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Ist NEAR Protocol zum aktuellen Kurs ein guter Kauf?

NEAR hat sich seit August fast verdreifacht, unser Maßstab für den Trendbruch ist eingetreten. Was ETF-Käufe, Hebel und Emission jetzt bedeuten: Ist NEAR Protocol zum aktuellen Kurs ein guter Kauf?

Schwere Metallmünze mit eingeprägtem Bitcoin-Zeichen, halb in dunkler Vulkanasche versunken, von hartem Seitenlicht gestreift
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15 Min. Lesezeit
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NEAR Protocol notiert in der Nacht zum Donnerstag, 22. Oktober 2026, bei 5,34 US-Dollar, ein Plus von 7,8 Prozent binnen 24 Stunden. Seit unserer ersten Einordnung am 26. August hat sich der Kurs fast verdreifacht: Damals kostete NEAR 1,87 US-Dollar, heute 185,5 Prozent mehr. Am 18. September übersprang der Kurs das alte Zwölfmonatshoch von 3,18 US-Dollar, am 11. Oktober schloss er mit 5,87 US-Dollar auf seinem höchsten Tagesschluss der vergangenen zwölf Monate, und am 12. Oktober erreichte er im Handelsverlauf 5,96 US-Dollar. Der Ausverkauf vom 8. Oktober drückte ihn zwischenzeitlich bis 4,33 US-Dollar. Heute liegt NEAR 9,1 Prozent unter dem höchsten Tagesschluss, die Marktkapitalisierung von 6,99 Milliarden US-Dollar bedeutet Rang 16 statt Rang 35 im August. Die Frage bleibt dieselbe, die Ausgangslage ist eine völlig andere: Ist NEAR zum aktuellen Kurs ein guter Kauf?

cryptoticker.io hat die Kursdaten am späten Abend des 21. Oktober 2026 selbst erhoben, aus den Marktdaten von CoinMarketCap. Berechnungsgrundlage sind die Tagesschlusskurse der vergangenen zwölf Monate samt laufendem Kurs als letztem Datenpunkt; die gleitenden Durchschnitte folgen der exponentiellen Standardformel, der Relative-Stärke-Index der Standardperiode von 14 Tagen nach Wilder. Tageshochs und Tagestiefs stammen aus den Tageskerzen von CoinMarketCap. Die Tabelle stellt die Werte unserer ersten Analyse vom 26. August daneben.

Kennzahl26. August 202622. Oktober 2026
Kurs1,87 $5,34 $
50-Tage-Durchschnitt1,79 $4,19 $
200-Tage-Durchschnitt1,81 $2,72 $
Abstand zur 200-Tage-Linie+3,1 %+96,5 %
Relative-Stärke-Index (14 Tage)56,457,5
Handelsvolumen 24 Stunden284,6 Mio. $1.425,0 Mio. $
Marktkapitalisierung2,44 Mrd. $6,99 Mrd. $

NEAR Kursanalyse: aktueller Kurs, Unterstützung und die 200-Tage-Marke

Mit 5,34 US-Dollar liegt NEAR 27,5 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 4,19 US-Dollar und 96,5 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,72 US-Dollar. Ende August lagen beide Linien noch eng beieinander, bei 1,79 und 1,81 US-Dollar, und der Kurs stand nur 3,1 Prozent über der langsamen. Seitdem hat sich der 50-Tage-Durchschnitt mehr als verdoppelt, der 200-Tage-Durchschnitt ist um die Hälfte gestiegen, und die schnelle Linie liegt heute 54 Prozent über der langsamen.

Grafik: NEAR-Kurs innerhalb der Zwölfmonatsspanne mit 50- und 200-Tage-Durchschnitt
Am 21. Oktober 2026 steht NEAR nahe am oberen Ende seiner Zwölfmonatsspanne und fast doppelt so hoch wie der 200-Tage-Durchschnitt

