, an der SOL bereits Anfang Oktober mehrfach drehte. Diese Werte beschreiben, wo gehandelt wurde, und sind keine Vorhersage.

Der dritte Wert ist der wichtigere, weil er sich langsamer bewegt. Mit 69,1 Prozent des Gesamtangebots im aktiven Stake ist ein großer Teil der Bestände nicht sofort verkäuflich. Wer entstaket, wartet bis zum Ende der laufenden Epoche, die rund zwei Tage dauert. Dieser Puffer dämpft Verkaufsdruck in schnellen Abwärtsbewegungen und verzögert umgekehrt auch Reaktionen auf gute Nachrichten.

Gegen diese drei Werte lässt sich die Samsung-Nachricht in den kommenden Wochen prüfen. Bewegt sich der Kurs nach dem tatsächlichen Start Ende Oktober nicht aus der Spanne heraus, war die Meldung für den Kurs das, was sie am Tag der Ankündigung schon war: eine Infrastrukturnachricht ohne unmittelbare Preiswirkung.

Samsung-Start Ende Oktober: In Deutschland bleibt die Funktion aus

Die Ankündigung ist für das Netzwerk bedeutsam und für ein deutsches Depot zunächst folgenlos. Drei Schritte sind trotzdem sinnvoll.

  1. Den Termin notieren und prüfen, was tatsächlich startet. Die letzte Oktoberwoche ist die Zeitangabe der Foundation, der Startmarkt sind die USA. Ob und wann Europa folgt, hängt an der Zulassung vor Ort. Wer bis dahin Stablecoins im Alltag einsetzen möchte, findet die heute verfügbaren Wege im Vergleich der Krypto-Kreditkarten.
  2. Den eigenen Handelsplatz auf Gebühren und Spread abklopfen. In Liquidationsphasen wie am 7. Oktober laufen die Spannen auseinander, und genau dann entscheidet der Handelsplatz über den Einstandspreis. Die Konditionen stehen im Vergleich der Krypto-Börsen.
  3. Die Belege für jede Stablecoin-Zahlung sichern. Jede Zahlung ist ein steuerlicher Vorgang, die Freigrenze von 1.000 Euro gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Welche Werkzeuge das automatisch mitschreiben, zeigt der Vergleich der Krypto-Steuer-Tools.

(Stand: 8. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zu Solana und Samsung Wallet

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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