Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit einem hohen Risiko verbunden. Führe immer deine eigene Recherche durch.

Ethereum Kurs 2.504 Dollar, die Netzgebühr fällt auf ein Sechstel: Hält die 2.495er Marke?

Ethereum notiert am Sonntagnachmittag bei 2.504 Dollar, die Tagesspanne schrumpft auf 0,63 Prozent. Spannender als der Chart sind die Blockdaten: Die Basisgebühr liegt bei 0,0673 Gwei, einem Sechstel des Wochenschnitts, und der Burn deckt nur noch 0,49 Prozent der Neuausgabe.

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11 Min. Lesezeit
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Der Ethereum Kurs steht am Sonntagnachmittag bei 2.504 Dollar, umgerechnet 2.237 Euro. In 24 Stunden hat sich daran drei Dollar geändert, 0,15 Prozent. Die eigentliche Bewegung liegt diesmal nicht im Chart, sondern in den Blockdaten: Die Basisgebühr je Gas, also der Preis, den jede Transaktion auf Ethereum mindestens kostet, lag im Schnitt der vergangenen 24 Stunden bei 0,0673 Gwei. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage waren es 0,4210 Gwei. Das Netz arbeitet gerade zu einem Sechstel des Preises der Vorwoche.

Für dich heißt das zweierlei. Eine Überweisung von Ether kostet heute Bruchteile eines Cents, und wer ohnehin vorhatte, Bestände von einer Börse auf die eigene Wallet zu holen, zahlt dafür gerade so wenig wie selten. Gleichzeitig fällt der Ether-Verbrauch des Netzes weg, der sonst einen Teil der Neuausgabe neutralisiert. Beide Seiten gehören zusammen, und beide stehen unten mit Zahlen.

Ethereum Kurs 2.504 Dollar: Die Tagesspanne schrumpft auf 0,63 Prozent

Zwischen dem Tagestief bei 2.495,23 Dollar und dem Tageshoch bei 2.510,93 Dollar liegen 15,70 Dollar. Das sind 0,63 Prozent. Zum Vergleich die vier Handelstage davor, gemessen an den Tageskerzen der Börse Coinbase: Am 8. Oktober spannte sich der Tag über 7,53 Prozent, am 7. Oktober über 6,48 Prozent, am 9. Oktober noch über 1,99 Prozent, am 10. Oktober über 1,34 Prozent. Die Spanne hat sich also an vier Tagen in Folge zusammengezogen, und heute ist sie der engste Tag seit dem 6. Oktober.

Über das volle rollierende 24-Stunden-Fenster, das auch den gestrigen Abend einschließt, reicht die Spanne von 2.495,23 bis 2.517 Dollar, 0,87 Prozent. Ein Markt, der sich so wenig bewegt, hat entweder keinen Anlass oder wartet auf einen. In dieser Woche steht am Mittwoch die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise an.

Schwere Wasserwaage aus Messing auf dunkler Stahlplatte im Makro, die Luftblase steht exakt mittig zwischen den Markierungen
0,63 Prozent Tagesspanne: So eng stand Ether zuletzt am 6. Oktober.

Die Basisgebühr je Gas liegt bei 0,0673 Gwei

Gas ist die Recheneinheit, in der Ethereum den Aufwand einer Transaktion misst. Eine einfache Überweisung von Ether verbraucht 21.000 Gas, egal wie viel du schickst. Die Basisgebühr ist der Preis je Gas, den das Protokoll selbst festsetzt, gemessen in Gwei, also in Milliardstel Ether. Dieser Preis schwankt von Block zu Block mit der Auslastung.

Die Zahlen der vergangenen 24 Stunden, erhoben aus den Blockdaten bei ultrasound.money am 11. Oktober: Schnitt 0,0673 Gwei, niedrigster Block 0,0510 Gwei, höchster Block 0,1551 Gwei. Der Wochenschnitt liegt bei 0,4210 Gwei, der Monatsschnitt bei 0,3812 Gwei. Seit Einführung der Basisgebühr im August 2021 beträgt der Durchschnitt 18,827 Gwei.

Balkendiagramm der Ethereum-Basisgebühr je Gas in vier Zeitfenstern auf logarithmischer Achse, der Balken der letzten 24 Stunden ist mit Abstand der kürzeste
Die Basisgebühr der letzten 24 Stunden liegt bei einem Sechstel des Wochenschnitts. Eigene Erhebung auf Grundlage der Blockdaten von ultrasound.money.