Die Marken ordnen sich jetzt so. Nach oben zuerst der höchste Tagesschluss von 5,87 US-Dollar vom 11. Oktober, darüber das Tageshoch von 5,96 US-Dollar vom 12. Oktober, an dem der Kurs abprallte. Seit dem 13. Oktober pendelte NEAR auf Schlussbasis zwischen 4,85 und 5,26 US-Dollar; der laufende Kurs liegt 1,5 Prozent über der Oberkante dieser Spanne, bestätigt wäre der Ausbruch erst mit einem Tagesschluss darüber. Nach unten folgen die Unterkante bei 4,85 US-Dollar, das Oktober-Tief von 4,33 US-Dollar vom 8. Oktober und der 50-Tage-Durchschnitt bei 4,19 US-Dollar. Deutlich darunter liegen das alte Zwölfmonatshoch von 3,18 US-Dollar, das im September vom Widerstand zur Ausbruchsmarke wurde, und der 200-Tage-Durchschnitt bei 2,72 US-Dollar. Die längerfristige Perspektive steht in unserer NEAR Protocol Kurs Prognose. Hier geht es um die engere Frage nach dem Einstieg zum heutigen Kurs.

Liniendiagramm: NEAR-Kursverlauf der vergangenen 365 Tage mit 200- und 50-Tage-Durchschnitt
NEAR über zwölf Monate: lange Bodenbildung bis August, der Ausbruch im September und die Spanne um 5 US-Dollar im Oktober

Ist der Abwärtstrend bei NEAR gebrochen oder nur unterbrochen?

Am 26. August haben wir an dieser Stelle zwei prüfbare Maßstäbe genannt. Als gebrochen gilt ein Abwärtstrend, wenn der Kurs nachhaltig über dem 200-Tage-Durchschnitt schließt und der 50-Tage-Durchschnitt den 200-Tage-Durchschnitt von unten kreuzt. Und ein Tagesschluss über 2,30 US-Dollar bei anhaltendem Volumen wäre das erste Signal, dass aus der Unterbrechung ein Bruch geworden ist. Beides ist eingetreten. Nach derselben Methode wie im August kreuzte der 50-Tage-Durchschnitt mit dem Tagesschluss vom 4. September den 200-Tage-Durchschnitt von unten, bei 1,83 gegen 1,82 US-Dollar. Am 6. September schloss NEAR mit 2,43 US-Dollar erstmals über 2,30 US-Dollar, bei einem Tagesvolumen von 665 Millionen US-Dollar, dem 3,4-Fachen des damaligen Zwölfmonatsmedians von 196,76 Millionen. Unter den 200-Tage-Durchschnitt ist der Kurs seit dem 26. August auf Schlussbasis nicht mehr gefallen. Nach unserem eigenen Maßstab ist der Abwärtstrend seit Anfang September gebrochen.

Was danach kam, ging weit über diesen Maßstab hinaus. Am 18. September schloss NEAR mit 3,76 US-Dollar über dem alten Zwölfmonatshoch von 3,18 US-Dollar. Den Anstieg trugen drei belegte Anlässe: der Start vertraulicher Perpetual-Futures auf near.com samt Anreizprogramm, ab dem 22. September tokenisierte US-Aktien und ETFs von Ondo Finance auf NEAR und ab dem 29. September ein US-Spotfonds auf NEAR an der NYSE Arca. Über 90 Tage steht ein Plus von 182,7 Prozent, auf Jahressicht eines von 136,2 Prozent: Vor einem Jahr kostete NEAR 2,26 US-Dollar.

Seit Ende September ist aus dem steilen Anstieg eine breite Spanne geworden. Am 8. Oktober, dem Tag des marktweiten Ausverkaufs mit 1,16 Milliarden US-Dollar an Zwangsschließungen, fiel NEAR im Handelsverlauf auf 4,33 US-Dollar und schloss 16,6 Prozent tiefer als am Vortag. Am 12. Oktober folgte nach dem Abprall bei 5,96 US-Dollar ein Tagesminus von 13,6 Prozent. Die Tiefs der Altcoins vom 18. Oktober hat NEAR dagegen weit über dem Oktober-Tief abgefangen, bei 4,64 US-Dollar. Nach dem Ausbruch geht es damit um eine neue Frage: ob der junge Aufwärtstrend die Spanne zwischen 4,33 und 5,96 US-Dollar nach oben verlässt.

Was RSI und gleitende Durchschnitte für einen NEAR-Einstieg bedeuten

Der RSI(14) steht bei 57,5, fast genau dort, wo er am 26. August mit 56,4 lag. Dazwischen liegt ein vollständiger Ausschlag: Am 27. September erreichte der Index 87,4, einen Wert tief im überkauften Bereich, der konventionell bei 70 beginnt. Seit dem 12. Oktober bewegt er sich zwischen 52 und 58. Die Überhitzung vom September ist damit abgebaut, ohne dass der Kurs dafür unter die Zone von 4,85 US-Dollar fallen musste.

Die Durchschnitte haben ihre Rolle getauscht. Im August bündelten sie sich zu einer engen Auffangzone 4 Prozent unter dem Kurs. Heute steht der 50-Tage-Durchschnitt 21,5 Prozent unter dem Kurs und steigt schnell: Vom 11. bis zum 19. Oktober kletterte er von 3,82 auf 4,14 US-Dollar, gut 4 Cent je Tag. Bleibt der Kurs auf seinem Niveau, schrumpft der Abstand Woche für Woche, ohne dass der Kurs dafür fallen muss.

Für die Einstiegsfrage heißt das: Ein Timing-Argument aus dem RSI gibt es heute so wenig wie im August, die Fallhöhe ist aber eine andere. Wer bei 5,34 US-Dollar kauft, hat bis zum Oktober-Tief 18,8 Prozent Luft nach unten und bis zum 50-Tage-Durchschnitt 21,5 Prozent. Das ist der Abstand, den du im Zweifel als erstes Risiko einkalkulierst, gut fünfmal so viel wie Ende August.

Der Fear-and-Greed-Index von CoinMarketCap stand am 26. August bei 80, im Bereich extremer Gier. Am späten Abend des 21. Oktober zeigt er 54 und damit einen neutralen Markt; den Tiefstwert der vergangenen 60 Tage markierte er am 17. Oktober mit 48. Unsere Warnung vom August, Einstiege bei extremer Gier lieferten historisch schlechtere Einstandskurse, hat sich für NEAR nicht bestätigt. Der Kurs hat sich seitdem fast verdreifacht, weil eigene Anlässe den Ausschlag gaben und nicht die Stimmung des Gesamtmarkts.

Was das Handelsvolumen über die Nachfrage nach NEAR verrät

Das Handelsvolumen der vergangenen 24 Stunden liegt bei 1,42 Milliarden US-Dollar, der Sieben-Tage-Schnitt bis zum 20. Oktober bei 1,11 Milliarden, der 30-Tage-Schnitt bei 1,38 Milliarden US-Dollar. Ende August standen dieselben Werte bei 284,57 Millionen, 356,25 Millionen und 185,64 Millionen US-Dollar. Der Umsatz hat sich also vervielfacht: Der 30-Tage-Schnitt liegt heute beim 7,0-Fachen des Zwölfmonatsmedians von 196,76 Millionen, den wir im August gemessen haben. Den bisher höchsten Tagesumsatz erreichte NEAR am 23. September mit 3,08 Milliarden US-Dollar.

Damit hat sich bestätigt, was wir im August als qualitativen Unterschied beschrieben haben: Die Bewegung wurde von echtem Umsatz getragen und nicht von dünnem Handel. Im Oktober kühlt der Umsatz ab, der Sieben-Tage-Schnitt liegt 19,2 Prozent unter dem 30-Tage-Schnitt. Am Tag des heutigen Anstiegs zieht er wieder an, die letzten 24 Stunden liegen 28,2 Prozent über dem Wochenschnitt. Steigende Kurse bei steigendem Umsatz sind das Muster, das wir im August als Bestätigung beschrieben haben.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Der Umsatz entspricht 20,4 Prozent der Marktkapitalisierung, Ende August waren es 11,7 Prozent; ein so hoher Umschlag stammt zu einem guten Teil aus kurzfristigem Handel. Und ein wachsender Teil davon läuft über Terminkontrakte: Die offenen Positionen auf NEAR erreichten nach Daten von CoinGlass am 12. Oktober einen Rekord von rund 1,92 Milliarden US-Dollar, im Juli und August waren es 300 bis 450 Millionen. Am Tag darauf fielen sie um 16,5 Prozent auf etwa 1,54 Milliarden, als der Kurs an der Marke von 6 US-Dollar abprallte.

Welche strukturellen Faktoren für NEAR Protocol sprechen

Jenseits der Chartlage gibt es drei Punkte, die den Coin von reinen Spekulationsobjekten unterscheiden, und an allen dreien hat sich seit August etwas bewegt.