Der aktuelle Wert liegt noch einmal etwas höher als der Tagesschnitt: Ein direkt abgefragter Ethereum-Knoten meldete am Sonntagnachmittag einen Gaspreis von 0,077 Gwei, das ist die Basisgebühr plus das übliche Trinkgeld an den Validator. Das Allzeittief der Basisgebühr liegt bei 0,0087 Gwei und stammt aus Block 23.937.362. So tief steht das Netz derzeit also nicht, aber der Abstand zum eigenen Monatsschnitt ist beträchtlich.

Halb leere Blöcke senken die Basisgebühr automatisch

Die Basisgebühr folgt einer festen Regel aus der Protokolländerung EIP-1559, die seit August 2021 gilt. Ist ein Block mehr als zur Hälfte gefüllt, steigt die Basisgebühr für den nächsten Block um bis zu 12,5 Prozent. Ist er weniger als zur Hälfte gefüllt, fällt sie um bis zu 12,5 Prozent. Die Regel steht im Text der Änderung selbst nachzulesen, bei eips.ethereum.org. Eine Gebühr von 0,0673 Gwei bedeutet deshalb nichts anderes, als dass die Blöcke seit Tagen im Schnitt halb leer durchlaufen.

Das ist kein Defekt, sondern die Nachfrage. Wenig Handel an den dezentralen Börsen, wenig Bewegung bei Stablecoins, wenig Prägen und Verkaufen von NFT: Jede dieser Tätigkeiten füllt Blöcke. Fällt sie weg, kostet Gas fast nichts. Der enge Kursverlauf oben und die billige Gebühr hier sind nicht zwei Befunde, sondern derselbe.

Der Burn deckt nur noch 0,49 Prozent der Neuausgabe

Die Basisgebühr wandert nicht an den Validator, sondern wird vernichtet. Dieser Burn ist der Grund, warum der Ether-Bestand in Zeiten hoher Auslastung schrumpfen kann. Bei 0,0673 Gwei kommt davon kaum etwas zusammen.

Gemessen am 11. Oktober: In den vergangenen 24 Stunden wurden 0,0102 Ether je Minute verbrannt. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage waren es 0,0636 Ether je Minute, im Monatsschnitt 0,0569. Aufs Jahr gerechnet ergibt der Tageswert 5.365 Ether Burn gegen 1.087.004 Ether Neuausgabe an die Validatoren. Der Burn neutralisiert davon 0,49 Prozent. Im Wochenschnitt waren es 3,07 Prozent, im Monatsschnitt 2,77 Prozent.

Das Angebot wächst damit derzeit mit 0,886 Prozent im Jahr. In absoluten Zahlen, abgelesen an derselben Quelle: Der Ether-Bestand lag am 10. Oktober um 14:43 Uhr bei 122.116.611 Ether und am 11. Oktober zur selben Uhrzeit bei 122.119.572. In 24 Stunden sind also 2.960,61 Ether netto dazugekommen. Zum Kurs von 2.504 Dollar entspricht das einem neuen Angebot von rund 7,4 Millionen Dollar an einem einzigen Tag.

Hoher Betontank in abgedunkelter Halle, von oben läuft ein breiter Wasserstrahl hinein, unten tritt nur ein dünner Faden durch ein winziges Ventil aus
Zulauf groß, Ablauf klein: Der Burn neutralisiert derzeit nur 0,49 Prozent der neuen Ether.

Einordnung, damit die Zahl nicht größer wirkt, als sie ist: 0,886 Prozent Jahreswachstum sind historisch wenig. Hätte Ethereum noch das alte Mining-Verfahren, läge die Neuausgabe bei 4.930.875 Ether im Jahr und das Wachstum bei 4,03 Prozent. Der Wechsel auf Proof of Stake im September 2022 hat den größten Teil der Verwässerung beseitigt, der Burn war immer nur die Feinjustierung obendrauf. Wer die Lage an Schlagworten wie Ultra Sound Money misst, misst die falsche Größe.