Erstens die Nutzung. NEAR Protocol ist eine Layer-1-Blockchain, deren Architektur auf Sharding setzt, also auf die Aufteilung der Last auf mehrere parallel arbeitende Teilketten; die Protokollregeln stehen in der technischen Dokumentation des Projekts. Im August hatten wir geschrieben, dass sich der Ansatz an der tatsächlichen Nutzung entscheidet. Seitdem gibt es dafür Belege. Über NEAR Intents, den Dienst für blockchainübergreifende Tauschgeschäfte, liefen nach dem Quartalsbericht von Nansen im dritten Quartal rund 10,4 Milliarden US-Dollar. Seit dem 22. September sind über near.com 20 tokenisierte US-Aktien, ETFs und Rohstoffprodukte von Ondo Finance handelbar, darunter Anteile von Nvidia, Tesla und Apple. Und mit SVRN hat ein an der Nasdaq notiertes Unternehmen im Oktober FastNEAR übernommen, den Betreiber der Server, über die ein Großteil der NEAR-Wallets mit der Blockchain spricht.

Zweitens die Angebotsseite. Im Umlauf sind 1,31 Milliarden NEAR, das gesamte ausgewiesene Angebot. Eine feste Obergrenze gibt es nicht: Das Protokoll erzeugt bis zu 2,5 Prozent neue Token im Jahr, beim heutigen Bestand bis zu 32,7 Millionen NEAR. Der im Oktober eingebrachte Vorschlag, diese Rate auf 1,6 Prozent zu senken, ist nicht umgesetzt; was das für Staker bedeutet, zeigt unser Beitrag zur Emissionsrate und Staking-Rendite. Neu ist eine Nachfragequelle, die es im August nicht gab. Der Bitwise NEAR ETF hielt nach Angaben von CryptoBriefing am 12. Oktober rund 15,78 Millionen NEAR, 1,2 Prozent des Umlaufs und knapp die Hälfte dessen, was das Protokoll in einem Jahr höchstens neu ausgibt.

Balkengrafik: Anteil der umlaufenden NEAR an der Höchstmenge
1,31 Milliarden NEAR sind im Umlauf, eine feste Höchstmenge gibt es nicht: Das Angebot wächst um bis zu 2,5 Prozent im Jahr

Drittens der regulatorische Rahmen. Seit MiCA gelten für Handelsplattformen und Verwahrer in der EU einheitliche Pflichten, und die europäische Wertpapieraufsicht ESMA veröffentlicht dazu laufend Leitlinien. In den USA hat die Börsenaufsicht SEC am 24. September die Registrierung des Bitwise-Fonds für wirksam erklärt, seit dem 29. September handelt er unter dem Kürzel NRR. Der Fonds ist für den Vertrieb in den USA registriert und wirkt als Nachfragequelle auf denselben Markt, an dem du NEAR an der Börse kaufst; die jüngsten Zuflüsse ordnet unser Beitrag zum NEAR Kurs und den ETF-Zuflüssen ein. Für den Coin selbst bedeutet keiner dieser Schritte eine Zulassung oder ein Gütesiegel.

Was für einen NEAR-Kauf zum aktuellen Kurs spricht

Drei Argumente lassen sich aus den Daten belegen.

Die Trendwende ist nach unserem eigenen Maßstab bestätigt. Der 50-Tage-Durchschnitt hat den 200-Tage-Durchschnitt am 4. September von unten gekreuzt, am 6. September schloss der Kurs über 2,30 US-Dollar, und seit dem 18. September notiert er über dem alten Zwölfmonatshoch von 3,18 US-Dollar. Heute liegt der 50-Tage-Durchschnitt mit 4,19 US-Dollar 54 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 2,72 US-Dollar.

Hinter dem Kurs stehen neue Käufer und neue Nutzung. Ein regulierter US-Fonds hielt am 12. Oktober 15,78 Millionen NEAR, über NEAR Intents liefen im dritten Quartal 10,4 Milliarden US-Dollar, und seit dem 22. September sind tokenisierte US-Aktien über near.com handelbar. Das sind Anlässe, die sich überprüfen lassen, und keine reine Stimmung.