Die Staking-Schlange seit dem 10. Oktober

Unser Bericht vom gestrigen Tag hielt fest, dass der Puffer der Einstiegsschlange beim Staking um 252.402 Ether geschrumpft war, bei einem Kurs von 2.507 Dollar. Seitdem hat sich der Kurs um drei Dollar nach unten bewegt, und die enge Tagesspanne von heute zeigt, dass daraus keine Richtung geworden ist. Die 2.500er Marke, an der sich die Debatte am 9. Oktober noch entzündete, ist seit drei Tagen weder nach oben noch nach unten verlassen worden.

Was in den 24 Stunden dazwischen neu ist, steht oben: Die Basisgebühr hat sich gegenüber dem Wochenschnitt gesechstelt, und der Burn ist auf ein Sechstel des Wochenwerts gefallen. Wer den Bestand an Ether verfolgt, hat damit seit gestern eine Größe mehr auf dem Zettel, und sie zeigt in die andere Richtung als die Staking-Schlange: Die Schlange bindet Ether, die niedrige Gebühr lässt mehr davon im Umlauf.

0,077 Gwei in Euro: So viel kostet eine Überweisung heute

Rechnen wir den Tagesschnitt von 0,0673 Gwei in Geld um, zum Kurs von 2.504 Dollar und 2.237 Euro je Ether:

  • Eine einfache Ether-Überweisung, 21.000 Gas: 0,00000141 Ether, rund 0,35 US-Cent oder 0,32 Euro-Cent.
  • Ein Transfer eines Tokens nach dem ERC-20-Standard, etwa eines Stablecoins, grob 65.000 Gas: rund 1,1 US-Cent.
  • Ein Tausch an einer dezentralen Börse, grob 150.000 Gas: rund 2,5 US-Cent.

Die Gaswerte für Token-Transfer und Tausch sind Richtwerte, der tatsächliche Verbrauch hängt am Vertrag. Der Preis je Gas dagegen ist gemessen. Zum Vergleich: Beim Allzeitschnitt von 18,827 Gwei hätte dieselbe einfache Überweisung rund 99 US-Cent gekostet, beim Wochenschnitt rund 2,2 Cent.

Netzgebühr vor dem Senden: Was du jetzt tun kannst

Eine niedrige Netzgebühr ändert nichts an der Frage, ob Ether ein guter Kauf ist. Billiges Gas ändert nur, was eine Transaktion kostet, die du ohnehin vorhattest. Drei Fälle, in denen das heute praktisch zählt:

Umzug auf die eigene Verwahrung. Wer Bestände von einer Börse abziehen und selbst verwahren will, zahlt für die Kette gerade Bruchteile eines Cents. Der Haken liegt woanders: Börsen erheben für Auszahlungen häufig eine eigene, pauschale Gebühr, die unabhängig vom Netz ist und die niedrige Gaslage nicht mitmacht. Prüfe die Auszahlungsgebühr deiner Börse, bevor du dich auf den Gaspreis verlässt; welche Häuser welche Konditionen fahren, steht in unserem Vergleich der Krypto-Börsen. Welches Gerät für die Verwahrung in Frage kommt, haben wir im Hardware-Wallet-Vergleich gegenübergestellt.

Aufräumen im Bestand. Wer über Jahre kleine Beträge auf verschiedenen Adressen liegen hat, zahlt für das Zusammenführen normalerweise mehr, als die Reste wert sind. Bei 0,077 Gwei verschiebt sich diese Rechnung. Rechne vor jedem Vorgang nach, ob die Summe den Aufwand trägt.

Anstehende Vertragsvorgänge. Wer eine Genehmigung für einen Vertrag zurückziehen oder ein Staking-Verhältnis auflösen will, erledigt das heute günstiger als im Wochenschnitt. Das ist kein Grund, es überhastet zu tun, aber ein Grund, es nicht weiter aufzuschieben.

Haltefrist und Nachweis beim Umzug auf die eigene Wallet

Für Anleger in Deutschland gilt für private Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes weiterhin die Einjahresfrist: Wer Kryptowerte länger als ein Jahr hält und danach verkauft, zahlt auf den Gewinn keine Einkommensteuer. Der Bundestag hat eine Abschaffung dieser Frist am 9. Oktober 2026 mit 445 zu 132 Stimmen abgelehnt, wie wir am selben Tag berichtet haben.

Praktisch wichtig beim Verschieben zwischen eigenen Adressen ist der Nachweis. Die Finanzverwaltung erwartet, dass Übertragungen zwischen eigenen Adressen dokumentiert sind, damit Anschaffungszeitpunkt und Anschaffungskosten später zugeordnet werden können. Wer heute die günstige Gaslage nutzt und Bestände umzieht, sichert sich deshalb am besten direkt die Transaktionskennung, Datum und Uhrzeit sowie die Herkunfts- und Zieladresse. Welche Werkzeuge das automatisch mitschreiben, steht in unserer Übersicht der Krypto-Steuer-Tools und Portfolio-Tracker. Für die Beurteilung des Einzelfalls bleibt der Steuerberater zuständig.

Diese Marken zählen jetzt: 2.495, 2.517 und 2.555 Dollar

Nach unten liegt die nächstgelegene Marke bei 2.495,23 Dollar, dem Tagestief von heute, das zugleich knapp unter der runden 2.500er Schwelle liegt. Hält sie nicht, ist das Wochentief vom 8. Oktober bei 2.404,60 Dollar der nächste Halt, mehr als vier Prozent tiefer.

Nach oben begrenzt das 24-Stunden-Hoch bei 2.517 Dollar den engen Bereich, in dem sich der Kurs seit Freitag bewegt. Darüber folgt mit Abstand die 50-Tage-Linie, die nach den Tagesschlusskursen der vergangenen 50 Handelstage bei 2.555,47 Dollar verläuft, rund zwei Prozent über dem jetzigen Stand. Das Wochenhoch vom 4. Oktober bei 2.737,55 Dollar liegt 9,3 Prozent entfernt.

Weit darunter läuft die 200-Tage-Linie bei 2.133,72 Dollar. Der Abstand von 17,4 Prozent nach oben zeigt, dass der längerfristige Verlauf trotz der schwachen Woche intakt ist. Alle vier Werte sind aus den Tageskerzen derselben Börse gerechnet, Stand 11. Oktober.

Unsere Einschätzung: Billiges Gas ist kein Kaufsignal

Aus Sicht der Redaktion wird die niedrige Netzgebühr in den nächsten Tagen in manchem Beitrag als gutes Zeichen für Ether auftauchen. Dagegen sprechen die Zahlen oben. Eine Basisgebühr von 0,0673 Gwei entsteht, weil die Blöcke halb leer sind, also weil wenig auf der Kette passiert. Das ist der Ausweis geringer Nachfrage, nicht hoher. Der Burn fällt im selben Zug auf 0,49 Prozent der Neuausgabe, womit die Angebotsseite ungebremster wächst als in der Vorwoche.

Dafür spricht umgekehrt, dass eine billige Kette die Nutzung erleichtert und dass 0,886 Prozent Jahreswachstum im Vergleich zu 4,03 Prozent unter dem alten Mining-Verfahren immer noch wenig sind. Entschieden wird die Richtung ohnehin anderswo: an den Zuflüssen der Fonds, an den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch und daran, ob die 2.495er Marke hält. Die Gebühr ist ein Thermometer, kein Motor: Der Messwert sagt dir, wie warm es ist, nicht wohin der Kurs geht.

Netzgebühr bei 0,077 Gwei: Günstig wird es erst durch den Anlass

Drei Schritte, mit denen du die heutige Lage nutzt, ohne eine Richtungswette einzugehen:

  1. Auszahlungsgebühr prüfen, nicht nur den Gaspreis. Die Kette kostet unter einem Cent, die Börse häufig ein Vielfaches davon. Welche Häuser welche Pauschale erheben, steht im Vergleich der Krypto-Börsen.
  2. Verwahrung klären, bevor du sendest. Eine Überweisung auf eine Adresse, deren Schlüssel du nicht sicher hast, ist kein Fortschritt. Die Geräte im Hardware-Wallet-Vergleich unterscheiden sich vor allem in der Wiederherstellung.
  3. Belege gleich mitnehmen. Transaktionskennung, Zeitpunkt und beide Adressen gehören ins Archiv, solange sie vorliegen. Werkzeuge, die das selbst mitschreiben, stehen in der Übersicht der Steuer-Tools und Portfolio-Tracker.

(Stand: 11. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Kurse und Gebührenmodelle ändern sich; prüfe die Konditionen vor jedem Kauf beim Anbieter selbst.)

Häufige Fragen zur Ethereum-Netzgebühr

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Alle Zahlen und Angaben wurden gegen die im Text verlinkten Primärquellen abgeglichen. Das Beitragsbild wurde mit KI erzeugt.

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