Die Überhitzung ist abgebaut, ohne dass der Trend gebrochen ist. Der RSI ist von 87,4 am 27. September auf 57,5 gefallen, der Ausverkauf vom 8. Oktober endete bei 4,33 US-Dollar und damit weit über dem damaligen 50-Tage-Durchschnitt von 3,62 US-Dollar. Über 90 Tage steht NEAR mit plus 182,7 Prozent an der Spitze der großen Kryptowerte, vor Zcash mit plus 168,1 Prozent und weit vor Bitcoin mit plus 29,7 Prozent.

Balkengrafik: 90-Tage-Kursveränderung der größten Kryptowerte, NEAR hervorgehoben
Über 90 Tage liegt NEAR mit plus 182,7 Prozent vor allen großen Kryptowerten ohne Stablecoins, auch vor Zcash

Was gegen einen NEAR-Kauf zum aktuellen Kurs spricht

Drei Gegenargumente wiegen ebenso schwer.

Die Fallhöhe ist groß. Der Kurs steht 96,5 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt und 27,5 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Wie schnell sich solche Abstände verkürzen können, hat der Oktober gezeigt: minus 16,6 Prozent am 8. Oktober, minus 13,6 Prozent am 12. Oktober, und in der Woche bis zum 20. Oktober lagen die Tagesspannen zwischen 5,1 und 19,4 Prozent. Bis zum Oktober-Tief sind es 18,8 Prozent, bis zum 50-Tage-Durchschnitt 21,5 Prozent.

Ein großer Teil des Handels ist gehebelt. Mit einem Rekord von rund 1,92 Milliarden US-Dollar an offenen Terminpositionen am 12. Oktober hing an NEAR ein Betrag in der Größenordnung von 27 Prozent der heutigen Marktkapitalisierung. Gehebelte Käufer verstärken Anstiege, sie verstärken aber auch jeden Rücksetzer, weil Zwangsschließungen weitere Verkäufe auslösen.

Das Angebot wächst weiter, und das Marktumfeld bleibt angespannt. Die Emission von bis zu 2,5 Prozent im Jahr bleibt bestehen, wer nicht stakt, wird anteilig verwässert. Der Gesamtmarkt ist zwar nicht mehr aufgeheizt, der Fear-and-Greed-Index steht bei 54 statt 80, aber die US-Notenbank hat im September die Zinsen angehoben, ihr Protokoll vom 7. Oktober stellt eine weitere Anhebung in Aussicht, und die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,7 Prozent. Die nächste Sitzung am 27. und 28. Oktober ist der erste Termin, an dem sich das im Kurs zeigen kann.

Wie du NEAR zum aktuellen Kurs kaufen kannst

NEAR ist an allen größeren europäischen Handelsplätzen handelbar. Die Unterschiede liegen bei Gebühren, Aufsicht und Verwahrung. Der US-Fonds auf NEAR ist für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten registriert, der direkte Weg für Anleger in Deutschland führt über eine Kryptobörse.

Bei den Kosten lohnt der Blick auf zwei Posten: die ausgewiesene Handelsgebühr und den Spread zwischen An- und Verkaufskurs. Bei Anbietern mit Festpreismodell steckt ein Teil der Kosten im Spread und taucht in der Gebührenübersicht nicht auf, bei einem Orderbuchmodell siehst du beide Posten getrennt. Welches Modell günstiger ist, hängt an deiner Ordergröße. Ein Vergleich der Konditionen steht in unserer Übersicht der besten Krypto-Börsen. Bei Tagesspannen von 5 bis 19 Prozent wie in der Woche bis zum 20. Oktober läuft eine Markt-Order zum nächstbesten verfügbaren Kurs, der spürbar vom angezeigten abweichen kann; eine Limit-Order legt den Höchstpreis fest, den du zu zahlen bereit bist.

Ein in der EU regulierter Anbieter unterliegt Pflichten zur Trennung von Kundengeldern und zur Berichterstattung. Welche Plattformen das erfüllen, zeigt der Vergleich der regulierten Kryptobörsen. Erfahrungsberichte zu einzelnen Anbietern findest du zu Bitpanda, Kraken und Bitvavo.

Bleibt die Verwahrung. Für kleinere Beträge und aktives Handeln ist die Börse praktisch. Für längere Haltedauern verlagert eine Hardware-Wallet das Ausfallrisiko des Anbieters auf dich selbst, samt der Verantwortung für die Sicherung deines Zugangs. Die Geräte im Vergleich stehen im Hardware-Wallet-Vergleich. Wer NEAR bereits selbst verwahrt, sollte einen Termin kennen: Die Browser-Wallet MyNearWallet wird am 31. Oktober 2026 abgeschaltet. Die Guthaben bleiben auf der Blockchain, nur der Zugang über diese Oberfläche fällt weg; wie der Umzug gelingt, steht in unserem Beitrag zur Abschaltung von MyNearWallet.

Ist NEAR zum aktuellen Kurs also ein guter Kauf?

Die Antwort fällt je Zeithorizont anders aus, und beide sind Szenarien, keine Empfehlungen.

Kurzfristig, auf Sicht von Wochen, kaufst du bei 5,34 US-Dollar in einen bestätigten Aufwärtstrend, der seit drei Wochen seitwärts läuft. Die Überhitzung vom September ist abgebaut, der RSI steht bei 57,5, und der Kurs testet gerade die Oberkante der Spanne seit dem 13. Oktober. Bis zum höchsten Tagesschluss von 5,87 US-Dollar sind es 10,0 Prozent, bis zum Oktober-Tief von 4,33 US-Dollar 18,8 Prozent nach unten. Wer jetzt einsteigt, setzt darauf, dass die Spanne nach oben aufgelöst wird; die nächste Bewährungsprobe steht mit der Sitzung der US-Notenbank am 27. und 28. Oktober im Kalender.

Langfristig, auf Sicht von Quartalen, hängt alles an der Nutzung des Netzwerks, wie schon im August. Neu ist, dass sich diese Frage inzwischen an Zahlen prüfen lässt: am Volumen von NEAR Intents, am Handel mit tokenisierten Aktien über near.com und am Bestand des US-Fonds. Dem steht eine Emission von bis zu 2,5 Prozent im Jahr gegenüber. Ein Einstieg auf diesem Niveau ist eine Wette darauf, dass diese Nachfrage schneller wächst als das Angebot.

Woran die Annahme scheitert, lässt sich benennen. Erstens: NEAR schließt unter 4,33 US-Dollar, dem Tief vom 8. Oktober. Dann ist die Oktober-Spanne nach unten verlassen, und der 50-Tage-Durchschnitt bei 4,19 US-Dollar wird zur nächsten Prüfung. Zweitens: Der Bestand des Bitwise NEAR ETF fällt unter die 15,78 Millionen NEAR vom 12. Oktober. Dann gibt die neue Nachfragequelle Token ab, statt sie aufzunehmen. Drittens, in die andere Richtung: Ein Tagesschluss über 5,87 US-Dollar bei anhaltendem Volumen wäre ein neues Zwölfmonatshoch und das Signal, dass die Seitwärtsphase seit dem 11. Oktober eine Pause im Aufwärtstrend war.

NEAR kaufen: Was du daraus mitnimmst

  1. Der Abwärtstrend ist nach unserem Maßstab vom August gebrochen: Der 50-Tage-Durchschnitt kreuzte am 4. September den 200-Tage-Durchschnitt, heute liegt er mit 4,19 US-Dollar 54 Prozent darüber. Die längerfristige Einordnung dazu steht in der NEAR Kurs Prognose.
  2. Der Puffer nach unten ist breiter geworden: 18,8 Prozent bis zum Oktober-Tief von 4,33 US-Dollar statt 4 Prozent bis zur Durchschnittszone im August. Wer diese Schwankung nicht aussitzen will, prüft zuerst die Verwahrung im Hardware-Wallet-Vergleich.
  3. Die Kosten entscheiden mit: Bei Tagesspannen von bis zu 19 Prozent zählt neben der Gebühr vor allem der Ausführungskurs, die Limit-Order ist das Standardwerkzeug. Die Konditionen stehen im Vergleich der besten Krypto-Börsen.

Offenlegung: Einige der in diesem Artikel genannten Anbieter arbeiten über Partnerprogramme mit uns zusammen. Auf die Kursanalyse und die Bewertung der Chartlage hat das keinen Einfluss; die Kursdaten stammen aus einer öffentlichen Marktdatenquelle und sind dort nachprüfbar.

(Stand: 22. Oktober 2026, erste Fassung vom 26. August 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse, Gebühren und Konditionen ändern sich; prüfe sie vor jedem Kauf beim Anbieter selbst. Kryptowerte unterliegen hohen Kursschwankungen, ein Totalverlust ist möglich.)

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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